Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Franke1703
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Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#1

Beitrag von Franke1703 » Freitag 21. Dezember 2018, 08:25

Nachdem ich gestern überraschend nicht auf meine kleine Enkelin aufpassen musste dachte ich mir, nutze den Tag, probier deinen neuen Kochstar Warmmaster aus und mach doch 'mal ein Weißbier! Zufällig hatte ich alle Rohstoffe dafür schon im Haus … :Pulpfiction .

Grundsätzlich ist der Einkocher eine erheblich Vereinfachung im Vergleich zum vorher genutzten Kochtopf auf dem Induktionsherd (das halten der Temperaturstufen funzt echt klasse). Meine kleinen Problemchen damit sind hier https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 55#p309355 beschrieben.

Mein Läuterblech in der selbst(um)gebauten Box habe ich jetzt viel tiefer gesetzt. Den „Schmodder“, der sich unter dem Hahn im Läuterbottich angesammelt hat, den hatte ich bisher mit in die Würze gekippt und mitgekocht (weil ich nicht einschätzen konnte, wie viel Stammwürze verloren geht, wenn ich das einfach wegkippe). Diesmal habe ich diesen „Rest“ in ein extra Gefäß gekippt. Von dem „Schmodder“ hat sich ziemlich viel abgesetzt, so dass ich noch ca. 0,7 Liter (mit 13°P) von oben abziehen konnte. Dieses Vorgehen hat auch dafür gesorgt, das beim Abfüllen der Würze ins Gärfass nicht der halbe Hopfenfilter zugesetzt war.
Läutern hat also dieses Mal super funktioniert.

Mein Sorgenkind beim ersten Sud war die Nachiomisierung (heißt so, oder?) der Würze (wie kriege ich die Temperatur runter von 100 auf unter 80°). Kühlspirale habe ich keine, ist erstmal auch nicht geplant. Also beim 1. Mal noch einfach gewartet (dadurch Bier wohl bitterer als geplant, stellt sich aber erst Weihnachten 'raus, da wird gekostet), beim 2. Mal dann den Kochtopf ins Spülbecken mit kaltem Wasser gestellt und kaltes Wasser nachlaufen lassen, das dann durch den Überlauf raus ist. Hat gut funktioniert (10 Minuten).
Naja, das mit dem „ins kalte Wasser stellen“ funktioniert jetzt beim Einkocher nicht mehr … . Aus verschiedenen Tipps hier im Forum ist kam dann das 'raus: Eis hatte ich keines, aber Kühlakkus. Die Kühlakkus direkt in Würze legen wollte ich nicht. Also habe ich lebensmittelechte Gefrierbeutel genommen, da die Kühlakkus reingesteckt und so die Würze wieder in 10 Minuten von 100 auf 78° bekommen. Eine Lösung brauche ich noch, weil die Akkus oben schwimmen. War ein ziemlicher Akt, die mit Kochlöffeln nach unten zu drücken. Habt ihr hier einen Tipp für mich?

Nachdem ich dieses Mal nicht mit dem Schöpfbecher die Würze aus dem Topf in den Gärbottich umschöpfen musste, weil mein neuer Kochstar einen ½-Zoll Auslaufhahn hat, war ich auf dem Whirlpool gespannt. Andrehen lief kacke, weil der Topf (wegen der Abzughaube) wieder auf dem Herd stand und mein Kochlöffel so lang ist, dass ich zwischen Einkocher und Haube wenig Platz hatte. Aber was soll ich sagen, als die Würze ablief zeigte sich ein wunderschöner Trubkegel, wie im Lehrbuch :-).
Am Ende noch die Stammwürze eingestellt und schließlich war tatsächlich alles wie im Rezept vorgeplant! Im Gärfass sind 12 Liter mit 13° Plato.
Alles prima gelaufen. Jetzt muss das Weißbier nur noch schmecken :thumbsup :-)

