Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Bieriges
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Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#1

Beitrag von Bieriges » Mittwoch 7. August 2019, 06:34

Hallo zusammen,

ich möchte demnächst das "Heicardo Hell" aus MMuM brauen.
Als Hefe steht im Rezept die Notti oder die K-97.

Ich würde gerne die Notti meiden und die K-97 habe ich leider nicht vorrätig.

Welche Hefen würdet ihr für ein Kölsch verwenden (temperaturgeführte Gärung ist möglich!)
  • BrewfermTop
  • S-04
  • US-05
  • S-33
  • Godzdawa Pure Ale Yeast 7
  • Forbidden Fruit
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#2

Beitrag von die kleine bierschau » Mittwoch 7. August 2019, 06:45

Ich habe neulich ein Altbier mit Notti, K-97 und S-04 geteilt gebraut. Meine Partnerin und ich habe die K-97 und S-04 ziemlich ähnlich in Geschmack und Aroma gefunden. Ich würde die S-04 empfehlen.

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#3

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 7. August 2019, 08:25

Mein Favorit wäre in dem Fall die Godzilla PAY 7.
Aber falls du dich für diese Hefe entscheidest, pass vor der Abfüllung echt gut auf! Die PAY 7 ist am Ende der Hauptgärung in aller Regel extremst langsam und baut noch 1-2 Wochen kontinuierlich Extrakt ab.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#4

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 7. August 2019, 08:27

Die Frage nach der idealen Kölsch oder Althefe kommt hier ja fast schon in regelmäßigen Abständen. Ich kann da aus Erfahrung sagen, dass ich seit der Sammelbestellung der Weihenstephan W 177 "Kölschhefe" keine andere Hefe mehr für Kölsch verwenden möchte.

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=6&t=17062

Hast Du die Möglichkeit daran zu kommen?
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#5

Beitrag von Bergbock » Mittwoch 7. August 2019, 08:35

Die Frage ist, was Du genau möchtest,
wenn es ein typkonformes Kölsch / Wiess sein soll, trifft es keine diese Hefen:

S-04 : zu fruchtig, aromatisch - zu "englisch" für ein Kölsch.
S-33 - Vergärgrad eigentlich zu niedrig für ein Kölsch, wird nicht typgerecht
Forbidden Fruit - gute Hefe bspw. f'ür ein Witbier - aber Kölsch? Eher nicht
Gozdawa Pure Ale Yeast 7 - og Universalhefe, wenn unter 20°C vergoren sehr neutral heisst es, habe selbst keine Erfahrung damit
US-5 - sehr feines, neutrales Aroma, von den genannten Hefen würde ich diese bevorzugen, ist aber auch nicht wirklich "Kölsch-konform"
Nicht, dass Du mit diesen Hefen kein gutes Bier bekämst, aber eben kein Kölsch.
(Die mit grossem Abstand besten Ergbebnisse für Kölsch hatte ich ebenfalls mit der W177 aus Weihenstephan)

Wenn es "lediglich" ein og Helles sein soll, sieht die Sache natürlich komplett anders aus.

Frank

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#6

Beitrag von Sura » Mittwoch 7. August 2019, 08:56

Ich habe grade ein Bier im Verbrauch mit der K-97, relativ kalt vergoren. Ich mag die Hefe nicht. Nichts Halbes und nichts Ganzes.
Die S-04 fände ich nicht schlecht, aber nur kontrolliert kalt vergoren! Die US-05 ist da cleaner, aber auch hier bitte nicht über 18°C.
PAY7 würde ich auch wagen, ist aber wegen dem beschriebenem Gärverhalten schwieriger zu handeln.
Die Top finde ich viel zu brotig.

Ich würde mich für die S-04 am unteren Ende (15°C-16°C) entscheiden.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#7

Beitrag von emjay2812 » Mittwoch 7. August 2019, 10:09

Brewferm Top - habe ich bisher bei 20°C bis 23°C vergoren, da war sie sehr fruchtig
S-33 - sehr viel Restextrakt im Bier, sehr fruchtig/estrig
S-05: sehr rein, sehr clean - da darf das Bier keinen Fehler haben, den schmeckt man gnadenlos heraus.

Gut wäre die Muntons Gold, ähnlich wie die S-05, das Bier wirkt aber feiner. Nachteil: Geduld, die Hefe schmeckt erst ab ca. 6 Wochen Reifung so richtig gut.

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#8

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 7. August 2019, 15:45

Ich mag die K-97 auch nicht. Hat bei mir selbst nach Wochen das Sedimentieren verweigert und den Schwefelgeruch wurde ich auch nur durch eine CO2-Wäsche los.
Von den genannten würde ich auch zur US-05 tendieren, ist aber jetzt auch nicht total toll für ein Kölsch. Gute Erfahrungen habe ich mit der Imperial Yeast Dieter gemacht. Man hört zwar immer wieder dass das die gleiche Hefe wie die K-97 sein soll, aber das glaub ich ganz und gar nicht. Dieter sedimentiert zum Beispiel sehr gut und ich hatte da auch kein Schwefelproblem mit.

