Mangrove Jack’s Hefe Thread

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Mangrove Jack’s Hefe Thread

#1

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 13:12

Moin,

wer von Euch hat denn schon mal die Mangrove Jack’s Hefen getestet? Einige haben da schon mal was mit gebraut, das weiß ich. Es wäre schön, wenn Ihr hier mal Eure Erfahrungen mit diesen Hefen gesammelt reinschreiben, auch , um die Tabelle der Trockenhefen im Wiki mal zu erweitern.

Damit man so halbwegs die erzielten Vergärgrade einschätzen kann, wäre es hilfreich, wenn Ihr Euer Maischverfahren angebt (Kombirast bei welcher Temp. bzw. Zeit) bzw. wie lange die Maltoserast beim mehrstufigen Infusionsverfahren gedauert hat.

Schema: Maischverfahren (Kombirast, Infusion usw.) mit Angabe der Temperatur bei Kombirast und der Maltoserastzeit sowie der erzielte Vergärgrad.

Viele Grüße
Michael
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#2

Beitrag von Captain Brewley » Montag 2. Februar 2015, 13:25

Ich wollte ursprünglich meine Erfahrungen mit der US-West Coast hier posten, dachte dann aber, dass ich mir beim betroffenen Sud eine Infektion eingefangen hatte, was dann doch nicht der Fall gewesen sein dürfte. Die ganze Geschichte dazu hier:
viewtopic.php?f=7&t=1991&view=unread#unread

Fazit: in Kombination mit Citra erzeugt die US-West Coast eine angenehme Säure, die man vielleicht nicht erwarten würde. Die Hefe hat bei mir einen EVG von 72% erreicht und hat gut sedimentiert (nach Cold Crash).

edit: gemaischt wurde mit Kombirast 60 min bei 67°C.
Mein nächster Sud wird ein Ale, das ich schon mal mit der S-04 gebraut habe, nun soll aber die MJ Newcastle Dark Ale zum Einsatz kommen. Dann gibt's wieder einen Bericht.
Zuletzt geändert von Captain Brewley am Montag 2. Februar 2015, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#3

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 13:37

Danke schonmal, habe gerade noch etwas ergänzt, könntest Du die Angaben bitte noch nachliefern?

Besten Dank!

Gruß
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#4

Beitrag von ZeroDome » Montag 2. Februar 2015, 13:40

Hier gibt es schon ein paar Erfahrungen, falls du den Thread noch nicht gesehen hast :Greets

Mangrove Jacks Burton Union Ale:

Kombirast 70 min bei 67°C + 10 min bei 75°C -> 67-68% EVG
Von 15°P auf ca. 4,9°P

Muss ich nochmal testen, noch etwas Hefe übrig.
Zuletzt geändert von ZeroDome am Montag 2. Februar 2015, 13:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#5

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 13:43

Danke, Dominic! Interessant, ich hatte natürlich gesucht, aber nur einen schrägen Uraltthread gefunden, warum mir der von Dir verlinkte nicht angezeigt wurde, kann ich mir nicht erklären.

Das ist doch schon mal ein guter Anfang, cool!

Gruß
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#6

Beitrag von Ladeberger » Montag 2. Februar 2015, 13:51

Habe noch keine dieser Hefen verbraut, aber nur als Idee: Vielleicht wäre für das Schema neben Vergärungsgrad auch interessant, naja, wie das Bier schmeckt.

Gruß
Andy

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#7

Beitrag von Captain Brewley » Montag 2. Februar 2015, 14:04

tauroplu hat geschrieben:Danke schonmal, habe gerade noch etwas ergänzt, könntest Du die Angaben bitte noch nachliefern?
Nachgeliefert.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#8

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 14:08

@Andy: Auf jeden Fall: Je mehr Info, um so besser :Bigsmile
Beste Grüße
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#9

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 14:09

Danke, CaptainBrewley.
Beste Grüße
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#10

Beitrag von cyme » Montag 2. Februar 2015, 14:13

Ladeberger hat geschrieben:Habe noch keine dieser Hefen verbraut, aber nur als Idee: Vielleicht wäre für das Schema neben Vergärungsgrad auch interessant, naja, wie das Bier schmeckt.
Das wäre für mich auch interessant. Ich habe bisher Hefe immer nach Geschmack ausgesucht, Vergärungsgrad war noch nie ein Auswahlkriterium.
Demnächst werd ich mal die M79/Burton Union zum Einsatz bringen und danach berichten.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#11

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 14:16

Auf jeden Fall, wer sich die Trockenhefeinfosammlung im Wiki anschaut, kann erkennen, dass dort auch diese Infos festgehalten sind. Wie gesagt: Je mehr Info, umso besser.
Beste Grüße
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#12

Beitrag von ggansde » Montag 2. Februar 2015, 14:21

Ich habe bisher Hefe immer nach Geschmack ausgesucht, Vergärungsgrad war noch nie ein Auswahlkriterium.
Aber bestimmte Geschmackskomponenten werden doch von Vergärungsgrad bestimmt, oder? :Grübel
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#13

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 14:27

Wieso das denn? Ob eine Hefe z.B. Ester produziert oder nicht, hängt doch nicht vom Vergärgrad ab.
Beste Grüße
Michael

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#14

Beitrag von ggansde » Montag 2. Februar 2015, 14:32

Süss, trocken, malzig, diese Komponenten z.B. schon.
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#15

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 14:49

Ja, klar, aber das ist aber doch nicht hefetypisch, sondern gilt doch für alle Heferassen. Jedenfalls ist das mein Verständnis der Dinge.

