Ich hab vor kurzem von einer befreundeten Brauerei eine ordentliche Ladung ausrangierter Fässer geschenkt bekommen. Darunter waren ein paar 50 und 30 Liter KEG-Fässer mit Flach- oder Kombifitting, aber auch ein paar "exotische", siehe Bilder. Kennt die jemand? Und kann man die irgendwie für den Heimgebrauch nutzbar (wiederbefüllbar) machen oder ist das nur für die Gastronomie interessant? Gibt's da vielleicht Adapter für NC-Kupplungen oder Zapfköpfe mit Flach oder Kombifitting? Oder haben die Dinger nur noch reinen Deko-Wert?
Hallo ROB,
Das sind Bauchfässer, die Vorläufer der Keg-Systeme. Sie sind den Holzfässern nachgemacht. Befüllt über Spundschraube,gezapft mit Stechdegen bzw Bayrischem Anstich. Aussen wahrscheinlich mit Hartschaum isoliert, innen Edelstahlblase.
Viel Verwendung gibt's da nicht mehr.... vielleicht als Hocker...
Moin,
die Fässer eignen sich sehr gut zum Wieder befüllen. Spundschrauben, Spundstopfen und Einschlagwerkzeug gibt es im Handel. Ich nutze sie selber regelmäßig bei zünftigen Anlässen.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers
Mit einem Stechdegen lassen die sich auch per Gegendruck füllen. Oder aber man macht eine definierte Nachgärung analog zur Flasche in diesen Fässern.
Gruß
Matthias
----------------------------------------------------------------------------------------- Mehr vom Bier wissen, heißt: Mehr vom Bier haben!
Gut zu wissen, danke für die Tipps! Dann werd ich mal nach Zubehör suchen. Sind immerhin zwei 20er und ein 30er, wäre ja Quatsch, die nicht zu nutzen. Falls jemand Links zu Bezugsquellen hat, gerne posten, ist ja bestimmt auch für andere interessant.
Die Stopfen gibt es z.B. bei Hellmann24 oder Wilhelm Eder, die Spundschrauben bei Brau-Partner. Einschlagwerkzeug hat mir mal jemand im 3D-Drucker gemacht. Soll aber auch mit einem runden Hartholz funktionieren. Man muss aber gerade schlagen und hat nur einen Versuch. Eigentlich sollte der Stopfen eine Führung durch ein Rohr haben.
EDIT: Es handelt sich hierbei um Verbrauchsmaterial, wie Kronkorken oder Flaschengummis.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
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Von Einschlagen würde ich nicht reden. Das ist nur bei den alten Holzfässern so wo ein Ring aus Balsaholz abdichtet wenn der konische Hahn mit aller Gewalt dagegen gehämmert wird. Das kann man bei der Eröffnung des Oktoberfests mit anschauen. Hier handelt es sich um ein System mit Dichtungsgummis. die geraden Zapfhähne müsssen lediglich mit der Hand und etwas Kraft reingeschoben werden. Dafür gibt es Hähne mit und ohne Verschraubung. Letztere empfehlen sich wenn das Bier viel Druck hat.
Wir benutzen solche 50er Fässer zur Nachgärung und schenken dann mit dem Stechdgen direkt daraus aus. Erspart teuere Lager und Drucktanks und gibt allerbestes Bier
Im Winter trink' ich und singe Lieder
aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.
Du redest vom Zapfhahn, ich von den Spundstopfen.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
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Es ist hoffentlich klar, dass diese Stichfässer an einem Abend leer gesoffen werden müssen, wenn die einmal angeschlagen sind. Wieder zu machen und wegstellen ist hier nicht.
Als Rheinländer bin ich immer wieder überrascht, wie wenig Leute diese Fässer kennen. Die gibt es bei uns quasi von jeder Brauerei zum mit nach Hause nehmen für die nächste Party. Die Dinger anzuschlagen und das Bier zu zapfen lernst du im Kindesalter.