Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#301

Beitrag von secuspec » Donnerstag 17. Januar 2019, 11:07

Brauwolf hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 09:04
Es funktioniert auch mit einem Campingkartuschen Kocher, darauf kann ebenso der Erlenmeyer kochen.


kocher_SY879_.jpg

Cheers, Ruthard
:Ahh :thumbup Darauf hätte ich auch schon kommen können. Das Einweckglas mit Spültuch Docht kann dann wieder weg.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#302

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 11:26

beryll hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 10:55
Sowohl als auch...
Ich nutze auch gerne Labor Bechergläser.
Weithals hat doch den Vorteil der vermutlich leichteren Reinigung, oder?

Gibt es Vor- und Nachteile bei Enghals und Weithals?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#303

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 17. Januar 2019, 11:29

Ich nutze Weithals Erlenmeyer, Bechergläser niedere Form und auch sehr gerne die Schott Duran Laborflaschen in diversen Größen mit GL Schraubdeckel.
Ich benutz die aber auch mittlerweile in der Küche für alles mögliche, z.B. als Messbecher oder als kleine Kochtöpfe :thumbsup
Somit hab ich auch die "Freigabe" der Regierung das Zeug in den Küchenschränken zu deponieren :Bigsmile

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#304

Beitrag von monsti88 » Donnerstag 17. Januar 2019, 12:20

Gulaschsuppe im Erlenmeyer kochen? :thumbsup
20l Bottichmaischer mit 25l Thermobehälter und 34l Pfanne :Smile

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#305

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 17. Januar 2019, 12:41

monsti88 hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 12:20
Gulaschsuppe im Erlenmeyer kochen? :thumbsup
Dafür gibt es doch die beliebten "Gulaschmeister" :P

Cheers, Ruthard
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#306

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:06

kann hier vielleicht jemand mal die Minimal Ausstattung an Erlenmeyerkolben und Gläsern nennen, um aus 20 ml Hefe - NaCl - Suspension eine Anstellmenge für 50 Liter Bier zu erreichen

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#307

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:12

Ober- oder Untergärig?
"Da braut sich was zusammen ... "
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#308

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:13

ich plane gerade ein untergäriges mit der Hefe Saflager W34/70

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#309

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:19

Du musst für UG Vollbier 2 Liter Starter auf 10 Liter Bier propagieren, für Bock 3-4 Liter auf 10 Liter.
Propagationsschritte stehen mindestens 1000x im Forum, und auch, wie man die Startergröße etwas kleiner halten kann.
Passende Gefäße für jeden Propagationsschritt haben etwa 1-2 Drittel Luft nach oben.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#310

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:20

ok, dann suche ich mal.

Wieviel Liter Starter brauche ich denn für Obergäriges?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#311

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:21

1/10 bei Vollbier. Bock und andere Platobomben entsprechend mehr
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#312

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 13:24

Ok, also bei untergärigem als Richtwert 1/5, bei obergärigem 1/10

bezüglich der Hefe Vermehrung finde ich nicht die passende Diskussion. Bei der Suche werden auch einzelne Antworten aufgeführt....

Hat jemand einen Link zu einem Thema wo die Vermehrung einfach erklärt wird?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#313

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 17. Januar 2019, 14:07

Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#314

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:11

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 13:19
Du musst für UG Vollbier 2 Liter Starter auf 10 Liter Bier propagieren, für Bock 3-4 Liter auf 10 Liter.
Propagationsschritte stehen mindestens 1000x im Forum, und auch, wie man die Startergröße etwas kleiner halten kann.
Passende Gefäße für jeden Propagationsschritt haben etwa 1-2 Drittel Luft nach oben.
wenn ich 40 Liter untergäriges Bier mit 12° Plato brauen will, brauche ich dann 6 Liter Starter?

Reichen auch 2 Liter und dauert es dann einfach nur länger?

Müssen diese 6 Liter nur aus der dickflüssigen Hefe bestehen?