Gruß
Michael
Beste Grüße
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#16

Beitrag von Hieronymus » Montag 2. Februar 2015, 18:41

Hier mal meine Werte zur

M7 (Brit. Ale): vergärt sehr neutral
Stout, Maltoserast 64 °C 50 min, EVG 73%
Helles, Maltoserast 63 °C 40 min, EVG 84%

und zur
M44 (West Coast): sehr typische Aromen
IPA, Maltoserast 63 °C 60 min, EVG 81%.

Gruß
Heinrich

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#17

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 19:38

Kurze Rückfrage an die, die ihre Werte bisher gepostet haben (danke dafür!): Die Vergärgrade wurden bei erstmaligem Einsatz ermittelt? Das finde ich wichtig, denn dass Hefen bei mehrmaliger Führung in ihren Vergärgraden signifikant steigen, ist ja bekannt, aber dass eine Trockenhefe nach erstmaligem Einsatz gleich 81% hinlegen, finde ich schon sehr ungewöhnlich (zumindest bei einer "normalen" Maltoserast im Rahmen eines mehrstufigen Infusionsverfahrens).

Gruß
Michael
Beste Grüße
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#18

Beitrag von Hieronymus » Montag 2. Februar 2015, 20:13

Wir reden vom scheinbaren Endvergärungsgrad, nicht vom tatsächlichen, oder???

Bei der M44 änderte sich bei mir die Stammwürze von 14,9 °P auf 2,8 °P Restexrakt. Das ergibt einen scheinbaren EVG von ca. 81% und einen tatsächlichen von ca. 66%. Immerhin war die Maltoserast auch 60 Minuten.
Natürlich sind da Mess- bzw. Ablesefehler in der Nachkommastelle. Bei der M7 ist die zweite Angabe allerdings auch vom zweiten Durchgang.

Ich frage mich andererseits allerding auch, ob man hier über das Forum wirklich zuverlässige Angaben zum EVG bekommt.

Gruß
Heinrich

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#19

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 20:22

Ja, Heinrich, der scheinbare Vergärgrad ist gemeint, seit jeher kenne ich nur den und der wird auch üblicherweise angewendet. Warum sollte man denn keine verlässlichen Angaben hier bekommen, wenn alle notwendigen Daten mitgeliefert werden?
Beste Grüße
Michael

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#20

Beitrag von Hieronymus » Montag 2. Februar 2015, 21:21

Ich gebe meine Werte immer auf der Fabier-Seite ein. Und da wird zwischen scheinbaren und tatsächlichen EVG unterschieden. Ich habe nur deshalb noch einmal rückgefragt. In verschiedenen anderen Zusammenhängen ist der tatsächliche EVG öfter auch genannt worden. Aber egal!

Die EVGs von den verschiedenen Forenmitgliedern können m.M.n. nur grobe Tendenzen wiedergeben. Jeder hat ein anderes Equipment bzw. eine andere Anlage mit mehr oder weniger (un)genauen Thermometern und unterschiedlich langen Aufheizzeiten, Brühtemperaturen und Mengen etc., je nach Verfahrensweise. Deswegen heißen 30 min Maltoserast bei 63 °C bei jedem etwas anderes. Und deswegen kannst Du am Ende bei den einzelnen Hefen nur in hohen oder niedrigen EVG einteilen. Schon einer Hefe einen mittleren EVG zuzuordnen, könnte problematisch werden, weil Du zu manchen Hefen eventuell nur Angaben von zwei, drei Leuten bekommst. Das wäre mir rein statistisch betrachtet einfach zu wenig.


Gruß
Heinrich

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#21

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 21:33

Ja, klar, Heinrich, da hast Du natürlich absolut Recht, aber es gibt schon eine grobe Richtung vor, an der man sich anfangs orientieren kann bzw. ob es tendenziell in Richtung höher vergärend oder nicht geht. Und dann muss man eh seine Erfahrungen mit den jeweiligen Hefen sammeln. Aber mir helfen solche Angaben durchaus, zu entscheiden, wie ich mein Maischprogramm ansetze, um in die von mir gewünschte Richtung des späteren Bieres zu kommen (malzig, trockener, süffiger, alkoholisch usw.), natürlich auch immer im Zusammenhang mit den zu verwendenden Hopfensorten.

