Katalasetest

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Katalasetest

#1

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 15. Dezember 2017, 19:21

Gerade gelesen. Bierhefen sind katalase-positiv. Beim Katalasetest (Hefe in Wasserstoffperoxid geben) tritt eine kräftige Bläschenbildung auf.
Finde ich gut, aber es steht nicht da, ob auch tote Hefe katalase-positiv ist. Falls nicht, könnte man sich mit diesem leichten Test so manchen angesetzten Starter mit toter Hefe ersparen.

Weiß das jemand von euch?
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Re: Katalasetest

#2

Beitrag von Mjoelnir » Freitag 15. Dezember 2017, 20:25

Kommt darauf an wie lange die Hefe tot ist. Bin gerade auf dem Handy unterwegs und müsste mal schauen was für eine Halbwertszeit Katalase hat. Sollte aber extrazellulär nicht all zu lange überleben, vielleicht Stunden bis Tage.
Ich denke mal zum testen ob eine Hefe tot ist sollte es allemal reichen. Aber nur zum abschätzen. Einen echten Vitalitätstest ersetzt das nicht, aber kann ja im Hobbybereich hier ausreichen
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Re: Katalasetest

#3

Beitrag von Mjoelnir » Freitag 15. Dezember 2017, 22:44

Ich hab ein bisschen was aus der Literatur zusammengelesen. Die Halbwertszeit liegt wohl bei einigen Stunden. Also sollte eine Tüte toter Hefe keine Katalase enthalten. Die Zeichen stehen also gut, dass der Test funktioniert und kein falsch positives oder falsch negatives Ergebnis bringt. Der Katalasetest ist ja auch vergleichsweise einfach durchzuführen.

http://folk.ntnu.no/preisig/HAP_Special ... nation.pdf

Hier wäre noch eine PDF aus der du dir den einen oder anderen Versuch zusammenbasteln kannst, wenn auch natürlich nur qualitativ und nicht quantitativ. Ist zwar nicht high-end wissenschaftlich, aber reicht wohl aus.
Ansonsten muss natürlich für einen solchen Versuch klar sein, dass die Hefe in einen vitalen Zustand gebracht werden muss zuvor. Also einfach nur rehydrieren reicht eventuell nicht, Glucose oder ein anderer Zucker wird da schon notwendig sein.
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Re: Katalasetest

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 15. Dezember 2017, 23:12

Cool, danke Daniel. Das könnte dann wirklich klappen. Ich probiere nächste Woche mehrere Varianten durch. Trockenhefe und Erntehefe habe ich hier.
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Re: Katalasetest

#5

Beitrag von Mjoelnir » Freitag 15. Dezember 2017, 23:31

Kein Problem, bin bei solchen tollen Ideen immer gleich begeistert :Bigsmile
Im Übrigen wird normalerweise eine 3% H2O2 Lösung verwendet. Das bekommt man ja recht günstig.
Eigentlich sollte es reichen auf eine Hefereiche Suspension ein paar Tropfen zu geben. Wenn eine Blasenbildung erkennbar ist innerhalb von Minuten ist der Test positiv ausgefallen.
Falls sich nochmal Probleme oder Fragen ergeben, helfe ich gerne und wälze noch mal Fachbücher und Paper.
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Re: Katalasetest

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 15. Dezember 2017, 23:43

Also sind die 10-30%igen Lösungen, die in dem PDF stehen, zu viel des Guten? Ich hatte schon riesig darauf gefreut dieses Elefantenzahnpasta Experiment mal selbst zu machen. Vermutlich dürfte ich dann aber wieder mal die Decke streichen. Ich fange besser mit 3% an. :-)
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Re: Katalasetest

