Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

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pascal.hagedorn
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Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#1

Beitrag von pascal.hagedorn » Freitag 3. April 2020, 16:53

Hallo Zusammen,

Vor 13 Tagen habe ich mich an mein 2. (bzw. 1.) echtes untergäriges Bier gewagt und folgendes Münchner Hell gebraut:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... torha3=5.4

Ich bin dabei bei 12.2 Plato und 25 Liter rausgekommen (im BM20+) und habe dann ca. 12 Stunden später die Hefe (die ich ca. 36 Stunden vorab im Smackpack aktiviert habe) mit gleicher Temperatur (8 Grad) aufgebracht, 5Minuten gewartet und mit sterilem Schöpfer ein paar mal untergehoben. Danach auf 9 Grad kommen lassen.

Gärung kam nach ca. 48 Stunden an (glaube mein Smackpack hätte ich noch 24-48 Stunden früher aktivieren sollen, da Herstellung November :Ahh) und eventuell 2 nehmen sollen da 25Liter. Habe ca. nach 5, 9 und 13 Tagen gemessen und bin jetzt linear auf 9 Plato. Das Bier schmeckt jetzt schon super lecker :thumbsup aber es geht gefühlt (und berechnet) langsam. Das Bier braucht ja wahrscheinlich mindestens noch 2 Wochen bei 9 Grad. Soll ich eventuell langsam anfangen täglich 1 Grad höher gehen? ODER: Nochmal mit desinfizierten Schöpfer Hefe "aufheben" und aktivieren?

Danke schonmal für Eure Tipps und bleibt gesund und durschtig!
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#2

Beitrag von Boludo » Freitag 3. April 2020, 17:38

Du musst bei untergäriger Flüssighefe einen geeigneten Starter machen. Ein Päckchen reicht da nicht. Durch das Aktivieren findet keine Vermehrung statt.
Du hast jetzt im Prinzip mit zu wenig Hefe angestellt. Ich würde die Temperatur langsam auf 14 Grad erhöhen. 9 Grad ist eh sehr kalt.

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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#3

Beitrag von pascal.hagedorn » Freitag 3. April 2020, 19:17

Danke für Deine Antwort. Ich dachte in dem Flüssighefe Päckchen von Wyeast sind die "kleinen Päckchen" innen die man "aufklatscht" die Starter? Ich dachte das man die dann eben (noch) frühzeitig(er) aktiviert (im geschlossenenen Beutel) und dreingibt.

Also jetzt idealerweise jeden Tag im Schnitt 1 Grad höher auf 14 Grad und warten und hoffen? Oder nochmal Hefe aktivieren durch "aufheben" mit Schöpfer?
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#4

Beitrag von gulp » Freitag 3. April 2020, 19:28

Also jetzt idealerweise jeden Tag im Schnitt 1 Grad höher auf 14 Grad und warten und hoffen? Oder nochmal Hefe aktivieren durch "aufheben" mit Schöpfer?
Stells gleich wärmer auf 14°, die Gärung dauert schon zu lange.

Gruß
Peter
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#5

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 3. April 2020, 19:29

Ja mach Dir nix draus, meine underpitchden Hellen waren nach längerer Reife auch immer recht gut.
War es die Wy2308?
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#6

Beitrag von Freibier28 » Freitag 3. April 2020, 19:30

Ich würde es eher schneller auf 12 bis 14 Grad kommen lassen damit die Gärung anfängt.
Schalt den Kühlschrank aus bzw stelle ihn auf 14 grad.
Die 2308 ist meiner Erfahrung nach eh eine langsame Hefe auch wenn sie in ausreichender Menge angestellt wird.

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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#7

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 3. April 2020, 19:39

Freibier28 hat geschrieben:
Freitag 3. April 2020, 19:30
Ich würde es eher schneller auf 12 bis 14 Grad kommen lassen damit die Gärung anfängt.
Schalt den Kühlschrank aus bzw stelle ihn auf 14 grad.
Die 2308 ist meiner Erfahrung nach eh eine langsame Hefe auch wenn sie in ausreichender Menge angestellt wird.
Richtig, ist bei mir auch so
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#8

Beitrag von pascal.hagedorn » Freitag 3. April 2020, 22:18

Barney Gumble hat geschrieben:
Freitag 3. April 2020, 19:29
Ja mach Dir nix draus, meine underpitchden Hellen waren nach längerer Reife auch immer recht gut.
War es die Wy2308?
Ja.
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#9

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 3. April 2020, 22:27

Noch eine kleine Korrektur diesbezüglich zum Rezept auf Mmum: die wy2308 heißt "Munich Lager" nicht "Bavaria Lager"
VG
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#10

Beitrag von pascal.hagedorn » Freitag 3. April 2020, 22:36

So, die "Lampe" im Kühlschrank ist an und auf 14 Grad gestellt. Danke für Eure Tipps!
Dann hab ich ja auch gleich meine Diacetylrast, oder?
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#11

Beitrag von Decas » Samstag 4. April 2020, 01:45

Boludo hat geschrieben:
Freitag 3. April 2020, 17:38
Du musst bei untergäriger Flüssighefe einen geeigneten Starter machen. Ein Päckchen reicht da nicht. Durch das Aktivieren findet keine Vermehrung statt.
Du hast jetzt im Prinzip mit zu wenig Hefe angestellt. Ich würde die Temperatur langsam auf 14 Grad erhöhen. 9 Grad ist eh sehr kalt.
Ist es nicht generell so, dass bei UG die Temperatur permanent erhöht werden sollte gegen Ende der Gärung? Das wichtigste ist doch die Anstelltemperatur und die darauffolgenden Tage. Ich braue am Wochenende auch ein Helles und muss UG vergähren. Hätte bei 8-9 Grad angestellt und dann nach ein paar Tagen immer weiter die Temperatur erhöht bis die Gärung durch ist.

