Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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StefanK
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Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#1

Beitrag von StefanK » Sonntag 23. Juni 2019, 00:44

Hallo miteinander,

vor einer Weile hatte ich mal hier im Forum diskutiert, wie man den Brautag wohl entzerren, entspannen oder gleich zweiteilen könnte. Hier (Link) bekam ich einige sehr hilfreiche Tipps zum Thema Kombirast im Thermoport. Also hab' ich dahingehend investiert und vor etwa zwei Wochen stand der 25 Liter Schengler bereit:
Pale_Ale_Thermo_01.jpg
Danach habe ich mich daran gemacht, Ersatzhahn und Läuterspirale für das gute Stpück zu besorgen. An dieser Stelle dazu nochmal herzlichen Dank an Sascha von Brauhardware für seine gute und geduldige Beratung! Jedenfalls kamen dann Freitag zwei Hähne (einer für den Thermoport, einer für den Einkocher), zwei T-Stücke und eine Läuterspirale an. Das T-Stück für den Einkocher brauche ich eigentlich nicht, aber ich dachte für 6 EUR kann ich es mal für alle Fälle mitbestellen. Eine Überlegung die später noch von Bedeutung sein sollte!
Pale_Ale_Thermo_02.jpg
Heute Abend also ging's los. Obwohl wir recht spät erst daheim waren, dachte ich, dass es doch kein Thema sein könnte, mal eben noch einzumaischen. Ich Tor! :Ahh

Na ja... Erst einmal lief alles rund. Um 22 Uhr lief ich in den Keller und drehte die Schüttung durch die treue Walzenquetsche:
4.500g Pale Ale Malz
500g Karamellmalz, hell
250g Haferflocken (die natürlich nicht durchgedreht)
-------------
4.750g

Damit blieb ich etwas unter meines bisherigen Malzmengen, weil ich eher 5kg Basismalz (meist Wiener) einmaischte. Diesmal wollte ich aber eine etwas geringere Stammwürze erreichen, um nicht wieder bei 6 %Vol auszukommen. Schauen wir mal...
Pale_Ale_Thermo_03.jpg
Mit dem Schrotbild war ich wieder recht zufrieden. Diesmal hatte ich das Malz auch nicht vorher konditioniert. Wird möglicherweise überbewertet...

Also mit gut zehn Pfund Malz wieder nach oben. Heute durfte der Einkocher in die Küche statt auf den Balkon. Sollte ja keine Würze gekocht werden. Eine folgenschwere Entscheidung, doch dazu später mehr. Also 20 Liter Wasser aufgesetzt für den Hauptguss und den Inkbird auf 72 °C eingestellt. Dieser Temperatur war zuletzt gut für meine Maischen. Da kam ich danach immer auf die gewünschte Rasttemperatur um 67 °C herum.
Pale_Ale_Thermo_04.jpg
Pale_Ale_Thermo_05.jpg
In der Zwischenzeit - also während des Aufheizens - habe ich dann nochmal den Thermoport geschrubbt und mit heißem Wasser vorgewärmt. Als dann 72 °C erreicht waren, begann ich, das Wasser in den Thermoport abzulassen und das Malz einzustreuen. Hier nimmt nun das Unheil unweigerlich seinen Lauf und die bildliche Dokumentation wird lückenhaft. Nachdem es mit den ersten Litern Hauptguss und den ersten Pfund Malz gut lief, wurde der ambitionierte Brauer (und nunmehr Autor dieser Zeilen) etwas zu übermütig. Wasser rein, Malz eingerührt, läuft. Temperatur der Maische am Ende bei 67,3 °C. Auch nah an perfekt. Was soll jetzt noch schief gehen?
In dieser Phase der Übermotivation nahm ich wohl das Credo "Möglichst wenig Kopfraum im Thermoport, damit er die Wäre am besten hält" zu ernst. Denn irgend wie war mir nicht präsent, dass KEIN Kopfraum unweigerlich zum Überlaufen führt, wenn man den Deckel aufsetzt. :Ahh

Somit ergab sich das (erste) Fiasko des Abends. Eine nicht unerhebliche Lache Maische auf dem Küchenboden. Auf dem Balkon wär's egal gewesen, aber wenn die geliebte Gattin am nächsten Morgen auf dem Weg zur ersten Tasse Kaffee in der Brühe kleben bliebe, wäre ich fällig. Im warsten Sinne des Wortes. Also war noch Putzstunde angesagt. Was sollte man auch sonst Samstags Abends um 23 Uhr machen, wenn nicht die Küche putzen... Und das Bad... Und den Flur... Denn natürlich hatte der Bottich beim Transport zu seinem Übernachtungsort eine Spur klebriger Tropfen hinterlassen. Dass Brauen eigentich nur Putzen für Männer ist, wusste ich ja, aber DAS? :Mad2

Okay... Also den Thermoport in eine Ecke geschafft, isoliser, zugedeckt und dann noch die Bude geputzt. Danach entstand folgendes Stillleben:
Pale_Ale_Thermo_06.jpg
Ach ja... Findet jemand den Fehler?
Was macht denn die Läuterspirale AUF dem Bottich und nicht darin? :Ahh

Es war mir eigentlich etwas früher aufgefallen. Nachdem etwa 20 Liter Maische im Bottich waren, fiel mir ein, dass ich die Läuterspirale noch gar nicht eingebaut hatte. Tja... Das war dann die Krönung, aber was will man machen. Glücklicherweise hatte ich ja - die aufmerksamen Leser mögen sich erinnern - aus einer Laune heraus auch das T-Stück für den Einkocher bestellt [sic!]. Also werde ich morgen dann nochmal aus dem Bottich in den Einkocher umschöpfen und dann mit der Läuterspirale läutern. Oder in meinen alten Läutereimer. Mache ich davon abhängig, welche Temperatur die Maische dann hat.

