Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

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Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#1

Beitrag von Meistersud » Sonntag 6. Oktober 2019, 11:08

Hallo ihr Bier Sommeliers,

ich war letztens in Bayreuth beim Liebesbier ( Maisels) und habe ein Bier namens Heen & Weer von De Molen verkostet. Hat mir wirklich sehr gut geschmeckt und ich würde es nachbrauen. Ein Klonrezept habe ich nicht gefunden aber vielleicht hat ja einer von euch schon mal einen Versuch gestartet? Ich würde es der Kategorie Dubbel bzw. aufgrund des Alkoholgehalts von 9% vol. dem Tripel zuordnen. Ich würde mich freuen wenn ihr mir ein paar Tips geben könntet in welche Richtung ich suchen sollte. Eventuell kennt ihr ja ein Rezept, das dem Bier schon ziemlich nahe kommt. Viele Grüße Claus!

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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#2

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 6. Oktober 2019, 12:09

Hallo Claus,

habe zwar schon >60 Biere von de Molen verkostet, dieses leider nicht.
Kann aber ein paar technische Daten beisteuern:

Stil: Tripel
20 ºP, abv: 9,2%,
20EBC, 42IBU
Hopfen: Premiant, Saaz

Coriander

Viel Erfolg beim "tüfteln".

Cheers

Jürgen
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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#3

Beitrag von Meistersud » Sonntag 6. Oktober 2019, 12:25

Servus Jürgen,

merce dir! Das sind ja schon mal ein paar Rahmendaten. Wahrscheinlich nimmt man da eher die Samen vom Koriander oder?

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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#4

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 6. Oktober 2019, 12:36

Meistersud hat geschrieben:
Sonntag 6. Oktober 2019, 12:25
Servus Jürgen,

merce dir! Das sind ja schon mal ein paar Rahmendaten. Wahrscheinlich nimmt man da eher die Samen vom Koriander oder?
Ja, am besten indischen, der macht mehr Zitrus, der Mittelmeer-Koriander ist manchmal etwas seifig.....

cheers

Jürgen
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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#5

Beitrag von Proximus » Sonntag 6. Oktober 2019, 13:38

Ich kenne das Heen & Weer ebenfalls aus dem Liebesbier. Mich hat es zunächst etwas irritiert, da ich etwas anderes erwartet hatte. Zunächst war ich über die Farbe erstaunt, die doch deutlich Richtung Kastanienbraun ging. Wenn man Westmalle, Watou, St. Bernadus etc. als Referenzen im Hinterkopf hat, überrascht das zunächst. Aromatisch hatte es eine dominate (fast strenge) Mandel- und Marzipannote, die in einen deutlichen Malzkörper eingebunden waren. Zitrusnoten nicht vorhanden m.E. nach. Ich wurde mich bei der Rezeptentwicklung eher Richtung Dubbel orientieren auch wenn es vom Alkoholgehalt im Tripelbereich liegt.
Viele Grüße
Heiko

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De Molen Heen & Weer - Rezeptentwicklung

#6

Beitrag von Meistersud » Sonntag 6. Oktober 2019, 18:22

So habe jetzt mal einen ersten Entwurf gemacht. Bei der Durchsicht meiner Bestände bin ich auf eine angefangene Tüte Special B Malz gestoßen. Das möchte ich gerne hier gleich verarbeiten, bin jedoch schnell vor dem Problem gestanden, dass das Bier damit weit von den 20 EBC entfernt ist. Es geht dann schnell Richtung 60 EBC. Aber egal, es nennt sich ja Rezeptfindung. Also habe ich die Farbe als begrenzenden Faktor einfach ignoriert. Stattdessen hat mich der beschriebene Geschmack nach Rosinen fasziniert. Diesen Gedanken habe ich nun weiterverfolgt und mich für den Candy Syrup D-240 entschieden. Damit wird das Bier jetzt also schwarz wie die Nacht und hat auch geschmacklich wahrscheinlich wenig mit dem Heen & Weer zu tun. Folgende Zusammenstellung hätte ich jetzt mal vorbereitet:

129 EBC
18 °P
Restextrakt 3,5 °P -> Habe hier für die Lallemand ABBAYE Hefe einen Vergärungsgrad von 80% angenommen. In der Beschreibung steht "hoch". Denkt ihr das kommt hin?
Alk: 7,6 %vol
28 IBU
Hopfenaroma sehr gering 0,8 mg/l Öl

Hauptguss: 20 Liter -> Faustformel für Klarstein Mundschenk (5570g x 2,5)+6 Liter
Nachguss: 1 - ? Liter -> Bis Glattwasser

Wasseraufbereitung: Hier werde ich das Brauwasser auf eine Restalkalität von 5 einstellen.

