Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

Benutzeravatar
rakader
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6197
Registriert: Dienstag 1. Dezember 2015, 10:45
Wohnort: Karpaten & Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#101

Beitrag von rakader »

Vestenrunner hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 10:57
rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 10:05 Was ich sehe: Der pH 5,1 ist zu niedrig. Das war zu viel Milchsäure oder falsch gemessen. Man misst zwischen 10-20 min nach dem Einmaischen. Zu zuviel Milchsäure lies diesen Artikel https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
Hallo Radulph,
Stammtisch #7 schreibt von einem pH 5,1 nach dem Kochen. Das passt schon weil beim Kochen der pH sinkt. Warum er allerdings nicht den Maische pH angibt weiß ich auch nicht.

Gruß
Peter
Hi Peter, gut dass Du drauf hinweist. Summa summarum sind wir uns wohl einig, dass Stammtisch #7 sich noch ein wenig besser einarbeiten sollte.
Ich habe meinen Einwurf auch im Hinblick auf die stillen Mitleser ausführlicher verfasst, die das Thema auch interessiert und Stammtisch #7 dafür als Aufhänger genommen. :redhead

Cheers
Radulph
---
„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#102

Beitrag von Stammtisch #7 »

Colindo hat geschrieben: Dienstag 6. Januar 2026, 16:05 Kein Malz kann Oxidation befördern. Generell enthalten dunkle Malze mehr Antioxidantien als helle Malze, das wird bei Karamellmalzen ähnlich sein.
Hier ein Zitat von Russian River:

No crystal or caramel malt in any of the Pliny recipes these days. There used to be a small amount of crystal malt in the Pliny recipes but a couple years ago we removed it and switched our base malt to a slightly higher color base malt so we get some color there and instead of crystal I use Munich 30 malt to gain a little color and mouthfeel. Crystal malt as it turns out stales beer more quickly so in the end removing crystal malt from any IPA is a good thing for shelf and flavor stability.
#101RRBC-Vinnie, May 1, 2021
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#103

Beitrag von Stammtisch #7 »

rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 11:11
Vestenrunner hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 10:57
rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 10:05 Was ich sehe: Der pH 5,1 ist zu niedrig. Das war zu viel Milchsäure oder falsch gemessen. Man misst zwischen 10-20 min nach dem Einmaischen. Zu zuviel Milchsäure lies diesen Artikel https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
Hallo Radulph,
Stammtisch #7 schreibt von einem pH 5,1 nach dem Kochen. Das passt schon weil beim Kochen der pH sinkt. Warum er allerdings nicht den Maische pH angibt weiß ich auch nicht.

Gruß
Peter
Hi Peter, gut dass Du drauf hinweist. Summa summarum sind wir uns wohl einig, dass Stammtisch #7 sich noch ein wenig besser einarbeiten sollte.
Ich habe meinen Einwurf auch im Hinblick auf die stillen Mitleser ausführlicher verfasst, die das Thema auch interessiert und Stammtisch #7 dafür als Aufhänger genommen. :redhead

Cheers
Radulph

Hallo zusammen!
Maische-ph war geplant 5,44. Mein pH-Meter hat nur eine Nachkommastelle und sprang zwischen 5.4 und 5.5.
Da er war, wie geplant, fand ich das jetzt nicht bemerkenswert.
Der NG war mit MS vorab angepasst und durch das Abkochen wohl weiter im ph gefallen.
Normalerweise gehen meine Würzen eher mit 5.2- 5,3 in den Gäreimer.
Daher fand ich die 5.1 erwähnenswert, da ich mein Brauwasser zum ersten Mal abgekocht hatte.

VG Erik
Benutzeravatar
rakader
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6197
Registriert: Dienstag 1. Dezember 2015, 10:45
Wohnort: Karpaten & Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#104

Beitrag von rakader »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 13:19 Maische-ph war geplant 5,44. Mein pH-Meter hat nur eine Nachkommastelle und sprang zwischen 5.4 und 5.5.
Da er war, wie geplant, fand ich das jetzt nicht bemerkenswert.
Einfach für künftig: Es geht immer um den Maische-pH. Alles andere interessiert nicht (von exotischen Ausnahmen abgesehen)

Gruß
Radulph
---
„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#105

Beitrag von Stammtisch #7 »

rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 10:05 @Stammtisch #7: Kannst Du die Wasseranalyse mit höherer Auflösung posten - so ist es unleserlich. pH 5,1 ist zu niedrig. Das geht beim nächsten Mal noch besser. Ich erkläre mal warum.

Was mir auffällt: Für ein Pale Ale sind Deine Rasten zu kurz, vor allem die Maltoserast. Das ist untypisch. Untergänge und obergäriges Bier haben unterschiedliche Zeiten. Nicht einfach 1:1 übernehmen. Schlag das noch einmal in einem Braubuch oder im Braumagazin nach. Du schreibst, dass es schlecht klärt. Es liegt nahe, dass Du dem Läutern und Ausschlagen zu wenig Zeit gibst. Die fünfte Brauzutat ist Geduld. Schlag das auch nochmal nach.

Was ich queer in diesem Faden gelesen habe, so bist Du was Wasser anlangt bisher im Blindflug unterwegs gewesen. Da ist neben Oxidation auch eine Fehlberechnung der Säuremenge naheliegend. Gut dass Du jetzt mit einem Wasserrechner unterwegs bist. Aber jetzt gilt es den auch richtig einzusetzen.

Du siehst es ja oben an Schlupfs Wasserrechner: HCO3 ist nur bei Deinem Hauswasser zur Bestimmung des individuellen pH und Anionen-Kationen-Gleichgewichts wichtig - beim Zielprofil gibt man es nicht an. Das Hauswasser stellst Du einmal ein, fortan rechnet der Rechner damit. Deswagen schwanken die Salz- und Säuremengen bei jedem Brauer, selbst bei einem allgemeinen Bierstilprofil, wie oben von @guenter in #90 gepostet. Der andere große Rechner, Brew'n Water ist da etwas genauer und gibt genaue Zielprofile nach Bierfarbe mit vollmundig, ausgewogen oder trocken, Stadt und Region an. Ich mache das in meinen Rezepten auch. Die Werte kommen meistens aus Büchern wie von Randy Mosher oder John Palmer und sind erprobt. Für ein Pale Ale lauten die Werte z.B. Randy Mosher IPA Ca110 MG18 Na16 SO4300 Cl50 -das Anionen-Kationen-Verhältnis ist dabei 7,7.

