Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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StefanK
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Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#1

Beitrag von StefanK » Sonntag 2. September 2018, 23:10

Hallo miteinander,

vor ein paar Stunden habe ich meinen erster Sud in der Einkocher-Klasse durchlebt und möchte Euch an dem Brautag teilhaben lassen. Dabei möchte ich vorweg nehmen, dass ich heute von "easy... läuft" bis "waaaaaaaaahhhhhhh" so ziemlich jedes emotionale Stadium durchlaufen habe. Im Nachhinein kann ich das mit einem Schmunzeln unter lehrreich abheften und hoffe, Euch dieses Gefühl etwas rüberbringen zu können. Spart also nicht mit gutem Rat. Es kann nur besser werden!

Was bisher geschah...
Nachdem ich mich in der Wahl meiner Literatur vom Braurezept der Besserbrauer über Lauhages "Craftbeer einfach selber brauen" bis hin zu Jans "Bier brauen" gesteigert hatte, kam der Schritt von der 5-Liter-Kochtopfklasse zum Einkocher. In erster Kategorie hatten mein guter Freund Niclas und ich schon seit zwei Jahren gewerkelt und einige durchaus trinkbare Biere nach den Rezepten der Braupakete produziert. Aber eigentlich ist der ganze Aufwand für 5 Liter unsinnig. Bei 20 Litern sieht das schon anders aus... Also flossen in den letzten Monaten viel Energie und einiges Geld in die Basisausstattung für die Einkocher-Klasse. Nachdem nun alles parat war, konnte ich es nicht erwarten und setzte für heute den ersten Brautag an. Leider ist oben bereits erwähnter Niclas noch im Urlaub, aber ich musste einfach einen Systemcheck machen. Dafür suchte ich mir aus Ferdinand Lauhages Buch das Pale Ale als Start aus. Klang einfach und kam meinem Faible für's Englische entgegen.

Gestern: Schroten
Die Schüttung hat mich schon etwas verwundert. Pale Ale ohne Pale Ale Malz? Naja... Lauhage wird schon wissen, was er tut. Also 5kg Wiener Malz und ein Pfund Caramel Hell abgewogen und durch die Malzmühle gejagt. Ich entschied mich, dass schon am Vortag zu tun, weil ich so am Sonntag beliebig früh starten konnte und weil ich in Gestalt unserer beiden Töchter zwei wissbegierige Helferlein an der Hand hatte.

Das Malz vor dem Schroten:
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Meine Malzmühle und das Ergebnis unter strenger Kontrolle:
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Und das Malz nach dem Schroten:
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Für mich als unerfahrenen Laien sieht das gut aus. Spelzen sind weitgehend intakt und der Mehlkörper aufgebrochen. Geschrotet hatte ich mit einem Walzenabstand von 1,3mm justiert mit Fühlerlehre.

Der Brautag:
Um 08:00 Uhr ging es los. Ich brachte den Einkochen in Stellung, setzte Tee auf und scheppte 18 Liter Hauptguss in den Topf. Dabei klang unentwegt Rockys Theme in meinem Kopf (Link zu Youtube). Das musste einfach ein guter (Brau-)Tag werden!
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Tatsächlich kam das alte Schätzchen, das kürzlich in Mutters Keller aufgetaucht ist, recht schnell auf die geforderten 78 °C. Gute Unterstützung leistete mir dabei die Inkbird-Steuerung, die ich bei 76 °C abregeln ließ, um das potentielle Überschwingen etwas zu kompensieren.

Zwischenfazit: Oldie but goldie. Es muss nicht immer alles neu sein!

Das Maischen und Rasten
Das Einmaischen lief weitgehend unspektakulär. Das Malz ließ sich gut einrühren und löste sich klumpenfrei auf. Allerdings fiel die Temperatur nicht wie geplant auf 66 - 67 °C ab, wie es das Rezept voraussah.
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Also erstmal gerührt, bis die Temperatur einigermaßen im Plan war und dann den Inkbird neu eingestellt. Leider habe ich das Überschwingen noch nicht so richtig in den Griff bekommen, so dass die Kombirast eher im oberen Temperaturbereich lief. Jedenfalls war nach 60 Minuten Jod normal und ich fing an, die Maische in den Läuterbottich umzuschöpfen.

Zwischenfazit: Wenn's läuft, dann läuft's. Im Übermut sollte man aber keine Arbeitsschritte vergessen.

Läutern:
Nach dem Umschöpfen ließ ich die Maische erst einmal ruhen. Eine gute Gelegenheit für mich, dem Rest der Familie beim Frühstück Gesellschaft zu leisten. Beim beherzten Biss in die selbst gebackenen Heferaupen bekam ich das unbestimmte Gefühl, dass es irgendwie zu gut lief. Irgend etwas stimmte nicht... Hatte ich etwas vergessen? Abmaischen! :Ahh Mist... Ich hatte tatsächlich vergessen, die Maische auf 78 °C zu bringen, um den Enzymen den Spaß an der Arbeit zu nehmen. Jetzt hat die Maische schon geruht... Also nochmal umschöpfen? Eher nicht, da muss das Eigenbräu jetzt durch. Heißt es nicht "Bier wird's immer"?
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Also Lätergant improvisiert und los ging's. Übrigens hatte ich den Läuterbottich aka. Braueimer mit einem Rest Isomatte umwandet, damit die Maische nicht zu schnell abkühlt. Hat sich meines Erachtens gelohnt, dann das flüssige Gold erreichte die Würzepfanne mit stattlichen 62 °C. Allerdings muss ich sagen, fiel das Flüssige weit weniger goldig aus als erwartet. Die Würze lief zwar recht klar, aber deutlich dunkler als es das Foto des vermeindlichen Endprodukts in Lauhages Buch vermuten ließ. Vermutlich ist das dem Wiener Malz geschuldet, dass per se eine dunklere Farbe verleiht als es eine Pale Ale oder Pilsener Malz getan hätte...
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Zwischenfazit: Läutern klappt. Auch nach dem Trockenlaufen am Ende war der Treberkuchen locker. Ich werde bei 1,3mm zwischen den Walzen bleiben.

Würze kochen:
Pfanne voll hatte ich bei stattlichen 14 °Plato. Etwas über der Vorgabe im Rezept, aber ich wollte erst einmal sehen, wie es weitergeht. Also Tauchsieder rein, Einkocher auf Maximum und los!
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Hopfengabe: 31g Bramling Cross zu Beginn des Kochens.

Und tatsächlich, das alte Schätzchen kam mit etwas Unterstützung durch einen 1,4 kw Tauchsieder auf Touren und erzeugte ein schönes, wallendes Kochen.
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Würze kühlen:
Nach einigen Versuchen, habe ich neulich eine kleine Tauschpumpe erworben. Mein Plan ist es, einen 30 Liter Behälter mit viel Eis uns etwas Wasser aufzufüllen und diese Kühlflüssigkeit dann zirkulieren zu lassen, bis die Würze auf Anstelltemperatur ist.
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Hopfen seien
Ja, liebe Leser, bisher lief es eigentlich zu rund. Nun, im keimkritischen Kaltbereich angekommen, wähnte ich mich schon (fast) in Sicherheit und konstruierte eine Leitung, um die Würze durch einen Monofilamentfilter in den Gärbottisch zu bekommen:
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Jedenfalls erreichen wir nun den Punkt, an dem eins zum anderen kam. In der Familie brach zwischen den drei weiblichen Mitgliedern ein lautstarker Streit aus, der mir jegliche Entspannung nahm. Gleichzeitig verzweifelte ich daran, wie lange abgekochtes Wasser braucht, um auf 30 °C abzukühlen, damit ich die Hefe rehydrieren konnte. Zudem versuchte ich natürlich, so keimarm wie möglich zu arbeiten...
In dieser Melange verschiedenster Stressfaktoren entschloss sich mein Filterkonstrukt schließlich, sich gegen mich zu wenden. Aus unerfindlichen Gründen löste sich nämlich die Klammer, welche das ganze fixierte. Dadurch haltlos geworden gab der Kochlöffel dem Gewicht des Hopfenfilters nach, wodurch die strukturelle Integrität des Konstrukts nachhaltig und unwiederbringlich gestört wurde. Es sackte also der (hinreichend sterilisierte) Hopfenfilter in den Gärbottich. Ihm folgte der - natürlich nicht entkeimte - Holzkochlöffel ebenso wie die zuvor alles haltende Klammer. Um den größten anzunehmenden Unfall abzurunden, entglitt der würzeführende Schlauch dem Eimer und es ergoss sich ein Schwall des ebenso kostbaren wie klebrigen Sudes auf unseren Balkonboden. :Mad2
Es entfuhr mir also ein Fluch, den ich mit Rücksicht auf die werte Leserschaft hier nicht wiedergeben möchte, und ich klaubte mit der behandschuhten und desinfizierten Rechten die Klammer und den Löffel aus dem Gärbottich. Quasi in einer Bewegung riss ich den Schlauch an mich und richtete ihn wieder auf den Eimer aus.

