Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen zum Bierbrauen
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maecki-maecki
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Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#1

Beitrag von maecki-maecki »

Höchste Zeit, das Weihnachtsbier für 2026 zu brauen :Bigsmile

Ziel: Dieses Jahr soll es ein malzig-süsses, öliges & alkoholisch wärmendes Wee Heavy werden, idealerweise mit leichten Vanille- und Cassis-Noten
- 9-10 % Vol. Alkohol
- ca 22° Plato
- ca 35 IBU
- ca. 35 EBC

Als Schüttung habe ich mir überlegt:
- 86% Golden Promise
- 3% Sauermalz (Gegengewicht zu meinen Stalagmiten aus der Leitung)
- 3% Brown Malt
- 3% Biscuit Malt
- 3% Gerstenflocken (Für den Schaum)
- 2% Carafa Spezial II

Maischen würde ich per Kombirast bei 68 oder 69°C für 60-70 Minuten.
Vor dem Nachguß würde ich 2-3 Liter Würze Abzwacken und auf dem Herd zu Sirup einkochen und dieses dann zurückgeben.
Als Hopfen würde ich Bramling Cross single hop (für den Cassis) verwenden, 28 IBU bei 60 Minuten und 7 IBU bei 5 Minuten (Hopheads können nicht ohne Aromagabe, auch bei Malzbieren ;-)

Vergären würde ich mit der WY1728 bei 18°C, nach der Gärung würde ich ins KEG umdrücken und dort zur Lagerung noch Holzcubes (American Oak oder Whiskyfaß) für die Vanillenoten zugeben. Und dann das ganze 6-8 Monate im Keller vergessen.

Was haltet Ihr davon, wo gibts Verbesserungsvorschläge?

Mäcki
Colindo
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#2

Beitrag von Colindo »

Das Rezept sieht solide aus. Nur das Einkochen zu Sirup ist ungewöhnlich. Soweit ich weiß, machen das nur die Amis. Gibt Mythen, dass das für schottische Biere richtig wäre, das ist aber lange wieerlegt. Dann benutz lieber etwas Karamellmalz und spar dir die Energie.

Für Johannisbeere nutze ich 0,5g/l Hopfen in der späten Gabe. Wenn das bei dir mit 7 IBU hinhaut, passt alles.
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maecki-maecki
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#3

Beitrag von maecki-maecki »

Colindo hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 19:29 Das Rezept sieht solide aus. Nur das Einkochen zu Sirup ist ungewöhnlich. Soweit ich weiß, machen das nur die Amis. Gibt Mythen, dass das für schottische Biere richtig wäre, das ist aber lange wieerlegt. Dann benutz lieber etwas Karamellmalz und spar dir die Energie.
Aus meiner Dekoktionserfahrung stelle ich mir das komplexer vor als mit purem Kara.
Colindo hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 19:29
Für Johannisbeere nutze ich 0,5g/l Hopfen in der späten Gabe. Wenn das bei dir mit 7 IBU hinhaut, passt alles.
Sind eher 2,5g/l also deutlich mehr. Da das Bier aber lange lagern soll will ich eher etwas überdosieren, weniger wirds automatisch…

Mäcki
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MaltHopMagic
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#4

Beitrag von MaltHopMagic »

Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
Grüße Thomas
Stuggbrew
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#5

Beitrag von Stuggbrew »

Hi Mäcki,

Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Einstiegsklasse: 27l Einkocher, Läuterfeinblech, Eintauchkühler, klassische Gäreimer - Hauptsache es schmeckt :Drink
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maecki-maecki
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#6

Beitrag von maecki-maecki »

Stuggbrew hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:50 Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Stimmt, einen Brewer‘s Invert (No 2 oder No 3) könnte ich auch machen und verwenden, gute Idee. Gibt halt mehr Rosine als Cassis, aber stelle ich mir in der Kombination passend vor.
Single Hop Bramling Cross ist eigentlich gesetzt, der hat mir im English IPA so gut gefallen, dass ich mal was süßeres damit machen will…

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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#7

Beitrag von maecki-maecki »

MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:34 Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
In meinem English IPA hatte ich 1g/l bei 5 Minuten Kochzeit und 2,5g/l gestopft. Das war deutlich riech- und schmeckbar und sehr lecker!

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MaltHopMagic
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#8

Beitrag von MaltHopMagic »

maecki-maecki hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 09:32
MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:34 Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
In meinem English IPA hatte ich 1g/l bei 5 Minuten Kochzeit und 2,5g/l gestopft. Das war deutlich riech- und schmeckbar und sehr lecker!

