Laserplotter und das Brauen

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Laserplotter und das Brauen

#1

Beitrag von Hopfenlaub » Donnerstag 8. August 2019, 18:22

Liebe Gemeinde,

mein 40W CO2 Laser hatte mich Anfang des Jahres zum Brauen gebracht.
Hin und wieder probierte ich also Sachen damit aus, die mir schön oder hilfreich erschienen.
Unter anderem versuchte ich mal lackierte Kronkorken mit meinem Konterfei zu verzieren und brachte die zum hiesigen Stammtisch mit. Gestern schrieben mich hier plötzlich Kronkorken-Sammler an und baten um ein paar Exemplare - ein wenig Recherche: die haben es sogar in einen Katalog geschafft!^^

Ich wollte euch heute einfach mal ein paar Ideen zeigen und lasse jetzt die Bilder sprechen.


KK_inkscape.PNG
Los geht's mit dem Design in Inkscape
KK_LW.PNG
Die Lasersoftware graviert und schneidet aus
2019-08-08 16.19.57.jpg
Vorbereitete Schablone um die Kronkorken richtig auszurichten
2019-08-08 17.25.57.jpg
Laser bei der Arbeit, die Lacke sind unterschiedlich, daher benötigt es hier noch etwas Feintuning
2019-08-08 16.55.29.jpg
...wenn der Laser schon mal läuft...
2019-08-08 17.10.14.jpg
Bierdeckel aus Sperrholz
Ergebnis.jpg
Das heutige Ergebnis

Hier im Forum konnte ich schon einiges lernen und 'ne Menge Inspirationen sammeln, ich hoffe damit kann ich auch etwas dazu beitragen und den ein oder anderen so auf Ideen bringen.


Gut Sud!

Ramon

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Re: Laserplotter und das Brauen

#2

Beitrag von schloemi » Donnerstag 8. August 2019, 18:39

Großes Tennis :Drink

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Re: Laserplotter und das Brauen

#3

Beitrag von integrator » Donnerstag 8. August 2019, 20:22

Hopfenlaub hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 18:22
Liebe Gemeinde,

mein 40W CO2 Laser hatte mich Anfang des Jahres zum Brauen gebracht.
Die Wege des Herren sind unergründlich :Smile
Es ist immer wieder interessant was Hobbybrauer noch so alles können und mit einbringen ... Klasse Idee :thumbup
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Laserplotter und das Brauen

#4

Beitrag von afri » Donnerstag 8. August 2019, 21:09

OT: wo bekomme ich so einen Apparat und was kann man damit alles machen?
Achim
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Re: Laserplotter und das Brauen

#5

Beitrag von Hopfenlaub » Donnerstag 8. August 2019, 21:58

Unergründlich, in der Tat^^
-glückliche Fügung würde ich da sagen :thumbsup

Achim: Bei Ebay werden die als K40 Laser angeboten, wenn man (ähnlich zum Brauequipment) ne gewisse Arbeit reinsteckt (Durchlaufkühler, Abluft nach draußen uvm) werden die ganz brauchbar :Wink
Selbst rund ums Brauen finden sich schon einige Ideen: Folie plotten für den Gärschrank, Bierdeckel, Untersetzer, Edelstahl ätzen, Gläser gravieren, Schablonen ausschneiden und wahrscheinlich noch 30 weitere Sachen auf die die Leute hier spontan kommen.. ^^


2019-08-08 21.40.56.jpg
20190430_211825.jpg
20190304_162003.jpg



PS: Meine Freundin malt sich gerade das ein oder andere abendliche Gespräch aus: "uuh, Schatzi guck mal - das brauche ich jetzt auch noch zum Brauen!" :Bigsmile


Edith dreht die Bilder morgen noch richtig

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Re: Laserplotter und das Brauen