So... Damit erst einmal genug für heute. Inzwischen ist mein Zorn purer Müdigkeit gewichen. Es ist sogar so schlimm, dass ich gerade Reinhard Mey höre. "Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär' mein Hund" passt irgendwie gerade gut... Egal, morgen geht's weiter. Und während ich diese Zeile schrieb, habe ich mir wenigstens noch ein Abschlussbier gegönnt:
Pale_Ale_Thermo_07.jpg
In diesem Sinne... Gut's Nächtle! Morgen geht's weiter.

Cheers
Stefan
Zuletzt geändert von StefanK am Sonntag 23. Juni 2019, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#2

Beitrag von Braufex » Sonntag 23. Juni 2019, 00:56

Servus Stefan,
es geht doch nichts über einen entzerrten und entspannten Brauabend :Wink
Und putzen ist doch eh die heimliche Motivation zum Brauen :Pulpfiction
Jetzt kann es morgen nur noch besser werden, wird bestimmt ein prima Bier ...

Leide in Gedanken mit Dir,
Gruß Erwin
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Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#3

Beitrag von saschabouchon » Sonntag 23. Juni 2019, 09:12

Hi,

Gut, dass du das andere T-Stück such bestellt hast :-)!

Wird bestimmt ein gutes Bier :-)

Vg
Sascha
http://www.brauhardware.de
Rührwerk selber bauen, von der Einkocher- bis zur 70l Brauklasse! Läuterfreund, Edelstahlhähne etc...

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#4

Beitrag von Boludo » Sonntag 23. Juni 2019, 09:41

Wenn du aus dem Einkocher läuterst, verlierst du viel Zeit, da du dann nicht sofort heizen kannst.


Stefan

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#5

Beitrag von saschabouchon » Sonntag 23. Juni 2019, 12:08

Das stimmt, aber er hat ja nun diesmal vergessen, den Läuterfreund in den TP einzubauen. Diesmal wird ihm nichts anderes übrig bleiben ;-)
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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#6

Beitrag von Boludo » Sonntag 23. Juni 2019, 13:44

saschabouchon hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 12:08
Das stimmt, aber er hat ja nun diesmal vergessen, den Läuterfreund in den TP einzubauen. Diesmal wird ihm nichts anderes übrig bleiben ;-)
Doch, natürlich. Alles in den Einkocher, Hexe in den Thermoport einbauen, und alles wieder zurück. Dauert maximal 5 Minuten. Ein fünf Liter Messbecher ist übrigens extrem hilfreich bei solchen Aktionen.

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#7

Beitrag von StefanK » Sonntag 23. Juni 2019, 14:46

Boludo hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 13:44
Doch, natürlich. Alles in den Einkocher, Hexe in den Thermoport einbauen, und alles wieder zurück. Dauert maximal 5 Minuten. Ein fünf Liter Messbecher ist übrigens extrem hilfreich bei solchen Aktionen.
Auch eine Idee... :Grübel
Ich hab's etwas anders gemacht und meinen (alten) Eimer mit dem Läuterblech eingesetzt. So musste ich nur einmal umscheppen. :Bigsmile
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Tag 2: Jetzt läuft's.

#8

Beitrag von StefanK » Sonntag 23. Juni 2019, 15:32

So... Nach dem eher holprigen Beginn gestern ging es dann heute weiter. Quasi direkt nach dem Aufstehen hab' ich nach dem Thermoport geschaut und immerhin waren nicht 25 Liter Maische ausgelaufen. 61,7 °C hatte die Maische noch. D.h. sie ist in den 9 Stunden etwa 6 °C abgekühlt. Ob das viel ist?
Pale_Ale_Thermo_08.jpg
Zunächst erschien es mir etwas seltsam, dass noch so viel Malz oben schwamm. Aus dem Läutereimer kenne ich es eher so, dass sich recht schnell der Treberkuchen bildet, aber vielleicht hatte ich das beim Umlagern des Thermoports auch bloß etwas aufgewirbelt. Hauptsache Jod ist neutral:
Pale_Ale_Thermo_09.jpg
Aufgrund meines Läuterhexendebakels von gestern konnte ich nicht aus dem Thermoport direkt läutern. Also hab' ich in meinen Eimer nebst Mattmill-Läuterblech umgeschöpft. Spaß ist anders, aber insgesamt hat's gut geklappt. Nach einer kurzen Läuterruhe lief ab 08:45 Uhr die Würze klar:
Pale_Ale_Thermo_10.jpg
Zuerst hab' ich direkt in den Einkocher geläutert, bis er ungefähr halb voll war. Weil er dann auf den Tisch musste, lief der Rest in einen Eimer und wurde dann manuell nachgeführt. 09:35 Uhr war dann Pfanne voll mit über 17 °B (~ 16,3 °P). Und es lief noch immer kein Glattwasser. Als der Treberkuchen endlich leer war, hatte ich noch fast 10 Liter mit 6 °B (5,7 °P). Wie soll ich da jemals die Sudhausausbeute ausrechenen können... :Waa

Also wurde gekocht. Als erste Hopfengabe kamen 20g Centennial in die Würze.
Pale_Ale_Thermo_13.jpg
Ab 09:50 Uhr kochte die Würze wallend. So viel Eiweißbruch hatte ich noch nie oben schwimmen. Aber ich hatte auch noch nie Pale Ale Malz. Vielleicht liegt es daran.
Pale_Ale_Thermo_14.jpg
Bis ich die Hefe rehydrieren konnte, dauerte es etwas. Das abgekochte Wasser brauchte einige Zeit, um unter 35 °C zu kommen. Also musste die US-05 etwas warten:
Pale_Ale_Thermo_15.jpg
Um 11:00 Uhr war dann genug gekocht und ich habe den Einkocher und den Tauchsieder ausgeschaltet. Kühlspirale in die Würze und Wasser march. Die zweit Hopfengabe musste noch in die Würze. Eigentlich wollte ich sie bei knapp unter 80 °C zu geben und ein paar Minuten dort "rasten". Die Würze kühlte aber schneller ab, als ich dachte, also kamen die 80g Centennial bei etwa 70 °C dazu. Eine Viertelstunde Kühlpause und dann ging's weiter. Die Zeit habe ich auch genutzt, um die Stammwürze nach unten zu korrigieren. Am Ende lag sie bei 11 °B (10,6 °P), genau an der Grenze zwischen Schankbier und Vollbier. So sollte es sein, das wollte ich mal ausprobieren.