Was ich sehe: Der pH 5,1 ist zu niedrig. Das war zu viel Milchsäure oder falsch gemessen. Man misst zwischen 10-20 min nach dem Einmaischen. Zu zuviel Milchsäure lies diesen Artikel https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
Schau künftig bei Pale Ale, dass Du bei pH 5,4 einstellst. 5,3 oder 5,5 geht auch noch. Zur Orientierung: pH 5,5 ist die Mitte, pH 5,4 für helle, pH 5,6 für dunkle Biere. Das Spektrum für eine gute/erlaubte Maischearbeit ist pH 5,2 bis pH 5,8. Du musst aber einen Messfehler von +/- pH 0,1 einrechnen sowie einen Puffer wegen Schwankungen beim Maischen von +/-pH 0,1 - deswegen spricht man vom optimalen Bereich pH 5,4 bis 5,6. Das heißt wiederum, Dein pH 5,1 kann im ungünstigen Fall auch pH 4,9 sein! In oben erwähntem Artikel des Braumagazins ist das ausführlicher erklärt. Sandro von Maische, Malz und Mehr (MMuM) hat das auch gut bei seinem Tool und in einigen Fäden hier im Forum erklärt.

Und prüfe noch einmal Deine Einstellung mit dem Hauswasser. Wenn Kationen und Anionen bei Rechnern wie Schlupf oder Brew'n Water zu stark abweichen, ist das immer ein Indikator für eine fehlerhafte Dateneingabe und damit Berechnung. Gerade als Anfänger prüft man besser einmal mehr als zu wenig alle Werte durch. Man entdeckt dabei, dass man fast alle Werte über andere Rechenwege überprüfen kann.
Besonders die Karbonathärte und/oder die temporäre Härte oder Alkalinität (als CaCO3, mmol oder ppm) ist tricky, weil die nicht in jeder Wasseranalyse steht und gesondert berechnet werden muss. Im Zweifel hilft dieser Rechner bei Bestimmung des HCO3-Wertes: https://www.cactus2000.de/de/unit/masswas.php
Denn der kann aus der temporären Härte berechnet und überprüft werden. Nicht verwechseln darf man die HCO-(Bicarbonat)-Konzentration. Und aus der deutschen Härte kannst Du wiederum den Ca-Gehalt berechnen. Ein Wasserreport ist so angelegt, dass sich die Werte gegenseitig berechnen lassen. Stimmt das alles überein, ist der Report fehlerfrei. Ich kenne Schlupfs Rechner nicht, aber vermutlich gibt es da auch Kontrollrechner, mit dem sich die Werte überprüfen lassen, also wie erwähnt dH zu Calcium (daraus wieder die Calciumhärte in meq/L oder mval). Spiele, so vorhanden damit herum. Macht auch Spaß wenn alles stimmt.

Cheers
Radulph
Hallo Radulph!
Danke für deine Erläuterungen!
Die Wasseranalysen sind am PC gut zu lesen und nur auf dem Smartphone verschwommen.
Ich werde daher die wichtigsten Infos hier zusammenfassen:
Leitfähigk.: 454
pH: 7,79
Säurekap. bis pH4,3: 2,34
als Carbonathärte: 6,6d°H
Calcium: 42
Mg: 7,3
Wasserhärte
Erdalki: 1,35mmol
als Gesamth.: 7,6°dH
Bereich: weich
Na: 33,2
K:3,4
Cl: 36
So4:35

Dass pH 5,1 sich auf nach Kochen bezog, wurde ja schon geklärt. Maische pH war, wie erläutert 5,4-5,5.
Wobei die Amerikaner speziell bei den WC-Stilen einen sehr niedrigen Maische-pH empfehlen (5.2-5.3).
Lt J. Palmer findet eine zuverlässige Enzymaktivität ab pH 4.6 statt.

Zu kurze Rasten:
Untypisch oder falsch und führt zum Blausud?
Mir war bislang kein Unterschied in der Länge der Maltoserasten bei Lagern und (Pale) Ales bekannt. Ich habe dazu auch nichts finden können.
Man kann durch die Länge den Anteil an vergärbaren Zuckern bestimmen und wenn am Ende alles jodneutral ist, dann gibt es ein mehr oder minder vollmundiges Ale oder Lager, abhängig von der verwendeten Hefe bzw. Gärverlauf.
Ich bitte da um konkrete Belege!

Ich habe schon immer Wasserrechner benutzt und das Thema ist mir auch sicherlich einigermaßen vertraut, so dass ich meine Biere stiltypisch einstellen konnte. Eine Fehlberechnung der Säuremenge ist nicht naheliegend, da meine "früheren" Pale Ales mit nur wenig abweichenden Mengen versetzt wurden. Abhängig von den eingesetzten Malzen, Verschneiden von Wasser etc. PH wird immer kontrolliert!

In allen Zielprofilen in Brewfather sind die HCo3-Werte angegeben, deshalb kann ich deine Aussage nicht nachvollziehen!

Bei deinem angegebenen Beispiel von R. Mosher komme ich nicht auf das Verhältnis von 7,7:1.
Ich bitte um Erläuterung!
Natürliche kenne ich das Profil von "Burton-Wasser", aber es ist nicht das Profil für meine Pale Ales. Denn auch mit oligomineralem Wasser kann man Pale Ales machen. Ob sie so akzentuiert werden, ist eine andere Frage.

Was hat das Anionen/-Kationen-Verhältnis für Auswirkungen auf das fertige Bier?

VG Erik
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#106

Beitrag von Stammtisch #7 »

rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 14:18
Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 13:19 Maische-ph war geplant 5,44. Mein pH-Meter hat nur eine Nachkommastelle und sprang zwischen 5.4 und 5.5.
Da er war, wie geplant, fand ich das jetzt nicht bemerkenswert.
Einfach für künftig: Es geht immer um den Maische-pH. Alles andere interessiert nicht (von exotischen Ausnahmen abgesehen)

Gruß
Radulph
Hallo Radulph!

Für künftig: Wenn ich nach Kochen schreibe, dann meine ich nach Kochen!

Da ich in vorangegangen Posts nach den Auswirkungen von Abkochen gefragt habe, habe ich dem interessierten Mitleser nun die Auswirkungen mitgeteilt.
Es geht leider nicht immer nur um den Maische pH. Der im fertigen Bier ist auch wichtig und der beim Dry-Hoppen auch.
Aber zur besseren Orientierung schreibe ich es dazu!

