Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

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monsti88
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Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#1

Beitrag von monsti88 » Dienstag 3. Oktober 2017, 19:45

Moin!

Es geistern zur Zeit ja mehrere Threads bezüglich Weihnachtsbieren durchs Forum. Bei MMuM habe ich mich auch schon umgesehen, aber bisher habe ich nichts zum Thema Weihnachts-Weißbier finden können. Daher seht mir bitte die Erstellung eines neuen Weihnachts-Threads nach.

Meine Madame konnte ich leider noch nicht für Biere begeistern, welche in Richtung Keller-/ Landbier bzw. PA / IPA gehen. Bockbier ist auch nicht so ihr Fall. Es muss also für Weihnachten ein Weißbier her. Das wollte ich aber etwas besonderer gestalten, also irgendwie mit Gewürzen versehen, um so etwas wie ein Lebkuchen-Weißbier o.ä. zu erhalten.

Kann mir jemand dazu ein Rezept empfehlen? Kann so etwas überhaupt gut schmecken?

Besten Dank und schöne Grüße!

Monsti

P.S. ich braue ca. 20l per Bottichmaische, die Maischeführung sollte also nicht zu viele Rasten beinhalten.
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afri
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#2

Beitrag von afri » Dienstag 3. Oktober 2017, 22:13

monsti88 hat geschrieben:
Dienstag 3. Oktober 2017, 19:45
Kann so etwas überhaupt gut schmecken?
Kann, wird aber nicht. Bedenke: du musst nicht nur Weihnachten davon trinken, sondern auch davor/danach, irgendwann wird's einem vielleicht zuviel von dem vielen Lebkuchengewürz?! Ich empfehle stattdessen, ein solides und hopfenaromatisches Bier ohne sonstige Gewürze zu brauen. Das schmeckt zur Gans ebenso gut, wie zum Raclette und reitet nicht noch mehr auf Zimt/Cardamom/Pomeranzenschale/etc. herum.
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#3

Beitrag von Balanbraeu » Mittwoch 4. Oktober 2017, 00:36

Hi Monsti,

ich schließe mich Afri an. Von meinem Pumpkin-Ale von vor 3 Jahren hatte ich auch noch recht lange zu große Vorräte... Ich würde es mal mit einem Weizenbock probieren. Ein Weizenbock passt m.E. auch mehr zur kalten Jahreszeit als zur sommerlichen Grillparty.

Eines meiner ersten (und auch später nochmal gebrauten) Biere war der Amarillo-Weizenbock (https://www.maischemalzundmehr.de/index ... utat_kateg). Durch den Amarillo-Hopfen wird es bestimmt etwas Besonderes. Eigentlich sollte ich den auch mal wieder brauen ...

Oder probier's mit dem Aventinchen (https://www.maischemalzundmehr.de/index ... Weizenbock). Den habe ich auch noch auf meiner "To-Brew-Liste"...

Viele Grüße,

Tim

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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#4

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 4. Oktober 2017, 01:26

Sehe ich genauso. Meine Weihnachts- /Winterbiere müüsen ZU Weihnachten schmecken und nicht NACH Weihnachten.

Gerade mit dem ganzen Gewürz-Klimbim musst du höllisch aufpassen, sonst wird es schnell penetrant bis untrinkbar und hat mit Bier nicht mehr viel zu tun. Wenn du meinst das du schon wenig Gewürze nimmst, nimm davon besser nur hälfte. Aber am besten machst du, wie vorgeschlagen, einen Weizenbock. Der passt gut in die Jahreszeit und schmeckt auch perfekt zum Braten.
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Mystic-G
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#5

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 4. Oktober 2017, 07:45

Moin.
Danke für den Tipp, war gerade auf der Suche nach einem Winterbier und der Amarillo Weizenbock hört sich verlockend an.
Vorher war ich noch auf das Phex-Winterbier (ist ja auch halbwegs ein Weizen?) gestossen, nun schwanke ich etwas zwischen den beiden...
Da der Alt-Meister-Phex hier im Thread auch zugegen ist, darf ich vielleicht fragen welches der beiden mir nun empfohlen wird?

