Dann mal anders gefragt: warum willst du den Nachguss nicht behandeln?Majo_Craft hat geschrieben: Montag 16. Februar 2026, 15:49 Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Ansatz verstehe: Wenn das Aufsalzen am Ende nicht zum gewünschten Zielprofil führt, was ist dann der Zweck dahinter? Mein Verständnis ist, dass ich beim Aufsalzen des Hauptgusses exakt die Menge verwende, die notwendig ist, um das Zielprofil punktgenau zu erreichen.
Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
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Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
Den Nachguss nicht zu behandeln macht nur Sinn, wenn man die Schwellwerte im Blick hat und keine Gefahr droht. Z.B. sollte man bei Milchsäure über 100 ppm genauer hinaschauen, bzw. über 100 ppm unterlassen. Auch ein zu niedriger Maische-pH ist ein Grund. U.a. deswegen teilt man Salze zwischen Haupt- und Nachguss auf. Es gibt aber noch andere Gründe.guenter hat geschrieben: Montag 16. Februar 2026, 17:15Dann mal anders gefragt: warum willst du den Nachguss nicht behandeln?Majo_Craft hat geschrieben: Montag 16. Februar 2026, 15:49 Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Ansatz verstehe: Wenn das Aufsalzen am Ende nicht zum gewünschten Zielprofil führt, was ist dann der Zweck dahinter? Mein Verständnis ist, dass ich beim Aufsalzen des Hauptgusses exakt die Menge verwende, die notwendig ist, um das Zielprofil punktgenau zu erreichen.
Punktgenau wirst Du das Zielprofil fast nie erreichen. Es soll lediglich eine Näherung sein.Majo_Craft hat geschrieben: Montag 16. Februar 2026, 15:49 Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Ansatz verstehe: Wenn das Aufsalzen am Ende nicht zum gewünschten Zielprofil führt, was ist dann der Zweck dahinter? Mein Verständnis ist, dass ich beim Aufsalzen des Hauptgusses exakt die Menge verwende, die notwendig ist, um das Zielprofil punktgenau zu erreichen.
Zum Verständnis: Das liegt am Wasserprofil des Hauswassers, dem Zielprofil selbst sowie den verfügbaren Salzen.
Eine Zielgenauigkeit ist auch bei 5-20 ppm Abweichung gegeben, je nach Wasserion und Wassermineral. Je nach Wasser werden Calciumsulfat und Calciumchlorid auch nicht ausreichen, um das Zielprofil zu erreichen. Da wird eventuell Salz oder Bittersalz nötig sein, um z.B. den Sulfat-Anteil SO4 zu erreichen. Bittersalz trägt aber Magnesium ein und kann das Bier kratzig machen. Insofern muss man abwägen, ob das vertretbar ist oder ob man nicht besser auf einen hohen Sulfatanteil verzichtet.
Zu den Wasserprofilen musst Du wissen, wie sich diese zusammensetzen. Je bevölkerungsstärker eine Region, desto mehr Brunnen sind in einem Profil zusammengefasst. Ferner schwankt die Zusammensetzung der ionisierten Salze nach Jahreszeit. Dies gleichen Wasserwerke durch prozentuale Mischungsanteile aus. Nur bei Dörfern sind einzelne Brunnen angegeben. Und auch das sind nur Mittelwerte über das Jahr gerechnet.
Und egal ob Hauswasser oder entmineralisiertes Osmosewasser, dieses Ausgangswasser muss wieder zu einem angenommenen idealen Brauwasser für den Bierstil/das Bierrezept angepasst werden. Da sind so viele Parameter am Werk, das kann nur eine Näherung sein.
Gemerkt: Wasserrechner sind ein Mittel, um die beste Näherung für das ideale Brauwasser pro Sud zu erreichen!
Da Wasserwerte schwankend sind, schreibt unsere Trinwasserverordnung regelmäßige Tests vor. Deswegen macht es für uns Hobbybrauer Sinn, die Werte mindestens einmal im Jahr abzufragen.
In Metropolregionen wie München kann man für genaue Werte eigentlich nur direkt vor Ort das Wasser analysieren. Das ist aus meiner Sicht aber vergebene Liebsmüh, da sich die Werte im nächsten Monat wieder verändert haben können.
Die Werte, die im Netz zu Großregionen zu finden sind, haben nur eine begrenzte Aussagekraft. Sie sind meist uralt, sogar historisch und entsprechen nicht mehr dem Stand der Zeit. Das Wasser des Großraums London ist hier ein gutes Beispiel. Aber: das Profil von London dient noch immer als Orientierung - nur nicht absolut.
Professionelle Brauereien haben meistens eigene Brunnen und ein Labor und analysieren ihr Wasser regelmäßg. Diese Möglichkeiten haben wir nicht. Wir als Hobbybrauer müssen lernen, mit dem Mittelwert zu leben.
Hoffe das erklärt es ein wenig besser.
