Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

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Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#1

Beitrag von Suderant » Sonntag 13. Juni 2021, 13:01

Mahlzeit zusammen!

Ich habe eine Frage zur Lallemand Belle Saison Hefe. Ich habe letzten Sonntag ein Saison Farmhouse Ale grebaut. Als Hefe für diese (endlich) sommerlichen Temperaturen habe ich mich für die Lallemand Belle Saison entschieden.

Stammwürze beim Abfüllen: ~ 10/10.5° Plato.
Temperatur im Gärkeller: ~18° C.
Die Hefe ist gut gestartet, es tut sich was und ich wäre grundsätzlich zufrieden.
Heute gespindelt, ca. 5,5° Restextrakt.

Bis hierher ist alles okay. Aber:
Der Geruch und der Geschmack irritieren mich enorm. Der Geruch ist fruchtig und interessant, riecht aber (für mein Empfinden) stark nach Most/Cider/Apfelsaft. Beim Geschmack ist es noch schlimmer. Anfangs ist's ... bierig, dann kommt es mir vor, als würde ich gepfefferten Most/Cider trinken und im Abgang schmecke ich "Seife" oder "Schampo". Letzteres ist nicht stark ausgeprägt, aber es kommt mir bei den Temperaturen mit ausgeschüttelter Kohlensäure so vor.

Daher die Fragen: ist das bei Saison Ales und der Hefe eher normal oder liegt hier gewaltig was im Argen? Soll ich das Bier fertig gären lassen (noch mindestens 1 Woche bis 10 Tage geplant) und dann entscheiden oder kann ich's gleich dem Abfluss opfern?

Ich danke Euch.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#2

Beitrag von marsabba » Sonntag 13. Juni 2021, 14:46

Hallo,

klingt jetzt nicht besorgniserregend, sondern eher typisch für die Belle. Saisonhefen sind halt was besonderes...
Auch wenns nach ein paar Wochen noch zu extrem schmeckt ... nicht wegschütten, sondern warten.

Ich würd mit der Temperatur aber ein bisserl hochgehen, gerne bis 25 grad.

Grüße
Martin

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#3

Beitrag von Boludo » Sonntag 13. Juni 2021, 18:19

Ja, die Belle Saison ist schon ziemlich krass vom Geschmack her. Muss man mögen. Und wie bereits gesagt nicht zu früh urteilen. Es gibt aber meiner Meinung nach bessere Saison Hefen, die Belle ist mir ein wenig zu unausgewogen.
Fülle an besten erst nach vier Wochen ab, das ist ein Übervergärer und zum Schluss braucht es ewig und dann sind die Flaschen trotzdem übercarbonisiert. Und unbedingt hinterher mit Chemie reinigen, ich hab mir die Belle mal verschleppt, das ist weniger angenehm. Da reicht Flaschen nur mit Wasser ausspülen definitiv nicht.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#4

Beitrag von Suderant » Sonntag 13. Juni 2021, 20:50

Hallo Ihr beiden!

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich werde mir ein Herz nehmen (und versuchen, gaaaaaaanz geduldig zu bleiben), mich auf den Geschmack einlassen und die Gärung noch länger abwarten, bevor's an Schlauchen geht. Und das bei erhöhter Temperatur.

Wie sieht's dann mit der Fertiglagerung in den Flaschen aus? Laut meinem Rezept stünden noch 2 Wochen bei 10° C in Flaschen am Programm. Ob ich das so lange durchhalte, weiß ich nicht - ursprünglich wollte ich versuchen, in 4 Wochen fertig zu sein. Das waren auch die Gründe für die Entscheidung zu diesem Rezept: Obergärig und schnell fertig.

