Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

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danman79
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Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#1

Beitrag von danman79 »

Hallo zusammen,

ich habe seit je her Probleme mit der Berechnung der Zuckergabe für die Flaschengärung. Ich habe das Gefühl, dass die berechnete Menge (ich habe verschiedene Rechner benutzt), zu hoch angesetzt ist.

Aktuelles Beispiel: Hausbier gebraut mit Nova Lager.
Endvergärungsgrad 82% (13°B -> 5,8°B)

Berechnete Zuckergabe lt. MMuM-Rechner:
Ziel: 5 g CO2/l
Temp.: 18°C
1,8 g CO2/l im Jungbier gelöst
-> 3,2 g CO2/l im Jungbier durch Haushaltszucker zu erzeugen.
-> 6,9 g Zucker pro Liter zuzugeben

Am Ende würde ich am Flaschenmanometer bei einer Temperatur von 19°C einen Wert von 2 bar erwarten.
Ich lese 2,7 bar ab. Was eine Karbonisierung von über 6 g/l bedeuten würde. Ist nicht der Weltuntergang. Entweder ich entlüfte ein paar mal oder ich lebe mit dem spritzigen Bier.

Eine nicht abgeschlossene Vergärung vor dem Abfüllen in Flaschen würde ich ausschließen, da über Tage hinweg der abgelesene Wert konstant war. Es schmeckte auch nicht mehr süß.

Wie gesagt: alles keine Katastrophe, aber da mir das quasi immer passiert, würde ich gerne diese eine Sache endlich mal richtig machen wollen. Wo liegt mein Fehler?
Ich hatte überlegt, für mein Verfahren einen Faktor zu errechnen, mit dem ich die errechnete Zuckergabe anpasse. Aber das wäre ja nur ein Workaround. Denn scheinbar mache ich hier einen Fehler und nicht die drei Karbonisierungsrechner, die ich konsultiere. Die geben alle sehr änliche Werte aus.

Also bitte helft mir auf die Sprünge.

Viele Grüße
Daniel
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DerDallmann
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#2

Beitrag von DerDallmann »

Fabier errechnet für deine Werte 6,35 g/l Haushaltszucker, also etwas weniger. Macht den Bock aber nicht fett.
Wie genau gibst du den Zucker zu?
Mfg

Johst
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Juergen_Mueller
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#3

Beitrag von Juergen_Mueller »

Für mich passen die Rechner.

Beachte bitte: 6,9 Gramm pro LITER, nicht pro FLASCHE.
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
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Meikel M.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#4

Beitrag von Meikel M. »

Wie hast du die Temperatur während der Gärung gemessen?
"Durch Durst wird Bier erst richtig schön"
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Meikel M.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#5

Beitrag von Meikel M. »

DerDallmann hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:16 Fabier errechnet für deine Werte 6,35 g/l Haushaltszucker, also etwas weniger. Macht den Bock aber nicht fett.
Wie genau gibst du den Zucker zu?
Ein sehr wichtiger Aspekt. Ist die Waage genau und die Dosierung der einzelnen Gaben identisch?
"Durch Durst wird Bier erst richtig schön"
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danman79
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#6

Beitrag von danman79 »

DerDallmann hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:16 Fabier errechnet für deine Werte 6,35 g/l Haushaltszucker, also etwas weniger. Macht den Bock aber nicht fett.
Wie genau gibst du den Zucker zu?
Da mir das Gezappel mit dem Dosieren pro Flasche zu aufwendig ist gehe ich folgendermaßen vor:
Ich schlauche von der Hefer herunter in einen anderen Behälter. Dort ist außerdem eine genauere Skala angebracht. Ich lese die Gesamtmenge ab, löse dann den berechneten Gesamtzucker in warmem Wasser und gebe diese Lösung dann zum Jungbier dazu. Dann wird vorsichtig aber gründlich verrührt. Oft während des Abfüllens zwischendrin nochmal, um sicher zu gehen, dass sich die Zuckerlösung nicht unten absetzt. Ich denke, dass die Zuckerlösung gut verteilt ist, da ich zwei Flaschen mit Manometer versorgt habe. Diese Flaschen wurden im Abstand von 20 Flaschen befüllt. Also das erste Manometer kam auf die 10. Flasche. Das zweite auf die 30. Flasche. Sie zeigen einen Unterschied von 0,05 Bar an.


