Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#451

Beitrag von Dekobier » Donnerstag 25. April 2019, 10:46

flensdorfer hat geschrieben:
Mittwoch 24. April 2019, 23:01
Die vollen 100ml Ecoflacs sind auch wieder verfügbar
https://www.medpex.de/wunddesinfektion/ ... fp=1&fop=6
Das stand da gestern auch schon so. Und als ich vor ein paar Tagen bestellt habe, auch schon. "Oh, das ist ein Fehler. Den muss ich gleich mal weitergeben" :puzz

Grüße,
Oliver

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#452

Beitrag von Aeppler » Donnerstag 25. April 2019, 10:55

20*100ml für 17,25€ gibt es hier. Versandkosten 3,50€.
Beste Grüße aus Mengelse.
Ulrich

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#453

Beitrag von Dekobier » Donnerstag 25. April 2019, 11:05

ja, macht für die, die neu bestellen sicherlich Sinn. Mir war es dann zu blöd, die Bestellung vollständig zu canceln oder mehr Versand zu zahlen. Jetzt werden es halt die Halbvollen...

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#454

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 25. April 2019, 13:23

Dekobier hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 10:42
max. 20ml, nicht fix 20ml. Aber die Frage bleibt : wodurch ist die Grenze gesetzt? Willkürlich durch Spritzengröße oder ausprobiert?
Ausprobiert. Die Hefe in den Ecoflacs mit mehr Hefe ist in der Regel früher gekippt als Ecoflacs der gleichen Charge mit weniger Hefe. 20 ml Hefesuspension auf 100 ml NaCl Lösung war bei mir dir das "dickste Gemisch", die noch halbwegs zuverlässig langzeitstabil war.
In den volleren Ecoflacs wurden meine Hefen schneller grau und fingen eher an zu autolysieren (diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett).
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#455

Beitrag von rakader » Donnerstag 25. April 2019, 13:28

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:23
Ausprobiert. Die Hefe in den Ecoflacs mit mehr Hefe ist in der Regel früher gekippt als Ecoflacs der gleichen Charge mit weniger Hefe. 20 ml Hefesuspension auf 100 ml NaCl Lösung war bei mir dir das "dickste Gemisch", die noch halbwegs zuverlässig langzeitstabil war.
In den volleren Ecoflacs wurden meine Hefen schneller grau und fingen eher an zu autolysieren (diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett).
OT: Wäre mal gut, wenn wertvolle Beiträge wie dieser faorisiert werden könnten. For my 2 cents only.
---
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#456

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 25. April 2019, 13:33

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:23
... wurden meine Hefen schneller grau und fingen eher an zu autolysieren (diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett).
Speziell: diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett

Jetzt weiß ich endlich warum meine eingelagerte Hefe teils so aussieht. Gut dass ich sie entsorgt habe.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#457

Beitrag von Dekobier » Donnerstag 25. April 2019, 13:46

Da schließe ich mich mal vollumfänglich Radulph an...

Danke, Jens!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#458

Beitrag von skappler » Donnerstag 25. April 2019, 19:14

DevilsHole82 hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:33
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:23
... wurden meine Hefen schneller grau und fingen eher an zu autolysieren (diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett).
Speziell: diffuse "Schleimschicht" über dem Hefebett

Jetzt weiß ich endlich warum meine eingelagerte Hefe teils so aussieht. Gut dass ich sie entsorgt habe.
Das war mir so auch nicht bewusst. Ich dachte das wäre normale Hefe die sich einfach in der Schwebe befindet.

Muss man die entsorgen oder kann ich die erneuern indem ich einen Starter mache und den Bodensatz neu einlagere?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#459

Beitrag von skappler » Donnerstag 25. April 2019, 20:15

beryll hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 19:42
So isses Sebastian, mach daraus einen Starter und lagere die Hefe neu ein.
VG Peter
Sehr gut. Dann mach ich das am Wochenende mal. Vielen Dank :Smile

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#460

Beitrag von glassart » Samstag 27. April 2019, 19:57

Hallo Freunde der Hefelagerung :Bigsmile

ich wollte einmal kurz mein heute erstmals angewendetes Verfahren zur Hefentnahme vorstellen und wäre über eure Meinungen dazu dankbar ( vor allem die Kritik dazu falle es eine gibt :Smile )