Um 11:45 Uhr war die Würze auf unter 45 °C runter und ich habe angefangen, mit Eiswasser und Zirkulationspumpe weiterzumachen. Da muss demnächst mal in ein leistungsfähigeres Modell investiert werden, fürchte ich.
Pale_Ale_Thermo_16.jpg
Um 12:10 Uhr war die Temperatur dann unter 32 °C und ich hab' angefangen, in den Gärtank (-eimer) abzulassen. Kühlspirale wurde dann später dahin umgebaut, um dort weiterzukühlen. Mit dem neuen Hahn war das Ablassen jedenfalls top.
Pale_Ale_Thermo_17.jpg
Der Rest war eine Geduldsübung. Bis kurz vor 13 Uhr dauerte es, bis ich die Würze unter 20 °C hatte. Aber dann hieß es: "Gott gib Glück und Segen drein!"
Pale_Ale_Thermo_18.jpg
Pale_Ale_Thermo_19.jpg
Danach ging's dann ans obligatorische Putzen und Aufräumen. Als ich auch damit endlich durch war, gab's zur Belohnung das letzte Glas aus meinem PA, dass ich zur Kommunion unserer großen aufgesetzt hatte. Schüttung aus Wiener Malz und Cara-hell, Hopfengaben wie hier.
IMG_20190623_143419.jpg
Fazit:
  • Heute lief es sehr entspannt
    Die zwei Stunden für's Schroten und Einmaischen zu sparen war sehr hilfreich
    In den üblichen Handgriffe bekomme ich Routine
    Die neuen Hähne sind Gold wert
Über den Gärverlauf halte ich Euch auf dem Laufenden. Da der Gärbottich sehr voll geworden ist, rechne ich mit einem etwas längeren Gärverlauf. Mal sehen, wieviel die US-05 diesmal schafft. Im Keller herrschen momentan zwischen 19 und 20 °C. Wird schon...

Ich hoffe, der Bericht hat Euch gefallen. Feedback, Lob, Kritik oder Anregungen lese ich immer gern. :Smile

Viele Grüße
Stefan
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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#9

Beitrag von DarkRoast » Sonntag 23. Juni 2019, 16:39

Schöner Bericht und letztendlich ist es ja gut ausgegangen ... eventuell kannst du den Titel ja noch ändern!
nOOb in der 10 & 20 Liter Kochtopf Klasse, meinen Vorstellungs-Thread gibt's hier...

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#10

Beitrag von Braufex » Sonntag 23. Juni 2019, 16:45

Servus Stefan,
prima dass doch noch alles geklappt hat.
Schöne Doku.

Verbesserungspotential hast Du bezüglich Deiner Kühlung.
Hier mal ein Vergleich zu meinem letzten 24L-Weizen-Sud:
13:35 Kühlschlange in Einkocher
13:48 Kochende, mit abgekochtem Wasser auf Zielstammwürze aufgefüllt (12,5°P)
13:50 Kühlung auf
13:52 80°C
14:08 30°C
14:15 Start Ausschlagen bei 23°C im Einkocher, Kühler bleibt im Einkocher (keine Verwirbelungen erzeugen)
14:35 Ausschlagen Ende, Temp. im Gäreimer 20°C

Zeit von Start Kühlung bis Ende Kühlung bei 20°C Würze 45min. Ohne Eiswasser, nur mit Wasser aus der Leitung.
Trotz ca. 25m langem Gartenschlauch als Zuleitung.
Das frische Wasser wird bei mir von oben nach unten durch die Spirale geführt.
Entweder ist Dein Kühlwasser aus der Leitung zu warm, der Durchfluss zu niedrig oder die Kühlspirale zu kurz.
Oder von allem ein bischen ...
Hier ein Bild:
Kühlung.jpg
Bei untergärigem Bier kühle ich bis ca. 18°C im Einkocher bevor ich mit dem Ausschlagen beginne.
Ende Ausschlagen bin ich dann bei ca. 14-15°C im Gäreimer.
Der kühlt dann ca. 4h im Kühlschrank ( bei ca. 1°C) weiter bis zur Anstelltemperatur (ca. 8 - 9°C).
Diese Zeit kann man natürlich auch noch optimieren.
Sura hat da eine schöne Anleitung mit kleiner Pumpe und 30l kaltem Wasser (1°C) aus vorgekühltem 30l-Eimer ins Forum gestellt:
hier
Und noch eine Info von irrwisch:
da
Werd ich auch nochmal irgendwann umsetzen.

Ich wünsch Dir viel Glück und eine fleißige Hefe :Drink
Gruß Erwin
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Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Pale Ale im Thermoport - Pleiten, Pech und ...

#11

Beitrag von ctiedtke » Sonntag 23. Juni 2019, 17:27

Hallo Stefan,

Danke für Deine schöne Braudoko trotz Pleiten, Pech und Pannen. Ich finde daraus kann man lernen und beim nächsten mal hast Du dein Brauprozess besser im Griff.