#7

Beitrag von Mjoelnir » Freitag 15. Dezember 2017, 23:51

Die schreiben ja selber auf Seite zwei, dass sie nicht die 10-30% nehmen, sondern 3%, da die deutlich weniger gefährlich ist. Bei 3%iger brauchst du an PSA nur eine Schutzbrille. Atemschutz und Handschuhe sind nicht nötig. Bei 10-30% sieht das schon ganz anders aus.
In "Mikrobiologisches Praktikum" von Steinbüchel wird auch 3% verwendet, habe ich damals im Bachelor auch so gemacht.
Wenn du gerne mal diesen tollen Schaum produzieren willst, kannst du dir ja 30% bestellen und runterverdünnen für deine Hefeexperimente :Bigsmile
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Re: Katalasetest

#8

Beitrag von TheCK » Freitag 15. Dezember 2017, 23:56

Interessante Thematik, danke für den Anstoß Jens!
Werd ich demnächst mit einem Röhrchen 2 Jahre alter 3068 testen und eventuell parallel noch einen Methylenblau-Test anschließen.
Wenn das Wasserstoffperoxid brauchbare Ergebnisse liefert wäre das kostenseitig natürlich ideal, das Zeug bekommt man ja sogar im Tierzubehör-Shop in der Aquaristuk-Abteilung.
LG Chris

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Re: Katalasetest

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 16. Dezember 2017, 00:09

OK, dann 3%ig. Wieder mal beim nicht zu Ende lesen erwischt worden :redhead :Wink

In meinem Büchlein steht auch, dass das Katalaseoptimum bei UG Hefen bei 24°C liegt und bei OG Hefen bei 15°C.
Eine gewisse Temperierung der Hefe wäre vor dem Test also vielleicht ganz nützlich.

Und... glaubt nicht dass ich Ahnung davon habe. Ich musste vorhin beim Lesen erstmal googeln was Katalase ist, um mit dem Wort Katalaseoptimum klar zu kommen. So bin ich auf den Test mit H2O2 gestoßen....
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Re: Katalasetest

#10

Beitrag von schollsedigger » Samstag 16. Dezember 2017, 15:17

Hi,

dann spinnen wir den Gedanken mal weiter:

H2O2 und Katalase ergibt Sauerstoff. Kann ich mir dann durch Zugabe von H2O2 direkt nach dem Anstellen das Belüften der Würze sparen? 1g Perhydrol 30% auf 20l Würze ergibt rechnerische 3,5 ppm O2. Dann wäre ich also mit 2,5 - 3g Perhydrol 30% dabei.

Die Frage ist ernst gemeint, die Idee schwebt mit schon länger vor.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass das reaktive H2O2 bzw. der primär enstehende atomare Sauerstoff die Würze oxidiert.

Grüße

Matze

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Re: Katalasetest

#11

Beitrag von §11 » Samstag 16. Dezember 2017, 15:38

schollsedigger hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 15:17
Hi,

dann spinnen wir den Gedanken mal weiter:

H2O2 und Katalase ergibt Sauerstoff. Kann ich mir dann durch Zugabe von H2O2 direkt nach dem Anstellen das Belüften der Würze sparen? 1g Perhydrol 30% auf 20l Würze ergibt rechnerische 3,5 ppm O2. Dann wäre ich also mit 2,5 - 3g Perhydrol 30% dabei.

Die Frage ist ernst gemeint, die Idee schwebt mit schon länger vor.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass das reaktive H2O2 bzw. der primär enstehende atomare Sauerstoff die Würze oxidiert.

Grüße

Matze
Nein, das klappt nicht, H2O2 ist ein sehr potentes Desinfektionsmittel, das überlebt die Hefe nicht. Auch den Katalasetest überlebt sie nicht.

@ Jens

Nimm doch mal eine Suspension und erwärme sie für Ei. Paar Minuten auf 70C. Dann sollte die Hefe hin sein. Warte ein paar Stunden und mach den Katalase Test. Dann weißt du ob es klappt. Bin ja ein Freund vom Ausprobieren

Jan
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Re: Katalasetest

#12

Beitrag von schollsedigger » Samstag 16. Dezember 2017, 16:26

HI,
§11 hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 15:38
Nein, das klappt nicht, H2O2 ist ein sehr potentes Desinfektionsmittel,...

