Hefen - Tops und Flops

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Hefen - Tops und Flops

#1

Beitrag von Enfield » Montag 23. Januar 2017, 08:30

Guten Morgen zusammen!

Mich würde mal interessieren, was Ihr so für Liebingshefen habt (egal ob Trocken- oder Flüssighefe) und warum?

Und welche waren ein totaler Flop und würdet Ihr nie wieder einsetzen?

Meine Favoriten:
Obergärig: Fermentis Safale US-05, Safbrew S-33, Brewferm Top und Mauribrew Ale 514
Untergärig: W34/70 (klassische Standardhefe...)

Flops:
bisher keine, die ich der Hefe anhängen kann. Alle meine Flops sind auf falsche oder keine Gärführung zurückzuführen und damit oft viel zu warme Gärtemperaturen im Sommmer.
Bei zu warmer Vergärung kann ich berichten: S-33 macht Anis und Gummibärchen Aroma (von Freunden auch als Red Bull Bier beschrieben), Gozdawa U.S. WestCoast macht Banane pur über 24° C... Brewferm Top ist richtig widerlich bei zu warmer Gärtemperatur - das gibt Bittermandelaroma ohne Ende...

lg

Max :Drink

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3032
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Hefen - Tops und Flops

#2

Beitrag von Sura » Montag 23. Januar 2017, 08:45

Mein liebsten sind die Safale US-05 und die Mangroves Jack M44. Immer gute geschmackliche Ergebnisse und gute Sedimentation.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1393
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Hefen - Tops und Flops

#3

Beitrag von DerDallmann » Montag 23. Januar 2017, 08:53

Alternativ zu US-05 und M44 (braucht immer ein bißchen um in Gang zu kommen), die ich auch beide super finde, kann ich die BRY-97 empfehlen. Super Hefe, gute Sedimentation.

Flop:
Bisher nur die Nottingham. Fand ich geschmacklich irgendwie leer, das war gar nichts für mich.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

"All hail to the ale!"
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

Benutzeravatar
beryll
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2395
Registriert: Samstag 25. Juli 2015, 15:10
Wohnort: Saarwellingen
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#4

Beitrag von beryll » Montag 23. Januar 2017, 08:54

Die US-05 und die W34/70 wird sicherlich ständig hier auftauchen...
Des weiteren mag ich die Gutmann Hefe sehr :-)
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

HBST Saar-Lor-Lux
Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

HBST Saar-Lor-Lux internes

Benutzeravatar
Boludo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 17752
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: Hefen - Tops und Flops

#5

Beitrag von Boludo » Montag 23. Januar 2017, 09:06

Meine Lieblingshefe ist die von Schneider. Ansonsten US-05 und natürlich 3460.
Die Wyeast 3522 Belgian Ardenne für Belgier find ich mittlerweile auch klasse. Tolles Aromaprofil und nicht so zickig mit der Temperatur wie die Trappist High Gravity. Die hat letztens 20 Plato bei nur 20°C anstandslos durchgezogen.

Was ich gar nicht mag ist die T-58, viel zu phenolisch.
Genau so die Belle Saison, von der lass ich in Zukunft die Finger. Irgendwie viel zu unausgewogen. Da gibt es bessere Saison Hefen.


Stefan

Benutzeravatar
Kurt
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 4025
Registriert: Dienstag 2. September 2003, 18:36
Wohnort: Ulm

Re: Hefen - Tops und Flops

#6

Beitrag von Kurt » Montag 23. Januar 2017, 09:10

Top:
WYeast 1318: Die beste englische Hefe. Super ausgewogener Geschmack, auch für New England IPA ideal. Leider langvergärer und schlecht sedimentierend.
WYeast 1007: Super "deutscher" OG-Geschmack (Kölsch, Alt - recht neutral aber frisch und ganz leichter Schwefel). Biere unglaublich schnell trinkbar.
WYeast 1010: Wie 1007 aber sedimentiert deutlich besser und etwas "frischer"
WYeast 3763: Illustrer Mikroben-Mix für Sauerbier. Sehr guter Startpunkt für die eigene Hauskultur.
Dupont-Bodensatz: Geschmacklich die beste Saisonhefe überhaupt, als Reinkultur (WYeast 3724) zickig, der Bodensatz verhält sich aber ok. Man muss das Bier halt wirklich warm endvergären.

Flop:
Fermentis T-58: Zu phenolisch für meinen Geschmack. Da gibt es bessere Hefestämme.
Nottingham: Für den Hype um die Hefe überzeugt der Geschmack nicht. Kommt mir oft "muffig" vor. Einzige Ausnahme: Stouts. Immerhin kann die Hefe hoch vergären.
Whitbread (S-04, WLP007, WY1098, WY1099): Hat mich bisher immer enttäuscht. Ist mir zu "englisch"-estrig

Benutzeravatar
Boludo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 17752
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: Hefen - Tops und Flops

#7

Beitrag von Boludo » Montag 23. Januar 2017, 09:31

Ach so:
Mein alter Erzfeind WB-06 geht gar nicht :thumbdown
Hefeweizen geht anders.