Gruß
Michael
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#22

Beitrag von DerDennis » Montag 2. Februar 2015, 21:39

Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber bei mir decken sich die vom Hersteller angegebenen Vergärgrade meistens mit dem, was ich messe - wobei je nach Maischverfahren eher der obere oder untere Grenzbereich erreicht wird.

Etwas anders verhält es sich bei untergäriger Hefe, die je nach Bedingungen auch mal deutlich darüber (oder wenns dumm läuft, auch leicht darunter) liegen kann - das liegt vermutlich aber daran, dass die bei mir für Untergäriges zum Einsatz kommende Erntehefe einfach "fitter" ist als rehydrierte Trockenhefe, eventuell auch bereits an die lokalen Bedingungen angepasst, und meist zahlreicher vertreten als ihr rehydriertes Pendant.

Problematisch ist es nur, wenn jemand (z.B. aufgrund der Zusammensetzung des Brauwassers, etc) konstant niedrigere oder höhere (Gärtemperatur? Zinkgehalt?) Vergärgrade erreichen würde, da dann die Ergebnisse der (mini-)Statistik verfälscht würden.

Dagegen hift nur: mehr Ergebnisse sammeln! Ich muss mal meine Aufzeichnungen checken...

Grüße
*"Männer-Malzbier": Magnum/Select/Tettnanger auf 26 IBU, WLP2308, ca 70-80 EBC, 6 % vol (Nachgärung)

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#23

Beitrag von tauroplu » Montag 2. Februar 2015, 21:53

Das ist bei mir genauso gewesen, ober- und untergärig als ich noch mit Wyeasthefen gearbeitet habe. Bei 45 Min. Rast lag ich meist am unteren für die jeweilige Hefe angegebenen Vergärgrad und bei 60 Min. am oberen Ende. Jedesmal, daher ist für mich wie gesagt der Vergärgrad ein rel. verlässlicher Anzeiger, wie ich meine Maischarbeit ausgestalte im Hinblick auf das Bier, das ich mir so vorgestellt habe.

Viele Grüße
Michael
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#24

Beitrag von DaWirt » Montag 2. Februar 2015, 22:02

Ich habe die M10 Workhorse im Einsatz.
Man kann sie ziemlich mit der Notti vergleichen. Schnelle Vergärung mit wenig Ester und daher sehr neutral.
Optimal für alle die gerne in richtung untergärig brauen möchten und nicht die Kühlmöglichkeiten dafür haben.
Das Bier war auch nach 3 Wochen schon gut trinkbar. Die Sedimentation liegt in etwa bei Mittel bis Gut.
Zum scheinbaren EVG kann ich leider keine genauen Angaben machen, aber so um die 80 % dürften es schon sein.
Ich hab ein California Common damit gebraut und viele meiner Gäste halten es für ein untergäriges Helles.

Gruß Franz
Wer Bier trinkt hilft der Landwirtschaft ;-)

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#25

Beitrag von cosmophobia » Dienstag 10. Februar 2015, 09:19

Ich habe vor Kurzem die M84 Bohemian Lager auf eine 12°P Würze losgelassen. Wie immer bin ich nicht knauserig und habe für 25l 2 Packungen verwendet und einen Starter gemacht.
Bei 10-11°C ist der Start doch recht schwerfällig, so dass ich nach 36h mal nachgesehen habe. So lange brauch es normalerweise bei mir nicht. Eine geschlossene Schaumdecke war aber immerhin schon zu sehen. Die aktivität im Gärspund ist aber auch nach 48h noch sehr verhalten.
Die 34/70 wäre unter gleichen Bedingungen schon abgegangen wie Sau.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#26

Beitrag von Ursus007 » Dienstag 10. Februar 2015, 10:55

cosmophobia hat geschrieben:Ich habe vor Kurzem die M84 Bohemian Lager auf eine 12°P Würze losgelassen.
...
Bei 10-11°C ist der Start doch recht schwerfällig, so dass ich nach 36h mal nachgesehen habe. So lange brauch es normalerweise bei mir nicht.

Hi cosmophobia,

was heißt "vor Kurzem..."? :Smile Ich habe wegen Nichtverfügbarkeit der 34/70 auch 2 Päckchen M84 bestellt und wollte damit ein Pils ansetzen. Hab aber nirgendwo einen anständigen Kommentar oder ein Review über die Hefe gesehen. Kannst oder willst Du schon eine Aussage zu qualitativen / geschmacklichen Vorzügen oder Nachteilen der M84 treffen?

Man liest ja nicht sehr viel über sie, aber in einem englischsprachigen Forum hab ich gelesen, dass es wohl eine der langsamsten Hefen ist ... Naja, solange der Geschmack am Ende passt ...

Und wie hast Du den Starter gemacht? Die Hefe soll man ja laut Hersteller direkt auf die Würze geben. Anderswo las ich, dass rehydrieren (wie bei den Fermtintis-Hefen) auch nicht schaden soll. Und mit oder ohne Hefenahrung (Da ich jetzt welche habe, würde ich sie auch einsetzen wollen.)?

