Hendi 3500 M mit Inkbird

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Hendi 3500 M mit Inkbird

#1

Beitrag von Bitkiller » Freitag 17. Mai 2019, 15:56

Hi Leute,

ich lese immer wieder, dass Hobbybrauer ihre Hendi Platte bis 2000/2200 Watt direkt mit dem Inkbird ansteuern, der ja für max. 2200 Watt/10A ausgelegt ist. Wieder andere raten davon ab und propagieren zwingend einen Schütz oder ein SSR.
Gibt es denn mittlerweile verifizierte Erfahrungswerte mit dem Betreiben OHNE Zwischenelektonik, also direkt Inkbird zu Hendi?
Ich spreche wohlgemerkt nur von den Rasten mit max. 2000/2200 Watt, nicht vom kochen!

LG - Achim
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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#2

Beitrag von JackFrost » Freitag 17. Mai 2019, 18:01

Das kann nur verifiziert werden wenn einer den Strom mit kurzgeschlossenem Stromwandler und einem Oszi misst.

Nur dann kann man sagen ob die Platte sich wie eine lineare Last verhält.

Gruß JackFrost

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#3

Beitrag von PabloNop » Freitag 17. Mai 2019, 18:37

Ich habe das schon zweimal während einer Kombirast gemacht: die Hendi war auf 600 Watt eingestellt und hing direkt an einem Inkbird 308. Typischerweise schaltete sie sich dabei grob alle 10 Minuten für etwa eine Minute ein. Die 600 Watt realisiert die Hendi durch Takten mit höherer Leistung (angeblich 1000-1300 Watt), weshalb der Inkbird das eigentlich abkönnen sollte. Das ist aber alles nur Glauben, kein Wissen.

Es hat zwar zuverlässig funktioniert, aber ich werde es aber bei diesem Experiment belassen und irgendwann die Hendi umbauen. Durch das harte Ausschalten läuft ja auch der Lüfter in der Platte nicht mehr nach.

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#4

Beitrag von JackFrost » Freitag 17. Mai 2019, 20:08

Das Problem ist halt wenn was passiert und die Versicherung sieht das man ein 3,5 kW Geräte mit einem Relais für 2,2 kVA geschalten hat, dann ist das Fahrlässig und ggf wird es dann eng mit der Versicherungsschutz.
PabloNop hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 18:37
Ich habe das schon zweimal während einer Kombirast gemacht: die Hendi war auf 600 Watt eingestellt und hing direkt an einem Inkbird 308. Typischerweise schaltete sie sich dabei grob alle 10 Minuten für etwa eine Minute ein. Die 600 Watt realisiert die Hendi durch Takten mit höherer Leistung (angeblich 1000-1300 Watt), weshalb der Inkbird das eigentlich abkönnen sollte. Das ist aber alles nur Glauben, kein Wissen.
Es ist egal ob sie taktet oder nicht. Wenn die Stromaufname nicht druch eine PFC linear ist dann sehen die Kontakte vom Relais die vollen 16 A und Verlustleistung ist I²xR. Damit ist die Wärme an der Kontaktstelle 2,56 x so hoch wie spezifiziert.

Und selbst wenn sie durch ne aktive PFC linear ist dann ist das immer noch nicht wirklich ok, zum. wenn was passiert.

Gruß JackFrost

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#5

Beitrag von Malzwein » Freitag 17. Mai 2019, 20:42

Wenn die Versicherung sieht, dass eine Hendi nicht an einer eigenen abgesicherten Phase betrieben wird...

Natürlich ist richtig, dass so etwas im Schadensfall ein Thema werden kann. Ich pflege aber mich immer erst zu fragen, "wo ist bisher was passiert?", bevor ich in "Panik" ausbreche. Also wie hoch ist ein reale Risiko? Dann werde ich sehr schnell feststellen, dass die Risiken des Brauers bei dem Umgang mit heißer Würze, mit Laugen und mit Alkohol sehr viel wahrscheinlicher sind, als alles andere.

Es gibt genug Beispiele, dass die Hendi heruntergeregelt so läuft, eine allgemeine Handlungsempfehlung kann aber deswegen nicht ausgesprochen werden.