Zwischenfazit: Improvisation ist Mist!

Bekanntermaßen neigen erregte Menschen zu einer gewissen Resistenz gegenüber rationaler Einsicht. Davon will ich mich selbst nicht ganz ausnehmen, denn ich errichtete die o.g. Konstruktion abermals. Diesmal hielt sich leidlich, ließ mich aber mit stetem Misstrauen immer wieder nach ihr sehen, was das Stresslevel nicht wesentlich sinken ließ.

Gleichzeit wurde ich Gewahr, dass die Hefe, welche ich inzwischen rehydriert hatte, offensichtlich voll überschäumende Begeisterung war. Vielleicht hing dies auch damit zusammen, dass ich dem abgekühlten Nass gleich zwei Päckchen Nottinghamer Hefe zugeführt hatte. In einem Moment spontaner Rechenschwäche muss ich zu der Auffassung gelangt sein, dass 22g näher an der Anweisung 0,5 - 1 g/l wären als 11g.
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In dem Moment warf ich alle guten Vorsätze über Bord. Dieser Sud hatte mich nun genug getriezt - nicht alles Sticheleien habe ich oben aufgeführt - und nun würde ich es ihm schon zeigen. Also die restliche Würze schwungvoll durch den größeren Filter passiert und schnell zum Schneebesen gegriffen. Mit zornigen Schlägen Sauerstoff eingebracht und schließlich die Hefe reingehauen. Sie zu, dass Du klar kommst, Germ!

Jetzt noch den Gärspund aus dem Starsan und den Gärbottich verschlossen. Passt!
Doch wer mein, er sei an Schmitz Backes vorbei, wenn der Gärspund steckt, der irrt. Beim Anheben dies Gäreimers bildete sich ein Unterdruck - logisch eigentlich - und sog' einen erheblichen Teil des Starsans in die Würze... :Ahh

Die Gärung:
Schließlich schaffte ich die 19 Liter Würze in den Keller und platzierte sie im Kühlschrank. Dass mir dabei noch die darin liegende Glasplatte an einer Ecke sprang, ist kaum noch erwähnenswert. Jedenfalls schloss ich den Inkbird an, um der Hefe vorzugaukeln, sich hätte es mit einer Umgebungstemperatur von 16 °C zu tun. 21 °C im Keller erschien mir etwas zu warm.
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So kam dann schließlich auch mein Brautag zuende. Immerhin ohne körperliche Schäden. Was sich für ein Bier ergibt, will ich jetzt wirklich wissen, aber ebenso nehme ich einige Anhaltspunkte mit, um es beim nächsten Mal besser zu machen. In den nächsten Wochen werde ich berichten, wie sich der Sud entwickelt. Schauen wir mal...

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#2

Beitrag von gulp » Montag 3. September 2018, 00:27

Wow, klasse Bericht, gut geschrieben! Normalerweise würde ich sagen, dass solche Chaossude zu den besten Bieren führen, aber den Starsanunfall kann ich nicht einschätzen. Falls man überhaupt mit dem Dreckfänger Gärspund arbeiten will, gehört da Wasser rein, nichts anderes. Außerdem wirst du das Bier nie wieder so hinbekommen. Ich sach mal auf zum 2. Sud und brau ihn wenn du Ruhe hast. :Greets

Gruß
Peter
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#3

Beitrag von Alt-Phex » Montag 3. September 2018, 01:01

Wie Peter schon sagt, gehört in den Gärspund nur Wasser, sonst nichts. Ausserdem montiert man den da wo der Gärbottich auch stehen soll, aber die Lektion hast du ja jetzt schon gelernt.

Wegen den 78°C zum Abmaischen brauchst du dir keine Ggedanken machen. Das mache ich bestenfalls noch bei Weizen- oder Roggenbieren mit problematischer Schüttung. Ausser einer Senkung der Viskosität passiert da nämlich herzlich wenig. Die Alpha-Amylase kratzt das noch gar nicht und die wollen wir auch gar nicht "killen" um evt. noch vorhandene Stärke beim läutern verzuckern zu können. Die Beta-Amylase degeneriert nach so langen Rasten auch ganz von alleine. Deswegen ist es auch völliger Unsinn bei 78°C eine Rast einzulegen.

Und wegen dem Unfall mit dem Kochlöffel-Hopfenfilter-Halter musst du dir jetzt auch keine allzu großen Sorgen machen. Die Würze war gekühlt und wurde mit reichlich (eigentlich zu viel) fitter Hefe angestellt.

Mit der Zeit wirst du erfahrener, kennst deine Anlage und wirst viele Dinge optimieren. Trotzdem laufen auch bei den erfahrensten Brauern manchmal Sachen schief. So ist das halt beim handwerklichen Bierbrauen. Sonst würde es ja auch langweilig werden.
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#4

Beitrag von haefner » Montag 3. September 2018, 06:14

Hat Spaß gemacht den Bericht zu lesen, teilweise lustig geschrieben :-). Denke auch, dass am ehsten das StarSan ein Problem sein kann. Muss aber nicht. Kann mich den anderen beiden da nur anschließen: Kein StarSan oder irgendwas anderes als Wasser im Gärspund. Nächstes mal würde ich den Kochlöffel durch die Laschen des Hopfenfilters schieben und dann den Kochlöffel auf dem Eimer auflegen. Mache ich immer so, und hält. Wieviel Plato hattest Du denn nach dem Kochen? Das sind Werte die Du unbedingt notieren solltest, um in Zukunft mit der Verdampfung kalkulieren zu können. Also Liter und Plato vor und nach dem Kochen. Je nachdem musst Du auch die Hopfengaben anpassen. Die Nottingham Hefe kann doch insbesondere bei einem Pale Ale bestens bei 21°C arbeiten, hätte ich jetzt nicht in den Kühlschrank getan.

Auf jeden Fall gut, dass Du jetzt größere Mengen anpeilst, das macht doch auch mehr Spaß. Weiterhin gutes Gelingen!

Micha

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#5

Beitrag von ctiedtke » Montag 3. September 2018, 09:38

Sehr schöner Braubericht und sehr kurzweilig geschrieben trotz Chaossud :thumbup . Wie meine Vorredner schon sagten StarSan im Gärspund ist nicht nötig. Wasser reicht da völlig aus. Ich nehme an Du hast bei dem Pale Ale einen Bitterwert von bestimmt 30 IBU mehr oder weniger. Das reicht ja schon um einigen Bazillen den Garaus zu machen. Dann noch die Hefe die relativ zügig ankommt, so wie es auf den Fotos aussieht, sollte mit dem Jungbier relativ wenig passieren. Die 2 Päckchen Nottingham finde ich jetzt auch nicht schlimm, da Du ja anscheinend mit den Platos auch übers Ziel hinausgeschossen bist wie sich das anhört. Wie sich jetzt das StarSan auswirkt kann ich Dir auch nicht sagen. Sonst weiter so. Wie war das nochmal: "Brauen lernt man durchs brauen"! Also auf zum nächsten Sud :Drink
---
Gruß Christian

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#6

Beitrag von Taim » Montag 3. September 2018, 10:01

Aller Anfang ist schwer, mir geht's genauso :Smile
Die Schädlichkeit von StarSan wird hier von vielen als eher unkritisch gesehen. So ist es auch üblich, StarSan Reste beim Desinfizieren von KEGs in diesn zu belassen. Es kommt natürlich auf immer auf die Dosis an, die in Deinem Fall aber relativ gering sein sollte.
---Don't panic---