Bezüglich der Reinigung werde ich vorsichtig sein! Danke für den Hinweis. Gut, dass ich es mir schon zur Gewohnheit gemacht habe, die Flaschen ein wenig in Oxi zu baden.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#5

Beitrag von Boludo » Sonntag 13. Juni 2021, 20:56

Was ist denn das für ein Rezept?
Das mit den zwei Wochen hört sich seltsam an.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#6

Beitrag von Suderant » Sonntag 13. Juni 2021, 21:06

Hier die mir genannte Quelle: https://mashcamp.shop/wp-content/upload ... se-Ale.pdf

Bezüglich der Lagerung: was würdest Du vorschlagen?

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#7

Beitrag von rakader » Sonntag 13. Juni 2021, 21:13

Suderant hat geschrieben:
Sonntag 13. Juni 2021, 13:01
Mahlzeit zusammen!

Ich habe eine Frage zur Lallemand Belle Saison Hefe. Ich habe letzten Sonntag ein Saison Farmhouse Ale grebaut. Als Hefe für diese (endlich) sommerlichen Temperaturen habe ich mich für die Lallemand Belle Saison entschieden.

Stammwürze beim Abfüllen: ~ 10/10.5° Plato.
Temperatur im Gärkeller: ~18° C.
Die Hefe ist gut gestartet, es tut sich was und ich wäre grundsätzlich zufrieden.
Heute gespindelt, ca. 5,5° Restextrakt.

Bis hierher ist alles okay. Aber:
Der Geruch und der Geschmack irritieren mich enorm. Der Geruch ist fruchtig und interessant, riecht aber (für mein Empfinden) stark nach Most/Cider/Apfelsaft. Beim Geschmack ist es noch schlimmer. Anfangs ist's ... bierig, dann kommt es mir vor, als würde ich gepfefferten Most/Cider trinken und im Abgang schmecke ich "Seife" oder "Schampo". Letzteres ist nicht stark ausgeprägt, aber es kommt mir bei den Temperaturen mit ausgeschüttelter Kohlensäure so vor.

Daher die Fragen: ist das bei Saison Ales und der Hefe eher normal oder liegt hier gewaltig was im Argen? Soll ich das Bier fertig gären lassen (noch mindestens 1 Woche bis 10 Tage geplant) und dann entscheiden oder kann ich's gleich dem Abfluss opfern?

Ich danke Euch.
Du beschreibst völlig normale sensorische Eigenschaften der Belle. Wenn Du intensiver dran riechst, kann auch der Eindruck von Moor kommen. Pfeffer ist typisch. Ich kenne die Hefe recht gut, sie wird hier im Ort hergestellt, Einheimische bekommen sie schon mal frei Haus. Was mir auffällt, ist Deine Gärtemperatur. Geh mal höher. (25°C kann die Belle ab und mag sie, 27/28 sind auch möglich. Bei 18°C zieht sich ihr wohl was zusammen - das ist einfach zu wenig, auch wenn sie ab Werk mit 17-24 beschrieben wird.) Mache das mindestens 2 Tage - eher länger. Ich kann mir vorstellen dass sich die Seife dann gibt. die Belle hat auch die Eigenschaft wieder leise anzuspringen. Saisons mögen Gärungen im höheren Temperaturbereich.

Die Belle ist ein Supervergärer, über 90% AVG sollte üblich sein, bei höherer Temperatur erst recht. Sie mag es gerne üppig. Wie hoch ist denn die Stammwürze? Die Belle braucht eine lange Reifung, dann schleifen sich die Kanten ab. Es kann natürlich sein, dass sie einfach zu wenig zum fressen bekommen hat. Der AVG von 5,5% ist schlecht - meine Sude schwanken alle zwischen 2,4°P und 0,2°P bei 11 Tagen bis 2,5 Wochen auf der Hefe; da geht noch was. Ich würde es jetzt mit der Temperatur versuchen...

