Gärung abgeschlossen?

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Gärung abgeschlossen?

#1

Beitrag von Keilof » Samstag 16. November 2019, 09:48

Hallo,
ich habe ein obergäriges Pale Ale gebraut. Mein erster Sud. Die Hauptgärung läuft jetzt seit 13 Tagen. Nach starker Aktivität im Gärrohrchen in den ersten drei Tagen wurde es immer weniger... Jetzt blubbert es so ca. 1 mal pro 1,5 Minuten...
Muss ich mit der Flaschenabfüllung warten bis gar keine Aktivität mehr festzustellen ist? Bzw. bis der Wasserstand wieder bei beiden Eichstrichen ist?
Anmerkung: ich habe keine Messemöglichkeiten...
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Re: Gärung abgeschlossen?

#2

Beitrag von hyper472 » Samstag 16. November 2019, 10:03

Guten Morgen,
ohne Messen gehts nicht. Eine billige Minispindel reicht.
Lies mal hier:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 1&start=50
Aufs Blubbern kannst Du Dich nicht verlassen. Boludo hat einen guten Beitrag geschrieben zum Gären und Abfüllen:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=7&t=212
Pflichtlektüre!
Wenn Du Dich dran hältst, klappt alles!
Viele Grüße, Henning
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Re: Gärung abgeschlossen?

#3

Beitrag von guenter » Samstag 16. November 2019, 10:09

Ja, messen ist Pflicht. Alles andere wäre grobes Abwägen. Und dazu fehlen Angaben zur Hefe und Temperatur.

Neben der Spindel wäre alternativ ein Refraktometer möglich.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#4

Beitrag von Keilof » Samstag 16. November 2019, 10:22

Also kann es durchaus sein, dass es noch blubbert, obwohl die Gärung abgeschlossen ist...?
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Re: Gärung abgeschlossen?

#5

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 16. November 2019, 10:34

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:22
Also kann es durchaus sein, dass es noch blubbert, obwohl die Gärung abgeschlossen ist...?
Ja, das im Bier gebundene CO2 entweicht.
Meine Meiung:
Nach 13 Tagen bei obergäriger Hefe kannst du getrost abfüllen- auch ohne messen :Bigsmile

Cheers


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Re: Gärung abgeschlossen?

#6

Beitrag von guenter » Samstag 16. November 2019, 10:41

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:34
Meine Meiung:
Nach 13 Tagen bei obergäriger Hefe kannst du getrost abfüllen- auch ohne messen
Vom Gefühl her ja, aber ohne Hefe und Temperatur zu kennen, bin ich doch etwas vorsichtig.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Gärung abgeschlossen?

#7

Beitrag von Keilof » Samstag 16. November 2019, 10:58

Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
:Drink

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Re: Gärung abgeschlossen?

#8

Beitrag von Keilof » Samstag 16. November 2019, 11:01

guenter hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:41
bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:34
Meine Meiung:
Nach 13 Tagen bei obergäriger Hefe kannst du getrost abfüllen- auch ohne messen
Vom Gefühl her ja, aber ohne Hefe und Temperatur zu kennen, bin ich doch etwas vorsichtig.
Danstar Nottingham bei ca. 18 Grad Gärtemperatur...
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Re: Gärung abgeschlossen?

#9

Beitrag von skappler » Samstag 16. November 2019, 11:04

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:58
Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
Da waren aber Profis am Werk die das durch Erfahrung ausgleichen konnten. Außerdem wurde in Holzfässer abgefüllt und nicht mit Glasflaschen potentielle Splitterbomben gebaut.
Ich bin auch der Meinung dass Messen Pflicht ist

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Re: Gärung abgeschlossen?

#10

Beitrag von guenter » Samstag 16. November 2019, 11:24

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:58
Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
Ja, aber dann frag uns nicht und verlass dich auf deinen Wissensschatz :Angel (zum Thema Flaschenbomben würde ja schon was geschrieben).

Und bei der Hefe und Temperatur sage ich auch: abfüllen
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Re: Gärung abgeschlossen?

#11

Beitrag von Keilof » Samstag 16. November 2019, 11:41

Ich habe ja nicht gefragt, ob ich messen soll, sondern, ob ich abfüllen kann... Und darauf habe ich ja jetzt zwei klare Antworten bekommen...
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Re: Gärung abgeschlossen?

#12

Beitrag von ubu » Samstag 16. November 2019, 12:06

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:58
Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
Eine ältere Nachbarin (über 80Jahre) hat mir beim netten Grillabend von ihrer Kindheit in Schlesien erzählt und dass in ihrem Dorf viele ihr eigenes Bier gebraut haben.
Originalton:

Das weiss ich noch ganz gut, wenns dann im Keller geknallt hat sind mal wieder ein paar Flaschen einfach so geplatzt.
Gruß
Uwe

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Re: Gärung abgeschlossen?

