Batch Sparge

Max_L
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Batch Sparge

#1

Beitrag von Max_L » Samstag 31. August 2019, 04:45

N'abend allerseits,

ich bin auf folgendes Video von John Palmer gestossen:
https://www.youtube.com/watch?v=h5J8S5nBdUc

Und der ist ja nun wirklich kein Unbekannter. Er schwört da auf Batch sparge. Zeitersparnis ist das große Thema. Das geht natürlich auf Kosten der SHA / bzw Efficiency. Wobei... Ist Efficiency gleich SHA? Da fallen Prozentzahlen von 70% bis 85% SHA ist mir eher im Bereich von 60 - 70% geläufig.

Alle Batch Sparge Beschreibungen zeigen auch den Schlauch direkt und ohne Läutergrand, Sparge Arm o.Ä am Auslaufhahn angeschlossen. Gefühlvoll eingestellt läufts anscheinend..

Batch sparge wäre eine Sache von Minuten, während wir hier mit fly sparge Stunden läutern. Stimmt das? Läuft da die Würze so viel schneller?

Und wie verhält es sich mit den Wassermengen? Gibts geschmackliche Auswirkungen?

Ich braue seit über 2 Jahren mit insgesamt 15-20 Suden. Das Läutern ist noch so ein Prozessschritt, den ich für mich gerne noch optimiert hätte...

Danke

Max_L

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Re: Batch Sparge

#2

Beitrag von schlupf » Samstag 31. August 2019, 08:41

Moin,
Palmer geht in dem Video ja auch auf Fly Sparging ein, sagt aber, dass sie bei diesem Braugang bei Batch Sparging bleiben, weil es einfacher ist.

Beim Batch Sparging hat nimmt man etwas Komplexität aus dem Prozessschritt des Läuterns, aber (potenziell) auf Kosten der Ausbeute. Dafür hat man dabei eher höhere Wiederholbarkeit, da sowas wie Kanalbildung keine Probleme bereitet.

Viele Grüße
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#3

Beitrag von Kolbäck » Samstag 31. August 2019, 08:46

Max_L hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 04:45
Wobei... Ist Efficiency gleich SHA? Da fallen Prozentzahlen von 70% bis 85% SHA ist mir eher im Bereich von 60 - 70% geläufig.
Nein, das ist nicht dasselbe. Die SHA nimmt das gesamte Gewicht der Schüttung als 100%, die Efficiency nur den darin enthaltenen Extrakt. Letzterer ist ganz grob 80% des Gesamtgewichts, also entspricht Efficiency von 85% knapp 70% SHA.
Viele Grüße, Thomas
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Re: Batch Sparge

#4

Beitrag von Kolbäck » Samstag 31. August 2019, 09:04

Und zum Batch Sparging: Ich mach das ab und zu, wenn mir der Treber ein bisschen zu sehr dicht macht. Das ist keine "Katastrophe", sondern dann kommen ein paar mehr Liter Nachguss (oder der gesamte restliche) dazu und es wird aufgerührt. Das spart in der Tat Zeit, auf Kosten vielleicht eines Liters Bier am Ende, bei gleicher, erst nach dem Kochen eingestellter Stammwürze.
Ich nehme einfach meist so viel Schüttung wie Platz hat und die Menge Bier variiert am Ende ein wenig, aber so kann mir die SHA relativ Schnuppe sein.
Viele Grüße, Thomas
Braudokus: Schwarzbier, Früchte, Sauer & Brett, Råøl/Kveik

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Re: Batch Sparge

#5

Beitrag von Kolbäck » Samstag 31. August 2019, 18:04

mavro hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 17:52
Ok, dann werde ich erst mal mehr aufdrehen und wenn der Treber dann dicht machen sollte , werde ich einfach Nachguß drauf geben, umrühren und dann mit geringerer Fließgeschwindigkeit weiter arbeiten: oder?
Wie schnell du läutern kannst mit deinem Setup ist Erfahrungssache, und nach dem Vorschießen ist es gut, den Hahn so weit zuzumachen, dass der Treber nicht dicht macht. (Wenn man aufrühren muss, bevor die Vorderwürze raus ist, leidet die Ausbeute ziemlich, und es kostet Zeit.)

