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ButjerBräu
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Registriert: Dienstag 6. August 2024, 19:28

Neuling

#1

Beitrag von ButjerBräu »

Hallo liebe Brau-Kollegen,
Ich hoffe dieser Thread ist an der richtigen Stelle, falls nicht, sorry.
Ich war lange nicht mehr on und will nun in mein neues Hobby eintauchen.
Ich Frage an dieser Stelle höflich um Rat und würde um gewisse Hilfe bitten.

Ich weiß das ein Pilsener keine einfache Sache ist, dennoch habe ich mir fest vorgenommen einige zu brauen, ja als ersten Versuch!

Ich habe einige Monde nach der passenden Ausrüstung gesucht und denke bis auf paar Kleinigkeiten habe ich alles zusammen.
Wichtig war mir besonders die Temperatur, die halte ich wie folgt
Gastrokühlschrank( habe 3 Stück ) + Temperaturregler/ externes Thermostat.
Wundert euch jetzt bitte bezüglich des KI Textes nicht.
Ich arbeite beruflich viel mit ChatGBT und lasse mir immer Sachen zusammenstellen, die ich ihr nenne.
(ist einfacher für Listen)


1️⃣ Sudgefäß / Braukessel
• Zweck: Maischen + Läutern in einem Schritt (BIAB)
• Volumen: 15–20 L Edelstahl → genug Platz für 10 L Sud + Malz
• Empfohlene Modelle:
• Brewferm Edelstahl-Kessel 20 L mit Thermometer – hochwertige, hitzebeständige Verarbeitung, integrierte Temperaturanzeige, ideal für Anfänger
• Michelino / KHG Edelstahl 15–20 L Topf – günstiger, robust, funktioniert für BIAB perfekt
• Temperaturkontrolle: Thermometer + ggf. Herdleistung fein einstellen → Maische kann präzise bei 62 °C und 72 °C gehalten werden



2️⃣ BIAB-Beutel (Filterbeutel)
• Zweck: Malz im Kessel halten, Würze abtrennen ohne separates Läutern
• Material: Lebensmittelechtes Nylon oder Polyester, hitzebeständig bis 95–100 °C
• Empfohlene Modelle:
• Brewly Brew Bag 10 L – passend für 10 L Sude, leicht zu handhaben, wiederverwendbar
• The Brew Bag 19–23 L – für größere Sudgrößen oder Reserve



3️⃣ Gärbehälter / Edelstahltank
• Zweck: Untergärige Gärung (Lager / Pils)
• Volumen: 12–15 L → genug für 10 L Sud
• Empfohlene Modelle:
• Speidel Edelstahl-Gärtank 12 L oder 20 L – robuster Edelstahl, mit Hahn und Deckel, leicht zu reinigen
• Besserbrauer Edelstahl-Fermenter 10–20 L – für Anfänger geeignet, Lebensmittelecht, optional Messmarken



Das Bier wird danach in 10l Fässern abgefüllt mit CO2 Zugabe und dann nochmal für ein paar Tage bei 10Grad stehen gelassen.

Brauen will ich 3 Sude Verteilt auf 2 Wochen.
1. Hallertau Mittelfrüh /Pilsenermalz / w34/70
2. Hallertau Mittelfrüh + Tettnanger / Pilsenermalz + 10% Caramalz / w34/70
3. Tettnanger / Pilsenermalz / 10 Carahell

Ich muss mir noch ein wenig an Zubehör zusammenstellen, das ist klar.
Darf ich euch um eure Meinung bezüglich des Equipments bitten?
Und ja, ich weiß, ein Pilsener ist schwer zu braun, dennoch bin ich handwerklich, sehr begabt und Learning by doing.