- primär wollte ich mir den Schritt eines Sterilfilters und einen zweiten Einstiches ins Ecoflac ersparen ( hauptsächlich ein Sterilitätshintergrund nicht aus Spargründen :Smile )
- die Idee war folgende
> ich nehme eine 20 ml Spritze + Kanüle und sauge ca. 5 cm vor der Gasbrennerflamme ( die schon mind. 1 min brennt) genau 10 ml relativ heiße "Sterilluft" ein
> steche dann in das Ecoflac und injiziere die 10 ml, drehe dann das Ecoflac auf den Kopf, ziehe die Kanüle 3 cm zurück und entnehme 10 ml Hefesuspension ( vorher natürlich gut geschüttelt)
> dann das Ecoflac wieder sterilisiert und mit Wachs versiegelt
> Hefe in die Starterwürze

Es hat hervorragend funktioniert und sollte auch mit Glasbehältern funktionieren wenn man schrittweise Luft einpumpt und Hefe entnimmt ( aber das habe ich noch nicht probiert)

Gibt es da Bedenken zu dem Vorgehen -was meint ihr ?

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#461

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 10:46

Peter, hab ich mich wirklich so unverständlich ausgedrückt :Grübel
Im Grunde ist es noch einfacher als die anderen beschriebenen Techniken

> 20 ml Spritze + Kanüle (rosa) > 10 ml Sterilluft einsaugen > ins Ecoflac stechen (oder Glas, muss probiert werden) > 10 ml Luft injizieren > Ecoflac umdrehen > Nadel zurückziehen und 10 ml Hefe entnehmen.
Das wars dann und natürlich sofort nachher noch mit Isdopropyl abdecken ( ich flamme ab) und dann mit Wachs versiegeln.
Ein Nullsummenspiel und die Ecolflac´s bleiben bzgl. Druck immer gleich :Bigsmile

Ich habe auch 2 Glasflaschen und werde damit wenn diese Hefen benötigt werden das gleiche Procedere probieren und berichten oder vielleicht möchte jemand der nur Glasflaschen hat das in der Art einmal machen :Greets

lg Herbert :Drink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#462

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 11:34

Peter, bekommst du da wenn du zBsp. 9 mal 10 ml entnimmst nicht einen ordentlichen Unterdruck im Ecoflac und bleibt der bestehen mit der Wachsversiegelung ? :Grübel

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#463

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 12:10

Letztendlich ist es ja auch kein wirklicher Unterdruck, wie es z.B. in den Glasflaschen wäre. Das Material gibt ja nach... Oder bin ich da nun völlig auf dem Holzweg? :Grübel
Schwer zu sagen ab wann die Versiegelung evt. leicht brüchig wird und das Ecoflac Luft einsaugt :Grübel

Aber probier einfach einmal mein Vorgehen da es ja außer der verwendeten Flamme nicht mehr Aufwand ist bzw. eigentlich ident nur auge ich eben vorher 10 ml Luft ein.

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#464

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. April 2019, 13:22

Moin,
warum zum Druckausgleich keine zweite Kanüle mit einem Sterilfilter darauf? So mache ich es.
VG, Markus
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#465

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. April 2019, 13:48

Moin,
ich dachte immer, dass das Einstichsiegel selbstheilend ist, sich quasi nach einem Einstich wieder soweit schließt, dass es safe ist. Ich habe bislang noch nie eine zusätzliche Versiegelung angewendet. Sollte ich?
VG, Markus
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#466

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 13:57

Hallo Markus,

war das nicht Jens ( :Grübel :Grübel ) der sich schon über den Einstichkanal einmal was "eingefangen " hat ? Jedenfalls wurde schon vor einiger Zeit darüber berichtet aber ich finde es im Moment nicht mehr.
Bei den dickeren Kanülen und mehrmaligem Einstich kann das Loch offen bleiben und wenn dann noch Unterdruck besteht kann es Probleme geben.
Ich selbst hatte es vor der "Versiegelungszeit" nicht erleben dürfen , mache es aber jetzt immer mit einem Teelicht ( heiß + dicht :Bigsmile )

Die Idee es ohne Sterilfilter zu machen kam mir gestern einfach spontan und es ist einfacher und vermeidet unnötigen Müll ( auch wenn es nur eine Kanüle und Spritze ist )

Wenn nichts dagegen spricht wird es meine Zukunftsmethode sein :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#467