Zur Konditionierung von Malz: Ich konditioniere mein Gerstenmalz immer. Ich habe den Eindruck das die Spelzen dadurch elastischer werden und nicht zu sehr beschädigt werden. Durch die geringere Beschädigung der Spelzen können bei einem ungünstigen Maische ph auch weniger Gerbstoffe ausgelaugt werden.

Zur Kühlung: Ich verwende eine Eintauchkupferspirale. Kupfer leitet Wärme besonders gut. Wäre vielleicht ne Möglichkeit. Die Frage die sich stellt ist, möchte man Kupfer in seinem Brauprozess verwenden? Stichwort: Oxidationsgeschmack im Endprodukt. Aber das ist ne andere Diskussion.
---
Gruß Christian

Schwester Doris (Mallersdorfer Klosterbrauerei) zu IPA: "Das ist kein Bier zum normal trinken, vielleicht ein Apperetif".

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#12

Beitrag von StefanK » Sonntag 23. Juni 2019, 21:26

Danke für das positive Feedback! :Smile

Titel habe ich leicht angepasst. Jetzt ist er passender, finde ich. :Wink

Zum Konditionieren:
Sehe ich eigentlich so wie Christian. Bisher habe ich deshalb immer konditioniert. Gestern hat's zeitlich nicht hingehauen, weil wir den ganzen Tag unterwegs waren. Also musste es mit trockenem Malz gehen. Einen Unterschied im Schrotergebnis konnte ich da jetzt aber nicht direkt ausmachen. Das Läutern und Auslaugen schien auch ähnlich zu verlaufen. Trotzdem werde ich grundsätzlich weiter anfeuchten.

Zur Kühlung:
Im Betriebsablauf mein größtes Problem. Die Kühlschlange ist die "normale" Größe und für 20 - 40 Liter empfohlen. Das Material stört mich eigentlich nicht. Hier im Forum hat mal jemand ausgerechnet, dass Edelstahl oder Kupfer keinen Unterschied ergeben. Irgendwie hing das damit zusammen, dass der Temperaturübergang zum Wasser irgendwann im Optimum liegt und es auch Kupfer dann nicht besser macht. Was mich eher etwas stört, ist, dass die Windungen aufeinander aufliegen. Das will ich noch mit Abstandhaltern beheben. Ich habe nur noch keine Idee wie bzw. mit was ich da basteln könnte.
Das Kühlwasser aus dem Hahn ist mittelmäßg kalt. Je nach Außentemperatur. Für die oberen Temperaturbereiche geht's auch recht fix, aber unter 40 °C wird's zur Qual, deshalb gebe ich dann Eis zu.
Danach ist das Wasser kalt, aber ich vermute, dass die Leistung der Pumpe zu gering ist. Eigentlich ist es so ein ähnliches Modell, wie Irrwisch in dem verlinkten Thread empfohlen hatte. Mein Aufbau ist auch fast identisch und wenn ich die Temperatur des Kühlwasser richtig auf dem Bild lese, war meins auch nicht wärmer. Angeblich (lt. Aufkleber) fördert meine Pumpe 3.000 Liter pro Stunde, aber aus der Kühlschlange kommt nur ein kleines Rinnsal. Das erscheint mir die Hauptfehlerquelle. Also muss da wohl mehr Power dran...

Viele Grüße
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#13

Beitrag von Braufex » Sonntag 23. Juni 2019, 22:15

Prüf doch mal Deine Pumpe.
3000l/h sind fast 1l/s, das ist eine ganze Menge. Allerdings schaffen die Pumpen relativ wenig Druck (3m Höhe entspricht bei Wasser 0,3bar).
Sobald irgendwelche Einbauten im Kreislauf Druckverlust erzeugen, verlierst Du Durchflussmenge.

- Teste mal den Durchfluss ohne angeschlossenen druckseitigen Schlauch, kommt da auch bloß ein Rinnsal?
- Hast Du bei Deinen Gardena-Kupplungen welche mit Wasser-Stop verbaut? Die erzeugen einen leichten Druckverlust und somit weniger Pumpleistung.
- Schläuche so kurz wie möglich und mit möglichst großem Querschnitt. Auch wenn der Kühler eh nur ca.8mm hat.
- Hast Du auf der Saugseite der Pumpe auch einen Schlauch oder saugt die Pumpe direkt an? Wenn mit Schlauch, dann mindestens den gleichen Querschnitt wie auf der Druckseite.
- Ist die Pumpe entlüftet oder hast Du eine Luftblase in der Pumpe? Falls du noch Luft im Laufrad hast, hilft es evtl. erstmal ohne angeschlossene Kühlschlange mit viel Durchfluss im Kreis zu pumpen um die Luft aus der Pumpe zu bekommen.

Würde mich freuen, wenn ein Lösungsansatz für Dich dabei wäre.
Gruß Erwin
Zuletzt geändert von Braufex am Montag 24. Juni 2019, 07:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#14

Beitrag von Bierbert » Sonntag 23. Juni 2019, 23:04

Schöne Pannendoku! Mein Beileid zu Deinem Verlust, aber das ist ja alles entspannt und am Ende wird so das Bier besser (in Erinnerung bleiben)

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#15

Beitrag von Bieryllium » Montag 24. Juni 2019, 01:40

Man konnte auch folgenden Tipp schon öfter lesen:
Direkt bei Kochende mit frischem Leitungswasser die Kochverluste ausgleichen bzw. verdünnen. Die Mischtemperatur ist hoch genug zum pasteurisieren aber trotzdem sind ein paar Minuten weniger zu kühlen.
Braufex schrieb auch den Zulauf vom Kühler so anzuschließen, dass die Kühlflüssigkeit von oben nach unten fließt. Ansonsten bilden sich Schichten unterschiedlicher Temperatur die erstaunlich lange brauchen um sich zu mischen. Ich war zumindest überrascht wie die Eintauchtiefe des Thermometers über das Messergebniss entschied als ich meine Töpfe zum Kühlen in die wassergefüllte Spüle gestellt hatte.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#16

Beitrag von StefanK » Montag 24. Juni 2019, 09:16

Braufex hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 22:15
Prüf doch mal Deine Pumpe.
3000l/h sind fast 1l/s, das ist eine ganze Menge. Allerdings schaffen die Pumpen relativ wenig Druck (3m Höhe entspricht bei Wasser 0,3bar).
Sobald irgendwelche Einbauten im Kreislauf Druckverlust erzeugen, verlierst Du Durchflussmenge.

