Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Brewie
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Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#1

Beitrag von Brewie » Samstag 30. September 2017, 21:07

Hallo erstmal, wollte hier mal mein aktuelles Projekt posten und schauen was da für Feedback kommt.
Insb. ob man das Bier noch Tripel nennen darf da ich gezwungen war vom Pilsner Malz und den im Rezept
vorhandenen Hopfen ab zu weichen. Dachte ich hätte noch was aber das wars Münchner :Angel

Wenns schmeckt werde ich das bestimmt auch mal in 20l Kochen :D

Aber hier das Rezept:

Gewürze (Im Beutel):
5g Koreander
3g Süßholz
3 Zacken Sternanis
10 Wacholderbeeren (grob Zerstoßen)

Malz:
Münchner Malz 800g
Abbey Malz 300g
Pale Ale Malz 1300g
Cara Pils Malz 100g
Mela Malz 50g
Dinkel Malz 250g (hatte mein Weizen da und dachte mir Dinkel geht sicher auch^^)
Summe 2800g (max. Menge Brau Rohr)

Hauptguß 13,4l
Nachguß 2,6l
Achtung HART am Limit des Rohres!
Würze Menge am Schluss: 10l (-1l Flocke Schmodder) ich empfehle etwas den Nachguß zu erhöhen um die 10 voll zu kriegen

Hopfen:
1 Hopfengabe
4g Hallertauer P90 Cascade 5,9 %
6g Hallertauer Comet Typ 90 7,5%

2 Hopfengabe
20g Tettnanger P90 4,6%

3 Hopfengabe
15g Chinook 12,7%

Programmierung des Braumeister 20l Plus
Einmaischen bei 45 Grad
45 Grad für 5 min
55 Grad für 10 min
65 Grad für 55 min
69 Grad für 10 min
78 Grad für 10 min
Abmaischen wenn Jodnormal

Koch Zeit 90 Minuten.
1 Hopfung bei Start / 90
2 Hopfung bei 15 min vor Ende / Kandis beigeben
3 Hopfung bei 0 / Gewürze

Hefe: Mangrove Jack M31 Belgian Tripel Trockenhefe (etwa 2/3tel des Beutels)
Rehydriert und beigemengt.

Tilt Hydrometer- Messung 1 ----- SG: 1,092 / Grad: 18,2 / Plato ~22/23P (ZIEL erreicht)
(aktuell: 20,6 Grad)

Ich erspaare euch zig Bilder vom Kochen. Aber etwas hab ich doch geknippst :) Duftet schon klasse.
Ach ja, das Bild von der Gärung wurde NACH dem ersten Abziehen der braunen Gerbstoffe geschossen.

Aktuelle Anmerkung:
Die Hefe hat ein mega geiles Bananen Aroma produziert! Riecht super lecker.
Aber die HG ist ja auch sicher noch nicht durch. Hoffe es wird am Ende nicht zu süß da sollte das eigentlich nicht
hin. Aber das Bananige passt deutlich besser zur Farbe. :redhead
Erinnert mit total an das La Trappe Trappist - Dubel (7%). Wenn auch die Farbe bei weitem nicht so
dunkel ist. Wenn es aber in die Richtung geht wäre das klasse. Denn das war eins der leckersten Biere die
ich je getrunken habe.


Gruß Brewie.
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#2

Beitrag von Brewie » Freitag 6. Oktober 2017, 17:28

Schade das keiner die Frage beantworten kann ob das Bier noch als Tripel durch geht.

Der Gär Verlauf ist etwas kurios. Aber Geduld ist eine Tugend. Vermutlich eher aber kein Tripel. Tag 7/8 der HG und es steht bei 1,023 / 5,75P.

Mich würde mal interessieren ob es außer bei Hefe/Weizen, Biere gibt bei denen so hohe Rest Würze in dem Sud sogar gewollt ist?

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#3

Beitrag von Kurt » Freitag 6. Oktober 2017, 18:10

Tripel Karmeliet geht in die Richtung. Ich hatte sowas in der Art bei CAMBA dabei und habs Tonic Tripel genannt. Beim Tripel würde ich ansonsten auf Caramalz verichten und auf Zucker bestehen.