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 13:57

ah dann warst du das Peter :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#468

Beitrag von ggansde » Sonntag 28. April 2019, 14:05

Wieso glüht ihr Kanülen? Ich entnehme sie der Sterilpackung und verwende sie immer nur einmal.
VG, Markus
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#469

Beitrag von glassart » Sonntag 28. April 2019, 14:14

ich glühe nichts, alles steril verpackt - "glühe" nur die Luft die dann eingesaugt wird :Smile

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#470

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 29. April 2019, 02:42

Die Gummis der Ecoflacs sind nicht selbstheilend. Die beiden Einstichstellen sind dafür gedacht einmalig einen Infusionsanschluss hineinzustecken. Die Gummis bei den Injektionslösungen (Glas) verschließen sich zu einem gewissen Grad selbst.

Das Abdichten ist echt wichtig, sonst saugt sich durch den Unterdruck beim Abkühlen Kühlschrankluft ins Ecoflac und die Hefe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kontaminiert. Sieht man dann nach Wochen oder Monaten, dass auf der Flüssigkeit Schimmel wächst.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#471

Beitrag von matschie » Montag 29. April 2019, 08:09

Ich mache es aktuell so (Ecoflac):

Kanüle rein, 5-10ml entnehmen, Kanüle raus und dabei den Druck im Ecoflac mit der Hand halten. Dann Isoprop auf den Deckel und anzünden. Sobald das brennt stell ich das Ecoflac hin und lasse es los, was jetzt an Luft kommt wird ja durch die Flamme "sterilisiert". Dann Wachs drauftropfen und damit die Flamme löschen.
Hat Jens glaube ich auch hier schonmal so beschrieben.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#472

Beitrag von Odin » Montag 29. April 2019, 15:35

Habe mich jetzt auch mal durch den langen Thread gelesen und finde das ziemilch gut mit der eigenen "Hefebak".

Die vorgestellte Methode von Herbert finde ich bisher am besten und werde diese deshalb zuerst versuchen. Dake vielmals für die Anleitung :thumbsup

Wenn der kritische Punkt die Einstichstelle ist, dann sollte meiner Meinung nach die Membrane so wenig als möglich durchstochen werden. Deshalb wären evtl. kleinere Gebinde sinnvoll. Verwendet jemand von euch kleinere Gebinde als die 100ml Ecoflacs?

Gruß
Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#473

Beitrag von glassart » Montag 29. April 2019, 15:43

Stefan,
dies war meine Hauptüberlegung den zusätzlichen Sterilfilter mit einer weiteren Einstichstelle (auch wenn die Nadel dünner ist sind es trotzdem 10 zusätzliche Einstiche) nicht zu verwenden :Bigsmile

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#474

Beitrag von rakader » Montag 29. April 2019, 15:43

Odin hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 15:35
Wenn der kritische Punkt die Einstichstelle ist, dann sollte meiner Meinung nach die Membrane so wenig als möglich durchstochen werden. Deshalb wären evtl. kleinere Gebinde sinnvoll. Verwendet jemand von euch kleinere Gebinde als die 100ml Ecoflacs?
Die Diskussion um die Einstichstelle war mir auch neu. Ich pumpte vorher sogar eigens Luft wg. Druckausgleich rein. Ich habe dahingehend bisher Glück gehabt, das mir noch kein Glas gekippt ist. Ich muss aber zugeben, dass ich das noch nicht lange mache (seit diesem Jahr) und erst durch diesen Thread auf das Thema gestoßen bin.

Die Methode mit Isopropanol abfackeln und die Luft so zu sterilisieren finde ich aber auch so gut, dass ich das künftig auch machen werde.

Wichtiger scheint mir jedoch der Wachspropf zu sein; Jens hat diesen ja weiter oben angemahnt und die Gründe betont. Ich habe jetzt 20 Glasflaschen (keine Ecoflacs) im Kühlschrank eingelagert. Vor zwei Tagen hatte ich einen Pfropf vergessen und sofort war am nächsten Morgen Kondenswasser im besagten Glas.
Will heißen: Entnahme = Pfropf weg, nach Entnahme neuer Pfropf.

Nebenbei: Ich habe hier sowohl Glasflaschen vom Händler und aus der Apotheke als auch Ecoflacs per bekanntem Link. Ich mag es mir einbilden, ich meine aber das die Gummis bei den Glasflaschen besser abdichten und mehr Stiche vertragen.