#6

Beitrag von afri » Samstag 24. August 2019, 23:42

Hopfenlaub hat geschrieben:
Donnerstag 8. August 2019, 21:58
Achim: Bei Ebay werden die als K40 Laser angeboten, wenn man (ähnlich zum Brauequipment) ne gewisse Arbeit reinsteckt (Durchlaufkühler, Abluft nach draußen uvm) werden die ganz brauchbar
Ich habe jetzt einige/viele Seiten Angebote von den genannten Geräten durch, aber durchweg steht dort, das Zeug kommt aus Fernost. Gibt es solche Apparate denn nicht von hiesigen Anbietern? Ich habe keine Angst, sowas von dort zu kaufen, möchte es aber wenn möglich vermeiden. Mein Interesse ist nach wie vor groß, aber meine Suche hat mich ein wenig zurückgeworfen. Um genau zu sein: kein Anbieter (selbst mit deutscher Versandadresse) versendet mit DHL, was für mich Pflicht ist. Aus Amazon bin ich raus, weil eben genau dort mit DHL geworben, nicht aber verschickt wird.
Achim
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Re: Laserplotter und das Brauen

#7

Beitrag von Hopfenlaub » Sonntag 25. August 2019, 19:14

Hi Achim,
ja- die Anbieter sitzen alle in Fernost, hatte meinen im Oktober bestellt, allerdings extra auf deutsches Warenlager geachtet.
Das Paket kam innerhalb von 3 Werktagen und der arme DHL Bote ächtzte als er mit der Sackkarre diesen Trümmer zu mir schleppte.
Es gibt natürlich auch deutsche Firmen, die solche Geräte vertreiben, allerdings nicht mal ansatzweise im gleichen Budget. (was dir aber sicher klar ist)

Ich habe mal grade meine Bestellung recherchiert, der Händler (industry-center) in der Bucht verkauft aktuell keinen einzigen Artikel mehr, sonst hättest du dort nachschauen können.
Habe hier https://www.ebay.de/itm/Lasergraviermas ... Swi1pbux5g mal einen gefunden der aus Frankfurt verschippert wird, allerdings ist die Leistungsregelung hier über Poti und nicht digital per LCD, dem Ergebnis sollte das aber keinen großen Abbruch tun.
Zum Vergleich: https://www.ebay.de/itm/Upgrade-Version ... 0005.m1851
...ob dieser Händler dann wirklich per DHL versendet kann ich dir leider auch nicht genau sagen. :Grübel

Das Thema ist echt mega umfangreich (fast so wie die Braukunst) und man muss sich ziemlich einlesen, aber wenn du noch Hilfe brauchst, zöger nicht zu fragen :Greets
Ramon

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Re: Laserplotter und das Brauen

#8

Beitrag von afri » Dienstag 27. August 2019, 22:06

Danke für deine Hinweise. Das ist ja das Problem, keiner versendet mit DHL und ich weigere ich aufgrund meiner jüngsten und auch längeren Erfahrung, mit einem anderen Dienstleister verschicken zu lassen. Nun, ich bin zwar heiß auf so einen Apparat, aber so heiß nun auch wieder nicht, dass ich in der Weltgeschichte herumkutschiere, um meine Pakete einzusammeln.
Achim
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Re: Laserplotter und das Brauen

#9

Beitrag von Hopfenlaub » Dienstag 27. August 2019, 22:35

glaube dann solltest du einfach mal so einen Verkäufer kontaktieren, fragen kostet ja nix ;-)
Is jetzt OT, aber gibt*s nicht hier irgendwo nen Faden mit den abenteuerlichsten Geschichten zu Paketen, Verpackungen und den ganzen Umständen bei den Lieferservicen?

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Re: Laserplotter und das Brauen

#10

Beitrag von Bierbaum » Mittwoch 28. August 2019, 16:10

Oh da fange ich wirklich an zu sabbern. Würde sich wunderbar zum 3D Druck ergänzen. Gefährlich sind sie halt.. 40 Watt auf 0.1mm^2. Da kann man sich das Augenlicht recht gut wegbrennen. Aber im Vergleich 32A über Schütze und SSRs laufen zu lassen rangiert bei der Gefährlichkeit im Hobbybereich als nicht Elektriker auf dem gleichen Niveau x)

Gibt es Seiten/Blogs/Anleitung mit dem du deine Umbauten durchgeführt hast?

