Bier in den Medien

Hier sollten Infos und Besprechungen über Fachliteratur der Brautechnik rein (incl. Onlinematerial).
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Bier in den Medien

#1

Beitrag von Ökonomierat »

Heute 19.40 ARTE:
Belgiens Mikrobrauer
Anglizismen sind für mich ein absolutes no-go. :Greets
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Johnny Eleven
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Re: Bier in den Medien

#2

Beitrag von Johnny Eleven »

Danke für den Tipp!

Viele Grüße

Johannes
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Re: Bier in den Medien

#3

Beitrag von iwoasnix »

Und natürlich auch in der Mediathek ==> https://www.arte.tv/de/videos/125481-00 ... em-risiko/
Bierige Grüße Stephan

Speidel Braumeister 20L + Tilt pro + Ferminator Connect + Biersommelier Doemens.
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ggansde
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Re: Bier in den Medien

#4

Beitrag von ggansde »

Moin, ich habe gestern eine Doku über eine Braumanufaktur (BBB) im TV gesehen. Inzwischen ist die wohl geschlossen. Da wurde ordentlicher Schmarrn gezeigt. Es wurde ein Tripel gebraut, untergärig. Berücksichtigung der Nachisomerisierung beim Runterkühlen, Fehlanzeige. Hauptsache der ach so wichtige Trubkegel steht. Stellt der Kollege doch bei 12 °C mit ca. 250 ml dünnflüssiger Hefe auf geschätzte 4 hL an. Ich war bei diesem Beitrag etwas verwirrt
:puzz
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Spittyman
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Re: Bier in den Medien

#5

Beitrag von Spittyman »

Finde den YT-Kanal eh schon ganz nett, aber hier hat er mich gekriegt - Die Geschichte des Bieres (geographisch). Quasi Biergeschichte in a nutshell.

https://www.youtube.com/watch?v=BpmEqtv ... MgYmllcmVz
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Re: Bier in den Medien

#6

Beitrag von gulp »

Spittyman hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:13 Finde den YT-Kanal eh schon ganz nett, aber hier hat er mich gekriegt - Die Geschichte des Bieres (geographisch). Quasi Biergeschichte in a nutshell.

https://www.youtube.com/watch?v=BpmEqtv ... MgYmllcmVz
Na ja, da sind schon ein paar Fehler drin.
>> Hefe in der Luft? Hefe ist schwerer als Luft.
>> Bier lagern in den Alpen? Wasn Quatsch. Die Bierkeller waren natürlich nahe der Brauereien.
>> Sedlmayr II ? Das war Gabriel Sedlmayr der Jüngere.
>> Pilsner Urquell das erste Helle Bier. Unsinn. Helle Biere hat es zu allen Zeiten gegeben.

Wenn du mehr über Biergeschichte erfahren möchtest schau mal hier: https://biergrantler.de/

Gruß
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Re: Bier in den Medien

#7

Beitrag von Spittyman »

gulp hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:37
Spittyman hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:13 Finde den YT-Kanal eh schon ganz nett, aber hier hat er mich gekriegt - Die Geschichte des Bieres (geographisch). Quasi Biergeschichte in a nutshell.

https://www.youtube.com/watch?v=BpmEqtv ... MgYmllcmVz
Na ja, da sind schon ein paar Fehler drin.
>> Hefe in der Luft? Hefe ist schwerer als Luft.
>> Bier lagern in den Alpen? Wasn Quatsch. Die Bierkeller waren natürlich nahe der Brauereien.
>> Sedlmayr II ? Das war Gabriel Sedlmayr der Jüngere.
>> Pilsner Urquell das erste Helle Bier. Unsinn. Helle Biere hat es zu allen Zeiten gegeben.

Wenn du mehr über Biergeschichte erfahren möchtest schau mal hier: https://biergrantler.de/

Gruß
Peter
Ich denke, die wesentlichen Meilensteine und geographischen Gegebenheiten sind da schon gut aufgeführt. Auf die paar Fehler pfeif ich. Historisch sehr ausführlich und gut zu lesen,
Bier: Die ersten 13.000 Jahre (ISBN-13:‎ 978-3534273973).

Aber danke für den Link, hatte ich noch nicht auf dem Schirm.