#13

Beitrag von hyper472 » Samstag 16. November 2019, 12:55

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:58
Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
Klar. Und wenn es nichts wird, muss man halt mal wieder eine Hexe verbrennen, dann klappt es schon wieder.

Nimm es nicht persönlich, aber das ist ungefähr genauso, wie wenn ein Zahnarzt sagt: früher konnte man auch mit einer rostigen Zange Zähne ohne Narkose ziehen.

So eine Minispindel kostet mit Versand zehn Euro.

Viele Grüße, Henning
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Re: Gärung abgeschlossen?

#14

Beitrag von guenter » Samstag 16. November 2019, 13:17

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 11:41
Ich habe ja nicht gefragt, ob ich messen soll, sondern, ob ich abfüllen kann... Und darauf habe ich ja jetzt zwei klare Antworten bekommen...
Die klaren Antworten sagen nur, dass unter den bekannten Bedingungen die Gärung wahrscheinlich durch ist.

Durch Messen ist man auf der sicheren Seite, insbesondere bei etwas zickigeren Hefen.

Muss aber jeder selber wissen. Ich war am Anfang auch etwas naiv, aber der Gedanke, dass eine meiner Flaschen explodiert und zufällig ein Kind in der Nähe ist (auch wegen ich das fast ausschließen könnte), hat mich dann doch überzeugt.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#15

Beitrag von gulp » Samstag 16. November 2019, 13:23

Keilof hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 10:58
Danke! Also dass man Bier ohne messen brauen kann, wurde glaube ich über Jahrhunderte bewiesen, oder?
Schau mal hier: https://biergrantler.de/09/2018/gabriel ... -juengere/
Nach unten scrollen,
>>>Nach ein paar vergeblichen Versuchen lernten sie ihn am 10. August kennen. Bei diesem Mr. Booth, der selber 20 Jahre lang Brauer war und sich nun den wissenschaftlichen Aspekten des Brauens widmete, lernten sie den Gebrauch des Saccharometers, „der für den englischen Brauer so nothwendig ist, wie für uns .....

Gruß
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Re: Gärung abgeschlossen?

#16

Beitrag von afri » Samstag 16. November 2019, 22:38

guenter hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 13:17
aber der Gedanke, dass eine meiner Flaschen explodiert und zufällig ein Kind in der Nähe ist (auch wegen ich das fast ausschließen könnte), hat mich dann doch überzeugt.
Aha, wenn ein Erwachsner die Splitter abbekommt, ist es OK, aber wenn ein Kind... ? Nun ja.

Wenn keinerlei Messgeräte verfügbar sind, gilt die Devise: lieber eine Woche länger. Bei Notti und 18°C würde ich bereits nach einer Woche abfüllen wollen, aber nach zweien gänzlich ohne Befürchtung, es könnten Menschen (jung oder alt) zu Schaden kommen. Wenn wir jetzt noch die Hefe des Threadstarters Keilof wüssten, könnten alle besser einschätzen, was nach 13 Tagen passiert oder nicht passiert.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#17

Beitrag von tauroplu » Dienstag 19. November 2019, 12:12

Zitat:"Wenn wir jetzt noch die Hefe des Threadstarters Keilof wüssten"
Ähm...hä? Zwei Sätze vorher erwähnst Du doch die Hefe und Temp., wie vom Threadersteller in #8 auch angegben. Verstehe den Satz nicht...
Beste Grüße
Michael

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Re: Gärung abgeschlossen?

#18

Beitrag von Boludo » Dienstag 19. November 2019, 15:00

Wenn ohne Messgerät gebraut wurde kann es durchaus sein, dass so viel verdampft wurde, dass das hier mindestens ein Doppelbock ist und sich die Hefe am Ende sehr schwer tut. Dann reichen zwei Wochen eventuell doch nicht.
Welchen Sinn es macht, nicht einmal die Stammwürze zu bestimmen, ist mir unerklärlich.
Man kann auch freiwillig mit verbundenen Augen seinen Alltag meistern, Millionen Blinde beweisen, dass es geht. :puzz

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Re: Gärung abgeschlossen?

#19

Beitrag von uli74 » Dienstag 19. November 2019, 17:28

Täglich grüßt das Murmeltier... Und jedesmal tappt Ihr wieder in die Falle.

Man sollte hier Leute nicht posten lassen solange sie nicht mindestens soundso lange im Wiki gelesen haben.

Nachtrag: Oder zumindest die Suchfunktion bemüht haben.
Gruss

Uli

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Re: Gärung abgeschlossen?