Stefan

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Re: Hefen - Tops und Flops

#8

Beitrag von Enfield » Montag 23. Januar 2017, 09:33

Ich liebe diese Dualität gute Hefe/schlechte Hefe...

Die WB-06 und die T-58 scheinen aber viele nicht zu mögen...

jemo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 722
Registriert: Donnerstag 8. Mai 2014, 13:05
Wohnort: Monheim am Rhein

Re: Hefen - Tops und Flops

#9

Beitrag von jemo » Montag 23. Januar 2017, 10:26

Als Altbierfreund kann ich die W208 empfehlen, für diesen Stil ist das mittlerweile meine Lieblingshefe.
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

Benutzeravatar
der_dennis
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 888
Registriert: Freitag 12. Dezember 2014, 12:59
Wohnort: Bamberg

Re: Hefen - Tops und Flops

#10

Beitrag von der_dennis » Montag 23. Januar 2017, 10:37

Enfield hat geschrieben:Ich liebe diese Dualität gute Hefe/schlechte Hefe...

Die WB-06 und die T-58 scheinen aber viele nicht zu mögen...

Die WB-06 ist tatsächlich, für mich, keine "gute" Hefe. Da gibt es sicher bessere Alternativen.
Die T-58 hängt halt vom Einsatz ab, die kann ziemlich viel Alkohol aushalten. Daher find ich sie als zweite Hefe im Barley Wine sehr gut. Durch den kräftigen Malzkörper wird das unerwünschte pfeffrige Aroma der T-58 überdeckt

Aber zum Thema:

Top: W34/70, S189; US-05
Flop: Gozdawa German Lager W35
Zuletzt geändert von der_dennis am Montag 23. Januar 2017, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
We have joy, we have fun
we have Bratwurscht in the Pfann!

TheCK
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 322
Registriert: Montag 30. März 2015, 11:01
Wohnort: Wien

Re: Hefen - Tops und Flops

#11

Beitrag von TheCK » Montag 23. Januar 2017, 10:39

Da ich hauptsächlich dunklere und/oder belgische Biere braue ist meine Lieblingshefe momentan die WYeast 1214 Belgian Abbey. Verhält sich vorbildlich, kommt auch mit höherer Stammwürze zurecht und nimmt sogar etwas höhere Gärtemperaturen nicht merkbar übel.

Flop ist für mich eine Hefe, mit welcher ich letztens experimentiert habe: Die Gozdawa Porter & Kvass. SVG von etwa 60%, kaum Sedimentierung (nicht mal nach zwei Wochen in der Kühlung) und geschmacklich eher unangenehm säuerlich. Einmal und nie wieder.
LG Chris

hkpdererste
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 409
Registriert: Dienstag 12. August 2014, 20:18

Re: Hefen - Tops und Flops

#12

Beitrag von hkpdererste » Montag 23. Januar 2017, 10:49

Positiv:

Danstar Abbaye - als trockene Alternative für belgisches
Windsor Ale - für Pale Ale - die vergärt nicht ganz so hoch (ich mags nicht ganz so trocken)
Wyeast 2278 - Top Hefe für untergäriges ... macht tolle Biere
GLW35 - für untergäriges im Keller im Winter wenn kühlmöglichkeiten fehlen


Negativ:

Mangrove Jacks 84 - die hat mir n ganz seltsamen Nachgeschmack produziert

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 8149
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Hefen - Tops und Flops

#13

Beitrag von Alt-Phex » Montag 23. Januar 2017, 11:08

Top:

Gozdawa Old German Altbier 9 - OGA9 (Meine #1 Haushefe)
- Wunderbare Altbierhefe mit eher neutralem Profil. Betont Malz und Hopfen.
- Biere schnell trinkbar. Wird in mehrfacher Führung immer besser.

US-05, S-04, Brewferm Top (Immer was von im Haus)
- Gute Hefen für eine vielzahl obergäriger Biere.
- S0-4 sedimentiert sehr gut und die Biere sind auch schnell trinkbar. Die fruchtigen Noten müssen allerdings zum Bier passen.
- Zur US-05 braucht man ja nicht viel zu sagen, die kennt wohl jeder.
- Brewferm Top ähnlich wie OGA9 aber nicht ganz so neutral und sedimentiert schlechter.

Schneider, Gutmann, Gozdawa Bawarian Wheat 11 - BW11 (Wenns ums Weizen geht)
- Gestrippte Schneider oder Gutmann ist für mich die beste Wahl für eine Hefeweizen.
- Die BW11 macht sich, für eine Trockenhefe, erstaunlich gut in einem Weizen. Kommt allerdings nicht an die o.g. heran.