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Re: Laserplotter und das Brauen

#11

Beitrag von Hopfenlaub » Mittwoch 28. August 2019, 20:47

Bierbaum hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 16:10
Gefährlich sind sie halt.. 40 Watt auf 0.1mm^2. Da kann man sich das Augenlicht recht gut wegbrennen. Aber im Vergleich 32A über Schütze und SSRs laufen zu lassen rangiert bei der Gefährlichkeit im Hobbybereich als nicht Elektriker auf dem gleichen Niveau x)
Ganz ohne Frage!
Klar sind diese Dinger nichts für Darwin-Award-Kandidaten..
Du hast keine einzige Sicherheitsschaltung wie zB Türkontaktschalter oder passable Erdung, das bei Ionisierungsspannungen von rund 20KV.. :Mad2
Ja, auch auch die 40W auf eine mini Fläche zu fokussieren birgt Gefahren, aber wie sonst willst du etwa 10mm Acrylplatten oder Holz schneiden?
Die komplette Elektrik sollte man am Besten Kabel für Kabel nachgehen und krittisch beäugen/ neu machen.
In diversen Foren gelten die nicht zu unrecht als Chinakracher.
Aber wenn man weiß, was man da tut kann aus diesen Dingern was richtig Brauchbares entstehen. - auch 3D gedruckte Teile ergänzen den Laser ganz gut :Bigsmile
Ich hab mich einfach mal mit "K40 Laser tuning" durch diverse Seiten gegooglet und auch etwas eigenen Sachverstand eingebracht, zB soll die Lebensdauer der Röhre über 25°C stark abnehmen, so bekam das Gerät nen Durchlaufkühler mit Peltierelementen und einen Autokühler verpasst.
Wenn ich's schaffe lade ich dir dazu mal ein paar Bilder hoch

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Re: Laserplotter und das Brauen

#12

Beitrag von afri » Sonntag 22. September 2019, 21:22

Inzwischen habe ich einen solchen Chinakracher gekauft (und per DHL liefern lassen) und bin etwas zwiegespalten. So ganz habe ich mich noch nicht eingearbeitet, aber Holz schneiden kann er schon mal nicht (blauer 10W-Halbleiterlaser). Pappe und Papier macht er zuverlässig kaputt, Bierdeckel ebenfalls, aber weiß lackierte Kronkorken lassen sich vom Strahl nicht beeindrucken. Wenn man die jedoch mit Edding [tm] anmalt, brät der Strahl die Farbe weg, so dass man das weiße wieder sieht, immerhin :-)

In der Tat war eins der Kabel falsch montiert, das zum Laser hat nur drei Adern, aber der Chinese hat es dennoch geschafft, schwarz mit Gelb zu vertauschen. Gut, dass die Stecker halbwegs servicefreundlich aufgebaut sind, das war schnell behoben. Die Treibersoftware, die eine COM-Schnittstelle zu USB bereitstellen soll, hat sich zuerst nicht installieren wollen, weil im Dateinamen chinesische Zeichen sind. Nach Umbenennung ging das dann aber. Die mitgelieferte Benbox-Software ist unter aller Sau, aber für den Spottpreis will ich mal nicht zuviel meckern.

Ein großes Problem ist noch ungelöst: ich nehme eine fertige Bitmap und lasere sie, geht einwandfrei, aber halt wie ein Tintendrucker: Zeile für Zeile. Schlauer ist es, daraus eine Vektordatei zu machen, denn die kann die Benbox als solche behandeln, der Laser fährt also Pfade entlang, geht ja schneller. Wenn ich nun die gleiche Bitmap in Vektor konvertiere (in diesem Fall mit Inkscape), ist das Ergebnis ca. siebenmal so groß, wie die (passend große) Vorlage, wenn ich sie in Benbox öffne. Kleiner ziehen in der Benbox geht zwar, ist aber unpräzise und wenig praktisch für wiederkehrende Laserjobs.

