Portwein --> "Portbier"

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
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prueegg
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Portwein --> "Portbier"

#1

Beitrag von prueegg » Samstag 2. Mai 2015, 15:25

Gestern ist mir spontan ein Gedanke gekommen.

Könnte ich auf Gerstenbasis etwas schlaues basierend auf dem Herstellungsverfahren von Portwein hinkriegen?

Spontan würde ich dazu etwas in Richtung Barleywine vorsehen, da aber mit den IBU eher etwas sparsam umgehen. Diesen Barleywine würde ich dann mit Whisky auf etwa 20 Vol % anreichern und im Holzfass lagern.

Was meint Ihr zu einer solchen Idee? Könnte so etwas klappen?

Holzfass würde ich ein gebrauchtes nehmen. Wahrscheinlich eines, welches vorher Rotwein inne hatte.
Anstelle von Whisky (welcher schon drei Jahre im Holzfass war) könnte auch den frisch gebrannten Whisky nehmen, welcher noch kein Holz gesehen hat. Wie nennt man diesen eigentlich? Gerstenbrand?

Gruss
Patrick

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Re: Portwein --> "Portbier"

#2

Beitrag von gulp » Samstag 2. Mai 2015, 16:44

Anstelle von Whisky (welcher schon drei Jahre im Holzfass war) könnte auch den frisch gebrannten Whisky nehmen, welcher noch kein Holz gesehen hat. Wie nennt man diesen eigentlich? Gerstenbrand?
Schnapsidee? :Bigsmile Sorry, bei der Vorlage konnte ich nicht anders. :Angel

Gutes Gelingen! :Greets
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Re: Portwein --> "Portbier"

#3

Beitrag von aegir » Samstag 2. Mai 2015, 16:47

prueegg hat geschrieben: Anstelle von Whisky (welcher schon drei Jahre im Holzfass war) könnte auch den frisch gebrannten Whisky nehmen, welcher noch kein Holz gesehen hat. Wie nennt man diesen eigentlich? Gerstenbrand?
Korn.

Ich hab schon einen Schuß Roggenwhisky direkt im Glas zu meinem Dreikornrauchdoppelbock gegeben. Das war wirklich gut und ich will das auch mal direkt vor dem Abfüllen machen.

Gruß Hotte

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Re: Portwein --> "Portbier"

#4

Beitrag von Kurt » Samstag 2. Mai 2015, 17:01

In Randy Moshers Buch "Radical Brewing" ist ein entsprechendes Rezept.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#5

Beitrag von BrauFuchs » Samstag 2. Mai 2015, 17:29

Finde die Idee cool.
Meiner Meinung nach nennt man es rohwhisky, keinesfalls korn, da die Herstellung grundlegend anders ist.
Die Moonshiners aus tennesse trinken ungelagerten whisky (eher Bourbon).

Gruß
Lukas

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Re: Portwein --> "Portbier"

#6

Beitrag von prueegg » Samstag 2. Mai 2015, 17:41

Schonmal danke für die vielen Antworten.
Werde mir das "Radical Brewing" wohl gleich als eBook kaufen.

Vorteil im Moment wäre, dass ich einen "Rohwhisky", Korn oder wie auch immer zuhause hätte.
Fehlt nur noch das Bier und natürlich ein Fass dazu. Wobei das natürlich keine echte Herausforderung darstellt.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#7

Beitrag von prueegg » Samstag 2. Mai 2015, 17:51

Kurt hat geschrieben:In Randy Moshers Buch "Radical Brewing" ist ein entsprechendes Rezept.
Habe mir das Buch soeben gekauft.
Nun wollte ich gleich nach dem Namen des Bieres fragen und habe soeben das Kapitel "TOWARD A PORTLIKE BEER" gefunden.
Ich weiss nun was meine Lektüre heute Abend sein wird :Wink

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Re: Portwein --> "Portbier"

#8

Beitrag von aegir » Samstag 2. Mai 2015, 17:59

BrauFuchs hat geschrieben:Finde die Idee cool.
Meiner Meinung nach nennt man es rohwhisky, keinesfalls korn, da die Herstellung grundlegend anders ist.
Die Moonshiners aus tennesse trinken ungelagerten whisky (eher Bourbon).
Was ist denn der Unterschied bei der Herstellung?

