Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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chaos-black
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Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#1

Beitrag von chaos-black » Samstag 20. Januar 2018, 18:49

Hallo liebe Leute,
mir kam neulich die Idee ein Ale zu brauen, das mit Rosenblüten gestopft wird und hoffentlich entsprechend Aroma annimmt. Dazu habe ich einen Rezeptentwurf gebastelt, den ich gern mit euch diskutieren würde. Die Schüttung habe ich recht einfach gehalten, habe dabei aber auch an Farbe gedacht und da Chrissi_Chris's Red X Ale mir von der Malzigkeit und Farbe her sehr gut gefallen hat, habe ich die Schüttung davon übernommen und möchte auch die gleiche Hefe verwenden. Bei der Frage der Hopfung bin ich mir aber noch recht unsicher. Naja, schaut mal drüber:

Rotes Rosen Ale
Stammwürze: 11,5°P
Bitterkeit: 28 IBU
CO2-Gehalt: 5g CO2/L

Schüttung:
50% Pale Ale Malz
50% Red X Malz

Maischeprogramm
63°C für 40min
72°C für 20min
78°C Abmaischen

Hopfenkochen 60min (+10min Nachisomerisierung)
je 15% der IBU Hallertauer Perle und Tettnanger bei 30min
je 15% der IBU Hallertauer Perle und Tettnanger bei 10min
je 20% der IBU Hallertauer Perle und Tettnanger bei 05min

Whirlpool: 5g/L Rosenblüten bei 80°C für 30min (sobald ich Blüten hier hab probiere ich mit Rosenblütentee aus wie welche Mengen rüberkommen)
Stopfen: 5g/L Rosenblüten für 5 Tage ab Ende der Hauptgärung.

Vergären bei 20°C mit der Mangrove Jack M36 Liberty Bell Ale

Wasser: Göttinger Wasserprofil weiches Wasser (details https://www.stadtwerke-goettingen.de/fi ... se_web.pdf )

Die Rosenblüten werde ich mir wahrscheinlich hier besorgen sobald Saison ist: https://www.naturix24.de/pflanzliche-ei ... -ganz?c=23


Wie gesagt bin ich mir insbesondere bei den Hopfensorten und -gaben unsicher. Was meint ihr, passt das zur Rose? Sie sollte durch den Hopfen im Aromaeindruck unterstützt, aber auf keinen Fall übertüncht werden.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#2

Beitrag von Blancblue » Samstag 20. Januar 2018, 19:10

Aus meiner Sicht wird das viel zu malzig, um die zarten Rosenaromen zu präsentieren. Ich würde da eher in Richtung Witbier gehen (PAX hatte da glaube ich mal was gemacht in die Richtung).

Vom Hopfen her würde ich Sorten mit hohem Geraniolanteil nehmen, das geschmacklich Richtung Rosen geht bzw. gehen kann. Ansonsten wäre Barbe Rouge imho sehr geeignet
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#3

Beitrag von gulp » Samstag 20. Januar 2018, 19:31

50 % RedX, puh, da wird die Rose schnell verblühen. Wit, wie Blancblue sagt, oder ein Saison mit umme 5 % Alk. Vol., würde ich da brauen. CO2 eher mehr, 6 g CO2/L.

Gruß
Peter
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#4

Beitrag von chaos-black » Samstag 20. Januar 2018, 20:05

Hmh, ja ein Wit könnte auch gut passen. Nur hab ich noch nie diesen Stil gebraut. Also hab ich mal eben bei Maischemalzundmehr geschaut und Boludos Rezept gefunden ( https://www.maischemalzundmehr.de/index ... er/Blanche ).
Vielleicht ist das ja eine gute Basis. Da verstehe ich nur leider nicht diesen merkwürdigen Maischeplan. Hängt der am unvermälzten Weizen und könnte ich einen "normalen" Maischeplan fahren wenn ich Weizenflakes nehme? Und um der Rose die Bühne zu überlassen eventuell die Koriander und Bitterorangenschalengaben auf 0,2g/L und 0,25g/L reduzieren?

