Messfehler Stammwürze? Eure Meinung bitte.
Verfasst: Montag 8. Februar 2016, 08:56
Servus!
Hier eine Beschreibung der Situation:
Ich habe am Samstag, 30.1. meinen ersten Sud angesetzt, Münchner Lager mit etwa 4 kg Schüttung auf viel zu wenig Wasser (18 L Hauptguss, 7 L Nachguss) - habe nach dem Würzekochen nur 12 L (!) rausbekommen. Eine Refraktometermessung hat dementsprechend allerdings 17,6 Brix (d.h. 17,1 Plato) angegeben, das Areometer etwa 16 Plato (nur etwa wegen der Schaumbildung - Messung bei 32°C gibt laut fabier.de ~16.9 Plato, soweit also stimmig).
Das war mir natürlich zu viel, vor allem da auch die Hopfenmenge (Fuggles 5,2%alpha 40 g 80 min) auf viel mehr Würze aufgerechnet war.
Daher hab ich (naiv wie ich bin) angenommen, ich kann 2 L Wasser zugießen, und die Stammwürze so auf 17,1*12/14 = 14.65 Plato runterdrücken (und dann noch etwas weiter, ich wollte etwa 13.5 anstreben). Nach dem zugießen des (kochenden) Wassers ergab eine Messung allerdings bereits 12,6 Brix (12.23 Plato)!
Ich hab einfach mal diese "Nichtlinearität" akzeptiert, die Würze gekühlt und mit der MJ California Lager angestellt (1 pkg zu 11 g sollte genug sein).
Am darauffolgenden Montag hat es recht heftig geblubbert und nach den Spuren am Gäreimer zu urteilen waren die Hochkräusen sogar schon vorbei. Das geblubbere war mit Donnerstag auch wirklich rum (ich weiß dass das nichts heißt...). Ich habe den weiteren Verlauf nur optisch beobachtet (keine Messungen) und heute (Tag 9 der Hauptgärung) mal eine Restextraktmessung durchgeführt, da ich plane, Samstag abzufüllen (Donnerstag die nächste Messung, falls sich nix tut sollte es so weit sein...)
Nun mein kleiner Schock - Refraktometermessung ergibt 8,6 Brix (8.35 Plato) --> daher laut maischemalzundmehr.de nur 3.5 vol%-Alkohol - die anegegebenen Werte für den Endvergärungsgrad der Hefe sind 77-83%, diese Messung würde eher 42-51 % ergeben.
Was ist eurer Meinung nach Wahrscheinlicher?
1) Messfehler bei der Refraktometermessung nach dem Verdünnen
2) Gärung ist noch (lange) nicht abgeschlossen
oder fällt euch noch ein anderer Grund ein?
Kann ich den Endvergärungsgrad auch anders ermittlen? (im Nachhinein, wenn ich den Messungen nach dem Verdünnen nicht traue?)
lg,
Patrick
Hier eine Beschreibung der Situation:
Ich habe am Samstag, 30.1. meinen ersten Sud angesetzt, Münchner Lager mit etwa 4 kg Schüttung auf viel zu wenig Wasser (18 L Hauptguss, 7 L Nachguss) - habe nach dem Würzekochen nur 12 L (!) rausbekommen. Eine Refraktometermessung hat dementsprechend allerdings 17,6 Brix (d.h. 17,1 Plato) angegeben, das Areometer etwa 16 Plato (nur etwa wegen der Schaumbildung - Messung bei 32°C gibt laut fabier.de ~16.9 Plato, soweit also stimmig).
Das war mir natürlich zu viel, vor allem da auch die Hopfenmenge (Fuggles 5,2%alpha 40 g 80 min) auf viel mehr Würze aufgerechnet war.
Daher hab ich (naiv wie ich bin) angenommen, ich kann 2 L Wasser zugießen, und die Stammwürze so auf 17,1*12/14 = 14.65 Plato runterdrücken (und dann noch etwas weiter, ich wollte etwa 13.5 anstreben). Nach dem zugießen des (kochenden) Wassers ergab eine Messung allerdings bereits 12,6 Brix (12.23 Plato)!
Ich hab einfach mal diese "Nichtlinearität" akzeptiert, die Würze gekühlt und mit der MJ California Lager angestellt (1 pkg zu 11 g sollte genug sein).
Am darauffolgenden Montag hat es recht heftig geblubbert und nach den Spuren am Gäreimer zu urteilen waren die Hochkräusen sogar schon vorbei. Das geblubbere war mit Donnerstag auch wirklich rum (ich weiß dass das nichts heißt...). Ich habe den weiteren Verlauf nur optisch beobachtet (keine Messungen) und heute (Tag 9 der Hauptgärung) mal eine Restextraktmessung durchgeführt, da ich plane, Samstag abzufüllen (Donnerstag die nächste Messung, falls sich nix tut sollte es so weit sein...)
Nun mein kleiner Schock - Refraktometermessung ergibt 8,6 Brix (8.35 Plato) --> daher laut maischemalzundmehr.de nur 3.5 vol%-Alkohol - die anegegebenen Werte für den Endvergärungsgrad der Hefe sind 77-83%, diese Messung würde eher 42-51 % ergeben.
Was ist eurer Meinung nach Wahrscheinlicher?
1) Messfehler bei der Refraktometermessung nach dem Verdünnen
2) Gärung ist noch (lange) nicht abgeschlossen
oder fällt euch noch ein anderer Grund ein?
Kann ich den Endvergärungsgrad auch anders ermittlen? (im Nachhinein, wenn ich den Messungen nach dem Verdünnen nicht traue?)
lg,
Patrick