Der Herr Palmer erklärt das im oben verlinkten Video auch recht gut.
:Drink
Viele Grüße, Thomas
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Re: Batch Sparge

#6

Beitrag von mavro » Samstag 31. August 2019, 18:17

Alles klar, danke!
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#7

Beitrag von Max_L » Samstag 31. August 2019, 22:43

OK, jetzt ist mein Weltbild wieder klar gerückt. :thumbup

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Re: Batch Sparge

#8

Beitrag von olibaer » Sonntag 1. September 2019, 09:17

Hallo zusammen,

ich bin schon immer ein Batch-Sparger (ich nenne es allerdings den "Treberkuchen komplett auf links machen") :Smile
Im Vergleich zum vorgestellten Video mit einer kleinen Anpassung. Beispiel:
  • Schüttung kg: 8
  • °P %: 12,5
  • SA%: 73 (OBY%:93)
  • KW L: 45
  • HG L: 32
  • NG L: 26
Die Vorderwürze ziehe ich ab, bis der Treberkuchen zum Vorschein kommt. Dann gebe ich ca.20%(5-6L) vom NG darüber, der Läuterhahn bleibt geöffnet.
Kommt der Treberkuchen ein weiteres mal zum Vorschein, schließe ich den Läuterhahn und gebe den Rest vom Nachguß dazu.
Jetzt wird der Treberkuchen komplett aufgearbeitet, bis sich Treber und Nachgußwasser vollständig vermischt haben. Es folgt eine kurze Läuterruhe, wie nach dem Maischen, und es geht mit Trübwürzepumpen und mit dem Abzug des Nachguss weiter.

Durch den sehr kleinen Nachgußanteil zu Beginn lässt sich zum einen die Vorderwürze nahezu vollständig gewinnen(Ausschub aus dem Treber und dem Läutersystem), zum anderen wird die zweite Nachgußmenge nicht so stark durch Vorderwürzreste aufkonzentriert, was für den weiteren Verlauf den Auswascheffekt erhöht.
Die Ausbeute erhöht sich deutlich und zeitliche Verluste sind auch keine zu erwarten, da die als erstes gewonnene Vorderwürze schon beinahe kocht, bis der Nachguß zu laufen beginnt - man kann richtig Gas geben mit dem Abzug des Nachguß.

Das "Verfahren" funktioniert sowohl mit Spannfeder als auch mit Lochblech.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#9

Beitrag von mavro » Sonntag 1. September 2019, 09:30

Hi Oli,

Das nenne ich doch mal eine schöne und verständliche Beschreibung. So werde ich das auch machen!

Danke :thumbup
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#10

Beitrag von LupusLupulus » Sonntag 1. September 2019, 10:22

Hi Oli,

danke für den Tip mit den 20% vom Nachguss.
Das werde ich gleich mal ausprobieren.

Cheers,
Flo
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Re: Batch Sparge

#11

Beitrag von UntergärigesPils » Sonntag 1. September 2019, 10:48

Einmal Fly Sparge und nie wieder. Ich kann nicht verstehen, warum man sich damit rumärgern möchte. Batch sparring war für mich wesentlich einfacher, hat nie Probleme verursacht und schneller geht es auch noch.

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Re: Batch Sparge

#12

Beitrag von PabloNop » Sonntag 1. September 2019, 11:09

olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
Die Vorderwürze ziehe ich ab, bis der Treberkuchen zum Vorschein kommt. Dann gebe ich ca.20%(5-6L) vom NG darüber, der Läuterhahn bleibt geöffnet.
Mal naiv gefragt: warum gibt man nicht den kompletten NG statt nur der 5-6l drüber und läßt weiter durchlaufen - das notwendige freie Volumen setze ich jetzt mal voraus.

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Re: Batch Sparge

#13

Beitrag von Ladeberger » Sonntag 1. September 2019, 11:51

Hallo PabloNop,

was genau ist deine Frage:
a) Warum man den Nachguss nicht komplett ohne Aufhacken gibt?
oder
b) Warum man den Nachguss nicht komplett gibt, aufhackt und dann nach dem Trübwurzepumpen weiterläutert?