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#7

Beitrag von Manuel_PI » Montag 3. September 2018, 10:03

Ich bin selbst Anfänger und kann daher natürlich nicht viel dazu sagen - was ich allerdings feststellen kann: das ist ein sehr schön beschriebener und absolut kurzweilig zu lesender Braubericht! :thumbup
Mein 1. Sud war übrigens das gleiche ein Pale Ale, nur leicht abgewandelt... aber es ist irre - vorm 1. Brauchversuch glaubt man, alles zu wissen und dann ergeben sich bis zum Öffnen der 1. Flasche noch tausend Fragen! Aber dank diesem Forum werden diese allesamt perfekt beantwortet und man kann beim 2. Sud viele Fehler vom 1. vermeiden... jedenfalls weiterhin gut Sud - mein Jungbier ist seit Freitag zur Nachgärung in den Flaschen und ich freu mich schon jetzt auf meinen zweiten Versuch!
:Drink
Schöne Grüße,
Manuel

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#8

Beitrag von StefanK » Montag 3. September 2018, 10:07

Danke für die schnellen und aufmunternden Rückmeldungen!
Der Bericht sollte in der Tat auch unterhaltsam zu lesen sein. In der Situation war mir natürlich so gar nicht nach Lachen zumute, aber Abends mit einem Glas guten Fiege Bieres pilsener Brauart ließ sich das ganze entspannter betrachten.

Insgesamt bin ich eigentlich mit vielen Aspekten zufrieden: Das Schroten hat gut geklappt, das Maischen und v.a. das Läutern liefen quasi vorbildlich und den Rest... Naja aus Fehlern lernt man. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie das Chaosbier wird. Hauptsache trinkbar!
gulp hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 00:27
Ich sach mal auf zum 2. Sud und brau ihn wenn du Ruhe hast.
Werde ich auf jeden Fall machen!
Wahrscheinlich investiere ich nochmal in ein zusätzliches Keg und kann dann irgendwann Sud 1 gegen Sud 2 verkosten. :Grübel
Alt-Phex hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 01:01
Wie Peter schon sagt, gehört in den Gärspund nur Wasser, sonst nichts. Ausserdem montiert man den da wo der Gärbottich auch stehen soll, aber die Lektion hast du ja jetzt schon gelernt.
Ja... Das mit dem Starsan kam irgendwie "aus Gewohnheit". Bisher hab' ich immer - wie in den Rezepten beschrieben - Oxi in den Gärspund getan. Nun also Starsan... Dass auch einfach Wasser reicht, kam mir gar nicht in den Sinn. Wird beim nächsten mal bedacht.

Trotzdem bereitet mir dieser "Unfall" momentan keine Sorgen mehr. An den diversen Gerätschaften haftet schließlich auch immer noch etwas Starsan an, wenn sie verwendet werden. Auf 19 Liter Würze sollten die paar Milliliter wohl keine Auswirkungen haben. Und Gärung ist im Gange. Als ich gestern Abend nochmal im Keller war, blubberte es fröhlich vor sich hin... :Smile

Danke für den Hinweis auf das Abmaischen. Ich frage mich nur, wieso in den (Anfänger-)Rezepten regelmäßig dieser Schritt eingebaut wird... :Grübel
Alt-Phex hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 01:01
Und wegen dem Unfall mit dem Kochlöffel-Hopfenfilter-Halter musst du dir jetzt auch keine allzu großen Sorgen machen. Die Würze war gekühlt und wurde mit reichlich (eigentlich zu viel) fitter Hefe angestellt.
Ja... Das mit der Hefemenge war irgendwie ein Auswuchs von Konfusion und Selbstzweifeln. Eigentlich hatte ich vor, mit 11g zu arbeiten. War im Rezept so vorgesehen und dafür hatte ich auch den kleinen Erlenmeyerkolben besorgt. Nach dem Läutern war meine Stammwürze über den angepeilten 13 °P lag, so dass ich befürchtete auf eine höhere Ausschlagmenge zu kommen und vielleicht zu wenig Hefe zu haben... Im Nachhinein deutlich zuviel überlegt... :redhead
haefner hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 06:14
Wieviel Plato hattest Du denn nach dem Kochen? Das sind Werte die Du unbedingt notieren solltest, um in Zukunft mit der Verdampfung kalkulieren zu können. Also Liter und Plato vor und nach dem Kochen. Je nachdem musst Du auch die Hopfengaben anpassen.
Nach dem Kochen lag ich bei über 14 °P. Das habe ich dann mit abgekochtem Wasser etwas verdünnt und bin am Ende auf ca. 21 Liter Ausschlagwürze bei ~12 °P gekommen. Etwas weniger als die angepeilten 13 °P...
haefner hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 06:14
Die Nottingham Hefe kann doch insbesondere bei einem Pale Ale bestens bei 21°C arbeiten, hätte ich jetzt nicht in den Kühlschrank getan.
Ich hatte die Befürchtung, dass unser Keller mit 21 °C zu warm ist, weil die Gärung selbst ja auch noch einmal Wärme produziert. Da dachte ich, etwas Kühlung kann nicht schaden. Vielleicht mache ich beim Sud 2.0 einfach mal den Versuch, von der Würze 5 Liter abzuzweigen und die dann ohne Kühlung zu vergären...

Jedenfalls scheint der Inkbird auch hier gute Dienste zu leisten. Heute morgen war die Kühlschranktemperatur zwar (durch Überschwingen, nehme ich an) auf 15,6 °C gesunken, aber mit der potentiellen Gärwärme sollte sich die Notti wohl fühlen, denke ich...

Jetzt heißt es für mich erst einmal abwarten und dann in ein paar Tagen Hopfenstopfen. Da gehen nochmal rd. 40g Bramling Cross in die Suppe und am Ende wird in ein 20 Liter Keg zur Nachgärung. Das nächste Experiment...

Viele Grüße
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#9

Beitrag von Bronkhorst » Montag 3. September 2018, 10:21

Sehr schöne Doku, danke dafür!
Die Notti nicht bei 21 °C Umgebungsremperatur arbeiten zu lassen war absolut richtig! Hätte ich ganz genauso gemacht.

Viel Spaß beim nächsten Sud,

Gruß
Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#10

Beitrag von StefanK » Montag 3. September 2018, 10:29

Oh... Während ich schrieb kamen noch drei Beiträge. Danke auch dafür!
Deshalb schiebe ich nochmal eine kurze Antwort nach.
ctiedtke hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 09:38
Ich nehme an Du hast bei dem Pale Ale einen Bitterwert von bestimmt 30 IBU mehr oder weniger. Das reicht ja schon um einigen Bazillen den Garaus zu machen.
Angepeilt sind ca. 30 IBU. Wahrscheinlich wird es auch in dem Bereich landen. Mein Hopfen hat 6% Alpha statt wie im Rezept 5%, deshalb habe ich bei MMuM nachgerechnet. Mit meinen Parametern wäre ich mit dem 5% Hopfen auf ca. 27 IBU und mit dem 6% Hopfen nun auf 32 IBU gekommen. Also ziemlich nach an der Zielgröße...
Manuel_PI hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 10:03
Ich bin selbst Anfänger und kann daher natürlich nicht viel dazu sagen - was ich allerdings feststellen kann: das ist ein sehr schön beschriebener und absolut kurzweilig zu lesender Braubericht! :thumbup

Mein 1. Sud war übrigens das gleiche ein Pale Ale, nur leicht abgewandelt... aber es ist irre - vorm 1. Brauchversuch glaubt man, alles zu wissen und dann ergeben sich bis zum Öffnen der 1. Flasche noch tausend Fragen! Aber dank diesem Forum werden diese allesamt perfekt beantwortet und man kann beim 2. Sud viele Fehler vom 1. vermeiden... jedenfalls weiterhin gut Sud - mein Jungbier ist seit Freitag zur Nachgärung in den Flaschen und ich freu mich schon jetzt auf meinen zweiten Versuch! :Drink
Danke sehr!
Ja, Deinen Braubericht hab' ich auch gelesen. Hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und der anschließenden Diskussion bin ich gefolgt. Auf Dein Jungbier bin ich gespannt. Stell es doch bitte im Threat mit Deinem Bericht noch vor.
Bronkhorst hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 10:21
Die Notti nicht bei 21 °C Umgebungsremperatur arbeiten zu lassen war absolut richtig! Hätte ich ganz genauso gemacht.
Danke. Ist für mich auch ein Test, wie es ganzjährig laufen könnte. 15 / 16 °C im Kühlschrank bekomme ich eigentlich immer hin. Jedenfalls solange ich das lagernde Bier dann der wärmeren Temperatur aussetze. Man kann nicht alles haben...