Vielleicht noch was zu mir und meinem Brauhergang, damit ihr sehen könnt wo etwa die Vorlieben liegen

Erster Sud im Nov 16 ein IPA in einem Besserbrauer-ähnlichen Kit
2. IPA wiederholt
3. flüssigextrakt Altbier
4. Weizenbierkit (pulver)
5. Marroni-Bock (erster 20L Sud im Weck)
6. Barley-Wine
7. Ostertrappist
8. Fruitpunch IPA
9. Sommerbier
10. California Common Steam Beer
11. Imperial Stout
12. Ace of Mandarina Bavaria Single Hop IPA

es wäre also der 13. Sud... soll ich den vielleicht grad am übernächsten Freitag brauen. :Wink
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#6

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 4. Oktober 2017, 09:31

Bei Weihnachtsweizen hab ich ein dunkle(re)s, malzig süßes, etwas alk.-lastigeres Weissbier im Kopf, dass aber weniger Hopfen-Aromen hat. Zu Weihnachten oder in der kühlen Jahreszeit ist aus meiner Sicht ein wärmendes und vollmundiges Bier eher passend als ein hopfig frisches.

Aber das Amarillo WB hab ich auch schon gebraut (im April 2014), das ist schon klasse. Kann man auch durch weniger Whirlpool-Gabe wintertauglich machen.

Feel free - erlaubt ist, was gefällt.

Ursus
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#7

Beitrag von monsti88 » Donnerstag 5. Oktober 2017, 16:06

Moin!

Vielen Dank für Eure Tipps. Weizenbock ist eigentlich nicht so meins, aber das Amarillo-Rezept hört sich tatsächlich ganz verlockend an. Wann sollte das gebraut werden, wenn ich den Zenit für die Trinkbarkeit zu Weihnachten erreicht haben möchte? Ich komme da auf Anfang/Mitte November. Liege ich da richtig?

Ihr habt natürlich Recht, dass einem das Gewürzbier schnell zu viel wird, obwohl ich da bei meinen <20l Ausstoß nicht all zu große Sorgen mache, das kommt schon weg, zur Not wird das kurz vor Heiligabend noch an die Nachbarn verschenkt... Aber vielleicht mache ich einfach einen Gewürzauszug und geben den nur einem Teil des Bieres hinzu.

Viele Grüße,

Monsti
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#8

Beitrag von reib » Donnerstag 5. Oktober 2017, 17:46

Ein Weizen mit Caraaroma etwa wie beim Aventinchen.
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... =schneider
Stammwürze, Hopfen ... nach eigenem Geschmack

uli74
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#9

Beitrag von uli74 » Donnerstag 5. Oktober 2017, 18:48

Wer auf Banane steht, der sollte sich mal Gedanken über einen Weizendoppelbock machen und das Maltase-Verfahren ausprobieren. Da brauchts dann auch keinen ausgefallenen Hopfen.
Gruss

Uli

BerndH
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#10

Beitrag von BerndH » Freitag 17. November 2017, 19:46

Hallo Monsti, ich bin der Autor des Amarillo Weizenbocks auf MMUM.
Für die eigentliche Gärung würde ich mal großzügig 10 Tage veranschlagen.
Nach meiner Erfahrung ist das Bier ca. 3 - 4 Wochen nach der Abfüllung zur Zweitgärung in der Flasche auf seinem Höhepunkt.
Das wären dann zusammen ca. 5 oder 6 Wochen.
Das muss man aber keineswegs so eng sehen.
Nach 4 Wochen geht ebenso wie nach 2 Monaten. Auch dann schmeckt es noch Klasse und auch später noch.
Es bekommt dann Lagerungsaromen die vielen durchaus gefallen.

Ich werde den Bock die nächsten Tage auch noch einmal selber brauen.

Grüße

Bernd
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#11

Beitrag von Michael Wendt » Freitag 17. November 2017, 22:03

BerndH hat geschrieben:
Freitag 17. November 2017, 19:46
Nach 4 Wochen geht ebenso wie nach 2 Monaten. Auch dann schmeckt es noch Klasse und auch später noch.
Es bekommt dann Lagerungsaromen die vielen sehr gefallen.
Ich habe ihn diese Woche nach sieben Monaten Lagerung getrunken. Ja, war okay - aber kein Vergleich zu dem Hammer-Bier im frischen Zustand! Vielen Dank an dieser Stelle für das tolle Rezept! :thumbsup Neuer Amarillo ist schon gekauft.

Schönes Wochenende
Michael
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Meine Anlage: viewtopic.php?f=20&t=12052
Meine Vorstellung: viewtopic.php?f=50&t=11885
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#12

Beitrag von BerndH » Samstag 18. November 2017, 05:49

Hallo Michael, Weizenbier enthält viele recht flüchtige Aromen von denen einige in der Lagerung zu verschwinden scheinen, einige verändern ihren Charakter. So verändert sich ein Weizen meist kräftig in der Lagerung und meist wird es nicht unbedingt besser sondern oft geschmacklich "dünner". Gut das wir öfter mal neu brauen können. :)
Danke für das Lob!