[/quote]

Ja, das weiß ich, allerdings eher im Bereich von 1% und mehr. Bei 3ml Perhydrol 30% pro 20l komme ich auf ca. 50 ppm H2O2. Da dürfte sich die desinfizierende Wirkung in Grenzen halten.

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Re: Katalasetest

#13

Beitrag von Mjoelnir » Samstag 16. Dezember 2017, 19:44

§11 hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 15:38
Nimm doch mal eine Suspension und erwärme sie für Ei. Paar Minuten auf 70C. Dann sollte die Hefe hin sein. Warte ein paar Stunden und mach den Katalase Test. Dann weißt du ob es klappt.
Welche Erkentniss genau ergibt sich denn aus dem Versuch? Ich weiß ja nicht, ob die Katalase bei 70 °C schon denaturiert ist. Also einen sicheren Nachweis, ob man Katalase in toten Hefen findet gibt das nicht.
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Re: Katalasetest

#14

Beitrag von Amandus » Samstag 16. Dezember 2017, 19:59

Ich kann da nur Jan und Matze Recht geben. Wasserstoffperoxid wirkt total unspezifisch, greift alles an was ihm in die Quere kommt. Zellstrukturen und was sonst noch in der Suspension schwimmt. Von Spezifität kann keine Rede sein. Es handelt sich hier um energiereichen, naszierenden (in situ) Sauerstoff, der in seiner Aggressivität nur von Ozon übertroffen wird. My 2 Cents.
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Re: Katalasetest

#15

Beitrag von Mjoelnir » Samstag 16. Dezember 2017, 20:29

Worauf genau möchtest du mit dieser Information hinaus? Hat ja keiner hier geschrieben das H2O2 als spezifisches Desinfektionsmittel oder so etwas verwendet werden soll
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Re: Katalasetest

#16

Beitrag von §11 » Samstag 16. Dezember 2017, 20:30

Mjoelnir hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 19:44
§11 hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 15:38
Nimm doch mal eine Suspension und erwärme sie für Ei. Paar Minuten auf 70C. Dann sollte die Hefe hin sein. Warte ein paar Stunden und mach den Katalase Test. Dann weißt du ob es klappt.
Welche Erkentniss genau ergibt sich denn aus dem Versuch? Ich weiß ja nicht, ob die Katalase bei 70 °C schon denaturiert ist. Also einen sicheren Nachweis, ob man Katalase in toten Hefen findet gibt das nicht.
Das Ding ist, der herkömmliche Katalasetest wird auf einem Objektträger mit einer vorher hergezogenen Kolonie durchgeführt. Ich finde in der Literatur nicht ob sich zum einen Katalase intrazellulär abbaut und in einem Starter ist auch so noch ne Menge organisches Material mit dem H2O2 reagieren könnte

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Re: Katalasetest

#17

Beitrag von Mjoelnir » Samstag 16. Dezember 2017, 20:35

Stimmt, das hatte ich nicht bedacht. Wäre tatsächlich gut das vorher auszuschließen.
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Re: Katalasetest

#18

Beitrag von §11 » Samstag 16. Dezember 2017, 20:45

Ok, würde im Grosch fündig. Mach den Test bei 60C dann bist du if der sicheren Seite. Da sollte Katalase sehr stabil sein.

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Re: Katalasetest

#19

Beitrag von §11 » Samstag 16. Dezember 2017, 20:52

Um es genau zu nehmen. Könntes du den Versuch bei 60C machen und bei 75C. Bei 75C denaturiert Katalase in Minuten und bei 60C fast gar nicht. Wenn bei der Suspension mit 75C trotzdem Aktivität sichtbar ist, reagiert das H2O2 mit anderem organischem Material.

