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Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Samstag 3. Januar 2026, 09:28
von Zuckerbier
Hör auf! Ich werde rot bei so viel Lob!
Vielen Dank für deine netten Worte. Und ja, das Bier hat einige Iterationen durchlaufen.
Aber die wichtigsten Stellschrauben waren letztendlich Hefewahl und Gärung. Wie du schon oben beschrieben hast.
Die S-189 macht einfach ein sehr sauberes Bier. Sowohl vom Geschmack als auch vom Klärungsverhalten.
Dazu viel frisch geerntete Hefe und bei 9°C vergären.
Ich würde dennoch beim nächsten Mal die Bitterkeit etwas erhöhen. Vielleicht 5ibu mehr. Aber ich mag mein Pils auch gerne sehr bitter.

Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Samstag 3. Januar 2026, 21:12
von Flo - Inn Craft Bräu
Heute habe ich ein Bier von JürgenBräu geöffnet
Das Super Duper
Ein IPA das mir gefällt.
Es ist sehr dezent obwohl es mit 50 IBU angegeben ist in der Bitterung und im Aroma ist es schön fruchtig.
Hier wurden sehr viele Hopfen verwendet die zum Geschmack beitragen wie z.b. Cascade, Motueka und Superdelic
Ich find es echt gut gelungen und hatte Spaß mit dem Bier.
Ich freu mich schon auf die anderen, besonders auf das Barleywine
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Samstag 3. Januar 2026, 22:36
von Taim
Weil mein persönlicher Dry January erst am Aschermittwoch beginnt, habe euch heute blind das „Twist&Shout Oak Aged Imperial Stout“ aus 2024 (9.2%Alk. ) von Hopfenstopf&Malzzahn aus meiner Kiste gegriffen.
Kurzfassung: Es ist ein geniales Bier!
Dickflüssig wie Schweröl läuft es ins Glas. Gefolgt von einem haltbaren und feinporigen Schaum, der leicht bräunlich ist.
In der Nase findet man Rum und Melasse/Rohrzucker/Vanille Aromen, gefolgt von einem extrem komplexen Antrunk. Im Abgang dann die Röstaromen sehr gut eingebunden. Das Mundgefühl ist extrem smooth. Es ist ein sehr, sehr gelungenes Imperial Stout.
Danke für die Erfahrung!
Ich freue mich schon auf den gleichnamigen Bierlikör.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 4. Januar 2026, 09:56
von Duc1302
Heute ein weiteres Bier aus afris Wichtelpaket, das Hallertauer Cascade mit Dinkel.
Ich will gleich ehrlich sein. Das ist nicht mein Bier.
Obwohl nichts beim Öffnen gezischt hat kommt beim Einschenken sehr viel Schaum
und schon beim ersten Schluck nehme ich sehr, sehr viel Kohlensäure wahr.
Dann auch sehr viel, zu viel, Bitterkeit.
Ich mag durchaus obergärige Biere wie Weizen (Schneider, Gutmann), Kölsch und Alt, aber mit diesem Bier
kann ich einfach nichts anfangen. Ob es am Dinkel, der Hefe (S04) oder am Hopfen liegt? Ich weiß es nicht.
Aber, wie bekannt, Geschmäcker sind verschieden.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 4. Januar 2026, 19:49
von afri
Danke für die Einschätzung, die in in den meisten Dingen unterschreibe. War auch eher ein Verlegenheitssud, irgendwie hatte ich bei der Zutatenbestellung nicht aufgepasst. Somit habe ich mal Dinkelmalz getestet und für hinreichend unbesonders befunden, werde ich so auf jeden Fall nicht wieder brauen.
Ich lasse das jetzt auch noch bis in den Frühling hinein stehen, vielleicht wird ja wenigstens die Bittere noch etwas weniger "knirsch". Im Begleitschreiben stand ja schon: das Bier wird für dich wie auch für mich eine Überraschung, da die NG zum Versanddatum erst gerade durch war.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 4. Januar 2026, 22:48
von Taim
Heute habe ich das „New England Pale Ale“ von Markus probiert.