- Teste mal den Durchfluss ohne angeschlossenen druckseitigen Schlauch, kommt da auch bloß ein Rinnsal?
- Hast Du bei Deinen Gardena-Kupplungen welche mit Wasser-Stop verbaut? Die erzeugen einen leichten Druckverlust und somit weniger Pumpleistung.
- Schläuche so kurz wie möglich und mit möglichst großem Querschnitt. Auch wenn der Kühler eh nur ca.8mm hat.
- Hast Du auf der Saugseite der Pumpe auch einen Schlauch oder saugt die Pumpe direkt an? Wenn mit Schlauch, dann mindestens den gleichen Querschnitt wie auf der Druckseite.
- Ist die Pumpe entlüftet oder hast Du eine Luftblase in der Pumpe? Falls du noch Luft im Laufrad hast, hilft es evtl. erstmal ohne angeschlossene Kühlschlange mit viel Durchfluss im Kreis zu pumpen um die Luft aus der Pumpe zu bekommen.

Würde mich freuen, wenn ein Lösungsansatz für Dich dabei wäre.
Gruß Erwin
Danke für die Hinweise, Erwin. Die werde ich mal abchecken und wieder hier berichten. Schlauchdurchmesser und -länge sind nicht der Grund, denke ich. Kurz und mit dem üblichen Gardena-Durchmesser, weil's auch so an die Pumpe passt. Die Kupplungen prüfe ich nochmal und mache dann auch einen Leistungstest ohne Spirale.
Bieryllium hat geschrieben:
Montag 24. Juni 2019, 01:40
Direkt bei Kochende mit frischem Leitungswasser die Kochverluste ausgleichen bzw. verdünnen. Die Mischtemperatur ist hoch genug zum pasteurisieren aber trotzdem sind ein paar Minuten weniger zu kühlen.
Letztendlich ist unser Leitungswasser vermutlich so oder so gut genug, um direkt verwendet zu werden. Es gibt genug Veteranen hier im Forum, die grundsätzlich nur "normales" Leitungswasser einsetzen. Teilweise sogar zum Rehydrieren der Hefe.

Bieryllium hat geschrieben:
Montag 24. Juni 2019, 01:40
Braufex schrieb auch den Zulauf vom Kühler so anzuschließen, dass die Kühlflüssigkeit von oben nach unten fließt. Ansonsten bilden sich Schichten unterschiedlicher Temperatur die erstaunlich lange brauchen um sich zu mischen. Ich war zumindest überrascht wie die Eintauchtiefe des Thermometers über das Messergebniss entschied als ich meine Töpfe zum Kühlen in die wassergefüllte Spüle gestellt hatte.
Ich lasse das Wasser auch von oben einlaufen und messe die Temperatur im unteren Bereich des Topfes. Zwar sollte das kalte Medium nach unten sinken, aber da oben ja mehr gekühlt wird, denke ich, dass unten dann eine einigermaßen repräsentative Mischung entstehen müsste. Topf in die Spüle scheidet bei meinem Setup und den räumlichen Gegebenheiten leider aus.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#17

Beitrag von irrwisch » Montag 24. Juni 2019, 09:27

Meine Pumpe hat sogar nur 2000l/h

Aber da kommt eigentlich ein relativ starker Strahl raus, habe nicht das Gefühl, dass die Pumpe zu schwach ist.
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#18

Beitrag von StefanK » Dienstag 25. Juni 2019, 08:07

irrwisch hat geschrieben:
Montag 24. Juni 2019, 09:27
Meine Pumpe hat sogar nur 2000l/h

Aber da kommt eigentlich ein relativ starker Strahl raus, habe nicht das Gefühl, dass die Pumpe zu schwach ist.
Danke für die Info und das Bild. Ich werde meine Pumpe im Laufe der nächsten Tage mal testen.

Kurzes Update zum Gebräu:
Mindestens seit gestern blubbert und gluckert es lebhaft vor sich hin. Optisch habe ich den Gärverlauf nicht untersucht, weil ich den Behälter grundsätzlich während der Gärung nicht öffnen will. Gegen Ende der Woche werde ich mal den Restextrakt messen, aber bis dahin bleibt der Deckel drauf.

Etwas unschlüssig bin ich noch bzgl. des Hopfenstopfens... :Grübel
Mal schauen.

Cheers
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#19

Beitrag von DarkRoast » Dienstag 25. Juni 2019, 08:50

Was ich dich noch fragen wollte: Ist das der Hahn den du jetzt für deinen 25l Schengler verwendest?
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#20

Beitrag von StefanK » Dienstag 25. Juni 2019, 09:00

DarkRoast hat geschrieben:
Dienstag 25. Juni 2019, 08:50
Was ich dich noch fragen wollte: Ist das der Hahn den du jetzt für deinen 25l Schengler verwendest?
Genau dieser! :thumbsup
Er passte auch fast problemlos in die Bohrung. Innen musste ich leicht mit dem Dremel nacharbeiten, aber wirklich im Bereich von unter 1 mm. Wie schon oben beschrieben habe ich auch eine Läuterhexe / -freund nebst T-Stück. Die habe ich aber noch nicht getestet.