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Re: Portwein --> "Portbier"

#9

Beitrag von alias2222 » Samstag 2. Mai 2015, 19:24

der genaue Name von Rohwhisky ist "New Make Spirit"
die Herstellung von New Make und einem hier zu Lande bekannten Korn kann gleich sein, muß es aber nicht. Denn nicht jede Distille legt auch Wert auf Tradition an der Herstellung. z.B. benutzen nicht alle Distillen Pot Stills und diese auch dann noch aus Kupfer.
Außerdem ist hier der Korn meistens aus verschiedenen "Körnern" wobei ein "echter" Whisky nur aus Gerstenmalz (Single Malt) gemacht wird. (Kennen wir das nicht auch).
Neuerdings werden aber Vorallem außerhalb der großen Hersteller Länder von Whisky bzw. Whiskey, Schottland und USA, mit verschiedenen Getreide experimentiert. Diese nennen sich dann Grain Whiskys.
Ach noch zum Schluss. Der Whiskey (nein kein Schreibfehler) aus den USA wird aus Mais gebrannt und nicht aus Getreide.

Grüße
Alexander
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Re: Portwein --> "Portbier"

#10

Beitrag von morpheus_muc » Sonntag 3. Mai 2015, 00:15

Ich empfehle Dir für solche Experimente eine Lagerung im Edelstahl-KEG und die Verwendung von Holz-Chips. Das ist mikrobiologisch sicherer, leichter reproduzierbar und deutlich billiger!

Viele Grüße
Michael
Beer is the answer, but I don't remember the question...

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Re: Portwein --> "Portbier"

#11

Beitrag von JanBr » Sonntag 3. Mai 2015, 10:42

alias2222 hat geschrieben:der genaue Name von Rohwhisky ist "New Make Spirit"
die Herstellung von New Make und einem hier zu Lande bekannten Korn kann gleich sein, muß es aber nicht. Denn nicht jede Distille legt auch Wert auf Tradition an der Herstellung. z.B. benutzen nicht alle Distillen Pot Stills und diese auch dann noch aus Kupfer.
Außerdem ist hier der Korn meistens aus verschiedenen "Körnern" wobei ein "echter" Whisky nur aus Gerstenmalz (Single Malt) gemacht wird. (Kennen wir das nicht auch).
Neuerdings werden aber Vorallem außerhalb der großen Hersteller Länder von Whisky bzw. Whiskey, Schottland und USA, mit verschiedenen Getreide experimentiert. Diese nennen sich dann Grain Whiskys.
Ach noch zum Schluss. Der Whiskey (nein kein Schreibfehler) aus den USA wird aus Mais gebrannt und nicht aus Getreide.

Grüße
Alexander
Da muss ich dir leider widersprechen. Ein Malt Whisky ist Whisky aus vermälztem Getreide (Gerste) während ein Grain Whisky Rohfrucht Whisky ist (Gerste, Weizen) Zudem muss Malt in einer Potstill gebrannt sein während Grain zumeist in Kolonen gebrannt wird. Die Bezeichnung Single Malt heisst zu dem das nur Whiskys einer Brennerei verwendet werden dürfen, im Unterschied zum Vatted, der Single Malts mehrerer Brennereien enthalten darf oder eines Blended, der zudem auch noch Grain Whisky enthalten darf.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#12

Beitrag von Liquidminer » Sonntag 3. Mai 2015, 11:22

alias2222 hat geschrieben: Ach noch zum Schluss. Der Whiskey (nein kein Schreibfehler) aus den USA wird aus Mais gebrannt und nicht aus Getreide.

