Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
Clarissima
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Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#1

Beitrag von Clarissima » Sonntag 4. Juni 2017, 11:39

Ich möchte heute einen Weißbierbock brauen und mit Holunderblüten verfeinern. Hier im Forum hab ich nur einen Verweis auf folgendes Rezept gefunden:
https://brauerei.mueggelland.de/rezeptd ... s/371.html

Darin wird mit frischen Blüten gestopft. Ich frage mich: warum stopfen und nicht mitkochen? Beim Holunderblütensaft/sirup kochen, wird der Holunder ja auch mitgekocht. Erscheint mir hygienisch auch sicherer...

Habt ihr Erfahrungen? :Drink
Danke!

inem
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#2

Beitrag von inem » Sonntag 4. Juni 2017, 11:46

Blüten mitkochen auf keinen Fall. Wenn es dir zu unsicher ist, dann würde ich den Saft nehmen und mitvergären.
Ich selbst stopfe und das funktioniert eigentlich ganz gut. Dazu ernte ich die Blüten ein paar Stunden nach einem Regen und lege sie für einen Tag auf, damit sich die Tierchen davon verziehen. Dann kommen sie einfach ins Bier. Gewaschen wird nicht, da das Aroma vom Blütenstaub kommt, der sonst weggespült würde (deshalb ein paar Stunden nach dem Regen).

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#3

Beitrag von Clarissima » Sonntag 4. Juni 2017, 11:50

inem hat geschrieben:Blüten mitkochen auf keinen Fall. Wenn es dir zu unsicher ist, dann würde ich den Saft nehmen und mitvergären.
Aber warum nicht? Ich würde gerne den Grund verstehen...

Es hat auf jeden Fall gerade geregnet - guter Zeitpunkt!

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#4

Beitrag von robsta2209 » Sonntag 4. Juni 2017, 11:56

Wenn ihr es mit Sirup macht, wieviel Sirup auf 20l Würze würdet ihr nehmen? Bzw. was wäre das Minimum um den Geschmack erkennen zu können?

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#5

Beitrag von Braurudi » Sonntag 4. Juni 2017, 12:07

Die Aromen sind im Blütenstaub. Daher nicht mitkochen, sondern stopfen. Am besten in die abklingende HG geben...wenn die Kräusen ziemlich weg sind.
Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist bei Sonnenschein...nicht bei Regen, wie oben erwähnt.
Holunder passt perfekt ins Weizenbier und gibt ein herrlich intensives Aroma. Meiner Meinung nach braucht's keinen Sirup.

wünsche gutes Gelingen!
Rudi
Ich glaub, ich brauch' ein Bier. Ich bin unterhopft!

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#6

Beitrag von chaos-black » Sonntag 4. Juni 2017, 12:13

Ich hatte eigentlich auch schon 2016 ein Holunderblütenale geplant, Aber dann leider nicht rechtzeitig geerntet. Auch dieses Jahr werde ich das Ale nicht rechtzeitig ansetzen können. Meint ihr pflücken, trocknen, vakuumieren und kühl lagern wäre auch in Ordnung? Oder geht da zuviel Aroma bei flöten?

Beste Grüße,
Alex
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#7

Beitrag von Maex » Sonntag 4. Juni 2017, 12:22

Ich vakuumiere die Blüten ein und dann kommen sie in den Gefrierschrank.
Auch bei Blüten die 2 Jahre eingefroren waren, habe ich im Bier keinerlei Geschmackseinbußen bei immer gleicher Menge gehabt, im Vergleich zu frischen Blüten.
Ernten würde ich immer bei praller Sonne Mittags, wenn es mindestens 24 Stunden vorher NICHT geregnet hat.

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#8

Beitrag von Svensemilla » Sonntag 4. Juni 2017, 14:11

Ich würde nicht nach dem Regen ernten, da wie ihr selber erkannt habt, das Aroma im Blütenstaub ist, der ja sonst ausgespült wird.