Flop:

Danstar Nottingham
- Die finde ich geschmacklich auch nicht gut, von wegen Neutral (kühl vergoren)
- Zwar sedimentiert die wunderbar, dadurch zieht sich die Nachgärung aber auch ewig hin.
- 4 Wochen Nachgärung oder ein Bier das erst nach 8-10 Wochen trinkbar ist, brauch ich nicht.

Gozdawa Pure Ale Yeast
- Geschmacklich völlig in Ordnung aber null Sedimentation.
- Staubhefe pur, das Bier klärt auch nach 6-8 Wochen im Kühlschrank nicht.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
Bierokrat
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 461
Registriert: Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:53
Wohnort: 30 km südlich von Nürnberg

Re: Hefen - Tops und Flops

#14

Beitrag von Bierokrat » Montag 23. Januar 2017, 11:42

Alt-Phex hat geschrieben: Schneider, Gutmann, Gozdawa Bawarian Wheat 11 - BW11 (Wenns ums Weizen geht)
- Gestrippte Schneider oder Gutmann ist für mich die beste Wahl für eine Hefeweizen.
- Die BW11 macht sich, für eine Trockenhefe, erstaunlich gut in einem Weizen. Kommt allerdings nicht an die o.g. heran.
Die Godzwana Bavarian Wheat 11 findest du gut? :puzz
Meinen letzten Weizensud aufgeteilt. Während die gestrippte Gutmann-Hefe geschmacklich top war, fand ich die BW11 leicht langweilig.
Das hat sie dann aber wieder ausgeglichen durch die totale Arbeitsunlust bei der Nachvergärung.
Während die Gutmann bei gleichen Bedingungen wieder locker los legte und ein feines Weizen produzierte konnte ich die BW11 Flaschena auch nicht mehr mit ner zweiten Runde mit DME + weiteren BW11 Päckchen dazu bewegen ausreichend Blubber zu erzeugen. :thumbdown
Alles bei gleichen Bedingungen.
Wurde aber zumindest ein lustiger Vernichterabend. Eine Flasche Frankengaul I (Gutmann-Hefe) durfte drei Flaschen Frankengaul II mitcarbonisieren.
Prost!

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 8149
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Hefen - Tops und Flops

#15

Beitrag von Alt-Phex » Montag 23. Januar 2017, 12:20

Bierokrat hat geschrieben: Die Godzwana Bavarian Wheat 11 findest du gut? :puzz
Meinen letzten Weizensud aufgeteilt. Während die gestrippte Gutmann-Hefe geschmacklich top war, fand ich die BW11 leicht langweilig.
Das hat sie dann aber wieder ausgeglichen durch die totale Arbeitsunlust bei der Nachvergärung.
...
Also diese Probleme habe ich mit der Hefe nicht gehabt. War auch ein geteilter Sud, Gutmann und BW11.
Gutmann war eindeutig besser, aber langweilig war die BW11 nicht. Nachgärung war auch Pronlemlos.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
hutschpferd
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2254
Registriert: Freitag 8. November 2013, 08:11
Wohnort: Wien

Re: Hefen - Tops und Flops

#16

Beitrag von hutschpferd » Montag 23. Januar 2017, 12:49

TOP: Notti, W34/770 ab der zweiten Führung
FLOP: BRY-97, W34/70 in der ersten Führung

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13624
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#17

Beitrag von tauroplu » Montag 23. Januar 2017, 12:56

Warum hier wieder mal über Geschmäcker diskutiert wird, weiß ich nicht...

Positiv: Safbrew Abbaye, Brewferm TOP, Nottingham, US-05, Mangrove Jack’s M79.

Negativ: Gozdawa German Altbier No. 9, die vergärt so unterschiedlich im Geschmack, ist leider unberechenbar. Einmal liefert sie geschmacklich absolute Topbiere, dann wieder erzeugt sie für meinen Geschmack unangenehme Nebenaromen.
Safbrew T-58 geht für mich gar nicht, wenn ich nicht in die weizenbierähnliche Richtung gehen will. Aber selbst dann finde ich den Geschmack irgendwie harsch und zu vordergründig. Ok, wer’s mag, gerne, ich jedenfalls nicht.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Re: Hefen - Tops und Flops

#18

Beitrag von Enfield » Montag 23. Januar 2017, 13:03

Das soll keine Diskussion über Geschmäcker werden, das war nicht meine Absicht.

Ich wollte einfach mal wissen, was ihr hier so standardmäßig für Hefen verwendet, so als kleine Umfrage. Einfach aus purem Interesse. Ich habe zb. noch zwei Tüten T-58 rumliegen - und die so ziemlich alle hier mögen die Hefe nicht. Das finde ich spannend. Ich werde sie bei einem meiner nächsten Sude verwenden (für ein Weizen) und mir selbst eine Meinung dazu bilden.

volatile
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 11
Registriert: Donnerstag 11. August 2016, 18:03

Re: Hefen - Tops und Flops

#19

Beitrag von volatile » Montag 23. Januar 2017, 13:04

Keine einzige WLP dabei? Warum?

ich habe bisher nur WLP verwendet und bin bisher super zufrieden. Ich habe allerdings auch noch keine Vergleiche!

