Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1637
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#51

Beitrag von DerDallmann » Dienstag 20. August 2019, 07:19

Bilbobreu hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 14:35
Moin,
ich mach mein Grätzer immer mit der S 33 und bin sehr zufrieden. Aber der Vergleich mit der OGA 9 würde mich auch sehr interessieren. Also bitte unbedingt berichten.
Gruß
Stefan
Die S-33 kannte ich bisher gar nicht. Durch die Produktbeschreibung und dem Hinweis auf "belgischen Weizen- und Trappistenbiere", hätte ich zumindest mit leichter Ester-, und Phenolproduktion gerechnet, aber da kam nicht viel. Im Prinzip ist die S-33 die perfekte Hefe für ein Grätzer, purer Rauchmalz-, und Hopfengeschmack. Ich hatte einen sVG von knapp über 80%, Stammwürze waren 8°P. Das Bier hätte ein bißchen voller sein können, es ist SEHR leicht. Passt aber.

Die OGA9 ist mMn aber auch gut geeignet. Der sVG war bei 78%. Das Bier ist minimal "voller", aber nicht ganz so rund. Die OGA9 hat einen sehr eigenes Geschmacksprofil, irgendwie etwas muffig/erdig (nicht unangenehm), das spielt etwas mit rein.

Grätzer allgemein ist genau mein Ding, das hätte ich nicht gedacht. Rauchbier mochte ich bisher nie, aber das relativ leichte Raucharoma des Eichenrauch-Weizenmalzes ist angenehm. Dazu hatte ich 100% Saazer genommen, auch zum bittern. Mmn eine passende Kombo. Das nächste Grätzer mache ich mit Lubelski und ich werde definitiv eine Hälfte mit einer Saisonhefe vergären, warscheinlich mit der Blaugies/Wyeast 3726. Ich könnte mit auch eine WP-Gabe mit einem C-Hopfen vorstellen, oder leichtes Stopfen mit Zitronenzesten. Eine Art Rauch-Radler. Wohl aber eher nur Stopfen, damit die andere Hälfte 100% stilecht bleibt.

Edith sagt: Schön klar sind bei Varianten geworden. Der Schaum ist auch bei beiden super.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch 21255 und Umgebung, bei Interesse PN
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer
Mein anderes Hobby: www.wildfarmers.de, www.dc-bats.de

Benutzeravatar
Bilbobreu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 998
Registriert: Samstag 16. März 2013, 12:32

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#52

Beitrag von Bilbobreu » Samstag 24. August 2019, 16:24

Vielen Dank für das Teilen der Erfahrungen mit der OGA9. Was citruslastiges Hopfenstopfen bei Grätzer betrifft, hab ich das vor 2 oder 3 Jahren mal ausprobiert. Mich hat es gar nicht überzeugt, dass passte irgendwie nicht zusammen. Hab in die Richtung daher nicht weiter experimentiert, sondern mich auf Wacholder und Eiche verlegt. Aber es gibt vermutlich auch Hopfen die besser zum Grätzer passen. Ich hab mir leider nicht notiert, welchen Hopfen ich seinerzeit ausprobiert hatte.
Gruß
Stefan

Scheibelhund
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 452
Registriert: Mittwoch 22. Oktober 2014, 01:11