#20

Beitrag von jkmanfred » Dienstag 19. November 2019, 18:13

Boludo hat geschrieben:
Dienstag 19. November 2019, 15:00
Wenn ohne Messgerät gebraut wurde kann es durchaus sein, dass so viel verdampft wurde, dass das hier mindestens ein Doppelbock ist und sich die Hefe am Ende sehr schwer tut. Dann reichen zwei Wochen eventuell doch nicht.
Welchen Sinn es macht, nicht einmal die Stammwürze zu bestimmen, ist mir unerklärlich.
Man kann auch freiwillig mit verbundenen Augen seinen Alltag meistern, Millionen Blinde beweisen, dass es geht. :puzz


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Re: Gärung abgeschlossen?

#21

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 19. November 2019, 20:51

Die einzig klare Antwort ist: kann dir keiner sagen ob das ausgegoren ist. Da wir weder Stammwürze noch Restextrakt kennen ist und bleibt das eine Vermutung. Hier eine Aussage zu treffen, das dass Bier durch ist, ist grob fahrlässig. Ohne Extraktmessungen kann man kein Bier brauen. Ende der Durchsage.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#22

Beitrag von Achilleas » Mittwoch 20. November 2019, 08:30

Hallo zusammen,
auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in die Nessel setze.
Das Bier ist augenscheinlich vergoren, wenn es alle Minuten mal blubbert könnten alleine schon Temperaturschwankungen dafür in Frage kommen.
......und wenn der EVG nicht vorher exakt und unter Laborbedingungen bestimmt wurde, weiß sowieso niemand mit Sicherheit wieviel
vergärbarer Extrakt noch vorhanden ist. Und auch nicht, wie groß die Differenz zwischen AVG (Ausstoßvergärungsgrad) und EVG (Endvergärungsgrad) in Wirklichkeit ist. Mit anderen Worten:... da kann man spindeln was man will, auf der absolut sicheren Seite ist man trotzdem nicht.
Und die Gefahr von Bombagen ist durch Infektionen mit z.B. Fremdhefen oder sonstige Übervergärer sowieso immer gegeben.
Im übrigen habe ich schon viele Bombagen absichtlich provoziert um Glasflaschen zu testen. Bei allen Flaschen ist nur der Boden abgefallen.
Zerrissen hat es mir dabei noch keine Flasche. .......ausschließen will ich nicht, dass es vorkommen könnte. Aber wohl sehr unwahrscheinlich.

Grüße, Bernhard

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Re: Gärung abgeschlossen?

#23

Beitrag von Boludo » Mittwoch 20. November 2019, 08:45

Achilleas hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 08:30

Im übrigen habe ich schon viele Bombagen absichtlich provoziert um Glasflaschen zu testen. Bei allen Flaschen ist nur der Boden abgefallen.
Zerrissen hat es mir dabei noch keine Flasche. .......ausschließen will ich nicht, dass es vorkommen könnte. Aber wohl sehr unwahrscheinlich.
Ich hab jetzt keine Lust, die Bilder hier zu suchen, aber es gab schon einige Berichte im Forum in denen gezeigt wurde, dass Flaschen sehr wohl zerfetzen können.
Zum Messen:
Eine sehr wichtige Kenngröße beim Bier ist die Stammwürze. Sie entscheidet maßgeblich über die Eigenschaften des Bieres. Wenn einem das egal ist, dann interessiert man sich anscheinend insgesamt nicht wirklich dafür, was man da trinkt.
Messen hat auch was mit Qualitätskontrolle zu tun.
Naja, jeder wie er will....

Stefan

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Re: Gärung abgeschlossen?

#24

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 20. November 2019, 08:46

Zitat: ".......ausschließen will ich nicht, dass es vorkommen könnte. Aber wohl sehr unwahrscheinlich."

Das sehe ich etwas anders...

BottleBomb_1.jpg
BottleBomb_1.jpg (232.9 KiB) 1350 mal betrachtet


BottleBomb_2.jpg



BottleBomb_3.jpg
BottleBomb_3.jpg (300.83 KiB) 1338 mal betrachtet

Und selbst, wenn "nur" der Boden abgerissen wird, kann immer noch das hier passieren...mit sowas ist eben nicht zu spaßen.
Beste Grüße
Michael

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Re: Gärung abgeschlossen?

