Kurze Frage, kurze Antwort

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9751

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 5. Januar 2019, 14:02

Damasus hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 13:05
Abmaischen bei 78°C ist klar. Aber warum wird diese Temperatur noch 10 Minuten gehalten?
Weil das irgendwann mal irgendwer in ein Rezept geschrieben hat und es seit dem unreflektiert kopiert wird. Kannst du weglassen, bringt überhaupt nichts bei 78°C zu rasten. Völliger Unsinn. Abmaischen und fertig. Eigentlich kannst du dir sogar die 78°C komplett schenken und direkt nach der Kombirast abmaischen.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9752

Beitrag von Damasus » Samstag 5. Januar 2019, 14:29

Alt-Phex hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 14:02
Damasus hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 13:05
Abmaischen bei 78°C ist klar. Aber warum wird diese Temperatur noch 10 Minuten gehalten?
Weil das irgendwann mal irgendwer in ein Rezept geschrieben hat und es seit dem unreflektiert kopiert wird. Kannst du weglassen, bringt überhaupt nichts bei 78°C zu rasten. Völliger Unsinn. Abmaischen und fertig. Eigentlich kannst du dir sogar die 78°C komplett schenken und direkt nach der Kombirast abmaischen.
Das nenne ich ne klare Antwort! Vielen Dank.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9753

Beitrag von AxelS » Samstag 5. Januar 2019, 14:41

Sollen bei 78°C nicht die Alpha- und Betaamylasen zuverlässig deaktiviert werden? :Grübel Und zuverlässig meint: für mindestens 5 Minuten, damit alles platt ist. Hab ich mal irgendwo gelesen. Warum die Amylasen jetzt unbedingt vor dem Kochen deaktiviert werden sollen, weiß ich aber auch nicht. Ich machs halt, kostet nur 'ne viertel Stunde (mit Aufheizen). Bilde mir ein, dass sich erst danach auf dem Treber eine Schicht klare Würze bildet, aber auch das kann Einbildung sein...
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9754

Beitrag von gulp » Samstag 5. Januar 2019, 14:45

AxelS hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 14:41
Sollen bei 78°C nicht die Alpha- und Betaamylasen zuverlässig deaktiviert werden? :Grübel Und zuverlässig meint: für mindestens 5 Minuten, damit alles platt ist. Hab ich mal irgendwo gelesen. Warum die Amylasen jetzt unbedingt vor dem Kochen deaktiviert werden sollen, weiß ich aber auch nicht. Ich machs halt, kostet nur 'ne viertel Stunde (mit Aufheizen). Bilde mir ein, dass sich erst danach auf dem Treber eine Schicht klare Würze bildet, aber auch das kann Einbildung sein...
Das ist Unsinn. Die ß-Amylase geht bei über 70° über den Jordan und die Alpha-Amylase bei 80°. Die 78° vermeiden das ja und das ist auch gut so! Meiner einer maischt nach der Kombirast ab und fertig.

Gruß
Peter
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9755

Beitrag von Brauwolf » Samstag 5. Januar 2019, 14:50

Bilde mir ein, dass sich erst danach auf dem Treber eine Schicht klare Würze bildet, aber auch das kann Einbildung sein...
Auf dem Treber muss sich keine klare Würze bilden, unter dem Treber soll sie das tun :P

Wer mit dem Braumeister bei 78°C abmaischen will, muss mindestens 1 Minute Rastzeit eingeben. Bleibt man bei 0 Minuten, erklärt der BM am Ende der letzten Rast davor (üblicherweise bei 72°C) die Maischarbeit für beendet und fordert zum Anlupfen des Malzrohrs auf.

Cheers, Ruthard
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9756

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 5. Januar 2019, 15:17

Wie Peter schon richtig sagt, wir wollen die Alpha Amylase gar nicht deaktivieren um ggf. noch vorhandene Stärke während des läuterns noch verzuckern zu können. Wenn man bei einem Malzrohrsystem wenige Minuten einstellen muss, damit das funktioniert, ist das ja in Ordnung. Aber generell sind Rastzeiten bei 78°C völliger Unsinn. Ausser einer Senkung der Viskosität passiert da nichts wichtiges.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9757

Beitrag von guenter » Samstag 5. Januar 2019, 19:16

Alt-Phex hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 15:17
Ausser einer Senkung der Viskosität passiert da nichts wichtiges.
So weit so gut. Einen Grund kenne ich doch, nämlich die Heizstäbe beim Einkochet. Die heizen noch einige Zeit nach. Wenn man nun zu schnell umschöpft, kann es passieren, dass das Malz unten abbrennt. Ist mir damals so passiert. Also noch ein paar Minuten warten ind weiter umrühren.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9758

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 5. Januar 2019, 19:33

Frage an unseren BJCP Judge Nachwuchs ...