Woran erkenne ich dass die Hefekonzentration in meinem Starter ausreichend ist?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#315

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:57

ich nehme niemandem etwas Übel.... Ich kann auch verstehen, dass immer wiederkehrende Anfängerfragen nerven können.

Ich habe einiges gelesen, nur bleiben für mich leider einige Fragen offen und wenn man die Fachbegriffe nicht kennt, sucht man zum Teil am eigentlichen Thema vorbei.

Ich will auch nicht (oder nur ungerne) ins kalte Wasser springen, aber unser Wasserprofil hier passt gut zu einem Pils.

Wenn ich nun alles bezüglich der Saflager W34/70 richtig habe, benötige ich 80 bis 300 gr. / 100 Liter Bier... und je nach Temperatur, dass sind dann bei mir 4 bis 5 Pakte pro Sud und die schlagen mit ca. 4,80 Euro pro Päckchen doch ganz schön aus dem Ruder ....

Deswegen interessiert mich dieses Thema so sehr und ein paar Fragen sind halt offen geblieben.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#316

Beitrag von karlm » Donnerstag 17. Januar 2019, 17:19

Hat nichts mit NaCl zu tun, aber in einer unserer Brauereien hier kann man 1 Liter dickbreiige UG Hefe für 2 EUR bekommen. Damit kann man so einiges anstellen. Wegen einer W34/70, die fast jeder benutzt, würde ich so einen Aufwand gar nicht machen. Besser Brauerei suchen. Die haben fast alle W34/70 und viele sind sehr hilfsbereit. Dieses Hefebanking ist eher interessant für Hefen, die man nicht an jeder Ecke bekommt.
Gruß, Philipp
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#317

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 17:54

beryll hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 17:33
Die paar EUR würde ich an Deiner Stelle investieren und dann die Hefe ernten und weiterführen. Gerade die W34/70 wird ab der 2. Führung ein regelrechtes Monster ;-)
Genau darum geht es mir ja. Ich wollte fürs erste Mal Trockenhefe nehmen und dann ernten.

.... und deswegen die Fragen

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#318

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 17. Januar 2019, 20:35

Damit wir ganz langsam wieder auf das Thema Hefebanking & NaCl zurückkommen:

Hier hat monsti88 eine 1A bebilderte Doku gemacht, wie man u.a. einen Starter aus NaCl hochziehen kann. >>> https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 70#p312270
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#319

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 17. Januar 2019, 21:22

Habe ich mittlerweile gelesen und bin nun auch schon etwas weiter gekommen.

Ich werde dann erstmal die Hefebox versuchen / verwenden und hoffe dass ich die Hefe damit über 8 - 10 Wochen bis zum 2. Brautag lagern kann. Hoffe nur das eine Anleitung dabei ist.

Es war nicht meine Absicht dieses Thema in eine andere Richtung zu lenken

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#320

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 17. Januar 2019, 22:18

Ist alles gut, und wie immer, viele Wege führen nach Rom, wenn auch in diesem Fall nicht alle.
Im Hobbybraubereich reicht fast immer eine "keimarme" Umgebung, also Desinfektion.
Beim Hefe Lagern möchte man aber tatsächlich "steril" arbeiten.

Steril heisst, "keimfrei", und ist eine letztlich unerreichbare Zielsetzung.
"So steril wie möglich" klingt ein wenig so wie "ein bißchen schwanger", aber genau darum geht es hier.

Ich persönlich, als ehemaliger Mediziner, bin da nicht so paranoid, denn ich weiß (zumindest weitgehend) was ich tue und worauf ich mich einlasse.
Im OP unterscheidet man auch zwischen "ein bisschen steril", "ziemlich steril" und "fast steril".
"Ziemlich steril" reicht bei uns normalerweise, oder man hat halt Pech. Shit happens all the time, lässt sich nie gänzlich vermeiden.
Ich trage keine Handschuhe und keinen Mundschutz und ich breite auch keine autoklavierte Decke aus.