Gefällt mir sehr gut. Schön ausgewogen und mit hoher drinkability. Die Hopfennoten sind präsent, aber nicht so dominant wie bei einem Neipa.
Alles in allem eine Runde Sache, einzig der Schaum könnte etwas voller sein.
VG
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Montag 5. Januar 2026, 09:15
von Duc1302
afri hat geschrieben: Sonntag 4. Januar 2026, 19:49
Danke für die Einschätzung, die in in den meisten Dingen unterschreibe. War auch eher ein Verlegenheitssud, irgendwie hatte ich bei der Zutatenbestellung nicht aufgepasst. Somit habe ich mal Dinkelmalz getestet und für hinreichend unbesonders befunden, werde ich so auf jeden Fall nicht wieder brauen.
Ich lasse das jetzt auch noch bis in den Frühling hinein stehen, vielleicht wird ja wenigstens die Bittere noch etwas weniger "knirsch". Im Begleitschreiben stand ja schon: das Bier wird für dich wie auch für mich eine Überraschung, da die NG zum Versanddatum erst gerade durch war.
Ich hab ja auch noch zwei weitere Flaschen des Bieres. Die lass ich mal auch noch ne Weile reifen.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Montag 5. Januar 2026, 20:40
von maecki-maecki
Heute gibts das Bitter vom schwarzwaldbrauer Dieter:
Orangene Farbe mit leichtem aber beständigem Schaum, im Geruch leicht kräuterig.
Im Mund dann dezente Kohlensäure und eine passende Bittere. Malz und Hefe sind trotzdem gut herauszuschmecken.
Insgesamt ein rundes Bier, gefällt mir!
Mäcki

- IMG_5797.jpeg (92.95 KiB) 4109 mal betrachtet
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2026, 02:19
von DoctahCerveza
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2026, 10:23
von Schmackofatz
Vielen Dank für das Video und das tolle Feedback!
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2026, 12:23
von DoctahCerveza
Sehr gerne
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2026, 19:53
von Taim
Heute habe ich dann das Session IPA (5.5%Alk. ) von Markus probiert. Schöne goldene/hellgelbe Farbe etwas trüb, aber auch nur, weil ich den Bodensatz unvorsichtiger Weise aufgewirbelt hatte. Der Schaum ist gering und die Karbonisierung könnte für meinen Geschmack auch höher sein. Aber die Hopfennoten sind schön zitronig und harzig und gut eingebunden. Keinerlei Oxidation. Trinkt sich wirklich gut weg.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2026, 21:11
von Taim
Im Anschluß noch das „Grootsnacker“ von Hopfenstopf&Malzzahn, ein Bier mit hohem Buchweizenanteil und >20°P StW.
Dieses Bier läuft auch ölig ins Glas und ergibt einen sehr voluminösen, bräunlichen und mittelporigen Schaum.
Das Bier ist wirklich sehr mächtig, mit fast (aber wirklich nur fast) schon zu mächtig.
Der Geschmack ist durch tolle Lakritz und Röstaromen gekennzeichnet . Der Abgang ist schön wärmend alkoholisch.
Zusammen genommen sehr sehr gelungen. Aber man (ich) kann davon wirklich nur eine Flasche auf einmal trinken.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Donnerstag 8. Januar 2026, 18:42
von Zuckerbier
Heute gab es das Grubengold Stout von igami.
Beim Lesen des Etiketts fiel mir der recht niedrige SVG auf. 5,5% aus 14,8°P bei 31IBU lies auf eine recht hohe Restsüße schließen. Ich weiß nicht, ob es an der verwendeten Hefe liegt. Mit der Mangrove Jacks M42 habe ich selbst keine Erfahrung. Aber schauen wir mal.
Beim Einschenken fällt eine recht kräftige Karbonisierung auf, die eine große Schaumkrone produziert. Der Schaum ist etwas grobporig für ein Stout aber er hält sich recht lange.