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 6. Oktober 2017, 18:42

Bekommst du keine Panik, wenn der BM so wacklig auf einen Eimer steht? Das kann schon mächtig Aua machen, wenn da mal jemand versehentlich gegenkommt. In jedem Fall gibt es eine riesige Sauerei und das Gerät wird es dir auch nicht danken. :Waa
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
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"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße aus Ahrensburg
Jens

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#5

Beitrag von Brewie » Freitag 6. Oktober 2017, 20:51

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 6. Oktober 2017, 18:42
Bekommst du keine Panik, wenn der BM so wacklig auf einen Eimer steht? Das kann schon mächtig Aua machen, wenn da mal jemand versehentlich gegenkommt. In jedem Fall gibt es eine riesige Sauerei und das Gerät wird es dir auch nicht danken. :Waa
Dachte ich auch aber tatsächlich steht er da erstaunlich stabil. Weil die Füße nach innen weg gehen. Allerdings ist das auch nur eine Notlösung gewesen. Werde mir sicher noch was anderes überlegen. Aber da er brand neu war musste ich erstmal herausfinden was die beste höhe ist und tatsächlich ist die Höhe ziemlich optimal.

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#6

Beitrag von Brewie » Freitag 6. Oktober 2017, 20:58

Kurt hat geschrieben:
Freitag 6. Oktober 2017, 18:10
Tripel Karmeliet geht in die Richtung. Ich hatte sowas in der Art bei CAMBA dabei und habs Tonic Tripel genannt. Beim Tripel würde ich ansonsten auf Caramalz verichten und auf Zucker bestehen.
Zucker ist gut was drin :D wie hats geschmeckt? Letztlich - wenn ich es nochmal mache würde ich mich deutlich mehr ans Rezept halten. Aber ich hatte echt kein Pilsener da.. (hätte schwören können das da noch genug da ist aber habs verwechselt.. :Angel ). Ich mag Cara, auch Malzig hab da schon einige getrunken die mega lecker waren. Aber was ich gar nicht mag ist dieser Zuckersirup der bei Kommerziellen diesen extrem Geschmack nach Karamell zucker bei gibt. Etwas is ja lecker.. aber die schmecken oft extremst..

Meine Hoffnung ist das das Bier durch seinen hohen Alkohol, und den sehr wahrscheinlich starken Körper.. sich vielleicht von Tripel weg und in Richtung Doubel bewegt.. dann wäre es wieder eine klarere Zuordnung. Ich habe es bisher irgendwie nicht gewagt es zu probieren. Geruch ist nach wie vor klare Bananne :D Sieht fast aus wie ein weißes Minion das kleine 12l Fässle :)

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#7

Beitrag von Brewie » Freitag 6. Oktober 2017, 21:03

War mal so frei auch wenn ich eigentlich nicht spickeln will.. doch das kleine Loch reduziert die Gefahr wenigstens ebbes.. solang das so aussieht und nach wie vor schleichend in den P abwärts geht is alles fein :D :thumbsup
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#8

Beitrag von §11 » Freitag 6. Oktober 2017, 22:17

Schade das keiner die Frage beantworten kann ob das Bier noch als Tripel durch geht.
Also BJCP wurde es wahrscheinlich nicht als Triple durchgehen lassen, da hier Gewuerze eher nicht gefragt sind und wenn dann nur extreme I'm Hintergrund.

S.53 Cat. 26C

https://www.bjcp.org/docs/2015_Guidelines_Beer.pdf

Prost

Jan

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#9

Beitrag von Brewie » Freitag 6. Oktober 2017, 23:34

§11 hat geschrieben:
Freitag 6. Oktober 2017, 22:17
Schade das keiner die Frage beantworten kann ob das Bier noch als Tripel durch geht.
Also BJCP wurde es wahrscheinlich nicht als Triple durchgehen lassen, da hier Gewuerze eher nicht gefragt sind und wenn dann nur extreme I'm Hintergrund.
Cool - das ist Input :) nix mehr für heut Abend nach 3 Zwickel.. aber coool :D :thumbup

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#10

Beitrag von gulp » Samstag 7. Oktober 2017, 10:38

Eigentlich stimmt da gar nichts, bei dem Rezept, außer der Hefe. Für ein klassisches Triple genügt Pilsener Malz, belgische Hefe und Zucker. Hopfen nimmt man Saazer und/oder Styrian Goldings. Wo hast du denn das kormische Rezept her, mit Sternanis, Wacholder und Süßholz?

