Lebensmittelrecht

Seit 1. März 1999 ist die Lebensmittelhygieneverordnung in Kraft. Die Lebensmittelhygieneverordnung setzt einen besonderen Schwerpunkt mit den neuen Bestimmungen über die ausgeweitete Verpflichtung der Gewerbetreibenden zur Durchführung von Eigenkontroll- und -überwachungsmaßnahmen, wodurch speziell gesundheitliche Gefahren durch Lebensmittel für den Verbraucher im Produktionsprozeß systematisch erfaßt und ausgeschlossen werden sollen. Darüber hinaus werden die Betriebe verpflichtet, alle Mitarbeiter, die mit Lebensmitteln umgehen, in Fragen der Lebensmittelhygiene zu schulen. Aktuelle Bestimmungen zu Bier findet man im Lebensmittelbuch und beim Bundesministerium:

HACCP Gefahrenanalyse kritischer Lenkungspunkte

Wer Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt, hat durch betriebseigene Kontrollen die kritischen Punkte im Prozessablauf festzustellen und zu gewährleisten, dass angemessene Sicherungsmaßnahmen festgelegt, durchgeführt und überprüft werden. Dies erfolgt durch ein geeignetes Eigenkontrollsystem wie z.B. HACCP1), das der Überwachung durch die amtliche Lebensmittelüberwachung unterliegt. Mehr dazu … Hazard Analysis and Critical Control Points.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich hat folgendes HACCP Konzept als PDF (vom BMFG - derzeit heisst es Ministerium Frauen Gesundheit?) hinterlegt http://wko.at/ooe/Nahrungsmittelgewerbe/Hygiene_Getraenke.pdf, welches umgesetzt werden muß. Gut versteckt findet man das auch suchmaschinengeschützt beim BMFG LL gewerbliche Getränkeherstellungsbetriebe. Die Leitlinie dient zur leichteren Handhabung für die Umsetzung der Anforderungen der EU-Hygiene-Verordnungen. In einem kleinen und mittleren Getränkeherstellungsbetrieb werden in der Regel die Risken durch die Maßnahmen im Rahmen der Guten Hygienepraxis abgedeckt, die keine kritischen Steuerungspunkte (= CCP) enthält - ausgenommen Frucht- und Gemüsesafterzeugung.

Lebensmittelkontaktmaterialien

VERORDNUNG (EG) Nr. 1935/2004 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES Diese Verordnung beruht auf dem Grundsatz, dass Materialien oder Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln unmittelbar oder mittelbar in Berührung zu kommen, ausreichend inert sein müssen, damit ausgeschlossen wird, dass Stoffe in Mengen, die genügen, um die menschliche Gesundheit zu gefährden oder eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung von Lebensmitteln oder eine Beeinträchtigung ihrer organoleptischen Eigenschaften herbeizuführen, in Lebensmittel übergehen.

Gegenstände die dieser Verordnung entsprechen haben das Lebensmittelecht-Zeichen (Weinglas und Gabel) aufgedruckt. Bei gewerblicher Nutzung kann eine Bescheinigung des Herstellers für Kunststoffbehälter nötig sein. Bei Anlagen aus Edelstahl ist die Zertifizierung unüblich2).

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