Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Moin,
man hat nun die Hefen in den Bierflaschen identifiziert, die vor 125 Jahren mit einem Schiff gesunken sind.
https://www.spektrum.de/news/brauen-bie ... ut/1888216
VG, Markus
man hat nun die Hefen in den Bierflaschen identifiziert, die vor 125 Jahren mit einem Schiff gesunken sind.
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"Durst ist schlimmer als Heimweh"
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Sehr interessant! Was ist eigentlich aus der Hefe geworden, welche man aus einem Bienenmagen (glaube ich) isoliert hat? Gibt es die käuflich zu erwerben?
Grüße
Fabian
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Fabian
Liebe, Mann!
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Danke für den Link, hochinteressant. Wusste nicht, dass die Schotten schon vor fast 130 Jahren mit Brett gebraut haben!
- Commander8x
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Besonders interessant finde ich, dass die Hefen nach 126 Jahren noch vermehrungsfähig waren und wieder angezogen werden konnten.
Gruß Matthias
Gruß Matthias
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Illegitimis non carborundum.
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Brettanmyces trau ich alles zu. Aber vielleicht lief das auch über Sporen?Commander8x hat geschrieben: Freitag 25. Juni 2021, 08:50 Besonders interessant finde ich, dass die Hefen nach 126 Jahren noch vermehrungsfähig waren und wieder angezogen werden konnten.

Stefan
- tinoquell
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Hmm, vielleicht bin ich zu pessimistisch, aber den den gefühlt 1000 Threads hier zur Reinigung und Desinfektion hielte ich es für möglich, dass die Wildhefen auch um 1895 gar nicht "Teil der modernen Bierproduktion" waren, sondern genauso unabsichtlich da hineingekommen sind wie in unsere ungebackenen Flaschen.Die Hefekulturen aus dem Wrack der Wallachia und anderen ähnlich alten Bierproben sind dafür besonders interessant, weil sie zwar der Vor-Saccharomyces-Ära entstammen, aber schon Teil einer modernen industriellen Bierproduktion waren.
Dass nun aber versucht wird, diese wiederzubeleben und zu nutzen, finde ich trotzdem sehr interessant und bin gespannt, was dabei herauskommt!
Tino
- renzbräu
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Das Bild hatte ich auch schon in Kopf:
Brauerei hat eine Infektion, das Bier wurde trotzdem verkauft; "ist nicht so gelungen". Das Schiff geht unter. Heute bergen es die Forscher:innen, analysieren und sagen: So war schottisches Bier früher!
Wer weiß, vielleicht war Bier früher gar nicht lecker
Brauerei hat eine Infektion, das Bier wurde trotzdem verkauft; "ist nicht so gelungen". Das Schiff geht unter. Heute bergen es die Forscher:innen, analysieren und sagen: So war schottisches Bier früher!
Wer weiß, vielleicht war Bier früher gar nicht lecker

Grüße Johannes
- hausgebraut, handgeklöppelt & mundgetrunken -
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Davon gehe ich sogar fest aus, bzw nicht so, wie wir heute "lecker" definieren würden.renzbräu hat geschrieben: Freitag 25. Juni 2021, 09:46 Wer weiß, vielleicht war Bier früher gar nicht lecker![]()
Die Rohstoffe waren ähnlich, das Herstelverfahren auch, ein original Mittelalter Bier würde sich heutzutage aber ziemlich sicher nicht verkaufen lassen.
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Bei historischen englischen Bieren ist nachgewiesen, dass die Brettanomyces in den Eichenfässern hatten. Daher kommt ja auch der Name Brettanomyces, den hat Claussen 1903 so gewählt, weil die Hefe aus Britischen Bieren isoliert wurde.
In einem der englischen Bücher, die ich habe, wird erwähnt, dass in Deutschland lange Porter mit einer "Englisch-Hefe" gebraut wurde, die Brettanomyces enthielt und dementsprechend das "echte" Porter-Aroma lieferte.
In einem der englischen Bücher, die ich habe, wird erwähnt, dass in Deutschland lange Porter mit einer "Englisch-Hefe" gebraut wurde, die Brettanomyces enthielt und dementsprechend das "echte" Porter-Aroma lieferte.
Auf Youtube: The British Pint
- Commander8x
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
Das ist eher unwahrscheinlich. Dazu braucht es Stickstoff- und/oder Mangel an einer fermentierbaren Kohlenstoff-Quelle. Nehmen wir an, die Flaschen sind dicht geblieben, hatten die Hefen genug zu knuspern.Boludo hat geschrieben: Freitag 25. Juni 2021, 08:58Brettanmyces trau ich alles zu. Aber vielleicht lief das auch über Sporen?Commander8x hat geschrieben: Freitag 25. Juni 2021, 08:50 Besonders interessant finde ich, dass die Hefen nach 126 Jahren noch vermehrungsfähig waren und wieder angezogen werden konnten.![]()
Gruß Matthias
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Re: Seltene Hefen in 125 Jahre altem Bier
D. hansenii soll heute noch Bestandteil der Haushefe des Le Coq Russian Imperial Stout der Harvey & Sons Brewery sein und wird wohl (unter Aufsicht) in Estland gebraut? Diese Hefe ist wohl auch sehr salztolerant und kommt daher oft in Salzwasser, Gepökelten und Käse vor...
Held im Schaumgelock
"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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