#25

Beitrag von Achilleas » Mittwoch 20. November 2019, 11:13

Boludo hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 08:45
Ich hab jetzt keine Lust, die Bilder hier zu suchen, aber es gab schon einige Berichte im Forum in denen gezeigt wurde, dass Flaschen sehr wohl zerfetzen können......
Hallo,
...also für ein besseres Verständnis zum Thema Bombagen, ....und so mancher Paranoia.
Eine regulär gefüllte "Qualitäts" -Bierflasche "zerfetzt" es nicht, die platzt nur auf.
In der Regel sogar splitterfrei. Und zwar am Boden, ....weil das bei einer "Qualitäts-Bierflasche" physikalisch der schwächste Punkt und auch
ganz bewußt die Sollbruchstelle ist. Das habe ich oft genug getestet, und das ist bei einer hochwertigen Flasche Fakt.
Dass z.B.eine Billig-Bierflasche aus Fernost auch an der Längsnaht, oder sonst wo platzen kann ist mir klar,....deshalb testet man es ja.
Qualitäts-Bierflaschen "zerfetzt" es aber nur dann, wenn sie leer sind bzw. einen hohen Gasdruck enthalten.
......oder platzen evtl. auch am Hals, Bauch, wenn das Bier in der Flasche gefriert.
Jetzt will ich ja nicht behaupten, dass jede "volle" Qualitäts-Bierflasche immer zu 100% am Boden platzt, aber zu 99%..... und mir ist noch keine untergekommen, die wo anders geplatzt wäre. Und "zerfetzt" hat es mir erst recht noch keine.
Also nur für den Fall, dass wir von qualitativ hochwertigen Bierflaschen sprechen, ...dann hält sich die Gefahr, die vom platzen der Bierflasche ausgeht sehr in Grenzen. Zugegeben,... zumindest ein theoretisches Restrisiko bleibt.

Grüße, Bernhard

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Re: Gärung abgeschlossen?

#26

Beitrag von Boludo » Mittwoch 20. November 2019, 11:34

Achilleas hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 11:13
Boludo hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 08:45
Ich hab jetzt keine Lust, die Bilder hier zu suchen, aber es gab schon einige Berichte im Forum in denen gezeigt wurde, dass Flaschen sehr wohl zerfetzen können......
Hallo,
...also für ein besseres Verständnis zum Thema Bombagen, ....und so mancher Paranoia.
Eine regulär gefüllte "Qualitäts" -Bierflasche "zerfetzt" es nicht, die platzt nur auf.
In der Regel sogar splitterfrei. Und zwar am Boden, ....weil das bei einer "Qualitäts-Bierflasche" physikalisch der schwächste Punkt und auch
ganz bewußt die Sollbruchstelle ist. Das habe ich oft genug getestet, und das ist bei einer hochwertigen Flasche Fakt.
Dass z.B.eine Billig-Bierflasche aus Fernost auch an der Längsnaht, oder sonst wo platzen kann ist mir klar,....deshalb testet man es ja.
Qualitäts-Bierflaschen "zerfetzt" es aber nur dann, wenn sie leer sind bzw. einen hohen Gasdruck enthalten.
......oder platzen evtl. auch am Hals, Bauch, wenn das Bier in der Flasche gefriert.
Jetzt will ich ja nicht behaupten, dass jede "volle" Qualitäts-Bierflasche immer zu 100% am Boden platzt, aber zu 99%..... und mir ist noch keine untergekommen, die wo anders geplatzt wäre. Und "zerfetzt" hat es mir erst recht noch keine.
Also nur für den Fall, dass wir von qualitativ hochwertigen Bierflaschen sprechen, ...dann hält sich die Gefahr, die vom platzen der Bierflasche ausgeht sehr in Grenzen. Zugegeben,... zumindest ein theoretisches Restrisiko bleibt.

Grüße, Bernhard
Und du bist dir ganz sicher, dass du nur Qualitäts Bierflaschen in deinem Sortiment hast, die noch nie irgendwo angestoßen sind? Und alle anderen Hobbybrauer auch, denen du hier Tips gibst?
Woher weißt du das?

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Re: Gärung abgeschlossen?

#27

Beitrag von Achilleas » Mittwoch 20. November 2019, 11:52

Lieber Boludo,
ja,....da bin ich mir sehr sicher, da ich nur fabrikneue (Einweg )Flaschen befülle.
Ich habe auch keine Tips gegeben,....außer Qualitätsflaschen zu verwenden, weil das Risiko von Verletzungen dann relativ gering ist.
(...und auch die Sauerei ist geringer)
Und dass es eine volle Bierflasche nicht zerfetzt, ist halt so....da kann ich auch nichts dafür.
Grüße, Bernhard

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Re: Gärung abgeschlossen?

#28

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 20. November 2019, 11:57

…echt schräg, denn die von mir eingestellten Bilder (nicht meine eigenen, aber aus Homebrewtalk & Co.) stammen nicht von heruntergefallenen leeren Bierflaschen, sondern die waren mit Bier aus der Nachgärung befüllt.
Beste Grüße
Michael

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Re: Gärung abgeschlossen?