Weizenbock - Kategorie 10C unterscheidet zwischen "Hell" und "Dunkel".
Bei einem nicht mehr all zuweit entfernten Hobbybrauerevent gibt es ein von der BJCP beurteiltes Wettkampfbier der Kategorie 10C - erforderliche Farbdeklaration "Amber" oder "Dunkel". Nix mit hell, was meiner Meinung nach auch eher realistisch ist.

Angenommen zwei absolut perfekte und in jeder Hinsicht gleichwertige Weizenböcke stehen im Finale und der Judge muss richten.
Beide haben 32 EBC. Einziger Unterschied: Eins ist als Amber deklariert, das andere als Dunkel. Wer gewinnt? :-)

Anders herum gefragt:
Klar ist die BJCP Stilbeschreibung eine Guideline und kein Gesetz. Wenn der Brauer meint 32 EBC ist dunkel, dann ist das OK und dunkel genug. Meint er es ist Amber, dann ist es eben Amber und hell genug. habe ich soweit verstanden ...
Da die Farbgruppe für den Wettbewerb deklariert werden muss, wird die Deklaration ganz sicher im Zweifelsfall zur Bewertung "Stil getroffen j/n" herangezogen. Also muss es einen benannten Schwellenwert geben.

Ab wie viel EBC wird denn nun aus Sicht der BJCP "Amber" zu "Dark"????
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9759

Beitrag von LuedgerLeGrand » Samstag 5. Januar 2019, 19:37

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 19:33
Ab wie viel EBC wird denn nun aus Sicht der BJCP "Amber" zu "Dark"????

Ehrlich? Die gleiche Frage habe ich auch :Waa Ich bin mir nicht sicher, wie ich meinen Weizenbock deklarieren soll, denn er liegt für mich subjektiv farblich so dazwischen.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9760

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 5. Januar 2019, 19:45

LuedgerLeGrand hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 19:37
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 19:33
Ab wie viel EBC wird denn nun aus Sicht der BJCP "Amber" zu "Dark"????

Ehrlich? Die gleiche Frage habe ich auch :Waa Ich bin mir nicht sicher, wie ich meinen Weizenbock deklarieren soll, denn er liegt für mich subjektiv farblich so dazwischen.
Jo, darum frage ich. Mein Doppelbockrezept ist auch so ein "dark-amber". Ich mag das Bier und weiß, dass ich damit antreten kann. Im Moment fühle ich mich gezwungen es entweder auf Bockstammwürze zu verdünnen (also "amber" machen) oder irgendeinen Röstmalzauszug dazuzugeben um es "dark" zu machen (und hoffen, dass die jeweilige Entscheidung dann noch schmeckt ... ).
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9761

Beitrag von hyper472 » Samstag 5. Januar 2019, 20:46

Alt-Phex hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 15:17
... sind Rastzeiten bei 78°C völliger Unsinn. Ausser einer Senkung der Viskosität passiert da nichts wichtiges.
Danke, wieder was gelernt. Merke ich mir also für Sude, die möglicherweise problematisch beim Maischen sind (Weizen, Braumeister).
Viele Grüße, Henning
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9762

Beitrag von Tozzi » Sonntag 6. Januar 2019, 01:50

Die Farbe ist letztlich das am wenigsten relevante Kriterium, gerade bei Stilen wie 10C, wo das in der Praxis eigentlich gar nicht wirklich festgelegt ist.
Es gibt da ein breites Spektrum, von Hell (Gutmanns) bis Dunkel (Aventinus).
Ein Pale Ale mit 80 EBC wäre sicher eine Themaverfehlung, aber beim Weizenbock ist das eher Nebensache.
Da müssen "nur" die Aromen stimmen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9763

Beitrag von Snison » Sonntag 6. Januar 2019, 11:08

Moin. Wollte gerade mein Alt in fünf Liter Partyfässer(Dosen) abfüllen. Jetzt habe ich aber doch Zweifel über Druck und Abfüllmenge. karbonisiert habe ich auf 5,5. Passt das? Kann ich 5l einfüllen?
Danke
Bier darf man auch alleine trinken - Wein schon weniger - Schnaps gar nicht! :Drink

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9764

Beitrag von Kobi » Sonntag 6. Januar 2019, 11:18

cyme hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 11:21
Cobo hat geschrieben:
Mittwoch 2. Januar 2019, 22:54
Ich hab mal ne total blöde Frage. Ich braue seit 2015 und zwar immer so dass ich im Einkocher einmaische und dann für z.b. 60 Min. eine Kombirast halte. Rührwerke werden hier ja auch oft verwendet, ich rühre aber noch von Hand.