Hab zwar inzwischen auch eine 34/70 ordern können, will aber die MJ nicht wegschmeißen.

Danke und Grüße,

Ursus
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#27

Beitrag von miggle » Dienstag 10. Februar 2015, 11:06

cosmophobia hat geschrieben:Bei 10-11°C ist der Start doch recht schwerfällig, so dass ich nach 36h mal nachgesehen habe. So lange brauch es normalerweise bei mir nicht. Eine geschlossene Schaumdecke war aber immerhin schon zu sehen. Die aktivität im Gärspund ist aber auch nach 48h noch sehr verhalten.
[...].
Das kann ich bestätigen. Habe am Sonntag auch diese Hefe auf meine Würze gegeben und so richtig in die Gänge kommt sie bisher nicht. War aber auch knausirg, bzw. hatte nur ein Päckchen :Bigsmile

Mal schaun'n, was noch draus wird.

Michael

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#28

Beitrag von cosmophobia » Dienstag 10. Februar 2015, 11:40

Vor Kurzem heißt, dass als ich das letzte mal nachgesehen haben so ca. die 48h rum waren. Zum Geschmack kann ich also noch nichts sagen.
Ich habe aber gelesen, dass sie ein etwas "spezielles" Aroma haben soll, dass scheinbar nicht jeder mag. (Nachdem ich sie schon bestellt hatte. Naja, man muss ja auch experimentierfreudig sein.)
Da ich aber im Moment eher eine Hopfenbombe am gären habe, weiß ich nicht, ob ich das Hefeprofil ausmachen kann. Ich bin gespannt, wie der Vergärgrad im Vergleich zur 34/70 ausfällt.
Wenn die Hefe aber so weiter rumschnarcht werde ich sie wohl nicht nochmal einsetzen.

Für den Starter habe ich 2 Päckchen rehydriert und in 1l Würze aus Trockenmalzextrakt und etwas Hefenahrung gegeben. Nun hatte sie etwas weniger als 2d Zeit sich auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Zum Schluss ging sie auch ganz gut ab, nicht extrem, aber gut.
Ich will garnicht wissen, wie das Ergebnis aussieht, wenn man sie direkt auf die Würze streut.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#29

Beitrag von Ursus007 » Dienstag 10. Februar 2015, 11:54

Danke erstmal.

"Spezielles" Aroma klingt ja nicht gerade überwältigend. Wenn ich mich für meinen ersten UG-Sud schon mit Wasseraufbereitung und dgl. auseinandersetze, will ich kein "spezielles" Aroma haben. Naja, wie gesagt, die 34/70 sollte inzwischen auf dem Weg zu mir sein.

Vielleicht setz ich die M84 auch mal in einem Experimental Steam Beer ein und laß sie einfach bei 20°C vergären. Da kann sie ihre "Spezialität" voll rauslassen ...

Schau'n mer mal, dann sengn mers scho ...

Ursus
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#30

Beitrag von luther » Mittwoch 11. Februar 2015, 19:37

Moin Zusammen,
habe am Samstag ein Brown Ale mit 13 °P (Marris Otter, PiMa, Crystalmalt, Biscuitmalt, Röstmalz) und 45 IBU (Nur Fuggles und East Kent Goldings) als Wiedereinstieg ins alte Hobby hergestellt, Kombirast 90 Min 67 °C. Die Idee dazu kam nicht zuletzt, weil ich noch ein Päckchen Mangrove UK Dark Ale vom Schottlandurlaub 2013 rumliegen hatte. Mit Starter und selbstgebautem Magnetrührer ging der Inhalt des Päckchens im 0,nix ab in die Vermehrungsphase. Angestellt Samstag gegen 22 Uhr, zwölf Stunden später einsetztende Hochkräusen bei 16 °C anstelle der empfohlenen 18-22 °C. Seit gestern (Dienstag) ist die Hauptgärung durch, ich lasse das Bier aber immer lieber noch ein bißchen länger stehen. Vorhin habe ich mir ein Zwickel gezogen. Dieses Bier wird nicht alt! Wie ein Ale in Nordengland in einem Pub mit Camra-Aufkleber an der Tür. Malzkörper mit anständiger herb-grasiger Hopfennote. Selbst im absoluten Jungbier keine untypischen Aromen. Wer etwas in der Art Real Ale oder Schottische Ales plant ist mit dieser Hefe bestens beraten. (Normalerweise nippe ich nur kurz am Jungbier, aber ich konnte nicht wiederstehen)

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#31

Beitrag von Captain Brewley » Mittwoch 11. Februar 2015, 19:56

Interessant zu lesen. Ich werde am Samstag was Ähnliches brauen und auch diese Hefe mal probieren. Bei mir heißt sie seltsamerweise Newcastle Dark Ale, dürfte aber die selber sein (M03).