Edit: Ach ja - am Geschmack und Geruch der Belle scheiden sich die Geister.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#8

Beitrag von Boludo » Sonntag 13. Juni 2021, 21:35

Suderant hat geschrieben:
Sonntag 13. Juni 2021, 21:06
Hier die mir genannte Quelle: https://mashcamp.shop/wp-content/upload ... se-Ale.pdf

Bezüglich der Lagerung: was würdest Du vorschlagen?
Das Rezept sieht gut aus. Ich seh aber nichts von den zwei kalten Wochen.
Ich würde jetzt auch mit der Temperatur deutlich höher gehen. Und dann lange warten, der Restextrakt kann theoretisch sogar negativ werden. Und dann mit der entsprechenden Menge Zucker Abfüllen und ebenfalls warm nachgären, bis der Manometerwert stabil ist und passt.
Und dann das ganze mehrere Wochen oder Monate im Keller stehen lassen, ab und zu kann man natürlich probieren. Erfahrungsgemäß ist dann die letzte Flasche die beste und man ärgert sich über all die viel zu früh getrunken.
Belle Saison muss man wirklich mögen, mich hat der Geruch immer ein bisschen an einen modrigen Keller erinnert. Die Kombination mit Sorachi Ace war dann aber der sensorische Overkill.
Ich glaub ich sollte mal wieder ein Saison machen :Grübel

Stefan
Zuletzt geändert von Boludo am Sonntag 13. Juni 2021, 21:39, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#9

Beitrag von rakader » Sonntag 13. Juni 2021, 21:38

Kann mich da nur anschließen. Exakt wie Stefan es beschrieben hat. Eine wirkliche Zutat bei der Belle ist Geduld, dann ist das auch eine tolle Hefe. Etwas bäuerlicher als die French Saison, macht aber ein ehrliches Stöffchen.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#10

Beitrag von Suderant » Sonntag 13. Juni 2021, 21:59

Boludo hat geschrieben:Das Rezept sieht gut aus. Ich seh aber nichts von den zwei kalten Wochen.
Ich glaube, das steht auf der Homepage selbst, noch vor dem PDF-Download. Hier, hab's gefunden ...
https://mashcamp.shop/portfolio_page/su ... einkocher/
rakader hat geschrieben: Die Belle ist ein Supervergärer, über 90% AVG sollte üblich sein, bei höherer Temperatur erst recht. Sie mag es gerne üppig. Wie hoch ist denn die Stammwürze?
Stammwürze war ca. 10.5° Plato nach dem Ausschlagen und für mich ziemlich nahe an den im Rezept erwähnten 11°.
Boludo hat geschrieben:Und dann das ganze mehrere Wochen oder Monate im Keller stehen lassen, ...
rakader hat geschrieben: Eine wirkliche Zutat bei der Belle ist Geduld, dann ist das auch eine tolle Hefe. Etwas bäuerlicher als die French Saison, macht aber ein ehrliches Stöffchen.
Ich danke Euch für die Ratschläge. Ich halte für mich fest, dass ich – wie bei vielen anderen guten Bieren - auch hier viel mehr Geduld mitnehmen muss. Da habe ich mich wohl ein wenig täuschen lassen. Wie oben schon erwähnt, ich wollte wegen der höheren Temperaturen im Gärkeller etwas Obergäriges und möglichst schnelles, weil ich beim kürzlich gebrauten Baltic Porter ja gewusst habe, dass ich Monate warten muss.

Schade einerseits, weil ich mich auf den Juli gefreut hatte. Schön andererseits, weil ich dann das Porter und das Saison gleichzeitig trinken darf. :Bigsmile

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#11

Beitrag von rakader » Sonntag 13. Juni 2021, 23:00

Kleine Anmerkung noch: 10,5°P sind – vielleicht – zu wenig für die Belle. Das mag vielleicht die Seife erklären. Berichte, ob es mit mehr Temperatur besser wurde.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#12

Beitrag von Boludo » Montag 14. Juni 2021, 11:18

Suderant hat geschrieben:
Sonntag 13. Juni 2021, 21:59
Da habe ich mich wohl ein wenig täuschen lassen. Wie oben schon erwähnt, ich wollte wegen der höheren Temperaturen im Gärkeller etwas Obergäriges und möglichst schnelles, weil ich beim kürzlich gebrauten Baltic Porter ja gewusst habe, dass ich Monate warten muss.
Ein Wit wäre da besser gewesen. Oder ein klassisches Weißbier.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#13

