Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

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Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#1

Beitrag von Terlon » Mittwoch 5. Oktober 2016, 10:51

Moin,

gestern habe ich, dank der niedrigeren Temperaturen, meine ersten versuch mit UG Hefe gestartet.
Das Rezept sollte in Richtung Export gehen:
Export 1.JPG
Hat alles wunderbar geklappt:
Hefe: Wyeast #2308 Munich Lager MHD 29.09.2016
- 1Tag vorher einen Starter gemacht und über Nacht rühren lassen.
- Am Brautag die Hefe zu 23,5l mit 13.4°P zugegeben und belüftet.@20°C.

Die Hefe ist bisher (18h) nicht angekommen.
Da ich nur Erfahrung mit OG Flüssighefe habe und diese immer innerhalb von 6-12h loslegte bin ich etwas verunsichert.
Ich belüfte gerade noch mal und warte etwas ab. Temp konstant bei 20,°C

Kann ich sonst noch etwas tun?
Macht wärmer stellen Sinn?

Schon mal vielen Dank für eure Antworten.
Gruß
Olli
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#2

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 5. Oktober 2016, 10:54

Moinsen.

Unabhängig vom Ankommen, warum denn 20°? Das ist doch viel zu warm für ein UG.

Gruß, Johst
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#3

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 5. Oktober 2016, 10:58

Die Packung war also abgelaufen. Das ist nicht wie Joghurt, der dann noch gut ist, sondern da ist dann einfach mal 90%+ der Hefe tot. Vermutlich hätte man das über min. 2 Stufen führen müssen. Wie groß war denn der Starter? Bei welcher Extraktkonzentration?

Dass 20 °C nicht zu einem Lagerbier führen wird, erspare ich mir mal hier weiter auszuführen. Die Temperatur könnte sich bei diesen Umständen noch als Glück im Unglück herausstellen...

Gruß
Andy

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#4

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:01

Das Päckchen war schon ganz schön alt! Das und die fehlende Gäraktivität ist kein gutes Zeichen, und normalerweise wäre es darüber hinaus empfehlenswert gewesen, mehrere Tage vorher einen 1-2l-Starter zu machen und dann kalt (ca. 10°C) anzustellen. 20°C ist natürlich viel zu warm für UG.

Hast Du denn gesmackt? Da sieht man ja wenigstens, ob die Hefe überhaupt noch was tut.
Und hast Du im Starter Gäraktivität festgestellt?

Ich hatte auch mal ein WY2001-Päckchen, das sich nicht blähen wollte. Das kann also durchaus mal passieren, auch vor Ablauf des MHD.

Hast Du Ersatzhefe zur Verfügung? Falls nicht, besorg Dir möglichst schnell welche. Falls Du dann mit der Ersatzhefe anstellst: kühle auf jeden Fall den Sud runter.
Zuletzt geändert von Johnny H am Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#5

Beitrag von ggansde » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:04

Moin,
mrmalty pitching rate calculator sagt, dass Du 2 Päckchen der Hefe hättest verwenden sollen. Das Gesamt-Volumen des Starters hätte ca. 2.3 L betragen sollen. Das Du es zu warm angestellt hast, und auch die Gärtemperatur von 20 °C für UG viel zu hoch ist, weisst Du ja inzwischen. Im Idealfall legt die Hefe dann innerhalb 10 bis 12 h los. Bei Dir wird es wohl länger dauern und die Gärung könnte auch nicht richtig bis zum Ende verlaufen. Eigentlich kannst Du es nur stehen lassen und warten.
> 10 % Caramellmalze sind auch eine Hausnummer für ein Export.
VG, Markus
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#6

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:10

ggansde hat geschrieben:Moin,
mrmalty pitching rate calculator sagt, dass Du 2 Päckchen der Hefe hättest verwenden sollen. Das Gesamt-Volumen des Starters hätte ca. 2.3 L betragen sollen.
Aber doch vermutlich für 100% Viabilität, oder? Davon können wir bei einer sechs Monate alten Packung nicht mehr ausgehen. Apropos, Terlon: Wie kommst du auf das MHD? Bei mir steht da immer nur ein MFG (=Herstelldatum) drauf. Aber das kann ja schlecht am vergangenen Donnerstag gewesen sein.

Gruß
Andy

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#7

Beitrag von ggansde » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:16

Ich nochmal: Ich habe mich etwas über das von Dir angegebene MHD gewundert und die angebliche Vitalität von 92 %. MrMalty fragt dabei nach dem Produktionsdatum. WYEAST verwendet M.W. kein MHD sondern eben dieses Produktionsdatum. Hast Du die Packung noch und könntest mal nachschauen? Wie kommst Du denn auf das MHD?
VG, Markus
Edit: Andy war schneller.
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#8

Beitrag von Terlon » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:22

Vielen Dank ersteinmal für die schnellen Antworten.
Moinsen.

Unabhängig vom Ankommen, warum denn 20°? Das ist doch viel zu warm für ein UG.