Grüße
Alexander
Was auch nicht korrekt ist. Bourbon zB. wird aus einer Maische mit einem Anteil von mindestens 51% Mais gemacht, der Rest kann aus Gerste, Roggen, Weizen oder sonstigem Getreide bestehen. Rye Whiskey wird zB. aus mind. 51% Roggen hergestellt.
Beste Grüße,
Torsten

Aus Freude am Vergären.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#13

Beitrag von muldengold » Sonntag 3. Mai 2015, 11:41

Ich kann an dieser Stelle Volco's (Höpfli) 120er empfehlen. Weinig und fast schon viskös ist das Bier im Grenzbereich dessen was man gemeinhin als Bier anerkennen würde: Schaum nix, Kohlensäure nix, Stammwürze überirdisch und geschmacklich eine Klasse für sich!!! Ich habe auch noch ne Flasche im Keller - dürfte man eigentlich nur bei Lotteriegewinnen öffnen, aber ich spiele leider kein Lotto.

Ist auf alle Fälle ein Bier was meiner Vorstellung eines "Portbieres" am nächsten kommt. Weiterhin kommt kein züsätzlicher gekaufter Alkohol dazu - was ich auch gut finde. Vielleicht teilt Volco das Rezept?

LG
Sandro

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Re: Portwein --> "Portbier"

#14

Beitrag von JanBr » Sonntag 3. Mai 2015, 12:12

Eben genau solche Beiträge wie den von alias2222 meinte ich hier viewtopic.php?f=25&t=3399&view=unread#unread

Mit absoluter Überzeugung unreflektiertes Halbwissen wiedergeben........

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Re: Portwein --> "Portbier"

#15

Beitrag von BrauFuchs » Sonntag 3. Mai 2015, 15:30

aegir hat geschrieben:
BrauFuchs hat geschrieben:Finde die Idee cool.
Meiner Meinung nach nennt man es rohwhisky, keinesfalls korn, da die Herstellung grundlegend anders ist.
Die Moonshiners aus tennesse trinken ungelagerten whisky (eher Bourbon).
Was ist denn der Unterschied bei der Herstellung?
Naja ich beschäftige mich für meine Bachelorarbeit mit Whisky und habe hier schon 2-3 Bücher gelesen.

Zum einen wird Korn aus rohem Getreide gebrannt und zwar die Maische also das gesamte Korn plus Hefe, beim Whisky wird die Würze vergoren und gebrannt.
Dann ist beim Whisky die Abtreibungsrate viel geringer auf etwas unter 70%vol. als Feinbrand (es wird Roh und Feinbrand destiliert),
Korn wird bis zu 94,7 %vol. destilliert über eine Rektifikationsanalge (mehrere Böden).
Klar wird für Whisky häufig mind. 15% Malz genommen aber der Grain Whisky wird wie Korn mit techn. Enzymen verzuckert und sensorisch kauf zu unterscheiden, wobei Whisky mehr flüchtige Bestandteile enthält und somit aromatischer ist.
Und Korn wird auf 32-35 %vol verdünnt Whisky >40%vol.

Gruß
Lukas

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Re: Portwein --> "Portbier"

#16

Beitrag von alias2222 » Sonntag 3. Mai 2015, 15:46

Danke für eure Aufklärungen
Kein Grund böse zu werden
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JanBr

Re: Portwein --> "Portbier"

#17

Beitrag von JanBr » Sonntag 3. Mai 2015, 17:46

alias2222 hat geschrieben:Danke für eure Aufklärungen
Kein Grund böse zu werden
Ich versteh einfach nicht warum man hier etwas verbreitet was einfach nicht stimmt. Wenn man sich nicht auskennt, dann schreibt man einfach mal nichts zu einem Thema oder sagt zumindest das man sich nicht ganz sicher ist. Aber hier ziemlich oberlehrermässig Unwahrheiten zum Besten zu geben ist genau das was mich aufregt.

Jan

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Re: Portwein --> "Portbier"

#18

Beitrag von muldengold » Sonntag 3. Mai 2015, 18:24

Sag mal Jan, bist Du heute mit dem falschen Fuß aufgestanden? :Grübel Ich mein das nicht böse, aber Dein Standpunkt ist glaub ich angekommen!

