Scottish Heavy 70/-

GeschmackDominierender Malzgeschmack, welcher aber nicht lange anhält. Die anfängliche Malzsüße wird durch einen niedrigen bis moderaten Karamellton unterstützt(entsteht in der Kochphase). Manchmal ist ein kleiner Diacetyl-Anteil erkennbar. Fruchtester sind moderat bis nicht vorhanden. Hopfenbittere ist niedrig bis moderat, allerdings tendiert die Biersorte geschmacklich immer in Richtung Malz (nicht übermäßig). Hopfengeschmack reicht von niedrig bis nicht vorhanden. Ein niedriger bis moderater Torfgeschmack ist optional und kann durchaus als erdig oder rauchig empfunden werden. Die Sorte hat durch eine kleine Mengen an ungemälzter Röstgerste prinzipiell einen getreideartigen, trockenen Abgang.
AromaDie Malzsüße ist niedrig bis mittel, manchmal durch eine niedrige bis moderate Karamelisierung in der Kochphase akzentuierend. Einige Beispiele dieser Sorte haben ein leichtes Hopfenaroma, leichte Fruchtigkeit, ein wenig Diacetyl und/oder ein niedriges bis moderates torfiges Aroma (alle sind optional). Das torfige Aroma wird manchmal als erdig, rauchig oder leicht getoastet empfunden.
MundgefühlMittel-niedriger bis mittlerer Körper. Niedrige bis moderate Kohlensäure. Manchmal ein wenig cremig, allerdings eher auffallend trocken durch den Einsatz von Röstgerste.
AussehenDunkles Bernstein bis dunkles Kupfer. In der Regel sehr klar durch die lange, kalte Lagerphase. Cremiger beigefarbener bis leicht dunkler Schaum, niedrige bis moderate Haltbarkeit.
KommentierungDie Ausgewogenheit von Malz zu Hopfen tendiert zur Malzseite. Der Karamellcharakter entstammt der Karamellisierung in der Kochphase und nicht dem Einsatz von Karamellmalz (und wird auch hin und wieder mit dem Vorhandensein von Diacetyl verwechselt). Obwohl dies ungewöhnlich ist, so ist der rauchige Charakter hefe- oder wasserbasierend und kommt nicht durch den Einsatz von torfgeräucherten Malz. Der Einsatz von torfgeräucherten Malz, um den Charakter des Bieres zu replizieren sollte nicht angewandt werden. Sehr rauchbetonte Biere sollten in der Rauchbierkategorie bewertet werden.
ZutatenSchottische oder englische helle Malze. Eine kleine Menge von Röstgerste, um Farbe und Geschmack zu beeinflussen – diese geben dem Bier einen trockenen, leichten röstigen Abgang. Einsatz von englischen Hopfen. Saubere, relativ schlecht endvergärende Hefe. Einige kommerzielle Brauer fügen der Malzgabe noch Kristall-, bernsteinfarbenes oder Weizenmalz bei, sowie hin und wieder Zucker. Der optionale torfige, erdige und/oder rauchige Charakter entstammt der traditionell eingesetzten Hefe und durch die einheimischen Malze und Wasser und nicht durch den Einsatz von Rauchmalz.
Kommerzielle BeispieleCaledonian 70/- (in den U.S.A. als Caledonian Amber Ale angeboten), Belhaven 70/-, Orkney Raven Ale, Maclay 70/-.

Quelle: BJCP.org
Quelle: kgbrauereien.org

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