Juergen_Mueller hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:17 Für mich passen die Rechner.

Beachte bitte: 6,9 Gramm pro LITER, nicht pro FLASCHE.
Darauf achte ich peinlich. Da ich (siehe oben) auch nicht pro Flasche dosiere, kann mir das auch nicht passieren.


Meikel M. hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:30
DerDallmann hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:16 Fabier errechnet für deine Werte 6,35 g/l Haushaltszucker, also etwas weniger. Macht den Bock aber nicht fett.
Wie genau gibst du den Zucker zu?
Ein sehr wichtiger Aspekt. Ist die Waage genau und die Dosierung der einzelnen Gaben identisch?
Durch die Gabe einer Gesamtzuckerlösung fällt die Genauigkeit der Waage auch nicht mehr so ins Gewicht.

Meikel M. hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:25 Wie hast du die Temperatur während der Gärung gemessen?
Die Temperatur überwache und halte ich während der Gärung mit einem Inkbird.

Ich bin sogar diesmal so weit gegangen, eine 2°C niedrigere Temperatur bei der Berechnung der Zuckermenge anzugeben in dem Wissen, dass der Rechner dann davon ausgeht, dass sowieso bereits mehr CO2 im Jungbier gelöst ist.

Wie geht ihr vor bei der Berechnung und haut es bei euch mit dem Flaschendruck am Ende hin?
Wie nah kommt ihr dem angezielten Druck, und damit dem angepeilten CO2-Gehalt?
IronHosch
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#7

Beitrag von IronHosch »

Ist das Bier dann auch spritziger als Du es erwartest?

Es gab hier mal einen Thread wo ein etwas höherer Druck am Manometer aufgrund des eingeschlossenen Stickstoffs in der Flasche erklärt wurde.
Gruß, Christian
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PabloNop
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#8

Beitrag von PabloNop »

danman79 hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:02 Aktuelles Beispiel: Hausbier gebraut mit Nova Lager.
[...]
Temp.: 18°C
Lager-Hefe und 18 Grad passt irgendwie nicht. Sind die 18 Grad die Gärtemperatur? Falls tiefer vergoren aber mit 18 Grad gerechnet, kann durchaus zu viel Zuckermenge berechnet werden.
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Caesarrr
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#9

Beitrag von Caesarrr »

IronHosch hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:46 Ist das Bier dann auch spritziger als Du es erwartest?

Es gab hier mal einen Thread wo ein etwas höherer Druck am Manometer aufgrund des eingeschlossenen Stickstoffs in der Flasche erklärt wurde.
Das ist mal echt gut.. geht mir ähnlich.. mein Milkstout ist nun eine Woche in den Flaschen und der Druck auf etwa 2.7-2.8 bar gestiegen.. laut Zuckermenge sollte das eig. nicht passieren. Ist auf etwa 5g CO2 berechnet.. habe dann mal eine Flasche aufgemacht und gekostet.. war gut und nicht extrem überkarbonisiert.. das mit dem N macht natürluch Sinn und wenn das sogar 0.7-0.8 bar ausmachen kann..

Am Ende ist ja nicht der genaue Wert entscheidend, sondern vielmehr, ob auch nichts mehr steigt, wenn ich nach der zweiten Woche Reife die Flaschen dann in die Kühlung bringe.. wo sie noch mal 3-4 Wochen mind lagern dürfen, bevor gekostet wird.
LG Paul
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#10

Beitrag von danman79 »

IronHosch hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:46 Ist das Bier dann auch spritziger als Du es erwartest?