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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#12

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 4. April 2020, 02:12

Da noch keiner auf die Frage eingegangen ist:

Ein vorsichtiges "Aufrühren" kann zusätzlich zum Anheben der Temperatur helfen. Aber auf keinen Fall mit "Belüften" verwechseln. Also so wenig wie wöglich Sauerstoff reinbringen. Den braucht es nur beim Anstellen. Später hilft das nicht sondern oxidiert nur dein Bier. Schmeckt dann scheisse.

Und ja, nach etwa 50% des zu erwartenden EVG langsam mit der Temperatur hochgehen. Die unerwünschten Fehlaromen bilden sich zu Beginn zu der Gärung, nicht am Ende. Das darf dann auch gerne Raumtemperatur sein.
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#13

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Sonntag 5. April 2020, 22:05

Alt-Phex hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 02:12
Da noch keiner auf die Frage eingegangen ist:

Ein vorsichtiges "Aufrühren" kann zusätzlich zum Anheben der Temperatur helfen. Aber auf keinen Fall mit "Belüften" verwechseln. Also so wenig wie wöglich Sauerstoff reinbringen. Den braucht es nur beim Anstellen. Später hilft das nicht sondern oxidiert nur dein Bier. Schmeckt dann scheisse.

Und ja, nach etwa 50% des zu erwartenden EVG langsam mit der Temperatur hochgehen. Die unerwünschten Fehlaromen bilden sich zu Beginn zu der Gärung, nicht am Ende. Das darf dann auch gerne Raumtemperatur sein.
Bernd: Würdest du auch bei ug am Ende der Hauptgärung bis auf Raumtemperatur gehen?
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#14

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 5. April 2020, 22:25

schwarzwaldbrauer hat geschrieben:
Sonntag 5. April 2020, 22:05
Bernd: Würdest du auch bei ug am Ende der Hauptgärung bis auf Raumtemperatur gehen?
Grüßle Dieter
Ja, darum gehts doch. Ich würde einfach die Nachgärung bei Raumtemperatur machen. Geht schneller und man hat den Abbau von Nebenprodukten wie Diacetyl gleich mit dabei.
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#15

Beitrag von pascal.hagedorn » Dienstag 7. April 2020, 17:15

Alt-Phex hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 02:12
Und ja, nach etwa 50% des zu erwartenden EVG langsam mit der Temperatur hochgehen. Die unerwünschten Fehlaromen bilden sich zu Beginn zu der Gärung, nicht am Ende. Das darf dann auch gerne Raumtemperatur sein.
Ich bin jetzt bei 14 Grad seit diesem Thread und die Gärung hat zugelegt. :thumbsup
Kann ich das dann schon als Diacetylrast sehen?

Und die Raumtemperatur erst dann wenn in der Flasche als Nachgärung? Oder?

Würde dann, wenn die Gärung durch ist, Coldcrash (<3-4 Grad für 24 Stunden) machen und dann auf Zuckerlösung in das "Abfüllfass"?

Bzgl. Zuckermenge für die Flaschengärung bin ich noch etwas verwirrt: Gär- und Jungbiertemperatur auf Fabier (http://fabier.de/biercalcs.html)
Nehme ich die Coldcrashtemperatur (nahe 0 Grad) oder die höchste (hier: 14Grad) Temperatur während der Gärung? Oder die Zimmertemperatur für die Flaschengärung als ca. 22 Grad bei mir zuhasue im HomeOffice? :Waa Ziele auf 5g/l CO2 für mein "Helles".
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#16

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Dienstag 7. April 2020, 17:30

Die höchste Temperatur während der Gärung.
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Re: Münchner Helles, untergärig gärt langsam.

#17

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 7. April 2020, 17:34

pascal.hagedorn hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 17:15
...

Ich bin jetzt bei 14 Grad seit diesem Thread und die Gärung hat zugelegt. :thumbsup
Kann ich das dann schon als Diacetylrast sehen?
Ja, Diacetyl wird bei dieser Temperatur und laufender Gärung gut abgebaut.
pascal.hagedorn hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 17:15
...

Und die Raumtemperatur erst dann wenn in der Flasche als Nachgärung? Oder?
Ja. Temperatur der Nachgärung ist nicht so kritisch, also Zimmertemperatur ist okay.

pascal.hagedorn hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 17:15
...

Würde dann, wenn die Gärung durch ist, Coldcrash (<3-4 Grad für 24 Stunden) machen und dann auf Zuckerlösung in das "Abfüllfass"?

Bzgl. Zuckermenge für die Flaschengärung bin ich noch etwas verwirrt: Gär- und Jungbiertemperatur auf Fabier (http://fabier.de/biercalcs.html)
Nehme ich die Coldcrashtemperatur (nahe 0 Grad) oder die höchste (hier: 14Grad) Temperatur während der Gärung? Oder die Zimmertemperatur für die Flaschengärung als ca. 22 Grad bei mir zuhasue im HomeOffice? :Waa Ziele auf 5g/l CO2 für mein "Helles".
Ja.

Die höchste Temperatur, die das Bier zwischen Gärende und Abfüllung mit Zucker gehabt hat.

Dirk
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