Grüße aus ED
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#2

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 21. Dezember 2018, 15:28

Wenn du das kühlen wirklich nur zu dem Zweck "Nachisomerisierung reduzieren" machst und nicht um schnell auf Anstelltemperatur zu kommen, dann könntest du auch einfach die Nachisomerisierung einkalkulieren und Dir den Aufwand sparen. Zum Beispiel bietet das Programm "Kleiner Brauhelfer" Dir die Möglichkeit Rezepte direkt von MMuM zu importieren. Du stellst dann 15 Minuten Nachisomerisierung ein und das Programm berechnet Dir wie viel (weniger) Hopfen Du verwenden musst. Aufgrund der unterschiedlichen Alpha Werte der Hopfen muss man ja eigentlich sowieso immer selbst anpassen.
Es sollte keinen allzu großen Unterschied machen... Jedenfalls dürfte es dann nicht zu bitter werden.

Besser ist natürlich eine Kühlspirale o. ä.. Kostet auch nicht die Welt und wenn Du mal überlegst was Du da für einen Aufwand betreibst mit dem Eis....
Nebenbei ist kühlen mit Leitungswasser im Vergleich zu Strom (Kühltruhe) auch noch relativ umweltfreundlich.

Viele Grüße
Volker
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#3

Beitrag von AxelS » Freitag 21. Dezember 2018, 16:34

Da schließe ich mich an: Als ich das erste Mal mit einer Kühlschlange gekühlt habe, habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig, wie schnell und einfach das plötzlich geht. Vorher hatte ich auch den Krampf mit den Kühlakkus...
Eine Kühlschlange ist unmittelbar nach einer Läuterhilfe die logisch sinnvollste nächste Anschaffung. Danach kommt dann eigentlich gar nicht mehr viel. Ein paar Kegs, ein Zapfhahn, eine CO2-Flasche, ein Begleitkühler, ... :redhead

Zumal Du damit nicht nur die Nachisomerisierung und damit die Bitterkeit in den Griff bekommst, sondern Du bist mit Deiner Würze ruckzuck auf Anstelltemperatur. 20 Minuten nach Flameout bedeutet bei mir (12l Würze!) 24°C Würzetemperatur.
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
(John Ruskin 1819-1900)

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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#4

Beitrag von Franke1703 » Freitag 21. Dezember 2018, 21:27

Ihr habt schon Recht mit der Kühlung. Ohne Eis habe ich aber nicht 15 sondern 30-40 Minuten für die 10-12 Grad runter. Unsere kleine Küche ist mit meinen aktuellen Gerätschaften schon am Limit. Noch ne Kühlspirale mit zu und Ableitung kann ich mir im Moment dort nicht vorstellen. Deshalb hab ich halt nach einer anderen Lösung gesucht. Klar, besser geht immer ...
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#5

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 22. Dezember 2018, 02:10

Ok, also zuerst rechne doch bitte mal nach wie groß der Unterschied ist:
https://brauerei.mueggelland.de/hopfenausnutzung.html

Bei späten Hopfengaben spielt die Nachlaufzeit schon eine Rolle. Bei einer Hopfung zu Kochbeginn ist die Ausnutzung eh schon sehr hoch... Da ändert sich nicht mehr viel. Ich denke man kann die meisten Rezepte so anpassen, dass man auch mit langer Nachlaufzeit zum gewünschten Ergebnis kommt.

Ohne zusätzliche Ausstattung ist das mit den Kühlakkus denke ich eine vernünftige Krücke. Ich denke es ist auch nicht nötig die nach unten zu drücken. Die warme Flüssigkeit steigt automatisch nach oben, dadurch mischt sich das schon. Wenn du die Akkus vorsichtig ohne Planscherei ein bisschen rührst, kommst du denke ich auch ohne runterdrücken etc auf deine 10 Minuten.