Gruß, Johst
Stand so auf der Anleitung:.. ankommen lassen bei 23°c und dann runterkühlen..., oder so.
Das Päckchen war schon ganz schön alt! Das und die fehlende Gäraktivität ist kein gutes Zeichen, und normalerweise wäre es darüber hinaus empfehlenswert gewesen, mehrere Tage vorher einen 1-2l-Starter zu machen und dann kalt (ca. 10°C) anzustellen. 20°C ist natürlich viel zu warm für UG.

Hast Du denn gesmackt? Da sieht man ja wenigstens, ob die Hefe überhaupt noch was tut.
Und hast Du im Starter Gäraktivität festgestellt?
Ich hab die Hefe nach dem smacken direkt zum Starter (100mg DME auf 1l +2g Nutrient) gegeben.
, ca 18,5°C
Die Hefe lag bis zum Gebrauch im Kühlschrank.
Ich dachte die Hefe sollte erst bei warmen Temp ankommen und dan runtergekühlt werden.
Hast Du Ersatzhefe zur Verfügung? Falls nicht, besorg Dir möglichst schnelll welche. Falls Du dann mit der Ersatzhefe anstellst: kühle auf jeden Fall den Sud runter.
6 Päckchen 34/70,2 S-23 und 1x WL830 German lager.

Also:
Runterkühlen auf 12°C
-Neue Hefe nehmen. Welche?
Gruß
Olli
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#9

Beitrag von ggansde » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:25

Olli, sage doch bitte mal schnell, wie Du auf das MHD kommst. Evtl. war es ja doch das MFD (was aber eigentlich gar nicht sein kann) und die Hefe gar nicht alt.
Ich denke, dass Runterkühlen nicht mehr viel bringt, der Fruchtkorb dürfte bei der Vermehrung der Hefe in der sauerstoffhaltigen Würze und bei hohen Anstelltemperaturen bereits entstanden sein.
VG, Markus
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#10

Beitrag von Terlon » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:32

Hi ggansde
Export 2.JPG
Gruß
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#11

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:36

ggansde hat geschrieben:Ich denke, dass Runterkühlen nicht mehr viel bringt, der Fruchtkorb dürfte bei der Vermehrung der Hefe in der sauerstoffhaltigen Würze und bei hohen Anstelltemperaturen bereits entstanden sein.
VG, Markus
In Bezug auf die #2308 bringt das Runterkühlen sicherlich nichts mehr (wenn da überhaupt noch irgendwas ankommt), aber in Bezug auf die Ersatzhefe.

Es gibt jetzt also zwei Möglichkeiten:
a) Alles so lassen und hoffen, dass die #2308 noch ankommt (falls nicht, bleibt sowieso nur b) )
b) Gleich mit der Temperatur auf ~10°C und mit der Ersatzhefe anstellen (ich bin ein großer Freund der W34/70, mit den anderen beiden bin ich nicht so vertraut). Bei 10°C würde ich dann 2 Päckchen nehmen. Diese vorschriftsmäßig rehydrieren.
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#12

Beitrag von ggansde » Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:43

Yep, ihr habt recht. Die ist dann wohl ziemlich tot (10%) und sollte die Würze noch nicht zu sehr versaut haben. Ich habe aber auch schon über ein Jahr alte WYEAST und WLP Hefen wieder aufgepeppelt und in ausreichender Menge vermehrt. Da muss man aber ganz anders drangehen.
VG, Markus
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#13

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 5. Oktober 2016, 12:00

ggansde hat geschrieben:Yep, ihr habt recht. Die ist dann wohl ziemlich tot (10%) und sollte die Würze noch nicht zu sehr versaut haben. Ich habe aber auch schon über ein Jahr alte WYEAST und WLP Hefen wieder aufgepeppelt und in ausreichender Menge vermehrt. Da muss man aber ganz anders drangehen.
VG, Markus
Habe gerade nachgeschaut: ich hatte einmal ein WYeast-2000er-Päckchen, das auch schon recht alt war (ca. fünf Monate, also noch vor dem MHD) und sich auch nach 24h nicht blähen wollte. Ich habe dann einen Starter angesetzt, aber auch da war nach etwa einem Tag(?) keine sonderliche Aktivität festzustellen. Zu allem Überfluss ist mir dann noch eine Essigfliege reingekommen, und ich musste alles entsorgen. Mit anderen Worten: Du hast völlig recht, da muss man mit sehr viel mehr Vorbereitung und Aufwand rangehen, wenn das Päckchen alt ist.
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#14

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 5. Oktober 2016, 12:07

Ich würde jetzt auf 10 °C kühlen und in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit gleich mit 3 Packungen 34/70 anstellen.

Gruß
Andy

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#15

Beitrag von Boludo » Mittwoch 5. Oktober 2016, 12:42

Terlon hat geschrieben: Stand so auf der Anleitung:.. ankommen lassen bei 23°c und dann runterkühlen..., oder so.
Leider darf man nicht alles glauben, was auf den Hefepackungen drauf steht.
Wenn du das so machst, kommst Du ohne Starter (bei einer frischen Hefe) aus, das stimmt schon. Aber dafür bekommst Du einen deutlichen Fehlgeschmack.