Benutzeravatar
Bergbock
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1225
Registriert: Mittwoch 17. Dezember 2008, 22:07
Wohnort: Baselbiet

Re: Hefen - Tops und Flops

#20

Beitrag von Bergbock » Montag 23. Januar 2017, 13:06

Top:
UG : W34/70, Wyeast 2000. 2001, 2206, 2308, WLP 833
OG : Nottingham, W177, Wyeast 3068, US-05 (schlechte Sedimentation stört allerdings)

Flop :
UG : Saflager S-23, Brewferm Lager
OG : Safale S04 (mir viel zu fruchtig), WB-06 (grauenhaft)

Frank

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13624
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#21

Beitrag von tauroplu » Montag 23. Januar 2017, 13:11

@ Enfield: Ich meine auch nicht Dich, sondern Bierokrat
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

Benutzeravatar
Bierokrat
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 461
Registriert: Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:53
Wohnort: 30 km südlich von Nürnberg

Re: Hefen - Tops und Flops

#22

Beitrag von Bierokrat » Montag 23. Januar 2017, 13:16

tauroplu hat geschrieben:Warum hier wieder mal über Geschmäcker diskutiert wird, weiß ich nicht...
Liegt wohl daran, dass es drum geht ein Produkt herzustellen, dass schmecken soll.
Warum sollte man da auch nicht was zu schreiben?
Darfst gerne die BW11 nutzen. Ich lasse durchaus andere Meinungen zu. Mein Fall isse nicht.
Prost!

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13624
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#23

Beitrag von tauroplu » Montag 23. Januar 2017, 13:49

Da bist Du jetzt aber auf dem völlig falschen Dampfer, ich meine solche Fragen wie diese hier: "Die Godzwana Bavarian Wheat 11 findest du gut?"
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

Benutzeravatar
Kobi
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 522
Registriert: Donnerstag 11. August 2016, 09:59
Wohnort: Kiel

Re: Hefen - Tops und Flops

#24

Beitrag von Kobi » Montag 23. Januar 2017, 14:16

Top: gestrippter Bodensatz Riedenburger Doldensud

Eine gute Hefe für Ales, vergor bei uns schon bis 1,7 % herunter, sehr gute Sedimentation.

Viele Grüße
Andreas
Das Leben ist zu kurz, um schlechtes Bier zu trinken! :Drink

Benutzeravatar
Bierokrat
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 461
Registriert: Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:53
Wohnort: 30 km südlich von Nürnberg

Re: Hefen - Tops und Flops

#25

Beitrag von Bierokrat » Montag 23. Januar 2017, 14:35

tauroplu hat geschrieben:Da bist Du jetzt aber auf dem völlig falschen Dampfer, ich meine solche Fragen wie diese hier: "Die Godzwana Bavarian Wheat 11 findest du gut?"
Ich find sie eben nicht gut.
Ich glaube aber jetzt kaum, dass Alt-Phex durch meine Frage jetzt damit ein Problem haben wird und sich vor lauter Unsicherheit nun nicht mehr traut was anderes außer gestrippter Gutmann-Hefe zu verweden. :Grübel
Prost!

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 8149
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Hefen - Tops und Flops

#26

Beitrag von Alt-Phex » Montag 23. Januar 2017, 15:03

Bierokrat hat geschrieben:
tauroplu hat geschrieben:Da bist Du jetzt aber auf dem völlig falschen Dampfer, ich meine solche Fragen wie diese hier: "Die Godzwana Bavarian Wheat 11 findest du gut?"
Ich find sie eben nicht gut.
Ich glaube aber jetzt kaum, dass Alt-Phex durch meine Frage jetzt damit ein Problem haben wird und sich vor lauter Unsicherheit nun nicht mehr traut was anderes außer gestrippter Gutmann-Hefe zu verweden. :Grübel
Doch, das war es jetzt für mich mit dem Hobby. Offensichtlich leide ich an Hefe-Fehlgeschmack. :puzz

Aber im Ernst, ich finde so eine Randdiskussion gar nicht so schlecht. Denn offensichtlich gibt es ja
auch unterschiedliche Erfahrungen mit den Hefen. Ob das immer nur der persönliche Geschmack ist
mag ich nicht glauben. Die OGA9 finde ich, im Gegensatz zu Micha, wirklich Toll. Seine Beobachtung
mit den unterschiedlichen Geschmäckern kann ich nicht nachvollziehen. Allerdings habe ich die auch
sehr oft weiter geführt - bestimmt 6-7x das mag dann schon was ausmachen. Momentan habe ich ein
Altbier mit "frischer" OGA9 in der Nachgärung, vieleicht sehe ich das ja dann auch anders.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
Johnny H
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2977
Registriert: Donnerstag 31. Januar 2013, 22:08