VG Erik
Colindo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2107
Registriert: Dienstag 16. Februar 2021, 16:36
Wohnort: bei Düsseldorf

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#107

Beitrag von Colindo »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 13:12
Colindo hat geschrieben: Dienstag 6. Januar 2026, 16:05 Kein Malz kann Oxidation befördern. Generell enthalten dunkle Malze mehr Antioxidantien als helle Malze, das wird bei Karamellmalzen ähnlich sein.
Hier ein Zitat von Russian River:

No crystal or caramel malt in any of the Pliny recipes these days. There used to be a small amount of crystal malt in the Pliny recipes but a couple years ago we removed it and switched our base malt to a slightly higher color base malt so we get some color there and instead of crystal I use Munich 30 malt to gain a little color and mouthfeel. Crystal malt as it turns out stales beer more quickly so in the end removing crystal malt from any IPA is a good thing for shelf and flavor stability.
#101RRBC-Vinnie, May 1, 2021
Interessantes Zitat. Da würde ich aber die Quelle dahinter wissen müssen um das zu glauben...
Auf Youtube: The British Pint
Benutzeravatar
rakader
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6197
Registriert: Dienstag 1. Dezember 2015, 10:45
Wohnort: Karpaten & Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#108

Beitrag von rakader »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 15:03 Die Wasseranalysen sind am PC gut zu lesen und nur auf dem Smartphone verschwommen.
Ich kann sie nicht lesen. Nicht mal mit Lupe.

Bitte erwarte nicht, dass man alle 90 Posts aufs Wort genau durchliest. Es gibt hier Konventionen, wenn pH gemeint ist. Wir haben da auch unsere Routinen, aber ohne die könnten wir uns nicht austauschen. Deine Interpretation als Hilfenehmer ist da erst mal sekundär. Sonst ufert es aus. Und niemand will immer bei Pontius und Pilatus anfangen. Kannst Du nicht wissen. Deswegen erläutert es die Community ja. Und dann bist Du erstmal in der Holschuld, wenn Dir Bücher und Quellen empfohlen wurden, vor allem wenn es nicht um einen Einzelaspekt, sondern ein Bündel von Basiswissen geht; das wie bei den Rasten in Zweifel zu ziehen, mit nur einem begrenzten Einblick in die Brauwelt, ist, sagen wir, nicht zielführend. Dein fordernder Ton mit den Belegen gefällt mir nicht - wir machen das hier in unserer Freizeit und sind keine Erfüllungsgehilfen. Googeln musst Du schon selbst, die Stichwörter sind gefallen. Gut Sud weiterhin.

Grüße
Radulph
---
„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#109

Beitrag von Stammtisch #7 »

Colindo hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 22:05
Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 13:12
Colindo hat geschrieben: Dienstag 6. Januar 2026, 16:05 Kein Malz kann Oxidation befördern. Generell enthalten dunkle Malze mehr Antioxidantien als helle Malze, das wird bei Karamellmalzen ähnlich sein.
Hier ein Zitat von Russian River:

No crystal or caramel malt in any of the Pliny recipes these days. There used to be a small amount of crystal malt in the Pliny recipes but a couple years ago we removed it and switched our base malt to a slightly higher color base malt so we get some color there and instead of crystal I use Munich 30 malt to gain a little color and mouthfeel. Crystal malt as it turns out stales beer more quickly so in the end removing crystal malt from any IPA is a good thing for shelf and flavor stability.
#101RRBC-Vinnie, May 1, 2021
Interessantes Zitat. Da würde ich aber die Quelle dahinter wissen müssen um das zu glauben...
Moin Christoph!

https://www.beeradvocate.com/community/ ... 940/page-6

Hier der Link zum Forum.

Wie gesagt, diese These ist mir schon mehrmals begegnet und ich fand es sinnvoll, die zu Diskussion zu stellen.
Wenn mir weitere über den Weg laufen, werde ich sie im Thread einfügen.

VG Erik
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#110

Beitrag von Stammtisch #7 »

rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 23:38
Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 15:03 Die Wasseranalysen sind am PC gut zu lesen und nur auf dem Smartphone verschwommen.
Ich kann sie nicht lesen. Nicht mal mit Lupe.

Bitte erwarte nicht, dass man alle 90 Posts aufs Wort genau durchliest. Es gibt hier Konventionen, wenn pH gemeint ist. Wir haben da auch unsere Routinen, aber ohne die könnten wir uns nicht austauschen. Deine Interpretation als Hilfenehmer ist da erst mal sekundär. Sonst ufert es aus. Und niemand will immer bei Pontius und Pilatus anfangen. Kannst Du nicht wissen. Deswegen erläutert es die Community ja. Und dann bist Du erstmal in der Holschuld, wenn Dir Bücher und Quellen empfohlen wurden, vor allem wenn es nicht um einen Einzelaspekt, sondern ein Bündel von Basiswissen geht; das wie bei den Rasten in Zweifel zu ziehen, mit nur einem begrenzten Einblick in die Brauwelt, ist, sagen wir, nicht zielführend. Dein fordernder Ton mit den Belegen gefällt mir nicht - wir machen das hier in unserer Freizeit und sind keine Erfüllungsgehilfen. Googeln musst Du schon selbst, die Stichwörter sind gefallen. Gut Sud weiterhin.

Grüße
Radulph
Guten Morgen Radulph, mein Freund!

Da die Darstellung nicht optimal war, habe ich die Wasserdaten in meinem Post nachgereicht.

Ich erwarte gar nichts. Ich habe eine Frage gestellt und wer will, kann antworten. Wer aber antwortet, sollte die Posts schon genau gelesen haben. Wenn nicht, auch nicht schlimm, da dich ja ein freundlicher Forumsgenosse darauf aufmerksam gemacht hat, dass dir etwas entgangen ist.
Damit ist die Sache durch!

Deine selbst aufgestellten Forums-Konventionen und deine Routinen interessieren mich nicht. Wenn ich vom "pH nach Kochen" schreiben will, dann tue ich das! Wenn dir das nicht gefällt, antworte nicht.

Du wirst es kaum glauben, aber meine Interpretation ist für mich ausschlaggebend und sicherlich nicht sekundär!