Gruß
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Re: Bier in den Medien

#8

Beitrag von gulp »

Spittyman hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:54
gulp hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:37
Spittyman hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:13 Finde den YT-Kanal eh schon ganz nett, aber hier hat er mich gekriegt - Die Geschichte des Bieres (geographisch). Quasi Biergeschichte in a nutshell.

https://www.youtube.com/watch?v=BpmEqtv ... MgYmllcmVz
Na ja, da sind schon ein paar Fehler drin.
>> Hefe in der Luft? Hefe ist schwerer als Luft.
>> Bier lagern in den Alpen? Wasn Quatsch. Die Bierkeller waren natürlich nahe der Brauereien.
>> Sedlmayr II ? Das war Gabriel Sedlmayr der Jüngere.
>> Pilsner Urquell das erste Helle Bier. Unsinn. Helle Biere hat es zu allen Zeiten gegeben.

Wenn du mehr über Biergeschichte erfahren möchtest schau mal hier: https://biergrantler.de/

Gruß
Peter
Ich denke, die wesentlichen Meilensteine und geographischen Gegebenheiten sind da schon gut aufgeführt. Auf die paar Fehler pfeif ich. Historisch sehr ausführlich und gut zu lesen,
Bier: Die ersten 13.000 Jahre (ISBN-13:‎ 978-3534273973).

Aber danke für den Link, hatte ich noch nicht auf dem Schirm.

Gruß
Fabian
Das Buch kenne ich natürlich. Das ist ein schönes Beispiel für gute Recherche. Meistens läuft das ja so, dass ohne zu prüfen voneinander abgeschrieben wird und das mag ich überhaupt nicht. Aber egal, das macht halt jeder so gut, wie er eben kann.

Gruß
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Re: Bier in den Medien

#9

Beitrag von Brouwerine »

gulp hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:37
Spittyman hat geschrieben: Freitag 21. November 2025, 19:13 Finde den YT-Kanal eh schon ganz nett, aber hier hat er mich gekriegt - Die Geschichte des Bieres (geographisch). Quasi Biergeschichte in a nutshell.

https://www.youtube.com/watch?v=BpmEqtv ... MgYmllcmVz
Na ja, da sind schon ein paar Fehler drin.
>> Hefe in der Luft? Hefe ist schwerer als Luft.
...
Hefe ist ein Pilz und vermehrt sich durch Sporen. Pilzsporen sind für's blosse Auge mehr oder weniger unsichtbar und fliegen überall herum, wenn etwas Luftbewegung ist.

Wie sonst könnten offen herumliegende Lebensmittel in kurzer Zeit Schimmel ansetzen?
Gruss,
Caro

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Re: Bier in den Medien

#10

Beitrag von Sliveroverlord »

Brouwerine hat geschrieben: Sonntag 23. November 2025, 17:03
Hefe ist ein Pilz und vermehrt sich durch Sporen. Pilzsporen sind für's blosse Auge mehr oder weniger unsichtbar und fliegen überall herum, wenn etwas Luftbewegung ist.

Wie sonst könnten offen herumliegende Lebensmittel in kurzer Zeit Schimmel ansetzen?
Wobei da natürlich ein großer Unterschied besteht: Hefe ist ein Sprosspilz und vermehrt sich über lokale Sprossung. Schimmelpilze sind filamentöse, also mycelbildende Pilze, die sich über Sporen vermehren.
Gleich ist natürlich der zelluläre Grundaufbau der Pilzzelle (Zellwand, fehlende Chloroplasten,...), der diese Arten ins selbe Reich einordnen lässt.
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Re: Bier in den Medien

#11

Beitrag von gulp »

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Re: Bier in den Medien

#12

Beitrag von dierabenfliegen »

Wieder eine Brauerei, die zumacht. Auch wenn die Marke(n) wohl bestehen bleiben.

https://www.mittelbayerische.de/nachric ... r-20330860

Hat da zufällig jemand mehr Infos? Anscheinend hat Schneider bereits die Biere zumindest für Bischofshof gebraut. Und hat die Kloster Weltenburg Brauerei (immerhin die älteste Klosterbrauerei der Welt) bisher dem Bistum Regensburg gehört? Dort soll ja weiter gebraut werden, dafür müsste Schneider auch die Brauerei selbst kaufen oder zumindest mieten?
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Johnny Eleven
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Re: Bier in den Medien

#13

Beitrag von Johnny Eleven »

Sehr traurig, dass Bischofshof als Brauerei in Regensburg schließt.

Meine Schwester und ich haben im Studium lange in Regensburg gelebt. Meine Schwester hat zuletzt ein paar Häuser neben der Bischofshof-Brauerei gewohnt. Die Bierkästen für Parties haben wir dann immer direkt ab Brauerei geholt. Schade.