Die W177 steht bei mir im Kühlschrank und wird als nächstes getestet :)
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#9

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 8. August 2019, 07:09

Ich habe gerade diese Hefe entdeckt und geordert. Hilft dir konkret jetzt nicht weiter, ich weiß.
Nur als Info gedacht. Die Hefe kannte ich noch nicht. Werde demnächst mal einen Test machen...

https://brauen.de/lalbrew-koeln-koelner ... obergaerig
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#10

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 8. August 2019, 07:24

DerDallmann hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 07:09
Ich habe gerade diese Hefe entdeckt und geordert. Hilft dir konkret jetzt nicht weiter, ich weiß.
Nur als Info gedacht. Die Hefe kannte ich noch nicht. Werde demnächst mal einen Test machen...

https://brauen.de/lalbrew-koeln-koelner ... obergaerig
Klingt sehr interessant und definitiv mal einen Versuch wert, ist offenbar sehr neu auf dem Markt.

Frank

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#11

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 8. August 2019, 09:03

Dachte ich mir auch. Der nächste Sud wird ein Kölsch!
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#12

Beitrag von uli74 » Donnerstag 8. August 2019, 10:34

Die Colonia aus der Brauwerkstatt soll recht gut sein, hab sie aber selber noch nie ausprobiert:

https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=23492
Gruss

Uli

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#13

Beitrag von Seed7 » Donnerstag 8. August 2019, 10:47

chaos-black hat geschrieben:
Mittwoch 7. August 2019, 15:45
Ich mag die K-97 auch nicht. Hat bei mir selbst nach Wochen das Sedimentieren verweigert und den Schwefelgeruch wurde ich auch nur durch eine CO2-Wäsche los.
Das kann auf eine zu geringe hefegabe und/oder/dadurch zu wenig hefenaerung deuten oder es fehlt and genuegen Ca.

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#14

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 8. August 2019, 12:59

uli74 hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 10:34
Die Colonia aus der Brauwerkstatt soll recht gut sein, hab sie aber selber noch nie ausprobiert:

https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=23492
Die Colonia ist nicht schlecht, kann aber mit der W177 geschmacklich bei weitem nicht mithalten.

Frank

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#15

Beitrag von bobeye » Donnerstag 17. Oktober 2019, 16:26

DerDallmann hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 09:03
Dachte ich mir auch. Der nächste Sud wird ein Kölsch!
Hi, Ich bin gerade auch über die Hefe gestolpert. Gibt's schon Erfahrungswerte?

LG
Bob

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#16

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 17. Oktober 2019, 20:41

Ja. Ewig lange lagtime. War mir zu heikel und ich hab nach über 24 Stunden die oga9 hinterher gepitcht.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#17

Beitrag von bobeye » Donnerstag 17. Oktober 2019, 22:06

Schade... Ich hab im Datenblatt gelesen dass sie scheinbar eine längere Lag-Time hat... Vielleicht probier ichsbtrotzdem damit.

Danke dir dennoch

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#18

Beitrag von DerDallmann » Freitag 18. Oktober 2019, 17:47

Das hatte ich auch gelesen. Trotzdem wollte ich nichts riskieren.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#19

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 20. Oktober 2019, 10:19

Hallo zusammen,

vor Jahren hätte es nur eine Antwort auf die Eingangsfrage gegeben:

WY 2565

.... vielleicht noch: WY 1007

Auch wenn das Angebot/die Qualität der Trockenhefen in den letzten Jahren besser geworden ist, reichen die bei weitem nicht an eine gute Flüssighefe heran. Mit der W177 hatte ich noch nicht das Vergnügen, Vergleichssud mit er 2565 wäre mal interessant.
Ansonsten als Empfehlung für die Locals: Betriebshefe einer kleineren Brauerei in und um Kölle :Bigsmile

cheers

Jürgen
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#20

Beitrag von aegir » Montag 21. Oktober 2019, 08:59

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Sonntag 20. Oktober 2019, 10:19
Hallo zusammen,

vor Jahren hätte es nur eine Antwort auf die Eingangsfrage gegeben:

WY 2565

.... vielleicht noch: WY 1007

Auch wenn das Angebot/die Qualität der Trockenhefen in den letzten Jahren besser geworden ist, reichen die bei weitem nicht an eine gute Flüssighefe heran. Mit der W177 hatte ich noch nicht das Vergnügen, Vergleichssud mit er 2565 wäre mal interessant.
Ansonsten als Empfehlung für die Locals: Betriebshefe einer kleineren Brauerei in und um Kölle :Bigsmile

cheers

Jürgen
Die WLP 029 kann ich auch sehr empfehlen. Die sedimentiert auch besser wie die WY 2565.
Auf keinen Fall aber eine amerikanische Alehefe wie die US 05, WY 1056 oder WLP 001...die sind zu langweilig in einem Kölsch. Andersrum geht aber gut...eine Kölschhefe für ein IPA passt.

