Helles und MüDunkel trinke ich möglichst glanzfein. Allenfalls ein ganz leichter Schleier ist noch okay.
Bei beiden Bierstilen ist für mich der Malzkörper entscheidend, ein Hopfenaroma ist ja äußerst dezent.
Nur wird durch eine Hefetrübung leider beides maskiert, was den Sinn dieser Bierstile in Frage stellt. Daher möglichst ohne Trübung.
Filtrieren tue ich meine Biere jedoch nicht, weil ich offen vergäre. Lange, kalte Lagerung erfüllt für mich den selben Zweck.
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
Kälte ist für mich auch das "Filtermittel" der Hobbybrauer. Selbst wenn es nicht glanzfein ist, so kann es schon bestechend klar werden.
Habe das gerade bei einem IPL mit der SH-45 mit Erfolg probiert!
Bierige Grüße
Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
Ich kann meine Biere nicht filtrieren. Zeit und Geduld machen das Bier dann je nach Hefe schon fast glanzfein. Manchmal mag ich das, manchmal gebe ich bewusst Hefe dazu, weil es dann runder wird. Ist von der Hefe abhängig.
Industriell schwierig. Wenn ich immer wüsste ob Flaschengärung oder ob Tothefe zur Charakteroptimierung zugegeben wurde, ganz klar erster Fall. Pils und Lager sollten filtriert sein, weil sortentypisch. Wenn ich dann mal ein natürliches bekomme hoffe ich auf Flaschengärung.
OS-Schlingel hat geschrieben: Sonntag 26. April 2026, 20:49
Kälte ist für mich auch das "Filtermittel" der Hobbybrauer. Selbst wenn es nicht glanzfein ist, so kann es schon bestechend klar werden.
Habe das gerade bei einem IPL mit der SH-45 mit Erfolg probiert!
Bierige Grüße
Stephen
Über welche Temperatur und Dauer reden wir da in etwa?
"Durch Durst wird Bier erst richtig schön"
Absoluter Anfänger und unerfahren im Bierbrauen.
Bei mir ist es in Bezug auf Kaufbiere, da meine selbstgebrauten alle Flaschenvergoren sind und somit nur durch Kaltlagerung und Sedimentation klar werden:
- Pils und Helles filtriert. Hier gehts mir um den erfrischend würzigen Geschmack der nicht zu lange nachhallen soll (Sommer)
- im Biergarten frisch vom Fass / ideal für Frühling oder Herbst gerne ein Kellerbier, Zwickl, usw. Da darf die Hefe mitspielen um es geschmacklich runder und weicher zu machen.
- Belgier trinke ich meist (wenn ich selbst einschenken kann) die ersten paar Schlucke „klar“ und gieße dann erst den Hefesatz mit auf sofern vorhanden. Das finde ich spannend wie sehr sich da der Gesamteindruck verändern kann
Cold Crash mache ich normal bei 4°C im ZKG, besser ist natürlich um 0°C. Braucht aber mehr Energie.
Geht aber auch mit Hobbock im Kühlschrank. Meine Biere werden wunderbar klar.
Gruß Stephen
Or kindly when his credit's out
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Interessante Ansätze hier. Ich kenne das, dass man den Bodensatz mit einschenkt, nur von deutschen Bieren, bei denen es sich oft um zugesetzten Eiweißtrub handelt. Richtig die Hefe aus der Gärung bekommt man am ehesten beim Weizenbier, wo es aber auch Geschichten gibt, dass man genau die richtige Hefe haben muss, damit das geschmacklich passt.
Von den Briten und Belgiern kenne ich das nur, dass man sehr vorsichtig eingießt um ja keinen Bodensatz aufzuwirbeln. Die meisten Hefen reduzieren die Aromawirkung des Biers, wenn sie sich in Schwebe befinden. Mir ist daher ein klar eingeschenktes Bier, solange es nicht ein "naturtrübes" Deutsches ist, wichtig.
Kaufen tue ich, wenn möglich, unfiltrierte Biere. Mir ist aufgefallen, dass ich vermutlich auf einen Filterstoff allergisch reagiere, also entweder Kieselgur, Chitosan oder PVPP. Leider sind filtrierte Biere in Deutschland nicht gekennzeichnet, sonst wäre das einfacher. Zuletzt hatte ich ein Mönchshof Schwarzbier, bei dem "Hefe" als Zutat angegeben ist, aber trotzdem hatte ich danach zwei Tage Juckreiz.
Kommt extrem auf die Biersorte an.
Bei Kölsch, Pils, maibock etc mag ich die Hefegeschmacksnote nicht. Da wird gecrasht bis das Bier blank ist bzw die opalfarbe geschmacklich unter der Wahrnehmungsgrenze ist. Heißt, die werden eiskalt gelagert, bis die Hefe schön abgesunken ist.
Bei nem Landbier, Rotbier, einer Stange oder ähnlichen will ich diese (aber nicht zuuu dominanten) Hefenote aber genau drin haben. Da wird dann wärmer gelagert.
Eiweißtrub lass ich generell nicht zu. Der wird mit Irish Moss beseitigt.
@Colindo
Bist nicht der einzige. Mein Vater reagiert genauso auf diese Filterbestandteile allergisch. Bei dem wird die Zunge dick, dass er redet als ob er sternhagelvoll ist. Der Gute ist mittlerweile mein bester Kunde, weil ich auf solche "Zutaten" verzichte.
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De gustibus non est disputandum.
Colindo hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 10:32
Leider sind filtrierte Biere in Deutschland nicht gekennzeichnet, sonst wäre das einfacher. Zuletzt hatte ich ein Mönchshof Schwarzbier, bei dem "Hefe" als Zutat angegeben ist, aber trotzdem hatte ich danach zwei Tage Juckreiz.
Eigentlich kann man davon ausgehen, dass alle Biere, die nicht als "unfiltriert" gekennzeichnet sind, filtriert wurden. Schon aus Gründen der Stabilisierung resp. Haltbarkeit (Standzeit im Getränkemarkt). Und viele sind deswegen noch pasteurisiert - ein Jahr MHD kommt nicht von ungefähr....
Natürlich kann auch ein unfiltriertes Bier pasteurisiert werden. Dann hat man zwar eine "naturtrübe" Hefetrübung, aber die Hefe ist tot.
Aus solchen Hefeweizen braucht man dann keine Starterhefe zu ernten.
Gruß Matthias
----------------------------------------- Illegitimis non carborundum.
OS-Schlingel hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 09:14
Hallo Meikel,
Cold Crash mache ich normal bei 4°C im ZKG, besser ist natürlich um 0°C. Braucht aber mehr Energie.
Geht aber auch mit Hobbock im Kühlschrank. Meine Biere werden wunderbar klar.
Gruß Stephen
Moin Stephen.
Mein jetziger Sud stand erst 5 Tage bei 1°C im Fermzilla und seit dem Umfüllen ins Keg vor 10 Tagen bei 4°C. Meine Ungeduld lässt das Bier vermutlich nicht wirklich klar werden. Ist aber auch erst mein 3. Sud und ich gebe dem "Stoff" noch ein paar Tage bis ich richtig probiere. Mal schauen wir klar es noch wird bevor der letzte Tropen getrunken wurde. Daher meine Frage nach der Dauer.
Gestern hatte ich ein Augustiner Export Dunkel und das sah mega Geil aus im Glas
"Durch Durst wird Bier erst richtig schön"
Absoluter Anfänger und unerfahren im Bierbrauen.