Beitrag von Augenfeind » Montag 14. Juni 2021, 12:30

Suderant hat geschrieben:
Sonntag 13. Juni 2021, 13:01
[...]
Bis hierher ist alles okay. Aber:
Der Geruch und der Geschmack irritieren mich enorm. Der Geruch ist fruchtig und interessant, riecht aber (für mein Empfinden) stark nach Most/Cider/Apfelsaft. Beim Geschmack ist es noch schlimmer. Anfangs ist's ... bierig, dann kommt es mir vor, als würde ich gepfefferten Most/Cider trinken und im Abgang schmecke ich "Seife" oder "Schampo". Letzteres ist nicht stark ausgeprägt, aber es kommt mir bei den Temperaturen mit ausgeschüttelter Kohlensäure so vor.

Daher die Fragen: ist das bei Saison Ales und der Hefe eher normal oder liegt hier gewaltig was im Argen? Soll ich das Bier fertig gären lassen (noch mindestens 1 Woche bis 10 Tage geplant) und dann entscheiden oder kann ich's gleich dem Abfluss opfern?
[...]
Ich hatte auch schon ein "Saison" mit der Belle Saison hinter mir - damals noch ungeführt im Keller bei circa 20°C vergoren. Das hat für meinen Geschmack richtig beschissen geschmeckt - total nach Pfeffer und sonst irgendwie komisch. Besser kann ich es nicht beschreiben. Spaß gemacht hat mir das nicht. Inzwischen habe ich eine gute Temperaturführung (Grainfather Conical mit Glycol-Chiller) und ich hatte noch eine ca. 5 Monate überfällige Belle Sasion im Kühlschrank. Und noch alte Hallertauer Blanc im Gefrierfach - das wollte ich alles verbrauchen.

Was ich diesmal anders gemacht habe:

Ich habe die Hefe, weil sie schon etwas älter war (aber wie alle meine Trockenhefen konstant bei 4-5°C im Kühlschrank gelagert), und weil ich damit endlich einmal experimentieren wollte, zu Beginn des Brauvorgangs erst normal 30 Minuten rehydriert und anschließend für 3 Stunden in 1 Liter am Tag zuvor abgekochter heller Malzextraktlösung (100 g helles Malzextrakt auf 1 Liter Wasser) gegeben (langsam, in 3-Minuten-Schritten immer ein wenig mehr Lösung zugegeben, um zu rasche Temperaturwechsel zu vermeiden), um das Ganze dann nach ca. 3 Stunden in das 18°C warme Würze zu geben. Nach weniger als 12 Stunden kam die Hefe an und arbeitete dann lange sehr fleißig. Am Ende habe ich 3 Tage mit Hallertauer Blanc kaltgehopft.

Dieses ist mein bisher leckerstes Bier geworden! Kein Pfeffer, schön hell, toller Schaum und tolles, frisches sommerliches Aroma.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#14

Beitrag von rakader » Montag 14. Juni 2021, 12:39

Augenfeind hat geschrieben:
Montag 14. Juni 2021, 12:30
Dieses ist mein bisher leckerstes Bier geworden! Kein Pfeffer, schön hell, toller Schaum und tolles, frisches sommerliches Aroma.
Hell und Schaum hat nichts mit der Hefe zu tun. Saison-Hefen haben dieses phenolische, pfeffrige Aroma. Saison-Biere sind Hefe-betonte Biere. Das kann durch Temperatur gesteuert werden, allerdings kenne ich es so, dass da größere Temperaturunterschiede als 2°C üblich sind. Ich nehme an, dass es andere Stellschrauben waren, die Dir das Bier so lecker gemacht haben. Andere mögen Saisons extra wegen der pfeffrigen Noten - Geschmäcker unterscheiden sich eben.