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Re: Portwein --> "Portbier"

#19

Beitrag von alias2222 » Sonntag 3. Mai 2015, 18:33

Eigentlich wollte ich nichts mehr zu dem Thema schreiben, da Du es aber echt nicht lassen kannst, deine SchlaubiSchlumpf Attitüden hier auszupacken. Fühle ich mich echt angegriffen und muß das jetzt klar stellen, dass Du hier auch nur halbe Sache erzählst und damit andere Runter zu machen ist einfach nicht nett.
JanBr hat geschrieben: Da muss ich dir leider widersprechen. Ein Malt Whisky ist Whisky aus vermälztem Getreide (Gerste)
alias2222 hat geschrieben: ein echter Whisky aus Gerstenmalz (Single Malt) gemacht wird.
Für mich ist dass das gleiche.
JanBr hat geschrieben: Zudem muss Malt in einer Potstill gebrannt sein
alias2222 hat geschrieben: Denn nicht jede Distille legt auch Wert auf Tradition an der Herstellung. z.B. benutzen nicht alle Distillen Pot Stills und diese auch dann noch aus Kupfer
Scheint doch richtig von mir geschrieben zu sein.
JanBr hat geschrieben: Die Bezeichnung Single Malt heisst zu dem das nur Whiskys einer Brennerei verwendet werden dürfen, im Unterschied zum Vatted, der Single Malts mehrerer Brennereien enthalten darf oder eines Blended, der zudem auch noch Grain Whisky enthalten darf.
Richtig heißt es:
"Als Single-Malt-Whisky oder kürzer Single Malt werden Whiskys bezeichnet, die zwei besondere Bedingungen erfüllen: Sie stammen zum ersten aus einer einzigen Brennerei, sind also kein Verschnitt aus mehreren Whiskysorten (daher Single, deutsch: einzeln). Zum zweiten wird als Getreide ausschließlich gemälzte Gerste verwendet (deswegen Malt, deutsch: Malz)."
Nachzulesen hier http://de.m.wikipedia.org/wiki/Single-Malt-Whisky

Also ich Bitte dich jetzt nochmals in einem öffentlichen Forum, wo Gleichgesinnte voneinender lehrnen wollen, solche Kommentare über vermeintliche Fehlaussagen zu lassen. Wir wollen doch alle einen schönen Sonntag Abend verbringen und einen selbstgebrautes genießen.

Gerne kannst du mich Persönlich anschreiben.
Grüße
Alexander
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Re: Portwein --> "Portbier"

#20

Beitrag von prueegg » Sonntag 3. Mai 2015, 19:14

Schon interessant, wie ein Fred basierend auf einer Nebenfrage abgleiten kann :Greets

Nun ja, wie auch immer die richtige Antwort (wenn es denn nur die eine richtige Antwort gibt) lautet, werde ich mal in nächster Zeit einen Versuch starten.

Das Buch Radical Brewing baut unter anderem auf karamellisierten Zucker zum anderen auf der Sherry Hefe.
So wie ich gesehen habe, hat eine solche eine relativ hohe Alkoholtolleranz. Dadurch muss man auf jeden Fall schauen, dass man nicht zuviel vergärbaren Zucker bekommt. Sprich den Rast bei 62°C mehr oder weniger überspringt.

Auch wenn mein Brau-English nicht wirklich top ist, werde ich es wohl schaffen, nach dieser Anleitung zu gehen. Die genauen Details werde ich für mich noch ausarbeiten.
Auf jeden Fall werde ich das ganze mit Chips machen. Wahrscheinlich werde ich die Reifung mit den Chips in einem Glasballon machen. Die Edelstahl KEGs sind "leider" alle belegt :Wink

Ich halte Euch auf dem laufenden.
Dieser Fred wird sich wohl über ein paar Jahre erstrecken. Die Jahre werden einem solchen Gebräu auf jeden Fall gut tun.

@muldengold: Das mit den zugekauftem Alkohol ist für mich kein Problem. Wie erwähnt ist auch der Whisky aus eigener Produktion, wenn auch das Brennen ausgelagert wurde .

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Re: Portwein --> "Portbier"

#21

Beitrag von prueegg » Dienstag 5. Mai 2015, 20:34

btw:
https://books.google.ch/books?id=isyQAw ... er&f=false


Ich denke mal einen solchen Link darf man hier veröffentlichen.