Stefan

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#16

Beitrag von Terlon » Mittwoch 5. Oktober 2016, 15:31

Ladeberger hat geschrieben:Ich würde jetzt auf 10 °C kühlen und in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit gleich mit 3 Packungen 34/70 anstellen.

Gruß
Andy
Hi Andy,

das Fass steht bei ca 11°C.
Ich warte noch bis heute ABend ob sich etwas tut, sondt kommt die neue Hefe rein.
Laut Verpackung der 34/70 soll man die Hefe direkt auf die Würze streuen!
Ich meine mal gelesen zu haben Hefe immer zu rehydriern. 1 Päckchen auf 10 fache Menge wasser bei 20-25°C und dan abkühlen auf Würzetemperatur und zugeben.
Richtig?
Gruß
Olli
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#17

Beitrag von cyme » Mittwoch 5. Oktober 2016, 15:35

Halte dich an die ausführliche Anleitung vom Hersteller:
http://www.fermentis.com/wp-content/upl ... 470-de.pdf

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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#18

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 5. Oktober 2016, 19:06

Terlon hat geschrieben: Ich meine mal gelesen zu haben Hefe immer zu rehydriern. 1 Päckchen auf 10 fache Menge wasser bei 20-25°C und dan abkühlen auf Würzetemperatur und zugeben.
Richtig?
Ja, im Prinzip schon.

Allerdings am besten die Hefe nicht abschrecken durch Zugabe von 20°C warmer Hefe in den 10°C kalten Sud, sondern über einen Zeitraum von etwa einer halben Stunde an die Temperatur gewöhnen. Das kann man machen, indem man die rehydrierte Hefe neben das kalte Gärfass in den Kühlschrank (oder wwo auch immer es steht) stellt, oder auch durch die schluckweise Zugabe von kalter Würze.

Temperaturschocks mag die Hefe nicht so sehr.
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#19

Beitrag von Terlon » Donnerstag 6. Oktober 2016, 11:01

cyme hat geschrieben:Halte dich an die ausführliche Anleitung vom Hersteller:
http://www.fermentis.com/wp-content/upl ... 470-de.pdf
Gestern Abend 3 Tütchen wie in der online- Anleitung rehydriert und zugegeben.
Heute Morgen blubbert es schon fleißig. :thumbsup
Vielleicht wird es ja doch noch Bier.
Damit das nicht noch mal passiert:
Hat jemand Tips zu den UG starteren? Ganau wie OG und dann auf Sudtemperatur runterkühlen, oder gleich bei niedrigenTemperaturen ansetzen?

Ich plane in 2-3 Wochen ein Schwarzbier mit der WL830.
Das sind nur 40ml und ein Starter für 25l sind sichert sinnvoll. (3 Tütchen 34/70 hab ich noch in Reserve!)

Nochmal vielen Dank für die schnelle Hilfe an alle Beteiligten. :Drink
Gruß
Olli
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#20

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 6. Oktober 2016, 11:12

Viel Glück!

Noch als Anmerkung: bei mir hat neulich ein Hefeweizen aufgrund eines Hefeproblems ca. 60 (!!!) Stunden zum Ankommen benötigt. Das Bier reift noch, aber bei bisher zwei verkosteten Flaschen habe ich bisher noch keine infektionsbedingten Fehlgeschmäcker feststellen können. Ein solches Vorgehen ist natürlich alles andere als ratsam, aber es kann trotzdem noch werden!

UG-Starter kannst Du bei RT ansetzen. Dann vor dem Anstellen auf Anstelltemperatur runterkühlen (nicht abschrecken).
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#21

Beitrag von ggansde » Donnerstag 6. Oktober 2016, 11:17

Moin Olli,
Hat jemand Tips zu den UG starteren?
Schau mal hier: http://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
VG, Markus
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Re: Probleme mit erstem Versuch UG Hefe (Wyeast 2308)

#22

Beitrag von Terlon » Mittwoch 12. Oktober 2016, 19:56

ggansde hat geschrieben:Moin Olli,
Hat jemand Tips zu den UG starteren?
Schau mal hier: http://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
VG, Markus
Hi Markus, ich noch mal......
Den Bericht kannte ich schon, aber steht nichts über die Temperatur eines UG Starters.
Wenn ich die Infos mal zusammen fasse könnte eine Starter für für UG Hefe so aussehen.

Starter für ca. 25l Würze (13°P) , wenn MHD noch nicht erreicht. (In meinem Fall kein SmackPack sondern 40ml WLP830 German Lager)
- 500ml Würze herstellen (10°P mit DME und Nutrient) und auf 10-12° abkühlen.
-Hefe auf Würzetemperatur bringen und dem Starter zugeben.
- Zuerst stark rühren, dann langsamer für 24h
-1,5l Starter herstellen und "alten Starter" komplett zugeben, ergibt 2l. Stark rühren und dann für 24h weiter langsam weiter rühren, alles bei Gärtemperatur
- 2l Starter dem abgekühlten Sud zugeben-Fertig.

Bei Smackpack (125ml) kann man dann ja wohl den ersten Teil des Starters weglassen.
Laut WL sollte man das wiederum bei <18°C tun.

Richtig so?
Gruß
Olli
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