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#32

Beitrag von Brauling » Freitag 13. Februar 2015, 11:25

Moin,
habe jetzt zwei Versuche mit der M20 Bavarian Wheat hinter mir. Vom Aromaprofil gefällt sie mir eigtl( bei meiner Gärführung von 23°C durchgängig schön fruchtig/leicht bananig), allerdings hat sie ein etwas zu niedrigen EVG.
Hab beide male ein 12°P Weizen mit 40min Maltose, 15min Kombi und 20min Verzuckerungsrast damit vergoren.
Beim zweiten Sud habe ich die Erntehefe des ersten benutzt, in der Annahme dass ich ein besseres Ergebnis erziele.
Der unvergorene Restextrakt lag dann jeweils bei 4,5°P also einem Es von knapp 62%.
In der Beschreibung ber Hefe steht ja auch niedriger Vergärgrad, dachte dabei eher an 70-75%.
Werde jetzt wieder auf die 3068 umsteigen (mit nem Vergleichssud).

Cheers, Andy

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Hefetest Mangrove Jack's (englische Hefen)

#33

Beitrag von braugnom » Samstag 21. Februar 2015, 13:41

Hallo zusammen,

in den letzten Wochen sind mit von Mangrove Jack's verschieden Hefen zugelaufen. Dies sind die M03 (Newcastle Dark Ale), M07 (British Ale) und die M79 (Burton Union). Da meine Vorräte an englischen Bieren ziemlich verbraucht sind, bin ich gerade dabei einen 30l Sud in High Gravitiy zu brauen. Den Sud werde ich in drei gleiche Teile teilen und seperat mit jeweils einer der Hefen anstellen.
hefetest_hefen.jpg
Die Hefen im Test
Die Biere will ich im April mit zum Rhein-Main HBST schleppen um sie dort zu verkosten. Die Ergebnisse werde ich hier wieder posten.

Das Rezept habe ich eher einfach gehalten, da ich die Hefen in den Vordergrund stellen möchte.

#042 - YAY - yet another yeast

Stammdaten:
  • Stammwürze: 11.5°P
  • Ausschlagmenge: 35l
  • Bittere: 22 IBU
  • Farbe: 16 EBC
Schüttung und Wasser:
  • Hauptguss: 24.98l
  • Nachguss: 13.04l
  • 6.78kg (95 %) - Pale Ale - Maris Otter (5 EBC)
  • 0.36kg (5 %) - Bairds Crystal medium (140 EBC)
Maischplan:
  • 70°C - Einmaischen
  • 67°C - 60 Minuten (Kombirast)
Hopfung:
  • 60 Minuten - Pilgrim 2013 (10.1 % α-Säure): 32.5 g (100%)
  • Dauer Hopfenkochen: 60 Minuten
  • Nachisomerisierungszeit: 15 Minuten

Grüße,
Max
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#34

Beitrag von Captain Brewley » Samstag 28. Februar 2015, 17:04

Mein letzter Sud war ein Riggwelter Strong Yorkshire Ale nach diesem Rezept: http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... rtype=DESC

Beim ersten Mal hatte ich die S-04 verwendet und das Bier wurde wunderbar (und sehr nahe am Original). Dieses Mal wollte ich die Mangrove Jack's M03 - Newcastle Dark Ale ausprobiert.

Mit der Stammwürze bin ich bei 13,4°P gelandet, also etwas weniger als geplant, aber so genau nehm ich's da nicht. Ich hab die Hefe erst 30 min rehydriert und dann mit ca. einem halben Liter Würze angestellt, quasi als Starter. Ich weiß, das wäre nicht notwendig, aber ich bin damit immer gut gefahren, d.h. ich hatte das Gefühl, dass so die Gärung schneller auf Touren kommt.

Und so war's dann auch. Schon am nächsten Tag hat es geblubbert im Gärspund und so ist es ein paar Tage weiter gegangen. Gärtemperatur waren ca. 21°C. Insgesamt hab ich das Ale 2 Wochen im Gärfass gelassen, in den letzten Tagen hat sich aber nichts mehr getan, der RE ist bei 5,3°P stehen geblieben, was einem scheinbaren EVG von ca. 61% entspricht. Sehr wenig, mit der S-04 waren es genau 10% mehr.

Nun ja, jetzt muss ich das so hinnehmen und hoffen, dass das Bier nicht zu mastig schmeckt. Allerdings ist ja auch nicht zu wenig Hopfen drin und das Jungbier ist nicht zu süß. Mal sehen, wie es weiter geht...

Ich hab dann auch im Netz Erfahrungen mit diesem Hefestamm recherchiert und in diversen Foren war auch von einem geringen EVG die Rede. Mangrove Jack's wirbt selber mit einem mittleren Vergärgrad. Das sollte einem jedenfalls bewusst sein, wenn man diese Hefe einsetzen will. Für malzbetonte Ales, Porters und Stouts ist sie sicher geeignet.