Geraniolreiche Hopfensorten sollen folgende sein: Aurora, Bravo, Cascade, Centennial, Chinook, Citra, Mosaic, Motueka, Styrian Golding (Quelle: https://beerandbrewing.com/hops-oils--a ... ed-waters/). Diejenigen die ich davon kenne muss man dann aber wirklich vorsichtig dosieren.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#5

Beitrag von Tozzi » Samstag 20. Januar 2018, 20:23

Ich würde auch in Richtung Saison gehen, Rezept ähnlich wie beim Doppel Nelson.
Hallertauer Comet wäre, je nach Jahrgang, auch eine Option...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#6

Beitrag von CastleBravo » Sonntag 21. Januar 2018, 09:41

Interessante Idee. Bin gespannt zu erfahren wie du dich entschieden hast.

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#7

Beitrag von Svensemilla » Sonntag 21. Januar 2018, 16:21

Blancblue hat geschrieben:
Samstag 20. Januar 2018, 19:10
Ich würde da eher in Richtung Witbier gehen (PAX hatte da glaube ich mal was gemacht in die Richtung).
Das von PAX ist eine Rhabarber-Hibiskus-Rose-Gose. Richtig rundes Ding!

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#8

Beitrag von flying » Sonntag 21. Januar 2018, 17:33

Gab es schon mal im alten Forum und ist in die Hose gegangen. Ich würde eher mit naturreinen Hydrolaten und ätherischen Öl aus Rosen arbeiten.

https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=13338
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#9

Beitrag von CastleBravo » Sonntag 21. Januar 2018, 19:56

Man könnte doch auch Rosentee nach der Hauptgärung hinzufügen.
Gruß
Sepp

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#10

Beitrag von chaos-black » Sonntag 21. Januar 2018, 21:33

...ich glaube stilmäßig würde ich bei dem Wit bleiben, das wollte ich sowieso schon immer mal ausprobieren.
flying hat geschrieben:
Sonntag 21. Januar 2018, 17:33
Ich würde eher mit naturreinen Hydrolaten und ätherischen Öl aus Rosen arbeiten.
Ich hab keine Erfahrungen mit ätherischen Ölen oder Hydrolaten. Muss ich bei ätherischem Öl wegen Fett auf den Schaum aufpassen? Werde aber wohl kein Rosenöl nehmen, da ich nach kurzer Websuche Preise von 25-50€ pro 1ml(!) vorgefunden habe.
Sollte ich mit vollständigen Rosenblüten arbeiten, so würde ich sie wohl ein paar Tage in Vodka einlegen um so sicherzustellen dass ich mir davon keine Infektion hole. Der Alkohol sollte ja bei der Aromaextraktion helfen und ich kann dann nach Geschmack Rosen-Vodka-Essenz beigeben.

Kann noch jemand was zu meinen Fragen zum Maischeplan und den Gewürzen sagen?
chaos-black hat geschrieben:
Samstag 20. Januar 2018, 20:05
[...] Nur hab ich noch nie diesen Stil gebraut. [...] Boludos Rezept ( https://www.maischemalzundmehr.de/index ... er/Blanche ).
[...] Da verstehe ich nur leider nicht diesen merkwürdigen Maischeplan. Hängt der am unvermälzten Weizen und könnte ich einen "normalen" Maischeplan fahren wenn ich Weizenflakes nehme? Und um der Rose die Bühne zu überlassen eventuell die Koriander und Bitterorangenschalengaben auf 0,2g/L und 0,25g/L reduzieren?
Beste Grüße,
Alex
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#11

Beitrag von flying » Sonntag 21. Januar 2018, 21:46

Ätherische Öle sind keine Fette sondern meistens Alkohole, Ester, Ketone oder Terpene. Also das Gleiche was auch Hopfenaroma ausmacht.
Bei der Wasserdampfdestillation trennt sich das Destillat in ätherisches Öl und Hydrolat. Eine 50 ml Flasche Rosenhydrolat kostet vielleicht 3 €. Von dem ätherische Öl bräuchte man extrem wenig. Für die Herstellung von einem Liter ätherischen Rosenöl braucht man 5 Tonnen Rosenblüten. Da gilt es mit der Pinzette zu dosieren, wenn man es überhaupt braucht...
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#12