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#9

Beitrag von inem » Sonntag 4. Juni 2017, 14:53

Svensemilla hat geschrieben:Ich würde nicht nach dem Regen ernten, da wie ihr selber erkannt habt, das Aroma im Blütenstaub ist, der ja sonst ausgespült wird.
Deshalb ja einige Stunden später. Ich möchte jedenfalls nicht sonst allerlei Staub darauf haben und die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich.
Clarissima hat geschrieben:
inem hat geschrieben:Blüten mitkochen auf keinen Fall. Wenn es dir zu unsicher ist, dann würde ich den Saft nehmen und mitvergären.
Aber warum nicht? Ich würde gerne den Grund verstehen...

Es hat auf jeden Fall gerade geregnet - guter Zeitpunkt!
Es ist kaum möglich die Blüten mitsamt Staub von den Stängeln zu trennen und letztere würde ich nicht auskochen wollen.

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#10

Beitrag von Griller76 » Sonntag 4. Juni 2017, 18:17

Ich würde die Holunderblüten unbedingt mitkochen um wilde Hefen zu vermeiden. Für Sirup werden die Holunderblüten ja auch gekocht und trotzdem ist noch genug Geschmack darin.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#11

Beitrag von flying » Sonntag 4. Juni 2017, 18:37

Warum habt ihr denn Angst vor dem Stopfen mit frischen Holunderblüten? Mit Hopfen stopft ihr doch auch..?

Den zarten, frisch-frühlingshaften und blumigen Ton bekommt man nur mit frischen Dolden zum optimalen Erntezeitpunkt hin. Die dänischen Hollerbier-Profis machen das beim Ørbæk Fynsk Forår auch so. Ein super Gesöff..
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#12

Beitrag von Neubierig » Sonntag 4. Juni 2017, 19:07

Ich mache auch gerne Holunderblütenwein, und es ist im Weinfach bekannt, die Dolden sind Vormittags in trockenen Zustand zu ernten. Nicht bei prallenendem Sonnenschein und auch nicht nach Regen. Dann ist der Aroma am maximal.

Kochen ist nicht nötig. Ich schwefele aber, mit Kaliumpyrosulfitlösung

Cheers,

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#13

Beitrag von hutschpferd » Sonntag 4. Juni 2017, 20:18

Stopfen, 1 Dolde pro Liter nehme ich

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#14

Beitrag von katzlbt » Sonntag 4. Juni 2017, 20:29

Ich hab sie einmal mitgekocht und ein grausliges grünes chlorophylliges Aroma bekommen.
Das hat hach grünen Hollunderstengeln geschmeckt. War nicht zu trinken.
Maximal heiss übergießen, wie beim Sirup würde ich nächstes mal probieren, oder eben stopfen.

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#15

Beitrag von flying » Sonntag 4. Juni 2017, 20:44

Noch ein kleiner Tipp. Das man den Holunder nicht vom Straßenrand nimmt versteht sich. Fahrt ins Grüne zum Sammeln. Bestenfalls in Waldnähe oder Naturschutzgebiete. Auch nicht das frischeste Grün aussuchen. Schwarzer Holunder wächst unglaublich schnell und bildet in kürzester Zeit gewaltige, strauchartige Gebüsche mit riesigen, schneeweißen Dolden aus. Optisch sind die ein Highlight aber nicht geschmacklich. Wenn schwarzer Holunder ein gewisses Alter erreicht, können recht ansehnliche Bäume mit dicken Stamm und Krone entstehen. An solchen alten Holunderbäumen sind die Dolden oft kleiner, dichter und gelber. Die strotzen vor Blütenpollen und haben einen irre intensiven Duft.
Mit solchen Dolden hab ich auch das im Eingangspost verlinkte Holunderblütenale gemacht und das war wirklich spitze.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#16

