Leider ein wenig sauer...

Antworten
Benutzeravatar
Klosterbrauer
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 14
Registriert: Sonntag 11. Mai 2025, 19:15

Leider ein wenig sauer...

#1

Beitrag von Klosterbrauer »

April 2026 Bier („Belgian Abbey red“) PROBLEM
Vor einem Jahr (vor-vorletztem Brauvorgang) hatte ich das Problem, dass das Bier komisch schmeckte und roch (schon im Jungbier, einige Tage vor dem Schlauchen). Höchstwahrscheinlich hat mein Bier eine Infektion bekommen, sei es durch mangelnde Hygiene, schleppende Startgärung oder was auch immer (Gärdauer wie immer bei mir: ca. 6-9 Tage). Ich habe die Foren und alles Mögliche im Internet durchforstet und dachte, das Problem im Griff zu haben (ich benutze inzwischen ein RAPT-Pill, sodass ich eigentlich nicht mehr ab und zu den Deckel aufmache, um zu schauen, die Temperatur zu messen usw.). Nun ist es ein zweites Mal passiert, was nicht nur ärgerlich ist, sondern unter anderen Umständen, sodass ich mich frage, ob es weniger die „mangelnde Hygiene“ ist (eigentlich habe ich alles gründlich gereinigt, ähnlich nach dem letzten Vorfall) oder etwas anderes. (An falscher Lagerung der Hefe kann es nicht liegen, denn die (neue, ungeöffnete) Trockenhefe-Päckchen habe ich immer im Kühlschrank.)
Zunächst mal mein Rezept, falls es jemanden interessiert: 😊
Malz: 5,1kg Pilsner Malz; 1kg Carabelge; 2 kg Best RedX; 100g Hafer (für die Krone) = ca. 8,2kg
Hopfen:
• Bitter: Hallertau-Magnum
• Aroma: 1. Eukonot 2. Mandarina Bavaria
Hefegabe: 2 Päckchen Mangrove Jack M 47 (1 davon 04/2026 also gerade noch innerhalb der Haltbarkeit)
Braumenge: ca. 35 Liter, gebraut mit dem Royal Catering RCBM - 41N (eine polnische Nachmachung der Brewmaster??) – der hat auch inzwischen Mängel, obwohl ich nur 7-8 Mal damit gebraut habe – aber dazu mehr später.
Gärführung mit RAPT: suboptimal! 15 Tage bis zu dem Punkt, an dem ich dachte, ich kann abfüllen. Der RAPT hat tagelang die gleichen Werte angezeigt. Ich muss auch dazu sagen, dass ich zu ca. 90 % (immerhin über 20 Mal gebraut) BE256 Trockenhefe benutze und damit zufrieden bin. Diesmal wollte ich etwas anderes probieren und M47 verwenden. Die Gärung begann nach ca. 30 Stunden nach dem Ansetzen (Spund blubberte).
Mir fehlt der Screenshot vom Tag der Abfüllung, aber 13 Tage waren für mich ein Rekord. Bisher habe ich spätestens nach 9-10 Tagen geschlaucht, weil der Fermentationsprozess weitestgehend abgeschlossen war, und ich hatte Angst, dass die Gärung zu lange dauert. Aber M47 dauerte Tage, bis es ruhig im Gärbottich war (und dennoch blubberte es immer noch ein bisschen) – allerdings war die Aktivität sehr gering, wenn auch andauernd. Der Pill hatte auch manchmal komische Daten teilweise übertragen. Hier könnte der Hase im Pfeffer liegen: Da ich etwas mit dem Pill vermutete, habe ich den Deckel aufgemacht (was ich eigentlich nicht mehr mache, nicht mal um die Krause wegzumachen), und der Pill war mit „Schlamm“ bedeckt, sodass ich mich genötigt fühlte, ihn zu reinigen und zurückzusetzen so dass es ungehindert schwimmen kann.
Ich nehme zusätzlich zu den Pill-Daten auch ein wenig Jungbier alle paar Tage von unten am Hahn heraus, um es mit dem Refraktometer zu messen und geschmacklich zu testen (und nie wieder reinkippen natürlich). Zu keiner Zeit schmeckte ich etwas Verdächtiges (letzte Probe ca. 1 Tag vor dem Schlauchen).
Flaschengärung: ca. 10 T
Diesmal manifestierte sich der komische Geschmack allerdings erst bei der ersten Probe (ich fülle 0,5L Bügelflaschen, aber 3 x 0,33 Stubbies für die „Qualitätskontrolle“ – 1 nach der ersten Woche im Kühlschrank, #2 nach 2 Wochen usw.). Bei der ersten Probe war schon dieser komische Gummi-/saurer Geschmack (allerdings nicht so schlimm wie letztes Jahr). Inzwischen habe ich 2x 0,33 und 3x 0,5 Flaschen probiert (Bier ist seit ca. 2 Wochen im Kühlschrank bei ca. 1-3 Grad). Also kann es nicht an 3-4 Flaschen liegen, die einfach nicht sauber waren; das wäre ein riesen Zufall.
In Summe kann ich nur vermuten, dass wegen der langen Gärdauer und/oder beim Reinigen der Pille (aber sehr spät im Prozess) ein fremder Keim reingeschlichen ist. Ist der M47 so langsam?
Was meint ihr?
Belgian Abbey red.png
Benutzeravatar
Brauturm
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 220
Registriert: Freitag 7. November 2014, 20:20

Re: Leider ein wenig sauer...

#2

Beitrag von Brauturm »

Hallo, probiere docheinfach mal eibn einfaches Rezept zb 50% Wiener Malz und 50% Münchner Malz, Hefe S 04, dieses Bier gelingt immer ! Falls es doch sauer wird hast du wohl wilde Hefen in deiner Umgebung
Antworten