Wozu der Hahn nicht geeignet ist, ist das Ablassen der Maische mit Treber. Dazu ist er einfach zu dünn. Das ließe sich aber auch mit keinem anderen Hahn lösen, ohne die Bohrung im Thermoport ganz erheblich zu erweitern.

Ansonsten kann ich nur sagen: Am Thermoport und auch am Einkocher möchte ich diese Hähne nicht mehr missen. Damit lässt sich um Längen besser arbeiten als mit den werkseitig verbauten Hähnchen.

Cheers
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#21

Beitrag von DarkRoast » Dienstag 25. Juni 2019, 09:23

Danke für die schnelle Antwort, Stefan! :thumbup

Der Thermoport sollte morgen bei mir eintrudeln, und ich möchte meine Läuterhexe einbauen. Das Standard Anschlußstück ist sicher zu kurz, und ich hätte auch gerne so ein Setup mit Hahn für den Thermoport. Ablassen der Maische samt Treber ist nicht geplant...

Servus
Walter
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#22

Beitrag von Braufex » Dienstag 25. Juni 2019, 10:20

irrwisch hat geschrieben:
Montag 24. Juni 2019, 09:27
Meine Pumpe hat sogar nur 2000l/h
Hallo irrwisch,
danke für die Info mit der Pumpe, hab ich mir jetzt auch bestellt
DarkRoast hat geschrieben:
Dienstag 25. Juni 2019, 08:50
Was ich dich noch fragen wollte: Ist das der Hahn den du jetzt für deinen 25l Schengler verwendest?
Hallo Walter,
habe auch den Hahn von Brauhardware und musste den 25l-Schengler-Thermoport auch minimal nacharbeiten.
Passt ansonsten und bin zufrieden.
Die Abdichtung mit den O-Ringen funktioniert gut, ist an dieser Stelle für mich besser wie mit dem Teflonband: läßt sich schnell lösen, reinigen und wieder montieren.

Gruß Erwin
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Es beantwortet mir Fragen, auf die ich niemals allein gekommen wäre! :puzz
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#23

Beitrag von Rumborak » Dienstag 25. Juni 2019, 10:24

Hallo Stefan,

vielen lieben Dank für die tolle Doku. :thumbup

Ich hatte dich ja seinerzeit dazu ermutigt, die Übernachtmaische zu machen.
Auch heute noch bleibe ich dabei: Für mich und meine Zeiteinteilung ist und bleibt es eine wunderbare Alternative zu einen "normalen" Brautag.

Eine Frage von Dir möchte ich noch beantworten:
StefanK hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 21:26
Was mich eher etwas stört, ist, dass die Windungen aufeinander aufliegen. Das will ich noch mit Abstandhaltern beheben. Ich habe nur noch keine Idee wie bzw. mit was ich da basteln könnte.

Viele Grüße
Stefan
https://www.braupartner.de/epages/Braup ... cts/155-10

Diese Abstandshalter haben bei mir die Kühlung schlagartig verbessert.
Weiterhin hat auch die Kühlspirale dadurch eine viel bessere Stabilität.

Klare Kaufempfehlung von mir.

VG
Rumborak

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#24

Beitrag von StefanK » Dienstag 25. Juni 2019, 11:23

Rumborak hat geschrieben:
Dienstag 25. Juni 2019, 10:24
Diese Abstandshalter haben bei mir die Kühlung schlagartig verbessert.
Weiterhin hat auch die Kühlspirale dadurch eine viel bessere Stabilität.

Klare Kaufempfehlung von mir.

VG
Rumborak
Danke für den Tipp, genau so etwas suchte ich!

Ich werde beim Braupartner mal anfragen, ob die Halter für meine Kühlschlange bzw. deren Rohrdurchmesser passen und dann schauen.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#25

Beitrag von seriously » Dienstag 25. Juni 2019, 11:36

Theoretisch müsste sich so ein Abstandshalter auch mittels Draht umsetzen lassen oder?

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#26

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 25. Juni 2019, 12:28

Mit einem stabilen Edelstahl Draht sollte das schon funktionieren, wird nur eine ziemliche Friemelei. Ich nutze auch die Abstandshalter.

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#27

Beitrag von DarkRoast » Mittwoch 26. Juni 2019, 06:58

Braufex hat geschrieben:
Dienstag 25. Juni 2019, 10:20
Hallo Walter,
habe auch den Hahn von Brauhardware und musste den 25l-Schengler-Thermoport auch minimal nacharbeiten.
Passt ansonsten und bin zufrieden.
Die Abdichtung mit den O-Ringen funktioniert gut, ist an dieser Stelle für mich besser wie mit dem Teflonband: läßt sich schnell lösen, reinigen und wieder montieren.
Danke für die Info, Erwin, dann werde ich mir den Hahn bestellen. Der Schengler sollte heute bei mir aufschlagen...

Servus
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#28

Beitrag von StefanK » Mittwoch 3. Juli 2019, 10:04

Hallo miteinander,

ein kleines Update zum nächtlich gemaischten Pale Ale.

Nachdem ich nun ein paar Tage überlegt habe, ob ich abfülle oder noch stopfe habe ich mit für letzteres entschieden. Also 50g Centennial (2017, 10% Alpha) abwogen und damit in den Keller hinabgestiegen. Dort habe ich dann erst einmal den Restextrakt des Jungbiers gemessen: 5 °Brix. Was mich etwas stutzig gemacht hat, ist die sehr dunkle Färbung des Bieres. Aufgrund des helleres Malzes (Pale Ale im Vergleich zu Wiener) hatte ich mit einem helleren Jungbier gerechnet, aber das kann auch an den Lichtverhältnissen im Keller gelegen haben. Warten wir mal ab...