Beitrag von marsabba » Sonntag 4. Juni 2017, 23:31

Ich kann auch nur dringend raten, die DOlden *nicht* mitzukochen sondern am Ende der Gärung zu stopfen. Nur dann bekommt man das echte, feine Holunderaroma.
Gegen potentielle Infektionen habe ich folgende drei Strategien:
1. Einfach etwas stärker einbrauen. Ein Bock ist robuster als ein 10 °P Limonädchen
2. Mit einer Saisonhefe hoch vergären. Wo nix vergärbares mehr ist kann sich auch keine Wildhefe breit machen.
3. Den Bock zum Gärtner machen: Kippt das Bier dann doch etwas ins (Milch-)Saure : Sich freuen, das einem so ein leckeres Sommergetränk gelungen ist.

Viele Grüße
Martin...
... der gerade seinen diesjährigen Holunder/Waldmeister-Sud abgefüllt hat. Arbeitstitel ist "Beetlejuice" :-)

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#17

Beitrag von 420 » Montag 5. Juni 2017, 11:04

Selber verwende ich die Holunderblüten auch für Wein. Da man die Blüten sehr schlecht von der Dolde bekommt, kannst Du ja mal folgendes probieren:

Nehme ein Drahtgitter (Kaninchendraht) und reibe die Dolde darüber. Die Blüten fallen dann sehr schnell ab. Was bei Holunderbeeren sehr gut funktioniert(siehe auch hier), klappt sicherlich auch bei Holunderblüten. Und verwende dann nur die Blüten. Sollten die Blüten zu frisch sein, könnte man es mal mit anfrieren probieren, ob dann die Blüten leicher abfallen. Einzeln abziehen ist für mich keine Lösung und mit Dolden wird der Geschmack nicht unbedingt besser. Am Ende dann die Blüten auf einen Tisch geben und die Tierchen können bequem selektiert werden. Fleischbier ist nicht so mein Ding. :Bigsmile

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#18

Beitrag von katzlbt » Donnerstag 22. Juni 2017, 16:12

Hmmm, eigentlich sollte eine kalte Extraktion mittels Alkohol das sicherste sein.
Danach zum Bier zugeben und man hat ein Bockbier :-)
Die Idee kommt aus "Das Parfüm" Film/Buch.
Das wäre auzuprobieren.
http://www.kostbarenatur.net/rezepte/ti ... ndheilung/

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#19

Beitrag von flying » Donnerstag 22. Juni 2017, 17:20

Fleischbier ist nicht so mein Ding. :Bigsmile
Das bisschen Fleisch im Bier ist überhaupt kein Problem. Da gibt es noch viel leckere Sachen. Katzen sollen auch ganz gut kommen...


https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=24&t=6058
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#20

Beitrag von nacron » Montag 26. Juni 2017, 16:39

Noch ein paar tips von Raf von Bokkereyder:
- In den morgenstunden sammeln da ist das aroma am intensivsten
- Kaltauszug für 24 stunden machen da sonst die vegetalen aromen der stiele mit reinkommen (schmeckt hart nach grüner paprika)
- Danach das Bier gerne noch ein bisschen reifen lassen (er drückt in ein anderes lambic fass um).
Ich finde es passt extrem gut zu Bieren die nicht viel restzucker haben also saison, sauerbier, cider, da muss man sich auch keine sorgen um ne zweite gärung machen :)

Cheers
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#21

Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 28. Mai 2020, 08:28

nacron hat geschrieben:
Montag 26. Juni 2017, 16:39
Noch ein paar tips von Raf von Bokkereyder:
- In den morgenstunden sammeln da ist das aroma am intensivsten
- Kaltauszug für 24 stunden machen da sonst die vegetalen aromen der stiele mit reinkommen (schmeckt hart nach grüner paprika)
- Danach das Bier gerne noch ein bisschen reifen lassen (er drückt in ein anderes lambic fass um).
Ich finde es passt extrem gut zu Bieren die nicht viel restzucker haben also saison, sauerbier, cider, da muss man sich auch keine sorgen um ne zweite gärung machen :)