Ich kontere die pfeffrige Note durch Frucht- oder Gewürzauszüge, z.B. eine Mazeration von Lindenblüten. Auch Koriander oder Vanille ist sehr beliebt. Vielleicht ist das etwas für die Zukunft, falls Du Pfeffer nicht rundum ablehnst?
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#15

Beitrag von Augenfeind » Montag 14. Juni 2021, 13:12

rakader hat geschrieben:
Montag 14. Juni 2021, 12:39
Hell und Schaum hat nichts mit der Hefe zu tun. Saison-Hefen haben dieses phenolische, pfeffrige Aroma. Saison-Biere sind Hefe-betonte Biere. Das kann durch Temperatur gesteuert werden, allerdings kenne ich es so, dass da größere Temperaturunterschiede als 2°C üblich sind. Ich nehme an, dass es andere Stellschrauben waren, die Dir das Bier so lecker gemacht haben. Andere mögen Saisons extra wegen der pfeffrigen Noten - Geschmäcker unterscheiden sich eben.

Ich kontere die pfeffrige Note durch Frucht- oder Gewürzauszüge, z.B. eine Mazeration von Lindenblüten. Auch Koriander oder Vanille ist sehr beliebt. Vielleicht ist das etwas für die Zukunft, falls Du Pfeffer nicht rundum ablehnst?
Ich muss Dir natürlich völlig Recht geben - was mir schmeckt und was für einen Bierstil bzw. eine Hefe typisch ist, das sind verschiedene Paar Schuhe. Ich musste nur eben schnell in die Videokonferenz und wollte meinen Beitrag vorher fertig stellen. Daher hier noch weitere Anmerkungen:
  • Dass das Saison mit Belle Saison schön pfeffrig wird ist ja offensichtlich gewünscht. Das war mir auch nach meiner ersten Enttäuschung rasch klar geworden. Umso schwerer habe ich mich damit getan, die Belle Saison noch einmal einzusetzen. Aber ihr kennt das ja sicherlich alle, wie das so ist, wenn man als Hobbybrauer noch Vorräte hat, die man nicht wegwerfen will. Hinzu kommt bei mir, dass ich gerne das selbe Rezept mehrfach hintereinander ausprobiere, um Erfahrung zu sammeln - was sich ja in diesem Fall gelohnt hat.
  • Ich habe vergessen zu sagen, dass ich bei 18°C mit +/- 1°C Hysterese (richtiger Begriff hier?) vergoren habe, und das 10 Tage lang. Die Hefe hat echt fast bis zum Ende fleißig geackert. Außerdem hatte ich eine Stammwürze von 14,6°P - abgefüllt habe ich bei 2,4°P (macht also knapp 6.6% Alk.)
  • Außerdem neige ich dazu, mein Bier ab 7 Tagen nach der Flaschenabfüllung/-gärung zu trinken. Ich trinke mein Bier gerne sehr kalt (~4°C) und habe die Erfahrung gemacht, dass mir meine Biere ganz jung oft sehr lecker schmecken. Dadurch hat es eine Weile gedauert bis ich feststellen konnte, dass eine längere Reifung einen sehr großen Einfluss auf das Bier hat - selten negativ, aber insbesondere wenn mir das Jungbier nicht schmeckt, in der Regel sehr positiv.
Erstaunlicherweise wurde dieses Bier mein bisher hellstes Bier jemals. Keine Ahnung, warum die zuvor immer recht dunkel geworden sind (bis auf Pils), aber das hat mich jedenfalls extra gefreut.