Vorhin schaue ich mir ein paar amerikanische Homebrewing Videos an und sehe dass die einfach in eine Thermobox einmaischen, den Deckel schließen und das ganze für 60 Min. in Ruhe lassen.

Was sind denn jetzt hier die Vor und Nachteile? Warum mühe ich mich ab wenns auch einfacher und Energieeffizienter ginge?

Bin etwas irritiert :Waa
:Bigsmile Du bist auf dem richtigen Weg. Maische direkt im Thermoport ein, mach den Deckel drauf und lass ihn für 60 min in Ruhe (oder auch 90min - so genau muss das nicht gehen). Ich braue seit Jahren nur auf die "amerikanische" Art, ein Rührwerk habe ich nie vermisst. Wenn man Stufenrasten fährt ist das natürlich was anderes, aber bei Kombirasten kann man sich viel Aufwand sparen.
Moin,
selbst wenn man keinen Thermoport hat und mehrere Rasten fahren will, kann man gut ähnlich vorgehen. Auch ich maische im Einkocher ein, mache aber gerne auch Rasten (je nach Stil) bei 40, 52 und sowieso 64 Grad und höher; auch ich habe kein Rührwerk. Allerdings ist die Gefahr des Anbrennens unterhalb der Maltoserast schon nicht ohne, sodass ich immer besonders in diesem Temperaturbereich gegenanrühren muss. Seit kurzem bin ich dazu übergegangen, die Temperaturerhöhung dort durch das Zubrühen heißen Wassers zu erreichen. Seitdem - noch - weniger Anbrennen und ein deutlicher Zeitgewinn.
Viele Grüße
Andreas
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9765

Beitrag von BrauervomRotenBerg » Sonntag 6. Januar 2019, 11:48

Snison hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 11:08
Moin. Wollte gerade mein Alt in fünf Liter Partyfässer(Dosen) abfüllen. Jetzt habe ich aber doch Zweifel über Druck und Abfüllmenge. karbonisiert habe ich auf 5,5. Passt das? Kann ich 5l einfüllen?
Danke
Das sollte kein Problem sein. Auch Weizen mit höherer Karbonisierung hatte ich schon problemlos im Partyfass. Man sollte halt zum Zapfen eine ordentliche Ausrüstung mit Kompensatorschankhahn haben.
Grüße
Schönes Leben hier!!! (Sehr gut auch zu mir passendes Motto der Riegele-Brauerei)
Bier ist gut, sagt der Arzt!! (Mein Motto)
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=50&t=17997

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9766

Beitrag von Snison » Sonntag 6. Januar 2019, 12:00

Danke für die schnelle Antwort. Jetzt kann ich loslegen.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9767

Beitrag von 100prozent » Sonntag 6. Januar 2019, 20:13

Hallo Brauer,
in letzter Zeit habe ich Weizen, Stout und Märzen/Lager gebraut, jetzt soll mach wieder ein IPA an der Reihe sein. Mein letztes IPA war das Simcoe IPA von MMuM, das war großartig. Welches IPA sollte jeder Hobbybrauer unbedingt mal gebraut haben? Die Auswahl ist ja förmich unerschöpflich.
Gruß
Marcel

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9768

Beitrag von Shenanigans » Sonntag 6. Januar 2019, 20:27

100prozent hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 20:13
Hallo Brauer,
in letzter Zeit habe ich Weizen, Stout und Märzen/Lager gebraut, jetzt soll mach wieder ein IPA an der Reihe sein. Mein letztes IPA war das Simcoe IPA von MMuM, das war großartig. Welches IPA sollte jeder Hobbybrauer unbedingt mal gebraut haben? Die Auswahl ist ja förmich unerschöpflich.
Gruß
Marcel
Welche Art von IPA soll es sein? :Bigsmile
Normal, Rot, Weiss, Schwartz, Imperial/Double, Brut, Braun, Session, NE, Belgian, Wood-aged, West coast, East Coast? :puzz