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#11

Beitrag von StefanK » Dienstag 4. September 2018, 08:21

So... Hier ein kurzer Zwischenbericht zum Stand der Dinge.

Kurz gesagt: Die Notti geht richtig ab. Vermutlich bei der zugeführten Menge kein Wunder... :redhead

Aber mal langsam:
Gestern morgen war ich kurz im Keller und aus dem Kühlschrank war ein konstantes Gluckern zu hören. Im Eimer war auch ohne Öffnen schon eine Schaumschicht zu erkennen.
Am Nachmittag war dann richtig Stimmung im Keller. Das die Notti hat den kompletten Inhalt des Gärspunds ausgeblasen und im Eimer ließ sich von außen eine Schaumschicht von 2 - 3 cm erkennen. Also Spund wieder aufgefüllt und zufrieden gegangen. :Pulpfiction

Zwischenfazit: Für's nächste mal eine Flasche als Blow-Off-Spund umbauen!

Heute morgen war das Gärröhrchen wiederum fast leer geblasen. Also wieder aufgefüllt. Im Eimer scheint es sich aber zu beruhigen. Durch das Plastik hindurch sieht es aus, als wären die Kräusen schon zusammen gefallen. :Shocked
Kann das sein?

Momentan schwanke ich etwas, ob ich abwarten oder heute Abend mal den Extrakt des Jungbieres messen soll. Eigentlich will ich den Eimer nicht unnötig oft öffnen. Da aber noch fünf Tage mit Bramling Cross gestopft werden soll und ich danach grün ins Keg schlauchen wollte, wird's vielleicht schon bald Zeit... :Grübel

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#12

Beitrag von Bronkhorst » Dienstag 4. September 2018, 11:46

Ja, wenn du noch stopfen willst musst du das so langsam machen.

Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#13

Beitrag von StefanK » Dienstag 4. September 2018, 22:54

Zwischenstand 04.09.2018, 22:00 Uhr:
Temperatur im Kühlschrank weiter bei knapp über 16 °C. Im Bottich also etwas mehr. Durch den Eimer hindurch konnte ich schon erkennen, dass der Schaum zusammengefallen war. Also habe ich die Hände desinfiziert und den Deckel vorsichtig gelöst, um eine kleine Probe zu nehmen. Mit dem (ebenfalls mit Starsan eingesprühten) Thermometer habe ich ein Tröpfen entnommen und es auf das Refraktometer gestrichen: 6 °Brix also ca. 5,8 °Plato. Das entspricht einem Vergärungsgrad von ca. 50%. Da sollte mit der Notti noch etwas mehr gehen...

Auf jeden Fall habe ich mich dann entschlossen, den Hopfen zum Stopfen dazu zu geben. Nochmal 40g Bramling Cross. Oben auf gestreut ohne erneutes Unterrühren / Belüften.

Dabei konnte ich dann gut sehen, dass das Bier tatsächlich fast komplett ohne Schaum im Bottich liegt. Ein paar kleine Inseln aus Bläschen ließen sich noch erkennen aber ansonsten deutete nur der bräunliche Rand, bis zu dem der Schaum gestiegen war, auf die stürmische Gärung hin. Ist das normal nach gerade mal 48 Std.? :Grübel

Jetzt erst einmal abwarten und die Zweifel ignorieren. Trotzdem kreisen meine Gedanken schon darum, wie ich Sonntag umschlauche. Es soll in ein Keg gehen, aber gebe ich dann nochmal Zucker zur Nachgärung? Eigentlich wollte ich das nicht, sondern später mit CO2 karbonisieren. Aber ist das der richtige Weg? Was passiert, wenn die Hauptgärung schon Donnerstag oder Freitag durch ist? Schlauche ich dann zu spät um? Und dann?

Naja... Jetzt erstmal fünf Tage gestopft abwarten...

Viele Grüße
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#14

Beitrag von gulp » Dienstag 4. September 2018, 23:16

habe ich ein Tröpfen entnommen und es auf das Refraktometer gestrichen: 6 °Brix also ca. 5,8 °Plato. Das entspricht einem Vergärungsgrad von ca. 50%. Da sollte mit der Notti noch etwas mehr gehen...
Du hast vergessen den Alkoholfehler herauszurechnen. Da geht vermutlich nichts mehr. Der Sud dürfte durch sein. Hast du halt zu warm vergoren mit der Notti. Bringt ordentlich Ester, ich sach mal Erdbeeraroma. So gesehen ist stopfen bei dem Sud nicht verkehrt. Allerdings musste das schnell trinken. Die Hopfenaromen dürften schneller verschwinden als die Fehlaromen.

Alkfehler.PNG
Alkfehler.PNG (42.46 KiB) 4118 mal betrachtet
Stopfen beim ersten Sud? Lass das mal weg beim 2. Sud, sonst ist der Lernfaktor gleich null. :Greets

Gruß
Peter
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#15

Beitrag von Bronkhorst » Mittwoch 5. September 2018, 07:36

Wenn du, wie du weiter oben geschrieben hast grünschlauchen willst, also das Bier im Keg weiter Gären lassen willst, bis du deinen gewünschten CO2 Gehalt im Bier hast, ist es jetzt zu spät.

Kein Problem (so mache ich es) hast du, wenn du nach 3-4 Tagen stopfen das Bier cold Crashst. Bevor du dann in das Keg schlauchst, schiess 2 mal kurz in eine Schüssel 2Schlücke vor, damit der Hopfen rund um den Hahn weggespült wird und er nachher nicht in den Keganschlüssen hängt.

Anschließend laut Spunddrucktabelle Druck aufs Keg und so ne gute Woche stehen lassen.

Bei 16°C Kühlschrank Temperatur kann ich mir nicht vorstellen, dass Erdbeeraromen entstehen!

Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#16

Beitrag von Bronkhorst » Mittwoch 5. September 2018, 07:41

Übrigens ist die Notti als Arbeitstier bekannt! Bei 2 Päckchen ist es kein Wunder, dass das Bier so schnell vergoren wurde!

Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#17

Beitrag von Bronkhorst » Mittwoch 5. September 2018, 07:42

Hier nochmal zum Verständnis was Grünschlauchen ist

https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku. ... schlauchen

Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#18

Beitrag von StefanK » Mittwoch 5. September 2018, 08:18

Danke an Peter und Jens für Eure Hinweise.
gulp hat geschrieben:
Dienstag 4. September 2018, 23:16
Du hast vergessen den Alkoholfehler herauszurechnen. Da geht vermutlich nichts mehr. Der Sud dürfte durch sein. Hast du halt zu warm vergoren mit der Notti. Bringt ordentlich Ester, ich sach mal Erdbeeraroma. So gesehen ist stopfen bei dem Sud nicht verkehrt. Allerdings musste das schnell trinken. Die Hopfenaromen dürften schneller verschwinden als die Fehlaromen.
Ich habe den Fehler gemacht, den Plato-Rechner für den EVG zu verwenden und dort die stumpf umgerechneten Werte einzutragen. An den Alkohol hatte ich überhaupt nicht gedacht. Wenn ich den EVG mit den Brix-Werten durchrechne, komme ich auf Dein Ergebnis. Tja... Hätte ich nicht gedacht, dass die Gährung in zwei Tagen durch ist. Beim nächsten Mal nehme ich nur noch ein Päckchen Hefe.

Was die Aromen angeht, bin ich gespannt. Eigentlich wollte ich das Bier absichtlich etwas kühler vergären. Deshalb den Schrank auf ~16 °C. Tiefer zu gehen habe ich mich nicht getraut, weil ich dachte, wenn das Kühlen überschwingt, könnte es auch mal unter 14 °C gehen und das wollte ich der Hefe nicht antun. Vielleicht war ich da zu vorsichtig.