#29

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 20. November 2019, 11:59

Unsere kleine Stadtbrauerei hat damals Porter mit Brettanonyces gebraut. In den DIN 6199 Flaschen wurde im Rücklauf alles Mögliche wieder abgefüllt. Pfand sei Dank.
Immer wenn die Reinigung in der Brauerei nicht 100%ig geklappt hat sind in der Porterzeit etliche Cola- und Brauseflaschen in den Märkten und bei den Leuten zuhause explodiert.
Aus meiner Kindheit habe ich noch die blasse Erinnerung, dass bei meinem Opa etliche zentimeterlange Glassplitter einiger geplatzter Standard DDR Steinie Flaschen in den Türen und Holzfensterrahmen der Vorratskammer stachen. Da war beim Platzen zum Glück niemand im Raum.

Gerade beim Googeln nach dem Prüfdruck von DIN 6199 Flaschen entdeckt:
Sehr passend ... :Wink
Wikipedia hat geschrieben:Wie bei anderen Flaschenformen und Biermaßen haben sich regional und umgangssprachlich für die in Fachkreisen „Steinieflasche“ genannte Flaschenform verschiedene umgangssprachliche Namen herausgebildet. Die kompakte Behälterform führte alternativ zur Bezeichnung „Bombe“ oder „Granate“.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Mittwoch 20. November 2019, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Gärung abgeschlossen?

#30

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 20. November 2019, 12:03

Ehrlich? Das ist eine müßige Diskussion, die man eigentlich nicht weiterführen muss. Es gibt sie eben, die unbelehrbaren.

Übrigens, Bernhard, auch Dir sollte klar sein, dass selbst fabrikneue Buddels nicht selten ab Werk einen Hau haben können, der auch nicht immer offensichtlich ist.
Beste Grüße
Michael

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Re: Gärung abgeschlossen?

#31

Beitrag von Achilleas » Mittwoch 20. November 2019, 12:13

tauroplu hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 12:03
Ehrlich? Das ist eine müßige Diskussion, die man eigentlich nicht weiterführen muss. Es gibt sie eben, die unbelehrbaren.
......wahre Worte.

Gruß, Bernhard

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Re: Gärung abgeschlossen?

#32

Beitrag von gulp » Mittwoch 20. November 2019, 13:14

Hat keinen Sinn sich aufzuregen:
https://www.humanresourcesmanager.de/ne ... t-das.html

Gruß
Peter
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Re: Gärung abgeschlossen?

#33

Beitrag von hyper472 » Mittwoch 20. November 2019, 15:25

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 13:14
Hat keinen Sinn sich aufzuregen:
https://www.humanresourcesmanager.de/ne ... t-das.html

Gruß
Peter
:goodpost:
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Re: Gärung abgeschlossen?

#34

Beitrag von §11 » Mittwoch 20. November 2019, 17:25

Oh mei oh mei. Dann sind mir in der Brauerei scheinbar keine Scherben am Fueller um die Ohren geflogen.

So einen Schmarrn hab ich noch nie gehoert und halte ihn auch fuer gefaehrlich hier solche Behauptungen aufzustellen :Angry
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Gärung abgeschlossen?

#35

Beitrag von Achilleas » Mittwoch 20. November 2019, 19:31

§11 hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 17:25
Oh mei oh mei. Dann sind mir in der Brauerei scheinbar keine Scherben am Fueller um die Ohren geflogen.

So einen Schmarrn hab ich noch nie gehoert und halte ihn auch fuer gefaehrlich hier solche Behauptungen aufzustellen :Angry
...sind mir auch um die Ohren geflogen, wir sprechen hier aber von vollen Flaschen.
Volle Flaschen zerfetzen nicht, der geringe Gasdruck im leeren Flaschenhals reicht dazu bei weitem nicht aus.
Das liegt an den Naturgesetzen und der Physik die dahinter steckt, nicht an mir.
Und egal welche Bilder hier als angeblicher Beweis gepostet werden,...die hebeln die Naturgesetze auch nicht aus.
Aber wers partout nicht wahr haben will, kann ja mit der Handfläche mal auf eine volle offene Flasche draufhauen,
und mir dann berichten was passiert ist, und wo die Flasche geplatzt ist....oder, ob es die gar zerfetzt hat.
Und wenn die nicht am Boden geplatzt ist, welche als Sollbruchstelle auch so konstruiert ist, dem spendiere ich ein 50l Faß,
(Selbstabholung), von mir aus auch zwei.
.....und wer jetz immer noch Panik mache wegen Bombagen betreiben und an zerfetzende Flaschen glauben möchte,
dann soll mir das auch recht sein.

Servus, Bernhard

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Re: Gärung abgeschlossen?

#36

Beitrag von §11 » Mittwoch 20. November 2019, 19:53

Achilleas hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 19:31
§11 hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 17:25
Oh mei oh mei. Dann sind mir in der Brauerei scheinbar keine Scherben am Fueller um die Ohren geflogen.

