Hazy pale ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Fabolizer
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Hazy pale ale

#1

Beitrag von Fabolizer » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:14

Moin moin,


Ich würde gerne ein hazyiges pale ale brauen. Mit trüben bier kenne ich mich aber nicht wirklich aus.

Malz hätte ich pale, wiener und bisschen weizen. Hefe soll die vermont sein. Reicht eine schüttung aus pale und Haferflocken um die hazy Trübung in Verbindung mit ded vermont zu bekommen?

Gruß
Fabian

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Re: Hazy pale ale

#2

Beitrag von Overseas » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:42

Hallo Fabian,
schau mal hier:
https://www.brewersfriend.com/homebrew/ ... -pale-ale#
einfach mal nen bisschen schauen, es gibt hunderte Rezepte zum Hazy Pale Ale. Aber mit etwas Weizen und vor allem Haferflocken bist du auf dem richtigen Weg. Auch die Vermont dürfe passen.
Wie heißt es so schön? Versuch macht klug.

Viel Erfolg
Ingo

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Re: Hazy pale ale

#3

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 10. Juli 2019, 18:40

Orientier dich einfach an einem NEIPA bzgl. der Schüttung wobei natürlich die Stammwürze angepasst werden muss.

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chaos-black
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Re: Hazy pale ale

#4

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:08

Schau dir mal mein NEIPA-Rezept an, damit bin ich sehr glücklich: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... riff=neipa

Du kannst da auch das Spitzmalz durch Weizenmalz ersetzen und das Münchner durch Wiener, Haferflocken gibts im Supermarkt. Wenns nur ein Pale Ale werden soll reicht es bestimmt wenn du die Stammwürze auf 13-14°P runtersetzt (und den Zucker kannst du dann auch rausnehmen denke ich). Die Hopfenmengen noch leicht reduzieren und gut.
Mit der Vermont Hefe hast du eh schon einen wichtigen Teil da!

Die Trübung ist wohl ein Produkt komplexer Vorgänge die in einer so proteinreichen Würze mit bestimmten Hopfeninhaltsstoffen und Hefestämmen beim frühen Hopfenstopfen passieren.

Welche Hopfen willst du verwenden?

Viel Freude!
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Re: Hazy pale ale

#5

Beitrag von Fabolizer » Donnerstag 11. Juli 2019, 17:13

Overseas hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:42
Hallo Fabian,
schau mal hier:
https://www.brewersfriend.com/homebrew/ ... -pale-ale#
einfach mal nen bisschen schauen, es gibt hunderte Rezepte zum Hazy Pale Ale. Aber mit etwas Weizen und vor allem Haferflocken bist du auf dem richtigen Weg. Auch die Vermont dürfe passen.
Wie heißt es so schön? Versuch macht klug.

Viel Erfolg
Ingo
Hi Ingo,

besten Dank. Ami Rezepte hab ich in massen gefunden, jedoch traue ich den meistens nicht so.
Meinst du das "flaked oat" aus dem Rezept lässt sich durch normale Supermarkt Haferflocken ersetzen? Oder müssen das die Flaked sein? Dann müsste ich nochmals neu bestellen und nur dafür, wäre wegen den Versandkosten blöd.

Danke und Gruß
Fabian

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Re: Hazy pale ale

#6

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 11. Juli 2019, 17:54

Flaked Oats bedeutet nichts anderes als Haferflocken. Da kannst du getrost die aus dem Supermarkt nehmen. Corn Flakes sind auch nur Maisflocken :)

Beste Grüße,
Alex
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Re: Hazy pale ale

#7

Beitrag von Overseas » Donnerstag 11. Juli 2019, 19:20

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Hi Ingo,

besten Dank. Ami Rezepte hab ich in massen gefunden, jedoch traue ich den meistens nicht so.
Meinst du das "flaked oat" aus dem Rezept lässt sich durch normale Supermarkt Haferflocken ersetzen? Oder müssen das die Flaked sein? Dann müsste ich nochmals neu bestellen und nur dafür, wäre wegen den Versandkosten blöd.

Danke und Gruß
Fabian
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Hi Fabian,

trau dich einfach! Das ist nicht so kompliziert wie es sich anhört und Bier wird es immer. Flaked Oats sind gequetschte Haferflocken, die gibt in es in fein, extra fein und grob. Ich denke mit "fein" fährst du ganz gut, da ist nicht soviel Mehlanteil drin.

Viel Erfolg
Ingo

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Re: Hazy pale ale

#8

Beitrag von Hopfenfürst » Donnerstag 11. Juli 2019, 23:01

Für die Trübung ist es auch förderlich direkt bei der aktiven Hauptgärung zu stopfen

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Re: Hazy pale ale

#9

Beitrag von Fabolizer » Freitag 12. Juli 2019, 00:50

Overseas hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 19:20
Hi Ingo,

besten Dank. Ami Rezepte hab ich in massen gefunden, jedoch traue ich den meistens nicht so.
Meinst du das "flaked oat" aus dem Rezept lässt sich durch normale Supermarkt Haferflocken ersetzen? Oder müssen das die Flaked sein? Dann müsste ich nochmals neu bestellen und nur dafür, wäre wegen den Versandkosten blöd.

