Weizenbier wie Straubinger Weisse

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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chaos-black
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Weizenbier wie Straubinger Weisse

#1

Beitrag von chaos-black » Freitag 17. März 2017, 18:08

Hallo ihr Lieben,
Meine Mitbewohnerin hat mir vor einiger Zeit aus der Gegend aus der sie kommt ein paar Biere mitgebracht. Mit Abstand am Besten hat mir die Straubinger Weisse gefallen. Ich weiß leider mittlerweile nicht mehr ganz genau wie sie schmeckte, jedenfalls nicht übertrieben bananig oder nelkig, aber sehr sehr lecker und gut erfrischend. Wenn der Sommer naht würde ich gern etwas ähnliches brauen, ich komme hier aber leider nicht ohne weiteres an neue Flaschen zum Rezept rekonstruieren. Kennt vlt jemand hier dieses Bier und hat eine Idee wie man das angehen sollte? Ich bin leider generell auch eher unerfahren mit diesem Bierstil.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#2

Beitrag von schwarzwaldbbq » Freitag 17. März 2017, 18:22

Karmeliten oder Röhrl?

Karmeliten gibt es z. B. bei Trinkgut in NRW.

Mein Junior hat da mal gearbeitet. Ich möchte das Weizen von denen auch.

Biershop Bayern hat es auch.

Oder evtl. in der Brauerei fragen ob sie verschicken.

LG. Joe
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Boludo
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#3

Beitrag von Boludo » Freitag 17. März 2017, 18:22

Da würde ich als erstes in der Brauerei fragem, ob die Hefe noch lebt und die aus der Hauptgärung ist.
In dem Fall strippen.
Ansonsten fragen, welcher Stamm das ist.
Das ist dann schon mehr als die halbe Miete.

Stefan

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wwwcom
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#4

Beitrag von wwwcom » Samstag 18. März 2017, 08:58

Gibt bestimmt ein paar Hobbybrauer aus Straubing hier. Wenn nicht kann ich dir eine schicken wenn ich das nächste mal in die Heimat fahre :).

Gruß Manu
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.

Killa-Bräu
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#5

Beitrag von Killa-Bräu » Samstag 18. März 2017, 13:17

Hallo Alex , ich wohne 10 km von Straubing entfernt. Die Straubinger Weisse von Röhrlbräu kenn ich gut. Wenn du ein paar Flaschen brauchst , kann ich dir helfen. Einfach PN schicken dann schauma wos ma mocha kinnan. :thumbup

Herzliche Grüße :Drink
Da Killa
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#6

Beitrag von chaos-black » Sonntag 19. März 2017, 13:38

Dankeschön für eure Tips und Hilfsangebote. Ich werd jetzt erstmal die Brauerei anschreiben und vlt geben sie ja ein bisschen mehr vom Rezept preis. Danach komme ich ggf. auf die Flaschensendungsangebote zurück :)

Beste Grüße,
Alex
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#7

Beitrag von wwwcom » Sonntag 19. März 2017, 14:44

Halt uns auf dem Laufenden. :)
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.

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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#8

Beitrag von chaos-black » Sonntag 23. April 2017, 21:15

So, ich hab am Wochenende eine Email vom Braumeister persönlich erhalten. Er sagt sie benutzen den Weihenstephaner Stamm W68, arbeiten mit Dekoktion und offener Gärung im Weißbierkeller plus Nachgärung in der Flasche.
Hefestamm ist ja schonmal hilfreich, damit dürfte der 3068er gemeint sein oder? Mit Dekoktion hab ich noch nie gearbeitet und ich glaube mit meinem Grainfather wär das auch nicht ganz leicht umzusetzen. Da ich auch keinen Klon brauen will, sondern nur ein Bier das in diese Richtung geht, ist es vielleicht in Ordnung trotzdem mit Infusion zu brauen denk ich. Ich würde trotzdem in meinem geschlossenen Gärgefäß gären und Flaschengärung für CO2 hab ich bei Weizenbier eh eingeplant.

Da ich, wie im Eingangspost geschrieben, nur wenig Erfahrung mit Weizenbieren habe, bitte ich um Hilfe, insbesondere bei dem Maischeprogramm.
Ich würde wohl sowas wie 60% Weizenmalz, 25%PiMa und 15%MüMa2 in der Schüttung verwenden und ca 13°P bei 22IBU anpeilen. Das Bier sollte leicht nelkig/bananig werden, aber ausgewogen, sodass keine der beiden Richtungen aufdringlich bis dominant wird. Außerdem würde ich es mit ausgiebiger Maltoserast eher trocken haben wollen. Was für ein Rastprogramm würdet ihr insgesamt dafür vorschlagen?
Hopfenkochen würde ich wohl 90 min und dabei 2/3 der Bittere bei Kochbeginn und 1/3 bei Kochende geben. Dazu würde ich auf deutsche Klassiker wie Perle zurückgreifen. Gärung bei etwa 20-22°C im Zimmer, sofern hier niemand anderes favorisiert.

Beste GRüße,
Alex
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Dr.Edelherb

Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#9

Beitrag von Dr.Edelherb » Sonntag 23. April 2017, 21:29

Servus,

der Link sollte dir deutlich weiterhelfen bzgl. deiner Rasten / Hefe.

Das Straubinger kenn ich nicht, zur Schüttung kann ich also nichts sagen.