Ansonsten wäre es nett, zuerst mal die Suchfunktion zu bemühen:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ilit=hendi
Gruß Matthias

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#6

Beitrag von OS-Schlingel » Freitag 17. Mai 2019, 20:48

Guten Abend,

Schaut doch mal unter ITC 310 T-B

Soll die optimierte Version für Hendi sein, mit der Möglichkeit, ein Maischeprogramm
Temperatur und zeitgeführt einzustellen. Habe den Threat hierzu aber gerade nicht gefunden.

Gruß Stephen

Edit: Wie Malzwein schon sagte, muss die Leitung und Sicherung die Last natürlich abkönnen.
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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#7

Beitrag von Bitkiller » Freitag 17. Mai 2019, 21:15

Ich habe halt die Befürchtung, da es sich nicht um eine Ohmsche Last, sondern um eine induktive Last handelt, dass doch sehr hohe Spannungspitzen entstehen und dann evtl. der Inkbird irgendwann mal abraucht. In der praxis sehen solche Dinge jedoch oft anders aus, deshalb meine Frage, welche Erfahrenswerte es hier gibt.

LG - Achim
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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#8

Beitrag von Bitkiller » Freitag 17. Mai 2019, 21:20

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 20:42
Ansonsten wäre es nett, zuerst mal die Suchfunktion zu bemühen:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ilit=hendi
Alles schon gemacht mein Lieber, hat mich aber auch nicht wirklich weiter gebracht. Ich durchforste schon den halben Tag das Forum!!

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#9

Beitrag von JackFrost » Freitag 17. Mai 2019, 21:32

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 20:42
Wenn die Versicherung sieht, dass eine Hendi nicht an einer eigenen abgesicherten Phase betrieben wird...
Was hat das mit dem Betrieb am falschen Relais zu tun ? Wenn die Last für die Leitung zu groß ist trennt der LSS. Bei nem B16 Automaten mit der richtigen Verlegeart und Querschnitt darfst du 16 A ziehen. Die LSS im Sicherungskasten schützt nur die Leitung mehr auch nicht.
Malzwein hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 20:42
Natürlich ist richtig, dass so etwas im Schadensfall ein Thema werden kann. Ich pflege aber mich immer erst zu fragen, "wo ist bisher was passiert?",
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ilit=hendi
Kleiner Kasten mit Hutschiene dann noch Relais, Fassung und Freilaufdiode. Das Relais wird über den InkBird per Handynetzteil und 5 V geschalten. Den Leistungsteil muss man halt richtig bauen und dimensionieren und es ist kein Problem mit dem Inkbird. Macht vielleicht 30 €.

Gruß JackFrost

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#10

Beitrag von Bitkiller » Freitag 17. Mai 2019, 21:42

JackFrost hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 21:32
Kleiner Kasten mit Hutschiene dann noch Relais, Fassung und Freilaufdiode. Das Relais wird über den InkBird per Handynetzteil und 5 V geschalten. Den Leistungsteil muss man halt richtig bauen und dimensionieren und es ist kein Problem mit dem Inkbird. Macht vielleicht 30 €.
Gruß JackFrost
Ich denke mal, das wird auch im Endeffekt meine Lösung werden.

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#11

Beitrag von Malzwein » Freitag 17. Mai 2019, 22:20

Vielleicht habe ich mich nicht gut ausgedrückt, aber Einzelgeräte über 2000 Watt sollten einen eigenen abgesicherten Stromkreis haben. Zumindest wird das von diversen Elektrikern gesagt. Jetzt möchte ich mal wissen, wieviele der hier verwendeten Induktionsplatten laufen in einem eigenen Stromkreis und nicht an der sechsten Steckdose in der Küche oder am Verlängerungskabel aus dem Wohnzimmer? Die Frage gehört für mich zwingend zu dem Thema Risiken und Versicherungsschutz.

Ich selber habe das jahrelang und pannenfrei so betrieben. Jetzt gerade wird aber auch das bei mir umgebaut.

Eine Funkdosenlösung finde ich noch am charmantesten, die Master - Slave Dose am einfachsten.
Gruß Matthias

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#12

Beitrag von Bitkiller » Freitag 17. Mai 2019, 22:24

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 22:20
Eine Funkdosenlösung finde ich noch am charmantesten, die Master - Slave Dose am einfachsten.
Wie funktioniert das mit der Funk- oder WiFi Steckdose in Verbindung mit dem Inkbird?