Gruß
Peter
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#11

Beitrag von Brewie » Samstag 7. Oktober 2017, 17:17

gulp hat geschrieben:
Samstag 7. Oktober 2017, 10:38
Eigentlich stimmt da gar nichts, bei dem Rezept, außer der Hefe. Für ein klassisches Triple genügt Pilsener Malz, belgische Hefe und Zucker. Hopfen nimmt man Saazer und/oder Styrian Goldings. Wo hast du denn das kormische Rezept her, mit Sternanis, Wacholder und Süßholz?
joa aber ich hatte nix davon da. :Angel Das mit den Gewürzen fand ich bei anderen Tripel Rezepten online und es klang sehr interessant. Allerdings waren Rezepte diesbezüglich sehr rar gesät. Was eine Orientierung schwer machte. Inzwischen sag ich mir - hauptsache es wird Bier und schmeckt. :redhead

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#12

Beitrag von Brewie » Samstag 7. Oktober 2017, 17:51

so war mal so frei und habe den P Wert mal mit einer Spindel überprüft, passt tatsächlich aktuell 5P. Hab es probiert, nix süß :D Kein großer Fehl Geschmack, weder nach Katzenpisse oder anderem. Die Gewürze sind nicht wirklich heraus zu schmecken. Aber es hat einen interessanten Körper. Und gut Kohlensäure. Es ist noch Trübe und schmeckt mehr wie ein Hefeweizen eine Hefe Bitterkeit die ist noch da. Das aber verschwinden für gewöhnlich bei Lagerung. Ein Hochprozentiges Bier, wenn gleich der Alkohol jetzt nicht dominant erschlägt. Ein Malziger Charakter ist schmeckbar, aber absolut nicht so als das ich sagen würde: O MAY GOSCH.. wie es sich in der Flasche später ausreift hmmmm.. Die Hopfen kommen interessant, leicht herb aber absolut nicht aufdringlich! Auf Grund der hohen Kohlensäure trotz aufschütteln tendiere ich dazu zu behaupten das der Messwert dadurch beeinflusst wird. Aber es ist auf jedenfall kein totaler Braufehler! Mag sein das ein echtes Tripel anders geht, doch das ist als Jungbier bereits durchaus trinkbar !!!

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#13

Beitrag von gulp » Samstag 7. Oktober 2017, 19:37

Brewie hat geschrieben:
Samstag 7. Oktober 2017, 17:17
gulp hat geschrieben:
Samstag 7. Oktober 2017, 10:38
Eigentlich stimmt da gar nichts, bei dem Rezept, außer der Hefe. Für ein klassisches Triple genügt Pilsener Malz, belgische Hefe und Zucker. Hopfen nimmt man Saazer und/oder Styrian Goldings. Wo hast du denn das kormische Rezept her, mit Sternanis, Wacholder und Süßholz?
joa aber ich hatte nix davon da. :Angel Das mit den Gewürzen fand ich bei anderen Tripel Rezepten online und es klang sehr interessant. Allerdings waren Rezepte diesbezüglich sehr rar gesät. Was eine Orientierung schwer machte. Inzwischen sag ich mir - hauptsache es wird Bier und schmeckt. :redhead
Ein Tripel wird das jedenfalls nicht. Nenns halt "Belgian Strong Freestyle" und nächstes Mal kannste ja mal die BJCP Style Guidelines anschauen bevor du wieder braust.
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#14

Beitrag von Brewie » Samstag 7. Oktober 2017, 19:39

Okay :) werde ich machen. Danke für eure Hilfe

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#15

Beitrag von Brewie » Samstag 7. Oktober 2017, 20:17

Seltsam.. kann den Titel nicht abändern :( naja - hab beschlossen es nu bei 10 Grad kühl zu stellen. :) Und dann nächste Woche den Cold Crush zu machen. Ändert sich nichts nämlich nix mehr groß, schmecken tuts au. Kann dann bis zum CC nochmal ebbes nachziehen. Aber denke es ist durch. Die Bläschen kommen von der Kohlensäure.

Aktuelle Werte:
Von SW 23P auf RE 5P runter nach 8 Tagen.
Wobei es die letzten drei Tage Temperatur bedingte Schwankungen der SG readings im 0,001 Bereich gab.
Aktueller Alkoholgehalt (laut online Rechner) 9,17% reicht auch voll und ganz aus hehe..
SVG liegt anhand der Daten bei 78,26 %, Damit liege ich im Rahmen dessen was die Hefe so packt.