Die 60C Suspension würde ich einmal direkt testen und einmal nach einem Tag. Stimmt die Theorie und das H2O2 reagiert nicht mit anderem Material, dann sollte die Aktivität nach einem Tag ja nicht mehr vorhanden sein.

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Re: Katalasetest

#20

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 16. Dezember 2017, 20:57

Wird erledigt. Ich fahre Montag zur Apotheke und hole H2O2 Lösung.
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Re: Katalasetest

#21

Beitrag von §11 » Samstag 16. Dezember 2017, 21:01

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 20:57
Wird erledigt. Ich fahre Montag zur Apotheke und hole H2O2 Lösung.
Sehr schön. Ich zitiere den Test dann in der zweiten Auflage des Buches als Jens‘schen lends- tot Nachweis
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Re: Katalasetest

#22

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 18. Dezember 2017, 15:21

§11 hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 21:01
Ich zitiere den Test dann in der zweiten Auflage des Buches als Jens‘schen lends- tot Nachweis
Unfassbar. Das klappt !!! :Bigsmile :thumbsup

Katalasetest mit Bierhefe:
--------------------------------

Sowohl obergärige als auch untergärige Bierhefen sind katalase-positiv, d.h. sie enthalten das Enzym "Katalase".

Dieses Enzym ist in der Lage, Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff zu spalten.
Beim Katalasetest wird eine organische Substanz mit H2O2 Lösung vermengt. Ist diese organische Substanz katalase-positiv, dann zerfällt das Wasserstoffperoxid rasch in Wasser und O2. Der Sauerstoff perlt in Blasen aus. Anderenfalls ist die organische Substanz katalase-negativ und das H2O2 wird nicht gespalten.

Behauptung:
----------------
In toten Bierhefen ist die Katalase denaturiert. Sie sind daher nicht mehr katalase-positiv.

Vorbereitung des Tests:
----------------------------
Gestern habe ich Trockenhefe rehydriert und jeweils 1ml der Hefesuspension in Proberöhrchen verteilt. Ein Proberöhrchen wurde 60 Minuten bei 75°C gelagert, ein weiteres 60 Minuten bei 60°C. Zwei weitere Proben wurden jeweils bei 2°C und Zimmertemperatur über Nacht gelagert.

Heute, 60 Minuten vor dem Test, wurde ein weiterer Satz Proben für 60 Minuten bei den oben genannten Temperaturen gelagert.
Zusätzlich wurden zwei Proberöhrchen mit Trockenhefe vorbereitet, wovon eins für 10 Minuten in kochendes Wasser gestellt wurde.

Nachträglich wurde eine weitere Probe mit konservierter Erntehefe vorbereitet. Konkret eine in isotonischer Kochsalzlösung konservierte Gozdawa PAY-7, von der 2ml Suspension in das Proberöhrchen kamen.

Test:
------
In jedes Proberöhrchen wurde jeweils 1ml 3%ige stabilisierte H2O2 Lösung gegeben.
Dies sind die Ergebnisse:

LEBT
IMG_1366.jpg
2°C warme rehydrierte Brewferm Top
LEBT
IMG_1372.jpg
2°C warme rehydrierte Brewferm Top (1 Tag alt)
IMG_1372.jpg (47 KiB) 4076 mal betrachtet
TOT
IMG_1380.jpg
60°C warme rehydrierte Brewferm Top (1 Tag alt)
IMG_1380.jpg (66.35 KiB) 4076 mal betrachtet
TOT
IMG_1373.jpg
60°C warme rehydrierte Brewferm Top
IMG_1373.jpg (69.47 KiB) 4076 mal betrachtet
TOT
IMG_1382.jpg
75°C warme rehydrierte Brewferm Top
IMG_1382.jpg (91.19 KiB) 4076 mal betrachtet
TOT
IMG_1375.jpg
75°C warme rehydrierte Brewferm Top (1 Tag alt)
IMG_1375.jpg (92.47 KiB) 4076 mal betrachtet
LEBT (katalytische Reaktion normal schnell)
IMG_1377.jpg
trockene Brewferm Top
IMG_1377.jpg (66.94 KiB) 4076 mal betrachtet
LEBT NOCH (katalytische Reaktion sehr langsam)
IMG_1379.jpg
trockene Brewferm Top - vor 10 Minuten bei 100°C "massakriert"
IMG_1379.jpg (72.7 KiB) 4076 mal betrachtet
LEBT - getestet wurden 2 ml einer "mageren" Gozdawa PAY-7 Suspension in NaCl Lösung.
Die katalytische Reaktion verläuft durch die NaCl gehemmte Hefe sehr schwach und langsam, aber sichtbar ab.
Image-1.jpg
gehemmte Erntehefe in NaCl Lösung