Zumindest das "Weltenburger Hell" wird im Augenblick nicht in Weltenburg, sondern bei Bischofshof gebraut. Das wird dann in Zukunft wohl auch Schneider übernehmen müssen.
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Re: Bier in den Medien

#14

Beitrag von Johnny Eleven »

Impressionen von der Weltenburger Brauerei aus Oktober 2024. Ein 100hl Sudhaus. Der Treber wird von Landwirten aus der Umgebung abgeholt. Sehr schöner Brauereistandort.

20260117_115102.jpg
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Re: Bier in den Medien

#15

Beitrag von dierabenfliegen »

Johnny Eleven hat geschrieben: Samstag 17. Januar 2026, 11:43 Zumindest das "Weltenburger Hell" wird im Augenblick nicht in Weltenburg, sondern bei Bischofshof gebraut. Das wird dann in Zukunft wohl auch Schneider übernehmen müssen.
Interessant. Ich habe es so verstanden, dass Weltenburg als Brauereistandort bestehen bleiben soll. Regensburg als Brauereistandort wird zugemacht.

Mir tun vor allem die Angestellten leid. 56 Leute werden entlassen. In der Regionalpresse hier (PNP) war heute ein ausführlicher Artikel. Das Bistum soll zuletzt nochmal 3m abgeschrieben haben für Bischofshof. Zeitgleich nimmt das Bistum 300m an Kirchensteuer jedes Jahr ein und hat ein Anlagevermögen von 1.4 Mrd. Das lass ich jetzt einfach mal so stehen.
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Re: Bier in den Medien

#16

Beitrag von Johnny Eleven »

dierabenfliegen hat geschrieben: Samstag 17. Januar 2026, 15:51
Interessant. Ich habe es so verstanden, dass Weltenburg als Brauereistandort bestehen bleiben soll. Regensburg als Brauereistandort wird zugemacht.

Mir tun vor allem die Angestellten leid. 56 Leute werden entlassen. In der Regionalpresse hier (PNP) war heute ein ausführlicher Artikel. Das Bistum soll zuletzt nochmal 3m abgeschrieben haben für Bischofshof. Zeitgleich nimmt das Bistum 300m an Kirchensteuer jedes Jahr ein und hat ein Anlagevermögen von 1.4 Mrd. Das lass ich jetzt einfach mal so stehen.
Ja, Weltenburg soll bleiben. Aber die Kapazitäten dort reichen ja offensichtlich auch jetzt nicht für das Weltenburger Hell, das den World Beer Award 2025 erhalten hat, vgl. https://www.weltenburger.de/weltenburge ... tschlands/, und ziemlich breit in den Markt geworfen wird. Zumindest hier in Berlin ist es ziemlich breit erhältlich und in meinem Getränkemarkt auch merfach als Aktionsware. Ist ein sauberes Helles.

Ja, besch..... für die Angestellten. Die Wege der Kirchenherren sind scheint's unergründlich.
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Re: Bier in den Medien

#17

Beitrag von rauchbier »

In Weltenburg werden in der Tst nur die dunklen Biere gebraut. Abfüllung etc. erfolgte bisher in Regensburg. Zukünftig dann vermutlich in Kelheim. An der Brauerei gab's auch einen schönen kleinen Biergarten, der im letzten Urlaub immer unsere Anlaufstation war. Den Mehrwert für Schneider Weisse erschließt sich mir nicht direkt, wenngleich natürlich schön ist, dass zumindest die Marken weiter bestehen.
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Re: Bier in den Medien

#18

Beitrag von rakader »

Der Spiegel ordnet das Thema Weltenburg als Symbol für die Bierkrise in Deutschland ein. Er meint ein Generationsproblem zu sehen - Bier ist ein Getränk alter Männer. Ansonsten sehr informativ für den Durchschnittstrinker:
https://www.spiegel.de/panorama/deutsch ... 0bd2341a55
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Re: Bier in den Medien

#19

Beitrag von IronHosch »

rauchbier hat geschrieben: Samstag 17. Januar 2026, 18:35 Den Mehrwert für Schneider Weisse erschließt sich mir nicht direkt, wenngleich natürlich schön ist, dass zumindest die Marken weiter bestehen.
Ich vermute, dass der Weizen Absatz beim allgemeinen Absatzrückgang noch stärker abnimmt und Schneider deswegen die Marken weiter betreibt um nicht eine neue Marke für ein Helles erfinden/etablieren zu müssen.
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Re: Bier in den Medien

#20

Beitrag von rakader »

