Erlenmeyerkolben abdichten

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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muldengold
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Erlenmeyerkolben abdichten

#1

Beitrag von muldengold »

Hallo,

ich würde gern meinen Starter-Erlenmeyerkolben (3 L) nach oben hin abdichten und einen sterilen Aus-/Eingang z.b. mit einem Spritzenvorsatzfilter realisieren. Auch wenn ihr jetzt evtl. der Meinung seid: geht auch ohne!, vielleicht hat ja jemand trotzdem eine einfache Idee. Danke schon mal und VG
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§11
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#2

Beitrag von §11 »

„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/
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muldengold
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#3

Beitrag von muldengold »

§11 hat geschrieben: Dienstag 17. November 2020, 18:50 So etwas? https://ecatalog.corning.com/life-scien ... ks/p/11410
...genau Jan. Allerding wiederverwendbar (außer dem Filter natürlich) und preiswert. Die Corning Flaschen sind ja sündhaft teure Einmalprodukte.
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut »

Falls die Kappen nicht autoklavierbar sein müssen, dann kann ich dir die preiswerte Alternative aus China empfehlen:
https://de.aliexpress.com/item/4000038068745.html

Auf den Bildern ist "180°C" auf der roten Kappe aufgedruckt, was der Standardtemperaturbeständigkeit der roten Kappen entsprechen würde. Das Bild ist leider nur "China-Fake". Die Dinger sind aus PP bzw. PET und bei 180°C lange dünnflüssig.

Falls du eine andere Möglichkeit hast, die Kappe und die Dichtung zu sterilisieren, dann könntest du den Spritzenvorfilter mit sterilisierten Silikonschläuchen an der Kappe anschließen.
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Jens
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muldengold
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#5

Beitrag von muldengold »

Danke Jens. Ich dachte vom technologischem Aufwand an z.b. sowas ähnlichem:

https://www.brouwland.com/de/unsere-pro ... -9-mm-loch

Der Hals des Erlenenmayerkolbens ist ca. 5 cm, könnte passen. Das Loch der Kappe (9 mm) ist allerdings zu gross. Evtl. könnte man da von innen eine feine Spritze dicht durchzwängen, z.b. mit Luer Lock, und dann außen den Filter aufschrauben. Klingt aber irgendwie...naja. ODER: das Loch wäre von vornherein kleiner, z.b. nur 5 mm, dann würde der Vorsatzfilter auch so passen. :Grübel
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut »

Dann könntest du vielleicht einen dickwandigen Silikonschlauch durch das Loch im Stopfen "würgen". Ein 5x2 Schlauch hat 9mm Außendurchmesser. Ob der Vorsatzfilter darin hält? Vielleicht gesichert mit einem Kabelbinder?
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#7

Beitrag von Commander8x »

Wenn Du einen Topf hast, in den Dein Kolben komplett hineinpasst, dann machs doch so: als Stopfen einen ganz normalen aus Silikon, darein Löcher bohren für alle nötigen Durchführungen, üblich sind 2 oder 3. Edelstahlröhren darin einsetzen und den Kopf komplett ausstatten mit allem Notwendigen (Filter, Hähne, wasauchimmer); alle Verbindungen mit Silikonschläuchen, die auf der Außenseite so kurz wie möglich, aber so flexibel wie nötig sind. Alles was oben rausschaut wird einzeln in Alufolie eingepackt, dann noch eine zweite Folie über das Ganze drüber. Am besten die Grillfolie von Melitta, die ist stabil.

Den ganzen Pack jetzt in den Topf, etwas Wasser auf den Boden geben und das Ganze dämpfen. Je nach Sicherheitsbedürfnis 10-20 Minuten, denke ich. Abkühlen lassen. Wenn Du einem einzigen Lauf nicht traust, dann kannst Du den Topf auch geschlossen langsam abkühlen lassen und das Ganze am nächsten Tag nochmal laufen lassen ("tyndallisieren"). Ab in den Backofen bei ~70°C zum Trocknen.

Gruß Matthias
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Barney Gumble
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#8

Beitrag von Barney Gumble »

muldengold hat geschrieben: Dienstag 17. November 2020, 20:26 Danke Jens. Ich dachte vom technologischem Aufwand an z.b. sowas ähnlichem:

https://www.brouwland.com/de/unsere-pro ... -9-mm-loch

Der Hals des Erlenenmayerkolbens ist ca. 5 cm, könnte passen. Das Loch der Kappe (9 mm) ist allerdings zu gross. Evtl. könnte man da von innen eine feine Spritze dicht durchzwängen, z.b. mit Luer Lock, und dann außen den Filter aufschrauben. Klingt aber irgendwie...naja. ODER: das Loch wäre von vornherein kleiner, z.b. nur 5 mm, dann würde der Vorsatzfilter auch so passen. :Grübel
Eine gute Frage.
Das Entscheidende für mich ist, dass es Fliegen-dicht wird. Die Schraubdeckelvariante ist das sicherste aber nicht jeder Erlenmayer hat ein Gewinde.
Die Gummikappe ist für Fässer.
Hier kann man ein Loch selbst bohren, das wiederum so eng wie möglich. https://www.amazon.de/Tuuters-Silikonst ... B01LZY5WY3

VG
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muldengold
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#9

Beitrag von muldengold »

Danke für eure Tipps. Ich hab jetzt die für mich wahrscheinlich ideale Lösung gefunden: eine Spritze mit Luer Lok ohne Stempel durch das Loch eines Silikonstopfens (die Spritze dichtet 1a im Loch ab). Nach dem Kochen/Sterilisieren der Würze direkt im Erlenmeyerkolben mit Stopfen einfach Spritzenvorsatzfilter draufschrauben und fertig. Während des Abkühlens der Würze zieht es ausschliesslich sterile Luft nach. Danach Hefe rein und mit dem gleichen Filter auf den Magnetrührer (die Spritzenvorsatzfilter funktionieren in beide Richtungen). Spritzen und Vorsatzfilter gibt es relativ günstig im Handel.

Hier mal zur Veranschaulichung mit Wasser im Kolben.
20201120_175231_resize_8.jpg
20201120_175203_resize_74.jpg
20201120_180422_resize_98.jpg
20201120_180303_resize_11.jpg
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Barney Gumble
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#10

Beitrag von Barney Gumble »

Sieht gut aus. Hast Du es irgendwie von unten gesichert? Aber eigentlich egal der Filter verhindert, dass es in die Suppe fallen kann.
Ist die Spritze aus Glas?
VG
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#11

Beitrag von muldengold »

Nee Shlomo - die Spritze sitzt relativ fest drinn, die rutscht nicht durch. Soll ja auch so sein, damit es keine Luft am Rand zieht. Ist eine BD Einmalspritze 1 ml sterilverpackt aus Kunststoff.
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Re: Erlenmeyerkolben abdichten

#12

Beitrag von clmnsk »

Super Idee!

Ich hatte bisher immer Frischhaltefolie mit Isoprop abgespritzt.
Beim schnellen abkühlen hat es schonmal Puff gemacht und der Unterdruck hatte die Frischhaltefolie zerfetzt.
Grüße, Clemens
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