Grüße

Bernd

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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#13

Beitrag von monsti88 » Sonntag 19. November 2017, 22:38

Moin!

Danke für das lecker Rezept! Ich habe den Amarillo Weizenbock am 15.10. gebraut und am 02.11. abgefüllt. Seit drei Tagen stehen die Flaschen auf der Terrasse bei ca. 2°C zum Nachreifen. Heute war großer Anstich. Das Bier schmeckt wirklich lecker, ich hätte sogar noch etwas mehr Hopfen geben können, der kommt nur sehr unterschwellig durch.

Was aber etwas seltsam ist: ich hatte drei Flaschen geöffnet, welche überhaupt nicht karbonisiert waren. Ich bin mir ganz sicher, dass ich in alle Flaschen Zucker vorgelegt habe (den größten Löffel von der Dosierhilfe). Die Probeflasche mit Manometer hat bei ca. 20°C im Keller auch fast 3,5 Bar angezeigt, jetzt bei ca. 2°C sind noch ca. 2 Bar auf der Uhr. Ich kann mir also nicht erklären, warum ich bisher ganze drei Flaschen ohne Kohlensäure habe (ich nutze 0,5l Bügelflaschen). :Grübel
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#14

Beitrag von Mystic-G » Montag 20. November 2017, 09:23

Kann es sein, dass bei manchen Flaschen der Bügel nicht mehr so straff schliesst?
So könnte vom hohen druck etwas durch die Dichtung abgehauen sein.
Bei mir sind auch nicht immer alle Flaschen gleich stark karbonisiert und langsam habe ich zwei-drei in Verdacht die immer etwas schwachbrüstiger sind. Werde die bei gelegenheit mal aussondern.
Ich hab den Weizenbock nun auch in der Reife und schon paar Flaschen kredenzt.
Sehr lecker, aber auch ich wäre der Meinung dass da vom Hopfen nicht viel zu merken ist.
Bei 18g/20L ist der ja auch nur in Homöopatischen Dosen vorhanden.
Ich glaub beim nächsten mal werd ich da ein bisschen mehr Aromagabe machen.
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#15

Beitrag von Fuji » Montag 20. November 2017, 12:20

uli74 hat geschrieben:
Donnerstag 5. Oktober 2017, 18:48
Wer auf Banane steht, der sollte sich mal Gedanken über einen Weizendoppelbock machen und das Maltase-Verfahren ausprobieren. Da brauchts dann auch keinen ausgefallenen Hopfen.
So was hab ich gerade in Flaschen, muss noch ein wenig reifen, kommt aber gut.
Habe aber Dekoktion statt Maltase eingesetzt, dazu die 3068. So richtig schön reife Banane mit Trockenfrüchten und Malzrestsüsse. Ein Traum, für mich das perfekte Bier für die Festtage. Kann man aber auch sonst nach einem harten Tag vor dem Kamin trinken.
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#16

Beitrag von uli74 » Montag 20. November 2017, 15:42

Probier das Maltase- (Hermann-) Verfahren mal aus. Mit Dekoktion hat das nicht viel gemeinsam. Durch das Hermann-Verfahren enthält die Würze wesentlich mehr Glukose, was wiederum das Bananenaroma begünstigt. Und das ist ja die Spezialität der #3068.

Da kommt Dein selbstgebrauter Weizenbock dann dem von Gutmann schon sehr nahe (und der ist für mich beim Weizenbock Benchmark).
Gruss

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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#17

Beitrag von monsti88 » Montag 20. November 2017, 22:30

Mystic-G hat geschrieben:
Montag 20. November 2017, 09:23
Kann es sein, dass bei manchen Flaschen der Bügel nicht mehr so straff schliesst?
Eigentlich waren die alle dicht. Es war ja auch überhaupt keine Kohlensäure in der Flasche. Wenn der Verschluss nicht richtig schließt, hätte ich zumindest etwas Kohlensäure erwartet. Je nun, ich hoffe, es sind nicht noch mehr Flaschen betroffen... :crying
Fuji hat geschrieben:
Montag 20. November 2017, 12:20
Habe aber Dekoktion statt Maltase eingesetzt, dazu die 3068. So richtig schön reife Banane mit Trockenfrüchten und Malzrestsüsse.
Klingt auch gut! Ich braue mit Bottichmaische, daher wäre ein Rezept mit Dekoktion für mich auch eine Alternative. Magst Du Dein Rezept verraten?
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#18

Beitrag von Fuji » Dienstag 21. November 2017, 07:11

Mein Rezept war folgendermassen:

Weizenmalz Hell 65%
Wienermals 23%
Münchnermalz 4%
Caramelmalze 8% (hab ein wenig Resteverwertung betrieben, vor allem Cara hell + Red, dazu ein wenig Dunkel Typ 2 und eine Prise Aroma).