Aber ich achte darauf, in möglichst staubfreier Umgebung ohne Zugluft zu arbeiten, und alles was mit der Hefe direkt in Kontakt kommt, wird entweder im Dampftopf "autoklaviert" oder mit dem Crème Brûlée Brenner (Bunsenbrenner, Campingkocher, zur Not auch Feuerzeug) ausgeglüht oder sowieso frisch aus steriler Verpackung genommen und dann nicht betatscht oder beniest.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#321

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 17. Januar 2019, 23:32

Mit 6-8 Wochen gehst du voll auf Risiko. Setz nicht alles auf eine Karte und lagere einen Teil der Hefe in NaCl ein oder halte Trockenhefe für den Notfall bereit.

Ausreichend Hefeboxen einplanen.
Für 50 Liter UG brauchst du etwa 1 Liter frische dickbreiige Erntehefe. Wenn sie 6-8 Wochen lag, und noch gut ist, solltest du besser mit 10-20% mehr Hefe anstellen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#322

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 06:33

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 23:32
Mit 6-8 Wochen gehst du voll auf Risiko. Setz nicht alles auf eine Karte und lagere einen Teil der Hefe in NaCl ein oder halte Trockenhefe für den Notfall bereit.
Deswegen interessiert mich dieses Thema ja so sehr und auch so zeitnah bzw. schnell.

Angefangen hatte alles mit diesem Video

https://youtu.be/kl6Xslksb4c

Dann habe ich diesen Artikel hier gefunden und dieser hat mein Interesse geweckt und deswegen vermutlich auch meine nervigen Anfängerfragen, weil bei mir auch etwas die Zeit läuft.

Ich werde mir dann mal so eine Hefebox kaufen, dann nach dem Abfüllen (etwas mehr Jungbier drin lassen) alles aufschütteln und 1,4 Liter abfüllen, parallel werde ich mal mit dem Rest so wie in dem Video verfahren und zudem noch mal eine NaCL Suspension ansetzen.

Ich werde dann mal berichten. Für den zweiten Brautag werde ich auch ausreichend Trockenhefe vor Ort haben.


Mein Interesse am Ernten der Hefe und wiederverwenden, kam eigentlich aus einem Zusammenspiel von Preis und das die Hefe in der 2. Führung oder ab der 2. Führung deutlich besser wird.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#323

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 18. Januar 2019, 07:33

Die Videos von ihm haben ein paar Haken.
Wie Peter schon schrieb: vergiss das Hefewaschen. Und beim zweiten Video mit dem Starter ist die Zellenanzahl im Starter viel zu hoch. Da vermehrt sich in Summe nichts mehr, die Hefe wacht aus der stationären Phase auf und die übermäßig hohe Zellenanzahl sorgt schnell für einen Mangel an Nährstoffen und Spurenelementen. Resultat ist, dass die Vitalität der Population stark sinkt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#324

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 08:09

OK, danke dann nehme ich die Hefebox, parallel die NaCl Variante und zur Sicherheit halte ich ausreichend Trockenhefe bereit.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#325

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 18. Januar 2019, 08:26

sea-spin hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 06:33
Mein Interesse am Ernten der Hefe und wiederverwenden, kam eigentlich aus einem Zusammenspiel von Preis und das die Hefe in der 2. Führung oder ab der 2. Führung deutlich besser wird.
Das ist ein Trugschluss. Viele Hefen werden nach mehrmaliger Führung zwar besser, aber nur bei zeitnaher Verwendung der Erntehefe. Sobald Du die Hefe auf NaCl legst und Monate später aufweckst, stellst Du quasi die Uhren auf Null.
Die Einlagerung lohnt sich eigentlich nur bei seltenen oder teuren Hefen.