Danke für eure Aufmerksamkeit
ButjerBräu
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Registriert: Dienstag 6. August 2024, 19:28

Re: Neuling

#2

Beitrag von ButjerBräu »

Ps. Mit Videos, Beiträgen habe ich mich extrem auseinander gesetzt.
Bezüglich Maischen/Läutern etc. + Bittergabe, späte Gabe und Whirepool am Ende.
Windkind
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Re: Neuling

#3

Beitrag von Windkind »

Wenn Du eh in Fässer abfüllen möchtest könntest Du, je nach Austattung und ob das System passt, auch die Fermzilla Allrounder als Gärbehälter in Erwägung ziehen. Klar, ist kein Edelstahl, aber dennoch gut zu reinigen und auch schön leicht (wenn man das Bier darin auch tragen muss - wie ich vom 1. OG in den Keller & Kühlschrank). Außerdem kann man darin unter Druck vergären und insbesondere direkt mit CO2 ohne Sauerstoffkontakt ins Fass umdrücken.
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Ras Tafaric
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Re: Neuling

#4

Beitrag von Ras Tafaric »

Moins
bitte den ganzen Kleinkram, der zugehört nicht unterschätzen. Das geht bei guten Thermometern los, Brauerjod, Refraktometer oder Spindel mit Zylinder, Braupaddel oder was zum Rühren, Schläuche, Messbecher, Reinigungsmittel und Utensilien, Desinfektion. Alles in allem nur so um die 70 bis 100 Euronen, aber brauchst du halt.

Bin persönlich kein Freund von BIAB, aber für deine Zwecke sollte es hinhauen. Sudtopf und Maischbesteck sehen ok aus, deine Fermenter sind find ich keine schlechte Wahl. Ein Läutereimer aus Kunststoff und ein Läuterfreund (Spiralfeder) kosten dich vielleicht 40 Euro, den Ertrag erhöhst du dann aber deutlich. Damit wärst du dann beim klassischen Läutern statt BiaB. Bliebe vielleicht eine Idee wert.

Das wichtigste beim Pils neben den richtigen Zutaten ist die Temperaturführung. Die hast du. Denk dran, kalt anstellen und dann nach einem Tag leicht kommen lassen die Temperatur. Am Ende der Hauptgärung, würde ich den Sud 3 Tage warm stellen, so um die 15 bis maximal 20 Grad. Damit kriegst du die letzten Nebenprodukte der Hefe wie Diacetyl raus und bekommst ein cleanes Bier. Du hast den Luxus von guten Kühlmöglichkeiten, also hinterher schön nochmal richtig kalt stellen so bei 2°C. Damit sinkt die Hefe ab und du hast sauberes Bier. Pils sollte ja richtig blank sein.

Noch ein paar Worte zu deinen Rezepten:
Beim Malz macht sich Carahell ganz gut, wenn du kein norddeutsches herbes Pils haben willst. Dann reichen 28IBU bittere und du landest in Richtung Krombacher. Wenn du herbes Bier willst, reduzier das Cara etwas und schraub die IBUs auf über 33 hoch.
Deine Hopfenwahl gefällt mir. Tettnager und Mittelfrüh sind gute Kandidaten. Spalter Select und Perle find ich auch genial dafür.
Eventuell würd ich mit der Hefe nochmal spielen. Die 34/70 ist ein Arbeitstier, aber für Pils gibts noch mehr Trockenhefekandidaten. S189 z.B. find ich noch bedeutend besser. Auch die Diamond Lager macht hervorragende Pilsner. Eventuell versuchst du ja mehrere Hefen. Du würdest dich wundern, wie deutlich der Unterschied wird.
Wichtigste Pilszutat ist aber das Wasser. Pilswasser MUSS weich sein, oder du bekommst Hopfennoten rein, die einfach scheisse schmecken. Kratzig, nachhängend bitter oder einfach nur Harsch. Im Zweifel, hol dir Kaufwasser aus dem Supermarkt mit dem großen A. Wasser ist eine eigene Wissenschaft, mit Kaufwasser gehst du dem erstmal aus dem Weg. Leider haben die wenigsten Leitungen in Deutschland gutes weiches Pilswasser. Achte drauf, was du da benutzt.
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PabloNop
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Re: Neuling

#5

Beitrag von PabloNop »

Maische kann präzise bei 62 °C und 72 °C gehalten werden
BIAB und Zuheizen schließt sich eigentlich aus, da der Maischesack am Topfboden anbrennen kann. Ich würde BIAB hier sein lassen und stattdessen wie schon erwähnt einen Läutereimer mit Läuterhexe anschaffen. Ggf. später auf einen Thermobehälter erweitern.
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