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9769

Beitrag von 100prozent » Sonntag 6. Januar 2019, 20:45

So eine Antwort habe ich befürchtet :Waa
Das Simcoe war super, vielleicht etwas ähnliches mit nem anderen Hopfen.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9770

Beitrag von Wintermuffel » Sonntag 6. Januar 2019, 21:11

Ohne es gebraut zu haben, nimm doch einfach die selbe Schüttung mit einem anderen Hopfen. Cascade beispielsweise oder was auch immer Dir einfällt. Ich trinke Grad was sehr leckeres mit Galaxy Inder Vorderwürze, simcoe und Cascade fürs Aroma.

Gruß
Heiner
Man ist nie zweimal durch den selben Wind.

Gruß
Heiner

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9771

Beitrag von M0ps » Montag 7. Januar 2019, 11:52

Kann mich da nur anschließen. Die Schüttung vom Simcoe IPA ist auch meine IPA-Basis geworden und wird seitdem mit verschiedenen Hopfen und Hefen variiert.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9772

Beitrag von Nuts'n'Nutter » Montag 7. Januar 2019, 15:32

Nachdem ich gerade vergeblich stundenlang im Netz gesucht habe: Wie heißt dieser Steck-Anschluss beim Trubdam des SsBrewtech BrewKettel:

http://www.keystonehomebrew.com/shop/ss ... blade.html

Gibt es solche Stecker auch irgendwo anders, z.b. im Baumarkt?

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9773

Beitrag von VolT Bräu » Montag 7. Januar 2019, 22:00

Nuts'n'Nutter hat geschrieben:
Montag 7. Januar 2019, 15:32
Nachdem ich gerade vergeblich stundenlang im Netz gesucht habe: Wie heißt dieser Steck-Anschluss beim Trubdam des SsBrewtech BrewKettel:

http://www.keystonehomebrew.com/shop/ss ... blade.html

Gibt es solche Stecker auch irgendwo anders, z.b. im Baumarkt?
Kann ich Dir nicht sagen, aber es ist jedenfalls ein krummes Maß. 11mm Außenmaß hat das verlinkte Teil. Das Gegenstück ist eine Mutter für einen 1/2 Zoll Hahn, das entsprechend ein Loch etwas größer als 11mm hat.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9774

Beitrag von Hammerwade » Dienstag 8. Januar 2019, 06:54

Habe bisher nur OG gebraut und immer eine schöne Schaumdecke im Laufe der Gärung bekommen.

Am letzten Samstag habe ich mein erstes UG angestellt (Hefe M54 California Lager). Seit gestern Abend sind Gäraktivitäten am Gärspund zu erkennen, aber kenne Schaumdecke oder Beginn einer Schaumdecke zu sehen.
Ist dies bei UG normal?

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9775

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 8. Januar 2019, 07:57

UG produziert wesentlich weniger Kräusen. Oft glaubt man die Hefe ist noch nicht angekommen und die iSpindel zeigt 1-2°P Extraktabbau ...
Absolut ein Schaum finde ich schon komisch, würde ich mir aber keine Sorgen machen wenns blubbert.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
Jens

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9776

Beitrag von Hammerwade » Dienstag 8. Januar 2019, 10:22

Danke Jens für deine Antwort!!

Sorgen mache ich mir jetzt auch nicht mehr, da es blubbert.
Fande es einfach interessant, weil ich mir darüber keine Gedanken gemacht habe bisher. :Smile

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9777

Beitrag von Roofio » Dienstag 8. Januar 2019, 10:37

Hat schon mal jemand von euch die Holunderblüten- bzw. Blaubeerkonzentrate von Ikea verwendet und kann seine Erfahrungen teilen?
Den Holunderblütenextrakt würde ich sonst mal in einem Cider ausprobieren, das Blaubeerenzeug vielleicht in einem Brown Ale.
Bin aber unsicher bzgl. Konzentration.
Viele Grüße,
Robert

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9778

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 8. Januar 2019, 10:49

Ich kenne den Holunderblüten Sirup vom schwedischen Möbelhaus nicht. Bei meinem letzjährigen Sommer Ale hatte ich selbstgemachten Holunderblüten Sirup verwendet .. 0,5 Liter Sirup auf 10 Liter Bier nach der stürmischen Hauptgärung hinzu gegeben. War ein richtig leckeres Bier geworden.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9779

Beitrag von irrwisch » Dienstag 8. Januar 2019, 11:20

Ich will mir jetzt auch ein ph Meter zulegen.
Neben dem ph Meter und der beiden Pufferlösungen steht Kaliumchlorid zur Aufbewahrung der Elektrode auf meinem Einkaufszettel.
Meine Frage: Wie hoch muss denn die Kaliumchlorid Lösung konzentriert sein um die Elektrode darin aufzubewahren?