Re: Hefen - Tops und Flops

#27

Beitrag von Johnny H » Montag 23. Januar 2017, 15:45

Top:
UG: W34/70 (sauberes Geschmacksprofil und sehr gute Sedimentationseigenschaften, für mich die pflegeleichteste UG-Hefe)
OG: US-05 (meist gute bis sehr gute Biere, manchmal zickig bei der Abscheidung)

Flop:
UG: WY2001 (etwas zu fruchtig, formt leider nur ein sehr lockeres Sediment)
OG: WLP002 (habe schon sehr leckere Biere auf Basis dieser Hefe getrunken, aber meine eigenen Versuche waren völlig unpassend phenolisch und viel zu estrig - mglw. wegen hohen Gärtemperaturen)

Bei vielen anderen Hefen gab es bei mir im Vergleich zu den obigen deutliche Abstriche bei der Pflegeleichtigkeit und Reproduzierbarkeit. Das mag allerdings auch damit zu tun haben, dass ich meine OG-Biere nicht immer bei kontrollierter Temperatur vergäre. Manche OG-Hefen passen auch nicht zu jedem Rezept - da sind die neutralen Vertreter ganz einfach berechenbarer.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

Benutzeravatar
flying
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 12656
Registriert: Donnerstag 14. August 2008, 18:44

Re: Hefen - Tops und Flops

#28

Beitrag von flying » Montag 23. Januar 2017, 17:38

Zitat von Kurt

Top:
Dupont-Bodensatz: Geschmacklich die beste Saisonhefe überhaupt, als Reinkultur (WYeast 3724) zickig, der Bodensatz verhält sich aber ok. Man muss das Bier halt wirklich warm endvergären.

Flop:
Fermentis T-58: Zu phenolisch für meinen Geschmack. Da gibt es bessere Hefestämme.
Ohje, die sollen der gleiche Stamm sein... :Grübel

Top:

Wyeast 1469 West Yorkshire Ale, Mauribrew Draught.

Flop:

Keine!
Genau wie es nur schöne Frauen gibt, gibt es nur schöne Hefen.. :Wink


Flop:
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

Benutzeravatar
Taufkirl
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 111
Registriert: Sonntag 16. August 2015, 18:35

Re: Hefen - Tops und Flops

#29

Beitrag von Taufkirl » Montag 23. Januar 2017, 17:56

Top:
S04
London ESB
Wyeast 1084 "Irish Ale"

Flop:
Brewferm Top
Nottingham

Benutzeravatar
Schlafwagenschaffner
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 516
Registriert: Montag 10. März 2014, 10:20
Wohnort: Sachsen

Re: Hefen - Tops und Flops

#30

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Montag 23. Januar 2017, 18:00

flying hat geschrieben:
Flop:

Keine!
Genau wie es nur schöne Frauen gibt, gibt es nur schöne Hefen.. :Wink


Flop:
Es muss nur der Bierpegel stimmen. Dann schmeckt jedes Bier und die Frauen werden immer noch schöner :Pulpfiction
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

Benutzeravatar
Eisenkopf
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 379
Registriert: Donnerstag 12. November 2015, 15:37
Wohnort: Großenkneten

Re: Hefen - Tops und Flops

#31

Beitrag von Eisenkopf » Montag 23. Januar 2017, 18:59

Ich habe zwei Biere mit der Safale K-97 vergoren, waren beide nicht mein Geschmack, kommt erstmal nicht wieder in Einsatz.
Bau keine Scheiße mit Bier!

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3032
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Hefen - Tops und Flops

#32

Beitrag von Sura » Montag 23. Januar 2017, 19:26

Was war am Geschmack nicht dein Geschmack?
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Benutzeravatar
glassart
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1434
Registriert: Mittwoch 1. Juli 2015, 11:50

Re: Hefen - Tops und Flops

#33

Beitrag von glassart » Montag 23. Januar 2017, 20:22

TOP
Wy 3522
Wy 3787
Wy 1272
US-05
Wy 3463
Mangrove M27

Flop
Belle Saison
W 177 (unerklärlich aber bei mir wahr -wie eine Staubhefe, geschmacklich okay aber auch sehr schlechte Sedimentaion)

VG Herbert

Benutzeravatar
Kurt
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 4025
Registriert: Dienstag 2. September 2003, 18:36
Wohnort: Ulm

Re: Hefen - Tops und Flops

#34

Beitrag von Kurt » Montag 23. Januar 2017, 20:43

@flying: Wo hast Du denn die Info her, das die T-58 und die Dupont Hefe der gleiche Stamm sein sollen?
Kann es sein das Du Dupont mit Struise verwechselst? Die nutzen die T-58 für die Auffrischung ihrer Haushefe.
Zuletzt geändert von Kurt am Montag 23. Januar 2017, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Eisenkopf
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 379
Registriert: Donnerstag 12. November 2015, 15:37
Wohnort: Großenkneten

Re: Hefen - Tops und Flops

#35

Beitrag von Eisenkopf » Montag 23. Januar 2017, 20:43

Sura hat geschrieben:Was war am Geschmack nicht dein Geschmack?
Keine Ahnung wie ich Geschmack beschreiben soll, schmeckte halt nicht.
Kann ja auch an was anderem gelegen haben, aber war schon auffällig das die beiden Biere die mir am wenigsten zugesagt haben (von derzeit 32 Suden) mit dieser Hefe vergoren wurden.
Bau keine Scheiße mit Bier!