Ich muss mal im Forum suchen, aber ich glaube Ulrich (aus Weihenstephan) hat das mal mit Jens (DerDerDasBierBraut) besprochen.
Gruß, Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#326

Beitrag von karlm » Freitag 18. Januar 2019, 08:39

DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:26
Das ist ein Trugschluss. Viele Hefen werden nach mehrmaliger Führung zwar besser, aber nur bei zeitnaher Verwendung der Erntehefe. Sobald Du die Hefe auf NaCl legst und Monate später aufweckst, stellst Du quasi die Uhren auf Null.
So siehts aus. 2. Führung und NaCl Hefe wiederaufwecken sind nicht das gleiche. Sonder Äpfel und Birnen. Beim Aufwecken wird nichts besser, schon gar nicht deutlich.
DevilsHole82 hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:26
Die Einlagerung lohnt sich eigentlich nur bei seltenen oder teuren Hefen.
Ebend.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#327

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 08:56

Also macht das alles für die Saflager W34/70 gar keinen Sinn?

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#328

Beitrag von Brauwolf » Freitag 18. Januar 2019, 09:03

sea-spin hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 08:56
Also macht das alles für die Saflager W34/70 gar keinen Sinn?
Wenn du die 34/70 im Wassereimer von der nächsten Brauerei holen kannst, macht das keinen Sinn.
Bist du auf die Tütchen zu 4,80€ angewiesen, schon eher. Auch hier solltest du wie bei NaCl-gelagerter Hefe auf die 2. und weitere Führungen bauen.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#329

Beitrag von sea-spin » Freitag 18. Januar 2019, 12:06

beryll hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 23:21

Den Zahn ziehe ich Dir schon mal: nein, keine Anleitung... wozu auch? Hefe im Gäreimer mit Jungbier aufschwenken und rein damit... „Hefe waschen“ bitte gleich wieder aus Deinen Gedanken streichen!

VG Peter
eine Frage noch zu dieser Hefebox. Also den Bodensatz mit etwas Jungbier aufschütteln und dann möglichst voll in die Hefebox abfüllen? Korrekt?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#330

Beitrag von rakader » Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 22:21
Doch, einfach aufschütteln. Dann saugst du mit der Spritze alles ab was geht und spritz es in NaCl Lösung. Am Ende wird das Röhrchen einfach schräg gehalten.
Und wie mache ich das, wenn ich von WLP nicht das Röhrchen, sondern den Plastikbeutel habe? Da ist ja deutlich mehr Lösung (40ml) drin. Alles abziehen und in die NaCL-Flasche - so würde ich es aus dem Bauch machen.

Ich habe hier eine etwas ältere WLP002 English Ale (2 Wochen über Datum), damit würde ich mal einen Test fahren. Welche Schritte empfiehlst Du für die Propagation/Wiederbelebung in solch einem Fall? Ich würde 20ml abziehen und mit 100ml Starter beginnen - aus dem Bauch. Alternativ vorgeschaltet: 5ml ins 20ml Glasröhrchen und etwas Starterlösung OG1040 dazu, dann nach 24 Std. in einen kleinen Kolben auf den Magnetrührer. Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?

Danke vorab für die Infos.

VG
Radulph
Zuletzt geändert von rakader am Donnerstag 31. Januar 2019, 04:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#331

Beitrag von rakader » Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44

sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:01
Edit: wenn Du aber unbedingt die Glasflaschen willst, dann such doch einfach nach „NaCl 100ml Glas“, der erste Treffer sollte dieser hier sein:

https://www.medpex.de/kochsalzloesung-0 ... gJG1fD_BwE
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#332

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:33

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44
sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
beryll hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:01
Edit: wenn Du aber unbedingt die Glasflaschen willst, dann such doch einfach nach „NaCl 100ml Glas“, der erste Treffer sollte dieser hier sein:

https://www.medpex.de/kochsalzloesung-0 ... gJG1fD_BwE
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
Kannst Du mr sagen, wie diese Flaschen heissen, damit ich weis wonach ich fragen muss?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#333

Beitrag von sea-spin » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:36

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Das würde mich auch mal interessieren.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#334