Wenn du etwas behauptest und ich begründete Zweifel vortrage, dann kenne ich es aus diesem Forum so, dass Belege beigebracht werden, so wie Colindo mich gebeten hat, das Zitat von Russian River zu belegen. So geht seriöse Diskussion. Einen Brocken hinwerfen und dann sagen "Google doch!", ist fernab jeder Etikette und bar jedes inhaltlichen Anspruchs.
Also belege es oder es bleibt eine These!

Im Übrigen, dein Ton gefällt mir auch nicht! Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!
Es ist ja nicht so, als wärest du im Forum ein unbeschriebenes Blatt.

Ich hatte mich heute Morgen auf die Beantwortung meiner Fragen gefreut und eine Brau-Horizonterweiterung erwartet.
Stattdessen lese ich faktenfreies Gelaber!
Entweder du kehrst auf den Boden der faktenbasierten Diskussion zurück oder ich muss dich bitten, meine Threads zukünftig zu meiden.
Wenn du meine Fragen nicht beantwortest, d. h. deine Thesen nicht belegst, ist der Inhalt für mich verzichtbar!
Auf diese Form von Unterhaltung lege ich keinen Wert.
Ich sag´ schonmal: "Ein schönes Leben noch!"

VG Erik
Colindo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2107
Registriert: Dienstag 16. Februar 2021, 16:36
Wohnort: bei Düsseldorf

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#111

Beitrag von Colindo »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 09:57 Moin Christoph!

https://www.beeradvocate.com/community/ ... 940/page-6

Hier der Link zum Forum.

Wie gesagt, diese These ist mir schon mehrmals begegnet und ich fand es sinnvoll, die zu Diskussion zu stellen.
Wenn mir weitere über den Weg laufen, werde ich sie im Thread einfügen.

VG Erik
Danke. Ich habe mal quer durch Google Scholar nach "Crystal malt beer stability" gesucht und bekomme in jedem Paper eine andere Aussage. Der häufigste Satz ist "The results disagree with those stated by previous research". Ich denke hier gibt es wohl noch viel Raum in der Forschung und die Aussage von Russian River beruhte vielleicht auf einem der ersten Paper, als die Lage überschaubarer war und dadurch klarer schien.
Auf Youtube: The British Pint
Benutzeravatar
Vestenrunner
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 374
Registriert: Samstag 11. November 2017, 12:42
Wohnort: Zirndorf

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#112

Beitrag von Vestenrunner »

Colindo hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 10:53
Stammtisch #7 hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 09:57 Moin Christoph!

https://www.beeradvocate.com/community/ ... 940/page-6

Hier der Link zum Forum.

Wie gesagt, diese These ist mir schon mehrmals begegnet und ich fand es sinnvoll, die zu Diskussion zu stellen.
Wenn mir weitere über den Weg laufen, werde ich sie im Thread einfügen.

VG Erik
Danke. Ich habe mal quer durch Google Scholar nach "Crystal malt beer stability" gesucht und bekomme in jedem Paper eine andere Aussage. Der häufigste Satz ist "The results disagree with those stated by previous research". Ich denke hier gibt es wohl noch viel Raum in der Forschung und die Aussage von Russian River beruhte vielleicht auf einem der ersten Paper, als die Lage überschaubarer war und dadurch klarer schien.
Hallo,

ich habe mich mittels Copilot auch mal auf die Suche nach Quellen gemacht, anbei Ergenisse:

1. Einfluss von Malz auf die Bier-Stabilität

Quelle: The Role of Malt on Beer Flavour Stability (MDPI, 2023)
Diese Studie zeigt, dass Malztypen mit hoher thermischer Belastung und pro-oxidativen Eigenschaften die Bildung von Staling-Verbindungen (z. B. Aldehyde) fördern. Crystal Malt gehört zu den Malzen mit intensiver thermischer Behandlung, was die Bildung solcher Verbindungen begünstigt.
Artikel lesen [mdpi.com] https://www.mdpi.com/2311-5637/9/5/464



2. Bildung von Staling-Aldehyden durch Malzqualität

Quelle: On the contribution of malt quality and the malting process to the formation of beer staling aldehydes (Journal of the Institute of Brewing, 2021)
Hier wird erklärt, dass Malze mit hoher Farbe und thermischer Belastung (wie Crystal Malt) mehr Vorläufer für Staling-Aldehyde enthalten. Diese Aldehyde führen zu „Papier“- oder „Sherry“-Noten in gealtertem Bier.
Artikel lesen [researchgate.net] https://www.researchgate.net/publicatio ... review.pdf



3. Mechanismen der Alterung durch Crystal Malt

Quelle: A Look at Three Key Malt-Derived Mechanisms of Beer Staling (MBAA Technical Quarterly, 2022)

Artikel lesen [mbaa.com] Link scheitert an der fehlenden Mitgliedschaft.

Gelesen habe ich die Berichte noch nicht. Mache ich am WE.
Es gibt nix Bessers wäi wos Gouds!

Equipment:
- MattMill Master
- 36l Maischekessel mit Rührwerk, Läuterspirale, Hendi 3500M mit Brauerei 2.0 WiFi von Emilio
- 48l Sudpfanne mit Caso TC3500
Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 8450
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#113

Beitrag von ggansde »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 10:24
rakader hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 23:38
Stammtisch #7 hat geschrieben: Mittwoch 7. Januar 2026, 15:03 Die Wasseranalysen sind am PC gut zu lesen und nur auf dem Smartphone verschwommen.
Ich kann sie nicht lesen. Nicht mal mit Lupe.

Bitte erwarte nicht, dass man alle 90 Posts aufs Wort genau durchliest. Es gibt hier Konventionen, wenn pH gemeint ist. Wir haben da auch unsere Routinen, aber ohne die könnten wir uns nicht austauschen. Deine Interpretation als Hilfenehmer ist da erst mal sekundär. Sonst ufert es aus. Und niemand will immer bei Pontius und Pilatus anfangen. Kannst Du nicht wissen. Deswegen erläutert es die Community ja. Und dann bist Du erstmal in der Holschuld, wenn Dir Bücher und Quellen empfohlen wurden, vor allem wenn es nicht um einen Einzelaspekt, sondern ein Bündel von Basiswissen geht; das wie bei den Rasten in Zweifel zu ziehen, mit nur einem begrenzten Einblick in die Brauwelt, ist, sagen wir, nicht zielführend. Dein fordernder Ton mit den Belegen gefällt mir nicht - wir machen das hier in unserer Freizeit und sind keine Erfüllungsgehilfen. Googeln musst Du schon selbst, die Stichwörter sind gefallen. Gut Sud weiterhin.