Es gab hier mal einen Thread wo ein etwas höherer Druck am Manometer aufgrund des eingeschlossenen Stickstoffs in der Flasche erklärt wurde.
Ich werde es heute Abend mal probieren. Die Flaschengärung ist meines erachtens nach nun durch. Die Manometer steigen nicht mehr.
Und den verlinkten Thread muss ich mir mal in Ruhe zu Gemüte führen...

PabloNop hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:58
danman79 hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:02 Aktuelles Beispiel: Hausbier gebraut mit Nova Lager.
[...]
Temp.: 18°C
Lager-Hefe und 18 Grad passt irgendwie nicht. Sind die 18 Grad die Gärtemperatur? Falls tiefer vergoren aber mit 18 Grad gerechnet, kann durchaus zu viel Zuckermenge berechnet werden.
Das ist ne Hybrid-Hefe, soweit ich das verstanden habe. Die vergärt zu, ich nenne es mal "lagerähnlichen", Bieren. Ich habe bei 13°C angesetzt und dann nach Tagen zum Ende der Gärung auf bis zu 17 °C erhöht.
Am Ende stand der Gärbehälter zwei Stunden oder so bei 20°C bei mir in der Küche, während ich das Abfüllen vorbereitet habe. Deswegen habe ich auch 18°C angegeben. Bei 18°C vs. 20°C geht es um 0,2 g Zucker mehr oder weniger. Meiner Meinung nach dürfte es diese große Abweichung nicht erklären.

Das angegebene Bier ist auch nur ein aktuelles Beispiel. Die Problematik tritt bei mir tatsächlich regelmäßig auf.

Ich behalte mir mal den Fabier-Rechner im Hinterkopf fürs nächste Mal und berechne mir mal meinen eigenen Zuckergabe-Faktor.
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PabloNop
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#11

Beitrag von PabloNop »

danman79 hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 12:25 Ich habe bei 13°C angesetzt und dann nach Tagen zum Ende der Gärung auf bis zu 17 °C erhöht.
Dann ist es OK.
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olibaer
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#12

Beitrag von olibaer »

Hallo Daniel, hallo zusammen,
danman79 hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 12:25 Ich behalte mir mal den Fabier-Rechner im Hinterkopf fürs nächste Mal und berechne mir mal meinen eigenen Zuckergabe-Faktor.
Das ist nicht zu empfehlen (keinerlei Vergleichbarkeit mehr) und außerdem ist der "Zuckergabe-Faktor" längst bekannt und basiert, wie die gesamte Bieranalytik, auf den Ballingschen' Attenuationslehren:

Haushaltszuckerdosage [g/L] = CO2-Bedarf [g/L]* / 0,4629

* CO2-Bedarf [g/L] = Die Differenz gebildet aus Sollwert-CO2 [g/L] und Istwert-CO2 [g/L]

Begleitend dazu sind Faktoren für die Bildung von Alkohol und Hefe aus einer alkoholisch vergärbaren Extraktmenge vEw (hier Haushaltszucker) bekannt. Gerade im Umfeld einer Karbonisierung mit Zucker ist noch interessant, welche Menge Alkohol durch eine Karbonisierung mit Zucker zusätzlich entsteht.

Hier ein Überblick über die bekannten Faktoren:
Ballingsche_Attenuationslehren_Massefaktoren_800.png

Beispielhaft für eine Karbonisierung mit Haushaltszucker, lassen sich die Faktoren auf einen zusätzlichen CO2-Bedarf [g/L] und auf eine begleitende Zunahme von Alkohol anwenden:
Ballingsche_Attenuationslehren_Speiseberechnung_Zuckerdosage_Saccharose_800.png

Hint 01:
Verlasst euch besser auf den Karbonisierungs- und Spunddruckrechner von MaischeMalzUndMehr.
Was fabier.de für eine Speise-/Zuckerberechnung zur Nachgärung berechnet - das ist einfach nicht richtig (deutlich zu wenig).