Danke und Grüße
Julien

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9780

Beitrag von Cobo » Dienstag 8. Januar 2019, 18:24

Was tun mit halb vergorenem Bier?

Mein Milk Stout (20l mit 500gr Laktose) ist mir also tatsächlich bei diesen Werten hängen geblieben:

Stammwürze: 18.1 Brix (=17.6°P)
Extrakt Jungbier: 12 Brix

ERGEBNISSE MIT TERRILL-FORMEL
SVG: 63%

ERGEBNISSE MIT STANDARDFORMEL
SVG: 54%

Vergoren wurde mit einer Danstar Windsor Trockenhefe, nach zwei Tagen ist sie dann eingeschlafen und blieb eisern bei 12 Brix. Ich habe aufgerührt und wärmer gestellt. Zwei Tage gewartet, noch immer nix. Ich habe eine Safale US-05 rehydriert und zugegeben. Leider noch immer nichts... :Waa

Was kann man jetzt noch tun? Das "Jungbier" riecht nicht schlecht oder so.
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale, Epic Imp. Stout
Derzeit in Gärung: Amerikanischer Barleywine
In Reifung: Blanc SMASH, Cacao Milk Stout, Kilt Lifter Scotch Ale
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Imp. Stout mit Cacao-Nibs

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9781

Beitrag von Kolbäck » Dienstag 8. Januar 2019, 18:34

Cobo hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 18:24
Vergoren wurde mit einer Danstar Windsor Trockenhefe, nach zwei Tagen ist sie dann eingeschlafen und blieb eisern bei 12 Brix. Ich habe aufgerührt und wärmer gestellt. Zwei Tage gewartet, noch immer nix. Ich habe eine Safale US-05 rehydriert und zugegeben.
Wenn du mit "einer Hefe" wörtlich ein Päckchen meinst, dann hast du mit einem Faktor 4 zu wenig Hefe angestellt. Angeblich ist Anstellrate gerade bei stärkeren Bieren wichtig. Ich würde einen Starter mit mehr Hefe ansetzen und nach zwei Tagen nochmal messen, ob er zugegeben wird. (Aber ich habe mit so starken Bieren nicht viel Erfahrung.)
--
Viele Grüße, Thomas
Braudoku

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9782

Beitrag von Cobo » Dienstag 8. Januar 2019, 18:47

Echte Stammwürze sind hier ja ca. 15,5° Plato, aber die Laktose wird halt mitgemessen weswegen der Wert nach oben geht...
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale, Epic Imp. Stout
Derzeit in Gärung: Amerikanischer Barleywine
In Reifung: Blanc SMASH, Cacao Milk Stout, Kilt Lifter Scotch Ale
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Imp. Stout mit Cacao-Nibs

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9783

Beitrag von Dawnrazor » Dienstag 8. Januar 2019, 18:48

Cobo hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 18:24
Was tun mit halb vergorenem Bier?

Mein Milk Stout (20l mit 500gr Laktose) ist mir also tatsächlich bei diesen Werten hängen geblieben:

Stammwürze: 18.1 Brix (=17.6°P)
Extrakt Jungbier: 12 Brix

ERGEBNISSE MIT TERRILL-FORMEL
SVG: 63%

ERGEBNISSE MIT STANDARDFORMEL
SVG: 54%

Vergoren wurde mit einer Danstar Windsor Trockenhefe, nach zwei Tagen ist sie dann eingeschlafen und blieb eisern bei 12 Brix. Ich habe aufgerührt und wärmer gestellt. Zwei Tage gewartet, noch immer nix. Ich habe eine Safale US-05 rehydriert und zugegeben. Leider noch immer nichts... :Waa

Was kann man jetzt noch tun? Das "Jungbier" riecht nicht schlecht oder so.
Du hast die Laktose rausgerechnet?
Soweit ich weiß sind 10g auf 1l 0.99 Plato.
Und das wird nicht von der Hefe verarbeitet.
Grüße aus Dortmund
Jens