Grüße
Radulph
Guten Morgen Radulph, mein Freund!

Da die Darstellung nicht optimal war, habe ich die Wasserdaten in meinem Post nachgereicht.

Ich erwarte gar nichts. Ich habe eine Frage gestellt und wer will, kann antworten. Wer aber antwortet, sollte die Posts schon genau gelesen haben. Wenn nicht, auch nicht schlimm, da dich ja ein freundlicher Forumsgenosse darauf aufmerksam gemacht hat, dass dir etwas entgangen ist.
Damit ist die Sache durch!

Deine selbst aufgestellten Forums-Konventionen und deine Routinen interessieren mich nicht. Wenn ich vom "pH nach Kochen" schreiben will, dann tue ich das! Wenn dir das nicht gefällt, antworte nicht.

Du wirst es kaum glauben, aber meine Interpretation ist für mich ausschlaggebend und sicherlich nicht sekundär!

Wenn du etwas behauptest und ich begründete Zweifel vortrage, dann kenne ich es aus diesem Forum so, dass Belege beigebracht werden, so wie Colindo mich gebeten hat, das Zitat von Russian River zu belegen. So geht seriöse Diskussion. Einen Brocken hinwerfen und dann sagen "Google doch!", ist fernab jeder Etikette und bar jedes inhaltlichen Anspruchs.
Also belege es oder es bleibt eine These!

Im Übrigen, dein Ton gefällt mir auch nicht! Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!
Es ist ja nicht so, als wärest du im Forum ein unbeschriebenes Blatt.

Ich hatte mich heute Morgen auf die Beantwortung meiner Fragen gefreut und eine Brau-Horizonterweiterung erwartet.
Stattdessen lese ich faktenfreies Gelaber!
Entweder du kehrst auf den Boden der faktenbasierten Diskussion zurück oder ich muss dich bitten, meine Threads zukünftig zu meiden.
Wenn du meine Fragen nicht beantwortest, d. h. deine Thesen nicht belegst, ist der Inhalt für mich verzichtbar!
Auf diese Form von Unterhaltung lege ich keinen Wert.
Ich sag´ schonmal: "Ein schönes Leben noch!"

VG Erik
Mod mode on:
Ihr Zwei reisst euch jetzt bitte zusammen und kommt auf die Sachebene zurück. Und zwar beide. Danke!
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers
baeckus
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 220
Registriert: Mittwoch 22. November 2023, 00:17

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#114

Beitrag von baeckus »

IronHosch hat geschrieben: Dienstag 6. Januar 2026, 17:49 Von Belgomalt gibt es ein NO-OX Malz. Keine Ahnung, ob das wirklich (deutlich) hilft. Ich würde meinen, dass es dann auch von den anderen Malzproduzenten ähnliche Produkte geben würde...
Hallo,
obwohl ich eigentlich noch nie Probleme mit Oxidation gehabt habe, bestellte ich das mal aus Neugier - auch weil es im Angebot war.
Gab ein tollles schlankes Helles.
Keine Ahnung ob es mit anderem Malz besser oder schlechter geworden wäre.
Ciao baeckus
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#115

Beitrag von Stammtisch #7 »

baeckus hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 15:59
IronHosch hat geschrieben: Dienstag 6. Januar 2026, 17:49 Von Belgomalt gibt es ein NO-OX Malz. Keine Ahnung, ob das wirklich (deutlich) hilft. Ich würde meinen, dass es dann auch von den anderen Malzproduzenten ähnliche Produkte geben würde...
Hallo,
obwohl ich eigentlich noch nie Probleme mit Oxidation gehabt habe, bestellte ich das mal aus Neugier - auch weil es im Angebot war.
Gab ein tollles schlankes Helles.
Keine Ahnung ob es mit anderem Malz besser oder schlechter geworden wäre.
Ciao baeckus
Hallo!
Danke für dein Feedback. Die Begründung der Mälzerei scheint schlüssig zu sein, warum Oxidation damit verhindert werden kann.
Ich werde das einmal probieren.

Braust du denn auch hopfenlastige Biere, die von Oxidation verschont bleiben?
Mit welchen Geräten braust du und wie sieht grob dein Prozess aus?
Achtest du auf bestimmte Dinge?
Wenn ich den LodO-Anhängern folge, dann ist das Läutern in einer Maltzrohranlage schon die Ursünde. Oder das Vorlauf umgießen bei Kesseln.

VG Erik
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#116

Beitrag von Stammtisch #7 »

Vestenrunner hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 11:23
Colindo hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 10:53
Stammtisch #7 hat geschrieben: Donnerstag 8. Januar 2026, 09:57 Moin Christoph!

https://www.beeradvocate.com/community/ ... 940/page-6

Hier der Link zum Forum.

Wie gesagt, diese These ist mir schon mehrmals begegnet und ich fand es sinnvoll, die zu Diskussion zu stellen.
Wenn mir weitere über den Weg laufen, werde ich sie im Thread einfügen.

VG Erik
Danke. Ich habe mal quer durch Google Scholar nach "Crystal malt beer stability" gesucht und bekomme in jedem Paper eine andere Aussage. Der häufigste Satz ist "The results disagree with those stated by previous research". Ich denke hier gibt es wohl noch viel Raum in der Forschung und die Aussage von Russian River beruhte vielleicht auf einem der ersten Paper, als die Lage überschaubarer war und dadurch klarer schien.
Hallo,

ich habe mich mittels Copilot auch mal auf die Suche nach Quellen gemacht, anbei Ergenisse:

1. Einfluss von Malz auf die Bier-Stabilität

Quelle: The Role of Malt on Beer Flavour Stability (MDPI, 2023)
Diese Studie zeigt, dass Malztypen mit hoher thermischer Belastung und pro-oxidativen Eigenschaften die Bildung von Staling-Verbindungen (z. B. Aldehyde) fördern. Crystal Malt gehört zu den Malzen mit intensiver thermischer Behandlung, was die Bildung solcher Verbindungen begünstigt.
Artikel lesen [mdpi.com] https://www.mdpi.com/2311-5637/9/5/464



2. Bildung von Staling-Aldehyden durch Malzqualität

Quelle: On the contribution of malt quality and the malting process to the formation of beer staling aldehydes (Journal of the Institute of Brewing, 2021)
Hier wird erklärt, dass Malze mit hoher Farbe und thermischer Belastung (wie Crystal Malt) mehr Vorläufer für Staling-Aldehyde enthalten. Diese Aldehyde führen zu „Papier“- oder „Sherry“-Noten in gealtertem Bier.
Artikel lesen [researchgate.net] https://www.researchgate.net/publicatio ... review.pdf



3. Mechanismen der Alterung durch Crystal Malt

Quelle: A Look at Three Key Malt-Derived Mechanisms of Beer Staling (MBAA Technical Quarterly, 2022)

Artikel lesen [mbaa.com] Link scheitert an der fehlenden Mitgliedschaft.