Die Kühlspirale braucht Lagerplatz, das stimmt. Sie sollte dich aber nicht beim Maischen oder kochen stören. Die kommt ja erst am Ende zum Einsatz. Kurz mitkochen, Schläuche dran und los geht's. Wenn du direkt auf Anstelltemperatur kühlst, bist du ab da dann schnell durch mit dem Brautag. Das ist schon sehr angenehm und reduziert das Risiko einer Infektion.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#6

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 22. Dezember 2018, 02:19

Ach ja... Ein Luftpolster in den Beuteln ist sicher auch nicht günstig. Da würde ich dann eher etwas Wasser rein füllen. Ich würde mich wundern, wenn ein Kühlakku in fast kochendem Wasser nach 3 Minuten immer noch kalt wäre. 10 Minuten auf 80 Grad kommt mir da schon sehr lang vor.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#7

Beitrag von integrator » Samstag 22. Dezember 2018, 09:37

Ich kann den Vorschreibern zum Thema Kühlung nur beipflichten. Ich selber habe einen Grainfather mit Gegenstromkühler und das Thema war von Anfang an sehr entspannt.
Was mich aber frage .... wie reagieren denn Beutel wenn sie in 100°C heisse Würze kommen?
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#8

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 22. Dezember 2018, 13:46

Das war auch mein erster Gedanke, aber scheint ja zu gehen. Auch dafür ist es bestimmt nicht abträglich die Wärmeleitung von innen mit Wasser zu verbessern. Dann schmilzt der garantiert nicht weg.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#9

Beitrag von Franke1703 » Sonntag 23. Dezember 2018, 13:12

Hallo,
kurz zu den Beuteln. Das sind extra solche, die du (wenn du eingefrorene Lebensmittel drin hast) aus der Gefriertruhe direkt in kochendes Wasser packen kannst. Sind auch dann absolut geschmacksneutral, die benutzen wir schon Jahre.
Und, ja, kann sein, das die Zeit fürs Runterkühlen auf 80° für die mit einer coolen Ausrüstung nicht der Burner sind. Im Vergleich zum "einfach warten" ist die Zeit aber schon gut.
Das andere Problem mit der Kühlspirale: die bekomme ich an meinen Küchenhahn nicht angeschlossen.
Aber ich habe ja erst vor 6 Wochen angefangen mit dem Brauen. Da muss ja schon noch etwas Platz für Weiterentwicklungen bleiben :Bigsmile
Frohe Weihnachten aus Erding
Thomas
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#10

Beitrag von Franke1703 » Freitag 4. Januar 2019, 23:29

Nachdem mein Weißbier jetzt schon seit dem 20.12. im Gärfass ist und das Gärröhrchen schon seit Tagen nicht mehr blubbert, habe ich heute 'mal aufgemacht und die Spindel reingesteckt. Noch 5°Plato und aufsteigende kleine Bläschen. Kann also noch nicht fertig sein. Deckel also wieder drauf, und nach ganz kurzer Zeit hat's auch schon wieder geblubbert im Röhrchen. Wie kann das sein? Hat das Bier Luft gebraucht?

Was im Glas für die Spindel war hat eine schöne Farbe, riecht gut und war schon recht lecker. Ich freu mich drauf :Bigsmile

Grüße aus ED
Thomas.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#11

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 4. Januar 2019, 23:56

Könnte schon sein, der Restextrakt. Mit wie viel bist du denn gestartet? Wenn es eine Weile nicht geblubbert hat bei ausreichend hoher Temperatur, wäre das schon recht wahrscheinlich, dass die Gärung durch ist.
Blubbern ist aber nicht zuverlässig und da würde ich auch auf das Blubbern nach Öffnung nicht so viel geben.
Im Zweifel etwas wärmer stellen, Hefe aufschwenken und in 3 Tagen nochmal messen. Wenn sich nichts tut, wird es wohl nicht mehr weiter gehen.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#12