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9784

Beitrag von Cobo » Dienstag 8. Januar 2019, 19:45

Hab ich nicht, dass sind die Refraktometer Messwerte.
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale, Epic Imp. Stout
Derzeit in Gärung: Amerikanischer Barleywine
In Reifung: Blanc SMASH, Cacao Milk Stout, Kilt Lifter Scotch Ale
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Imp. Stout mit Cacao-Nibs

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9785

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:03

Das kannst du dir super bei MMuM ausrechnen: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... &fgbrix=12
Dein Restextrakt aktuell ist demnach 6,5°P nach Terrill. Nicht ganz so schlimm wenn du mit ordentlich Laktose gearbeitet und dazu die Windsor verwendet hast. Die kann nämlich wenn ich recht informiert bin keine Maltotriose verstoffwechseln und lässt dir daher sowieso nen größeren Restextrakt übrig.

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9786

Beitrag von Max_L » Mittwoch 9. Januar 2019, 14:35

UG Trockenhefe vermehren.

Ich wollte am Samstag mein erstes Pils (fürs Volk) brauen. 40l. Und habe dazu ein Wyeast Päckchen letzte Woche schon gesmackt. (war 6monate alt)
Jetzt ist immer noch keine Regung im Päckchen. Hab die Wyeast für tot erklärt.

Ich habe noch 2 Päckchen S23, DME und ein 2l Erlenmeyerkolben. Mein plan wäre die S23 in Wasser rehydrieren, dann nach ca 1h in den Erlenmeyer und auf den Rührer. Kann ich die S23 noch bis Samstag Abend für 40 ltr UG vermehren?

Wie gehe ich da am Besten vor?

Danke Max

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#9787

Beitrag von cyme » Mittwoch 9. Januar 2019, 14:56

Schritt 1: Kauf einen größeren Erlenmeyerkolben.

Laut Heferechner auf https://www.brewersfriend.com/yeast-pit ... alculator/ solltest du mit min 750 Milliarden Zellen anstellen. Allerdings, das steht etwas unten in der Beschreibung des Rechners versteckt, wächst Hefe im Starter nicht auf mehr als 200 Millionen Zellen pro ml. D.h. von einem 2L Starter sind nicht mehr als 400 Milliarden Zellen zu erwarten.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9788

Beitrag von Max_L » Mittwoch 9. Januar 2019, 15:24

Kauf einen größeren Erlenmeyerkolben

Hmm Ok. Je ein 2L Starter mit 1 Päckchen Hefe wäre da wohl Sinnvoller.

Einer über der Rührplatte, einer handgeschüttelt...

Wie wäre denn der Zeitliche Ablauf? Wenn ich Samstag morgen braue, und bei den Temperaturen Samstag Abend auf 9°C sein könnte,
Wann stelle ich den Starter auf?

Max

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9789

Beitrag von cyme » Mittwoch 9. Januar 2019, 15:28

Bei Flüssighefe stelle ich den Starter max 24h vorher an, bei Hochkräusen kommt er in die Anstellwürze. Mit Trockenhefe hab bisher nie einen Starter gemacht.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9790

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 9. Januar 2019, 15:29

Mit einem 6 Liter Starter würde ich wenigstens rangehen.

Mit deinem Equipment einmal völlig unkonventionell um die Ecke gedacht:
1g Hefe aus dem S23 Tütchen nehmen und in 2 Liter Starterwürze geben. Die anderen 10g Hefe aus dem S23 Tütchen in einem ausgekochten Marmeladenglas bis zum Pitchen aufheben.
Dann mit den 10g Trockenhefe und 1800ml des Starters anstellen, den Starter mit Anstellwürze wieder auf 2000ml auffüllen, einen weiteren Tag propagieren und nachpitchen.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9791

Beitrag von Max_L » Mittwoch 9. Januar 2019, 16:25

Hallo Jens,

danke, das klingt mir zu waghalsig. Ich werde wohl nur 20 ltr brauen :-(

@cyme, danke, der Pitch rate rechner gefällt mir...