Gelesen habe ich die Berichte noch nicht. Mache ich am WE.

Hallo!

Danke für die Recherche!
Das sind ja profunde Quellen.

Gut, dass die Rolle von Crystal/Caramel-Malzen beleuchtet wird.

Ist sicherlich nicht mein Hauptproblem, aber da ich sowieso nicht darauf stehe, ist es ein Grund mehr sie zu verbannen.

Meint Vinnie von RR mit "Munich 30" Münchner Typ 2?
Bin da etwas skeptisch, da dort selten EBC-Angaben verwendet wereden.

Danke vorab!

VG Erik
Colindo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2107
Registriert: Dienstag 16. Februar 2021, 16:36
Wohnort: bei Düsseldorf

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#117

Beitrag von Colindo »

Ja, Munich 30 ist ein dunkles Münchner Malz mit ungefähr 30 EBC, würde ich schätzen. 30 SRM werden's nicht sein.

Die beiden Paper habe ich in meine Liste gepackt, ich möchte an der Stelle aber noch einmal an die schwierige Forschungslage erinnern. Auch in diesen Papern finden sich Aussagen, dass der höhere Eisengehalt in Crystal Malts die Oxidation fördert. Ich habe aber schon mindestens ein Paper gefunden, in dem keinerlei Zusammenhang zwischen Eisengehalt und Alterung festgestellt werden konnte. Für das Thema müsste man eine komplette Literaturrecherche machen.
Auf Youtube: The British Pint
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#118

Beitrag von Stammtisch #7 »

Hallo zusammen!

Soeben habe ich mein Mosaic-Pale Ale abgefüllt (Braudatum 4.1.26). Die Gärung fand überwiegend knapp unter 15°C statt. Bei deutlich nachlassender Aktivität im Gärröhren habe ich den Gäreimer dann auf 19,5°C gestellt. Der Duft des Co2 war bis zuletzt sehr intensiv nach Mosaic. Am 6. Tag hat das Blubbern tatsächlich aufgehört. (Das erste Mal bei einem Ale seit einem Jahr.) Beim Abfüllen war das Aroma eher enttäuschend. Der frische typische Geruch war nur im Ansatz noch vorhanden. Die Bittere war durch den höheren CaSo4-Gehalt deutlich "spitzer", allerdings, wie es sich gehört, nur im Abgang wahrnehmbar. Sonst kam die breitere Bittere gleich mit dem Antrunk.
Was ich noch nicht erwähnt habe, dass alle Pale Ales statt ihrem charakt. Geschmack ein leichtes Biscuit-Aroma haben. Dies war auch hier im Jungbier wahrnehmbar. Egal welche Schüttung oder Hopfen!
Sedimentation der Hefe war gut.
Anbei Fotos.

VG Erik
Dateianhänge
Farbe war passend zu Schüttung
Farbe war passend zu Schüttung
sEVG war 75%
sEVG war 75%
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#119

Beitrag von Stammtisch #7 »

Hallo zusammen!
Im Folgenden einige Verkostungsergebnisse zu dem Continental Pale Ale.
Lagerung begann am 6.1.26. Erste Probe ca. nach drei Tagen Reifung.
Mein Eindruck war, dass vom Hopfengeschmack/-geruch (zitrisch, harzig) nichts mehr übrig war. Das Bier an sich war süßlich (10% Münchner/5% CaraHell) hatte aber für mich keine ausgesprochene Malznote. Es war ein belangloses, aber trinkbares Bier.
Ähnlich schätzte es auch mein Braukollege ein. Er entdeckte keine Fehlaromen, fand die Süße auch deutlich wahrnehmbar. Hatte aber vom Hopfen keine Spur entdecken können.
Zwei "normale" Biertrinker beurteilten es als gewöhnliches, süffiges Bier, konnten es aber keinem Stil zuordnen.
Ich persönlich erwartete ein Export auf Steroiden, das malziger und hopfenintensiver wäre.
Ca. 12 Tage später hatte das Bier wohl seine Prime und ich konnte sowohl im Geruch als auch Geschmack Honig, Brot und Karamell feststellen.
Fehlaromen fielen mir nicht auch. Vom Hopfen keine Spur außer einer guten Bittere, die die Malzsüße in Schach hielt (35 IBUs).
Ein erfischendes, süßliches Bier ähnlich einem Kellerbier light.
Nach 19 Tagen dann gestern noch ein Test: In der Nase eine leichte Röst- und Kaffeenote mit einem leicht scharfen Geruch, ansonsten clean.
Beim Trinken fühlt man sofort ein scharfes Kribbeln auf der Zunge und ein Brennen im Mundraum, wie bei einem hochalkoholischen Getränk.
Zu schmecken gibt es nur eine stumpfe Kaffeenote mit einer adstringenten Bittere im Abgang.
Also nicht mehr genießbar! Fällt jemandem dazu etwas ein?

Vielen Dank vorab!

VG Erik
Dateianhänge
Aktuellste Verkostung: untrinkbar
Aktuellste Verkostung: untrinkbar
9.1.2026
9.1.2026
Zuletzt geändert von Stammtisch #7 am Dienstag 27. Januar 2026, 20:32, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
rakader
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6197
Registriert: Dienstag 1. Dezember 2015, 10:45
Wohnort: Karpaten & Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#120

Beitrag von rakader »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Montag 26. Januar 2026, 14:51 Also nicht mehr genießbar! Fällt jemandem dazu etwas ein?
Du kannst den Hinweis annehmen oder wieder als arrogant abtun, diese Seite könnte aber helfen:
https://www.mug-mikrobrauerei.ch/brau-bierfehler
---
„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#121

Beitrag von Stammtisch #7 »

rakader hat geschrieben: Montag 26. Januar 2026, 15:02
Stammtisch #7 hat geschrieben: Montag 26. Januar 2026, 14:51 Also nicht mehr genießbar! Fällt jemandem dazu etwas ein?
Du kannst den Hinweis annehmen oder wieder als arrogant abtun, diese Seite könnte aber helfen:
https://www.mug-mikrobrauerei.ch/brau-bierfehler
Hallo Radulph!
Danke für deinen Link!
Ja, mit Zusammenstellungen von Bierfehlern habe ich mich auch schon eingehend beschäftigt.
Meine Eindrücke, die ich auch hier geschildert habe, lassen mich immer wieder auf Infektion und/oder Oxidation zurückkommen.
Wie ist deine Schlussfolgerung?