Cheers
Benedikt
Es ist grad wieder Holunder-Hochsaison!
Möchte Sirup, den ich dann zur Carbonisierung zugeben werde, herstellen, der wird eingefroren dazwischen (bleiben die Aromen beim vorsichtigen Auftauen stabil?).
Also wäre jetzt ein Kaltauszug mit Zucker-Wasser aus nur den ins Wasser abgeklopften Blüten eine gute Version? Morgens ohne vorherigen Regen gepflückt. Vorher schaue ich mir aber genau an wo diese Viecher überall sitzen. Wie sieht es eigentlich mit deren Eiern aus, wandern die Tierchen bis an die Blütenkrone oder bleiben die etwas weiter unten, Biologen vor..
:Greets
Mich erstaunt vor allem, dass da sowenig Material so viel Aroma hat. Wahrscheinlich habe ich aber nur die recht aromaarmen helleren, nicht die von René angesprochenen schwarzen Varietäten angerochen vorhin..
PS:
Edit (ist sinnlos gewesen die Frage)
VG
Salomon
Zuletzt geändert von Barney Gumble am Donnerstag 28. Mai 2020, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#22

Beitrag von Bilbobreu » Donnerstag 28. Mai 2020, 10:39

Moin,
also ich hab mir da nie die Mühe eines Kaltauszuges oder eines Sirups gemacht.
Einfach frühmorgens nach ca. 24 h ohne Regen mit einem Hopfensäckchen zum Holunderstrauch. Mit einer Schere nur die kleinen Blüten abschneiden und nicht die ganzen Blütendolden. Direkt ins Hopfensäckchen fallen lassen. Die kleinen Krabbeltiere kommen (aus irgendeinem Grund) dann zügig durch die Maschen des Hopfensäckchens nach außen gekrabbelt und lassen sich dort einfach mit der Hand abstreifen. Und dann ab ins Gärfass wie beim Stopfen für 2-4 Tage. Ich hatte dabei noch nie eine Infektion.
Von den Mengen her habe ich bei einem Weizenbier etwa die Blüten von einer Dolde auf je zwei Liter genommen.
Gruß
Stefan

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#23

Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 28. Mai 2020, 13:24

Kann leider ganz aktuell nicht brauen und wenn ich dazu komme, wird die Blüte vorbei sein daher die Einfriergeschichte.
Das mit den Viechern ist bei Dir ja eine interessante Methode, allerdings waren das heute bei mir im Wald derart viele, dass ich da noch nach einer sichereren Methode suche die loszuwerden ohne den Pollen zu verlieren bzw. zu schädigen.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#24

Beitrag von Unbewegter Beweger » Donnerstag 28. Mai 2020, 13:53

Hallo Salomon,
am Montag habe ich wie jedes Jahr drei Liter Holundersirup angesetzt. Der wir vor dem Abfüllen noch einmal kurz aufgekocht und dann hält der sich ziemlich lang ohne ihn einzufrieren. Ich denke mal, mit der immensen Zuckerkonzentration und dem resultierenden osmotischen Druck kommen die wenigsten Schädlinge zurecht. Dann hättest du jedenfalls keinen Braustress :Smile
Liebe Grüße, Sven

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#25

Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 28. Mai 2020, 14:03

Hi Sven,
ich mache mir keine Sorgen wegen Infektionsgefahr, sondern einfach wegen a bisserl Ekel vor den Viechern und deren Brut an sich, vielleicht scheiß ich mir auch zu sehr ins Leder (wahlweise Hemd..)... Wenn die aber erstmal im Sirup sind, kommt's ja nicht mehr raus, tot oder lebendig..
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#26