Was meinst Du mit "schnell trinken"? Für die längere Lagerung ist das Bier nicht gedacht. Ich lasse es jetzt noch etwas ruhen und ziehe es dann auf ein Keg. Wahrscheinlich folge ich Jens Rat und mache den Cold Crash jetzt direkt im Gäreimer. Danach lasse ich es unter CO2 karbonisieren und ein wenig reifen. Anfang Oktober will ich es spätestens anstechen und dann kontinuierlich verkonsumieren...
Bronkhorst hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 07:36
Wenn du, wie du weiter oben geschrieben hast grünschlauchen willst, also das Bier im Keg weiter Gären lassen willst, bis du deinen gewünschten CO2 Gehalt im Bier hast, ist es jetzt zu spät.

Kein Problem (so mache ich es) hast du, wenn du nach 3-4 Tagen stopfen das Bier cold Crashst. Bevor du dann in das Keg schlauchst, schiess 2 mal kurz in eine Schüssel 2Schlücke vor, damit der Hopfen rund um den Hahn weggespült wird und er nachher nicht in den Keganschlüssen hängt.
Ja... Das Zeitfenster für das Grünschlauchen habe ich verpasst... :Ahh

D.h. Du machst den Cold Crash dann schon im Gäreimer?
Als Anfänger stelle ich mir das machbar vor. Die Hauptgärung scheint bei mir ja durch zu sein. D.h. mit den drei bis vier Tagen mit dem Stopfhopfen wäre ich schon in der Nachgärung, oder? Dann könnte ich Samstag oder Sonntag aus dem Gäreimer ins Fass ablassen... Eigentlich wollte ich in dem KEG der Nachgärung den Degen kürzen, aber das wäre ja nun nicht notwendig, wenn ich den Cold Crash schon im Eimer mache und dann den Schmodder zurücklasse. Unter dem Hahn ist auch etwas Raum. Vielleicht reicht das...

Viele Grüße
Stefan
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#19

Beitrag von gulp » Mittwoch 5. September 2018, 09:34

Die 16° habe ich nicht registriert, gleichwohl ist erst mal die Würzetemperatur entscheidend. Wie hoch war die bei der Hefezugabe? Wenn die Notti da ein paar Stunden Vorsprung hat, bis der Kühlschrank so richtig greift, geht sie halt so ab, wie von dir oben beschrieben. Die Gärtemperatur ist dann auch noch 3-4° Höher als die Raumtemperatur.

Gruß
Peter
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#20

Beitrag von FloNRW » Mittwoch 5. September 2018, 09:41

Ich glaube die Temperatur ist in seinem Fall nicht der entscheidene Punkt, sondern wie schon oben erwähnt die 2 Päckchen Notti auf >20 Liter.
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#21

Beitrag von coyote77 » Mittwoch 5. September 2018, 11:16

Die Hauptgärung scheint bei mir ja durch zu sein. D.h. mit den drei bis vier Tagen mit dem Stopfhopfen wäre ich schon in der Nachgärung, oder? Dann könnte ich Samstag oder Sonntag aus dem Gäreimer ins Fass ablassen...
Die Nachgärung dient dazu, dass Kohlensäure gebunden wird, findet also notwendigerweise unter Druck statt. Entweder wenn noch genügend Zucker übrig ist (grünschlauchen), oder mit Zuckergabe. Zwangskarbonisieren geht auch, dann fällt die Nachgärung weg.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#22

Beitrag von StefanK » Mittwoch 5. September 2018, 11:24

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 09:34
Die 16° habe ich nicht registriert, gleichwohl ist erst mal die Würzetemperatur entscheidend. Wie hoch war die bei der Hefezugabe? Wenn die Notti da ein paar Stunden Vorsprung hat, bis der Kühlschrank so richtig greift, geht sie halt so ab, wie von dir oben beschrieben. Die Gärtemperatur ist dann auch noch 3-4° Höher als die Raumtemperatur.
Die Würze hat ca. 17 °C als ich die Hefe zugegeben habe. Kälter habe ich sie auf dem Balkon nicht bekommen und ehrlich gesagt, war ich zu dem Zeitpunkt auch schon zu weit über den Punkt rationaler Geduld hinaus, um die Würze erst noch im Kühlschrank weiterzukühlen. Da kam sie aber sofort nach der Hefezugabe rein...

Lange Rede, kurzer Sinn: Für den 2. Sud habe ich auf jeden Fall gelernt, dass ein Päckchen Hefe ausreicht. Und dass ich die Gärung vielleicht nochmal um 1 oder 2 °C kälter laufen lassen könnte.

Aber mal sehen, wie das Bier wird. Obwohl ich schon den Ehrgeiz habe, mich bzw. das Produkt stetig zu verbessern, geht es doch hauptsächlich darum, dass ein wohlschmeckendes Bier entsteht. Wenn die fruchtigen Aromen zu gefallen wissen, sähe ich das vor allem beim ersten Versuch eher gelassen...
coyote77 hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 11:16
Die Nachgärung dient dazu, dass Kohlensäure gebunden wird, findet also notwendigerweise unter Druck statt. Entweder wenn noch genügend Zucker übrig ist (grünschlauchen), oder mit Zuckergabe. Zwangskarbonisieren geht auch, dann fällt die Nachgärung weg.
Danke für die Erläuterung. Mir war zwar klar, dass in der Nachgärung aufgespeist werden kann, ich hatte noch nicht durchschaut, dass die CO2-Bindung der einzige Zweck ist. D.h. dass sie also in meinem Fall (voll vergorenes Bier, CO2 aus der Flasche) komplett entfällt.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#23

Beitrag von Bronkhorst » Mittwoch 5. September 2018, 11:51

Cold Crash direkt im Gärfass. Dann vorschießen bei voll geöffnetem Hahn. Vorsichtig umschlauchen ins Keg bei halb bis zwei Drittel geöffnetem Hahn.

Genauso habe ich es gerade gestern Abend erst wieder gemacht.

Gruß
Jens

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#24

Beitrag von seriously » Mittwoch 5. September 2018, 12:39

Das mit dem gärspund ist mir auch schon passiert, bei mir war es allerdings OXI statt starsan.
Hat aber nichts ausgemacht, lecker wurde es trotzdem.

Ansonsten kann ich einen zweiteiligen gärspund empfehlen, durch entfernen des Deckels hat man das Unterdruck Problem nicht.

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#25

Beitrag von StefanK » Donnerstag 6. September 2018, 22:29

Der Verdacht, dass die Gärung durch ist, hat sich bestätigt. Eben habe ich das Bier nochmal gemessen und kam wieder auf 6 °Brix. Es war zwar wieder eine dünne Schaumschicht auf dem Bier, aber das führe ich auf die Hopfengabe vor zwei Tagen zurück. Liege ich da richtig?

Jedenfalls habe ich den Inkbird / Kühlschrank jetzt auf -1 °C justiert, um den Cold Crash einzuleiten. Ich weiß nicht, wie lange knapp 20 Liter Bier brauchen, um abzukühlen. Am Samstag will ich ins Keg umzuschlauchen, bis dahin sollten 24 - 36 Std. im Bereich des Gefrierpunkts erreicht sein. Bis -1°C im Kühlschrank dürfte das Bier nicht gefrieren, oder?

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#26

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 7. September 2018, 02:10

StefanK hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 22:29
Bis -1°C im Kühlschrank dürfte das Bier nicht gefrieren, oder?
Das hängt vom Alkoholgehalt ab.
http://dingler.culture.hu-berlin.de/art ... i239mi03_9
Bei -1°C wird dein Bier nicht einfrieren aber ganz so kalt muss es auch garnicht. Zwischen 0 und 2°C reicht auch und du gehst nicht das Risiko ein, dass durch Temperaturschichten oder die Hysterese beim Kühlen doch was einfriert.
Um 5°C wird’s auch noch recht schnell klar. Dauert vielleicht nen Tag länger als bei 0°C

Im Worst Case machst du halt nen Eisbock draus. Auch sehr lecker. 😋
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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#27

Beitrag von StefanK » Freitag 7. September 2018, 07:30

Danke, Jens. Ich habe den Inbird jetzt auf 0,5 °C eingestellt. Mit Überschwingen sollte die Temperatur zw. -0,5 und 2 °C bleiben. Das wird schon... 😉

Alkohol liegt bei 4,7 %Vol. Damit bin ich sehr zufrieden.