Gruß Hotte

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#21

Beitrag von ggansde » Montag 21. Oktober 2019, 09:14

Moin,
ich hole mir für mein Kölsch gerne ein paar Flaschen Heller's Wiess und mache aus dem Bodensatz einen Starter. Nach meinem Geschmack eine sehr gute Kölsch Hefe.
VG, Markus
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#22

Beitrag von DevilsHole82 » Montag 21. Oktober 2019, 09:49

Verwenden die Kölner Brauereien eigentlich ihre eigenen Hefen oder bedienen sie sich einer Hefe aus einer Hefebank?

Die Hefebank Weihenstephan schreibt ja über die W 177, dass sie der Klassiker für Kölsch sei. Wäre mal interessant, ob und welche Kölner Brauerei diese Hefe verwendet. Oder ob es noch andere "echte" Kölsch-Stämme gibt.

Jürgen, weißt Du vielleicht mehr? :Smile
Gruß, Daniel

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#23

Beitrag von bierhistoriker.org » Montag 21. Oktober 2019, 14:29

zu den Hefen: die WLP 029 soll die Früh-Hefe sein
WYeast 2565 = Päffgen
WYeast 1007 = Uerige
W177: keine Ahnung
Nach meinem Kenntnisstand hat jede Kölsch-Brauerei ihre eigene "Haushefe"
( ob Radeberger/Gilden/ Haus der kölschen Brautradition jetzt mehrere Hefen für die einzelnen Marken führt, ist mir nicht bekannt, aber ziemlich unwahrscheinlich....)

Die meisten Brauereien haben ihre "Haushefen" bei einer Hefebank als "Sicherheits-Backup" hinterlegt, falls es mal bei der Weiterführung einen Unfall gibt bzw. wenn der Stamm anfängt zu mutieren....
Dann gibt es neue Reinzuchthefe aus der Bank.
Einer unserer Stammtischler arbeitet bei einer Hefebank, werde ihn mal näher interviewen beim nächsten Stammtisch.
Bzw. beim nächsten Sommeliersstammtisch einen der drei Braumeister...

Cheers

Jürgen
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#24

Beitrag von DevilsHole82 » Montag 21. Oktober 2019, 15:47

Sehr gut, Danke Dir Jürgen für die Info.

Da bin ich auf jeden Fall mal gespannt was Dein Stammtischkollege sagt. Auch dafür schon mal besten Dank :thumbup
Gruß, Daniel

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#25

Beitrag von DietmarK » Sonntag 15. Dezember 2019, 16:51

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Montag 21. Oktober 2019, 14:29
zu den Hefen: die WLP 029 soll die Früh-Hefe sein
WYeast 2565 = Päffgen
WYeast 1007 = Uerige
W177: keine Ahnung
Nach meinem Kenntnisstand hat jede Kölsch-Brauerei ihre eigene "Haushefe"
( ob Radeberger/Gilden/ Haus der kölschen Brautradition jetzt mehrere Hefen für die einzelnen Marken führt, ist mir nicht bekannt, aber ziemlich unwahrscheinlich....)

Die meisten Brauereien haben ihre "Haushefen" bei einer Hefebank als "Sicherheits-Backup" hinterlegt, falls es mal bei der Weiterführung einen Unfall gibt bzw. wenn der Stamm anfängt zu mutieren....
Dann gibt es neue Reinzuchthefe aus der Bank.
Einer unserer Stammtischler arbeitet bei einer Hefebank, werde ihn mal näher interviewen beim nächsten Stammtisch.
Bzw. beim nächsten Sommeliersstammtisch einen der drei Braumeister...

Cheers

Jürgen
Gibt’s hier schon was neues?

Gruss
Dietmar

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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#26

Beitrag von bierhistoriker.org » Montag 16. Dezember 2019, 13:04

DietmarK hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 16:51

Gibt’s hier schon was neues?
Gruss
Dietmar
Nein, leider nicht, vielleicht am Donnerstag, da ist Stammtisch....

Habe zwischenzeitlich ein Wieß mit der LaLBreW Kölsch gebraut - sehr passables Ergebnis beim ersten Test!

Gruß

Jürgen
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Re: Hefempfehlung für Kölsch/Wieß (Heicardo Hell)

#27

Beitrag von DietmarK » Montag 16. Dezember 2019, 14:39

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 13:04

Nein, leider nicht, vielleicht am Donnerstag, da ist Stammtisch....

Habe zwischenzeitlich ein Wieß mit der LaLBreW Kölsch gebraut - sehr passables Ergebnis beim ersten Test!

Gruß

Jürgen
Danke!
Ich hab zwischenzeitlich mit der K-97 gebraut,
das Bierchen schmeckt mir sehr gut.
Anfangs fruchtig, dann wird es malzig und
zum Schluss etwas bitter.
Meins finde ich deutlich angenehmer als zB ein
Gaffel das ich hier mal ergattern konnte, das
war für meinen Geschmack einfach nur bitter
ohne grosse weitere Aromen.

Ich möchte mein Kölsch zukünftig etwas
weniger fruchtig als die K-97 haben.

Gruss
Dietmar

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