Mais ist ein Vertreter der Süßgräser und ist ursprünglich in Mittel- und Südamerika (Region zwischen Mexiko und Peru) beheimatet. Mittlerweile stellt Mais eine wichtige Nutzpflanze auf der ganzen Welt dar. Die Hauptverwendungen für Mais sind Nahrungsmittel, Viehfutter und zuletzt vermehrt als Energiepflanze (Rohstoff für Biogasanlagen).

Als einjährige Pflanze erreicht Mais eine Höhe von einem bis drei Metern. Entlang des runden Halms wachsen wechselständig Laubblätter. Der einhäusige Mais besitzt pro Pflanze sowohl männliche wie auch weibliche Blüten. Während sich die weiblichen Blüten entlang des Halms befinden, sind die männlichen Blüten an der Pflanzenspitze lokalisiert. Pro Maispflanze bilden sich in der Regel eine bis zwei Kolben heraus, deren Körner im reifen Zustand normalerweise eine gelbe Farbe besitzen (Es existieren auch Maisarten mit roten, violett/blauen, weißen, rosa, schwarzen oder grünen Körnern). Weltweit sind weit über 50.000 Kulturmais-Sorten bekannt, EU-weit sind zur Zeit (stand 2011) nur rund 230 Maissorten zum wirtschaftlichen Anbau zugelassen.

Nahrungsmittel aus Mais sind beispielsweise Maisstärke, Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popcorn, Polenta, Erdnussflips oder Tortillas. Darüber hinaus wird Mais auch als Zutat bei der Bierherstellung verwendet. Wie auch Reis, Buchweizen o.ä. wird Mais beim Brauen als Surrogat ((Malz-)Ersatzstoff) bezeichnet und dient zumeist als kostengünstige Kohlenhydratquelle. Darüber hinaus trägt die Zugabe von Mais zu einer hellen Bierfarbe, einem leichten Körper und einem leichten Aroma bei. Nach dem zur Zeit gültigen Biersteuergesetz ist die Nutzung von Surrogaten in Deutschland für die kommerzielle Bierproduktion nicht zugelassen. Beim Brauen wird Mais häufig in Form von Cornflakes oder Maisgries (Polenta) verwendet. Idealerweise sollte der Mais-Anteil in der Schüttung nicht mehr als 30% ausmachen. Bei einem höheren Anteil kann die Enzymaktivität nicht genügen um die Stärke vollständig zu verzuckern; darüber hinaus kann es zu Fehlaromen kommen, die an Lösungsmittel erinnern. Um die Kohlenhydrate für die Hefe nutzbar zu machen, müssen sie durch Hitze aufgeschlossen werden. Dies geschieht, indem man den Maisgries mit Wasser vermischt und für rund 30 Minuten auf mindestens 60-75°C erhitzt. Nach dieser Behandlung können die im Mais enthaltenen Kohlenhydrate von den Enzymen (aus den in der Schüttung vorhandenen Malzen) in Zucker aufgespalten werden.

Beispiele für Biere aus Mais:

  • Chibuku / Shake Shake - Sambia, Malawi, Tanzania u.a. (Afrika)
  • Chicha - Peru (Südamerika)
  • Hwahwa - Simbabwe (Afrika)
  • Sonnenbräu - Schweiz (Europa)
  • Miller - Milwaukee (WI, USA)
  • Corona - Mexiko (Südamerika)
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