Wird dann ja noch so bis Weihnachten / Neujahr in den Flaschen im Keller nach reifen.
..das ist das grausamste am Brauen.. das Warten. :popdrink
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#16

Beitrag von gulp » Samstag 7. Oktober 2017, 21:11

Wobei es die letzten drei Tage Temperatur bedingte Schwankungen der SG readings im 0,001 Bereich gab.
Wow, doch so viel? :Ahh
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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#17

Beitrag von nrtn » Sonntag 8. Oktober 2017, 01:03

Wie lief denn das Kühlen? Ich frage wegen:
Hinweis: Die Kühlung per Doppelmantel am PLUS funktioniert bei der Verwendung des kurzen Malzrohres und nur der halben Würzemenge nur sehr eingeschränkt (Speidel Shop)

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#18

Beitrag von Brewie » Sonntag 8. Oktober 2017, 11:00

nrtn hat geschrieben:
Sonntag 8. Oktober 2017, 01:03
Wie lief denn das Kühlen? Ich frage wegen:
Hinweis: Die Kühlung per Doppelmantel am PLUS funktioniert bei der Verwendung des kurzen Malzrohres und nur der halben Würzemenge nur sehr eingeschränkt (Speidel Shop)
Das Würze kühlen habe ich mittels eines gewöhnlichen Coolers (Spiral Rohr) durchgeführt. Da der Kühlmantel für 10l ungeeignet ist. Das aber klappte 1a. :thumbsup

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#19

Beitrag von Brewie » Sonntag 8. Oktober 2017, 11:49

gulp hat geschrieben:
Samstag 7. Oktober 2017, 21:11
Wobei es die letzten drei Tage Temperatur bedingte Schwankungen der SG readings im 0,001 Bereich gab.
Wow, doch so viel? :Ahh
Naja diese 0,001 entsprechen etwa 0,25P. Ohne das notieren von Temperaturwerten sieht man da den Zusammenhang nur schwer.
Und wenn man es vorhat mit Drops in Flaschen ab zu füllen sind 0.25P Differenz doch schon viel. Aber ich fülle nicht mein erstes
Bier ab. Von daher.

Es ist kein Geheimnis das sich die Temperatur aber auch die Kohlensäure verfälschend auf den Spindelwert auswirkt.
Der in dem Fall durch das im Bier Schwimmende Hydrometer abgelesen werden kann. Es mag vielleicht
tatsächlich noch etwas nachgären aber durch den Auftrieb der Kohlensäure der in dem Fall sehr stark ist. Kommt es zu
einem blinden Punkt bei der Messung. Der durch das Tilt schwer kompensiert werden kann. Darum habe ich manuell Gespindelt.
Und die Probe geschüttelt um die Entgasung etwas zu beschleunigen. Resultat die Spindel hatte einen Wert von 5P angezeigt.
Es kühler zu stellen ist kein Fehler. Es verzögert nur die Rest Gärung.

Unterm Strich ist es so, das der Endvergärungsgrad und auch der Restwürze Anteil von den Rastzeiten abhängt. Und davon
wie viel vergärbarer Restzucker in dem Bier noch vorhanden ist. Da dieses Bier durch Zuckergabe nicht wirklich einer Natürlichen
Kochung folgt kann es durchaus sein, das die Rast Zeiten mehr unvergärbaren Anteil zurück lassen. Um den höheren Alkohol
Gehalt geschmacklich zu kompensieren. Die Rast Zeiten und Zucker Gabe habe ich aus einem Rezept.
Dazu kommt, ich habe abweichend vom Original Rezept Cara Malze mit drin. Welche von Hause aus weniger bis keinen
Vergärbaren Zucker beinhalten. Das kann zugleich den EVG nach oben pushen. Nicht um sonst heißt es ja man soll Spindeln..
In dem Fall aber hatte das Bier 23P. Ging recht schnell auf etwa 9 runter. Kam dann ins Stocken was bei Trockenhefe wie
ich las doch gerne passieren kann. Das erwärmen umrühren brachte nichts, also gab ich etwas Speise und frische Hefe.
Dadurch kam das ganze wieder in Gang. Nun sind HG von bis zu zwei Wochen bei solchen Bieren durchaus keine Seltenheit.
Dann aber sollte es von der Hefe genommen und in die Nachgärung übergehen. Muss ich halt mit ner Plastikflasche schauen
wie der Druck sich aufbaut und ob es noch stark nachgärt. Wenn ja muss ich halt entlüften. Das alles kein Hexenwerk.