Aber ich arbeite dran, falls jemand dennoch eine gute Lösung parat hat, immer gern her damit. In der Zwischenzeit werde ich weiter fleißig Tante Goggle befragen, sollte doch ein Lösbares Problem sein.
Achim
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Re: Laserplotter und das Brauen

#13

Beitrag von Hopfenlaub » Mittwoch 25. September 2019, 20:33

Hi Achim,
freut mich, dass ich jemanden von diesem Brauutensil überzeugen konnte :thumbup
Erstmal zur Leistung:
Klar, dem 10W Feststofflaser fehlt es ein wenig an Power, jedoch kommt meiner auch nicht im ersten Zug durch die 10mm Acrylplatten. Versuch mal sehr langsam, so 1-3 mm/s und notfalls in mehreren Durchgängen das Holz zu schneiden- frei dem Motto steter Tropfen...

Als Lasersoftware verwende ich den K40_whisperer, ob der allerdings mit deinem Laser kompatibel ist kann ich nicht beurteilen, könnte aber durchaus möglich sein. Im Programm selbst kann ich dann entscheiden die schwarze Grafik zu rastern, oder die rote zu schneiden, siehe zweites Bild in diesem Faden.
Benbox kenne ich bisher nicht, schau aber mal in die Einstellungen, ob dort der Fehler der Skalierung liegt, (habe mir das Programm gerade mal per google angesehen, die Einstellung Step in der Laser Config hat mich neugierig gemacht)
Andere User verwenden auch T2Laser und scheinen recht zufrieden mit den Ergebnissen- eine kostenlose Trial-Version gibt's online.

Lass mal sehen was du bisher ausprobiert hast :Smile

Gruß,

Ramon

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Re: Laserplotter und das Brauen

#14

Beitrag von Hopfenlaub » Mittwoch 25. September 2019, 21:11

Ich nutze die Gelegenheit (den freien Abend) und stelle mal noch ein paar Detail zum Laser vor.
2019-08-28 21.48.45.jpg
Hier ist das Stück in voller Größe
Der Laser steht im Arbeitszimmer, hier war es mir möglich eine Abluft nach draußen anzuschließen, als Unterschrank dient ein Holztisch und eine ausgemusterte Kuchenvitrine als Staufach.
2019-08-28 21.43.02.jpg
Innenansicht mit 2 Wasserpumpen und zusätzlichem Netzteil
Wie schon angesprochen muss die Röhre im Betrieb bestenfalls unter 25°c bleiben, daher habe ich den normalen Kühlkreislauf aufgesplittet und 3 Peltier Elemente zwischen Wärmetauscher verbaut.
Ein kleines Thermostat schaltet die dann bei 18°c ab um oberhalb des Taupunktes zu bleiben.
Die Abwärme wird über einen KFZ Kühler abgeführt (war die günstigste Lösung)
peltier.jpg
Peltier Sandwich
2019-08-28 21.48.08.jpg
großer Kühler, dahinter sind 9 PC Lüfter versteckt
Der mitgelieferte Radiallüfter aus China verdeckte die Klappe zur Röhre und erfüllte seine Aufgabe nur schlecht, ein starker Lüfter einer Klimaanlage sorgt nun dafür, dass Rauch und Gestank zuverlässig nach draußen ziehen.
2019-08-28 21.48.28.jpg
Radialgebläse seitlich angebracht
Als Nächstes steht der EInbau einer Kabelkette an, diese führt den Luftschlauch und ein 12V Kabel oberhalb des Schlitten bis zur Linse.
Die Luft dient dazu Rauch von der Linse fern zu halten und diese zu kühlen, an das Kabel werden 2 Linienlaser angeschlossen, die den Brennpunkt wie ein X markieren.

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Re: Laserplotter und das Brauen

#15

Beitrag von afri » Mittwoch 25. September 2019, 23:31

Hopfenlaub hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 20:33
Lass mal sehen was du bisher ausprobiert hast :Smile
Da gibt es noch nicht viel, was ich sehen lassen könnte, ich arbeite mich noch immer ein. Ein großes Problem ist nach wie vor, eine Grafik in die Plotsoft zu laden. Gerade heute wollte ich eine der fancy Ätzschablonen lasern, die hier im Forum angeboten werden. Leider versteht meine Benbox diese Dateien nicht, die ich zuvor mühsam erstellte, ob zu groß oder sonstwie falsch, wer weiß, denn das Programm stürzt einfach so ab und die Fehlermeldung ist wenig hilfreich.