IronHosch hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 09:52
rauchbier hat geschrieben: Samstag 17. Januar 2026, 18:35 Den Mehrwert für Schneider Weisse erschließt sich mir nicht direkt, wenngleich natürlich schön ist, dass zumindest die Marken weiter bestehen.
Ich vermute, dass der Weizen Absatz beim allgemeinen Absatzrückgang noch stärker abnimmt und Schneider deswegen die Marken weiter betreibt um nicht eine neue Marke für ein Helles erfinden/etablieren zu müssen.
Das liegt nahe. In der Bierkrise ist Spezialisierung ein Risiko. Sich zu diversifizieren mindert dieses Risiko, mehr noch, wenn die Marketingkosten dabei gering sind als bei einer ansonsten notwendigen Markteinführung.
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Re: Bier in den Medien

#21

Beitrag von Commander8x »

Hier ein Kommentar (!) zum Thema Alkoholkonsum:

https://www.welt.de/kultur/article69523 ... nheit.html

Gruß Matthias
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Re: Bier in den Medien

#22

Beitrag von rakader »

Commander8x hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 09:59 Hier ein Kommentar (!) zum Thema Alkoholkonsum:

https://www.welt.de/kultur/article69523 ... nheit.html

Gruß Matthias
Auf den ersten Blick könnte man meinen, typisch Welt, immer die Gegenposition. Auf den zweiten Blick ist's ein Seitenhieb auf das Dogma der Selbstoptimierung und ein Hoch auf Lebensgenuss. Einzig der Seitenhieb auf den Islam ist typisch Welt, man muss ja seine Klientel von der AfD adressieren; das muss man halt ausblenden. Insgesamt einen Gedanken wert. Danke für den Artikel.
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Re: Bier in den Medien

#23

Beitrag von DerDallmann »

Commander8x hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 09:59 Hier ein Kommentar (!) zum Thema Alkoholkonsum:

https://www.welt.de/kultur/article69523 ... nheit.html

Gruß Matthias
Der hätte auch gut in den abgedrifteten "dry january" Faden gepasst! :thumbsup
Mfg

Johst
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Re: Bier in den Medien

#24

Beitrag von Commander8x »

Ja, hatte ich auch überlegt.
Aber in dem Artikel ist zu wenig Selbstkasteiung... :Bigsmile
Erstaunlich, dass der frei verfügbar ist.

Gruß Matthias
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Re: Bier in den Medien

#25

Beitrag von dierabenfliegen »

IronHosch hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 09:52
rauchbier hat geschrieben: Samstag 17. Januar 2026, 18:35 Den Mehrwert für Schneider Weisse erschließt sich mir nicht direkt, wenngleich natürlich schön ist, dass zumindest die Marken weiter bestehen.
Ich vermute, dass der Weizen Absatz beim allgemeinen Absatzrückgang noch stärker abnimmt und Schneider deswegen die Marken weiter betreibt um nicht eine neue Marke für ein Helles erfinden/etablieren zu müssen.
Schneider hat doch ein Helles, und ich meine noch gar nicht so lange, im Programm:

https://schneider-weisse.de/sortiment/helles

Ich vermute eher, dass durch die bisherige Kooperation, die es anscheinend bereits gab, die "Assets" realtiv günstig hergingen. Die Weltenburg Brauerei sitzt doch im Kloster, oder? Das wird mit Sicherheit nicht an Schneider verkauft worden sein :Smile . Vielleicht können sie die Braukapazität günstig nutzen. Und wenn es nichts wird, dann wird halt die Marke Bischofshof eingestellt.

Ich hätte mir persönlich gewünscht, dass das Bistum Regensburg hier etwas mehr Engagement gezeigt hätte. Obs an dem Geschäftsführer aus der Getränkeindustrie lag, mag ich nicht beurteilen. Dafür kenne ich das alles zu wenig. Ich denke aber, dass man eine Klosterbrauerei auch anders führen könnte...
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Re: Bier in den Medien