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#28

Beitrag von irrwisch » Freitag 7. September 2018, 08:18

StefanK hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 22:29
Jedenfalls habe ich den Inkbird / Kühlschrank jetzt auf -1 °C justiert, um den Cold Crash einzuleiten. Ich weiß nicht, wie lange knapp 20 Liter Bier brauchen, um abzukühlen. Am Samstag will ich ins Keg umzuschlauchen, bis dahin sollten 24 - 36 Std. im Bereich des Gefrierpunkts erreicht sein. Bis -1°C im Kühlschrank dürfte das Bier nicht gefrieren, oder?
Als grobe Hausnummer: Bei meinem Kühlschrank (recht neu) dauert der Cold Crash von 20 Litern im Plastikgärbottich von 20° auf 0° Grad 39 Stunden (nach 24h waren 6° erreicht). Temperatur direkt im Gärbottich mit der iSpindel gemessen.
Also 2 Tage sollte man da schon Zeit geben.

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#29

Beitrag von gulp » Freitag 7. September 2018, 09:30

Alkohol liegt bei 4,7 %Vol. Damit bin ich sehr zufrieden.
Ähem, Räusper, Beitrag 14.

Gruß
Peter
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#30

Beitrag von StefanK » Freitag 7. September 2018, 09:48

Ja... Stimmt... :redhead

Ich hatte gestern im Brix-Rechner 12 °Brix für die Stammwürzr eingegeben... Ich muss noch an meiner Präzision arbeiten... :Wink

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#31

Beitrag von StefanK » Samstag 8. September 2018, 23:46

So... Heute wollte ich umschlauchen. Also erstmal spülen. Diesmal die Kegs. Vor zwei Wochen hab' ich sie bei Candirect abgeholt. Tolle Sache, Stefan Welfonder hatte direkt einen Kaffee parat und neben meiner Bestellung habe ich einen tollen Plausch über Jolly Kegs, Schankhähne und alles drumherum bekommen. Ein sehr freundlicher Geschäfts- und Gesprächspartner.

Jedenfalls mussten die Kegs vor dem Befüllen nochmal sauber gemacht werden. Also PBW angerührt und ordentlich geschrubbt. Danach mit Wasser gespült und nochmal mit Starsan endgereinigt. Davon habe ich gleich mal 10 Liter angerührt und das eine Keg zum "Clean Keg" gemacht. Darin werde ich das Starsan erst einmal lagern. Braucht man irgendwie immer... :Bigsmile

Etwas später dann in den Keller, das Jungbier aus der Kühlung und alles für's Umschlauchen vorbereiten. Da lag es also... Zum ersten mal den Deckel ab...
Bild

Also den Hahn desinfizieren mit Starsan und Schlauch anschließen. Verdammt... Schlauch zu eng. :Ahh
Also den Heber rausgeholt. Gereinigt. Auf geht's... Da es mein erster Versuch mit Kegs war, wollte ich lieber ein Auge auf das ganze haben, deshalb entschied ich, das Fässchen erst einmal offen zu befüllen. Nach dem Schließen habe ich dann mehrmals CO2 rein gegeben und entlüftet. Ich hoffe, das reicht um zumindest den Großteil des Sauerstoffs im Kopfraum zu verdrängen.
Bild

Bild

Insgesamt lief es ganz gut. Zur Befriedigung meiner baldigen Neugier habe ich ein kleines Fläschchen abgezogen und mit 1,5g Zucker aufgespeist. Gerechnet mit fabier.de kommt das hoffentlich hin. Mit dem Rest wurde das Keg dann gut voll. Zwei Finger breit unterhalb des Gasröhrchens. Im Gäreimer blieb eine solide Schicht Hefe und Hopfen zurück. Als Anfänger würde ich sagen, die Notti hat gut sedimentiert. Der Cold Crash wird sicher auch geholfen haben.
Bild

Nun also Keg und Flasche in die Kühlung zurück. Da darf beides nochmal ein Weilchen bei 16 °C nachgären und dann kühle ich auf 5 °C runter, um das Keg mit geringem Druck zu karbonisieren. Frühestens in zwei Wochen möchte ich verkosten. Etwas Jungbier hatte ich natürlich abgezwickelt. Beim ersten Schluck war ich skeptisch. Unrund, aber bei Jungbier ja auch klar. Nach dem zweiten oder dritten Schluck gewann ich den Eindruck von den herben Hopfenaromen, die in dem Ale stecken. Ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird...

Danach war natürlich wieder Schrubben angesagt. Da ich keine bessere Idee hatte, hab' ich wieder PBW eingesetzt. Ich hoffe, das beseitigt alle unsichtbaren Rückstände. Augenscheinlich ist auf jeden Fall alles gründlich sauber. Ich frage mich nur langsam, ob mein echtes Hobby nicht putzen ist und das Drumherum mit dem Bier es nur männlicher wirken lässt... :Grübel

Viele Grüße
Stefan
Zuletzt geändert von StefanK am Montag 10. September 2018, 08:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#32

Beitrag von Bronkhorst » Sonntag 9. September 2018, 08:52

Bei der Nachgärung muss tatsächlich etwas gären. Durch den Zucker in der Flasche ist das auch der Fall im Keg dagegen gärt nichts mehr.
Mein Vorgehen wäre wie folgt:
Flasche und Keg an einen warmen Ort mit ca. 20°C,
Keg mit ca. 2,2-2,4 Bar beaufschlagen. CO2 Flasche 7-10 Tage dran hängen lassen. Nach 14 Tagen kühlen, nach 7 Tagen Kühlung das 1. Mal probieren.
Während das Bier bei 20°C steht kann es schneller Reifen, nachgären und du musst dir auch keine Sorgen um Fehlaromen machen.

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#33

Beitrag von Bronkhorst » Sonntag 9. September 2018, 08:57

Übrigens ist eine Spülmaschine ein wertvoller Helfer in Bezug auf die Reinigung! Da gehen auch Gärbottiche, Kessel, usw. rein, wenn man die mittlere Schublade rausnimmt.
Ich habe mir extra dafür eine eigene "Brauspülmaschine" besorgt! Ein Traum sag ich dir!

Man sollte allerdings in der 20l Klasse brauen, sonst wird es eng.

Jens

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#34

Beitrag von StefanK » Montag 10. September 2018, 08:12

Bronkhorst hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 08:52
Flasche und Keg an einen warmen Ort mit ca. 20°C,
Keg mit ca. 2,2-2,4 Bar beaufschlagen. CO2 Flasche 7-10 Tage dran hängen lassen. Nach 14 Tagen kühlen, nach 7 Tagen Kühlung das 1. Mal probieren.
Während das Bier bei 20°C steht kann es schneller Reifen, nachgären und du musst dir auch keine Sorgen um Fehlaromen machen.
Okay... So werde ich es machen. Unser Keller hat im Moment 20 - 21 °C und steht's nun einfach so rum. Dicht scheint das Keg auch zu sein, denn ich habe 0,5 bar drauf gegeben, um damit es richtig abdichtet und die stehen noch immer. Außerdem ließ sich auch bei vollkommener Stille kein Zischen o.ä. hören.
Bronkhorst hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 08:57
Übrigens ist eine Spülmaschine ein wertvoller Helfer in Bezug auf die Reinigung! Da gehen auch Gärbottiche, Kessel, usw. rein, wenn man die mittlere Schublade rausnimmt. Ich habe mir extra dafür eine eigene "Brauspülmaschine" besorgt! Ein Traum sag ich dir!
Hatte ich tatsächlich auch schon überlegt. Dann würde ich die Maschine aber nur für den Gäreimer (30 Liter) laufen lassen. Außer etwas Kleinzeug passt dann nämlich kaum noch etwas rein. Auch wenn ich kein Umweltapostel bin kommt mir das doch etwas zu verschwenderisch vor. Zweite Spülmaschine zu Brauzwecken scheidet bei uns aus Platzgründen leider aus. Ich weiß auch noch gar nicht, wie ich meine Kühlung / Lagerung strukturieren soll. In den Zweitkühlschrank passt nur ein Keg und es besteht halt nur eine Möglichkeit: Kühlschrank für die Gärführung oder die Lagerung...

So... Jetzt warte ich dann erstmal die Reifung ab. Das werden lange drei Wochen...