Beispiel/Vergleich:
  • Letzte Gäraktivität bei 20 °C (Ist) = 1,7 g/L CO2
  • Aufkarbonisierung auf (Soll) = 5,5 g/L CO2
  • Karbonisierung (Differenz) = 3,8 g/L CO2 (5,5 - 1,7)
  • -------------------
  • Dosage Haushaltszucker lt. Mum = 8,2 g/L
  • Dosage Haushaltszucker lt. Faktor (0,4629) = 8,2 g/L (3,8 / 0,4629)
  • Dosage Haushaltszucker lt. fabier = 7,5 g/L
Leider zeigt die Fabier-Seite den berechneten Ist-CO2-Gehalt g/L nicht an (im Beispiel 1,7 g/L CO2) und genau dieser Wert könnte ein Teil des Problems sein.

Wie auch immer und gerne über ein verfügbares Rechnerportfolio ausprobieren/testen.
Fabier passt an dieser Stelle einfach nicht und ist keinesfalls eine Referenz!

Hint 02:
Einem nicht ganz endvergorenem Bier kommen die Rechenwerke von Fabier natürlich entgegen. Mehr oder weniger zufällig ergibt sich eine gewünschte Karbonisierung. Der noch vergärbare Restextrakt im Bier gleicht die zu wenig berechnete Zuckermenge irgendwie/zufällig aus.

2ct
Gruss
Oli
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DerDallmann
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#13

Beitrag von DerDallmann »

Danke, Oli. Wie immer, sehr hilfreich.
Mfg

Johst
danman79
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#14

Beitrag von danman79 »

Danke, Oli.

Wenn es bei mir jedoch IMMER so ist, dass die Biere höher karbonisiert sind, dann kann es doch am Ende nur auf zwei Dinge hinaus laufen: Manometer kaputt (beide?) oder Rechner ungenau.

Infizierte Flaschen scheiden aus. Ich achte peinlich auf Sauberkeit. Außerdem wären dann normalerweise nur einige Flaschen betroffen und die beiden Manometer würden nicht quasi-identische Werte anzeigen. Außerdem hat das Bier keinen Fehlgeschmack, welcher darauf hinweisen würde.

Nicht fertig vergoren? Schließe ich auch aus. Dann hätte ich bisher keinen Sud zuende vergären lassen. Sehr sehr unwahrscheinlich. Habe viele verschiedene Biere gebraut. Jedesmal liege ich über der anvisierten Karbonisierung.
Das ist für mich nicht tragisch, aber es wurmt mich, diesen Teil offensichtlich noch nicht so gut im Griff zu haben, wie ich das gerne möchte.

Was bleibt dann noch als Variablen?

Deswegen mein Interesse daran: Wer berechnet mit welchem Rechner und kommt wie genau an das errechnete Ergebnis (Druck)?

Gibt es Brauer, die es geschafft haben, mit einer vernachlässigbaren Toleranz eine Punktlandung hinzukriegen?

Liebe Grüße
Daniel
danman79
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#15

Beitrag von danman79 »

olibaer hat geschrieben: Dienstag 17. März 2026, 13:26 (...)
Das ist nicht zu empfehlen (keinerlei Vergleichbarkeit mehr) und außerdem ist der "Zuckergabe-Faktor" längst bekannt und basiert, wie die gesamte Bieranalytik, auf den Ballingschen' Attenuationslehren:
(...)
Mit meinem eigenen Faktor meine ich einen persönlichen Faktor für den offiziellen Faktor.
Wert MMuM * DanielsPersönlicherFaktor = Zuckergabe

Einfach ein Erfahrungswert auf Basis des letzten Suds.

Und dann schaue ich, wie konsistent das ganze für mich ist.
Würde es auch besser finden, wenn ich die Werte mit den offiziellen Rechnern erreichen würde. Wenn nicht, dann brauche ich einen Workaround.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#16

Beitrag von Malzmoehre »

Ist die Karbonisierung denn nur auf dem Manometer zu hoch oder empfindest du das beim Trinken auch so?
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#17

Beitrag von danman79 »

Malzmoehre hat geschrieben: Dienstag 17. März 2026, 19:04 Ist die Karbonisierung denn nur auf dem Manometer zu hoch oder empfindest du das beim Trinken auch so?
Würde das Bier dann schon eher als spritzig beschreiben. Eher größere, gröbere Blasen. Also meiner Meinung nach bestätigt das den Manometerwert.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#18