So einen Schmarrn hab ich noch nie gehoert und halte ihn auch fuer gefaehrlich hier solche Behauptungen aufzustellen :Angry
...sind mir auch um die Ohren geflogen, wir sprechen hier aber von vollen Flaschen.
Volle Flaschen zerfetzen nicht, der geringe Gasdruck im leeren Flaschenhals reicht dazu bei weitem nicht aus.
Das liegt an den Naturgesetzen und der Physik die dahinter steckt, nicht an mir.
Und egal welche Bilder hier als angeblicher Beweis gepostet werden,...die hebeln die Naturgesetze auch nicht aus.
Aber wers partout nicht wahr haben will, kann ja mit der Handfläche mal auf eine volle offene Flasche draufhauen,
und mir dann berichten was passiert ist, und wo die Flasche geplatzt ist....oder, ob es die gar zerfetzt hat.
Und wenn die nicht am Boden geplatzt ist, welche als Sollbruchstelle auch so konstruiert ist, dem spendiere ich ein 50l Faß,
(Selbstabholung), von mir aus auch zwei.
.....und wer jetz immer noch Panik mache wegen Bombagen betreiben und an zerfetzende Flaschen glauben möchte,
dann soll mir das auch recht sein.

Servus, Bernhard
Dann handelt es sich um die Bilder hier und die Berichte von explodierten Flaschen um so eine Art Verschwörung oder was?
Wenn einem auf der Autobahn auf einmal nur noch Geisterfahrer entgegenkommen, sollte man sich überlegen ob man selbst auf der falschen Seite fährt….

Diese Verschwörung gegen dich geht soweit das sich sogar die aktuelle Rechtssprechung diesem Fehlglaube hingibt:
https://www.it-recht-kanzlei.de/Urteil/ ... 5810/.html

https://dejure.org/dienste/vernetzung/r ... U%20942/97
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Re: Gärung abgeschlossen?

#37

Beitrag von Boludo » Mittwoch 20. November 2019, 21:44

Ich würde mal so sagen :
Leere Flaschen, die platzen, sind viel gefährlicher als volle.
Deswegen sind volle Flaschen die platzen aber nicht automatisch ungefährlich.
Und dass immer nur der Boden abplatzt ist definitiv falsch. Ich hatte bis jetzt eine Flasche, die geplatzt ist und die war voll und das war nicht der Boden, der abgeplatzt ist.

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Re: Gärung abgeschlossen?

#38

Beitrag von §11 » Mittwoch 20. November 2019, 21:53

Aber wers partout nicht wahr haben will, kann ja mit der Handfläche mal auf eine volle offene Flasche draufhauen,
und mir dann berichten was passiert ist, und wo die Flasche geplatzt ist....oder, ob es die gar zerfetzt hat.
Und wenn die nicht am Boden geplatzt ist, welche als Sollbruchstelle auch so konstruiert ist, dem spendiere ich ein 50l Faß,
(Selbstabholung), von mir aus auch zwei.
Auch das stimmt nur wenn man von oben auf die Mündung haut. Das es dann den Boden rausdrückt liegt ausserdem an einem anderen Phänomen als Druck von Innen. nach diese Theorie (Boden als Sollbruchstelle gibt immer zu erst nach) wäre es ja vollkommen egal wo ich auf die Flasche hau….

Wo können wir denn die Fässer abholen?
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Re: Gärung abgeschlossen?

#39

Beitrag von afri » Mittwoch 20. November 2019, 22:07

Ich will keinen Glaubenskrieg anzetteln, aber könnte es nicht sein, dass der Bernhard zumindest ein wenig recht hat, im Fall von fast voll gefüllten Flaschen? Ich kenne von Physik nur das, was bis zur 10. Klasse unterrichtet wurde, aber geläufig ist mir noch immer, dass Flüssigkeiten kaum komprimierbar sind.

Der Gasraum überm Bier kann theoretisch (sagen wir) 10bar erreichen, bevor es dem Glas zu blöd wird und es zu platzen beschließt. Wenn dies passiert, kann ich mir eine Rakete gen Raumdecke vorstellen, die dort eine Delle hinterlässt. Ist die Flasche nur zur (sagen wir erneut) Hälfte gefüllt, verbleibt recht viel komprimierbarer Gasraum, der entsprechend mehr potenzielle Schrappnelle erzeugen könnte (Glas beschließt zu brechen). In diesem Fall kann ich mir Schrappnelle nicht nur nach oben vorstellen, sondern auch zu allen Seiten.