In der Nase dominieren Röstaromen. Beim Antrunk setzen sich die Röstaromen fort. Jedoch sind sie weich und wirken nicht verbrannt. Dazu kommt eine minimale Säure.
Hopfenarome nehme ich keines wahr. Aber das passt gut zum Stil.
In Summe ein gutes Stout. Es hat wenig mit einem klassischen Dry Stout zu tun. Aber die hohe Restsüße balanciert die Bitterkeit und die Röstnoten gut aus wodurch ein gutes Bier entsteht.

Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 20:09
von emjay2812
Jetzt ein Baltic Porter von Zuckerbier. Ein gutes Jahr gereift. Leider ist das Etikett im Kühlschrank etwas feucht geworden und verlaufen. Es wurden etliche Spezialmalze verbraut, hat 37 IBU und stolze 8% Alkohol.
Die Optik ist fantastisch. Ein cremig feiner, hellbeiger Schaum krönt ein tiefdunkles, nahezu schwarzes Bier.
Im Geruch Lakritze, etwas fruchtiges, schöne Phenole, leichte Alterungstöne.
Der Antrunk ist kräftig, erdig, röstig, brotig. Viel Lakritze trifft auch dunkle Brotkrume und Schokolade. Wenn das Bier etwas atmet und etwas wärmer wird kommen auch noch Trockenfrüchte hinzu. Ein wunderbar dunkles Aromenspektakel. Dabei sehr gut gehopft, ohne das Hopfenaromen im Spiel sind. Kräftig herb und trocken, aber ausgewogen zwischen wuchtigen Aromen und der Herbe. Es wurde klassisch mit Saazer und Herkules gehopft, die dezente Fruchtigkeit muss von der verwendeten Hefe stammen. Der Alkohol kommt etwas durch, wenn das Bier im Mundraum wärmer wird, ist aber recht gut eingebunden.
Der Abgang sehr trocken, herb und lange nachhallend bitter.
Persönlich kenne ich den Bierstil nicht. An dunklen Starkbieren trinke ich gerne mal ein belgisches Dubbel o. Ä. Die sind phenolischer und lieblicher, das hier sehr kräftig und herb.
Ein sehr interessanter Bierstil der Spaß macht.
Zum Schluss die Bemerkung, das das Bier tatsächlich mit Siegelwachs versiegelt war, und etwas überschäumte. Das kann aber auch der langen Lagerung geschuldet sein. Ich verwende oft eine Hefe die mit der Zeit alles vergärt was irgendwie zu verarbeiten ist, dadurch werden die Biere sehr trocken und der CO2 Gehalt steigt.
Bild folgt.
Zuckerbier, deine Biere waren bisher alle von ausgezeichneter Qualität. Nur das Stout entsprach nicht meinem persönlichen Geschmacl. Du kannst aber nichts dafür, das ich es nicht mit Holzgeschmack habe. Ich mag auch keinen Wein, der im Barrique ausgebaut wurde. ich freue mich auf den Barley Wine, ich glaube aber, den lasse ich noch etwas reifen...
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 15:56
von Taim
Gestern habe ich noch zwei weiter Biere verkostet, einmal das "Tonka Stout" von MaKn und das "Knesebach" (Flanders Red aus 2021 Mixed Fermentation mit Brett, Lacto und Pediococcus)
Das Tonka Stout war ehrlich gesagt nicht ganz mein Fall. Die Farbe für meine Begriffe zu hell und Irgendwie metallisch, sowie eine breite Hopfenbittere. Von der Tonkabohne habe ich nichts wahrgenommen.
Das Flanders Red (aufgrund der Farbe vermute ich das es das "Vlaamse Keersen" mit Kirschen ist). Ich bin eigentlich nicht so der große Fan von Sauerbieren, aber der Geschmack ist sehr interessant und für mich als Laien kaum zu beschreiben. Aber komplexe Säurearomen nehme ich wahr. Auf jeden Fall Horizonterweiternd, danke dafür.
VG
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 15:37
von bergro
Hallo zusammen,
so, die letzen Biere von PeterBräu sind verkostet.
