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Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 17:26
von stefan78h
Hall Jungs,

ich habe es schon gesucht, aber nichts dazu gefunden.

Ich würde gerne einen Weizenbock und ein normales Weizen aus derselben Würze machen.

Vorlauf für den Bock der Nachlauf für das Normale Weizen.

Hat das schon mal jemand gemacht? Grundrezept ist das Titicum Wormatia von MMUM.

Spricht etwas dagegen? :Grübel :Grübel :Grübel

Kochen dann getrennt mit den jeweiligen Hopfengaben....

Danke

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 18:38
von Stuggbrew
Hi Stefan,

Würdest du das HG/NG Verhältnis so lassen? Da hätte ich eine einig die Befürchtung das es doch etwas dünn werden kann.

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 19:04
von Taim
Die Briten machen das häufiger so. Also zwei (oder mehr) Biere aus einer Maische. Nennt sich Parti-Gyle.

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 20:46
von afri
Ich habe das mit einem "normalen" Bier gemacht, 10 Liter Vorderwürzebier mit >20°P und 12 Liter mit 12,5°P, jedenfalls so ungefähr (meine Aufzeichnungen waren damals nicht sehr umfangreich). Hefe unbekannt, nur PiMa. Das Nachgussbier hat gut geschmeckt, das andere habe ich noch in Teilen hier (mir munden diese Bomben nicht so besonders und die Zeit hat es nicht runder gemacht).

Mach' doch einfach, stefan. Du hast viel zu gewinnen und kaum etwas zu verlieren.
Achim

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 22:22
von Colindo
Ich würde die zu erwartende Würzemenge genau zu 50:50 aufteilen. Sonst schießt du mit dem Vorderwürzebier deutlich über das Bockniveau hinaus. Noch besser ist es, wenn du die fertig gekochten Würzen verschneidest, um auf die gewünschten Stammwürzen zu kommen. Dann bekommt nämlich auch das dünnere Bier etwas von der Vorderwürze ab und schmeckt deutlich weniger dünn.

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Mittwoch 17. April 2024, 22:48
von olibaer
Colindo hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 22:22 ... besser ist es, wenn du die fertig gekochten Würzen verschneidest, um auf die gewünschten Stammwürzen zu kommen.
:thumbup

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Donnerstag 18. April 2024, 22:19
von stefan78h
Colindo hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 22:22 Ich würde die zu erwartende Würzemenge genau zu 50:50 aufteilen. Sonst schießt du mit dem Vorderwürzebier deutlich über das Bockniveau hinaus. Noch besser ist es, wenn du die fertig gekochten Würzen verschneidest, um auf die gewünschten Stammwürzen zu kommen. Dann bekommt nämlich auch das dünnere Bier etwas von der Vorderwürze ab und schmeckt deutlich weniger dünn.
interessanter Ansatz!
Aber wie mache ich es mit dem Hopfen? Fertig gekocht ist es ja mit Hopfen... :Waa

Aber die Idee mit Verschneiden finde ich gut! Ich würde es nur vor dem Kochen machen. :Drink

Danke für die Tipps

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Donnerstag 18. April 2024, 22:21
von stefan78h
Stuggbrew hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 18:38 Hi Stefan,

Würdest du das HG/NG Verhältnis so lassen? Da hätte ich eine einig die Befürchtung das es doch etwas dünn werden kann.
wie oben geschrieben sollte ich das Nachgussbier mit etwa Vorderwürze verschneiden... :thumbsup

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Freitag 19. April 2024, 06:15
von Colindo
stefan78h hat geschrieben: Donnerstag 18. April 2024, 22:19 interessanter Ansatz!
Aber wie mache ich es mit dem Hopfen? Fertig gekocht ist es ja mit Hopfen... :Waa

Aber die Idee mit Verschneiden finde ich gut! Ich würde es nur vor dem Kochen machen. :Drink
So unterschiedlich sind die beiden Biere, die du bekommen möchtest, ja nicht. Also kannst du theoretisch sehr ähnlich hopfen. Die finalen IBUs kriegst du dann per Dreisatz heraus, wenn du die genau wissen willst. Dabei musst du aber bedenken, dass die stärkere Würze überproportional viel Eiweiß enthält, du also weniger IBU rausbekommst als der Rechner sagt. Und bei der schwächeren Würze ist es genau umgekehrt. Exakt wird das also ohne einen IBU-Rechner, der so etwas berücksichtigen kann, eh nicht.

Selbst wenn du unterschiedliche Aromahopfen verwendest, wird das durch das Verschneiden nur leicht vermischt. Der Unterschied sollte am Ende immer noch deutlich sein.

Wenn du mal ein Beispiel für Parti-Gyle im Detail sehen möchtest, kannst du dir das Rezept hier anschauen. Erst vor kurzem habe ich noch mal so einen Parti-Gyle gebraut, diesmal nach eigenem Rezept.

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Freitag 19. April 2024, 15:31
von MaltHopMagic
Verschneiden vor Kochen geht doch auch. Stammwürzegehalt vor und nach kochen lässt sich mit den einschlägigen Rechnern ermitteln.

Re: Weizenbock aus der Vorderwürze + normales Weizen aus dem Nachguss?

Verfasst: Freitag 19. April 2024, 22:45
von stefan78h
MaltHopMagic hat geschrieben: Freitag 19. April 2024, 15:31 Verschneiden vor Kochen geht doch auch. Stammwürzegehalt vor und nach kochen lässt sich mit den einschlägigen Rechnern ermitteln.
das finde ich auch einfacher zu Handhaben....