Gunter

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#35

Beitrag von cosmophobia » Mittwoch 11. März 2015, 18:47

Mein Bier mit der M84 Bohemian Lager ist nun 2 Wochen in der Flasche und wird grade von mir verkostet.
Erstmal ist die Hefe - wie bereits angedeutet - eine Schnarchnase um die 10°C, erst nachdem ich wärmer gestellt habe ging sie gut ab. Sie hätte sich aber sicher auch bei den 10°C durchgebissen.
Die Sedimentation könnte besser sein, bei Abfüllen war es noch recht trüb (Die 34/70 wäre hier schon klar gewesen). Nach 2 Wochen Reifung hat sich das Bier allerdings schon gut geklärt. Der Bodensatz ist einigermaßen kompakt.
Das Bier ist fruchtiger als erwartet, aber ich denke das legt sich noch. Ansonsten scheint mit das Malz mehr durchzukommen als der Hopfen.

Das schlechte Angärverhalten und die mittelmäßige Sedimentation machen die Hefe für mich persönlich eher uninteressant. Allerdings ist das Bier in dem jungen Stadium schon erstaunlich trinkbar.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#36

Beitrag von Ursus007 » Donnerstag 12. März 2015, 10:05

@cosmophobia:
Danke für den Bericht. Ich habe nun doch erstmal die 34/70 genommen, werde aber gewiss in Bälde einen Sud teilen und da nehm ich auch die M84. Muß beim Kaltvergären ja eh auf 2 Gärbehälter setzen, da drängen sich einem derartige Experimente (verschiedene Hefen, mit verschiedenen Hopfen stopfen, ...) nahezu auf.

Ursus
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#37

Beitrag von ZeroDome » Mittwoch 1. April 2015, 19:57

ZeroDome hat geschrieben:Hier gibt es schon ein paar Erfahrungen, falls du den Thread noch nicht gesehen hast :Greets

Mangrove Jacks Burton Union Ale:

Kombirast 70 min bei 67°C + 10 min bei 75°C -> 67-68% EVG
Von 15°P auf ca. 4,9°P

Muss ich nochmal testen, noch etwas Hefe übrig.
Nachtrag: Mittlerweile springt das Bier aus den Flaschen. Die Hefe war wohl eingeschlafen. Zu kalt vergoren wäre möglich. Zeit war genug, nach der Hauptgärung noch knapp 3 Wochen Verweilzeit auf Holz und anschließendem Hopfenstopfen. Zu wenig Hefe war auch eher weniger die Ursache bei 6g/5 Liter.
--> Wäre wohl ein höherer EVG drin. Starter machen und/oder wärmer vergären; müssten so um die 18°C Gärtemperatur gewesen sein.. :Grübel

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#38

Beitrag von StJack » Montag 20. April 2015, 10:42

Ich habe gerade einen Sud in der Gärung, den ich in zwei Gäreimer aufgeteilt habe: Einmal mit Danstar Nottingham in zweiter Führung und einmal mit:
IMG_3016.jpg
Mangrove Jack M20
Die Schüttung war
45% Maris Otter
45% Weizen hell
10% Cara

Angestellt am 14.04. kurz vor Mitternacht mit 16°P Stammwürze und nach drei Tagen auf 13°P herunter verdünnt. Die Eimer standen dann erst mal nebeneinander in einem Raum mit 21 bis 19°C

Die Nottingham ist praktisch sofort angekommen, die stand vorher im Schraubdeckelglas im Kühlschrank, der habe ich am Brautag einen Starter aus 6°P Würze gemacht und die ist im Starter schon hochgeschäumt. Die M20 habe ich auf die Oberfläche gestreut. die kam etwas verhaltener an, aber nach einem Tag haben beide Eimer schön vor sich hin geblubbert, die Nottingham aber immer etwas kräftiger.

Seit dem 18.4. ist die M20 bei etwa 4°P stehen geblieben, die Nottingam hatte da noch denselben Wert.
Heute, am 20.04. ist die Nottingham weiter auf 3°P, die M20 immer noch auf 4°P Ich habe den Eimer mit der M20 jetzt mal direkt vor die Heizung gestellt und das Thermostat auf 22°C erhöht (von 19°C). Da die Packung 18-30°C als optimale Temperatur angibt, habe ich die Hoffnung, dass die Hefe noch einmal aufwacht. Wenn das nichts bringt, dann wird es eben so abgefüllt.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#39

Beitrag von Ursus007 » Montag 20. April 2015, 12:00

So, gestern hab ich mein Maibock (wenn auch zu spät, daher wird es bei mir zum "Frühlingsbock") abgefüllt.

Ich hatte die M84 Bohem. Lager mit abgekochtem H2O rehydriert, dann mit abgekochtem und abgekühltem Glattwasser einen Starter gemacht und den hatte ich nach dem Ankommen langsam auf Anstelltemp. von 9°C abgekühlt. So kam sie nach dem Anstellen der Würze auch schon nach 36h an.