restliche rehydrierte Trockenhefe testen:
https://youtu.be/scdorRGBFE0
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Montag 18. Dezember 2017, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Katalasetest

#23

Beitrag von flensdorfer » Montag 18. Dezember 2017, 15:43

Sehr geil :thumbup
Mich interessiert brennend der Versuch mit der Erntehefe. Damit könnte man doch vor Ansetzen eines Starters testen, ob z.B. in NaCl eingelagerte Erntehefe noch lebt, richtig? Einfach Flasche aufschütteln, ein paar ml Hefe abziehen, 1ml H2O2 dazu und wenn die Hefe noch lebt, sollte es blubbern.

Habe ich das soweit korrekt verstanden?

[edit] youtube-Link übersehen :redhead Funktioniert also genau so gut. Mein Ansatz oben ist korrekt?
Gruß, Arne

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Re: Katalasetest

#24

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 18. Dezember 2017, 16:20

flensdorfer hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 15:43
Mich interessiert brennend der Versuch mit der Erntehefe. Damit könnte man doch vor Ansetzen eines Starters testen, ob z.B. in NaCl eingelagerte Erntehefe noch lebt, richtig? Einfach Flasche aufschütteln, ein paar ml Hefe abziehen, 1ml H2O2 dazu und wenn die Hefe noch lebt, sollte es blubbern.
Ich habe ein Foto ergänzt. Das NaCl hemmt die Hefe. Die Reaktion läuft sehr langsam ab, ist aber erkennbar.
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Re: Katalasetest

#25

Beitrag von Bierjunge » Montag 18. Dezember 2017, 17:34

Sehr schön, danke für Dein tolles Engagement! :thumbup
Ich liebe solche Versuchsreihen...

Wofür die Methode wohl sehr gut geeignet sein dürfte, wäre, um z.B. ein Kaufbier-Flaschengeläger zu testen, ob die Hefe sich "strippen" ließe, und nicht etwa einer Pasteurisierung zum Opfer gefallen ist.

Was damit aber wahrscheinlich nur schlecht möglich ist, wäre eine Quantifizierung der Vitalität einer einige Zeit gelagerten Hefe. Denn so wie ich den Katalasetest verstanden habe, liefert er (ähnlich wie die Jodprobe) ein eher digitales Ergebnis "schäumt/schäumt nicht". Oder denkst Du, dass mit hinreichend Erfahrung es möglich wäre, anhand der Stärke des Schäumens z.B. eine Hefe mit 90% und eine mit 10% Vitalitätsrate zu unterscheiden?

Versteh mich nicht falsch, ich will den Wert Deiner Versuche nicht mindern, sondern nur erkennen, wo es sinnvoll eingesetzt werden kann, und wo u.U. seine Grenzen liegen.