Vorab: Man merkt sofort, dass hier jemand sein Handwerk versteht. Alle Biere waren handwerklich fehlerfrei, wunderbar geklärt und keines wirkte mastig – eine sehr saubere Arbeit!
Hier meine Eindrücke im Einzelnen:
Tropic Lager 1 & 2: Ein guter Vergleich. Während die Nr. 1 (S-33 Hefe, 56 IBU) für mich schon fast wie ein IPA wirkte (siehe erste Bewertung), war die Nr. 2 (W-34/70, 45 IBU) genau mein Fall. Die untergärige Führung hat die Fruchtaromen (Solero/Ariana) super zur Geltung gebracht, ohne dass die Bittere alles erschlägt.
Hinweis zum Schaum: Beim Tropic Lager 1 war der Schaum richtig gut und standfest. Bei den anderen Bieren war er leider etwas grobporiger oder schneller flüchtig.
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Adriana Lilly Solero: Ein tolles Pale Ale mit sehr modernen Fruchtnoten. Geschmacklich top, auch wenn der Schaum leider etwas instabil und die Karbonisierung eher grobporig war.
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Mandarinenperle: Mein heimlicher Favorit! Die Mandarina Bavaria kam zitronig-frisch durch. Trotz niedriger Karbonisierung war das Bier extrem süffig. Ich finde ein Bier für jeden Tag.
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Barleywine 2025: Meine erste Erfahrung mit diesem Stil! Ich war überrascht, wie gut die 86 IBU in die malzige Restsüße eingebunden waren, gar nicht so bitter wie erwartet. Leider war es etwas schal (vielleicht durch den größeren Kopfraum in der Flasche?)
Ist jetzt nichts für jeden Tag, aber für besondere Anlässe auf jeden Fall
Das Extra: Obendrauf gab es noch einen Weihnachtseierlikör. Wir haben selber Hühner und bin beim Thema Eierlikör etwas verwöhnt. Die weihnachtlichen Gewürze waren jetzt passend zur Saison, auch wenn ich privat eher der "Naturell-Typ" bin.
Fazit: Ein tolles Paket, das mir viel Freude bereitet hat. Vielen Dank an PeterBräu für den Austausch – das Wichteln hat sich wieder einmal absolut gelohnt!
Liebe Grüße,
Bernhard
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 16:00
von peka76
Lieber Bernhard,
vielen lieben Dank für die tollen Bewertungen. Da macht es doch um so mehr spaß, an der Wichtelaktion teilzunehmen.
Dir und allen anderen allzeit gut Sud!
Gruß Peter (alias peka76)
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 22:40
von afri
afri hat geschrieben: Sonntag 14. Dezember 2025, 21:45Alles in allem würde ich meinen es darf noch etwas länger stehen und so werde ich die weiteren Flaschen im neuen Jahr verkosten, aber es schmeckt bereits jetzt. Gut gemachtes Bier.
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Fünf Wochen später habe ich ein weiteres Exemplar davon verkostet und ich muss schreiben, das hat dem Bier wie oben vermutet gut getan. Es ist noch runder geworden und ich freue mich auf die letzte Flasche, die ich ungefähr Mitte Februar verkoste, vielleicht auch später.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Dienstag 20. Januar 2026, 09:31
von Schmackofatz
Bei mir gab es am Freitag das Old Rebel Oatmeal Stout von Herbert. 15,8°P und 5,9%. Das Einschenken dauerte etwas durch den massiven Schaum. Tolle Farbe und schöner Körper, nicht zu süß, wie man bei dem Restextrakt befürchten könnte. Mundgefühl richtig toll. Eine gut wahrnehmbare und sehr schöne Rauchigkeit durch das Beechwood Smoked. Mal wieder Klasse!
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 17:59
von Kaso
Hi
auch ich habe etliche Bier von DoctahCerveza bekommen. Dabei sind ein paar Ausgewöhnliche Biere.
Verkostet wurden alle noch vor Weihnachten aber irgendwie bin ich nicht zum schreiben gekommen.
