Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

Antworten
Benutzeravatar
Kellerbraeu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 261
Registriert: Samstag 11. Dezember 2004, 20:09
Kontaktdaten:

Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#1

Beitrag von Kellerbraeu » Montag 29. Juli 2019, 21:33

Hat schon einer mal mit dem Bodensatz der Inselbrauerei gearbeitet?
Speziell die Meerjungfrau Gose find ich lecker und spritzig mit einer schönen Säure (sicher aus vorheriger Säuerung)
Bei Flaschenreife muss ja was aktives drin sein.
die werden doch nicht zur Flaschengärung eine andere Hefe einsetzen als in der offenen Hauptgärung?

Grüße Ulf

Benutzeravatar
christianf
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 380
Registriert: Freitag 4. November 2016, 22:24

Re: Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#2

Beitrag von christianf » Montag 29. Juli 2019, 21:48

Kellerbraeu hat geschrieben:
Montag 29. Juli 2019, 21:33
die werden doch nicht zur Flaschengärung eine andere Hefe einsetzen als in der offenen Hauptgärung?
Doch!

(Zumindest habe ich das mal gelesen)

85erBräu
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 13
Registriert: Mittwoch 5. November 2014, 17:58
Wohnort: Vohburg an der Donau

Re: Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#3

Beitrag von 85erBräu » Montag 29. Juli 2019, 22:09

Hab auch mit einem Brauer gesprochen warum mein Weizen im gegensatz zu handelsüblichen Weizen immer aus der Flasche quilt und der hat auch gemeint das Brauer die Hefe nach der Hauptgärung abziehen und eine Untergärige Hefe für die Nachgärung verwenden.

Benutzeravatar
danieldee
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1371
Registriert: Montag 25. Juli 2016, 12:34
Wohnort: Bamberg

Re: Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#4

Beitrag von danieldee » Dienstag 30. Juli 2019, 10:00

85erBräu hat geschrieben:
Montag 29. Juli 2019, 22:09
Hab auch mit einem Brauer gesprochen warum mein Weizen im gegensatz zu handelsüblichen Weizen immer aus der Flasche quilt und der hat auch gemeint das Brauer die Hefe nach der Hauptgärung abziehen und eine Untergärige Hefe für die Nachgärung verwenden.
Das ist aber nicht die Regel. Ja das gibt es aber immer mehr...
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

Benutzeravatar
Ladeberger
Moderator
Moderator
Beiträge: 6012
Registriert: Dienstag 20. November 2012, 18:29

Re: Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#5

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 30. Juli 2019, 11:14

Den ausgemergelten Hefesatz der Hauptgärung möglichst vollständig abzutrennen und die Nachgärung, egal in welchem Gebinde, mit sparsam dosierter frischer Hefe fortzuführen ist nie eine schlechte Idee.

Wenn man dann schon "die Zellen wechselt", warum nicht gleich auf einen Hefestamm wechseln, der den restlichen Job beim individuellen Rezept besser hinbekommt? Ein schönes Betätigungsfeld für den Brauer, aber doof für den "Stripper".
85erBräu hat geschrieben:
Montag 29. Juli 2019, 22:09
Hab auch mit einem Brauer gesprochen warum mein Weizen im gegensatz zu handelsüblichen Weizen immer aus der Flasche quilt und der hat auch gemeint das Brauer die Hefe nach der Hauptgärung abziehen und eine Untergärige Hefe für die Nachgärung verwenden.
Ich bezweifle, dass dies dein Problem löst.Wenn das Weizen "aus der Flasche quillt" scheint mir eine zu hohe Karbonisierung ursächlich, die von zu viel vergärbarem Restextrakt bei Abfüllung herrührt. Ein untergärige Hefe löst das Problem nicht. Ganz im Gegenteil verwertet sie aufgrund ihres breiteren Zuckerspektrums in gleicher Würze oftmals noch etwas mehr Extrakt als (nicht-diastatische) obergärige Stämme.

Gruß
Andy

85erBräu
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 13
Registriert: Mittwoch 5. November 2014, 17:58
Wohnort: Vohburg an der Donau

Re: Inselbrauerei - Hefe aus Flasche propagieren?

#6

Beitrag von 85erBräu » Dienstag 30. Juli 2019, 17:17

Ich danke dir für deine Info, jedoch bei gleichem extraktgehalt bei der Abfüllun ghabe ich das Problem mit dem üerschiesenden Bier nur bei Weizen gehabt.
kann auch andere gründe haben das möchte ich nicht bezweifeln da mir mit Weizen schlicht die langzeiterfahrung fehlt.
bis dato lag meine ausrichtung eher auf Kellerbieren und Helem Vollbier. jedoch mit neuen möglichkeiten Räumlicher sicht weite ich mein spektrum nun aus.
Aber gern her mit den Tips ich versuch gern neues aus.

Antworten