Soviel jedenfalls zum Saison mit Belle Saison. Beim ersten Mal fand ich es wirklich nicht lecker, diesmal finde ich es super. Was genau den Ausschlag gegeben hat und wie es nach Reifung schmecken wird, das weiß ich alles noch nicht. Aber dazu ist ja auch hier dieser Erfahrungsaustausch da, damit man eine ungefähre Orientierung bekommen kann.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#16

Beitrag von Augenfeind » Montag 14. Juni 2021, 13:15

rakader hat geschrieben:
Montag 14. Juni 2021, 12:39
[...]
Ich kontere die pfeffrige Note durch Frucht- oder Gewürzauszüge, z.B. eine Mazeration von Lindenblüten. Auch Koriander oder Vanille ist sehr beliebt. Vielleicht ist das etwas für die Zukunft, falls Du Pfeffer nicht rundum ablehnst?
Und ganz vergessen: Danke für den Tipp! Das werde ich sicherlich bald anfangen, mit solchen Zugaben zu experimentieren.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#17

Beitrag von Suderant » Mittwoch 16. Juni 2021, 17:20

Zuerst möchte ich Euch für die vielen Rückmeldungen und Tipps danken.

Ich habe das mit der Temperatur beherzigt. Das dürfte durchaus geholfen haben. Wenn man beim Gärröhrchen schnuppert, riecht es zwar immer noch würzig/pfeffrig und irgendwie auch herb - jedoch vielmehr nach Bier. Wie ein herbes österreichisches Jausenbier oder so. Wenn man sich das gekühlt vorstellt, kriegt man doch Lust auf mehr.

Heute habe ich gespindelt und bin nun bei ca. 3-3.5 ° Restextrakt. Ich weiß nicht, wieviel mehr da noch geht. Zur Not hätte ich immer noch 2 Liter Speise im Kühlschrank. Die wären für die Abfüllung vorgesehen, ich könnte sie aber auch schon eher dazugeben.

Der Geschmack ist immer noch sehr würzig und pfeffrig, aber "hinten nach" schmeckt es nicht mehr nach Apfel & Seife. Es ist sicherlich nicht Jedermenschs Sache und ich werde das Gebräu allein trinken müssen, aber:
Ich freue mich jetzt richtig drauf, weil ich denke, dass es gut gekühlt doch richtig toll schmecken wird!

Meine Fragen wären daher jetzt:
Speise jetzt schon dazugeben? Ihr habe ja gemeint, dass die Belle stark karbonisiert.
Wie lange und wie kühl nach dem Abfüllen lagern?

Danke!

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#18

Beitrag von Augenfeind » Mittwoch 16. Juni 2021, 17:25

Suderant hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:20
[...]
Meine Fragen wären daher jetzt:
Speise jetzt schon dazugeben? Ihr habe ja gemeint, dass die Belle stark karbonisiert.
[...]
Eine kurze Warnung für alle Fälle: Mir ist jetzt schon die 2. Flasche geplatzt (es hat "nur" den Boden rausgehauen) von diesem Saison-Sud. Dabei zischt es nicht dolle, wenn ich die Flaschen öffne. Mein Problem scheint zu sein, dass ich die Flaschen zu voll gemacht habe (und das Saison bei einfach viel Kohlensäure enthält - es schäumt heftig, obwohl es kaum zischt) und dadurch der Druck zu hoch geworden ist - zu wenig komprimierbarer Luftraum. Kann natürlich auch sein, dass die Flaschen hinüber waren, aber das ist mir noch nie passiert und nun gleich bei 2 Flaschen des selben Suds.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#19

Beitrag von rakader » Mittwoch 16. Juni 2021, 17:36

Suderant hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:20
Der Geschmack ist immer noch sehr würzig und pfeffrig, aber "hinten nach" schmeckt es nicht mehr nach Apfel & Seife. Es ist sicherlich nicht Jedermenschs Sache und ich werde das Gebräu allein trinken müssen, aber:
Ich freue mich jetzt richtig drauf, weil ich denke, dass es gut gekühlt doch richtig toll schmecken wird!

Meine Fragen wären daher jetzt:
Speise jetzt schon dazugeben? Ihr habe ja gemeint, dass die Belle stark karbonisiert.
Wie lange und wie kühl nach dem Abfüllen lagern?