Benutzeravatar
flying
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 12656
Registriert: Donnerstag 14. August 2008, 18:44

Re: Hefen - Tops und Flops

#36

Beitrag von flying » Montag 23. Januar 2017, 21:39

Kurt hat geschrieben:@flying: Wo hast Du denn die Info her, das die T-58 und die Dupont Hefe der gleiche Stamm sein sollen?
Kann es sein das Du Dupont mit Struise verwechselst? Die nutzen die T-58 für die Auffrischung ihrer Haushefe.
Och..doch schon auf einigen Seiten gelesen die Info. T- 58 comparisation Saison Dupont. Die Beschreibungen sind ja auch ähnlich "pfeffrig, spicy"..kommt so oft nicht vor. Soll wohl auch von Kristin England (mr. malty) kommen.

Auf die Schnelle, hier ganz unten..

https://brewcamp.com/blog/yeast-substitutions/
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Re: Hefen - Tops und Flops

#37

Beitrag von Enfield » Montag 23. Januar 2017, 21:54

Mal ne Zwischenfrage *eigenen Thread kaper*: ich hab irgendwo gelesen, dass die T58 in erster Führung furchtbar sein soll, komische Aromen und gaaaaaanz mieser VGs. In zweiter Führung soll sie aber richtig klasse sein. Kann das wer bestätigen?

Benutzeravatar
Kajo73
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 129
Registriert: Freitag 14. Oktober 2016, 18:46
Wohnort: 59320 Ennigerloh

Re: Hefen - Tops und Flops

#38

Beitrag von Kajo73 » Montag 23. Januar 2017, 22:00

Ich hab noch nicht soviele Hefen ausprobiert, weil erst 10 Sude gefahren.

Die WB 06 hatte ich zweimal im Einsatz. Einmal bei einem hellen Weizenbier mit 13°P Stammwürze. Da hat sie mir nicht so gut gefallen. Das zweite Bier war ein Kupferweizenbock, mit 16° P, da hat sie mir besser gefallen. Ob das an der höheren Stammwürze liegt...??? Keine Ahnung.

Ansonsten hatte ich bisher S-04 und S-33 und Notti im Einsatz.

Den Thread finde ich super hilfreich, grade als Neuling. Da werde ich doch bei den nächsten Suden mal die am meisten gelobten Hefen antesten. :thumbsup

Gruß
Kay
:Drink
Nunc est bibendum :Drink

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 4458
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Hefen - Tops und Flops

#39

Beitrag von Tozzi » Montag 23. Januar 2017, 22:18

Tja, die WY3724, WLP565, WLP566, und trocken die T-58 sowie die Belle Saison sollen ja allesamt Dupont Hefen sein.
Das unterstreicht die Aussage von, ich glaube es war Jan (oder war es Ingo), dass die Original Dupont Hefe halt aus mehreren Stämmen besteht und die verschiedenen Reinkulturen die "Einzelteile" darstellen.
Die 3724 und die Belle habe ich "hinter mir", das waren doch sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Meine gestrippte Original Dupont wartet noch auf ihren Einsatz. Ein für mich sehr spannendes Thema.
Die WLP 565 und 566 habe ich auch da, und werde die in Kombination wieder im direkten Vergleich dazu antreten lassen.

On Topic:
Rein subjektiv mag ich die WY 3787 sehr gerne. Hat mich noch nie enttäuscht, auch wenn sie halt Zuwendung braucht.

Nicht mehr so bald einsetzen werde ich die Danstar Windsor. Deren Ester und Vergärungsgrad sagen mir nicht zu.
Ebenso die Notti, die wird nur als Nothefe gebunkert. Entweder zu nichtssagend oder zu aufdringlich, je nach Temperatur.
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
hyper472
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2199
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Hefen - Tops und Flops

#40

Beitrag von hyper472 » Montag 23. Januar 2017, 23:10

Da es sonst keiner macht, breche ich mal eine Lanze für die Notti:
Ein Arbeitstier, irgendwo zwischen Kriegselefant und Ackergaul. Vergärt zuverlässig, nahezu egal, bei welcher Temperatur man sie anstellt.
Wenn man halbwegs vernünftige Temperaturen hat, ist sie sauber und neutral, nicht aufdringlich und nie kratzig. Man muss Ihr Zeit geben. Manchmal braucht sie die auch bei der Nachgärung, das kann schon mal 4 Wochen dauern. Aber Geduld ist ja eine Brauer-Tugend.
Aufdringliche Hefen schmecken mir eigentlich nur bei Weizen.
Trotzdem mache ich manchmal Vergleichssude, viele andere OG-Hefen kenne ich noch nicht.
Das war jetzt zugegebenermaßen kein Geheimtipp, aber die Notti hat hier eine Erwähnung verdient.
Viele Grüße, Henning