Danke und Gruß
Fabian
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Hi Fabian,

trau dich einfach! Das ist nicht so kompliziert wie es sich anhört und Bier wird es immer. Flaked Oats sind gequetschte Haferflocken, die gibt in es in fein, extra fein und grob. Ich denke mit "fein" fährst du ganz gut, da ist nicht soviel Mehlanteil drin.

Viel Erfolg
Ingo
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HI,

danke an alle! Ich werde es mit Pale, Weizen und Haferflocken brauen und berichten.

Bier wird es immer, aber ich möchte möglichst nah an dem sein was ich brauen will :P Sei es ein deutsches Pils oder halt n Hazy Pale Ala Cloudwater (das ich persönlich mega geilo finde, deswegen will ich versuchen das auf den Punkt hinzubekommen).


Dank geht wie immer raus an alle!
Fabian

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Re: Hazy pale ale

#10

Beitrag von Fabolizer » Freitag 12. Juli 2019, 00:51

Hopfenfürst hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 23:01
Für die Trübung ist es auch förderlich direkt bei der aktiven Hauptgärung zu stopfen

Das hab ich zweimal gemacht mit sehr Hopfenintensiven Bieren und beide sind mit Oxidiert :(

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Re: Hazy pale ale

#11

Beitrag von chaos-black » Freitag 12. Juli 2019, 01:33

Fabolizer hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 00:51
Hopfenfürst hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 23:01
Für die Trübung ist es auch förderlich direkt bei der aktiven Hauptgärung zu stopfen

Das hab ich zweimal gemacht mit sehr Hopfenintensiven Bieren und beide sind mit Oxidiert :(
Das liegt meistens eher am darauffolgenden Umgang mit dem Bier. Stichwort closed Transfer zu kegs hilft da.
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Re: Hazy pale ale

#12

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 12. Juli 2019, 07:20

Ich kann es nicht oft genug erwähnen: Die haziness (nicht cloudness) eines "klassischen" NEIPA, wie es John Kimmich von The Alchemist braut kommt nicht durch eine protein-/eiweißreiche Schüttung, sondern durch den massiven Einsatz von Stopfhopfen während der Hauptgärung.

Möchtest Du in einem nicht gestopften Pale Ale eine leichte Trübung (Haziness), dann mach eine Nachgärung im Fass oder der Flasche und schüttel beim Ausschenken die Hefe auf. Oder nutze eine Staubhefe, die lange in Schwebe bleibt.

Möchtest Du diese momentan total gehypte Orangensaft ähnliche Trübung (cloudy), dann verwende massive eiweißreiche Schüttungen in Kombination einer Staubhefe.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hazy pale ale

#13

Beitrag von Roger » Freitag 12. Juli 2019, 09:54

Ich habe vor ca. 5 Wochen folgendes Rezept gemacht (Angaben sind für den Grainfather) und das ist mMn. sehr lecker geworden:

Stammwürze: ca. 15,5° Plato
Bittere: ca. 30 IBU (bei 10min Nachisomerisierung) Farbe: 14 EBC
Alkohol: ca. 6,8 % Vol.
Hauptguss 19 Liter Nachguss 15 Liter Fertiges Bier ca. 23 Liter

ROHSTOFFE
70% Pale Ale Malz = 4,6kg
18% Weizen Malz hell = 1,1kg 8,5% Haferflocken = 0,6kg
3,5% Karamell extrahell = 0,25kg
Flüssighefe: 1x Wyeast #1318 London Ale III
100g Mosaic, 11,0%α 100g Vic Secret, 18,4%α

MAISCHPLAN
1. Einmaischen bei 38 Grad
2. Gummirast: 38°C für 5min
3. Maltoserast: 63°C für 35 min
4. Verzuckerungsrast: 72°C für 25min, wenn Jodnormal weiter zu 3.
Abmaischen: 78 Grad für 1 min

HOPFENGABEN
Gesamtkochdauer: 70 min
1. VWH Mosaic 6g
2. Vic Secret 18g und Mosaic 18g bei 0min (bei Kochende zugeben und 10min. ziehen lassen, bevor die Kühlung angeschalten wird)
Empfohlene Gärtemperatur 18-21 Grad Celsius.

HOPFENSTOPFEN / KALTHOPFEN
Vic Secret 42g und Mosaic 35g direkt zur Hauptgärung zugeben.
Zusätzlich Vic Secret 40g und Mosaic 40g am Ende der Hauptgärung zugeben. Nach weiteren 3-5 Tagen kann abgefüllt werden, falls der Restextrakt konstant ist.

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