Danke!
Beschreibst Du den Geschmack oder das Aroma?
Der Geschmack nach Apfel ist ein Bierfehler. Er ist ein Zeichen, dass das Bier zu jung ist.
Der Geschmack nach Seife ist gleichfalls ein Fehler. Der kommt z.B. durch Koriander, falsch eingesetzt.

Allgemein: Eine Brauerzutat ist Geduld - nicht permanent schmecken und nachschauen. Du infizierst Dir damit Dein Bier. Gib Deinem Bier Ruhe. Viel Ruhe!

Das gilt auch für die Speise. Die solltest Du kontrollieren, ob die sauer ist. Bei Zweifel entsorgen und durch Zucker ersetzen.
Eine Hefe karbonisiert nicht, das hat hier sicher niemand gemeint. Ich würde dem Bier jetzt noch mindestens eine Woche Reifung lassen. Wenn sich 3 Tage der Ausstossvergärungsgrad nicht ändert, kannst Du abfüllen.

Edit: Zeig mal Dein ganzes Rezept. Damit kann man besser beurteilen.
Augenfeind hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:25
Eine kurze Warnung für alle Fälle: Mir ist jetzt schon die 2. Flasche geplatzt (es hat "nur" den Boden rausgehauen) von diesem Saison-Sud. Dabei zischt es nicht dolle, wenn ich die Flaschen öffne. Mein Problem scheint zu sein, dass ich die Flaschen zu voll gemacht habe
Du hast Dein Bier zu stark karbonisiert, bzw. falsch berechnet oder zu früh abgefüllt - sieht oben die Brauzutat Geduld. Das ist ein typischer Fehler zu Beginn einer Brauerkarriere.

1. Bier ausgären lassen (3. Tage identischer Wert)
2. Zuckergabe bei Abfülltemperatur berechnen

In der Flasche sind 2-3 cm Kopfraum - die Ausbuchtungen sind Orientierung. Bei Gegendruckabfüllern stellt sich der Kopfraum automatisch ein.

Beim Grünschlauchen ist die Gefahr von Flaschenbomben am höchsten. Die Technik setzt einiges an Disziplin und Erfahrung voraus. Am Anfang besser Hände weg davon.
---
Viele Grüße / Regards
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#20

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Mittwoch 16. Juni 2021, 17:58

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:36


2. Zuckergabe bei Abfülltemperatur berechnen
Ist das nicht ein Schreibfehler?
Das bereits gebundene CO2 ergibt sich doch durch die höchste Temperatur vor der Abfüllung. Deshalb sollte doch diese für die Zuckerzugabe zugrunde gelegt werden.
Oder habe ich das bisher falsch verstanden und trotzdem immer zufriedenstellende Karbonisierung erreicht?

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#21

Beitrag von rakader » Mittwoch 16. Juni 2021, 18:08

Ich bezog mich auf das aktuelle Bier des TE ohne Kühlung. Das bereits gebundene CO2 berechnest Du mit einem Program wie dem Kleinen Brauhelfer. Und dann eben bei seiner Abfülltemperatur 18-20°C.

Optimal ist Temperatur bei 2/3 der Hauptgärung. Über den Punkt ist er ja inzwischen hinaus.
Es empfiehlt sich gleichfalls ein Flaschenmanometer, um Unfallgefahr zu erkennen.

Wie berechnest Du?
---
Viele Grüße / Regards
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#22

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Mittwoch 16. Juni 2021, 18:10

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 18:08
Ich bezog mich auf das aktuelle Bier des TE ohne Kühlung. Das bereits gebundene CO2 berechnest Du mit einem Program wie dem Kleinen Brauhelfer. Und dann eben bei seiner Abfülltemperatur 18-20°C.

Optimal ist Temperatur bei 2/3 der Hauptgärung. Über den Punkt ist er ja inzwischen hinaus.