EDIT:
So langsam wundere ich mich, wie schlecht die Notti hier abschneidet. Möglicherweise habe ich ja auch Tomaten auf der Zunge...
Ist für mich jedenfalls ein Anlass, mehr Sudteilungen zu machen und dabei auch andere Hefen zu verwenden.
Zuletzt geändert von hyper472 am Dienstag 24. Januar 2017, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
Kurt
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 4025
Registriert: Dienstag 2. September 2003, 18:36
Wohnort: Ulm

Re: Hefen - Tops und Flops

#41

Beitrag von Kurt » Dienstag 24. Januar 2017, 09:09

In der verlinkten Liste findet man aber auch sowas: 1318 London Ale Yeast III = WLP002 English Ale Yeast
Boddington und Fuller werden aber nicht die gleiche Hefe einsetzen - wohl doch eher eine ähnliche Substitution?

Benutzeravatar
flensdorfer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 593
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 09:26
Wohnort: Flensburg

Re: Hefen - Tops und Flops

#42

Beitrag von flensdorfer » Dienstag 24. Januar 2017, 11:09

Ich nutze nur Trockenhefen.

Top:

OG: S-05, S-04, König Ludwig, Wheat'n'Fruity (für mich eine sehr gute Weizen-Hefe), M44 (war für ein Weizen ok)
UG: W34/70

Flop:
OG: Notti, paar mal benutzt und mir gefällt das Geschmacksprofil nicht mehr so. Werde sie durch die Brewferm TOP ersetzen
Danstar Munich Classic oder Munich Wheat, bin nicht mehr sicher welche. Das war damit kein gutes Weizen.
UG: keine, da ich bisher nur die W34/70 nutze.
Gruß, Arne

Anfänger in der 20l-Klasse

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Re: Hefen - Tops und Flops

#43

Beitrag von Enfield » Dienstag 24. Januar 2017, 11:19

Ich denke sowieso, dass diese Hefe WY x entspricht WLP y nicht 100%ig richtig ist. Man findet im Netz jede Menge dieser Vergleichstabellen und in fast jeder ist irgendwo eine Abweichung. Und der Trockenhefen-Vergleich mit Flüssighefen hinkt sowieso total.

Was mich hier wundert ist, dass bei vielen die Nottingham so schlecht weg kommt. Dachte immer, das wäre für viele hier DIE Standardhefe.

Benutzeravatar
chaos-black
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2729
Registriert: Dienstag 10. Juli 2012, 21:38
Wohnort: Berlin/Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#44

Beitrag von chaos-black » Dienstag 24. Januar 2017, 11:53

Nagut, ich bin noch recht unerfahren was Hefevariationen betrifft. So habe ich bisher eigentlich nur mit der Nottingham verschiedenste Rezepte gebraut. Das bedeutet, dass ich bei einigen Hefen nicht 100% sicher sein kann, dass das positive oder negative, das ich auf diese Hefe projeziere, wirklich von dieser Hefe und nicht irgendwas anderem kommt.

Also Top
Danstar Nottingham - man kann durch Gärtemperatur wunderbar den Geschmack verändern (wobei ich mich derzeit mehr auf fruchtigere Ale Hefen zubewege, mit den nächsten 5 Suden werde ich mal die US-05 so richtig kennen lernen)
WYEAST #1084 Irish Ale Yeast - produziert sehr leckere Stouts (bisher nur mit Dry Stouts getestet)
WYEAST #1056 American Ale Yeast - Habe ich bisher 1x in einem IPA verwendet und das war echt gut. Auch nach ca 10 Monaten als die dominanten Stopfaromen weniger waren, war es, als wäre da eine neue sehr leckere fruchtige Komponente hinzugekommen.
W34/70 - Hat mir bei einem sehr leckeren UG Bock geholfen

Flop:
Mauribrew Ale 514 - Nicht unbedingt eine schlechte Hefe, aber ich hatte ein ganz anderes Geschmacksprofil erwartet, sodass aus dem geplanten richtig guten Bier nur ein durchschnittliches wurde. (Ich hatte ein Bier nachgebraut, bei dessen Produktion ich schon oft mitgeholfen hab - nur im Hefestamm hatte ich mich wohl geirrt)
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 5625
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Hefen - Tops und Flops