„Dichte Fichte“

- Screenshot 2026-01-23 160827.png (437.54 KiB) 2631 mal betrachtet
Beim Öffnen fällt sofort auf, dass die Flasche nicht ganz gefüllt ist. Selbst im gut gekühlten Zustand bildet das Bier immer wieder etwas Schaum – als würde es im Inneren noch „arbeiten“.
Aussehen
Im Glas präsentiert sich die „Dichte Fichte“ goldfarben. Der Schaum ist nur kurz vorhanden und wenig stabil. Optisch ist das Bier eher ein naturtrübes.
Geruch
Der Duft ist deutlich säuerlich mit einem starken, harzigen Einschlag. Schon in der Nase zeigt sich eine ausgeprägte Fichtennote, die an Tannennadeln und Waldspaziergänge erinnert. Ein Hauch Harz ist ebenfalls gut wahrnehmbar.
Geschmack
Der erste Schluck bestätigt, was der Geruch verspricht:
Ein intensiver, waldiger Geschmack dominiert, geprägt von Tanne, Harz und frischen Nadeln. Erst ganz zum Schluss kommt eine dezente malzige Note dazu. Der Fichtengeschmack überdeckt nahezu jedes Hopfenaroma – ohne jedoch negativ zu wirken.
Die Bittere ist angenehm eingebunden und macht das Bier gut trinkbar, vorausgesetzt man mag diese ausgeprägten Harz- und Waldnoten. Mir persönlich gefällt dieser rustikale, waldige Geschmack sehr.
Meine Frau meint allerdings, es schmecke wie das „Badewasser ihrer Jugend“ – es war nicht ihre Sache. Ich habe wirklich Lust so etwas nach zu brauen. Freue mich auf die zweite Flasche.
-------
„Sally’s Third Moan – Pastrain Saison“
Dieses Bier ist eines, vor dem ich etwas Respekt hatte.
Aussehen:
Die Farbe ist ein dunkles Amber – oder, um im Bild zu bleiben: der Ton perfekt gegrillter Spare Ribs. Der Schaum fällt zwar relativ schnell zusammen, hinterlässt aber eine haftende, stabile Schaumkrone-Linie am Glas.
Geruch:
Der Duft ist schwer einzuordnen und wirkt beinahe fremdartig. Irgendetwas stört – nicht unangenehm, aber irritierend.
Es erinnert an den Geruch der Waschküche meiner Oma, ein Aroma, an das ich seit Ewigkeiten nicht mehr gedacht habe: eine Mischung aus Holzrauch, warmem Wäschedampf und einem Hauch Nostalgie. Ein spezieller, schwer greifbarer Duft.
Geschmack:
Der erste Schluck ist säuerlich und ungewöhnlich. Für ein Bier fällt es mir schwer, die Aromen präzise zu beschreiben. Es gibt einen Beigeschmack, der für mich nicht ganz ins Bild passt.
Das Bier ist trocken – so, wie man es von einem Saison erwartet – doch geschmacklich entfernt es sich deutlich von klassischen Saison.
Ich meine etwas tomatig-gemüseartiges herauszuschmecken, vielleicht leicht salzig. Es könnte Einbildung sein, nur weil ich weiß, dass Tomatenpulver verwendet wurde – aber die Note ist da. Der Nachgeschmack bleibt sehr lange im Mund haften.
Mit dem zweiten oder dritten Schluck, wenn der Überraschungseffekt nachlässt, kann man sich besser auf die ungewöhnlichen Aromen einlassen. Dann beginnt es sogar, eine gewisse Faszination zu entwickeln.
Aber: Man trinkt es nicht weg wie ein klassisches Bier und verlangt nicht sofort nach dem nächsten. Ein wirklich spannendes Bier, experimentell, mutig und eigenwillig – aber kein Alltagsbier.
Grüsse Thilo
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 15:33
von wakawaka
afri hat geschrieben: Sonntag 14. Dezember 2025, 21:45
Nachdem die Trinksperre meines ersten Wichtelbiers abgelaufen ist, habe ich es heute probiert. Es ist ein Föhrener Dampfbier von Foristo Wayne (wakawaka).