Beitrag von matschie » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:45

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 14:19
Die 20ml Spritze wird mit Hefesuspension aufgezogen und die Kanüle gewechselt oder abgeflammt. Dann wird die goldene Folie vom Ecoflac entfernt und die Kanüle anschließend möglichst senkrecht eingestochen. Vorher Luft raussaugen ist unnötig.
[...]
Man kann die 20ml Hefe einfach so in den Ecoflac spritzen. Der macht dabei kurz dicke Backen. Wenn die Spritze leer gedrückt ist zieht man sie mit Luft aus dem Kopfraum des Ecoflacs wieder auf und der Überdruck ist weg.
Danach Kanüle raus, Einstichstelle mit Alkohol reinigen, abflammen und (ganz wichtig) luftdicht versiegeln.
Zum Versiegeln bietet sich Kerzenwachs förmlich an. Ich mache das gerne so, dass ich die kleine Kuhle vom Einstichgummi mit Isopropanol fülle (nicht zu viel), das Isoprop im Brenner anzünde und das Kerzenwachs in der Isopropanol Flamme in die "Kuhle" laufen lasse. Das Isoprop erlischt dabei von selbst. Das Wachs bildet durch die warmen Oberflächen eine zuverlässig luftdichte und gut haftende Schutzschicht und Hitze und Alkohol machen darunter alles zuverlässig tot.
Ich habe das Gestern mal mit einer geernteten Hefe quasi als Übung durchgeführt.

Was gut geklappt hat: Das versiegeln mit Isoprop und Kerzenwachs.
Was nicht gut geklappt hat: Das aufziehen und einfüllen der Hefe.

Ich habe die Erntehefe erst im Kühlschrank absetzen lassen. War das ein Fehler, dass die zu dickbreiig wurde? würdest du die mit Jungbier zusammen aufschwenken und einfüllen? Ich dachte je mehr "reine" Hefe aus der mittleren Schicht, desto besser..
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#335

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:50

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:33
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:44
sea-spin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:58
Diese meine ich

8C09C0E6-1036-4C6E-8596-949CA5A1DCB0.jpeg
Bekommst Du wirklich in jeder Apotheke billiger und schneller als im Netz. Wenn nicht vorrätig ein paar Stunden später mit dem Apotheken-Lieferdienst. Und die Spritzen für den Druckausgleich/abziehen/einfüllen für ein paar Cent. Gut sind auch noch alkoholgetränkte Pads, um sauber zu arbeiten.
Kannst Du mr sagen, wie diese Flaschen heissen, damit ich weis wonach ich fragen muss?
Hast du dir dir Mühe gemacht den Link mal anzuklicken?

KOCHSALZLÖSUNG 0,9% Glasfl.
Inhalt: 10x100 Milliliter, N2

Anbieter: B. Braun Melsungen AG
Darreichungsform: Infusionslösung
Art.-Nr. (PZN): 3239138
GTIN: 4030539004909
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#336

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 07:56

matschie hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:45
Ich habe die Erntehefe erst im Kühlschrank absetzen lassen. War das ein Fehler, dass die zu dickbreiig wurde? würdest du die mit Jungbier zusammen aufschwenken und einfüllen? Ich dachte je mehr "reine" Hefe aus der mittleren Schicht, desto besser..
Ja, je weniger "unnütze Biomasse" in die NaCl Lösung kommt, desto besser.
Reines Hefesediment wäre am besten, lässt sich aber nicht aufziehen.
Welche Kanülen verwendest du? Ich nehme 1,2mm Kanülen. Damit kann ich die Hefe sedimentieren lassen und etwa 1:1 (Sediment:Starterwürze) aufschwenken und noch relativ gut aufziehen. Die fertige NaCl Lösung bleibt dann schon sehr klar.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#337

Beitrag von matschie » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:05

Das hab ich mir gedacht, danke.
Ich hatte jetzt 0,9mm Kanülen, was ja zum aufziehen der NaCl Suspension okay sein dürfte. Dann besorg ich mir wohl noch ein paar größere fürs Erntehefe aufziehen.