Aber ich bleibe dran und werde sehr wahrscheinlich mal eine andere Software probieren, in die Lasermaschine zu laden. Diese Benbox ist unsäglich schlecht. Bierdeckel bedrucken kann sie, zumindest das konnte ich bereits realisieren, aber das Ergebnis ist nicht onlinefähig :-)
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Re: Laserplotter und das Brauen

#16

Beitrag von Hopfenlaub » Donnerstag 26. September 2019, 13:20

:Grübel das mit den Ätzschablonen und dem speziellen Elektrolyt hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm - danke für den Tipp!
Bisher kam nur ein Bad in Schwefelsäure zum Einsatz und die Oberfläche war dann milchig angerauht.

Dann wünsche ich dir viel Erfolg und halte mich auf dem Laufenden :Drink

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Re: Laserplotter und das Brauen

#17

Beitrag von afri » Donnerstag 26. September 2019, 22:20

Heute habe ich eine neue Soft installiert, GRBL heißt sie und ich muss mich erneut in die Feinheiten einarbeiten. Seufz... Aber die kann wenigstens einiges, was bei der Benbox nicht ging (z.B. wiederkehrende Plotjobs abspeichern). Ich bin zuversichtlich, zumal ich heute sogar schon eine Anfrage nach einem meiner Bierdeckel hatte, die ja noch so gar nicht in Reichweite sind (weil halt noch nicht mal fertig ausgedacht respektive in eine Plot-Datei gepresst).
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Re: Laserplotter und das Brauen

#18

Beitrag von afri » Samstag 28. September 2019, 23:00

Und hier schon gleich die nächste Hiobsbotschaft: Die Linse vom Chinalaser ist verschmurgelt, jedenfalls kann ich bis auf weiteres nix mehr lasern. Grmpf... Vorerst habe ich zwei Ersatzlinsen bei Re1chelt bestellt und woanders einen neuen Laserkopf, der statt 6,5W gleich 15W leisten soll. Ich bin gespannt.

Mist, elender, da hatte ich sogar schon ein nützliches Teil gelasert (Ätzschablone für einen Topf) und nun verreckt das Ding an sowas eigentlich billigem. Tja, wer billig kauft, kauft zweimal.
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Re: Laserplotter und das Brauen

#19

Beitrag von Hopfenlaub » Dienstag 1. Oktober 2019, 20:43

Ach jeh... und all dies bevor du überhaupt richtig gestartest bist. :crying
Was dir für die nächste Linse definitiv helfen könnte ist ein "Air assist" Dieser hält dir die Rauchschwaden von der Linse fern.
Bei der 3D Druck Plattform hab ich 2 mögliche Bauteile für dich gefunden:
https://www.thingiverse.com/thing:3306567
https://www.thingiverse.com/thing:3385016

Sicherlich gibt's aber auch im Zubehörhandel entsprechende Komponenten dafür zu kaufen...
Alternativ: Staubsaugerschlauch neben das zu lasernde Feld legen (vorsicht wegen Funken!)

Viel Erfolg weiterhin!

Ramon

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Re: Laserplotter und das Brauen

#20

Beitrag von afri » Dienstag 1. Oktober 2019, 22:22

Also dass mir die Dämpfe der gelaserten Dinge die Linse platzen lassen haben, halte ich gelinde geschrieben für Quatsch. Der neue Laser ist da und wird morgen oder so getestet. Ich bin ja noch immer in der Findungsphase, aber eine offenbar überlastete Linse hätte ich so nicht erwartet (schon gar nicht wegen der zwangsläufig entstehenden Rauche).
Achim
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Re: Laserplotter und das Brauen

#21

Beitrag von afri » Freitag 6. Dezember 2019, 22:14

Was neues von der Bierdeckelfront: ich habe es jetzt sehr oft probiert, aber das Ergebnis überzeugt mich nicht. Hiermit gebe ich offiziell auf, den Laser für Bierfilzpappen zu nutzen, klappt einfach nicht. Unten mein bislang bestes Ergebnis, das jedoch für mich ungenügend ist. Zum Vergleich darunter meine Etikettenvorlage.