Moritz

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Re: Katalasetest

#26

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 18. Dezember 2017, 17:50

Eine quantitative Aussage über lebende Zellen wird nicht möglich sein. An den Proben der Trockenhefe verglichen mit der NaCl Hefe sieht man, dass sich gaaanz viele lebende Zellen von wenigen schlafenden Zellen gut unterscheiden lassen. Im A-B Vergleich war die Reaktion der erhitzten Trockenhefe auch deutlich geringer als bei der frischen Trockenhefe. Eine subjektive Bewertung ist daher möglich, mehr aber auch nicht.
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Re: Katalasetest

#27

Beitrag von flensdorfer » Montag 18. Dezember 2017, 18:05

Super Jens, Danke!

@ Jens und Moritz: eine quantitative Bewertung wäre auch nicht mein Ziel. Als Ergebnis ist für mich ausreichend zu erfahren, ob da von der eingelagerten Hefe überhaupt noch etwas lebt oder ob alles tot ist.
Schäumt es nicht oder nur gaaaaaaaanz wenig, könnte man die eingelagerte Hefe gleich entsorgen, da sie sich wohl nur mit viel Aufwand und Liebe wieder über einen mehrstufigen Starter mit mehr als 2-3 Propagationsschritten wiederbeleben ließe. Bzw. kann man sich vor der Entsorgung noch immer entscheiden, die Hefe aufzupäppeln.

Der Ansatz als Test, ob Hefe gestrippt werden kann, ist hier für mich ein Paradebeispiel.
Gruß, Arne

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Re: Katalasetest

#28

Beitrag von docpsycho » Montag 18. Dezember 2017, 18:10

Gude,

ganz ehrlich, eine sehr geile Idee, das Experiment und die Idee hat meinen Respekt. Mir ist im übrigen der selbe Gedanke wie Moritz gekommen.
Bierjunge hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 17:34

Was damit aber wahrscheinlich nur schlecht möglich ist, wäre eine Quantifizierung der Vitalität einer einige Zeit gelagerten Hefe. Denn so wie ich den Katalasetest verstanden habe, liefert er (ähnlich wie die Jodprobe) ein eher digitales Ergebnis "schäumt/schäumt nicht". Oder denkst Du, dass mit hinreichend Erfahrung es möglich wäre, anhand der Stärke des Schäumens z.B. eine Hefe mit 90% und eine mit 10% Vitalitätsrate zu unterscheiden?
Zumindest weiß man dann aber ob wenigstens noch ein paar Zellen leben und anhand der Schaumbildung kann man wenigstens sagen, ich brauche einen Starter oder nicht, sehe ich das richtig? Für Striphefe scheint es auf jeden Fall optimal.
Vielleicht bekommen wir innerhalb des Forums noch mehr Resultate und damit eine größere Datenmenge. Wenn man nach einem standardisierten Ablauf vorgeht, kann man nach n=xxx Versuchen mehr Rückschlüsse ziehen.
Ich würde das Ganze auf jeden Fall mal ausprobieren.

Grüße, Felix
Setup: 3,5kw Caso-Induktionsplatte, 36l Brewferm-Topf, 38l Schengler-Thermoport mit Läuterhexe, Kühlspirale, Themperaturgesteuerte Gärkammer.

Die Brausportgruppe e.V. Rhein-Main

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Re: Katalasetest

#29

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 19. Dezember 2017, 01:45

In dem Youtube Link sieht man es ganz gut. Eine Hefesuspension mit vielen lebenden Zellen schäumt praktisch sofort und heftig auf.
Die NaCl Hefe in Bild 9 hat die paar Bläschen in 1-2 Minuten gebildet. Die zwangsläufig mit abgesaugte NaCl Lösung hält die Hefe aber auch im Tiefschlaf. Aus dieser "NaCl Hefe" habe ich kürzlich einige 3-stufige 5 Liter Starter propagiert. Wenig Schaum bedeutet also nicht dass die Hefe "schlecht" ist, sondern, dass man einen Starter braucht.