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#13

Beitrag von Malzwein » Freitag 17. Mai 2019, 22:55

Natürlich nicht in Verbindung mit der Inkbird, nur grundsätzlich.
Gruß Matthias

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#14

Beitrag von Bitkiller » Samstag 18. Mai 2019, 10:58

Bei dieser Master - Slave Lösung, praktiziert das jemand und welche Erfahrung hat man damit? Welche Leiste hat sich bewährt? Da gibt es ja auch große Qualitätsunterschiede.

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#15

Beitrag von happyhibo » Sonntag 19. Mai 2019, 12:26

Bitkiller hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 10:58
Bei dieser Master - Slave Lösung, praktiziert das jemand und welche Erfahrung hat man damit? Welche Leiste hat sich bewährt? Da gibt es ja auch große Qualitätsunterschiede.

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Hallo Achim,

ich praktiziere das schon lange so.
IMG_20190519_111056.jpg
Leistungschütz
Ich habe einen für 400V Leistungsschütz zwischen geschaltet, der auch eine 230V Schaltspule hat.
Mein Betriebselektriker hat mir den damals gegeben...

Zwar habe ich keinen Inkbird, sondern den CBPi dran, aber das System ist das selbe.
Die Leistungsseite ist mit 2,5mm² verdrahtet und die Schaltseite mit 1,5mm².
Weiter ist der Anschluss (ebenfalls 2,5mm²) extra abgesichert...

Wie oben schon erwähnt (Malzwein...), sollte die Hendi, wenn man sie mit max. Leistung betrieben wird, an eine extra abgesicherte Leitung angeschlossen werden, da sonst der 16A Sicherungsautomat die Lichter, z.B. in der Küche, schnell aus macht :Grübel :Greets
Man zieht bei 3500W und 230V satte 15,2 Ampere. Ist die Hendi am normalen Stromkreis angeschlossen (und angenommen eine Spülmaschine läuft noch mit) löst der LSS aus...

Also immer schön Vorsichtig... :Wink
Gruß
Alex / HappyHibo

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#16

Beitrag von danieldee » Dienstag 21. Mai 2019, 08:29

Bitkiller hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 15:56
Hi Leute,

ich lese immer wieder, dass Hobbybrauer ihre Hendi Platte bis 2000/2200 Watt direkt mit dem Inkbird ansteuern, der ja für max. 2200 Watt/10A ausgelegt ist. Wieder andere raten davon ab und propagieren zwingend einen Schütz oder ein SSR.
Gibt es denn mittlerweile verifizierte Erfahrungswerte mit dem Betreiben OHNE Zwischenelektonik, also direkt Inkbird zu Hendi?
Ich spreche wohlgemerkt nur von den Rasten mit max. 2000/2200 Watt, nicht vom kochen!

LG - Achim
Ja seit X Suden ohne Probleme! Stell die Hendi auf 2000W und gut ist :thumbup
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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#17

Beitrag von Bitkiller » Dienstag 21. Mai 2019, 21:55

So, jetzt habe ich zwischen meiner 3500er Hendi und dem Inkbird einen Schütz gepackt, jetzt sollte der Inkbird geschont werden.
Demnächst werde ich die ersten Maischerasten damit fahren. Wer von euch fährt die Maischerasten mit einer 3500er Hendi mit 2000 oder 2200 Watt und wer kann mir etwas über den Temperaturüberschwung sagen? Wieviel Grad schwingt die Hendi bei dieser Wattstärke über, damit ich das an den Einstellungen am Inkbird berücksichtigen kann?
Noch ein paar Parameter. 20 Liter Wasser mit 5-6 kg Malzschrot, Rührwerk, Edelstahltopf mit Sandwichboden.

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Re: Hendi 3500 M mit Inkbird

#18

Beitrag von danieldee » Mittwoch 22. Mai 2019, 06:29

Bitkiller hat geschrieben:
Dienstag 21. Mai 2019, 21:55
So, jetzt habe ich zwischen meiner 3500er Hendi und dem Inkbird einen Schütz gepackt, jetzt sollte der Inkbird geschont werden.
Demnächst werde ich die ersten Maischerasten damit fahren. Wer von euch fährt die Maischerasten mit einer 3500er Hendi mit 2000 oder 2200 Watt und wer kann mir etwas über den Temperaturüberschwung sagen? Wieviel Grad schwingt die Hendi bei dieser Wattstärke über, damit ich das an den Einstellungen am Inkbird berücksichtigen kann?
Noch ein paar Parameter. 20 Liter Wasser mit 5-6 kg Malzschrot, Rührwerk, Edelstahltopf mit Sandwichboden.

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