Ich werde sachliche Hinweise nie als arrogant abtun. Ich habe Zweifel an deinen Einlassungen geäußert und gebeten, sie mir näher zu erläutern bzw. mir Belege aus der Literatur zu senden.

VG Erik
Stammtisch #7
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 65
Registriert: Samstag 1. Juli 2023, 08:57

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#122

Beitrag von Stammtisch #7 »

Hallo zusammen!
Das Mosaic-Pale Ale ist jetzt seit fünf Tagen in der Kühlung und ich will es auch regelmäßig verkosten, damit man einen Verlauf erkennt.
Zur Erinnerung: Bei dem Sud habe ich HG und NG abgekocht, um gelösten Sauerstoff im Brauwasser zu reduzieren. Schüttung war dieselb wie beim Continental Pale Ale.
Das entweichende Aroma in den ersten drei Tagen der Gärung war sehr vielversprechend und intensiv wie Mosaic riechen soll.

Der jetzige Geruch ist fruchtig, aber keinesfalls dem Mosaic-Hopfen ähnlich. Ansonsten kein Malzgeruch und keine Fehlaromen.
Im Antrunk kommt eine scharfe, adstringente Bittere. Im Geschmack weder Hopfen noch Malz, im Abgabg wässrig.
Kurzum, es hat nichts mit einem Pale Ale oder genießbarem Bier zu tun.
pH vom fertigen Bier ist 4.1. Etwas niedriger als sonst (4.3), da der pH nach Kochen mit 5.1 auch niedrig war (tw. Ausfällung des HCo3).

Gibt es von eurer Seite Einschätzungen?
Danke vorab!

VG Erik
Dateianhänge
20260201_144542.jpg
20260201_144654.jpg
Benutzeravatar
rakader
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6197
Registriert: Dienstag 1. Dezember 2015, 10:45
Wohnort: Karpaten & Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Pale Ales/IPAa gelingen nicht mehr - viel probiert, nichts geholfen! - Wer hat Ideen?

#123

Beitrag von rakader »

Stammtisch #7 hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 13:23Ja, mit Zusammenstellungen von Bierfehlern habe ich mich auch schon eingehend beschäftigt.
Meine Eindrücke, die ich auch hier geschildert habe, lassen mich immer wieder auf Infektion und/oder Oxidation zurückkommen.
Wie ist deine Schlussfolgerung?
Meine Schlussfolgerung ist, einfach auf der Seite schauen. Sie hilft mir immer selbst bei unbekannten Bierfehlern. Oft gibt es mehrere Optionen. Dann muss man tiefer recherchieren und Möglichkeiten ausschließen. So kann man den Fehler eingrenzen. Ferndiagnosen bergen immer Fehlerquellen selbst, wenn man nicht alle Details kennt. Infektion oder Oxidation ist ein weites Feld. Bei Oxidation musst Du gar nicht so tief mit Aldehyden eintauchen - die Frage ist ganz einfach: Riecht das Bier nach nasser Pappe? Noch schlimmer, nach Katzenurin? Schwieriger ist die Frage nach einer Infektion. Schon Fehler beim Maischen, infolge zu niedrigem pH-Wert, kann zu viel Laktobazillen im hellen Bierstil nach sich ziehen. Ich tippe hier auch auf eine Infektion, welche weiß ich aber auch nicht.

Zu Deiner Verkostung: "vielversprechend" ist keine nachvollziehbare Information, da sind wir uns wohl einig. Der Hinweis schmeckt süßlich in Verbindung mit nur 5% Cara Malz und 10% Münchener aber schon. Ein Continental sollte nicht süßlich schmecken. Auf den ersten Blick ist eine zu geringe Hefeaktivität naheliegend. Das könnte auch andere Fehlgeschmäcker erklären. Diese entstehen u.a. durch Underpitching, zu geringe Zellzahl, falsche Temperatur, geringe Viabilität aufgrund Überalterung etc.
Generell halte ich die Beurteilung von Jungbier für problematisch. Allenthalben Hinweise wie "fruchtig", "frisch" lassen unproblematisches Verhalten erkennen, daraus kann man keine Fehler ableiten. Urteile wie "Bittere spitzer" während der Gärung führen zu Fehlannahmen, da erst die Reifung die Harmonie im Bier entstehen lässt, etwa weil sich kratzige, harsche alpha-Säuren des Hopfens abbauen und die weicheren beta-Säuren (Öle!) des Hopfens mehr zum Vorschein kommen. Deswegen auch immer mein Hinweis auf die fünfte Brauzutat "Geduld", den leider viele als Arroganz abtun.

Exzellent ist die Beschreibung "adstringente Bittere". Da würden auch bei mir die Alarmglocken klingeln. Diese Beschreibung ist exakt und engt die Fehlersuche ein. Laut MUG kommen 7 Fehlerquellen in Betracht:
- falsche Annahmen bei Nachisomerisierung, zu viel a-Säuren
- zu wenig ß-Säuren (Weichharze, Bitter-Harmonie)
- zu hoher pH-Wert beim Maischen, Getreidespelzen, zu hohe Auslaugung durch Nachgüsse
- ungenügende Trubentfernung (zu hoher Bier- und Würze-pH)
- zu geringer Sulfatgehalt, zu hoher Bittersalzgehalt
- Hopfenpartikel (Hartharze - beißende bis pelzige Bitterkeit)
- Phenole, z.B. Wildhefen und Hefe ergibt krautige, harte Bitterkeit

Ein sehr guter Artikel ist hier im Braumagazin Unangenehme Bittere

Aus meiner Sicht sind nach Deiner Beschreibung pH-Fehler wie eine Infektion mit Wildhefen möglich oder eine Kombination. Hopfenpartikel und ungenügende Trubentfernung schließe ich aus, dafür ist das Bier zu klar.
Stammtisch #7 hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 13:23 Ich werde sachliche Hinweise nie als arrogant abtun. Ich habe Zweifel an deinen Einlassungen geäußert und gebeten, sie mir näher zu erläutern bzw. mir Belege aus der Literatur zu senden.
VG Erik

Erik, als Antwort auf einen unnötigen Disput - für eine auszugsweise Zusammenstellung von Nachweisen muss man auch erst einmal Zeit haben. Wie bekannt, ist auf Google-Ergebnisse nur bedingt Verlass, zumal durch KI die Ergebnisse sehr beliebig sind. Deswegen bevorzuge ich Bücher. Das ist mein Stil, auch aus professionellen Gründen, den ich bevorzuge.