#26

Beitrag von rakader »

dierabenfliegen hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 12:41 Ich vermute eher, dass durch die bisherige Kooperation, die es anscheinend bereits gab, die "Assets" realtiv günstig hergingen. Die Weltenburg Brauerei sitzt doch im Kloster, oder? Das wird mit Sicherheit nicht an Schneider verkauft worden sein :Smile . Vielleicht können sie die Braukapazität günstig nutzen. Und wenn es nichts wird, dann wird halt die Marke Bischofshof eingestellt.
Die Vermutungen sind vermutlich weit hergeholt :Smile Da gibt es keine Assettes. Die Weltenburger Brauerei besitzt im Kloster nur ihre Braukessel, sonst nix. Das Kloster hat die Brauerei meines Wissens Mitte der 70er Jahre an die Regensburger Brauerei Bischofshof verpachtet. Seitdem brauen die Mönche nicht mehr selbst. Ihnen gehört aber das Gelände und alle Liegenschaften und alle Markenrechte. Aber weil das Bier auf Klostergelände gebraut wird, darf es sich Klosterbier nennen. Was die Mönche noch machen, ist Klosterlikör herzustellen. Den gibt es im Klosterladen. Ähnlich hielten es die letzten Trappistenmönche in Engelszell.

Das Bistum Regensburg hat da nicht viel mitzureden. Das Kloster gehört zur Bayerischen Benediktinerkongregation (OSB) mit elf Klöstern. Diesen Klöstern steht ein Abtprimas vor. Besser gesagt: Das Kloster ist unabhängig vom Bistum. Die Brauerei hat um die 100 Mitarbeiter, im Kloster selbst leben mit Abt Thomas Maria Freihart nur noch sieben Mönche. Es gibt keinen Nachwuchs. Sie sterben aus. Bei weniger als vier wird das Kloster aufgelassen. Was sollen die da also tun? Die Mönche haben sich schon lange vom touristischen Betrieb zurückgezogen und üben ausschließlich seelsorgerische Tätigkeiten aus. Das Kloster hat ein Gästehaus, da kann man abends mit ihnen in Kontakt kommen und auch schon einmal an einer Messe teilnehmen. Im Gegensatz zu italienischen Klöstern des Benediktinerordens ist die Übernachtung in Weltenburg aber ziemlich teuer.
Zuletzt geändert von rakader am Dienstag 20. Januar 2026, 13:08, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bier in den Medien

#27

Beitrag von dierabenfliegen »

rakader hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 12:53 Die Brauerei hat um die 100 Mitarbeiter, ...
Das ist aber dann mit Bischofshof zusammen, oder? Weltenburg ist doch als Braustandort relativ klein. Bei Bischofshof werden knapp 60 Leute entlassen und der Standort geschlossen.
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Re: Bier in den Medien

#28

Beitrag von rakader »

dierabenfliegen hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:04
rakader hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 12:53 Die Brauerei hat um die 100 Mitarbeiter, ...
Das ist aber dann mit Bischofshof zusammen, oder? Weltenburg ist doch als Braustandort relativ klein. Bei Bischofshof werden knapp 60 Leute entlassen und der Standort geschlossen.
Ja, aber die Weltenburger werden alle übernommen. Die Marke ist einfach mehr wert. Für Regensburg wird meines Wissens ein Sozialplan aufgestellt. Gestern las ich etwas von 21 Mitarbeitern in Weltenburg. Insgesamt bleiben 56 Arbeitsplätze erhalten. Ich denke darunter ist auch das Vertriebsteam von Bischofshof; die haben ja mit Weltenburger überregional einen ziemlich guten Job gemacht. Das Know-How behält man natürlich.

Wie genau die Markenrechte aufgeteilt sind, Nutzungsrecht etc., welche Rechtskonstruktion, weiß ich nicht. Das müsste man in Erfahrung bringen. Darauf wird Schneider Weisse aber sicher sehr erpicht gewesen sein.

Dass sich die Mönche aus dem Restaurations- und Braubetrieb zurückgezogen haben, kann ich nur zu gut nachvollziehen. An schönen Wochenenden ist im Biergarten ein derartiger Geräuschpegel, da kann kein Mönch mehr innere Einkehr halten.
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Re: Bier in den Medien

#29

Beitrag von dierabenfliegen »