Kleinere Einheiten würden aus meiner Sicht Sinn machen. Es minderte die Infektionsgefahr. Dazu müsste man etwas mehr zum osmotischen Druck wissen. Vielleicht kann Jens uns hier ein wenig aufklären?

Cheers
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#475

Beitrag von matschie » Montag 29. April 2019, 15:58

beryll hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 15:53
Ich bin aktuell ehrlich gesagt dabei, von NaCl wieder zurück zum Schrägagar zu gehen - und zwar mit dem Mineralöl. Zum einem hab ich an der Kultur echt ewig, der Druckausgleich ist mir völlig Rille (da nicht vorhanden) und die Röhrchen brauchen auch noch weniger Platz.
Ich habe, bevor ich mit Ecoflacs angefangen habe, lange überlegt wie ich es mache. Ich sehe absolut keinen Vorteil bei den Schrägagarröhrchen. Der Aufwand vorher ist höher, der Aufwand bei der Entnahme ist nicht weniger (Impföse ausglühlen, Abimpfen,..), die Infektionsgefahr m.E. sogar höher, die Haltbarkeit kürzer.

Beides parallel halte ich für noch mehr Unfug, es sei denn man hat mal eine Kultur die die Ecoflacs nicht übersteht, was aber doch eher die Ausnahme ist.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#476

Beitrag von rakader » Montag 29. April 2019, 16:06

Peter - ich bin aktuell gerade froh, dass ich die NaCL-Lösung überhaupt hinbekommen habe. :thumbup
Die Schrägagar-Lösung scheint mir die Profi-Lösung zu sein, und sie macht wohl nur mit Mikroskop Sinn. Außerdem ist mehr Ausstattung nötig. Im Endeffekt dürfte das Platzargument nicht reißen.

Schaue ich mir die ganzen Diskussionen um das Thema an, sollte die Methode gewinnen, die die beste Qualität in Abhängigkeit zum Einsatz der Mittel/der Zeit erbringt oder noch einfacher, die die niedrigste Unfallgefahr hat. Das schöne an der Hefe-Diskussion ist aus meiner Sicht, dass gerade im Sommer die Do-it-yourself-Methode besser sein kann als eine per Händler versandte Frischhefe. Denn um was geht es letztlich? Eben - Worst-Case-Szenarien vor dem Brautag zu verhindern.

Kryoperlen lagern hier auch noch, ich habe mich da aber noch nicht herangewagt, da ich mit meinen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten erst einmal abwarten wollte, ob ich das Erwecken der Hefetierchen generell überhaupt hinbekomme. Immerhin - seit heute morgen weiß ich, das es geht, die erste Propagation der French Saison wurde in den Magnetrührer überführt. Jetzt rätsele ich noch, ob die Menge für meinen nächsten Sud ausreichen wird. Leider bringen die Tools im Netz da nichts. Theoretisch weiß man ja immer wie's geht, praktisch ist es beim ersten Mal immer derart spannend, als sei man noch ein Schulbub. :thumbsup
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#477

Beitrag von HubertBräu » Montag 29. April 2019, 16:22

Ich habe meine letzten drei Starter aus je zwei Bodensätzen gemacht, wo ich die Flaschen zum Karbonisieren aufgezuckert hatte. Das waren einmal ein Weizen, wo ich die TAP 7 von Schneider gestrippt hatte, einmal die US-05 als Trockenhefe und einmal die W34/70, die ich vorher als Reinzucht aus Weihenstephan bekommen hatte. Die Flaschen waren zwischen 3 und 5 Monaten alt. Die erste Stufe vom Starter waren binnen wenigen Stunden aktiv und die Gärung verlief dann sauber und schnell. Spricht was gegen dieses Vorgehen?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#478

Beitrag von Dekobier » Dienstag 30. April 2019, 08:52

Odin hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 15:35
Habe mich jetzt auch mal durch den langen Thread gelesen und finde das ziemilch gut mit der eigenen "Hefebak".

Die vorgestellte Methode von Herbert finde ich bisher am besten und werde diese deshalb zuerst versuchen. Dake vielmals für die Anleitung :thumbsup

Wenn der kritische Punkt die Einstichstelle ist, dann sollte meiner Meinung nach die Membrane so wenig als möglich durchstochen werden. Deshalb wären evtl. kleinere Gebinde sinnvoll. Verwendet jemand von euch kleinere Gebinde als die 100ml Ecoflacs?

