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Problemsud mit T-58
Verfasst: Samstag 29. Oktober 2016, 22:50
von Alt-Phex
Jetzt habe ich auch mal ein Problem. Vieleicht könnt ihr mir weiter helfen.
Eckdaten:
10L mit 16°P Stammwürze aus 5% Carabelge, 2% Röstmalz, 100g Sauermalz und Rest 50/50 Pilsener und Rauchmalz.
70min 67°C und 20min 73°C - weil es nach Kombirast noch nicht Jodnormal war. Angestellt mit einer ganzen Packung
T-58 (ordentlich rehydriert). Gärung setzte auch schnell ein, alles wie immer. War jetzt knapp 3 Wochen im Gärbottich
bei gemütlichen 18-20°C Raumtemperatur.
Das Problem:
Eigentlich wollte ich heute abfüllen, die Spindel sagt mir aber 7,5% Restextrakt. Was bei der Hefe, die ja sonst eher um
die 80% sEVG liegt, sehr ungewöhnlich. Jetzt wäre meine erste Vermutung das ich mir mit der Kombirast zuviele unvergärbare
Zucker reingeholt habe. Das kann es aber nicht sein, denn das "Nachlaufbier" mit 10°P und Altbierhefe ist sauber endvergoren
mit einem sEVG von 70%.
Desweiteren ist das Jungbier extrem trüb, nach drei Wochen sollte das nicht mehr so aussehen. Ich habs jetzt mal aufgerührt
und hoffe die Gärung setzt nochmal ein. Grüble aber grade nach ob ich noch ne andere Hefe hinterher werfe.
Sowas habe ich noch nie gehabt

Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Samstag 29. Oktober 2016, 23:34
von DerDerDasBierBraut
Nach der recht langen HG hört sich trübes Jungbier trotzdem nach viel thermodynamischer Aktivität im Gärbottich an. Irgendwas gärt da noch. Also abwarten und ... Geduld ... ;)
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Samstag 29. Oktober 2016, 23:45
von gulp
Das ist halt auch ne Schei.. Hefe. Pfeffrig, und Nelkenaromen ohne Ende. Ist mir auch mal eingeschlafen, ich habe dann ein Honigbier daraus gemacht. Mir hats nicht geschmeckt, hat aber seine Abnehmer gefunden. Normalerweise würde ich sagen, sofort neue Hefe nachwürzen, aber wegen 10l ? Nach drei Wochen bringt aufrühren vermutlich halt nicht mehr viel.
Gruß
Peter, der in diesem Fall wohl die große Ablage verwenden würde.
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 00:11
von Alt-Phex
gulp hat geschrieben:
Gruß
Peter, der in diesem Fall wohl die große Ablage verwenden würde.
Solange es nicht verdorben ist wird weiter gekämpft, Peter. Hefe ist reichlich vorhanden, daran soll es nicht scheitern.
Bin eh noch ein paar Stunden wach, wenn sich da nachher keine Aktivität zeigt dann hau ich nochmal Hefe dazu.
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 02:46
von Alt-Phex
Ich hab jetzt eine S-04 Ernehefe dazu gegeben, mal sehen was passiert,
Die T-58 kommt bei mir auf den Index, sowas kann ich nicht gebrauchen.
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 02:57
von chaos-black
Alt-Phex hat geschrieben:Die T-58 kommt bei mir auf den Index, sowas kann ich nicht gebrauchen.
Drück dir die Daumen, dass alles klappt. So ein Gärverhalten hätte ich absolut nicht erwartet bei einer Hefe die als Leistungsträgerin für Biere bis 11,5% beworben wird (
http://www.hobbybrauerversand.de/SAFBRE ... hefe-115-g ). Insofern danke, dass du sie getestet hast. Gibt für mich i.d.R. auf jeden Fall nun auch qualifiziertere Kandidaten.
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 20:38
von Hopfenprinz
Alt-Phex hat geschrieben:sowas kann ich nicht gebrauchen
... das Gärverhalten hatte ich bei der T58 auch. Trübe ist es immer geblieben, auch nach sechs oder acht Wochen noch. Meiner Meinung nach passt die T58 eher zu Bieren, die nicht vornehmlich mit Gerstenmalz gebraut sind (Weizen z.B., etc.). Nur Gerste würde ich nicht damit anstellen.