Beitrag von Franke1703 » Mittwoch 9. Januar 2019, 07:44

Gestartet bin ich bei 13°Plato. Jetzt steht die Spindel seit 3 Tagen bei 5°. Allerding blubbert das Röhrchen noch ab und zu, auf der Oberfläche noch Schaum und kleine Blasen.
Also noch warten bis alles ruhig ist, egal was die Spindel sagt? :Grübel

Grüße aus ED
Thomas
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#13

Beitrag von metaler143 » Mittwoch 9. Januar 2019, 07:59

Klingt als ob der Sud durch wäre, obwohl der aktuelle Vergärungsgrad schon noch recht niedrig ist. Bei welcher Temperatur steht denn dein Gäreimer?
Noch kurz zum Thema Nachisomerisierung: Du könntest dir so eine Hop Spider holen, die kannst du nach dem Kochen einfach rausnehmen und der Hopfen ist weg.

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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#14

Beitrag von Franke1703 » Mittwoch 9. Januar 2019, 10:14

Ja, der Vergärungsgrad ist das, was mich stört. Bisher (na gut, sind erst 2 Sude) hatte ich am Ende 3°. Damit käme ich hier auf 5,4% Alk., das wäre wie lt. Rezept.
Der Gärbottich stand erst bei ca. 21°, nachdem die Gärung stoppte habe nochmal Sauerstoff reingerührt und noch etwas wärmer gestellt.
Hop Spider - keine schlechte Idee.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#15

Beitrag von Beerserker » Mittwoch 9. Januar 2019, 10:58

Franke1703 hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:12
Hallo,
kurz zu den Beuteln. Das sind extra solche, die du (wenn du eingefrorene Lebensmittel drin hast) aus der Gefriertruhe direkt in kochendes Wasser packen kannst. Sind auch dann absolut geschmacksneutral, die benutzen wir schon Jahre.
Und, ja, kann sein, das die Zeit fürs Runterkühlen auf 80° für die mit einer coolen Ausrüstung nicht der Burner sind. Im Vergleich zum "einfach warten" ist die Zeit aber schon gut.
Das andere Problem mit der Kühlspirale: die bekomme ich an meinen Küchenhahn nicht angeschlossen.
Aber ich habe ja erst vor 6 Wochen angefangen mit dem Brauen. Da muss ja schon noch etwas Platz für Weiterentwicklungen bleiben :Bigsmile
Frohe Weihnachten aus Erding
Thomas
Hallo !
Die Kühlspirale musst du ja nicht zwingend in der Küche anschliessen. Ich kann meine ebenfalls nicht am Hahn in der Küche anschliessen - einfach mit einem Gartenschlauch von einem passenden Hahn zur Spirale leiten. Ich lege die Zuleitung auch über gut 10 Meter von meiner Waschküche durch die Garage zur Küche.
Gruss Andreas
Be formless, shapeless ! Like beer.
You put beer into a bottle, it becomes the bottle.
You put beer into a glass, it becomes the glass.
Beer can flow, or it can crash.
Be beer my friend
(Bruce Lee)

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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#16

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 9. Januar 2019, 13:20

Franke1703 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 10:14
Ja, der Vergärungsgrad ist das, was mich stört. Bisher (na gut, sind erst 2 Sude) hatte ich am Ende 3°. Damit käme ich hier auf 5,4% Alk., das wäre wie lt. Rezept.
Der Gärbottich stand erst bei ca. 21°, nachdem die Gärung stoppte habe nochmal Sauerstoff reingerührt und noch etwas wärmer gestellt.
Hop Spider - keine schlechte Idee.
Also bei 13°P und Vergärung >20°C sehe ich keinen Grund warum die Gärung vorzeitig stoppen sollte.
Durch erwärmen kann es z. B. auch blubbern.
Einfach noch mal messen und dann Abfüllen. Vom Nachbelüften wird es auch nicht besser.
Vielleicht ist beim Maischen etwas nicht ganz richtig gelaufen, so dass einfach weniger vergärbare Zucker da sind als geplant. Die Hefe ist ein wichtiger Faktor, aber die Obergrenzen für die Vergärung werden beim Maischen festgelegt. Da kann man später auch nichts mehr dran machen.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#17