Nur zur Sicherhet: Du schreibst 1.1 (Seidment:Starterwürze). Wir reden dabei schon von ausgegorener Starterwürze aus der Propagation, richtig? Also im Fall der Erntehefe das Jungbier. Oder würdest du da nochmal einen neuen Starter machen und davon erst auf NaCl gehen?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#338

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:14

Doppelpost :Angel
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Donnerstag 31. Januar 2019, 09:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#339

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 22:21
Doch, einfach aufschütteln. Dann saugst du mit der Spritze alles ab was geht und spritz es in NaCl Lösung. Am Ende wird das Röhrchen einfach schräg gehalten.
Und wie mache ich das, wenn ich von WLP nicht das Röhrchen, sondern den Plastikbeutel habe? Da ist ja deutlich mehr Lösung (40ml) drin. Alles abziehen und in die NaCL-Flasche - so würde ich es aus dem Bauch machen.

Ich habe hier eine etwas ältere WLP002 English Ale (2 Wochen über Datum), damit würde ich mal einen Test fahren. Welche Schritte empfiehlst Du für die Propagation/Wiederbelebung in solch einem Fall? Ich würde 20ml abziehen und mit 100ml Starter beginnen - aus dem Bauch. Alternativ vorgeschaltet: 5ml ins 20ml Glasröhrchen und etwas Starterlösung OG1040 dazu, dann nach 24 Std. in einen kleinen Kolben auf den Magnetrührer. Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?

Danke vorab für die Infos.

VG
Radulph
Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.

5ml Suspension und etwa 20ml Starterwürze wäre ein guter Start. 2ml/10ml wäre auch OK. Aber bitte nicht 10°P. Die Hefe ist in der NaCl Lösung nicht im Wellness Urlaub. Die hatte monatelang keine Nahrung, hat den Stoffwechsel runtergefahren, liegt auf dem Boden und verhungert langsam. Beim Aufwecken fängt man am besten ganz sachte an. Pendel dich mit dem NaCl-Wurze Mix auf effektive 4-6°P ein. Chris White schreibt das auch etwa so, beim Thema "Strippen von Bodensätzen aus Flaschen".
matschie hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:05
Das hab ich mir gedacht, danke.
Ich hatte jetzt 0,9mm Kanülen, was ja zum aufziehen der NaCl Suspension okay sein dürfte. Dann besorg ich mir wohl noch ein paar größere fürs Erntehefe aufziehen.

Nur zur Sicherhet: Du schreibst 1.1 (Seidment:Starterwürze). Wir reden dabei schon von ausgegorener Starterwürze aus der Propagation, richtig? Also im Fall der Erntehefe das Jungbier. Oder würdest du da nochmal einen neuen Starter machen und davon erst auf NaCl gehen?
1:1 (Starterwürze oder Jungbier : Sediment)
Wenn die Hefe aus einem Starter kam geht das Aufziehen etwas besser als bei Erntehefe aus dem Gäreimer. 1:1 ist jetzt nicht an die Wand genagelt. Einfach so dickbreiig wie es noch gerade gut funktioniert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#340

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 08:27

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Schau, was Uli zum Thema "Erkennen der Hefevermehrung" sagt: https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
Irgendwann hat man das auch "im Blick", anhand der Trübungszunahme innerhalb von 24h im Starter.
Ohne Mikroskop kann man aber überhaupt nichts "festmachen", sondern nur anhand seiner Erfahrungen mehr oder weniger gut schätzen. Festmachen geht mit Mikroskop und Zählkammer.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#341

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:30

Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Ist das nicht bei Wyeast so oder habe ich da was verpasst? Zwei Kammern bei Whitelabs wären mir bislang entgangen. Aber vielleicht hab ich nicht richtig hingeschaut.

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#342

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:38

Die PurePitch von Whitelabs sind diese Ketchup/Senf/Mayo Portionspackungen, alles in Einem. Wyeast hat Smack Packs, das Beutel im Beutel System.