Letztens hatte ich ein Roggenbier damit gemacht (20. August), 12,5° STW, abgefüllt bei 7°P, ewige Nachgärung, nach wie vor trübe. Aber sehr lecker!!!
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Montag 31. Oktober 2016, 00:51
von Fle4
Hallo ich habe eine ganz ähnliches Problem, deshalb schreibe ich mal hier und mache nich extra einen eigene Faden auf.
Ich habe vor 2 Wochen das Bier hier gebraut:
https://brauerei.mueggelland.de/rezept- ... s/684.html
Die einzige Abwandlung an dem Rezept. Ich habe es halbiert. Vrauvorgang war unproblematisch. Hatte am Ende eine etwas höhere Stamwürtz(15,5 °P) ansonsten dürfte alles wie beschrieben abgelaufen sein).
Ich habe nach 8 Tagen das erste mal gemessen und die Hefe hat gute Arbeit geleiste und es Runter bis auf 10 Brix geschafft.
Rechner sagt:
Ergebnisse mit Terrill-Formel
Scheinbarer Restextrakt:
5.1°Plato
Tatsächlicher Restextrakt:
7.1%
Scheinbarer Endvergärungsgrad:
68%
Alkoholgehalt:
4.7 Gew.% bzw. 6 Vol.%
Ergebnisse mit Standardformel
Scheinbarer Restextrakt:
5.9°Plato
Tatsächlicher Restextrakt:
7.8%
Scheinbarer Endvergärungsgrad:
63%
Alkoholgehalt:
4.4 Gew.% bzw. 5.5 Vol.%
An diesen Werten hat sich bei der 2ten Messung (3 Tage nach der 1ten) und der dritten Messung(heute) nix verändert.
Ich habe noh ein Paket von der Verwändeten Hefe. Dazu geben? Als alternative währe noch eine Notti und eine S-04 vorhanden. Abfüllen und mit dem Manometer überwachen..? *verrückt oder?** Nochmal auffrühren und ggf wärmer stellen?
ANsonsten richt das Bier fantastisch. Es ist auch relativ Klar und der geschmack der Proben ist sehr vielversprechend...
Danke für eure Hilfe
Flo
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Montag 31. Oktober 2016, 18:02
von Fle4
Hat sich erledigt... Hefe ist wieder angesprungen und runter auf 8.5 brix.
Sorry fürs da zwischen quatschen @ Alt-Phex ich hoffe bei dir geht auch alles gut aus.
Grüße Flo
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Montag 31. Oktober 2016, 18:17
von Alt-Phex
Fle4 hat geschrieben:
Sorry fürs da zwischen quatschen @ Alt-Phex ich hoffe bei dir geht auch alles gut aus.
Kein Problem, die PAY7 ist auch so ein Kandidat für den Index. Geschmacklich gut aber
auch nach Wochen im Kühlschrank immer noch trübes Bier. Das ist zwar nicht schlimm,
aber gepaart mit einem niedrigen EVG nicht Optimal. Es gibt einfach bessere Hefen.
Was mein Bockbier angeht kann ich noch nichts sagen, ich lass die S-04 noch ein paar
Tage werkeln, dann wird nochmal gespindelt. Aktive Gärung kann ich nicht ausmachen,
stehe aber auch nicht dauernd neben dem Bottich. Kann auch sein das die 04 schon durch
ist ohne das ich es gemerkt habe.
Kleine 10-12L Sude werde ich weiterhin auch mal mit "neuen" Hefen ansetzen. Bei größeren
Suden (50L) bleibe ich bei meinen "Haushefen", das ist sicherer.
Re: Problemsud mit T-58
Verfasst: Dienstag 1. November 2016, 22:35
von hyper472
Alt-Phex hat geschrieben:bleibe ich bei meinen "Haushefen", das ist sicherer.
Welche sind das und wofür verwendest Du die? Kannst Du pauschale Empfehlungen aussprechen?
Grüße,
Henning