Gruß
Stefan
Hallo Stefan,

kleinere Gebinde als 100ml sind mir noch nicht über den Weg gelaufen, wobei ich auch nie explizit danach gesucht habe, aber:
Ich musste aus der Not heraus, halbvolle 100ml Ecoflacs kaufen (100ml Gebinde, mit 50ml gefüllt). War erst skeptisch, aber beim zweiten Mal drüber nachdenken bin ich zu dem Schluss gekommen, das es de facto keinen Unterschied macht: meine ältesten Ecoflacs sind jetzt teils über 3 Jahre alt und noch nicht einmal ansatzweise leer. Dafür braue ich entweder nicht genug oder mit zu vielen verschiedenen Hefen.

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#479

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 30. April 2019, 13:22

HubertBräu hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 16:22
Ich habe meine letzten drei Starter aus je zwei Bodensätzen gemacht, wo ich die Flaschen zum Karbonisieren aufgezuckert hatte. Das waren einmal ein Weizen, wo ich die TAP 7 von Schneider gestrippt hatte, einmal die US-05 als Trockenhefe und einmal die W34/70, die ich vorher als Reinzucht aus Weihenstephan bekommen hatte. Die Flaschen waren zwischen 3 und 5 Monaten alt. Die erste Stufe vom Starter waren binnen wenigen Stunden aktiv und die Gärung verlief dann sauber und schnell. Spricht was gegen dieses Vorgehen?
Hier geht es ja eigentlich um die Konservierung mit NaCl, aber: Nein, aus meiner Sicht spricht nichts dagegen. In der Flasche ist nicht von einer Infektion auszugehen (würde man sonst beim Austrinken merken) und du brauchst ja im Extremfall nur eine lebende Zelle. Die paar toten Zellen sollten später nicht mehr relevant sein, wenn man nicht extrem viel Bodensatz nimmt (mehr als eine Stufe). Ich finde die Idee nicht schlecht. Spätestens wenn mir eine NaCl Konserve verdorben ist, werde ich das auch mal ausprobieren aus eigenem Bodensatz zu erneuern. :thumbup
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#480

Beitrag von rakader » Dienstag 30. April 2019, 14:45

Mal so nebenbei gefragt: Wieviel Zellen benötigt ein Sud mit 20 Litern und 17,5° Plato?
Bei Mr. Malty wird bei einem Sud 5,25 Gallonen von 200 Mrd. Zellen gesprochen und 4,5 Mrd. Zellen/ml beim repitchen aus Bodensatz - allerdings ohne Plato/OG-Angabe.
Von wievielen Zellen geht Ihr bei Eurer Entnahme, sagen wir 4 ml, aus dem NaCl-Glas/Ecoflac aus - oder vernachlässigt Ihr das?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#481

Beitrag von mipo » Dienstag 30. April 2019, 15:13

Kann mir jemand erklären was der Unterschied zwischen Mini- und Ecoflac ist. :Grübel
Oder anders gefragt: Kann mit den MIniflacs genauso vorgegangen werden wie mit den Ecoflacs?
Gruß Michael

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#482

Beitrag von rakader » Dienstag 30. April 2019, 15:23

Das ist eine gute Frage, die aber glaube ich zu vernachlässigen ist. Ich kann nicht einmal im Flaschenaufbau einen Unterschied feststellen.
---
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#483

Beitrag von Odin » Dienstag 30. April 2019, 15:32

Dekobier hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 08:52
Odin hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 15:35
Habe mich jetzt auch mal durch den langen Thread gelesen und finde das ziemilch gut mit der eigenen "Hefebak".

Die vorgestellte Methode von Herbert finde ich bisher am besten und werde diese deshalb zuerst versuchen. Dake vielmals für die Anleitung :thumbsup

Wenn der kritische Punkt die Einstichstelle ist, dann sollte meiner Meinung nach die Membrane so wenig als möglich durchstochen werden. Deshalb wären evtl. kleinere Gebinde sinnvoll. Verwendet jemand von euch kleinere Gebinde als die 100ml Ecoflacs?