Cheers, Ruthard
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#343

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:58

sea-spin hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:36
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23

Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Das würde mich auch mal interessieren.
Rein optisch:
starterw_Rich(1).jpg
Mitte: 50ml reine Starterwürze. Mit 20ml Suspension aus dem Ecoflac beschossen, sieht man keinen Unterschied.
24 Std. später auf dem Rührer: Bild links

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#344

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 15:22

Schaut euch die Senftüten mal genauer an. Mag vielleicht neu sein oder nicht bei allen PurePitch Tütchen gleich. Meine letzten beiden hatten jeweils innen zwei parallele Kammern. Eine voll Hefe und die andere voll einer klaren Flüssigkeit.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#345

Beitrag von Bergbock » Donnerstag 31. Januar 2019, 19:16

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 15:22
Schaut euch die Senftüten mal genauer an. Mag vielleicht neu sein oder nicht bei allen PurePitch Tütchen gleich. Meine letzten beiden hatten jeweils innen zwei parallele Kammern. Eine voll Hefe und die andere voll einer klaren Flüssigkeit.
Ich habe leider im Moment keine Whitelabs vorrätig im und kann daher nicht schauen.
Aber was sollte das denn bringen? Die Hefe wird ja nicht voraktiviert wie Wyeast sondern kommt direkt in die Würze bzw. den Starter.
Nicht falsch verstehen, aber bist Du sicher, dass das 2 Kammern sind und sich nicht einfach die Hefe separiert hat?

Mit neugierigem Gruss!
Frank

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#346

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 31. Januar 2019, 20:27

Ich bin sicher, dass ich bei der WLP004 und der WLP833 (jeweils Lieferdatum Dezember) zwei Art "Schläuche" in den beiden PurePitch Packungen hatte. Der eine war mit Hefe gefüllt der andere mit einer klaren Flüssigkeit. Dachte mir noch "Oh, die muss man jetzt auch smacken, falls man damit anstellen wollen würde ... ". Wollte ich aber nicht ...
Warum sollte ich mir sowas ausdenken? :puzz

Egal. Schaut eure Packungen selbst an und macht damit, was im jeweiligen Fall sinnvoll ist!

PS: Vielleicht waren das auch Ausschusstüten und beide Kammern hätten voll Hefe sein sollen. Eine war am Ende voll Spülwasser, oder was auch immer. Aber gleich bei zwei Tüten mit unterschiedlichen Stämmen? :Grübel
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#347

Beitrag von sb11 » Donnerstag 31. Januar 2019, 21:54

Das kann ich bestätigen - meine letzte white labs Hefe war auch in so einem komischen Doppelkammerbeutel.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#348

Beitrag von rakader » Montag 4. Februar 2019, 23:58

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19
Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Mit Ecoflacs meinst Du die Gläser mit NaCl? Zwei hatte ich mir auch schon überlegt. Danke für den Tipp!
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19
5ml Suspension und etwa 20ml Starterwürze wäre ein guter Start. 2ml/10ml wäre auch OK. Aber bitte nicht 10°P. Die Hefe ist in der NaCl Lösung nicht im Wellness Urlaub. Die hatte monatelang keine Nahrung, hat den Stoffwechsel runtergefahren, liegt auf dem Boden und verhungert langsam. Beim Aufwecken fängt man am besten ganz sachte an. Pendel dich mit dem NaCl-Wurze Mix auf effektive 4-6°P ein. Chris White schreibt das auch etwa so, beim Thema "Strippen von Bodensätzen aus Flaschen".
Danke für diesen Super-Tipp. Das sind genau die Angaben, die überall in den Posts zum Thema fehlen. [Schleimmodus an]Daran erkennt man den Profi[/Schleimmodus aus] :thumbsup
Es geht sicher auch DME statt Stammwürze, das ich auf 4-6° P anstelle – oder spricht was dagegen? Nicht immer hat man den gleichen Sud vom letzten Mal parat. Wie wären Deine Propagationsschritte mit DME und dann 2-3 Liter Starter? Wobei der Starter am Ende 12° P haben soll.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:27
rakader hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 04:23
Und: Woran machst Du fest, ob die Hefe sich ausreichend vermehrt, also aktiv ist, wenn Du kein Mikroskop zur Hand hast?
Schau, was Uli zum Thema "Erkennen der Hefevermehrung" sagt: https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
Irgendwann hat man das auch "im Blick", anhand der Trübungszunahme innerhalb von 24h im Starter.
Den Artikel kenne ich. Zählkammer & Co liegt noch in weiter Ferne. Erst mal das Auge und Gefühl trainieren.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#349