Ebenso interessant sind die beiden nicht befeuchteten Trockenhefen in Bild 7 und 8. Die "gute" Trockenhefe in Bild 7 ist in einer halben Sekunde sehr stark aufgeschäumt. Die kurzzeitig auf 100°C erhitzte Trockenhefe in Bild 8 war deutlich träger und schäumte bei weitem nicht so intensiv.
Eine gewisse Aussagekraft über die "Anzahl" der aktiven Zellen ist also gegeben.

Ich finde für den Katalasetest folgende Fragen hilfreich:
- Hefe mausetot? Ja/Nein
- Striphefe brauchbar? Ja/Nein
- Starter will nicht > Hefe Schuld? Ja/Nein
- "Tütchen alt" etwa genauso fit wie "Tütchen neu" (A-B Vergleich) ? Ja/Nein
- Starter erfolderlich? Ja/Nein
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Dienstag 19. Dezember 2017, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

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Re: Katalasetest

#30

Beitrag von Tozzi » Dienstag 19. Dezember 2017, 01:54

Respekt, da hast Du glaub ich einen wirklich brauchbaren Test entwickelt.
Hochinteressant ist das Ganze allemal.
:Drink
Viele Grüße aus der Selva di Fasano
Stephan

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Re: Katalasetest

#31

Beitrag von M0ps » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:46

Das muss ich auch sagen - spätestens für alle, die sich mit Hefebanking beschäftigen oder Mengen brauen, die nach einem Starter verlangen, sehr interessant.

Auch wenn die Nachgärung nicht in Gang kommen möchte, kann man so mal schauen ob es an der Hefe liegt.

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Re: Katalasetest

#32

Beitrag von Taim » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:14

Super Versuch! :thumbup

Das könnte man natürlich noch beliebig weiterspinnen, falls man wirklich eine Quantifizierung realisieren wollte.
Z.B. hiermit
und dann die tatsächliche Gasentwicklung pro Zeiteinheit messen.

Unit Definition
One unit of catalase will decompose 1.0 micromole of hydrogen peroxide to oxygen and water per minute at pH 7.0 at 25 °C at a substrate concentration of 50 mM hydrogen peroxide.

Funktioniert natürlich nur, wenn man eine Kalibirierkurve mit einer Lösung bekannter Katalasekonzentration erstellen würde. Gibt es z.B. bei sigma-aldrich, da dürfte man als Privatperson aber schwer rankommen.
Alternativ gibt es Katalase ja auch als Bestandteil der sog. Neutralisations-tabletten und -lösungen für Kontaktlinsen. In dem Beispiel sollen angeblich 0.1mg Katalase pro Tablette enthalten sein (mit welcher Aktivität steht da natürlich leider nicht).

Ob das ganze jetzt den Aufwand und die Kosten lohnt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt . :Drink

VG,
Taim
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Re: Katalasetest

#33

Beitrag von Boludo » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:24

Ich glaube, da ist man mit Mikroskop, Anfärben und Zählkammer schneller und einfacher am Ziel.

Stefan

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Re: Katalasetest

#34

Beitrag von Taim » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:32

Taim hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 11:14
Ob das ganze jetzt den Aufwand und die Kosten lohnt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt . :Drink
Sag ich ja.
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Re: Katalasetest

#35

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 22. Dezember 2017, 21:01

Erste Abgrenzung:
Der Test taugt nichts, um zu prüfen, ob in einem geklärten und entgasten Jungbier ausreichend Hefezellen für die Flaschengärung vorhanden sind. Zumindest sind ohne Mikroskop keine Sauerstoffbläschen in einem 50:50 Mix aus Jungbier und H2O2 zuerkennen. Eine nach 24 Stunden durchgeführte Spanprobe verlief negativ - also keine nennenswerte Steigerung der Sauerstoffsättigung im Erlenmeyer.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Katalasetest

#36

Beitrag von Boludo » Freitag 22. Dezember 2017, 21:43

Eine Spanprobe erfordert aber schon eine ordentliche Menge Sauerstoff.
Ob das die paar Hefezellen bringen?

Stefan

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