Man darf nur eben nicht blind in die Flaschen abfüllen. DAS kann echt böse in Flaschen bomben enden wenn man sich mal
verschätzt hat. So wie ich das sehe sind folgende EVGs durchaus keine Seltenheit aber durchaus kein muss und auch absolut
kein Garant:

1-1,4P Pils, Pale Ales etz.
1,5-2,5 Bock, Starkbiere usw.
3,5 - 4,5 Hefe, und Belgische Biere und experimentelle Crafts

Letztlich kommt es eben auf den Anteil der noch vergärbaren Zucker an. Im Nachhinein gesehen wäre es sinnvoll gewesen in
die Kochung noch Hefe Nahrung bei zu geben. Vielleicht wäre ich dann tiefer gekommen. Und hätte noch etwas mehr Geschmack
zurück behalten. Denn aktuell ist das Jungbier nicht sehr komplex an Aromen. Was ich darauf zurück führe das die Hefe viel
verstoffwechselt hat. Um eben noch weiter zu knabbern. Aber so ist das halt - man lernt nie aus. Das nächste mal würde ich
es anders machen. Pilsener Malz ist auch schon nachbestellt :)

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#20

Beitrag von Brewie » Samstag 21. Oktober 2017, 18:20

So Nachtrag, habe es jetzt mal probiert. Und ich bin restlos und total begeistert. Meine Befürchtungen sind abgestraft und weggeblasen.

Das Bier schmeckt bereits jetzt MEGA Geil! Eine totale Aroma bombe. Hat aber eine doch recht süßliche Note. Aber nicht unangenehm eher stimmig süß. Und an der Grenze. Absolut nicht Trocken. Rund. Man schmeckt den Alkohol aber es ist alles andere als erdrückend schwer. Darf aber noch bis Sylvester reifen. Und so ich hoffe setzt sich der Rest der Hefe noch in der Flasche. Einem der keine Ahnung hat könnte man es sicher als Bananen Hefe Weizen verkaufen ^^ Es ist mit Sicherheit KEIN Tripel mehr. Selbst meine Mom und die ist sehr skeptisch empfand das Bier jetzt bereits als extrem lecker.

Wer die Hefe aber vor hat ebenfalls zu verwenden dem rate ich ernsthaft wirklich zu warten. Sie klärt sehr sehr schlecht auf. Nach fast 20 Tagen ist noch immer viel Hefe in der Schwebe. Ob es eine Sünde wäre da Irish Moos einzusetzen um die Klärung zu beschleunigen.. kann ich nicht sagen. Aber könnte das Geschmacksprofil zerstören.

Noch zum Hopfen - passt perfekt. Mehr oder weniger dürfte es meiner Meinung nach nicht sein. Vorfreude auf das Sylvester Bierchen steigt. :D

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Re: Belgian Style Triple? mit Braumeister (10l Rohr)

#21

Beitrag von Brewie » Dienstag 5. Dezember 2017, 12:58

Erneuter Nachtrag, das Bier reifte nun knapp 3 1/2 Monate. Als Jungbier war es deutlich leckerer. Der Alkoholgehalt sprengt alles was ich bisher so kennen gelernt habe. Tippe auf 13% oder mehr. Das ganze hat sich in eine Art Starkbier/ Hefe Bock ? Verwandelt.

Die Restsüße ist leider verschwunden was sehr schade ist. Der Alkohol ist scharf und Omnipräsent. Ballert richtig gut, wärmt & ist ideal für den Winter^^ aber insgesamt wäre weniger Alkohol/Zucker deutlich der bessere Weg gewesen. Außerdem haben die Flaschen angefangen über zu schäumen. Was mich milde gesagt nervt. Da es zuvor nicht der Fall war. Es ist def. Trinkbar. Auch Lecker aber eben ein sehr heftiges Bier. Durch das Gushing hat man unweigerlich die Hefe mit drin. Aber die stört mich in dem Fall nicht. Mehr nervt da der Alkohol Gehalt. Wäre das Bier bei einer Stammwürze von 16-17P gestartet wäre es perfekt. Aber so muss ich sagen - aus Fehlern wird man schlau.

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