Ja, aktuell bestelle ich alles geschrottet, und das funktioniert grundsätzlich gut. Das Problem dabei sind jedoch die Versandkosten, die nicht immer gleichmäßige Schrotqualität sowie der Preis selbst (geschrottet pro 100 g vs. 5 kg ungeschrottetes Malz, das macht am Ende doch einen spürbaren Unterschied).
Bisher habe ich etwa 6–7 Mal gebraut (kleine Mengen), und ich habe mich entschieden, dabei zu bleiben. Der Brautag wird kürzer, das Bier wird besser und die Möglichkeiten, das Ergebnis gezielt zu kontrollieren, nehmen stetig zu.
Sehr oft stoße ich auf Aussagen wie: „Steig einfach auf 30 L / 50 L / 10000000 L um – du wirst es nicht bereuen.“ Eine Kiste Bier reicht mir vollkommen für etwa 1 bis 1,5 Monate. Danach möchte ich wieder etwas (ein bisschen) anderes brauen und experimentieren. Immer das gleiche Bier kann ich auch kaufen, jedes Mal etwas anderes zu trinken (was ich selber "gebastelt" habe) ist für mich einer der größten Vorteile des Hobbybrauens.
Süde bis 10 L Bier (also etwa eine Kiste) sind für mich völlig ausreichend. Dafür benötigt man auch nicht mehr als 4-5 kg Malz. In Kombination mit dem sehr begrenzten Platz in einer Wohnung ist eine Walzenmühle für Malz eher unpraktisch. Eine „altmodische“ Getreidemühle hingegen ist kompakt und lässt sich problemlos mit einem Akkuschrauber betreiben. Klar, nicht perfekt, aber in dem alten Foren habe ich über gute Erfahrungen damit gelesen.
Zusammengefasst: Mein gesamtes System ist sehr kompakt und tut genau das, was ich brauche. Würde mir morgen jemand ein Brewzilla-, Speidel- oder Brewmonk-System inklusive aller möglichen Geräte schenken, wäre die Frage, ob ich überhaupt etwas davon nutzen würde, und vor allem: wo ich das alles in meiner Wohnung unterbringen sollte und möchte ich wirklich 50 L gleiches Bier im Keller haben
