Eintauchwürzekühler

Eintauchwürzekühler, oder auch Eintauchkühler genannt, werden meist aus einem Kupferrohr hergestellt, an dessen Enden jeweils ein Schlauch angebracht wird. Einer davon wird mit der Kaltwasserzuleitung verbunden, der andere in den Abfluß (zum Beispiel das Spülbecken) geleitet. Vom Wasserhahn durchströmt das zunächst kalte Wasser nun durch die Kühlspirale, erwärmt sich selbst dabei an der heißen Würze, die im Gegenzug abkühlt und läuft schließlich in den Abfluß. Kupfer ist besonders für diese Konstruktion geeignet, da es eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit besitzt und sich leicht formen läßt. Edelstahlrohre sind ebenfalls verwendbar, jedoch teurer.

Das Kupferrohr sollte einen Außendurchmesser von 1/2 Zoll (12 mm) aufweisen. Eine Länge von 8 m ist ausreichend, um 25 Liter kochende Würze innerhalb von 20 Minuten auf 20 °C abzukühlen. Wird ein dünneres und dafür längeres Rohr verwendet, arbeitet der Kühler infolge der größeren Oberfläche effizienter, ist jedoch aufgrund der größeren Abmessungen unhandlicher. Kupferrohr wird in Baumärkten als Meterware im Ring angeboten, sie eignet sich besonders gut um daraus eine Spirale zu biegen. Generell gilt es, die Kühlspirale großzügig zu dimensionieren. Also lieber ein Meter mehr kaufen (oder dem Verkäufer so ausgiebig vom Bierbrauen erzählen, daß er sich zu Deinen Gunsten um drei Meter vermißt).

Der Schlauch sollte lang genug sein, um keine Stolperfallen zu errichten. Bevor Du in den Baumarkt fährst, überlege Dir, aus welcher Quelle du später Wasser nehmen willst, damit Du, falls nötig, für den Wasserhahn den richtigen Adapter besorgen kannst. Welches System Du hier nimmst, hängt ziemlich direkt von der Art Deines Wasserhahns ab.

Einkaufsliste

Was?Wieviel?ca.EUR
Kupferrohr (weich), Außendurchmesser 1/2“ (12 mm), Länge je nach Sudpfannengrößeca. 8m20,-
Schlauch mit 1/2“ Innendurchmesser, Länge je nach Bedarfca. 4m3,-
Passender Adapter für den Wasserhahn, z. B. „Wasserdieb“ aus der Gartenabteilung1 Stk.8.-
Schlauchschelle, 15 – 20 mm Innendurchmesser2 Stk.2,-
Optional: Kabelbinder zum Fixieren es Kupferrohres10 Stk.1,-

Werkzeug:

  • Schraubendreher
  • Schere

Und so wird's gemacht

Bevor Du beginnst, das Kupferrohr in die gewünschte Form zu bringen, bedenke, daß Kupferrohr zwar leicht formbar ist, jedoch beim Biegen genau so leicht auch einknicken kann. Diese Knicke können nicht mehr enfernt werden. Mit etwas Vorsicht ist es allerdings nicht schwer das Kupferrohr in die gewünschte Form zu bekommen – am besten wickelst Du es Stück für Stück um einen geeigneten Körper, etwa um ein Keg oder einen Topf. Der Durchmesser der so entstandenen Spirale sollte so bemessen sein, daß außen noch etwa fünf Zentimeter Platz bis zum Rand des Würzebehälters verbleiben.

An dem einen Ende der Spirale sollten nun noch etwa 40 cm, an dem anderen Ende etwa 60 cm ungebogenes Rohr verbleiben. Diese beiden Rohrenden werden nun parallel zueinander um 90 ° nach oben gebogen. Anschließend wiederum um 90 ° nach außen biegen, so daß die Rohrenden nun aus dem Kühlgefäß ragen. Falls erforderlich können die Rohrenden zum Schluß noch abgelängt werden.

Nun wird der Kunststoffschlauch auf die passende Länge abgeschnitten – je nach Wunsch etwa 1,5 bis 2 m lang – und an die beiden Rohrenden mittels je einer Schlauchschelle angebracht. Wer es ganz akkurat mag, der fixiert nun noch die geraden Rohrteile und ggf. die Schläuche mit Kabelbindern paarweise aneinander.

Der Kühler im Einsatz

Vor der Inbetriebnahme kann es nicht schaden, den Kühler mit einem Topfreiniger gründlich zu schrubben und ihn dann zu desinfizieren. Dann wird der Zulauf mit dem Wasserhahn verbunden – bei geeignetem Wasserhahn sind Schnellkupplungssysteme, wie man sie vom Gartenschlauch her kennt, eine prima Sache – und zuletzt der Ablauf an geeigneter Stelle fixiert. Und schon kann's losgehen.

Fazit

An diesem Kühler kommt kein Einsteiger vorbei. Er ist schnell gebaut, kostet nicht die Welt und kühlt vor allem kleinere Mengen ganz passabel und in erträglicher Zeit herunter. Natürlich hat er auch Nachteile: Zum einen sei die immense Wassermenge genannt, die Du schon für die Kühlung einiger paar Dutzend Liter Würze in den Ausguß strömen läßt. Aber das ist noch das kleinere Problem. Viel unpraktischer ist, daß der Kühler bei einer Vergrößerung deiner Brauanlage nicht einfach „mitwächst“, sondern durch ein größeres Modell ersetzt werden muß – oder durch ein leistungsfährigeres wie den Gegenstromkühler, der sich spätestens nach der ersten Anlagenerweiterung aufdrängt, da er für beliebig große Mengen geeignet ist.

Quelle:BesserBierBrauen

Drucken/exportieren
QR-Code
QR-Code Eintauchwürzekühler (erstellt für aktuelle Seite)
*
^