Beitrag von Unbewegter Beweger » Donnerstag 28. Mai 2020, 14:21

Meine Holunder stehen im Moment voll in Blüte. Ich habe geschaut, dass direkt auf der Blüte kein Vieh sitzt. So viel Auswahl hatte ich da. Auf den Stängeln saßen da schon ein paar, aber wenn man die kleinen weißen Blüten von diesen befreit, waren da keine mehr. Die sind ja meist schwarz und man sieht sie gut.
Liebe Grüße, Sven

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#27

Beitrag von Barney Gumble » Samstag 30. Mai 2020, 13:18

Habe auch fleißig gesammelt (340 g).
Es gibt zwei Arten von Viechern, die dunkleren Blattläuse typisch mit Flügeln und so ganz kleine dir man erst im Sammel Eimer rumkrabbeln und bei Gefahr hüpfen sieht.
Letztere habe ich nun mit Tesaband "weg-geklebt".. weißscho schlecht für mein Karma, aber besser für die Bierhygiene..
Offizielle Kochrezepte gehen auch vom Kochen mit Zitronensäure nach tagelangem Ziehenlassen aus, vielleicht splitte (gekocht und ungekocht) ich das Mal und schaue ob das Aroma für mich davon subjektiv leidet oder nicht. Die Zieh-Temperatur zu vergleichen wäre auch interessant.
VG
Shlomo
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#28

Beitrag von Unbewegter Beweger » Samstag 30. Mai 2020, 15:49

Hallo Shlomo,
meine ziehen auch fünf Tage in der Zuckerlösung. Das Aroma, zumindest für Limonade ist gut.
Liebe Grüße, Sven

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#29

Beitrag von DerDallmann » Montag 1. Juni 2020, 11:43

Hab eben spontan einen Alkoholauszug angesetzt. Hat das schon mal jemand gemacht?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#30

Beitrag von Barney Gumble » Montag 1. Juni 2020, 19:51

Unbewegter Beweger hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 15:49
Hallo Shlomo,
meine ziehen auch fünf Tage in der Zuckerlösung. Das Aroma, zumindest für Limonade ist gut.
Liebe Grüße, Sven
Ich habe es nur in Wasser 3 Tage ziehen lassen, das ist auch ganz gut, Zucker kam beim anschließenden Kochen 1+1 (und 25 g/L Citronensäure) dazu.
Die Viecher habe ich übrigens über den feinsten biab-Sack ganz gut rausgeholt, da ist beim Kochen nix Insektoides mehr aufegschwommen wie es aussah.
VG
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PS: Alkohol klingt gut, habe ich noch nicht probiert, hab neben Mariocrom aus Arzneimittelschrank da nie recht was daheim auf Lager
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#31

Beitrag von Micha Ale » Dienstag 2. Juni 2020, 09:06

Guude!
Ich hab letzte Woche nen Hollunder-Weizenbock gebraut,
die Blüten hab ich für 10 Min bei 80° C reingeschmissen.
Das Bier ist erst am WE abgefüllt worden,
daher weiss ich noch nichts Endgültiges,
aber das Jungbier war echt schon richtig lecker, Hollunder ohne Ende.
LG

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#32

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 2. Juni 2020, 09:27

Micha Ale hat geschrieben:
Dienstag 2. Juni 2020, 09:06
Guude!
Ich hab letzte Woche nen Hollunder-Weizenbock gebraut,
die Blüten hab ich für 10 Min bei 80° C reingeschmissen.
Das Bier ist erst am WE abgefüllt worden,
daher weiss ich noch nichts Endgültiges,
aber das Jungbier war echt schon richtig lecker, Hollunder ohne Ende.
LG
Servus Micha,
wie viel g Holunderblüten pro L?
Ich glaube ich hab schon wieder einen Fehler gemacht, da ich einen Sirup mit ewig viel Zucker (1+1 mit Wasser) habe, werde ich zur Carbonisierung dann wohl aber effektiv nur wenig Holunder rein geben. Am besten ich pflück mir Mal noch ein paar, setze eine Wasserauszug an oder friere die trockenen Spitzen gleich ein für den kommenden Weißbiersud.
VG
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#33