Ich werde mir mal dieses Rezept auf hierzulande gebräuchliche Werte übersetzen.
Ich habe festgestellt, dass nicht alle Masseinheiten korrekt umgerechnet wurden. Ist aber sicher kein Problem.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#22

Beitrag von prueegg » Freitag 29. Mai 2015, 08:14

Nun habe ich das Bier aus dem Radical Brewing mal gebraut.
Die Mengenangaben zum Wasser waren definitiv zu gering.

Rausgekommen sind nun statt 9.5 Liter nur 8 Liter.
Diese 8 Liter haben nun gut 30 Brix.

Angestellt habe ich mit einer Sherry Trockenhefe.

Bin mal gespannt wie weit runter das vergärt.

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Re: Portwein --> "Portbier"

#23

Beitrag von prueegg » Freitag 19. Juni 2015, 19:34

So, die Gärung scheint so ziemlich durch zu sein. Das Bier hat eine ordentliche Restsüsse. Trotz über 30 Brix habe ich nur um die 9 % Vol rausbekommen.
Liegt sicher daran, dass die Rast bei 62°C gänzlich übersprungen wurde.

Zu den 8 Liter Bier habe ich nun 50ml Milchsäure 80% und 8.5 dl frischen Whisky und 15g Holzchips (Sherry) hinzugefügt.
Das ganze bleibt nun mal bis Weihnachten im Glasballon.
IMG_3671.jpg
Portbier
Mit dem Whisky sollte das ganze auf etwas 12 % Vol kommen.

mo*
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Re: Portwein --> "Portbier"

#24

Beitrag von mo* » Dienstag 22. August 2017, 06:55

Hallo Patrick

Was ist aus dem "Portbier" geworden? Ich bin gerade gestern über das Rezept von Randy Mosher gestolpert und da ich Portwein sehr mag, lässt mich der Gedanke nicht mehr los, dieses Bier nach zu brauen. Lohnt es sicht?
Beste Grüsse, mo

prueegg
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Re: Portwein --> "Portbier"

#25

Beitrag von prueegg » Dienstag 22. August 2017, 13:23

Hallo mo

Meiner Meinung nach lohnt sich das auf jeden Fall.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Das nächste Mal würde ich noch etwas mehr Holzchips dazu geben. 50% mehr hätte es schon vertragen.

mo*
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Re: Portwein --> "Portbier"

#26

Beitrag von mo* » Freitag 13. Oktober 2017, 10:33

So, ich habe mich nun an dieses Bier gewagt: es ist gebraut, die Hauptgärung ist durch, Whisky, Milchsäure und Holzchips sind beigegeben, das lange Warten kann beginnen...

Nun frage ich mich, wie ich das Bier am besten lagere. Ich habe es in einem PET-Gärballon liegen, der steht bei Zimmertemperatur und ist zugedeckt, so dass er im Dunkeln steht.

Wie soll ich den Ballon aber verschliessen? Soll ich die ganze Zeit (mindestens ein Jahr :Angry ) einen Gärspund drauf lassen? Dann jede Woche das Wasser wechseln?
Oder ist es besser, den Ballon offen zu lassen und nur mit einem Wattebausch zu verschliessen? Da das Bier in diesem Falle ja oxidieren soll, muss der Sauerstoff ja irgendwie dazukommen. Daher scheint mir der Gärspund nicht der richtige Weg zu sein. Aber so ganz offen möchte ich das dann auch nicht stehen haben :Grübel

Habt ihr Erfahrungen oder Anregungen dazu?

Vielen Dank!
Beste Grüsse, mo

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Re: Portwein --> "Portbier"

#27

Beitrag von Griller76 » Montag 16. Oktober 2017, 19:41

Wenn das Bier oxidieren soll, würde ich zum Nachreifen ein 60 Liter-Speidelfass nehmen. Da ist dann eine genügend große Luftblase drauf. Außerdem würde ich das Bier jeden Monat kontrollieren, denn Holzchips können auch zuviel Tannine abgeben.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

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