Gruß
Radulph
---
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Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
Ja ok, und was genau ist jetzt die Frage bzgl. des Rechners? Du packst halt alles was du für die Gesamtmenge brauchst in den Hauptguss. Das ist nicht immer eine gute Idee, aber im Rechner kann man die Mengen doch einfach ablesen.Majo_Craft hat geschrieben: Montag 16. Februar 2026, 15:49 Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Ansatz verstehe: Wenn das Aufsalzen am Ende nicht zum gewünschten Zielprofil führt, was ist dann der Zweck dahinter? Mein Verständnis ist, dass ich beim Aufsalzen des Hauptgusses exakt die Menge verwende, die notwendig ist, um das Zielprofil punktgenau zu erreichen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!
Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
Hallo zusammen,
ich bin immer mal wieder auf der Suche nach der aktuellsten Version des Rechners und über die Anzahl der Beiträge verteilt, gestaltet sich das A) zunehmend lästig und B) mit einer gewissen Unsicherheit bzgl. "gefunden" behaftet.
Es wäre schade, wenn die letzte/aktuellste Version diesen tollen Tools irgendwo zwischen den Beiträgen versandet und wenn ich mich nicht verzettelt habe, dann finden sich letzte Hinweise darauf hier #150, hier #103 und hier #102.
Die Idee wäre jetzt im Eingangspost #1 zumindest einen link auf eine zuletzt gültige Version zu setzen.
Dazu bräuchte es in Abstimmung natürlich Sebastian (schlupf) und den zugehörigen link. Die initiale Pflege könnte ich übernehmen.
@schlupf ?
ich bin immer mal wieder auf der Suche nach der aktuellsten Version des Rechners und über die Anzahl der Beiträge verteilt, gestaltet sich das A) zunehmend lästig und B) mit einer gewissen Unsicherheit bzgl. "gefunden" behaftet.
Es wäre schade, wenn die letzte/aktuellste Version diesen tollen Tools irgendwo zwischen den Beiträgen versandet und wenn ich mich nicht verzettelt habe, dann finden sich letzte Hinweise darauf hier #150, hier #103 und hier #102.
Die Idee wäre jetzt im Eingangspost #1 zumindest einen link auf eine zuletzt gültige Version zu setzen.
Dazu bräuchte es in Abstimmung natürlich Sebastian (schlupf) und den zugehörigen link. Die initiale Pflege könnte ich übernehmen.
@schlupf ?
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Malzmoehre
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Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
Der Vorschlag ist fast so gut wie der Rechner an sich ! :)olibaer hat geschrieben: Dienstag 17. Februar 2026, 18:38 Hallo zusammen,
ich bin immer mal wieder auf der Suche nach der aktuellsten Version des Rechners und über die Anzahl der Beiträge verteilt, gestaltet sich das A) zunehmend lästig und B) mit einer gewissen Unsicherheit bzgl. "gefunden" behaftet.
Es wäre schade, wenn die letzte/aktuellste Version diesen tollen Tools irgendwo zwischen den Beiträgen versandet und wenn ich mich nicht verzettelt habe, dann finden sich letzte Hinweise darauf hier #150, hier #103 und hier #102.
Die Idee wäre jetzt im Eingangspost #1 zumindest einen link auf eine zuletzt gültige Version zu setzen.
Dazu bräuchte es in Abstimmung natürlich Sebastian (schlupf) und den zugehörigen link. Die initiale Pflege könnte ich übernehmen.
@schlupf ?
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Re: Noch ein Wasserrechner (nach Braumagazin)
@schlupf @olibaer mein Vorschlag: wie wäre es, den Braurechner von Schlupf auf Github einzustellen? Dann braucht man immer einen Link auf die neueste Version und die Versionierung ist nachvollziehbar und immer aktuell. Ein Forumsfaden ist für eine laufende Aktualisierung einer Software einfach ungeeignet. So würde das Projekt Schlupfs Wasserrechner aus dem Inoffiziellen eines Threads auf hobbybrauer.de zu einem anerkannten Projekt der Community entwickeln.olibaer hat geschrieben: Dienstag 17. Februar 2026, 18:38 Hallo zusammen,
ich bin immer mal wieder auf der Suche nach der aktuellsten Version des Rechners und über die Anzahl der Beiträge verteilt, gestaltet sich das A) zunehmend lästig und B) mit einer gewissen Unsicherheit bzgl. "gefunden" behaftet.
Es wäre schade, wenn die letzte/aktuellste Version diesen tollen Tools irgendwo zwischen den Beiträgen versandet und wenn ich mich nicht verzettelt habe, dann finden sich letzte Hinweise darauf hier #150, hier #103 und hier #102.
Die Idee wäre jetzt im Eingangspost #1 zumindest einen link auf eine zuletzt gültige Version zu setzen.
Dazu bräuchte es in Abstimmung natürlich Sebastian (schlupf) und den zugehörigen link. Die initiale Pflege könnte ich übernehmen.
@schlupf ?
Falls Ihr Euch nicht mit Github auskennt, Es gibt hier einige mit Github-Account wie Frédéric vom Kleinen Brauhelfer, die beim Einrichten für den Maintainer @schlupf oder @olibaer hilfreich sein können.
Grüße
Radulph
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