Gärtemp. war ca. 1,5 Wochen bei 9...10°C, dann langsam auf 13°C angehoben, Gesamtgärdauer 21 Tage, dann 2 Tage Cold crash auf 1...2°C. Letzteres hat aber aus meiner Sicht gar nichts gebracht, mach ich nicht nochmal. Das Bier ist bei weitem nicht so klar geworden, wie ich es gern gehabt und mir gewünscht hätte. Es ist auch kein Kältetrub, nach Erwärmung der Flaschen zur Nachgärung bei 16°C ist die Trübung immer noch da.

Auch finde ich, das Hefesediment ist sehr locker und weich. Während man bei anderen Hefen (z.B. Notti oder 34/70) sehr gut schlauchen kann, ohne das Sediment zu zerstören, ging das bei der M84 gar nicht, zu letzt hab ich leider recht viel Hefe mit umgeschlaucht. Naja, verteilt sich auf den Gesamtsud und alle abgefüllten Flaschen, in soffern isses nicht all zu tragisch.

Eckwerte: STW 16,5°P, RE 5,2°P, EVG 68,5%, Alk. 6,3 % Vol. (zzgl. Karbonisierungszucker, also in der Flasche denn letztendlich ca. 6,5)

Zuden Rasten kann ich später noch'n paar Ergänzungen machen, hab ich grad nicht hier.

Das Jungbier macht aber schon einen leckeren Eindruck. Gut, dass ich noch was anderes zum Trinken da hab, sonst wäre die Wartezeig bis nach der NG und Kaltlagerung ja gar nicht auszuhalten.
cosmophobia hat geschrieben:Ich habe aber gelesen, dass sie ein etwas "spezielles" Aroma haben soll, ...
Das hab ich zumindest beim Jungbierschluck nicht feststellen können. Warten wir's ab.

Ursus
Zuletzt geändert von Ursus007 am Montag 20. April 2015, 14:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#40

Beitrag von BrauFuchs » Montag 20. April 2015, 13:46

StJack hat geschrieben:Ich habe gerade einen Sud in der Gärung, den ich in zwei Gäreimer aufgeteilt habe: Einmal mit Danstar Nottingham in zweiter Führung und einmal mit:
IMG_3016.jpg
Die Schüttung war
45% Maris Otter
45% Weizen hell
10% Cara

Angestellt am 14.04. kurz vor Mitternacht mit 16°P Stammwürze und nach drei Tagen auf 13°P herunter verdünnt. Die Eimer standen dann erst mal nebeneinander in einem Raum mit 21 bis 19°C

Die Nottingham ist praktisch sofort angekommen, die stand vorher im Schraubdeckelglas im Kühlschrank, der habe ich am Brautag einen Starter aus 6°P Würze gemacht und die ist im Starter schon hochgeschäumt. Die M20 habe ich auf die Oberfläche gestreut. die kam etwas verhaltener an, aber nach einem Tag haben beide Eimer schön vor sich hin geblubbert, die Nottingham aber immer etwas kräftiger.

Seit dem 18.4. ist die M20 bei etwa 4°P stehen geblieben, die Nottingam hatte da noch denselben Wert.
Heute, am 20.04. ist die Nottingham weiter auf 3°P, die M20 immer noch auf 4°P Ich habe den Eimer mit der M20 jetzt mal direkt vor die Heizung gestellt und das Thermostat auf 22°C erhöht (von 19°C). Da die Packung 18-30°C als optimale Temperatur angibt, habe ich die Hoffnung, dass die Hefe noch einmal aufwacht. Wenn das nichts bringt, dann wird es eben so abgefüllt.
Gabe letzte Woche MIttwoch ein Roggen-Weizen gebraut
Schüttung: 38 % PiMA, 35 % Weizen, 20% Roggen, 6% Mela, 1 % geröstete Gerste
Stammwürze rund 13 °P --> 30 L
Geteilt in je 15 L
1.Sud angestellt mit gestrippter Schneider Hefe 3 Bodensätze 2 Tage mit Malzbier als Starter ist gut angekommen
2.Sud angestellt mit der M20 Mittags mit dem Rest Malzbier als Starter --> Abends hinzu, sehr schnell angekommen.
Beide Sude standen gestern bei 6,8°P, dachte das geht schneller bei 20°C aber ist ja nicht so wild.

Das letzte Weizen mit der M20 lag konstant bei 3,35°P Restextrakt, welche ich jetzt wieder erwarte. (Maischprogramm für intensive Maischeauflösung)

Gruß
Lukas

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#41

Beitrag von StJack » Montag 20. April 2015, 14:11

BrauFuchs hat geschrieben: Das letzte Weizen mit der M20 lag konstant bei 3,35°P Restextrakt, welche ich jetzt wieder erwarte. (Maischprogramm für intensive Maischeauflösung)
Interessant, da müsste bei mir ja noch ein bisschen gehen. Finde es allerdings bemerkenswert, dass die Nottingham offensichtlich weiter kommt.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Hefetest Mangrove Jack's (englische Hefen)

#42

Beitrag von deralex » Montag 20. April 2015, 19:05

braugnom hat geschrieben:Hallo zusammen,

in den letzten Wochen sind mit von Mangrove Jack's verschieden Hefen zugelaufen. Dies sind die M03 (Newcastle Dark Ale), M07 (British Ale) und die M79 (Burton Union). Da meine Vorräte an englischen Bieren ziemlich verbraucht sind, bin ich gerade dabei einen 30l Sud in High Gravitiy zu brauen. Den Sud werde ich in drei gleiche Teile teilen und seperat mit jeweils einer der Hefen anstellen.