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#53

Beitrag von Scheibelhund » Sonntag 25. August 2019, 02:40

Rauchbier gehört für mich zu den wunderbarsten Erfahrungen, noch zu Zeiten wo man von Craftbier noch geträumt hat.
Meine Klassifizierung: Nr. 1 auf jeden Fall das Schlenkerla Märzen, vom Faß direkt in Bamberg im Ausschank. Da kann die Flasche niemals mithalten. Nr. 2 der Ur-Bock vom Schlenkerla Nr. 3 Das Schlenkerla Hell, das kein Rauchbier ist, weil die Schüttung kein Rauchbier erhält, aber aus den mit Rauch kontaminierten Gerätschaften ein leichter Rauchgeschmack ins Bier übergeht. Eigentlich eines der besten Hellen überhaupt. Fiel mir seinerzeit auf, als ich zum ersten mal ein Craftbierfachgeschät in Bamberg betrat und für über 30 € 7 Flaschen Bier erwarb. Die 8. Flasche für 1 € im Markgrafengetränkemarkt war dieses Schlenkerla Hell was alle andere in den Schatten stellte. Ansonsten jederzeit eine Empfehlung Spezi-Rauchbier aus der Flasche, seltsamerweise, nur hier ist es richtig rund im Geschmack. Aus dem Faß in der Spezi-Wirtschaft ist es unnötig aufgesprudelt, da man ja keinen Ausschank aus Holzfässern mehr hat, sondern diese Holzfaßattrappen, die von einer Bierleitung durchzogen sind. Ein absolutes ´Nogo meiner Meinung nach. Ansonsten ist der Spezi-Rauchgeschmack irgendwie chemisch, erinnert weniger an ein Holzfeuer als an einen Kinderzimmerbrand, zumindest beim Faßbier. Was es leider nicht mehr gibt ist das Rauchbier der Brauerei Barnikel in Herrnsdorf. Ich hab versucht das in meiner Brauerei als "Rauchzart" wieder aufleben zu lassen. 6/45 Rauchmalzschüttung. Demnächst wieder im Ausschank.
Im Winter trink' ich und singe Lieder
aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1637
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#54

Beitrag von DerDallmann » Montag 26. August 2019, 06:35

Den Urbock hatte ich gestern, Jahrgang 2016.
Habe 15 und 17 auch noch im Kühlschrank. Geiles Zeug!
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch 21255 und Umgebung, bei Interesse PN
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer
Mein anderes Hobby: www.wildfarmers.de, www.dc-bats.de

Benutzeravatar
danieldee
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1402
Registriert: Montag 25. Juli 2016, 12:34
Wohnort: Bamberg

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#55

Beitrag von danieldee » Montag 26. August 2019, 11:30

Scheibelhund hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 02:40
Rauchbier gehört für mich zu den wunderbarsten Erfahrungen, noch zu Zeiten wo man von Craftbier noch geträumt hat.
Meine Klassifizierung: Nr. 1 auf jeden Fall das Schlenkerla Märzen, vom Faß direkt in Bamberg im Ausschank. Da kann die Flasche niemals mithalten. Nr. 2 der Ur-Bock vom Schlenkerla Nr. 3 Das Schlenkerla Hell, das kein Rauchbier ist, weil die Schüttung kein Rauchbier erhält, aber aus den mit Rauch kontaminierten Gerätschaften ein leichter Rauchgeschmack ins Bier übergeht. Eigentlich eines der besten Hellen überhaupt. Fiel mir seinerzeit auf, als ich zum ersten mal ein Craftbierfachgeschät in Bamberg betrat und für über 30 € 7 Flaschen Bier erwarb. Die 8. Flasche für 1 € im Markgrafengetränkemarkt war dieses Schlenkerla Hell was alle andere in den Schatten stellte. Ansonsten jederzeit eine Empfehlung Spezi-Rauchbier aus der Flasche, seltsamerweise, nur hier ist es richtig rund im Geschmack. Aus dem Faß in der Spezi-Wirtschaft ist es unnötig aufgesprudelt, da man ja keinen Ausschank aus Holzfässern mehr hat, sondern diese Holzfaßattrappen, die von einer Bierleitung durchzogen sind. Ein absolutes ´Nogo meiner Meinung nach. Ansonsten ist der Spezi-Rauchgeschmack irgendwie chemisch, erinnert weniger an ein Holzfeuer als an einen Kinderzimmerbrand, zumindest beim Faßbier. Was es leider nicht mehr gibt ist das Rauchbier der Brauerei Barnikel in Herrnsdorf. Ich hab versucht das in meiner Brauerei als "Rauchzart" wieder aufleben zu lassen. 6/45 Rauchmalzschüttung. Demnächst wieder im Ausschank.
Ich weiß ja, dass Schlenkerla da marketingtechnisch drauf schreibt "in alten Kupferkesseln gesotten". Aber wo soll da Rauchgeschmack herkommen?!
Es ist wie überall, da wird komplett gereinigt.
Der subtile Rauch kommt von der Märzenhefe die dafür verwendet wird.
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

Benutzeravatar
Snowman
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 15. August 2014, 10:00

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#56

Beitrag von Snowman » Donnerstag 29. August 2019, 14:59

danieldee hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 11:30
Der subtile Rauch kommt von der Märzenhefe die dafür verwendet wird.
Kommst du an die Hefe vom Schlenk ran?