Beitrag von Tozzi » Sonntag 21. Januar 2018, 21:49

Koriander und Bitterorange würde ich in dem Fall stark reduzieren oder ganz weglassen.
Bzgl. Kaltauszug, Du wirst eine Menge Rosenblüten brauchen. Da wird ein ISI Whip wohl zu klein sein, auch einfaches Einlegen denke ich führt da nicht zum Ziel.
Aber Du könntest die Rosenblüten mit dem Vodka in ein Keg tun, und Druck draufgeben, um die Sache zu beschleunigen und die flüchtigen Komponenten zu erhalten. Eventuell statt CO2 Stickstoff verwenden.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#13

Beitrag von Sepp-Wurzel » Dienstag 23. Januar 2018, 07:01

flying hat geschrieben:
Sonntag 21. Januar 2018, 21:46
.... Da gilt es mit der Pinzette zu dosieren, wenn man es überhaupt braucht...
Ohne mich rezepttechnisch einzumischen würde ich hier eher eine Pipette nehmen 😁

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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#14

Beitrag von chaos-black » Dienstag 23. Januar 2018, 11:52

Dankeschön für eure ganzen Tips! Das Bier steht zwar (wie immer bei meinen Ideen....) erstmal auf der Brauliste hintenan, aber wenns dann soweit ist, halte ich euch auf dem Laufenden.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#15

Beitrag von chaos-black » Dienstag 26. Februar 2019, 08:57

Ich habe eben bemerkt dass ich mir hier gar nicht zurückgemeldet habe. Das Bier habe ich vergangenen April gemeinsam mit zwei anderen Hobbybrauern gebraut. Das Rezept war am Ende folgendes:

Code: Alles auswählen

20L Sud
12°P
21IBU

55% Pilsner Malz
40% Weizenflocken
5% Haferflocken

10min 55°C
20min 63°C
60min 67°C
78°C abmaischen

Kochen für 90min
11g Aurora (10IBU) in die Vorderwürze
27g Aurora (11IBU) 10min vor Kochende
2g Irish Moss für 10min (mir schmecken auch klare Weizenbiere :P)
3g Koriandersamen für 5min
60g Hibiskusblüten für 2 Minuten ab Flame Out in einer Hopspider in der Würze schwenken

Vergoren mit Wyeast 3944 bei etwa 20°C kellerstabiler Umgebungstemperatur

Nach der Gärung 10ml Rosenwasser (Rosenhydrolat) pro Liter Bier ins Keg
Um die Menge an Rosenwasser herauszufinden habe ich mit einer Spritze tröpfchenweise Rosenwasser in ein Becherglas mit dem Basisbier gegeben und probiert. Diese Menge passte ganz gut zu diesem Bier.

Das Bier selbst ist auf jeden Fall etwas anderes. Ich hab es (und andere Biere) zu meinem 30sten Geburtstag ausgeschenkt und meine Gäste haben es in der Regel gebliebt oder gehasst. Es ist so für mich auf jeden Fall ein besonderes Bier, das ich mal, aber nicht ständig, im Glas haben möchte. Dafür sind die Geschmäcker einfach zu intensiv. Damit meine ich sowohl die Aromen von der Hefe als auch den Roseneindruck. Wenn die Rose in einem anderen Bier nicht gegen die starke Hefe ankämpfen muss, sollte die Menge an Rosenwasser definitiv ordentlich verringert werden, vlt halbiert oder so.

Die Hibiskusblüten habe ich auf diese Art beigegeben, da ich zwar die Farbe, aber möglichst nicht so viel Geschmack von ihnen haben wollte. Und tatsächlich muss man den Hibiskusgeschmack suchen. Sie haben aber ein sehr zartes Rosa ins Bier und auch in den Schaum gebracht. Die Färbung hätte etwas stärker sein dürfen, für ein zukünftiges Bier würde ich die Menge an Hibiskus erhöhen.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#16

Beitrag von Eowyn » Dienstag 26. Februar 2019, 14:11

Das hilft immens.