Gruß
Stefan
Hallo Stefan,

kleinere Gebinde als 100ml sind mir noch nicht über den Weg gelaufen, wobei ich auch nie explizit danach gesucht habe, aber:
Ich musste aus der Not heraus, halbvolle 100ml Ecoflacs kaufen (100ml Gebinde, mit 50ml gefüllt). War erst skeptisch, aber beim zweiten Mal drüber nachdenken bin ich zu dem Schluss gekommen, das es de facto keinen Unterschied macht: meine ältesten Ecoflacs sind jetzt teils über 3 Jahre alt und noch nicht einmal ansatzweise leer. Dafür braue ich entweder nicht genug oder mit zu vielen verschiedenen Hefen.

Viele Grüße,
Oliver
Danke für die Antwort. Jens hatte am Anfang auch die kleineren Gebinde im Angebot, also die 15ml Variante Hefe auf NaCL. Kann jemand mal eine Bezugsquelle nennen. Finde das nicht mehr.

Gruß
Stefan
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#484

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 30. April 2019, 15:39

Bei mir waren das autoklavierte Zentrifuguerröhrchen, die ich aus dem Ecoflac befüllt hatte. Ich fand das damals ganz praktisch. Hefe im Ecoflac anmischen und auf 10 kleine Röhrchen verteilen. Die Röhrchen konnte ich direkt im Starter verwenden ohne den verbleibenden Teil einer Kontaminationsgefahr auszusetzen.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#485

Beitrag von rakader » Dienstag 30. April 2019, 15:40

Odin hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 15:32
Danke für die Antwort. Jens hatte am Anfang auch die kleineren Gebinde im Angebot, also die 15ml Variante Hefe auf NaCL. Kann jemand mal eine Bezugsquelle nennen. Finde das nicht mehr.
Kleine Gebinde gibt es mit 10ml und 20ml. Nennt sich wohl MiniPlasco
Findest Du übrigens mit +nacl +kochsalzlösung + 15ml - Deine Menge taucht zumindest bei meinem Ergebnis nicht auf.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#486

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 30. April 2019, 15:44

Die bekommt man aber nicht wieder zu :-)
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#487

Beitrag von Odin » Dienstag 30. April 2019, 15:47

Danke dir für die schnelle Antwort. Die schauen allerdings aus, alsob man da nur das Oberteil abtrennt und einmalig Zugang zu der Lösung hat. Oder haben die Teile doch eine Membrane? Vllt. kann Jens was dazu sagen, welche 15ml Gebinde das waren?

Gruß
Stefan

Edith: Jens war schneller mit der Antwort.
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#488

Beitrag von rakader » Dienstag 30. April 2019, 17:54

Frag doch mal in der Apotheke nach und vergleiche. Für meinen Teil haben mich Glasflaschen am meisten überzeugt. Insbesondere sieht man da besser, ob Luft reinkommt, eine Infektion droht, Kondenswasser und so. Preislich sehe ich keinen Unterschied.
Im Beipackzettel sind manchmal die Gebindegrößen aufgeführt, 50 ml ist die kleinste Glasflasche, im Fachsprech auch Durchstechflasche. Darunter gibt es nur noch Ampullen, Glas oder Plastik, die für unsere Zwecke nicht in Frage kommen.

Jens @DerDasBierBraut: Was mir soeben im Artikel des Braumagazins auffiel, ist, dass die Propgationsschritte hier umgekehrt bei jedem Schritt vermindert werden, 1:9 - 1:3 -1:2,5 - 1:1 - 1:0,66. Was meinst Du dazu?
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#489

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 30. April 2019, 18:17

Vielleicht kann besser Stefan erklären was er damit meint und worauf sich die Angaben stützen. Er stand mit Ulrich im Austausch und es klang in Romrod so, als würde Uli den Artikel seit der Entwurfsphase kennen.
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#490

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 21:46

Nachdem ich einen richtigen Bock geschossen habe und bei der letzten Befüllaktion die Hefenahrung statt der Hefe in die Glasflasche getan habe (beim ersten Mal aber richtig), stellt sich mir die Frage, wo eine richtig aufbewahrte und jetzt aktivierte French Saison gemütlich vor sich hinblubbert: Wie schätzt Ihr die benötigte Startermenge ab?

Oft scheint schon ein Liter zu genügen, schaut man sich Videos von den White Labs an. Dann wieder heißt zwei oder drei Liter. Macht Ihr das an der Stammwürze fest?