Beitrag von Braufuzi »

Ich berechne die Zuckermenge für die Flaschengärung eigentlich nicht.Ich benutze eine Dosierhilfe da ich den Zucker in die Flaschen vorlege.Ist vielleicht nicht so genau wie wenn man die Zuckermenge berechnet, aber ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht.
Sobald der gewünschte Druck und damit der Kohlensäuregehalt erreicht ist geht's ab in die Kaltreifung bei 3°C.
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guenter
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#19

Beitrag von guenter »

Braufuzi hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 12:09 Sobald der gewünschte Druck und damit der Kohlensäuregehalt erreicht ist geht's ab in die Kaltreifung bei 3°C.
Wirklich? Wenn dann die Gärung, warum auch immer, nicht fertig war, könntest du dir Flaschenbomben gebastelt haben. Ich warte immer ab, bis sich der Wert nicht mehr ändert (und der gewünschte Druck erreicht war).

Die Dosierhilfe nutze ich auch.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#20

Beitrag von Stefan_B »

Hi Daniel, interessanter Post. Ich finde mich da sowohl in deiner Problematik als ich in vielen Antworten wieder. Viele meiner bisher über 40 Sud hatten anfangs mit der von dir geschilderten Problematik 1 zu 1 zu tun. Ich habe alle oben genannten Faktoren überprüft und habe keine eindeutige Lösung gefunden, wie auch du. Letztendlich habe ich mir damit geholfen, dass ich zunächst den Mittelwert von 6 (!) verschiedenen Zuckerrechnern verwende, 5 davon nahezu identisch, einer immer deutlich zu hoch, den kasse ich weg. Vom Ergebnis ziehe ich 20% der Zuckermenge ab, seitdem passt es.
Bier ausgegoren, Flaschen sauber, keine Fehlaromen...
Erklärung: keine.
Bier: schmeckt!

Stefan
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#21

Beitrag von danman79 »

Stefan_B hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 13:29 Hi Daniel, interessanter Post. Ich finde mich da sowohl in deiner Problematik als ich in vielen Antworten wieder. Viele meiner bisher über 40 Sud hatten anfangs mit der von dir geschilderten Problematik (...)
Erklärung: keine.
Bier: schmeckt!

Stefan
Hi Stefan,

danke für deine Antwort. Es beruhigt mich, dass jemand anderes das gleiche Problem hat. Das macht es unwahrscheinlicher, einen beeinflussenden Faktor übersehen zu haben.

Meine eigenen Berechnungen (nur aufgrund des letzten Suds) ergaben eine notwendige Zuckermenge von 66% der vom MMuM-Rechner ausgegebenen Menge.
Da ich das zum ersten Mal wirklich berechnet habe (ein Sud, ein Rechner) vermute ich, die bist wahrscheinlich näher dran an der Wahrheit.
Das heißt, ich werde es beim nächsten Mal auch mit 80% probieren.

Vielen Dank und viele Grüße
Daniel
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#22

Beitrag von Zoigl Jehovas »

Ich braue überwiegend untergärig und habe festgestellt, dass die letzten paar Prozent Vergärgrad erst in der Nachgärung in der Flasche bei Zimmertemperatur stattfinden. Die Schnellgärprobe bei Zimmertemperatur ist bei mir immer höher vergoren als das Jungbier, das gegen Ende hin maximal 12°C Gärtemperatur hatte. Die Differenz ist meist so um die 0,3 - 0,4°B und das wirkt sich natürlich auf die Karbonisierung aus. Ist quasi eine Kombination aus Grünschlauchen und und zusätzlicher Karbonisierung. Die Flaschengärung findet bei mir bei Zimmertemperatur statt.