Beitrag von rakader » Dienstag 5. Februar 2019, 00:07

Bergbock hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:30
Die PurePitch Tüten von WhiteLabs haben zwei Kammern. Eine mit Hefe und eine mit Nährlösung.
Die Nährlösung nicht absaugen. Die reine Hefe sind nicht (oder nur unwesentlich) mehr als 20ml. Würde ich dann eher auf zwei 100ml Ecoflacs verteilen. Einer ist aber auch OK.
Ist das nicht bei Wyeast so oder habe ich da was verpasst? Zwei Kammern bei Whitelabs wären mir bislang entgangen. Aber vielleicht hab ich nicht richtig hingeschaut.

Frank
Bei WLP gibt es mehrere Ausführungen: Eine Einzeltüte, die man richtig anstellen muss und zwei Röhrchen. Mit letzteren habe ich noch nie gearbeitet, denke aber, dass hier Hefenahrung und Hefezellen getrennt wie bei Wyeast sind, ohne die Technik des SmackPacks.

In meinem Kühlschrank liegen gerade neueste WLP in Tütenform, zwei Kammern entdecke ich da aber nicht.
Zuletzt geändert von rakader am Donnerstag 7. Februar 2019, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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#350

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 5. Februar 2019, 00:33

Die zwei unterschiedlich gefüllten Kammern würde man durch das Sichtfenster der PurePitch Tüte von außen sehen. Wenn das Fenster fehlt werden die Tüten eine Kammer haben.

Bei Profi werde ich immer rot.
Mit Ecoflac meine ich Ecoflac :P :Bigsmile. 100ml Glasflaschen gehen natürlich auch. Ganz nach Vorlieben.
Kennst du oben links das Feld "Thema durchsuchen"? Bringt dich bei der Suche nach Ecoflac im 2. Treffer hier hin >> https://www.idealo.de/preisvergleich/Of ... braun.html

Faustregeln für fast alle Starter:
---------------
Propagationsschritte 1:6 - 1:10 (Würzeanteil konstant oder aufsteigend, nie absteigend). Der dritte Schritt darf etwas größer als 1:10 sein, braucht dann aber auch manchmal etwas länger. Bei potentiell "schwachen Hefen" fängt man besser mit kleineren Verhältnissen an.

STW im ersten Schritt niedrig, im 2. Schritt um 8-9°P, im 3. Schritt 8-9°P oder geringfügig in Richtung Extraktgehalt der Anstellwürze, nicht absteigend. Bei voll vitaler Hefe kann auch der erste Schritt 8-9°P haben. NaCl und Bodensätze sind nie vital!

Dauer: 1. Schritt - so lange, wie die Hefe zum Aufwachen braucht, 2. und 3. Schritt 24h mit Rührer bzw. 48h ohne Rührer (grob über den Daumen).

Starter sollen nicht groß "in der Gegend herumgären". Es geht um Vermehrung und gesunde Ausbildung der Jungzellen, also Zellatmung+Nährstoffe+Zeit, und nicht anaerobe alkoholische Gärung oder Dauerbelüften (übermäßig aerob vermehren).
----------

Beispiel 3 Liter Starter aus NaCl mit geringer Hefeentnahme und Magnetrührer:

Schritt 1)
4 ml NaCl Hefesuspension, 20ml Starterwürze 6°P >> 24ml @ 5°P >>> oft schütteln und stehen lassen, bis der Starter beginnt zu gären und sichtbar hefetrüb ist

Schritt 2)
+ 200ml Starterwürze @ 9°P >> 224ml @ ~8,5°P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22h Magnetrührer langsam

Schritt 3)
+2,76l Starterwürze @ 12°P >> 3l @ ~11,75 °P >> 2h Magnetrührer Vollgas, 22-30h Magnetrührer langsam
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