Der Artikel in der PNP (war wohl so auch in der Mittelbayerischen) spricht von 56 Leuten, die entlassen werden in Regensburg und von 21 Leute, die dort in der Logistik Ihren Job behalten. Der Artikel heißt: "Der Bischof verkauft seine Brauereien". Ist ein Bezahlartikel, hab den bei meinen Eltern gelesen.
rakader hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:09 Wie genau die Markenrechte aufgeteilt sind, Nutzungsrecht etc., welche Rechtskonstruktion, weiß ich nicht. Das müsste man in Erfahrung bringen. Darauf wird Schneider Weisse aber sicher sehr erpicht gewesen sein.
Davon kann man mit Sicherheit ausgehen. :Bigsmile
rakader hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:09 Dass sich die Mönche aus dem Restaurations- und Braubetrieb zurückgezogen haben, kann ich nur zu gut nachvollziehen. An schönen Wochenenden ist im Biergarten ein derartiger Geräuschpegel, da kann kein Mönch mehr innere Einkehr halten.
Ich war schon lange nicht mehr dort, aber die Lage ist schon einmalig am Donaudurchbruch. Allerdings müssen sich die Mönche eh die Frage stellen, wie das langfristig weiter geht. Wenn jemand Nachwuchssorgen kennt, dann die Mönche :Bigsmile
Ein Kollege von mir hat mal in den USA in einer ehemaligen Kirche gewohnt, die zum Wohnhaus "umgebaut" wurde. Also warum nicht auch mal das Kloster als Brauerei mit Hotel etc. betreiben. :Grübel Aber ist eine andere Frage...
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Re: Bier in den Medien

#30

Beitrag von rakader »

Ich war früher sehr oft da, habe nicht weit weg studiert und gelebt. War immer eine gute Location wenn man Besuch hatte. Dann ging mir die Abfüllphilosophie aber derart auf den Geist, dass ich nur noch im November in der Nebensaison gekommen bin.
Ich habe früher recht viel über Orden geschrieben, dort gewohnt und einen ganz guten Einblick ins Klosterleben in Europa bekommen. Die Nachwuchsthematik ist dramatisch. Ich kann nur hoffen, dass es bei den Trappisten in Belgien besser bestellt ist. Die Klöster haben schon gute Ideen, die sind ja nicht auf den Kopf gefallen, nur bleiben viele Ideen wegen der Personalsituation auf der Strecke.
Ja, die Infos habe ich aus der PNP, habe ein Abo und von BR24 und noch ein paar anderen.

Grüße
Radulph
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Re: Bier in den Medien

#31

Beitrag von §11 »

rakader hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:09 Dass sich die Mönche aus dem Restaurations- und Braubetrieb zurückgezogen haben, kann ich nur zu gut nachvollziehen. An schönen Wochenenden ist im Biergarten ein derartiger Geräuschpegel, da kann kein Mönch mehr innere Einkehr halten.
Ich war schon lange nicht mehr dort, aber die Lage ist schon einmalig am Donaudurchbruch. Allerdings müssen sich die Mönche eh die Frage stellen, wie das langfristig weiter geht. Wenn jemand Nachwuchssorgen kennt, dann die Mönche :Bigsmile
Ein Kollege von mir hat mal in den USA in einer ehemaligen Kirche gewohnt, die zum Wohnhaus "umgebaut" wurde. Also warum nicht auch mal das Kloster als Brauerei mit Hotel etc. betreiben. :Grübel Aber ist eine andere Frage...
[/quote]

Es gibt auch Brauereien in ehemaligen Kirchen, wie Belltower bei mir um die Ecke https://belltowerbrewing.com/

Allerdings ist das auch nicht 100% vergleichbar, weil es in USA einfach dermassen viele Kirchen und religiose Gruppen gibt. In Deutschland gibt es ein bis zwei Kirchen im Dorf (in Bayern nur Eine). In meiner "Stadt" leben etwa 18.000 Menschen und wir haben etwa 8 bis 10 Kirchen....

Cheers

Jan (der auch nur in Kirchen geht, wenn es da eine Brauerei drin gibt)
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Re: Bier in den Medien

#32

Beitrag von rakader »

§11 hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 15:06 Es gibt auch Brauereien in ehemaligen Kirchen, wie Belltower bei mir um die Ecke https://belltowerbrewing.com/

Allerdings ist das auch nicht 100% vergleichbar, weil es in USA einfach dermassen viele Kirchen und religiose Gruppen gibt. In Deutschland gibt es ein bis zwei Kirchen im Dorf (in Bayern nur Eine). In meiner "Stadt" leben etwa 18.000 Menschen und wir haben etwa 8 bis 10 Kirchen....

Cheers

Jan (der auch nur in Kirchen geht, wenn es da eine Brauerei drin gibt)
Hi Jan, da passt ja Davos - vielleicht hast Du's mitbekommen: Die US-Delegation hat eine ganze Kirche gemietet und mit US-Plakaten abgehängt und sie in USA House umbenannt, wenn morgen Trump kommt. Heute Grönland, morgen die Schweiz :thumbsup

Cheers
Radulph
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Edit: Das bayerische Dorf muss aber klein sein, dass es nur eine Kirche gibt. Das passt eher in mein Kärntner Dorf (2.000 EW).
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