Generell kommt die Hauptgärung meist so nach sechs bis acht Stunden an und das Tilt Hydrometer sagt mir, dass ich eine Fermentierungsrate von um die 2°P pro Tag habe, also genug Hefe ist vorhanden für eine normale Gärung. So nach sieben, acht Tagen fülle ich dann ab, nachdem ich am Schluss so bei 12°C war. Natürlich könnte ich noch hochgehen mit der Temperatur und die letzten paar Prozent noch im Gärfass abwarten, aber mir dauert das zu lange und fülle dann ab.


Was ich damit sagen will: Wenn Du direkt aus der (kalten) Hauptgärung raus abfüllst, legt der Vergärgrad meist in der (warmen) Nachgärung noch um ein paar Prozent zu.


Grüße
Martin
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#23

Beitrag von jbrand »

Ich frage mich, warum füllt ihr denn so schnell ab?
Bei mir darf das Bier mal mindestens 2 Wochen nach Ende der Hauptgärung noch im Gärfass bleiben, wenn ich keine Zeit zum Abfüllen finde auch länger. Erstens wird das Bier dadurch schön klar und ich habe überhaupt keine Probleme mit der Karbonisierung.
Ich verwende eine Dosierhilfe und keinen Rechner und in damit super zufrieden. Der Zucker wird direkt und trocken in die Flasche vorgelegt, dadurch ist jede Flasche gleich. Wenn's mal Spritzeiger sein soll, zum Beispiel beim Weizen, dann nehme ich die nächste Größe der Dosierhilfe und dann passt das auch.
Viele Grüße

Jens
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#24

Beitrag von Zoigl Jehovas »

jbrand hat geschrieben: Samstag 21. März 2026, 09:38 Ich frage mich, warum füllt ihr denn so schnell ab?
Bei mir darf das Bier mal mindestens 2 Wochen nach Ende der Hauptgärung noch im Gärfass bleiben, wenn ich keine Zeit zum Abfüllen finde auch länger.
Weil die letzten % VG bequem in der Flasche machbar und mit Schnellgärprobe auch berechenbar sind und das Bier nicht noch zwei Wochen im Gärfass liegt. Klar wird mein Bier trotzdem, der Bodensatz, ob nun weniger oder mehr, bleibt eh in der Flasche, wenn ich in einem Zug einschenke.
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#25

Beitrag von Braufuzi »

Noch zur Ergänzung ich warte natürlich auch nach der Hauptgärung ab bis sich der Restextrakt nicht mehr ändert.Zur Sicherheit warte ich dann noch einige Tage länger bis ich das Bier in die Flaschen Abfülle.Habe bis heute noch keine Flaschenbomben gehabt.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#26

Beitrag von flamberger »

Ich habe bisher auch immer mit einer Dosierhilfe gearbeitet. Einmal hat es einen Sud gegeben welcher wohl noch nicht ganz zu Ende vergoren war. Da war das Bier dann schon etwas, sagen wir mal spritzig. Das wäre aber auch passiert wenn wir den Zucker berechnet hätten.
Seither lassen wir das Bier im Winter lieber noch eine oder zwei Wochen länger im Gärtank liegen. Im Sommer weniger, da wir den Gärtank bisher nicht kühlen können. Das hierdurch das Bier klarer wird, kann ich auch bestätigen.

Eine Flasche ist mir auch noch nie geplatzt. Bierflaschen vertragen 5 Bar und mehr. Da muss man sich schon gut vertan haben damit das passiert.
Gruss Ivo


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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#27

Beitrag von BikeandBeer »

Ich habe exakt das gleiche Phänomen wie Daniel.
Ich karbonisiere mit Haushaltszucker in jeder einzelnen Flasche.
Der gemessene Flaschendruck ist nach der Nachgärung bei mir immer (ca. 70 Sude bislang, Einkocherklasse) deutlich höher, als die einschlägigen Tools ausweisen. Gerne mehr als 1 Bar "zuviel".
Ich habe mich nie getraut, nachzufragen, weil ich die u.a. Gründe zu oft gelesen habe.