Also:
PA_01.JPG
PA_01.JPG (45.63 KiB) 1167 mal betrachtet
Auf den ersten Blick sieht mir das schon recht gut vergoren aus. 81% bis 86% EVG können sich schon sehen lassen, denke ich. Dann lasse ich das Gebräu nun ein paar Tage auf dem Hopfen ruhen und werde am Wochenende umschlauchen, denke ich. Vermutlich in ein CC Keg und so wenige Flaschen wie möglich. Ich habe gerade so gar keine Lust, 40 Flaschen zu spülen...

Cheers
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#29

Beitrag von DarkRoast » Dienstag 9. Juli 2019, 11:32

Bei mir sind Schengler und Hahn mittlerweile eingetroffen. Trotzdem, Satz mit X: Das T-Stück meiner Läuterhexe hat innen ein 1/2" Gewinde, der Hahn 3/8" (das hätte ich natürlich vorher checken können :redhead ). Jetzt steh ich vor der Entscheidung neues T-Stück bestellen oder Übergang pfrimeln....
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#30

Beitrag von StefanK » Dienstag 9. Juli 2019, 11:59

DarkRoast hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 11:32
Bei mir sind Schengler und Hahn mittlerweile eingetroffen. Trotzdem, Satz mit X: Das T-Stück meiner Läuterhexe hat innen ein 1/2" Gewinde, der Hahn 3/8" (das hätte ich natürlich vorher checken können :redhead ). Jetzt steh ich vor der Entscheidung neues T-Stück bestellen oder Übergang pfrimeln....
Ohhh... Das ist blöd. :Waa
Dadurch, dass ich alles zusammen bestellt habe, war das recht unproblematisch und ich hab' auf die Durchmesser geachtet. D.h. ich habe direkt das 1/2" - 3/8" - 1/2" Verbindungsstück geordert. Dass Du schon eine Läuterspirale mit 1/2" T-Stück hast, war mir nicht klar...
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#31

Beitrag von DarkRoast » Dienstag 9. Juli 2019, 12:21

Das war eh meine eigene Dummheit...
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#32

Beitrag von Braufex » Dienstag 9. Juli 2019, 19:36

Servus Walter, war mir auch nicht bewusst, dass die Hexe einen 1/2“-Abgang hat.
Würde auf jeden Fall das 1/2“ - 3/8“ - 1/2“ T-Stück nehmen, je mehr Zwischenstücke desto mehr Ärger ...
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#33

Beitrag von JackFrost » Donnerstag 11. Juli 2019, 07:34

Wegen dem Volumenstrom beim kühlen kannst du folgendes probieren.

Auf der Druckseite ein T-Stück einbauen mit Hahn am Seitenteil.
Die Kühlbox mit Eis füllen aber noch kein Wasser rein.
Rücklauf so in die Box legen das dieser später auf jedenfall unter Spiegel liegt ggf. beschweren.

Wasser aus der Leitung mit hoher Geschwindigkeit durch das T-Stück einlaufen lassen bis die Box den Füllstand hat den du willst. Darauf achten das das Wasser auf jedenfall aus dem Rücklauf kommt und dieser unter dem Spiegel bleibt.

Hab schließen und mit der Pumpe kühlen.

Wenn die Leitung mal komplett gefüllt sind hebt der „Saugdruck“ im Rücklauf den Druck vom Höhenunterschied auf. Bei Dir dürften das gut 1,5 m sein. Bei 1,5 mWS hat die Pumpe schon deutlich weniger Durchfluss. Bei 3,0 mWS kommt nichts mehr.

Bei 5l/min hast du einen Druckverlust von 0,21 bar im Kühler. Du musst also schauen das du möglichst wenig Verlust im Rest hast.

Edit: Ergänzung Druckverlust.

Gruß JackFrost

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#34

Beitrag von StefanK » Freitag 12. Juli 2019, 09:25

Danke, Jack für Deinen Tipp. Ehrlich gesagt, hab' ich es beim ersten Lesen nicht richtig verstanden. Ich muss mir mal eine Skizze machen... :redhead

Aber in der Tat steht der Durchflusstest mit der Pumpe noch aus. Ich bin einfach die letzten zwei Wochen nicht dazu gekommen. Vermutlich werde ich die Pumpe einfach mal auf erhöht hinstellen und die Schläuche weiter einkürzen. Dann mal sehen, was läuft... :Wink

Aber es ging auch mit dem Pale Ale weiter... Mittwoch wurde abgefüllt!

