Witbier

GeschmackAngenehme Süße (oft mit einer leichten Honig- und/oder Vanillenote) und einer orangeartige Fruchtigkeit. Erfrischend knackig mit einen trockenen, säuerlich bissigen Abgang. Kann etwas Weizengeschmack haben. Eine sehr leichte Milchsäure ist optional. Gewürzartige Geschmäcker sind üblich, aber nicht dominant, bzw. kann moderat nach Koriander und andere Gewürzen schmecken. Ein würzig-erdiger Hopfengeschmack von niedrig bis nicht vorhanden, bzw. ist gegenüber den Gewürzen nie auffällig. Hopfenbittere ist niedrig bis mittel-niedrig (so wie bei einem Hefeweizen) und ist nicht auffällig gegenüber den erfrischenden und fruchtig und würzigen Geschmacksnoten, bzw. hält nie bis in den Abgang. Bittere durch Orangenschale sollte nicht auffallen. Gemüse-, Sellerie-, Schinken- oder seifige Geschmacksnoten, die von einigen Gewürzen stammen können, sind nicht erwünscht. Kein Diacetyl.
AromaModerate Süße (oft mit einer leichten Honig- und/oder Vanillenote) mit leichten, getreideartigen, würzigen Weizenaromen, oft mit etwas säuerlichen Biss. Moderat parfumartiger Anflug von Koriander, oft mit einer komplexen gewürzigartigen, würzigen oder pfefferigen Note im Hintergrund. Moderat orangeartige Fruchtigkeit. Ein niedriges hopfenwürziges Aroma ist optional, sollte aber nie die anderen Aromen überdecken. Kein Diacetyl. Gemüse-, sellerie- oder schinkenartige Aromen, die aus einigen Gewürzen stammen könnten sind nicht erwünscht. Der Einsatz von Gewürzen sollte so erfolgen, dass deren Aromen nicht dominant wirken und sich mit den fruchtigen, blumigen und süßen Aromen verbinden.
MundgefühlMittel-leichter bis mittlerer Körper, wobei oft eine sanfte Cremigkeit durch den ungemältzen Weizen und durch gelegentlich eingesetzten Hafer vorkommt. Trotz des Körpers und der Cremigkeit, ist der Abgang trocken und oft etwas säuerlich. Sehr sprudelig durch den hohen Kohlensäuregehalt. Durch die Kohlensäure erfrischend, leichte Säure und Mangel an Bittere im Abgang. Keine Kratzigkeit oder Adstringenz durch die Orangenschalen. Sollte nicht übermässig trocken oder dünn wirken, allerdings auch nicht zu dickfllüssig oder schwer.
AussehenSehr helles Stroh bis sehr helles Gold. Das Bier ist auffallend trübe (Stärke-Trübung, bzw. durch den Einsatz von ungemalztem Weizen oder durch die Hefe), sodass eine milchiges, weißlich-gelbliches Aussehen entsteht. Dichte, weiße, cremige Schaumkrone. Haltbarkeit der Schaumkrone sollte gut sein.
KommentierungDie Präsenz, der Charakter und der Anteil an Gewürzen, sowie der Milchsäure variiert. Übermässig gewürzte und/oder saure Biere sind keine guten Beispiele dieses Biertyps. Das Bier ist tendenziell nicht sehr haltbar, bzw. ist nicht lagerfähig, somit sind jüngere und frischere Biere vorzuziehen.
ZutatenUngefähr 50% ungemälztes Weizen (traditionell weicher, weißer Winterweizen) und bis zu 50% helles Gerstenmalz (üblicherweise Pilsnermalz). Bei einigen Bieren wird von 5-10% Hafer als Rohfrucht eingesetzt. Gewürze sind üblicherweise frisch gemahlene Koriander und Curacao oder manchmal Schalen von Süßorangen, um das süße Aroma zu unterstützen. Andere Gewürze (wie z.B. Kamille, Cumin, Zimt, Paradieskörner) werden im Sinne der Komplexität eingesetzt, sind aber bei weitem nicht so auffällig. Obergärige Hefe, die zu einem milden und würzigen Geschmack beiträgt ist charakteristisch. Manchmal wird eine Milchsäureinfektion angestrebt, selten auch eine Zugabe von Milchsäure vollzogen.
Kommerzielle BeispieleHoegaarden Wit, Vuuve 5, Blanche de Bruges, Blanche de Bruxelles, Brugs Tarwebier, Sterkens White Ale, Celis White (wird jetzt im U.S. Bundestaat Michigan hergestellt), Blanche de Brooklyn, Great Lakes Holy Moses, Unibroue Blanche de Chambly, Blue Moon Belgian White.

Quelle: BJCP.org
Quelle: kgbrauereien.org

Drucken/exportieren
QR-Code
QR-Code Witbier (erstellt für aktuelle Seite)
*
^