Cheers
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#35

Beitrag von irrwisch » Montag 10. September 2018, 09:20

Bronkhorst hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 08:57
Hatte ich tatsächlich auch schon überlegt. Dann würde ich die Maschine aber nur für den Gäreimer (30 Liter) laufen lassen. Außer etwas Kleinzeug passt dann nämlich kaum noch etwas rein. Auch wenn ich kein Umweltapostel bin kommt mir das doch etwas zu verschwenderisch vor.
Die Spülmaschine braucht sehr wahrscheinlich weniger Wasser zum spülen das Gärbottichs als du benötigst um den per Hand zu waschen.
Außer, dir ging es um den Stromverbrauch.. der ist natürlich höher mit der Spülmaschine vs Handwäsche :Smile

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#36

Beitrag von StefanK » Freitag 21. September 2018, 11:28

So... Hier nochmal ein kurzes Update.

Das Bier war jetzt etwa zwei Wochen bei knapp unter 20 °C im Keller und reifte vor sich hin. Seltsamerweise stieg zu Beginn der zweiten Woche der Druck im Keg um etwa 0,3 bar an. Vorher war er konstant bei 0,4 bar und danach konstant bei 0,7 bar. Irgendwie seltsam... :Grübel

Jedenfalls ist das Keg nun seit gestern Nachmittag bei 5 °C in der Kühlung. Es soll mit ca. 4g CO2 pro Liter karbonisiert werden, also habe ich heute morgen erstmal wieder 0,5 bar aus der CO2-Flasche zugegeben. Wenn ich nachher nach Hause komme, werde ich den Druck auf dem Keg prüfen. Wenn ich das richtig verstanden habe, bleibt die Buddel einfach mit den 0,5 bar am Fass. Aber wie stelle ich fest, wann das Bier die gewünschte CO2-Menge aufgenommen hat? :Waa

Um meine Neugier zu befriedigen und das Eigenbräu etwas im Blick zu behalten, habe ich vor zwei Wochen neben dem Keg auch eine kleine 0,33er Flasche abgefüllt und mit Zucker aufgespeist. Die werde ich heute Abend mal köpfen und sehen - bzw. schmecken - in welche Richtung mein Ale so geht... :Bigsmile

Cheers
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#37

Beitrag von gulp » Freitag 21. September 2018, 12:26

Wenn ich das richtig verstanden habe, bleibt die Buddel einfach mit den 0,5 bar am Fass.
Tu das nicht! Wenn da nur eine kleine Undichtigkeit ist, wird die Buddel leer. Das ist auch nicht ungefährlich.
Aber wie stelle ich fest, wann das Bier die gewünschte CO2-Menge aufgenommen hat? :Waa
Sensorisch und durch ablesen am Druckminderer?

Gruß
Peter
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#38

Beitrag von StefanK » Montag 24. September 2018, 10:40

gulp hat geschrieben:
Freitag 21. September 2018, 12:26
Tu das nicht! Wenn da nur eine kleine Undichtigkeit ist, wird die Buddel leer. Das ist auch nicht ungefährlich.
[...]
Sensorisch und durch ablesen am Druckminderer?
Danke für den Hinweis. Beiden Hinweisen bin ich gefolgt und habe im Lauf des Wochenendes sensorisch und per Spundapparat geprüft und experimentiert. Doch dazu unten mehr...

Also der Reihe nach:
Am Freitag konnte ich nicht mehr abwarten. Das neue Ale musste ich endlich probieren. Also habe ich die Testflasche aus der Kühlung geholt und später mal ein Gläschen aus dem Keg abgezwickelt. Zuerst habe ich das Ale aus der Flasche probiert:
Bild

Farblich wie zu erwarten eher dunkel angesiedelt. Das Bild im Rezeptbuch zeigt zwar ein blondes Ale, aber während des Sudes mit dem Wiener Malz zeichnete sich schon eine deutlich tiefere Farbe ab. Ist für mich kein Manko, aber ich frage mich, wieso der Autor das nicht besser abgestimmt hat. Mit der Malzschüttung kann es eigentlich gar nicht so hell werden, oder?

Geschmacklich fand ich's überzeugend. Mir fehlen etwas die Worte, um es richtig zu umschreiben. Fehlaromen konnte ich jedenfalls keine ausmachen. Keine besondere Ausprägung von Hefearomen, Banane o.ä. In der Nase hat das Ale ein ganz leicht zitrusartige Note, aber viel, viel milder als ich es von amerikanischen Ales mit Citra oder Amarillo kenne. Im Mund kommt es dann spritzig mit angenehmem Prickeln daher. Subjektiv würde ich sagen, die Zuckermenge für die Nachgärung war gut bemessen. Ob es für ein engl. Ale zuviel CO2 ist, kann ich schwer sagen. Im Geschmack erscheint es mir schlank und gar nicht malzig oder mastig. Eher trocken. Der Bramling Cross kommt würzig, aber nicht zu bitter rüber. Das (angebliche) Johannisbeeraroma kann ich nicht ausmachen. Der Schaum kommt in der Flaschenversion gut und haltbar. Wie auf dem Bild zu erkennen, ist er eher grobporig, bleibt aber über die Trinkdauer hinweg stabil bzw. fällt nicht komplett zusammen.

Zwischenfazit:
Ich find's lecker. Ob es ein klassischer Vertreter des englischen Pale Ales ist, kann ich nicht sagen.


Um den direkten Vergleich zu haben und mal Erwahrungen mit der Karbonisierung im Keg zu sammeln habe ich Freitag und Sonntag auch zwei Pröbchen abgezwickelt. Geschmacklich erkennt man schon die Verwandschaft zu Flaschenbier, aber des Ale aus dem Fass wirkt runder. Weniger "bissig", wenn ich das so sagen darf. Großes Manko am Freitag war aber ein Mangel an CO2. Zunächst hatte ich das Fass ja "nur" unter dem Sättigungsdruck von 0,5 bar. Da nahm das Bier nicht viel Kohlensäure auf. Für erfahrenen unter Euch wahrscheinlich klar, aber jetzt hab' ich 's wenigstens selbst mal erfahren. Also den Druck auf 2 bar erhöht und etwas gewartet. Samstag nochmal CO2 nachgeführt.

Am Sonntag dann schon ein viel besseres Ergebnis. Das Ale war nun auch lebendig und perlte schön vom ersten bis zum letzten Schluck. Lediglich die Schaumkrone ist noch optimierbar. Die viel noch recht dünn aus und fiel schnell zu einem dünnen Film zusammen. Also habe ich nochmal CO2 auf's Keg gegeben und werde heute (Montag) oder morgen noch einmal verkosten.

Zwischenfazit:
Das wird lecker. Mein erstes Keg-Experiment scheint gut zu laufen.


Gleichzeitig experimentiere ich mit meinem Zapfhahn. Letztlich ist es der BT2000 von Cornelius geworden, der direkt an der NC-Kupplung hängt. Auch da könnte eine Schaum-Fehlerquelle liegen, wenn ich vielleicht zu viel Beruhigung eingestellt habe. Mal beobachten. Was mich etwas stutzig macht, ist die Funktion der "Schaumtaste". Da fließt nur ein dünnes Rinnsal aus dem Hahn, das zur Schaumbildung nichts beizutragen scheint. Vielleicht muss ich den Zapfdruck mal erhöhen... :Grübel

Viele Grüße
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#39

Beitrag von StefanK » Freitag 28. September 2018, 09:38

Hallo und guten Morgen,

hier nun erst einmal der letzte Bericht zu meinem ersten "großen" Sud.