Beitrag von coyote77 » Mittwoch 9. Januar 2019, 16:32

VolT Bräu hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 13:20
Franke1703 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 10:14
Ja, der Vergärungsgrad ist das, was mich stört. Bisher (na gut, sind erst 2 Sude) hatte ich am Ende 3°. Damit käme ich hier auf 5,4% Alk., das wäre wie lt. Rezept.
Der Gärbottich stand erst bei ca. 21°, nachdem die Gärung stoppte habe nochmal Sauerstoff reingerührt und noch etwas wärmer gestellt.
Hop Spider - keine schlechte Idee.
Also bei 13°P und Vergärung >20°C sehe ich keinen Grund warum die Gärung vorzeitig stoppen sollte.
Durch erwärmen kann es z. B. auch blubbern.
Einfach noch mal messen und dann Abfüllen. Vom Nachbelüften wird es auch nicht besser.
Vielleicht ist beim Maischen etwas nicht ganz richtig gelaufen, so dass einfach weniger vergärbare Zucker da sind als geplant. Die Hefe ist ein wichtiger Faktor, aber die Obergrenzen für die Vergärung werden beim Maischen festgelegt. Da kann man später auch nichts mehr dran machen.
Sauerstoff ist sogar eine schlechte Idee. Der einzige Zeitpunkt, an dem Sauerstoff sinnvoll ist, ist die Hefezugabe. Bei Trockenhefe ist auch das nicht nötig.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#18

Beitrag von Franke1703 » Donnerstag 10. Januar 2019, 10:06

Hm, die Gärung scheint jetzt ganz normal weiterzulaufen, auch nachdem ich den Bottich vorgestern wieder etwas kühler gestellt habe. Am Wochenende werde ich nochmal messen.
Freiheit für Franken!
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#19

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 10. Januar 2019, 15:56

metaler143 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 07:59
Noch kurz zum Thema Nachisomerisierung: Du könntest dir so eine Hop Spider holen, die kannst du nach dem Kochen einfach rausnehmen und der Hopfen ist weg.
Das interessiert die bereits in der Würze gelöste Alphasäure aber herzlich wenig wenn du den Hopfentreber entfernst. Die wird trotzdem isomerisieren. Du verhinderst damit bestenfalls das weitere Alphasäure in Lösung geht.
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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#20

Beitrag von metaler143 » Donnerstag 10. Januar 2019, 17:56

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 15:56
metaler143 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 07:59
Noch kurz zum Thema Nachisomerisierung: Du könntest dir so eine Hop Spider holen, die kannst du nach dem Kochen einfach rausnehmen und der Hopfen ist weg.
Das interessiert die bereits in der Würze gelöste Alphasäure aber herzlich wenig wenn du den Hopfentreber entfernst. Die wird trotzdem isomerisieren. Du verhinderst damit bestenfalls das weitere Alphasäure in Lösung geht.
Da hast du natürlich vollkommen recht, Denkfehler auf meiner Seite.

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Re: Dritter Sud und ein paar Lösungen :-)

#21

Beitrag von Bierbert » Donnerstag 10. Januar 2019, 22:02

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 15:56
metaler143 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 07:59
Noch kurz zum Thema Nachisomerisierung: Du könntest dir so eine Hop Spider holen, die kannst du nach dem Kochen einfach rausnehmen und der Hopfen ist weg.
Das interessiert die bereits in der Würze gelöste Alphasäure aber herzlich wenig wenn du den Hopfentreber entfernst. Die wird trotzdem isomerisieren. Du verhinderst damit bestenfalls das weitere Alphasäure in Lösung geht.
Guter Hinweis! Hab ich bisher so nicht verstanden gehabt! Danke

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