Zu den unterschiedlichen Rastzeiten, v.a. Maltoserast.

Sehr gute Übersichten in Jan Brückelmeiers Buch "Bier brauen" - ein Standardwerk in DE. Falls nicht bekannt, Der Autor Jan Brückelmeier ist hier im Forum als §11 aktiv und nimmt regelmäßig an Diskussionen teil. Ich vertraue seinen Aussagen einfach mehr als anderen.

S. 55 (Tab.) Vergleich Rastdauern Maltoserast/Kombirast anhand verschiedener IPA-Stile. Bis zu 120 min bei Burton IPA, 15-30 min dagegen bei English IPA, 15-120 min bei Black IPA !!
S.124f Maltoserast 30-90 min
S. 127 verlängerte Rastdauer, Ausgleich Wärmeverluste
S. 136 Zweimaischverfahren
S. 141 Kombination Temperatur und Rastdauer, Variationen der Zeit durch Gussführung
S. 144 Verlängerung Rastdauer dunkler Biere, zweckmäßig bei langer Darrdauer dunkler Malze wg. weniger Enzymen
S. 150 Verlängerung Rastdauer bei Rohfruchtmaische, Ausdehnung 60 min bei Dekoktion und schlankem Bier
S. 267 altbayerisches Braunbier bei hartem Wasser 10-35-30 min
S. 403 längere Rastdauer über Stärkeabbau hinaus = besserer Abbau der Enzyme, Beeinflussung des Vergärungsgrades
S. 404 Maischeeffizienz und Rastdauer, u.a. Lagerdauer und Enyzmaktivität
Im Mosher/Radical Brewing s.46ff: nichtvergärbare Geschmacksbildner durch Polymere der Glukose (Maltotetraose, diverse nichtsüße Dextrine), nichtvergärbare Stärkevariationen

Quo vadis. Zur pH-Messung beim Einmaischen und NICHT am Ende des Maischeprozesses:
S. 115 ff. Hitzedenaturierung der ß-Amylase durch Temperatur und Minderung der Enzymaktivität; bei höherer Temperatur dadurch längere Rastdauer erforderlich, außer der Bierstil erfordert andere Prioritäten. Der Enzymabbau durch die ß-Amylase steht durch diesen Katalysator der Abbau von Stärke in vergärbare Zucker im Zentrum des pH-Interesses. Deswegen misst man den pH hier. Hier Unterscheidung der Funktion Enzyme (Viskosität, Schaum, Geschmacksstabilität, Acidität, FAN) als Katalysatoren sowie Besprechung der einzelnen Enzyme in Verbindung - pH-Verschiebung durch Zeit und Temperatur und Aktivierung der a-Amylase, deswegen verfälschend, wenn man am Ende misst.
Einzig den pH-Bereich sehe ich strenger und enger als Jan. Er gibt ihn wie ich auf S. 252 bei pH 5,2-5,8 an, spricht dann aber von 5,2-6,0. Das ist für mich widersprüchlich. Ich halte es da mit Sandro von MMuM, siehe https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner
und komme auf einen optimalen Mittelwert pH 5,5 sowie für helle Biere pH 5,4 für dunkle pH 5,6.
Im theoretischen Teil ist das pH-Optimum fantastisch erklärt.

Nachbemerkung: Aus rechtlichen Gründen veröffentliche ich hier keine Screenshots. Nachfragen per PM möglich.

Ähnliche Aussagen sind im Buch Radical Brewing von Randy Mosher zu finden sowie How To Brew von John Palmer, S. 522ff. Letzteres Buch gibt es seit kurzem auch auf Deutsch (Erfolgreich Bier brauen).
Es muss auch nicht teuer sein: Alle Bücher kann man auch über die Uni-Bibliothek bestellen und bei jeder Stadtbibliothek per Fernleihe, wenn nicht vorhanden.

Es ist keine Drangsalierung. Ich empfehle Bücher aus gutem Gewissen. Ich meine ein Standardwerk gehört in jeden Bücherschrank eines Brauers. Nicht nur weil die Angaben dort überprüft sind (bei guten Verlagen), sondern auch aus dem Wissen heraus, dass bei jeder Antwort sich mehrere Nachfragen auftun. Das generationenbedingte Zurückschrecken vor dem Medium Buch ignoriere ich bewusst und stehe zu dieser Arroganz. Gute Informationen haben ihren Preis. In einem Forum haben wir auch rechtliche Probleme, diese Informationen zu teilen.
Allein an obigem Beispiel "unterschiedliche Rastdauern" habe ich mir viel Mühe gegeben, um aufzuzeigen, welcher Rattenschwanz an Informationen daran hängt. Und das war jetzt nur ein Schlagwort im Buch. Die Liste ist natürlich noch länger.

Ich weiß, dass in Zeiten von Chats Kommunikation mit wenigen Wörtern erwünscht ist. Aber bei grundsätzlichen Fragen ist das unseriös. Und gute, geballte Information gibt es selten for free. Ausschnittsweise Studien, die Vorkenntnisse erfordern, sind da auch nicht hilfreich, weil sich leicht ein Zerrbild ergeben kann. So ist meine Meinung.
Daher bitte Verständnis, wenn ich hier immer wieder auf Bücher rekurriere. Sie kürzen auch manche sonst nötige Nachfrage ab.

Also kurz und bündig: Du gehst hier sehr gewissenhaft an Dein neues Hobby heran. Dazu sollte auch ein gewissenhaft geschriebenes Buch gehören.

Viele Grüße
Radulph
---
„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
Antworten