Noch ein Gedanke, soweit ich mich erinnere, werden Druckprüfungen immer mit Flüssigkeiten gemacht, eben um sowas wie Schrappnelle zu vermeiden. Wenn nun eine Flasche fast voll ist, verbleibt wenig Raum für Gas, sich zu verdichten und eine Schrappnellwirkung zu erzielen. Daraus ergibt sich: wer die Flaschen stets bis knapp unter den Rand befüllt, sorgt nicht nur der Oxidation entgegen (siehe entsprechende Oxidationsfotos hier im Forum), er oder sie mindert mehr oder weniger die Unfallgefahr bei versehentlicher Übercarbonisierung.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#40

Beitrag von Pivnice » Mittwoch 20. November 2019, 22:12

afri hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 22:07
Druckprüfungen
Dazu müsste man die Experten bei der Verpackungsprüfstelle der VLB Berlin fragen.
https://issuu.com/brauerei-forum/docs/bf-04-2015_online
Brauerei Forum 4/2015 Zu Besuch in der Verpackungsprüfstelle der VLB Berlin / Bericht 102
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Re: Gärung abgeschlossen?

#41

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 20. November 2019, 22:27

Eine Brauereiführung in Flensburg kann auch helfen Licht uns Dunkel zu bringen.
Eine der letzten Stationen vor der Bierverkostung ist die Abfüllungshalle. Dort laufen alle gefüllten Flaschen über ein langes "Rüttelband", bevor sie in Kästen sortiert werden.

Sinngemäße Erklärung des Guides:
"Damit wir sicher sind, dass Flaschen mit ggf. übersehenen Schäden hier platzen und nicht beim Transport oder beim Kunden...".
Das Rüttelband war mit 2m hohen Makrolonplatten gesichert. Und wenn man gesehen hat, wie intensiv einzelne (volle) Flaschen in die Teststrecke explodiert sind, dann war auch klar wozu diese massiven Schutzwände gut sind.
Und diese Flaschen wurden Minuten zuvor mit eiskaltem und nicht überkarbonisiertem Bier befüllt. Wir Hobbybrauer schaffen es vereinzelt etwas mehr Druck in den Flaschen zu erzeugen.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Mittwoch 20. November 2019, 22:44, insgesamt 2-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Gärung abgeschlossen?

#42

Beitrag von muldengold » Mittwoch 20. November 2019, 22:38

gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 13:14
Hat keinen Sinn sich aufzuregen:
https://www.humanresourcesmanager.de/ne ... t-das.html

Gruß
Peter
Ist zwar lustig, hilft aber in einer sachlichen Diskussion nicht weiter. Man mag Bernhards Argumentation nicht zwingend recht geben, aber den von dir verlinkten Beitrag als Gegenargument mit Totschlaggarantie zu bringen und die Diskussion damit abzuwürgen und einen Mitforisten ins Lächerliche zu ziehen, finde ich...ähm...naja. Ich finde es auch schlimm, dass das weiter oben auch noch einen "Good Post" bekommen hat. Ich will damit die Gefahr von Flaschenbomben nicht verharmlosen - im Gegenteil - mir geht's nur um die Art und Weise wie wir hier miteinander reden.

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Re: Gärung abgeschlossen?

#43

Beitrag von §11 » Mittwoch 20. November 2019, 23:20

Afri, du hast natürlich recht das Flüssigkeit nicht komprimiert werden können. Der Grund warum Tanks mit Wasser und nicht mit Luft abgedrückt werden. Aber Metalle verhalten sich anders als Glas. Wenn bei Glas das Gefüge gestört wird kollabiert die Struktur. Deshalb kann man zum Beispiel schwierig einen Nagel in Flaschen schlagen oder Löcher in Flaschen klopfen. In den allermeisten Fällen kollabiert dabei die gesamte Struktur. In dem Fall reicht der komprimierte Kopfraum, der den darin gespeicherte Energie (als Druck) in alle Richtungen gleichmäßig über das Bier überträgt.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#44

Beitrag von hyper472 » Mittwoch 20. November 2019, 23:22

muldengold hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 22:38
gulp hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 13:14
Hat keinen Sinn sich aufzuregen:
https://www.humanresourcesmanager.de/ne ... t-das.html

Gruß
Peter
Ist zwar lustig, hilft aber in einer sachlichen Diskussion nicht weiter. Man mag Bernhards Argumentation nicht zwingend recht geben, aber den von dir verlinkten Beitrag als Gegenargument mit Totschlaggarantie zu bringen und die Diskussion damit abzuwürgen und einen Mitforisten ins Lächerliche zu ziehen, finde ich...ähm...naja. Ich finde es auch schlimm, dass das weiter oben auch noch einen "Good Post" bekommen hat. Ich will damit die Gefahr von Flaschenbomben nicht verharmlosen - im Gegenteil - mir geht's nur um die Art und Weise wie wir hier miteinander reden.
Den Goodpost bekam Peter, weil er versucht dafür zu sorgen, dass Gefahren nicht relativiert werden, die nun einmal bestehen. Nachdem alle Mahner als Panikmacher und Dummköpfe (wenn auch nicht wörtlich) bezeichnet wurden. Hier versucht ein Troll, gegen alle wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnisse Gefahren für die Gesundheit - mögen sie auch nur von geringer Eintrittswahrscheinlichkeit sein - zu leugnen. Weißt Du, was das bedeutet, wenn das jemand glaubt und im Falle eines Unfalls die Schuld für sein mangelndes Wissen auf die Forumsbetreiber schiebt?