#45

Beitrag von ggansde » Dienstag 24. Januar 2017, 12:16

Moin,

UG
Top
W120 - Beste Münchner Dunkel Hefe ever
WLP 860 - Für das Helle
WYEAST Pilsner Lager 2007 - Super für das deutsche oder böhmische Pilsner
Flop
Brewferm Lager - schlechte Sedimentation, nichtssagendes Geschmacksprofil

OG
Top
Gutmann gestrippt - Meine Lieblings Weisbierhefe
Hellers gestrippt - Meine Lieblings Kölschhefe
WYEAST Lambic Blend
WYEAT Trappist High Gravity
WLP568 Belgian Style Saison Ale Yeast Blend

Flop
Nottingham
Windsor
Belle Saison
Safbrew Abbey

VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
cyme
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2611
Registriert: Montag 16. Dezember 2013, 12:16

Re: Hefen - Tops und Flops

#46

Beitrag von cyme » Dienstag 24. Januar 2017, 17:54

Meine aktuellen Favoriten sind WLP 860 und Wy 1217. Ein erster Versuch mit der WSL-17 war auch vielversprechend, mit der werde ich demnächst noch ein paar Sude anstellen.Als Notfallhefe sind s-04 und BRY 97 da.

Für's erste eingemottet werden Notti, US-05 und Wy 2112. nicht direkt Flops, aber nicht unbedingt nach meinem Geschmack.

Benutzeravatar
Horsti
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 816
Registriert: Freitag 26. November 2010, 14:35
Wohnort: Waldkirch im Breisgau

Re: Hefen - Tops und Flops

#47

Beitrag von Horsti » Mittwoch 25. Januar 2017, 12:24

Hallo,

hier mal meine Eindrücke:

Top:

UG:
S-189: neutrales Geschmacksprofil, zügiges und hohes Vergären, sowie super Sedimentation. Wundert mich, dass diese noch nicht genannt wurde.
Gozdawa GLW 35: ebenso, dazu noch top Preis-Leistungs-Verhältnis. Meiner Meinung nach der ideale W34/70-Ersatz

OG:
Nottingham: Zuverlässiges Arbeitstier, hat mir einen Maibock schon bei 11°C ohne Murren vergoren
Wyeast 3068: Der Klassiker für Hefeweizen
Wyeast 3638: Wenn das Hefeweizen etwas vielschichtiger schmecken soll: Banana, Bratapfel, Birne etc.


Mit folgenden Hefen war ich bislang nicht so zufrieden (Flop wäre übertrieben - das würde ich erst nach längeren Testreihen behaupten):
Wyeast 3787: Hat zweimal ziemlich rumgezickt
Gozdawa PAY: War eine absolute Schnarchnase, die nach wochenlanger Hauptgärung nochmal in der Flasche aufgewacht ist...
Brewferm Top: relativ schnarchig und schlechte Sedimentation
Safbrew Abbaye: Hätte mir ein spannedes Hefeprofil erwartet für eine belgische Hefe, ansonsten zuverlässig.

Außer Kategorie stehen für mich die S-04 und die Wyeast 2112: Beides tolle Hefen, die hervorragende Biere produziert haben. Allerdings sedimentierten diese bislang so gut, dass sich die Hauptgärung immer ewig hinzog.
Facebookseite meiner Brauaktivitäten: Waldkircher Hugenbräu

Benutzeravatar
Fridurener
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 616
Registriert: Montag 14. Oktober 2013, 16:54
Wohnort: Freren

Re: Hefen - Tops und Flops

#48

Beitrag von Fridurener » Mittwoch 25. Januar 2017, 14:14

Meine liebest Hefe ist die Burton Ale Hefe von Whitelabs. Schmeckt ganz außergewöhnlich, finde ich.
Emsländischer Faxe-Lochbier Champion 1994 der unter 16-jährigen

Benutzeravatar
Paule
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 599
Registriert: Mittwoch 7. Oktober 2015, 08:14
Kontaktdaten:

Re: Hefen - Tops und Flops

#49

Beitrag von Paule » Mittwoch 25. Januar 2017, 14:20

Krass, dass die Notti hier gar nicht so gut abschneidet :Grübel
Cooler Thread :thumbup

Top:
- Notti, schön kalt vergoren, vergärt schön neutral, sedimentiert klasse und ackert sich durch :Bigsmile Pack die gerne in IPA´s/hopfenbetonte Biere
- US05, hatee zwar 2x einen dicken Hefekuchen obenauf, aber dieser lies sich abtragen, ansonsten klasse
- 34/70 nehm ich einfach gern, die erste Führung etwas problematisch, aber ab der 2. :thumbup

Flop:
- Wyeast 1056 American Ale, war nicht so begeistert, sedimentiert schlecht, schmeckt hefig

:Drink

Benutzeravatar
Enfield
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 782
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 14:48

Re: Hefen - Tops und Flops

#50

Beitrag von Enfield » Mittwoch 25. Januar 2017, 15:03

Ist die US-05 und die WY1056 nicht der gleiche Stamm?

Antworten