Danke dir. Hibiscus blüten tu ich dann wohl auch rein wegen Farbe.
Ich vermute mein Granatapfel und Hagebutte wird nicht genug Farbe abgeben... evtl. aber wenn ich doch Himbeeren dazugebe, dann erledigen die das.
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#17

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 22. Mai 2020, 21:13

Überlege nun inspiriert durch diesen thread und das hier https://www.bnr.bg/de/post/100573949/we ... t-dem-bier
in meinem "Barley Wein" (23 °P, auf Stoutbasis plus Kardamom und Candysirup, wlp004) auch so 5 ml Rosenwasser pro Liter (also etwa 23 ml auf 4,5 L) zuzugeben. Habe das für Marzipan letztens verwendet und fand es v. a. in Kombi mit Kardamom ziemlich lecker. Ist zwei Wochen offen die Flasche und nur ein einfaches Industrieprodukt a 5 €.
Was meint Ihr, passt das? Auf folgendes Gebrautes:
1500 g Pima, 200 g Bio Carafa (edit: 1000-1200 EBC), 200 g Cara dkl., 100 g Mela
BiaB:
2 kg Malz in 10 L Topf mit 6,5 L Wasser (Leitungswasser & 0,9 g MS (90 %)), Aufheizmethode: 30 min 65 °C, 30 min 73 °C, Abmaischen sofort
Hopfen: 5 g Hallertauer Blanc VWH (Dose) 60 min, 5 g Magnum (14,3 %) Bitter +100 ml Candysirup (2+1 Zucker+Wasser) 40 min, 5 g Tettnanger Aroma 5 min, IBU-Soll ca. 35 (? mit 18 % Ausnutzung (Glenn-Tinseth, 80 min Kochung+Nachiso)), (2+1 Zucker+Wasser), 2 g frisch gedrückter Kardamom, +100 ml Candysirup
34 °P auf 23 °P verdünnt,
WLP 004 (reaktiviert aus Flasche letztes Stout), 15 °C (Garage) im Eimer (Brett? weil mal missratenes kriek darin lag..) offen vergoren, HG 2 Wochen, NG (Riesenflasche) 2 Wochen, Lagerung im Kühlschrank 7 Monate

PS: hier das Bild zum Texti https://hobbybrauer.de/forum/download/f ... &mode=view
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#18

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 22. Mai 2020, 21:36

Ach herrje, da fällt mir gerade auf, wenn ich das in meiner 3L Flasche Nachgären lasse, kann ich ja das Rosenwasser nicht "nach der Gärung" zugeben. Würde das Rosenwasseraroma leiden in 7 Monaten in der Flasche? Wie würdet Ihr bei Flaschengärung (oben ist ja im keg angegeben) bzgl. Rosenwasser vorgehen?
VG
Salomon
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#19

Beitrag von chaos-black » Samstag 23. Mai 2020, 10:43

Bei mir hat sich das damals ja im Endeffekt in ein Belgisches Wit mit Hibiskusblüten und Rosenwasser entwickelt. Ich habe abgeschmeckt und fand es lecker mit 10ml Rosenwasser auf 1L - dementsprechend habe ich 200ml auf 20L gegeben.
Bei mir überleben die Biere immer lange (bei uns gibts meistens nur alle paar Tage ein Gläschen) und dementsprechend ist das Witbier etwa 1 1/2 Jahre alt geworden. Der Geschmack wird runder und auch die Rose nimmt sich etwas zurück, ist aber die ganze Zeit trotzdem schmeckbar gewesen und es gab hier einen Gast, der bei jedem Besuch dieses leckerer Rosenbier wollte.

Der Barleywine ist ja sicherlich auch sehr geschmacksintensiv. Würde mich wundern, wenn man da so viel weniger nehmen muss als für mein Wit. Andererseits können ja auch die Rosenwasser unterschiedlich intensiv sein.
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Re: Rezeptdiskussion: Rotes Rosen Ale

#20

Beitrag von Barney Gumble » Samstag 23. Mai 2020, 13:29

Super, Danke, werde es dann auch so machen, also ca. 10 ml Rosenwasser pro L und direkt die Flaschen nach einer normalen Hauptgärung im Einer. Mal sehen wie lange die Irish Ale für 23 °P braucht und wie weit es überhaupt runtergeht.. ich überlege eh noch ob auch eine Weinhefe oder Ciderhefe ran darf falls es nicht mind. 9 vol% alc werden..
Vielen Dank für die Pionierarbeit, auf der ich wieder mal mitsurfe..
VG
Shlomo
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