Vielleicht wäre es besser, ein Admin weist nochmals abschließend auf die Gefahren falsch karbonisierter und/oder beschädigter Flaschen hin und macht dann zu.

Gute Nacht miteinander,
Henning
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Re: Gärung abgeschlossen?

#45

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 21. November 2019, 00:50

Ich bin auch schon locker 1000x bei Rot über die Ampel gegangen ohne überfahren zu werden. Also kann ich daraus dann schliessen das es ungefährlich ist? Und es bestenfalls auch noch empfehlen? Wohl kaum.

Wieso hat der Flaschenfüller in einer Brauerei Plexiglas Schutzwände? Und wieso muss der arme Kollge immer Handschuhe und Schutzbrille tragen? Ist bestimmt nur Panikmache. Und wenn das mehrmals die Stunde laut knallt, was man bei dem Lärm erstmal mitbekommen muss, dann handelt es sich wohl nur um Einzelfälle.

Vorallem einem blutigen Anfänger hier die, berechtige, Angst vor Falschenbomben zu nehmen ist äußerst Fragwürdig. Wer Extraktmessungen für unnötig hält, der macht garantiert auch noch einiges mehr falsch. Besonders bei der Abfüllung und Karbonisierung. Ich finde es untolerierbar solche "Tipps" zu geben. Kann ja jeder zusammen panschen was und wie er möchte, solange ich das nicht trinken muss, aber bei Sicherheit hört die eigene Meinung auf.

:thumbdown
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Re: Gärung abgeschlossen?

#46

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Freitag 22. November 2019, 23:08

afri hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 22:07
Wenn nun eine Flasche fast voll ist, verbleibt wenig Raum für Gas, sich zu verdichten und eine Schrappnellwirkung zu erzielen. Daraus ergibt sich: wer die Flaschen stets bis knapp unter den Rand befüllt, sorgt nicht nur der Oxidation entgegen (siehe entsprechende Oxidationsfotos hier im Forum), er oder sie mindert mehr oder weniger die Unfallgefahr bei versehentlicher Übercarbonisierung.
Echt? Ist das wirklich so?

Bei einer gegebenen Karbonisierung entbindet sich doch auch eine bestimmte Menge CO2. Je weniger Kopfraum zur Verfügung steht, um so höher muss doch der Druck werden wenn sich diese Menge CO2 in diesen Raum "hineinzwängt".

So zumindest meine Laienhafte Vorstellung.

Oder baut sich - unabhängig vom Kopfraum - immer der gleiche Druck auf und es bleibt mehr CO2 in der Flüssigkeit gebunden wenn weniger Kopfraum zur Verfügung steht?

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Re: Gärung abgeschlossen?

#47

Beitrag von Pivnice » Samstag 23. November 2019, 11:01

https://mediatum.ub.tum.de/doc/603219/603219.pdf
Scuffing - Entstehung und Einfluss auf die Qualitätseigenschaften von Mehrweg-Glasflaschen
Sabine Jirikovsky

EDIT: Das Kopfraumvolumen einer Bierflasche kann durch Füllung über Nennvolumen reduziert werden.
Es baut sich - unabhängig vom Kopfraum - der Druck über die ganze Flasche gleichmäßig auf.
Seite 82 ist interessant: Große Streuungen bei Neuglas, was die Innendruckfestigkeit angeht.
Dateianhänge
Kessel.PNG
Kessel.PNG (22.96 KiB) 686 mal betrachtet
Innendruck.PNG
Innendruck.PNG (82.12 KiB) 686 mal betrachtet
innen.PNG
innen.PNG (65.15 KiB) 682 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Pivnice am Samstag 23. November 2019, 15:34, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Gärung abgeschlossen?

#48

Beitrag von Boludo » Samstag 23. November 2019, 11:32

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Freitag 22. November 2019, 23:08

Oder baut sich - unabhängig vom Kopfraum - immer der gleiche Druck auf und es bleibt mehr CO2 in der Flüssigkeit gebunden wenn weniger Kopfraum zur Verfügung steht?
Genau so ist es.

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Re: Gärung abgeschlossen?

#49

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Samstag 23. November 2019, 14:49

Das heisst, wenn ich die letzte Flasche nur zur Hälfte oder gar noch weniger fülle, dann wird die genau denselben Druck aufbauen wie die erste mit nur 10mm Kopfraum?

Nicht so ganz intuitiv, dieser Zusammenhang.

Aber gut zu wissen...

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Re: Gärung abgeschlossen?

#50

Beitrag von Boludo » Samstag 23. November 2019, 15:30

Minimal geringererer Druck.

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