Ja, meine Biere sind ausgegoren (iSpindel im Gärfass).
Nein, ich habe nicht Liter mit Flaschen verwechselt.
Nein, ich habe nicht bei der Dosierhilfe 0,5 mit 0,75 verwechselt.
Ja, ich messe die höchste Gärtemperatur in der Würze/ im Jungbier, nicht im Gärkeller.
Nein, mein Manometer ist nicht kaputt, ich messe mit mehreren Manometern.
Und überkarbonisiert sind meine Biere eigentlich nicht, das kann ich aber nur schätzen, nicht messen.

Die Erklärung von Oli / Indiana1972 passt wunderbar zu diesem Phänomen.
IronHosch hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 11:46 Es gab hier mal einen Thread wo ein etwas höherer Druck am Manometer aufgrund des eingeschlossenen Stickstoffs in der Flasche erklärt wurde.
Dort wird bei nicht entlüftetem Kopfraum von 20ml ein "Zusatzdruck" von 0,7 bis 0,8 Bar angegeben.
Ich gebe Haushaltszucker mit der Dosierhilfe in jede einzelne Flasche, fülle mit Abfüllröhrchen ab und verschließe jede Flasche sofort danach (Bügelverschluss).
Damit ist mein Kopfraum nochmals größer als 20ml und enthält genügend Luft / Stickstoff.

Mich wundert nur, warum diese Erklärung (oder Hypothese?) anscheinend im Forum recht unbekannt ist. Vielleicht sind die Koryphäen im Forum alles CO2-spülende Fassabfüller?

Grüße
Martin
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#28

Beitrag von guenter »

BikeandBeer hat geschrieben: Dienstag 24. März 2026, 12:51 Mich wundert nur, warum diese Erklärung (oder Hypothese?) anscheinend im Forum recht unbekannt ist. Vielleicht sind die Koryphäen im Forum alles CO2-spülende Fassabfüller?
Ich bin keine Koryphäe und mache nicht aus allem eine Wissenschaft. Für mich passt die Karbonisierung geschmacklich, das ist entscheidend. Das Flaschenmanometer ist im Wesentlichen dafür da um zu sehen, dass die Nachgärung fertig ist. Und ja, sollte der Druck mal in Richtung 5 Bar gehen, würde ich nervös werden. Davon ab, dass die Anzeige so genau nicht ist und auch der Kopfraum leicht unterschiedlich ist (obwohl ich mit dem Abfüllröhrchen nur ein paar Millimeter Luft lasse). Oder so: ich habe dem Manometerdruck noch nie große Bedeutung zukommen lassen.
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#29

Beitrag von Commander8x »

BikeandBeer hat geschrieben: Dienstag 24. März 2026, 12:51
Nein, mein Manometer ist nicht kaputt, ich messe mit mehreren Manometern.
Und überkarbonisiert sind meine Biere eigentlich nicht, das kann ich aber nur schätzen, nicht messen.
Hallo Martin,
wenn Du ein Flaschenmanometer hast, kanst Du den Flaschendruck messen und mithilfe der genauen Biertemperatur und einer Rechenhilfe die Karbonisierung bestimmen.

Es gibt eine Art Schieblehre, mit der man bei Kenntnis von Druck und Temperatur die Karbonisierung einfach bestimmen kann; einen Link finde ich gerade nicht....
Oder Du benutzt einen "Manometerrechner" wie diesen hier.

Gruß Matthias
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BikeandBeer
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Re: Berechnung Zuckergabe Flaschengärung

#30

Beitrag von BikeandBeer »

Commander8x hat geschrieben: Dienstag 24. März 2026, 14:21
BikeandBeer hat geschrieben: Dienstag 24. März 2026, 12:51
Nein, mein Manometer ist nicht kaputt, ich messe mit mehreren Manometern.
Und überkarbonisiert sind meine Biere eigentlich nicht, das kann ich aber nur schätzen, nicht messen.
Hallo Martin,
wenn Du ein Flaschenmanometer hast, kanst Du den Flaschendruck messen und mithilfe der genauen Biertemperatur und einer Rechenhilfe die Karbonisierung bestimmen.

...
Bei allem Respekt, aber ich vermute, du hast den Thread nicht wirklich gelesen.

Grüße
Martin
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