Ich grab das Thema mal wieder aus.
Ich habe die Hefe gewählt, weil ich aktuell keine richtigen Kühlmöglichkeiten für untergärige Biere habe und trotzdem mal ein Cold IPA ausprobieren wollte.
Jetzt, nach dem Brauen, bin ich doch etwas verwundert.
Ich habe den Süd vergangenen Sonntag gegen 16 Uhr bei 16°C mit zwei Packungen M24 auf 22L angestellt.
Auf der Packung steht zwar eine Packung auf 23L aber ich habe bisher überall gelesen, dass man bei UG mehr Hefe Zellen benötigt.
Die Stammwürze lag bei 13,8 Plato. Als ich am nächsten Morgen im Keller war, um nachzuschauen, hatte sich schon eine ca. 10cm starke Kräusenschicht auf dem Bier gebildet.
Heute, also drei Tage nach dem Anstellen ist der gemessene Restextrakt runter auf 4,6 brix. Je nach Rechner komme ich dabei auf einen sEVG von 82 bis 89% (einer gibt sogar 92% aus) und so 6,6% Alkohol.
Das Ding ist also durch. Die Werte entsprechen auch dem, was mir brewfather für das fertige Bier berechnet hat.
Ich frage mich, ob das nicht total untypisch für eine untergärige Hefe ist.
Zum einen dachte ich bisher, dass 1) UG Hefen keine so starke Kräusenschicht ausbilden und 2) länger für die Gärung brauchen.
Liegt das an der vielleicht doch sehr großzügigen Hefemenge, oder ist das Verhalten damit zu erklären, dass es sich bei der M24 um einen Hybride handelt, der nicht direkt mit klassischen UG-Hefen zu vergleichen ist?
Kann mich da jemand aufschlauen?