Dirk, ich schreibe dir gleich noch eine PN, willst du das Ding dennoch haben? Dann bitte Adresse zu mir.
Achim
Dsc_2023.jpg
Bierdeckel gelasert
Vorlage Etikett Ablösbar.jpg
Etikettenvorlage
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Re: Laserplotter und das Brauen

#22

Beitrag von Hopfenlaub » Freitag 6. Dezember 2019, 22:52

Mein lieber Scholli/Achim,

das sieht ja richtig gut aus!
Ist schön geworden, du verwendest blanko Bierdeckel?
Filz habe ich auch mal probiert, jedoch wird's nur bei Schneide-Arbeiten ansehnlich, beim gravieren verkohlt mir auch immer der Filz..
Aber eins kann ich dir jetzt schon prophezeihen: Du wirst einige Bierdeckel-Sammler kennenlernen in nächster Zeit :Wink

Grüße,
Ramon

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Re: Laserplotter und das Brauen

#23

Beitrag von Hopfenlaub » Freitag 6. Dezember 2019, 23:19

Mein letzter Versuch mit Bierdeckeln war etwas anderes:
VA Stahlblech lackieren, den Lack mit dem Laser entfernen und anschließend mit der Kostprobe des Elektrolyt von Dimatron ( an dieser Stelle herzlichen Dank für den Hinweis und natürlich an Tobias von Dimatron für die Probe) die freien Stellen ätzen.

Ich habe mal ein paar Fotos eingefügt, der erste Veruch zu ätzen war lediglich mit 37%iger Schwefelsäure, diese hinterlässt ein mattes, helles finish.
Bilder vom blanken Stahl nach dem Entfernen der Lackreste bleibe ich euch noch schuldig.
2019-09-15 15.30.28.jpg
Lackiertes Blech wird graviert
2019-09-15 15.50.12.jpg
Elektrolysebad
2019-09-15 16.05.40.jpg
Teilergebnis (vorerst)
Entlang der Außenkanten kommt die Blechschere zum Einsatz, zum Trennen von jedwedem Metall eignet sich so ein kleiner Laser leider nicht.

Den Lack da wieder vollständig ab zu bekommen ist noch eine kleine Herausforderung, da er sich nicht beim gravieren auflösen sollte, wurde er im Backofen 10 Minuten getrocknet, das hab ich jetzt davon, Nitro und Terbentin kommen dann mal draußen zum Einsatz wenn es mal nicht regnet :Wink

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Re: Laserplotter und das Brauen

#24

Beitrag von afri » Freitag 6. Dezember 2019, 23:30

Hopfenlaub hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 22:52
das sieht ja richtig gut aus!
Ist schön geworden, du verwendest blanko Bierdeckel?
Ich weiß nicht, wenn du das als schön empfindest, sehr gut, aber für mich reicht's leider nicht. Und die Bekanntschaft mindestens eines Sammlers hier aus dem Forum habe ich bereits per PN gemacht, vielleicht werden's ja noch mehr.

Ja, das waren Blankoteile, extra für die Experimente angeschafft. Die Schmauchspuren hätte ich womöglich vermeiden können, wenn ich eine Absaugung hätte, aber ich will den Aufwand auch nicht ins uferlose ansteigen lassen. Bei den Kronkorken ist es etwas leichter, da entsteht kaum Rauch und der Lack nimmt diesen auch nicht auf, aber hier kapituliere ich.
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Re: Laserplotter und das Brauen

#25

Beitrag von Hopfenlaub » Samstag 7. Dezember 2019, 00:06

hey- du bist dran geblieben!
Das zeugt von einer gewissen Beharrlichkeit. Und von Mal zu Mal wird's besser!
Alternativ gibt's ja in jeder Stadt nen Laden, der Gravierarbeiten für wenig Geld mit Profi-Geräten erledigt. An die Ergebnisse einer 10k€ Anlage käme ich mit über 100 Versuchen nicht ran.
Keep on trying :Drink

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Re: Laserplotter und das Brauen