Ausgangswerte:

HCO-3 Konzentration: 416 mg/l
Kalzium 94 mg/l
Magnesium 33 mg/l
Sulfat 31 mg/l
Chlorid 7,4 mg/l
Natrium 6,3 mg/l
Restalkalität 5,1 mmol/l (=14,3°dH)

Aufsalzung:

6 ml 80% Milchsäure
2g Calziumchlorid
-> Damit sollte ich laut dem Wasserrechner vom mmum bei einer Restalkalität von ca. 4,9°dH und folgendem Ionenprofil landen:
Kalzium: 120 mg/l
Magnesium: 33 mg/l
Sulfat: 31 mg/l
Chlorid: 53,3 mg/l
Natrium: 6,3 mg/l

Die Vorhersage für den Maische-PH-Wert liegt damit bei 5,3.

3000g Pale Ale Malz (54%)
1500g Chateau Abbey (27%)
420g Karamelsirup (8%)
250g Weizen Karamellmalz (4%)
200g Karamellmalz Belgisch (4%)
200g Special B Malz (4%)
Summe: 5570g

Hefe: Lallemand ABBAYE - 11 g

Hopfen: 50g Saazer 60 min kochen
10g Saazer 10 min kochen
5g Irish Moss 15 min kochen

Einmaischen 57°C 10min -> Hat sich bei mir immer positiv auf die Schaumstabilität ausgewirkt
Kombirast 66°C 60min
Abmaischen 78°C 10min
Kochen 60 min

Hier bin ich mir etwas unsicher ob ich nicht lieber auf Maltoserast/Verzuckungsrast umstellen sollte. Ich hab irgendwie die Befürchtung, dass mir das Ganze zu süß wird.

Anstelltemperatur und Gärtemperatur : 20°C

Also ich hoffe ihr könnt mir einige Tipps oder Anregungen geben, was man noch verbessern könnte. Vielleicht habe ich auch irgendwo einen groben Schnitzer drin. Ich freue mich jedenfalls auf alle Antworten.

Viele Grüße Claus

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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#7

Beitrag von Proximus » Sonntag 6. Oktober 2019, 21:15

Das hat natürlich mit dem Ausgangsbier nix mehr zu tun, daher kann man das dann daran nicht mehr messen.

Meine Gedanken dazu:

Bei 18P und 80% sEVG käme ich bereits über 8%vol.

Soviel ich weiß, empfiehlt Castle Malting selbst nur max. 10% Schüttungsanteil für Château Abbey.

Zählt man das Abbey Malt, das Special B, die Karamellmalze (und den Sirup) zusammen, besteht fast die Hälfte der Schüttung daraus. Ich persönlich wäre nicht sonderlich versessen darauf, das zu verkosten muss ich sagen. Da wäre für mich „weniger mehr“.

28 IBU sind bei 18P viel zu wenig. Umso bedeutender, wenn Du bei dem üppigen Spezialmalzeinsatz bleiben willst. Das dürfen dann gerne mal 40-50 (oder locker mehr) sein.

Viele Grüße
Heiko

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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#8

Beitrag von Meistersud » Sonntag 6. Oktober 2019, 22:30

Servus Heiko,

vielen Dank für den Hinweis zum Abbey Malt. Ich hab mich hier an der Empfehlung vom Hobbybrauerversand orientiert. Dort wird bis zu 50 % empfohlen. Ich werde mich da dann auf deine Expertise verlassen und hier auf 10% runter gehen. Mit den IBU bin ich mir noch unsicher. Ich denke ich nehme deine Anregung auf und werde auf 35 IBU hochgehen. Ich möchte hier ein möglichst ausgewogenes Verhältnis erreichen. Vielen Dank an Heiko für deine Tipps. 👍🏻

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Re: Kennt jemand das De Molen Heen & Weer?

#9

Beitrag von Shenanigans » Montag 7. Oktober 2019, 12:15

Ich habe es nicht ganz durchgelesen aber vielleicht gibt es ein paar Tips hier:

https://www.hobbybrouwen.nl/forum/index ... ic=32865.0

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