Beitrag von Micha Ale » Dienstag 2. Juni 2020, 09:36

Servus Micha,
wie viel g Holunderblüten pro L?
Ich glaube ich hab schon wieder einen Fehler gemacht, da ich einen Sirup mit ewig viel Zucker (1+1 mit Wasser) habe, werde ich zur Carbonisierung dann wohl aber effektiv nur wenig Holunder rein geben. Am besten ich pflück mir Mal noch ein paar, setze eine Wasserauszug an oder friere die trockenen Spitzen gleich ein für den kommenden Weißbiersud.
VG
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Guude,
ich hab140 g genommen für 20 Liter.
Hab jetzt am WE dann mal das Samba Pale Ale gebraut und ebenfalls Hollunder rein,
da hab ich dann 200 genommen aus lauter Übermut :Ahh
Ich glaub die 140 reichen aber dicke.
Ich berichte am WE mal wie die erste Testflasche schmeckt.
LG

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#34

Beitrag von chaos-black » Dienstag 2. Juni 2020, 11:10

Nur um einen weiteren Erfahrungswert zu ergänzen: Ich hab vor ein paar Jahren ein Frühlingsale mit Holunderblüten und Zitronenmelisse gebraut. Da hatte ich, ich glaube es war auf Flyings anraten hin, 30 Dolden am frühen Morgen gesammelt, grob von Hand gereinigt und die Blüten von den Stengeln getrennt. Von der Zitronenmelisse hatte ich etwa 40g eingesammelt und ebenfalls grob gereinigt. Beides hab ich bei Gärende für 3 Tage dazugegeben und sanft mit dem Braupaddel untergetunkt. Am Ende hat man quasi nichts von der Zitronenmelisse gemerkt, aber der Holunder war ganz nett so.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#35

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 2. Juni 2020, 13:58

chaos-black hat geschrieben:
Dienstag 2. Juni 2020, 11:10
30 Dolden
Auf wieviel Liter Jungbier?
Grüße,
Sebastian

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#36

Beitrag von chaos-black » Dienstag 2. Juni 2020, 14:47

Oh, ja das hatte ich vergessen zu schreiben. Es waren 20L Jungbier.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#37

Beitrag von Barney Gumble » Samstag 6. Juni 2020, 08:14

Ich habe jetzt nochmal gesammelt und friere jetzt erstmal ohne groß Ziehenlassen ein und werde es dann in bzw. gleich nach dem Whirlpool zugeben.
OT: Wen es interessiert, welche Aromastoffe da so drin sind:https://www.google.com/url?sa=t&source= ... jbFLsgwTWR schöne Arbeit über Holunder
VG
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#38

Beitrag von DerDallmann » Samstag 6. Juni 2020, 10:29

Die Geschichte mit dem Holunder Auszug ist vielversprechend. Ich nutze den für den nächsten Sud. Wird ein stout mit der WLP005. Ich berichte. Der Auszug riecht extrem gut.
Dateianhänge
IMG_20200605_153819.jpg
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#39

Beitrag von chaos-black » Samstag 6. Juni 2020, 11:03

Sehr gut! :) Ich mache ab und an diese "Tinkturen" mit Primasprit oder Doppelkorn, aber mit Holunderblüten hab ich das noch nicht gemacht. Falls du damit noch nicht so viel gearbeitet hast: Spritzen mit sehr kleinen Mililiterbruchteilschritten sind gut, um die gewünschte Dosierung herauszufinden.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#40

Beitrag von DerDallmann » Samstag 6. Juni 2020, 12:08

Ist Doppelkorn. Guter Tipp, danke.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#41

Beitrag von Micha Ale » Sonntag 7. Juni 2020, 12:36

Ich berichte am WE mal wie die erste Testflasche schmeckt.
LG
So,
gestern habe ich eine erste Testflasche aufgemacht
(Ich hatte ja wie gesagt den Hollunder in den WHP gegeben).