Achja was die offene Gärung angeht, da du ja vermutlich ebenfalls drucklos vergärst dürfte das relativ egal sein.

Edit: Wenn du nochmehr wissen willst, im Anhang ne sehr interessante PDF
Dateianhänge
Weißbier.pdf
(2.39 MiB) 136-mal heruntergeladen

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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#10

Beitrag von chaos-black » Sonntag 23. April 2017, 21:38

Hui, danke! Den Artikel kannte ich noch nicht! Ich bin da mal die Tabelle durchgegangen und habs in meinem kleinen Brauhelfer mal stärker in Richtung "ausgewogen" eingestellt (z.B. Einmaischtemperatur)
Danke :)
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#11

Beitrag von Blancblue » Sonntag 23. April 2017, 21:43

Puh, da Tipps zu geben wird schwierig, man kann da in viele Richtungen gehen, auch wenn die Hefe und Gärführung den Großteil ausmacht. Ich bin kein großer Weizenbier-Trinker, aber ich glaube wir könnten den gleichen Geschmack haben - Nelke/Banane ausgewogen, nicht zu schwer und süss, leicht fruchtig. Mein aktuelles Lieblingsrezept:

Stammwürze 12.5 bis 13 Plato

60% Weizen hell
18% Pilsner
13% Maisflocken (Die Maissüße gefällt mir super im Weizen, ansonsten durch 27% Pilsner/13% Münchner ersetzen)
10% Münchner

Bei den Rasten schwanke ich noch mit der Einmaischtemperatur. Aktuell fahre ich so am besten:

Einmaischen bei 53 Grad
Dann 25 Minuten bei 53 Grad
Dann 25 Minuten bei 63 Grad
Dann 30 Minuten bei 72 Grad
Abmaischen bei 78 Grad

Hopfen: Saphir oder auch Cenntennial sind meine Weizenlieblinge. Ich peile 15 IBU an - 75% VWH und 25% 1 Minute vor Kochende. PH Wert 5.6.


Hefe: Wyeast WY3068 (der Klassiker, identisch mit W68), bei 18° Grad anstellen und dann steigen lassen.


Wie wichtig der "Dekoktionsgeschmack" ist bzw. ausmacht, ist schwer zu sagen. Du könntest ein wenig Melanoidin mit in die Schüttung packen, aber ich würde es erstmal ohne probieren. Die Herrman´sche Doktorarbeit ist vielleicht etwas oversized, etwas kompakter dieser Artikel aus unserem allseits geliebten Brazmagazin: http://braumagazin.de/article/stilportr ... d-bananen/
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#12

Beitrag von holledauer » Montag 24. April 2017, 08:33

Deine angepeilten 22 IBU sind für ein Weißbier schon eine Hausnummer.
Das haben bei mir die Lager :-)

Persönlich würde ich auf 15-18 IBU gehen.

Das rezept von Blancblue klingt ausgewogen und ist einfach gehalten. :thumbup
Gruß Martin aus der Hallertau

+++++++++++++

Meine Vorstellung:
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Hopfen-Online-Shop und eine kleine Auswahl von Hefen + Zubehör :Greets :
www.hopfenhandel-resch.de

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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#13

Beitrag von Meistersud » Montag 18. Mai 2020, 08:20

Hallo zusammen,

ich möchte das Thema nochmal kurz aufgreifen. Letztes Wochenende habe ich nämlich auch einen Versuch mit der Hefe aus 3 Flaschen Straubinger Weisse gestartet. Die Hefe wurde 3 Tage in Würze (Trockenmalzextrakt) propagiert. Anschließend kam sie in die fertige Würze (20 Liter 18°C). Nach 12 h war bereits eine Schaumdecke zu sehen und nach 24 h konnte man an der Schaumdecke deutlich die obergärige Hefe erkennen. Hat jemand selbst schon Erfahrungen mit der Hefe? Kennt jemand den scheinbaren EVG, optimale Gärtemperatur oder vielleicht das Geschmacksprofil? Vielleicht könnte man die Hefe auch in die Liste der strippbaren Hefen aufnehmen. VG Claus

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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#14

Beitrag von bwanapombe » Montag 18. Mai 2020, 09:57

Hallo Claus,

wenn wir immer noch von der W 68 sprechen, ist die Hefe in Weißbierbrauerein weit verbreitet. Eigenschaften findet man hier:

https://www.hefebank-weihenstephan.de/p ... erig/w-68/

Dirk
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Re: Weizenbier wie Straubinger Weisse

#15

Beitrag von Meistersud » Montag 18. Mai 2020, 16:56

Merce Dirk für den Link. Den scheinbaren EVG habe ich schon getoppt. Laut meinem Tilt liege ich schon bei 86%. Bin gespannt wie das noch weiter geht. Es war übrigens eine Kombirast bei 69°C.

Schienbar habe ich hier einen Rechenfehler. Ich habe die gemessenen SG in Brix umgerechnet und von fabier den EVG ausrechnen lassen. Da komme ich auf die 86%. Wenn ich allerdings bei Brewersfriend das Ganze ausrechnen lasse komme ich auf 60%, was mir auch plausibler erscheint. Ich vermute da habe ich bei Umrechnerei irgendeinen Mist gemacht. Also Stand nach 50h EVG bei ca. 60%.

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