Sicherheitshalber hatte ich den Restextrakt nochmal gemessen und kam wieder auf 5 °B. Etwas anderes hätte mich auch sehr gewundert. Mit 81% sVG musste die Gärung ja nun wirklich durch sein. Was sich mir dann bot war ein klares Jungbier mit starken Ablagerungen von Hopfenölen. Der Stopfhopfen schien teilweise sogar richtig ausgefallen / verklumpt zu sein, obwohl ich ein ggleichmäßig aufgestreut hatte... :Grübel
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PA_Schlauch_01.jpg (66.83 KiB) 595 mal betrachtet
Da ich aber sonst nichts Auffälliges feststellen konnte, hab' ich meinen Schlauchturm aufgebaut. Keg gereinigt, mit Starsan desinfiziert und mit CO2 leer gedrückt. Um dann drucklos abfüllen zu können, musste ich natürlich wieder etwas Gas ablassen. Anschluss am Keg erfolgt dann mit dem Schlauch des Bierhebers am Getränke Ein-/Ausgang. Auf der CO2-Seite habe ich eine Kupplung mit Schlauch angeschlossen. So sehe ich, dass das Keg voll ist, wenn dort Bier austritt. Um den Kopfraum im Keg zu minimieren, habe ich das Gasröhrchen ca. 2cm gekürzt.
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PA_Schlauch_03.jpg (45.84 KiB) 595 mal betrachtet
Zum Abfüllen setze ich den treuen Bierheber ein, seit ich lieber den Gäreimer ohne Hahn benutze. Einerseits ist ein Teil weniger zu reinigen, andererseits schließt mein Hahn-Gäreimer am Deckel nicht ganz dicht ab.
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PA_Schlauch_04.jpg (48.32 KiB) 595 mal betrachtet
Hell und klar läuft das Jungbier. Sieh schon lecker aus, finde ich...
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PA_Schlauch_05.jpg (99.68 KiB) 595 mal betrachtet
Der Hefekuchen, nachdem ich alles abgezogen hatte. Das so schon ein wenig unappetitlich aus. Aber was soll's... Die US-05 hat gute Arbeit geleistet. Dass sie dafür keine Schönheitspunkte bekommt, kann ich verschmerzen.

Insgesamt kam ich auf ein Keg mit ca. 19 Liter sowie 3x 1 Liter, 2x 0,33 Liter und 2x 0,5 Liter in Flaschen. Insgesamt also rund 23,5 Liter Jungbier. Die Flaschen habe ich mit 3,3g Zucker pro Liter aufgespeist. Das ist etwas weniger also zuletzt, müsste aber für etwa 4,5g CO2 pro Liter reichen. Das Keg werde ich nach der Nachgärung aus der Flasche aufkarbonisieren.

Jetzt lasse ich das ganze 1 - 2 Wochen warm nachgären / reifen und gebe es dann in die Kühlung. So in vier bis sechs Wochen will ich es dann zur neuen Eishockey-Saison anstechen. :Smile

Cheers
Stefan
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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#35

Beitrag von JackFrost » Samstag 13. Juli 2019, 00:23

StefanK hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 09:25
Danke, Jack für Deinen Tipp. Ehrlich gesagt, hab' ich es beim ersten Lesen nicht richtig verstanden. Ich muss mir mal eine Skizze machen... :redhead

Aber in der Tat steht der Durchflusstest mit der Pumpe noch aus. Ich bin einfach die letzten zwei Wochen nicht dazu gekommen. Vermutlich werde ich die Pumpe einfach mal auf erhöht hinstellen und die Schläuche weiter einkürzen. Dann mal sehen, was läuft... :Wink
Du hast zwei "Drücke" die dem Volumenstrom der Pumpe entgegenwirken.

Der Erste ist der Druckverlust durch die Rohrleitung, Schlauch , Kupplungen usw. Wenn man von 15m DN 10 Leitung ausgeht, dann hat man bei 250l/h einen Druckverlust von ~0,22 bar.

Nun Steht dein Kühler noch höher als der Kühlbehälter. Bei 1,5m sind das noch mal 0,15 bar. Damit bist du schon über dem maximum was die Pumpe kann.
Zudem will die Luft im Schlauch nicht nach unten raus, um die rauszubekommen muss die Strömungsgeschwindigkeit deutlich größer sein.

Wenn du nun den Schlauch mit einer hohen Störmungsgeschwindigkeit füllst so das der Schlauch und Kühler Luftfrei sind und beide Enden, Saugseite der Pumpe und Auslaufschlauch unter dem Spiegel sind so hast du wieder den Hydrostatischen Druck auf der Pumpe, aber auf der Saugseite will die Wassersäule durch den Hydrostatischen Druck auch "nach unten" damit hebt sich beides auf und die Pumpe muss nur noch den Druckverlust der Leitung überwinden. Es darf dann nur keine Luft rein kommen sonst muss die Pumpe wieder mehr leisten.

Gruß JackFrost

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Re: Erste Übernachtmaische - Pleiten, Pech und Pale Ale

#36

Beitrag von StefanK » Dienstag 23. Juli 2019, 07:34

JackFrost hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 00:23
[...]
Wenn du nun den Schlauch mit einer hohen Störmungsgeschwindigkeit füllst so das der Schlauch und Kühler Luftfrei sind und beide Enden, Saugseite der Pumpe und Auslaufschlauch unter dem Spiegel sind so hast du wieder den Hydrostatischen Druck auf der Pumpe, aber auf der Saugseite will die Wassersäule durch den Hydrostatischen Druck auch "nach unten" damit hebt sich beides auf und die Pumpe muss nur noch den Druckverlust der Leitung überwinden. Es darf dann nur keine Luft rein kommen sonst muss die Pumpe wieder mehr leisten.
[...]
Danke für die weitergehende Erklärung. Jetzt hab' ich's kapiert. Unter den Bedingungen werde ich mal schauen. wie sich der Durchfluss verändert. Irgend etwas am System Brauhaus ist ja immer zu optimieren... :Wink

Und noch ein kurzes Update zum Pale Ale:
Nach zehn Tagen Nachgärung / Warmreifung habe ich gestern Abend das Bier in den Kühlschrank gestellt. Bei der Prüfflasche (Klarglas) lässt sich gut erkennen, wie klar das Gebräu schon ist. Allerdings ist der Bodensatz sehr "leicht". D.h. bei minimaler Bewegung wird er schon stark aufgewirbelt. Mal sehen, ob die Hefe in der Kälte noch kompakter sedimentiert.

Bis zum Ende der Woche kühle ich erst einmal auf moderate 5 - 8 °C herunter. Danach gehe ich für ein paar Tage tiefer. In der 32. und 33. Kalenderwoche darf das Bier dann urlaubsbedingt ruhen und reifen. :Smile

Cheers
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