Übel!
Irgend jemand hat was von dem Aroma von Grüner Paprika gesagt, das kann ich so unterschreiben,
ich hab das Bier nach zwei Schlucken weggekippt.

Das schlimme ist, das ich direkt noch einen zweiten Sud im Gäreimer hab, bei dem ich genauso verfahren bin,
nachdem das Jungbier beim Abfüllen eigentlich echt lecker war :crying

Also, macht's nicht so wie ich.
Eventuell klappt es, wenn mann die Stängel weglässt... aber ich probier es nicht aus.

LG,
Micha

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#42

Beitrag von HubertBräu » Montag 8. Juni 2020, 12:23

Natürlich musst Du die Blüten von den Stengeln trennen :Greets

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#43

Beitrag von Kellerbraeu » Montag 8. Juni 2020, 16:10

Da muss ich noch einmal nachfragen:
Ist Blüten von den Stängeln trennen für Euch:
Bilder in
Post 27 => kleine Reste an Stängeln

ODER

Post 38 im Auszugglas nur Blüten

Grüße Ulf

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#44

Beitrag von Barney Gumble » Montag 8. Juni 2020, 16:50

Kellerbraeu hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 16:10
Da muss ich noch einmal nachfragen:
Ist Blüten von den Stängeln trennen für Euch:
Bilder in
Post 27 => kleine Reste an Stängeln

ODER

Post 38 im Auszugglas nur Blüten

Grüße Ulf
Also ich habe die nach dem Foto noch etwas entlaubt, sprich bis zur letzten Verzweigung vor den Blüten Stengel entfernt, aber nicht komplett nur Blüten und mein Sud (trinke zur Zeit literweise Holunderblüten-Saft..) und grüne Paprika nur mit gaaaanz viel Fantasie.
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#45

Beitrag von BrauSachse » Freitag 12. Juni 2020, 21:16

Letzte Woche - vor dem großen Regen - hatte ich Holunder-Dolden gesammelt, die kleinen Döldchen von den großen grünen Stängeln abgeschnibbelt, portionsweise vakuumiert und eingefroren.

Vor 4 Tagen habe ich eine Tüte aufgetaut um mein Bier zu stopfen. Das waren keine filigranen Blüten mehr, sondern eine ziemliche Pampe. Und dann schlug mir beim Aufschneiden der Tüte ein sehr starker Geruch nach grünem Paprika entgegen. :Shocked Zum Glück verzog sich der Geruch schnell, und ich habe dann trotzdem damit gestopft, :P da im Laufe dieses Threads nur Gutes über eingefrorene Blüten berichtet wurde. Vom Rest in der Tüte habe ich mal gekostet: Auch hier ganz klar grüner Paprika. :Grübel

Heute riecht das Bier wunderbar intensiv nach Holunder, und ich bin schon gespannt aufs Abfüllen.

Ein Internetsuche nach der Kombination „Holunder + grüner Paprika“ ergab ziemlich schnell Sauvignon blanc, bei dem beide Geschmackskomponenten als charakteristisch angesehen werden. Könnte es sein, dass wir ein sehr intensives Holunderaroma als grünen Paprika wahrnehmen? Vielleicht liegen beide Komponenten sensorisch so eng beieinander, dass je nach Individuum das eine oder das andere wahrgenommen wird? :Grübel

Viele Grüße
Tilo

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#46

Beitrag von _matthi_ » Montag 15. Juni 2020, 22:02

Bei mir vergärt gerade ebenfalls ein Holunderblüten-Bier, ich habe mich von folgendem Rezept inspierieren lassen (gehört somit wohl eher zur Franktion "mitkochen"): https://www.uelus-homebrew.ch/rezepte-b ... r_ale.html
Bisher habe ich fast kein Aroma im Jungbier, was jedoch auch daran liegen kann, dass es bei uns vor dem Pflücken relativ stark geregnet hat. Dadurch hatten sie keinen starken Geruch und wir haben die Menge erhöht, jedoch anscheinend zu wenig.
Vielleicht werde ich den Sud mit Wai-iti stopfen und dabei wie von Stefan im Post #22 beschrieben ebenfalls Holunderblüten beigeben.