Die Biere will ich im April mit zum Rhein-Main HBST schleppen um sie dort zu verkosten. Die Ergebnisse werde ich hier wieder posten.
Grüße,
Max
Habs mal wieder leider nicht geschafft zum HBST. Wie waren die Ergebnisse ?

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#43

Beitrag von braugnom » Montag 20. April 2015, 19:46

@deralex

Das Ergebnis gab es noch nicht, da ich noch nicht zum Umdrücken in Flaschen kam. Die Verkostung findet also im Mai statt.

Grüße,
Max
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#44

Beitrag von cosmophobia » Montag 20. April 2015, 21:08

Ursus007 hat geschrieben:
cosmophobia hat geschrieben:Ich habe aber gelesen, dass sie ein etwas "spezielles" Aroma haben soll, ...
Das hab ich zumindest beim Jungbierschluck nicht feststellen können. Warten wir's ab.
Habe ich letztendlich auch nicht feststellen können. Gefällt mir geschmacklich gut, aber das lockere Sediment nervt mich auch sehr.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#45

Beitrag von deralex » Freitag 8. Mai 2015, 11:39

braugnom hat geschrieben:@deralex

Das Ergebnis gab es noch nicht, da ich noch nicht zum Umdrücken in Flaschen kam. Die Verkostung findet also im Mai statt.

Grüße,
Max
Und ? :)

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#46

Beitrag von deralex » Freitag 8. Mai 2015, 11:43

Mangrove Jack's M07 - British Ale

95% Pale Ale
5% Cara Amber

Stammwürze 13°P

60 Minuten bei 67 Grad

EVG 79%

Knapp 12 Tage bis die Hefe fertig war mit der HG.

Heute oder morgen füll ich ab.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#47

Beitrag von Neubierig » Freitag 8. Mai 2015, 11:55

deralex hat geschrieben:
braugnom hat geschrieben:@deralex

Das Ergebnis gab es noch nicht, da ich noch nicht zum Umdrücken in Flaschen kam. Die Verkostung findet also im Mai statt.

Grüße,
Max
Und ? :)
Nix und - wir werden das morgen beim HBST machen dürfen - freue ich mich darauf! Bist Du morgen dabei?

Cheers,

Keith :-)
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#48

Beitrag von deralex » Freitag 8. Mai 2015, 15:07

Neubierig hat geschrieben:
Nix und - wir werden das morgen beim HBST machen dürfen - freue ich mich darauf! Bist Du morgen dabei?

Cheers,

Keith :-)
Leider nein. Außer es gibt ne Mitfahrgelegenheit aus Frankfurt und zurück. Will damit jetzt eigentlich auch keinen belasten. Hab Sonntag früh wieder nen Termin und will nicht mit nem halbvollen Kopp und sehr früh zurück fahren.

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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#49

Beitrag von nacron » Freitag 8. Mai 2015, 16:02

Cool ich abonier mal zwecks madagasischer abwesenheit ;)

Cheers
Bene
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Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#50

Beitrag von Brockmann24 » Dienstag 12. Mai 2015, 13:54

Meine Erfahrung mit der M20 BAVARIAN WHEAT:

Schüttung:
- 60% Weizenmalz dunkel
- 20% Pale Ale Malz
- 20% Wiener Malz

Einmaischen bei 51°
10 Min bei 48°
20 Min bei 53°
40 Min bei 63°
20 Min bei 73°
Abmaischen bei 76°

Kochzeit 90 Min

Hopfen: Mandarina Bavaria

1 Päckchen M20 auf 24 Liter.

Nach zwei Wochen Hauptgärung lag der scheinbare Endvergärungsgrad bei 67%.

Die Hefe und der Hopfen haben schon bei der Hauptgärung ein tolles, fruchtiges Aroma produziert, mit deutlicher Banane. Im fertigen Weizen ist das Bananenaroma zwar nicht mehr so deutlich, aber noch vorhanden. Ansonsten aber ein tolles, fruchtiges, erfrischendes Weizen wie erhofft.

Ich habe jetzt für den Sommer erst mal Nachschub von der M20 bestellt, da ich uneingeschränkt zufrieden bin mit dem Ergebnis.
Gruß von der Mosel
Wolfgang

"Two beer or not two beer?"
frei nach William Shakespeare (1564 - 1616)

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