LG Björn

Benutzeravatar
danieldee
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1402
Registriert: Montag 25. Juli 2016, 12:34
Wohnort: Bamberg

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#57

Beitrag von danieldee » Donnerstag 29. August 2019, 15:16

Snowman hat geschrieben:
Donnerstag 29. August 2019, 14:59
danieldee hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 11:30
Der subtile Rauch kommt von der Märzenhefe die dafür verwendet wird.
Kommst du an die Hefe vom Schlenk ran?

LG Björn
Nein geben nix raus, Anweisung vom Chef
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

Benutzeravatar
Snowman
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 15. August 2014, 10:00

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#58

Beitrag von Snowman » Donnerstag 29. August 2019, 17:05

Das wäre mal was gewesen!

Scheibelhund
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 452
Registriert: Mittwoch 22. Oktober 2014, 01:11

Re: Fragen zu Rauchmalz / Rauchbier

#59

Beitrag von Scheibelhund » Samstag 31. August 2019, 14:55

danieldee hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 11:30
Scheibelhund hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 02:40
Rauchbier gehört für mich zu den wunderbarsten Erfahrungen, noch zu Zeiten wo man von Craftbier noch geträumt hat.
Meine Klassifizierung: Nr. 1 auf jeden Fall das Schlenkerla Märzen, vom Faß direkt in Bamberg im Ausschank. Da kann die Flasche niemals mithalten. Nr. 2 der Ur-Bock vom Schlenkerla Nr. 3 Das Schlenkerla Hell, das kein Rauchbier ist, weil die Schüttung kein Rauchbier erhält, aber aus den mit Rauch kontaminierten Gerätschaften ein leichter Rauchgeschmack ins Bier übergeht. Eigentlich eines der besten Hellen überhaupt. Fiel mir seinerzeit auf, als ich zum ersten mal ein Craftbierfachgeschät in Bamberg betrat und für über 30 € 7 Flaschen Bier erwarb. Die 8. Flasche für 1 € im Markgrafengetränkemarkt war dieses Schlenkerla Hell was alle andere in den Schatten stellte. Ansonsten jederzeit eine Empfehlung Spezi-Rauchbier aus der Flasche, seltsamerweise, nur hier ist es richtig rund im Geschmack. Aus dem Faß in der Spezi-Wirtschaft ist es unnötig aufgesprudelt, da man ja keinen Ausschank aus Holzfässern mehr hat, sondern diese Holzfaßattrappen, die von einer Bierleitung durchzogen sind. Ein absolutes ´Nogo meiner Meinung nach. Ansonsten ist der Spezi-Rauchgeschmack irgendwie chemisch, erinnert weniger an ein Holzfeuer als an einen Kinderzimmerbrand, zumindest beim Faßbier. Was es leider nicht mehr gibt ist das Rauchbier der Brauerei Barnikel in Herrnsdorf. Ich hab versucht das in meiner Brauerei als "Rauchzart" wieder aufleben zu lassen. 6/45 Rauchmalzschüttung. Demnächst wieder im Ausschank.
Ich weiß ja, dass Schlenkerla da marketingtechnisch drauf schreibt "in alten Kupferkesseln gesotten". Aber wo soll da Rauchgeschmack herkommen?!
Es ist wie überall, da wird komplett gereinigt.
Der subtile Rauch kommt von der Märzenhefe die dafür verwendet wird.
Meine Informationen habe ich vom früheren Braumeister des Schlenkerla, der vor ein paar Jahren in Rente gegangen ist und der mit einem Freund von mir verwandt ist. Von der Hefe sagte er nichts, nur daß die gesamten Anlagen der Brauerei mit Rauchgeschmack kontaminiert ist und somit der Rauchgeschmack trotz intensiver Reinigung auch bei Bieren ohne Rauchmalz durchschlägt.
Im Winter trink' ich und singe Lieder
aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.

Antworten