Es ist recht dunkel bernstein bis orange, was nach dem Blick auf die Zutatenliste nicht verwundert. Es gibt Bodensatz, der ist jedoch ausgesprochen wenig und so ist das Bier zwar noch trüb, aber zumindest nicht wegen der Hefe. Es ist recht vollmundig bis süß, aber dem steht eine ausgewogene Bittere entgegen, die Rezenz ist passend und es gibt feinen Schaum. Alles in allem würde ich meinen es darf noch etwas länger stehen und so werde ich die weiteren Flaschen im neuen Jahr verkosten, aber es schmeckt bereits jetzt. Gut gemachtes Bier.
Achim
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Vielen Dank

Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 23:11
von hkpdererste
Sooo, weiter im Text
Heute ein Braggot nach Rezept von MMUM gebraut vom Kollegen FaRo89.
Das Bier im Glas hat eine dunkle Farbe und eine leichte Schaumkrone und riecht kräuterig und leicht nach Honig. Einschenken war problemlos, den angekündigte Überdruck konnte ich so nicht feststellen.
Geschmacklich wie ein Schluck Münchner dunkles den man direkt im Anschluss auf einen Shot Kräuterbitter nimmt. Die laut Beschreibung 14% merkt man so in der Stärke nicht wirklich raus. Ein durchaus interessanter Stil der mir bisher nicht bekannt war.
Schon interessant was man alles machen kann und was so in der Art auch nirgendwo zu kaufen bekommen würdest.
Grüße Klaus
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 07:03
von FaRo89
Hallo Klaus
Da hast du scheinbar eine der wenigen Flaschen bekommen die nicht nachgegärt sind. Ich muss zugeben das Bier ist nicht mein Favorit aber auf jeden Fall interessant.
Ich habe gestern, während ich mein erstes Weizen gebraut habe, das "weiße Reh" von Jens probiert.
Ein Sauerbier im Stil einer Berliner Weiße. Ich selbst hab noch nicht viele Sauerbiere getrunken, aber das von Jens schmeckt mir deutlich besser als die gängige kommerzielle Version. Sehr feinporiger Schaum der lange steht. Mit seinen 3,5 % im Sommer bestimmt ein erfrischender trunk nach einem Samstag im Garten. Die zweite Flasche heb ich mir dafür auf

Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 10:27
von jbrand
FaRo89 hat geschrieben: Sonntag 25. Januar 2026, 07:03
Die zweite Flasche heb ich mir dafür auf
Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat. Das Aufheben ist eine sehr gute Idee, durch die Brett-Hefe wird das Bier nur noch aromatischer.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 16:35
von DoctahCerveza
Kaso hat geschrieben: Freitag 23. Januar 2026, 17:59
Hi
auch ich habe etliche Bier von DoctahCerveza bekommen. Dabei sind ein paar Ausgewöhnliche Biere.
Verkostet wurden alle noch vor Weihnachten aber irgendwie bin ich nicht zum schreiben gekommen.
„Dichte Fichte“
Screenshot 2026-01-23 160827.png
Beim Öffnen fällt sofort auf, dass die Flasche nicht ganz gefüllt ist. Selbst im gut gekühlten Zustand bildet das Bier immer wieder etwas Schaum – als würde es im Inneren noch „arbeiten“.
Aussehen
Im Glas präsentiert sich die „Dichte Fichte“ goldfarben. Der Schaum ist nur kurz vorhanden und wenig stabil. Optisch ist das Bier eher ein naturtrübes.
Geruch
Der Duft ist deutlich säuerlich mit einem starken, harzigen Einschlag. Schon in der Nase zeigt sich eine ausgeprägte Fichtennote, die an Tannennadeln und Waldspaziergänge erinnert. Ein Hauch Harz ist ebenfalls gut wahrnehmbar.