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#47

Beitrag von Citrist » Montag 20. Juli 2020, 14:19

Äst doch mal ein Holunderblatt oder lutscht an einem Stängel herum. Dann weißt ihr, warum sehr sorgfältig entrappt und so wenig Stängel wie möglich in den Sud sollten.
Und zum Thema eingefroren und wieder aufgetaut: Zellen platzen, die ganze Schlammpampe friert ein und beim Auftauen mischt sich alle Flüssigkeit. Wenn nun nicht vorher ordentlich entrappt worden ist (vulgo: Stängel wegmachen), sind genau diese "vegetal-grünen" Anteile maßgeblich aromabestimmend.
Habe selbst meine Lektion lernen müssen...

Edit: Autokorrekturen manuell korrigiert 🥴🤬👹
Griezi us dr Schwoiz.
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#48

Beitrag von Bierbauch40 » Mittwoch 23. Dezember 2020, 08:26

Hallo!
Dieser Beitrag ist schon ein bisschen alt, aber ich möchte wissen, ob es jemand in letzter Zeit wieder versucht hat?
Ich stimme auf jeden Fall mit dem oben Gesagten überein, sowohl in Bezug auf das Einfrieren als auch auf die Stämme.
LG
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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#49

Beitrag von Basso » Mittwoch 23. Dezember 2020, 10:07

Also ich habe heuer gegen Ende der Hollersaison mit frisch gepflückten Blüten mit Stengel gestopft.
Leider habe ich versuchsweise nur ein paar Liter gestopft, es wurde ein Weissbier wunderbaren Bananen und Hollerblütenaroma.
Habe das gehandhabt wie beim Hopfenstopfen mit Säckchen und Beschwerung, zugegeben gegen Ende der Hauptgärung und 4 Tage drin gelassen

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Re: Holunderblüten im Bier - mitkochen oder stopfen?

#50

Beitrag von BrauSachse » Mittwoch 23. Dezember 2020, 12:03

Bierbauch40 hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 08:26
Hallo!
Dieser Beitrag ist schon ein bisschen alt, aber ich möchte wissen, ob es jemand in letzter Zeit wieder versucht hat?
Ich stimme auf jeden Fall mit dem oben Gesagten überein, sowohl in Bezug auf das Einfrieren als auch auf die Stämme.
LG
Hallöchen,

zwei Beiträge über deinem habe ich beschrieben, wie ich es gemacht habe. https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic ... 80#p384580

Mein Fazit: Bislang haben ca. 40 Leutchen von dem Bier getrunken. 38 davon waren hellauf begeistert wegen des tollen Holunderaromas und weil das Bier deshalb so perfekt in den Sommer passt. Die Frau eines Braufreundes und ich selbst schmeckten auch nach längerer Lagerung grünen Paprika. Es scheint also eine individuelle Komponente zu geben, die das verstärkt. Obwohl die Begeisterung der anderen sehr groß ist, werde ich das Bier so wahrscheinlich nicht wieder brauen, weil es mir nicht schmeckt.

Nachsatz: Meine Frau macht im Sommer immer Holunderblütensirup aus frischen Blüten, der auch mir phantastisch schmeckt. Ich werde im Frühjahr einen Teilsud mal mit Sirup „stopfen“. Bericht folgt, dann hier.

Viele Grüße
Tilo

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