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Dann macht das stopfen ev. den Unterschied.
Grüße Thomas
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#9

Beitrag von Colindo »

maecki-maecki hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 09:28
Stuggbrew hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:50 Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Stimmt, einen Brewer‘s Invert (No 2 oder No 3) könnte ich auch machen und verwenden, gute Idee. Gibt halt mehr Rosine als Cassis, aber stelle ich mir in der Kombination passend vor.
Invert No 4 ab 400 EBC schmeckt nach Cassis.
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#10

Beitrag von maecki-maecki »

Colindo hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 14:40
Invert No 4 ab 400 EBC schmeckt nach Cassis.
Au das klingt super. So dunklen hatte ich noch nicht gemacht bisher, das probier ich glatt!

Danke
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#11

Beitrag von maecki-maecki »

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Hefe ist im Kühlschrank, Malz ist auf dem Weg, Invert ist zubereitet.

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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#12

Beitrag von Colindo »

Sieht sehr schön aus. Verglichen mit einem Stout im Pintglas würde ich schätzen, dass dein Zucker so 200-250 EBC hat. Hast du den mal mit einer Referenz abgeglichen?
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#13

Beitrag von maecki-maecki »

Colindo hat geschrieben: Donnerstag 19. März 2026, 09:26 Sieht sehr schön aus. Verglichen mit einem Stout im Pintglas würde ich schätzen, dass dein Zucker so 200-250 EBC hat. Hast du den mal mit einer Referenz abgeglichen?
Nur mit Online charts verglichen, komme auf ca 320-350 EBC.

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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#14

Beitrag von Colindo »

Na, immerhin. Ich mache mir für solche Zwecke immer einen Malzauszug, für den Invert No 4 dann aus Pale Chocolate Malt, und vergleiche damit.
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#15

Beitrag von maecki-maecki »

So, das Bier ist im Gärfaß, ich halte Euch auf dem Laufenden!

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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#16

Beitrag von maecki-maecki »

%x§!°/&%€§

Nach 48h zeigt die WY1728 (MHD Juli 2026) immer noch keine Lust, loszulegen.
Ich habe jetzt Tetley Trockenhefe nachge-pitcht. Hoffentlich springt die an, bevor etwas anderes gärt.
Dann wird der Nachthammer mit der Tetley halt noch etwas stärker vom Alkoholgehalt als mit dem McEwan‘s Stamm…

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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#17

Beitrag von Colindo »

Oha, nach 48h hätte ich auch eingegriffen. Deswegen mache ich bei Flüssighefe immer einen Starter, weil ich so etwas auch schon einmal hatte. Bei mir hatte die Tetley 79,5% VG.
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#18

Beitrag von peka76 »

Darf ich fragen, wie Du den Malzsirup hergestellt hast oder wo du Brewers Invert gekauft hast?

Gruß Peter
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#19

Beitrag von maecki-maecki »

peka76 hat geschrieben: Samstag 21. März 2026, 22:49 Darf ich fragen, wie Du den Malzsirup hergestellt hast oder wo du Brewers Invert gekauft hast?

Gruß Peter
Brewers Invert ist selbstgemacht:
Eine Tasse Wasser zum kochen gebracht, dann 800g Rohrzucker und einen halben Teelöffel Zitronensäure untergerührt und dann kochen lassen (bei mir ca 1h) unter regelmäßigem Rühren. Vorsicht, wird sehr heiss wenn das Wasser verdampft ist (145 Grad bei mir).
Nach abkühlen auf unter 100 Grad habe ich es mit Wasser verdünnt, damit es dosierbar bleibt.

Und von der frisch geläuterten Würze habe ich ca. 2,5 Liter umgeschöpft in einen Kochtopf und auf ca 1 Liter eingekocht. Und dann zurückgegeben in die Sudpfanne zum Hopfen kochen…

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Zuletzt geändert von maecki-maecki am Sonntag 22. März 2026, 00:02, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy

#20

Beitrag von maecki-maecki »

Colindo hat geschrieben: Samstag 21. März 2026, 21:36 Oha, nach 48h hätte ich auch eingegriffen. Deswegen mache ich bei Flüssighefe immer einen Starter, weil ich so etwas auch schon einmal hatte. Bei mir hatte die Tetley 79,5% VG.
Die Tetley hat schon losgelegt, Puh!
Bin bei der OG etwas unter dem Zielwert geblieben, wenn die Tetley die 79% auch bei mir schafft, dann wird das Bier dann trotzdem knapp 9% Vol. Alkohol bekommen…

Mäcki
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