Mit den gängigen Rechnern komme ich mit der Propagation bei so kleinen Anfangsmengen nicht weiter - oder doch?

Gruß in Wochenende,
Radulph
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#491

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 22:33

Danke Peter. Ja, sein Name wird hier immer als Maßstab angeführt, nicht erst seit Romrod.

Deine Angaben heißen für meine kleine Anlage übersetzt: Für 20 Liter OG: 1 Liter, für 20 Liter UG: 2 Liter.
Aber der Faktor Stammwürze sollte doch eine Rolle spielen - oder? Meine Bier bewegen sich immer zwischen 14° und 18° Plato.
Habe jetzt einige von under- und overpitchen gehört. Bin da aber noch nicht sattelfest.
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#492

Beitrag von CastleBravo » Freitag 3. Mai 2019, 22:36

Naja, in vielen Fällen mag das stimmen. Trotzdem stelle ich lieber nach HZ Anzahl an. Entsprechend Ulis Empfehlung:
OG 0,5-0,75E6 Hz/ml*P
UG 1,0-1,5E6 Hz/ml*P
Bei manchen Hefen auch mit deutlich mehr (W105!)

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#493

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 22:39

Was meinst Du mit HZ ? Verstehe so den Beitrag nicht.

Hefezellen? Wenn ja, kommt man da ober ohne Mikroskop nicht weiter. Oder wie würdet ihr z.B. 4ml Hefe auf dem NaCl-Glas berechnen? (Ich setze mal voraraus, dass frische Hefezellen eingelagert wurde.)
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#494

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 3. Mai 2019, 22:44

HZ = Hefezellen
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#495

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 22:46

Dachte ich mir. Danke - aber wie wendet man die Formel an? Scheint mir schlüssig zu sein. Gibst Du mal ein Beispiel bitte?
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#496

Beitrag von CastleBravo » Freitag 3. Mai 2019, 22:52

Ja Hefezellen.
Lt. Uli kann man bei Propagation auf dem Magnetrührer eine Sättigungskonzentration von 100E6 Hz/ml ansetzen. Rest ist Dreisatz. Mach ich immer so und bin bisher sehr gut damit gefahren.
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#497

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 22:54

beryll hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 22:52
Mit MrMalty kommt man eigentlich ganz gut voran...
Mach Dir nicht immer so einen Kopf... hier zählt keiner seine Hefezellen komplett durch ;-)
Schon klar - möchte es aber verstehen. Habe nämlich den Verdacht, dass ich meine Starter immer zu groß ansetze. Ich gestehe, dass ich kein Mathematiker bin - mit dem hoch 6 kann ich nichts anfangen. Möchte nur auf eine ungefähre Größe für meine Biere OG mit 14 -18°P kommen. Den Rest überlass ich den Zählgenies :Bigsmile

Edit: Mr. Malty läuft bei mir nicht.
Zuletzt geändert von rakader am Freitag 3. Mai 2019, 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
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#498

Beitrag von CastleBravo » Freitag 3. Mai 2019, 22:56

Beispiel:
OG (0,5E6 Hz/ml*P)
10P
20l
D. h. Du brauchst 1E11 Hz oder 1l Starter á 100E6 Hz/ml
Viele Grüße

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#499

Beitrag von rakader » Freitag 3. Mai 2019, 22:59

CastleBravo hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 22:56
Beispiel:
OG (0,5E6 Hz/ml*P)
10P
20l
D. h. Du brauchst 1E11 Hz oder 1l Starter á 100E6 Hz/ml
Viele Grüße
Edit - vergiss es. Ist klar :-=) Danke. Ich hab's nicht mit den hochgestellten Zahlen.

Danke. Super Formel. Nie wieder zählen :thumbsup
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#500

Beitrag von rakader » Dienstag 7. Mai 2019, 01:29

Weil ich ein Korinthenkacker bin, der es immer genau wissen will: darf ich nochmal fragen, so pi mal Daumen: Wieviel HZ/ml enthält 1 ml entnommene Hefe aus NaCl, wenn die Hefe ganz frisch im Glas/Ecoflac konserviert wurde?

(Hintergrund: Morgen Mittag kommt hier eine ganze Ladung Wyeast Flüssighefen an. Ich gehe von einer Viabilität von 96% aus.)
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