#26

Beitrag von Bierbaum » Samstag 7. Dezember 2019, 11:04

So ich hab's auch getan und hab mir einen K40 zugelegt. :Angel Bin doch positiv erstaunt gewesen wie gut das Ding funktioniert. Bei mir war sogar die Masse richtig angeschlossen. :thumbup Man wird dankbar.
Meine erste Verbesserung wird wahrscheinlich ein höhenverstellbares Druckbett (https://www.thingiverse.com/thing:3051286) werden und evtl. ein neuer Laserfokus mit Luftzufuhr. Bisserl was für die stade Zeit. Was mir aufgefallen ist, bei mir ist eine 635 mm Laserröhre verbaut. Laut diversen Laserforen bringt eine 635 mm Röhre keine 40 Watt Laserleistung hin, es müsste mindestens eine 700 mm Röhre verbaut werden um die Leistung zu erreichen.
Ich hab's nicht sein lassen können und habe mir angepasste Taphandels gebastelt. Der Aufwand lag bei ca. 2h Arbeit mit Laser einrichten.
Schöne Grüße
Andreas
1 - Kopie.jpg
2 - Kopie.jpg

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Re: Laserplotter und das Brauen

#27

Beitrag von HubertBräu » Samstag 7. Dezember 2019, 12:26

Super Zapfkühlschrank :thumbup :Drink

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Re: Laserplotter und das Brauen

#28

Beitrag von Hopfenlaub » Samstag 7. Dezember 2019, 12:51

Hi Andreas, willkommen im Club :thumbup

Stimmt, bei der Leistung musste man im unteren Bereich bleiben.
Besonders hilfreich fand ich ein kleines analoges Amperemeter das in die Masseleitung der Röhre montiert wird.
Hab noch im Kopf der K40 soll nicht mehr als 12mA Röhrenstrom verbrauchen, mehr würde die Lebensdauer verkürzen :Grübel
Bei mir sind das in etwa 50% Leistung
2019-12-07 12.34.27.jpg
Amperemeter
2019-12-07 12.34.50.jpg
Rückansicht

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Re: Laserplotter und das Brauen

#29

Beitrag von afri » Samstag 7. Dezember 2019, 22:32

Ich habe jetzt meinen Kronkorkenentwurf fertig, ich denke das lasse ich so. Am Feinschliff arbeite ich noch etwas, beispielsweise ist die Flasche noch etwas in die Mitte gerückt worden und an diversen Buchstaben habe ich herumgepfuscht, damit sie besser wirken. Die verstümmelten Buchstaben unten haben ihre Ursache in einem falschen Fokus.

Oben der Rohling, unten die Vorlage:
Dsc_2025.jpg
Kronkorken final
Dsc_2025.jpg (12.89 KiB) 296 mal betrachtet
kork4.jpg
Vorlage Kronkorken
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Re: Laserplotter und das Brauen

#30

Beitrag von afri » Mittwoch 11. Dezember 2019, 22:04

Und abseits des Weihnachtswichtelns hat eine Anzahl fehlgelaserter Bierdeckel den Weg zu Dirk gefunden. Er hat mir dafür wiederum ein paar Bierchen versprochen, was ich für mehr als fair betrachte.

Den Versand besagter Biere haben wir jedoch in gegenseitigem Einvernehmen auf nach Weihnachten verlegt, um die zur Zeit recht gefragten Logistiker nicht noch zusätzlich zu belasten mit Dingen, die mehr Zeit haben, als bis Heiligabend zugestellt zu werden.

Anderes Thema: ich habe mir Halsetiketten ausgedacht, die nicht geklebt werden müssen, aber schwierig per Schere ausschneidbar sind. Die Vorlage habe ich getestet, klappt astrein. Somit lasse ich also zukünftig den größten Teil als Banderole vom Laser zuschneiden, nachdem der Seitendrucker die Schrift lieferte. Muss man nur einmal kurz anklicken, den Rest macht der Laser. Praktische Sache.

Ein paar Klebeetiketten mache ich dennoch, falls mal eine Flasche weggegeben werden soll (versteuert, versteht sich). Aber auch das ist ja kaum Arbeit, beim Seitendrucker dauert das ja kaum 10 Sekunden pro Viereretikettseite. Damit beklebe ich übrigens nicht nur Flaschen, sondern auch die Kisten, das erleichtert die Übersicht im Lagerkeller.
Achim
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