Wie berechnest Du?
Danke Radulph für die Klarstellung.
Ich nehme immer die höchste Temperatur die zwischen der stärksten Gärung (in der Regel 2...5 Tage nach Anstellen, je nach Hefe) und der Abfüllung geherrscht hat.
Grüßle Dieter
Edith hat noch was ergänzt
Brau, schau wem.

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#23

Beitrag von rakader » Mittwoch 16. Juni 2021, 21:15

Mache ich ähnlich. Gut zu wissen ist immer, dass die Gärtemperatur um 2°C höher als die Außentemperatur liegt – falls man den Punkt einmal versäumt hat.

Ich karbonisiere aber nur bei bestimmten Bieren mit Zucker und ziehe sonst Zwangskarbonisierung vor. Man muss immer im Blick haben, dass per Zucker auch der Alkoholgehalt steigt, mitunter 0,6Vol.alc% mehr.
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Viele Grüße / Regards
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#24

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 16. Juni 2021, 21:31

schwarzwaldbrauer hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:58
rakader hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:36


2. Zuckergabe bei Abfülltemperatur berechnen
Ist das nicht ein Schreibfehler?
Das bereits gebundene CO2 ergibt sich doch durch die höchste Temperatur vor der Abfüllung. Deshalb sollte doch diese für die Zuckerzugabe zugrunde gelegt werden.
Oder habe ich das bisher falsch verstanden und trotzdem immer zufriedenstellende Karbonisierung erreicht?

Grüßle Dieter
Dieter, du hast recht. Genau so geht's
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#25

Beitrag von Boludo » Mittwoch 16. Juni 2021, 23:07

Suderant hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:20
Zuerst möchte ich Euch für die vielen Rückmeldungen und Tipps danken.

Ich habe das mit der Temperatur beherzigt. Das dürfte durchaus geholfen haben. Wenn man beim Gärröhrchen schnuppert, riecht es zwar immer noch würzig/pfeffrig und irgendwie auch herb - jedoch vielmehr nach Bier. Wie ein herbes österreichisches Jausenbier oder so. Wenn man sich das gekühlt vorstellt, kriegt man doch Lust auf mehr.
Du musst unbedingt aufhören Prognosen anhand des Geschmacks des gärenden Bieres zu machen. Und der Geruch am Gärröhrchen sagt schon mal überhaupt nichts aus.
Da passiert sensorisch noch so unglaublich viel, wenn das fertige Bier erst einmal ein paar Wochen oder Monate in der Flasche ist.
Jungbieraromen sind nicht geeignet, um solche Schlüsse zu ziehen, es sei denn, es handelt sich um eine handfeste Infektion

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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#26

Beitrag von rakader » Donnerstag 17. Juni 2021, 02:28

DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 21:31
schwarzwaldbrauer hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:58
rakader hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 17:36


2. Zuckergabe bei Abfülltemperatur berechnen
Ist das nicht ein Schreibfehler?
Das bereits gebundene CO2 ergibt sich doch durch die höchste Temperatur vor der Abfüllung. Deshalb sollte doch diese für die Zuckerzugabe zugrunde gelegt werden.
Oder habe ich das bisher falsch verstanden und trotzdem immer zufriedenstellende Karbonisierung erreicht?

Grüßle Dieter
Dieter, du hast recht. Genau so geht's
Schön, wenn Du eine Aussage wie üblich wiederholst. Das ist sehr sinnig und doppelt hält besser. Danke. Sehr nett. Dass es sich im Kontext um Hilfe für den TE handelt, egal.
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Re: Lallemand Belle Saison: alles O.K. oder liegt hier etwas im Argen?

#27

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 17. Juni 2021, 07:21

Deine Beiträge werden mir nicht angezeigt. Da du mich zitiert hast, hab ich mir den Beitrag aber einblenden lassen.
Ich habe nur auf Dieters Beitrag geantwortet. Mit Dir hatte das nichts zu tun. Lass mich bitte in Ruhe.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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