Geschmack
Der erste Schluck bestätigt, was der Geruch verspricht:
Ein intensiver, waldiger Geschmack dominiert, geprägt von Tanne, Harz und frischen Nadeln. Erst ganz zum Schluss kommt eine dezente malzige Note dazu. Der Fichtengeschmack überdeckt nahezu jedes Hopfenaroma – ohne jedoch negativ zu wirken.
Die Bittere ist angenehm eingebunden und macht das Bier gut trinkbar, vorausgesetzt man mag diese ausgeprägten Harz- und Waldnoten. Mir persönlich gefällt dieser rustikale, waldige Geschmack sehr.
Meine Frau meint allerdings, es schmecke wie das „Badewasser ihrer Jugend“ – es war nicht ihre Sache. Ich habe wirklich Lust so etwas nach zu brauen. Freue mich auf die zweite Flasche.
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„Sally’s Third Moan – Pastrain Saison“
Dieses Bier ist eines, vor dem ich etwas Respekt hatte.
Screenshot 2026-01-23 160857.png
Aussehen:
Die Farbe ist ein dunkles Amber – oder, um im Bild zu bleiben: der Ton perfekt gegrillter Spare Ribs. Der Schaum fällt zwar relativ schnell zusammen, hinterlässt aber eine haftende, stabile Schaumkrone-Linie am Glas.
Geruch:
Der Duft ist schwer einzuordnen und wirkt beinahe fremdartig. Irgendetwas stört – nicht unangenehm, aber irritierend.
Es erinnert an den Geruch der Waschküche meiner Oma, ein Aroma, an das ich seit Ewigkeiten nicht mehr gedacht habe: eine Mischung aus Holzrauch, warmem Wäschedampf und einem Hauch Nostalgie. Ein spezieller, schwer greifbarer Duft.
Geschmack:
Der erste Schluck ist säuerlich und ungewöhnlich. Für ein Bier fällt es mir schwer, die Aromen präzise zu beschreiben. Es gibt einen Beigeschmack, der für mich nicht ganz ins Bild passt.
Das Bier ist trocken – so, wie man es von einem Saison erwartet – doch geschmacklich entfernt es sich deutlich von klassischen Saison.
Ich meine etwas tomatig-gemüseartiges herauszuschmecken, vielleicht leicht salzig. Es könnte Einbildung sein, nur weil ich weiß, dass Tomatenpulver verwendet wurde – aber die Note ist da. Der Nachgeschmack bleibt sehr lange im Mund haften.
Mit dem zweiten oder dritten Schluck, wenn der Überraschungseffekt nachlässt, kann man sich besser auf die ungewöhnlichen Aromen einlassen. Dann beginnt es sogar, eine gewisse Faszination zu entwickeln.
Aber: Man trinkt es nicht weg wie ein klassisches Bier und verlangt nicht sofort nach dem nächsten. Ein wirklich spannendes Bier, experimentell, mutig und eigenwillig – aber kein Alltagsbier.
Grüsse Thilo
Vielen Dank fürs Feedback
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Freitag 30. Januar 2026, 20:21
von shudayo
Heute habe ich das „Bierlenta“ von Shlomo probiert.
Dieses ist ein cream ale.
Der Schaum ist relativ grobporig und war nach circa 1 min schon wieder komplett verschwunden. Ansonsten ist das Bier goldgelb und sehr klar.
Im Geruch nehme ich hauptsächlich Mais wahr, zusätzlich gesellen sich ganz ganz leichte Hopfenaromen. Diese sind aber wirklich sehr schwach. Zusätzlich hab ich noch einen kleinen „Störgeruch“, den ich aber nicht wirklich deuten kann.
Im Antrunk hat man eine leichte Spritzigkeit die sofort vom Mais abgerundet wird. Mir fehlt hier dann aber komplett der Hopfen, der Mais überlagert irgendwie alles. Das Bier ist trotzdem sehr spritzig und könnte ggf. im Sommer gut passen.
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Donnerstag 5. Februar 2026, 22:29
von schwarzwaldbrauer
Der trockene Januar ist rum, es wird wieder probiert.