Nachdem das Bier aus dem Keg letztes Wochenende noch zu wenig CO2 hatte, habe ich den Druck auf 2 bar und am nächsten morgen festgestellt, dass offensichtlich Gas in Lösung gegangen und der Druck erheblich gefallen ist. Also nochmal nachgefüllt und abermals gewartet. Dienstag habe ich dann nochmal verkostet und bin seitdem sehr zufrieden mit dem CO2-Gehalt und dem Schaum:
Pale_Ale_02.jpg
Pale_Ale_02.jpg (67.86 KiB) 2631 mal betrachtet
Farblich ist das Ale aus dem Fass identisch mit dem Glas aus der Kontrollflasche. Geschmacklich ist es auch sehr nah dabei, obwohl ich das Gefühl habe, das Hopfenaroma ist geringer als bei meinem ersten Eindruck aus der Flasche. Ob tatsächlich das Aroma nachgelassen hat oder bei mir eine gewisse Gewöhnung eingesetzt, kann ich nicht sagen.
Insgesamt kommt mir das Ale noch immer sehr rund vor. Geschmackliche Auffälligkeiten, besondere Malznote oder gar Mastigkeit erkenne ich nicht. Die würzige / bittere Hopfennote ist da, aber sehr dezent. Auch der Alkohol ist sehr im Hintergrund.
Schaum und Kohlensäure halten sich jetzt gut im bzw. auf dem Bier. Ich zapfe mit ca. 1 bar Druck und habe den Kompensator im mittleren Bereich stehen. Das Bier fließt zügig und bringt sofort einen sahnigen, feinporigen Schaum mit. Dieser hält sich eine Weile, bis er irgendwann zusammen fällt. Dennoch bewahrt das Bier genug Kohlensäure, um auch am Ende noch im Mund frisch zu prickeln.

Kommende Woche habe ich einige Freunde zu Gast und werde das Gebräu dann mal anbieten. Mal sehen, was eingefleischte Pilstrinker dazu sagen...
:Drink

Mein nächsten Schritte werden jetzt neben Brauerfahrung (ganz wichtig!) in Richtung Lagerung und Flaschenabfüllung gehen. Bei beidem bin ich noch etwas ratlos. Momentan habe ich nur einen Kühlschrank zur verfügung, in dem ich entweder lagern oder vergähren kann. Beides nutzt den Innenraum aber nur suboptimal aus, also kühle ich viel Luft. Da weiß ich noch nicht, wohin die Reise geht... :Waa
Für das Abfüllen schwanke ich zwischen Beergun und GDA... :Waa

Mal sehen... :Grübel

Cheers
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#40

Beitrag von mossoma » Montag 29. Oktober 2018, 15:51

Weltklasse Bericht.....Danke dir dafür.....

Optisch gefällt mir dein Pale Ale sehr gut.

Tom

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#41

Beitrag von StefanK » Montag 29. Oktober 2018, 18:31

Danke. Hat auch Spaß gemacht, drn Bericht zu schreiben. Im Nachhinein konnte ich auch selbst über das Chaos schmunzeln. :puzz

Geschmacklich war das Ale auch gut. So schnell hatte ich lange keine 20 Liter mehr weg. Ich bin gespannt auf den Nachbrau. :Bigsmile

Viele Grüße
Stefan
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#42

Beitrag von afri » Montag 1. April 2019, 22:54

Ich hatte heute auch einen Chaossud. Erst ist es übergekocht, obwohl ich es besser wissen sollte (nach Kochbeginn nicht irgendwas sauber machen in der weit entfernten Küche). Würzeverlust ca. 1l. Bitterhopfen steckt noch in der Lieferpipeline, weil ich die Vorkasse zu überwiesen vergessen hatte und zu guter oder schlechter Letzt hatte ich nurmehr jeweils ein Päckchen Notti und W34/70 zum Anstellen (siehe Lieferpipeline). Hopfen ist mir relativ egal, ich habe eben den Aromahopfen (Mosaic) zum Bittern und fürs Aroma genommen, aber das mit der Hefe ist schon doof.

Besser als nix, aber weit weniger, als ich zum Anstellen für 35l nähme. Nun, es wird nicht ober- oder untergärig, sondern mittelgärig (wie meine Frau vorschlug, angesichts meiner Schilderung der Problematik), weil ich schlicht beide Päckchen rehydriert gegeben habe (natürlich mit den Worten "Gott gib Glück und Segen drein", versteht sich). :-/ Mehr Chaos und ich gebe das Brauen auf.

Auf der anderen Seite könnte das ja auch das Überbier sein, auf das jeder wartete. Für diesen unwahrscheinlichen Fall habe ich alles genau dokumentiert, bin ja nicht doof :-)
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#43

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Montag 1. April 2019, 23:58

Hast du dann beide Hefen gemischt in der gleichen Würze angestellt?
Hatte zwar noch nie dieses Problem, aber kann ich mir gut vorstellen.
Ergebnis Bericht wäre sehr interessant!

Gruß Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#44

Beitrag von StefanK » Dienstag 2. April 2019, 09:59

afri hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 22:54
Ich hatte heute auch einen Chaossud. Erst ist es übergekocht, obwohl ich es besser wissen sollte (nach Kochbeginn nicht irgendwas sauber machen in der weit entfernten Küche). Würzeverlust ca. 1l. Bitterhopfen steckt noch in der Lieferpipeline, weil ich die Vorkasse zu überwiesen vergessen hatte und zu guter oder schlechter Letzt hatte ich nurmehr jeweils ein Päckchen Notti und W34/70 zum Anstellen (siehe Lieferpipeline). Hopfen ist mir relativ egal, ich habe eben den Aromahopfen (Mosaic) zum Bittern und fürs Aroma genommen, aber das mit der Hefe ist schon doof.

Besser als nix, aber weit weniger, als ich zum Anstellen für 35l nähme. Nun, es wird nicht ober- oder untergärig, sondern mittelgärig (wie meine Frau vorschlug, angesichts meiner Schilderung der Problematik), weil ich schlicht beide Päckchen rehydriert gegeben habe (natürlich mit den Worten "Gott gib Glück und Segen drein", versteht sich). :-/ Mehr Chaos und ich gebe das Brauen auf.

Auf der anderen Seite könnte das ja auch das Überbier sein, auf das jeder wartete. Für diesen unwahrscheinlichen Fall habe ich alles genau dokumentiert, bin ja nicht doof :-)
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Das klingt nach einem harten Brautag... :Shocked
Ich drücke Dir die Daumen, dass es ein trinkbares Bierchen gibt und bin auf einen Ergebnisbericht sehr gespannt!
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#45

Beitrag von afri » Dienstag 2. April 2019, 12:47

schwarzwaldbrauer hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 23:58
Hast du dann beide Hefen gemischt in der gleichen Würze angestellt?
Ja, beide zugleich rehydriert und angestellt. Die SVP zumindest ist angekommen, was der Sud im Keller macht, weiß man nicht. Ich werde heute abend mal vorsichtig reinlinsen, ohne allzuviel 02 hineinzuwirbeln versuchen.
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#46

Beitrag von afri » Donnerstag 4. April 2019, 21:59

Die Hefe(n) werkelt auch im Keller fröhlich vor sich hin, also wird es zumindest Bier. Den Test mit zwei Klarglasflaschen poste ich dann an anderer Stelle, Abfüllung wird noch einige Zeit später sein.
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#47

Beitrag von HubertBräu » Freitag 5. April 2019, 00:08

afri hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 22:54
Nun, es wird nicht ober- oder untergärig, sondern mittelgärig
Das wird höchstens mittelgäriges Gelumpe .. was für ein Quatsch :puzz

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#48

Beitrag von afri » Freitag 5. April 2019, 08:27

HubertBräu hat geschrieben:
Freitag 5. April 2019, 00:08
was für ein Quatsch
Was hättest du nach fünf Stunden Brautag gemacht, alles in den Gulli? Eine Woche stehen lassen bis Brauhefe da ist? Backhefe? Rausstellen wg. Wildhefe? Zu Sirup einkochen lassen und als Braukit verkaufen?
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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#49

Beitrag von HubertBräu » Freitag 5. April 2019, 09:27

Nee .. den Brautag ordentlich vorbereitet und nen Starter gemacht bzw. ausreichend Trockenhefe für den Sud zur Hand.

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Re: Einkocher-Premiere "Pale Ale" oder einfach Pleiten, Pech und Pannen...

#50

Beitrag von clmnsk » Freitag 5. April 2019, 13:42

afri hat geschrieben:
Freitag 5. April 2019, 08:27
HubertBräu hat geschrieben:
Freitag 5. April 2019, 00:08
was für ein Quatsch
Was hättest du nach fünf Stunden Brautag gemacht, alles in den Gulli? Eine Woche stehen lassen bis Brauhefe da ist? Backhefe? Rausstellen wg. Wildhefe? Zu Sirup einkochen lassen und als Braukit verkaufen?
Achim
Auf jeden Fall nicht zusammenkippen.
Ich hätte in dem Fall 1/3 UG und 2/3 OG angestellt.
Grüße, Clemens
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