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9792

Beitrag von Bloodstroem » Donnerstag 10. Januar 2019, 10:56

Hallo Ihr lieben,

ich habe ein untergärige geerntete Hefe, die ich noch im Kühlschrank hatte mit Malzbier angestellt. Bitte kein Aufschrei wegen dem Malzbier. Diese ist nun erfolgreich auf dem Magnetrüher angekommen. Unter dem Mikroskop ist mir aufgefallen, dass nicht alle Hefezellen vital sind. Habe ich eine Möglichkeit vitale Hefezellen von den toten zu trennen?

VG
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#9793

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:36

Du kannst die toten Zellen einzeln mit der Pinzette rauspuhlen, das wird mühsam. Du kannst alternativ einen Starter ansetzen (idealerweise mit richtiger Würze statt Malzbier) und die Hefe auf dem Magnetrührer vermehren. Tote Zellen haben die Eigenschaft, sich nicht zu vermehren, lebende Zellen schon - diese banale Erkenntnis führt dazu, dass sich das Verhältnis tot/lebendig von vielleicht 50/50 zu 02/98 verändert. Wenn du den Starter dann ruhen lässt, setzt sich die Hefe ab, die toten Zellen unten, die vitalen obendrüber. Die 98% vitalen Zellen schöpfst du ab und braust damit.

Cheers, Ruthard
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9794

Beitrag von Bloodstroem » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:42

Danke Ruthard für die schnelle Antwort.

Dann werde ich deine Vorgehensweise mal in die Tat umsetzen und das, was sich am Boden des Kolbens abgesetzt hat nicht verwenden.

VG
Till

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#9795

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:46

Es ist nicht so, dass ein paar tote Zellen dein neues Bier kaputt machen werden. Entscheidend ist, dass du ausreichend vitale Zellen zum Anstellen hast. Wenn das Verhältnis tot/lebendig jetzt schon bei 02/98 liegt, dann einfach alles stumpf rein in die Würze.

Cheers, Ruthard
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9796

Beitrag von Bloodstroem » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:50

Unter dem Mikroskop sah das Verhältnis geschätzt <70/30 aus. Das hat mich ein wenig beunruhigt.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9797

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 10. Januar 2019, 12:17

Bloodstroem hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 11:50
Unter dem Mikroskop sah das Verhältnis geschätzt <70/30 aus. Das hat mich ein wenig beunruhigt.
Bitte nichts abschütten. Ruthard hat es schon richtig beschrieben. Wenn du die Hefe richtig propagierst wird die Anzahl der lebenden Zellen exorbitant steigen. Bedeutet aber nicht, dass alle (vielleicht) 700 Milliarden Zellen in deinem neuen Starter leben und fit sind. Es ist ein Mix aus jungen, "erwachsenen" und alten Zellen, von denen irgendwann auch mal welche mit dem Bauch nach oben in der Würze treiben. Das ist normal. Das Gute ist, dass die toten Zellen autolysieren (verwesen) und deren Überreste den lebenden Zellen als Hefenahrung dienen.
Fang deinen Starter klein an und propagiere ihn in 3 (max 4) Schritten auf Anstellmenge. So schleppst du weniger Ballast aus deiner alten Hefe mit und baust eine gesunde Population auf, wenn die Rahmenbedingungen während der Propagation stimmen (Nährstoffe, Zink, Propagationsschritte, Stammwürze, Temperatur, Sauerstoff, CO2 Ausgasung, mikrobiologische Reinheit).
"Da braut sich was zusammen ... "
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Jens

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9798

Beitrag von bieratenschreck » Donnerstag 10. Januar 2019, 15:30

Zur Unterscheidung der toten und lebenden Zellen unter dem Mikroskop habe ich bisher eine fertige Methylenblaulösung verwendet, die ich geschenkt bekommen habe. Die geht langsam zur Neige und ich wollte mir neue bestellen. Worauf muss ich achten? Kann ich die verbreitete Variante Methylenblau nach Löffler verwenden?

Danke schon mal für die Antworten
Gruß Chr

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9799

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 10. Januar 2019, 16:17

Ja, passt.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#9800

Beitrag von bieratenschreck » Donnerstag 10. Januar 2019, 18:05

Danke, Jens, habe mich nur gewundert, weil da "nach Löffler" 70 % Alkohol drin ist, was ja fast schon als Desinfektionsmittel gelten kann. Komisch, dass man trotzdem noch lebende Zellen nachweisen kann. Klar, man mischt einen Tropfen Hefesuspension, einen Tropfen Methylenblau, dann sind es aber immer noch vermutlich tödliche 35 % Ethanol.
Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu viel für "Kurze Frage - kurze Antwort"

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