Pumpernickel von Amalienbräu
Dunkel kupferfarben mit bräunlichem, grobporigen Schaum, minimale Trübung. Der Schaum ist sehr stabil, hält bis zum letzten Schluck und haftet schön im Glas.
Als Weizenbier deklariert sendet es brotigen Duft in die Nase. Im Gaumen erscheint es ebenfalls brotig und hinterlässt einen nelkenartigen Eindruck. Das Mundgefühl ist voll und etwas ölig.
Der Gesamteindruck: Sehr mildes Bier mit deutlichen Brotaromen, der Hopfen hält sich sehr zurück wie es sich für ein Weizen gehört.
Es trinkt sich angenehm.
Nachdem es am Schluss etwas wärmer geworden ist kommt auch der erwartete Pumpernickelgeschmack leicht durch.
Danke,
Dieter
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 8. Februar 2026, 21:06
von Räuber Hopfenstopf
Bei uns gibt es heute eine „Fruity Stout“ aus unserem Wichtelpaket von hkpdererste. Viel Informationen haben wir dazu nicht. Ein Stout mit 12.1 Plato, also eher ein leichterer Vertreter. Fruity anscheinend mit Bezug auf die wahrnehmbaren Hopfennoten. Woanders würde das vielleicht als Black IPA durchgehen, wobei die Bittere mit 40 IBU noch recht dezent ist. Es gibt einige sanfte Röstnoten und etwas Lakritze, eingebettet in eine sanfte Malzigkeit. Das Bier ist nicht zu trocken und wirkt nicht dünn. Mit leichteren Stouts habe ich oft Probleme, weil die Röstnoten etwas Malzkörper als Gegenpol brauchen. Die Komposition hier ist richtig gut. Malz, Röstnoten, Bittere, Hopfenaromatik. Das passt alles wunderbar zusammen. Vielen Dank dafür!
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Sonntag 8. Februar 2026, 22:05
von schwarzwaldbrauer
Jetzt habe ich mir noch die letzte Wichtelflasche von Timo (taim) aufgemacht.
Scarlet Charme
Ein Doppelbock mit 7,5%.
Kupferfarben, etwas rötlich, weisser feinporiger Schaum, der leider nicht langlebig ist.
Im Glas ist ein sehr malzbetontes Bier, weiche, brotige Aromen und Honig. Nach der Beschreibung wurde mit Hallertauer Tradition gehopft. Da sollte meinem Empfinden nach etwas mehr davon rüberkommen. Alles in allem ein sauber gebrautes Bier und wahrscheinlich wieder mit GDA abgefüllt - keine Hefereste in der Flasche.
Vielen Dank Timo für diese schöne Auswahl. Alle sauber gemacht, ideenreiche Etiketten mit viel Information.
Hat Spaß gemacht
Dieter
Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Montag 9. Februar 2026, 07:59
von Taim
Danke Dir Dieter! Ehre gebührt Dir, dass Du es geschafft hast, hier wirklich alle Biere zu bewerten und hier gepostet hast!
Ich selbst habe da noch einiges aufzuholen (*schäm*)

Re: Weihnachtswichtel Bierberichte 2025
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2026, 21:45
von riegelbrau
Ich berichte weiter über die Biere von Lars Preu:
viewtopic.php?p=552115#p552115
Heute probieren wir das "Kettle Sour + Kirsch".
Beim Einschenken entsteht halbfester roter Schaum, der aber am Glas durchaus etwas erhalten bleibt.
Das deutlich rötliche Bier ist sehr klar.
Es riecht deutlich fruchtig nach Kirschen, aber auch etwas nach frischer (Back-)Hefe.
Im Antrunk ist es sehr spritzig, kräftig karbonisiert.
Der Geschmack ist frisch und fruchtig, in Richtung Berliner Weiße. Mich erinnert es auch an Ahoi-Brause, sicher wegen der prickelnden Spritzigkeit, keinesfalls aber so künstlich.
Insgesamt ein schönes erfrischendes Sommergetränk!
Ich kannte so etwas nicht, finde es aber gut!
Danke, Lars!
Gruß Christoph