Stammwürze 22 P
21 IBU
6.5 gr/L Co2
Alkohol (errechnet bei 75% Evg) 9.5%

Gebittert hab ich mit Comet (hatte ich gerade zur Hand) auf 21 IBU, dazu noch eine wenig Comet (ca. 1gr./L) in den WP.

Einmaischen bei 52 Grad --> 10min Eiweissrast
Danach berechnet, gemäss Moritzes Artikel im Braumagazin, mittels Dekoktion folgende Rastzeiten gefahren (Teilrasten bei der ersten Teilmaische als Dickmaische gemäss Artikel im Braumagazin 15min bei 70 Grad, danach 30 min gekocht):
63 Grad --> 35min
72 Grad --> 30min
auf 78 Grad hochgeheizt, danach abgemaischt.

Danach angestellt mit einem hochvitalen 2 Liter Starter aus meiner Hefebank, Hefe Wyeast #3068, unbelüftet bei 18 Grad. Danach täglich um 0.5 Grad auf 21 Grad erhöht bis EVG erreicht war (nach 5 Tagen war die HG durch).

Edith: Hefe ergänzt / Teilmaischerast hinzugefügt.
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#19

Beitrag von monsti88 » Dienstag 21. November 2017, 20:34

Danke Fuji für das Rezept. Kommt auf die "to brew" Liste!

Heute Abend habe ich noch mal drei Flaschen geöffnet. Zwei komplett ohne Kohlensäure, eins mit ein Bisschen Schaum beim Einschenken. Das Bier schmeckt so lack natürlich nicht gut, ich hab es weggekippt. :crying Es ist auch kaum Hefesatz in den Flaschen und ich habe die drei Flaschen aus unterschiedlichen Stellen in den zwei Kästen genommen. Damit schließe ich aus dass kein Zucker in den Flaschen war. Warum ist also kein CO2 im Bier? Die Flaschen schließen einwandfrei!

Habe dann die Flasche mit dem Manometer geöffnet - hier ist alles prima! Schöner Schaum, perlig beim trinken, lecker!

Was ist also passiert? Kann ich das noch irgendwie retten?
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#20

Beitrag von monsti88 » Donnerstag 23. November 2017, 15:32

Ich habe gestern eine weitere Flasche geöffnet. Auch hier keine Kohlensäure im Bier und kaum Hefesatz in der Flasche. Daraufhin habe ich mal den Extrakt gemessen. Abgefüllt hatte ich mit 8,2 Brix, jetzt habe ich 9,1 Brix gemessen. Damit ist sicher, dass Zucker in der Flasche war.

Ich habe den Inhalt der Flasche jetzt noch mal in meine Probeflasche mit Manometer gegeben und alle Flaschen noch mal warm gestellt. Ich hoffe, da passiert noch was

Habt Ihr sonst noch eine Idee, was ich machen kann? Die Hefe hatte ich auch geerntet, ich könnte also zur Not ein wenig davon in jede Flasche geben. Den Aufwand würde ich mir aber gerne sparen, nicht zuletzt auch wegen möglicher Infektionen.
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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#21

Beitrag von Mystic-G » Donnerstag 23. November 2017, 15:59

Das hilft dir zwar nicht weiter, aber ich habe aufgrund diesem Thread nach meinem Beitrag auch dieses Rezept gebraut und bei den bisher Probierten 4-5 Flaschen war alles in Ordnung.
Habe mit 4g/0.5L Flasche karbonisiert.
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: Rezept gesucht: Weihnachts-Weißbier

#22

Beitrag von monsti88 » Sonntag 26. November 2017, 10:06

Gute Nachrichten: die neue Probeflasche, in die ich den Inhalt einer Bügelflasche umgekippt hatte, zeigt mittlerweile knapp 2 Bar. Das Bier steht jetzt seit ein paar Tagen wieder bei ca. 20 Grad C, hoffe dass die karbonisierung diesmal auch in den Bügelflaschen stattfindet. Ich schwenke die jetzt alle paar Tage etwas. Vielleicht hilft das.
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