Gruß
Andy

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Re: Batch Sparge

#14

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 1. September 2019, 15:34

olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
Es folgt eine kurze Läuterruhe, wie nach dem Maischen, und es geht mit Trübwürzepumpen und mit dem Abzug des Nachguss weiter.
Hallo Oli,
was meinst du mit Trübwürzepumen? An dieser Stelle im Prozess zurückpumpen bis wieder klar läuft oder nicht warten bis wieder klar und pumpen der trüben Würze direkt in die Sudpfanne?
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#15

Beitrag von olibaer » Sonntag 1. September 2019, 15:47

Hallo Sebastian,
Sebasstian hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 15:34
Hallo Oli,
was meinst du mit Trübwürzepumen?
Den Würzeanteil der bis zum Klarlauf anfällt separat auffangen und von oben zurück in den LB geben. "Rumplätschern" vermeiden, ggf. einen Schaumlöffel als Prallblech zur Hilfe nehmen.
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#16

Beitrag von PabloNop » Sonntag 1. September 2019, 16:23

Ladeberger hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 11:51
a) Warum man den Nachguss nicht komplett ohne Aufhacken gibt?
Ich meinte a). Sind das nur Platzprobleme oder hat es noch einen anderen Grund das Wasser kontinuierlich zu geben.

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Re: Batch Sparge

#17

Beitrag von olibaer » Sonntag 1. September 2019, 16:49

Hallo PabloNop,
PabloNop hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 11:09
Mal naiv gefragt: warum gibt man nicht den kompletten NG statt nur der 5-6l drüber und läßt weiter durchlaufen
John Plamer führt in der vorgestellten Methode einen erhöhten Extraktverlust an, was aber so nicht sein müsste, wenn man die Methode wie beschrieben etwas anpasst.

Vorderwürze stellt eine konzentrierte Form von "Edelextrakt" dar. Diesen "Edelextrakt" möglichst zügig und vollständig zu gewinnen, würde ich auch fernab jeder Ausbeutediskussion, als Primärziel des Läutervorgangs bezeichnen.

Für das Beispiel von oben nehme ich einmal an, dass zum Zeitpunkt "Treberkuchen wird sichtbar" noch ca. 9L Vorderwürze mit einer Konzentration von 15,6°P unterwegs sind(-> 8kg Schüttung inhibieren ca. 7L Würze, der Rest ist noch im System oder schwemmt noch deutlich sichtbar den Treber auf).

Diese 9L Vorderwürze mit 15,6°P entsprechen rund 1,49 kg Extrakt oder für die im Beispiel angegebene SA, einer Schüttung von rund 2 kg.
Diese Extraktmenge ist bereits in Lösung gegangen, sie ist bereits gewonnen. Was jetzt folgen muss ist, dass man diese Extrakmenge einfach nur noch "erntet".

Bleibt die "Ernte" aus und man gibt einfach 26L NG hinzu, ergibt sich eine Gesamtmenge von 35L, die in Summe 1,49 kg Extrakt im Bauch hat. Es resultiert eine Stammwürze für den Nachguß von ~ 4,3 °P.

Was man auf diesem Weg erreicht hat ist genau das Gegenteil von dem, wofür "Nachguss" eigentlich gedacht ist.
Der "bereits gewonnene Edelextrakt" aus der Rest-Vorderwürze ist in den Nachguß gewandert und nicht der "noch auswaschbare Extrakt" aus den Trebern in den Nachguß. Als Seiteneffekt hat man zusätzlich erreicht, dass ein Nachguß mit bereits 4,3°P im Bauch wesentlich ineffizienter Restextrakt aus den Trebern löst, als das ein Nachguß mit 0°P tun würde(-> Erstes Fricksches Gesetz).

Eine erste "Kleinstmenge an Nachguss" hat ausschlieslich zum Ziel, die restliche Vorderwürze, hier im Beispiel 9L, aus dem Treber und dem System zu "schieben". Wenn man im Sprachgebrauch von oben verbleiben möchte, dient diese Nachgussmenge nur als "Erntehelfer", um an die bereits als Edelextrakt gewonnene Extraktmenge zu gelangen und sie möglichst verlustfrei in die Pfanne zu befördern.
Bleibt dieser Zwischenschritt aus, geht der benannte Edelextrakt aus der Vorderwürze ziemlich sicher mit dem Glattwasser und mit dem Treber verloren und wie schon erwähnt, leidet zusätzlich der Auswascheffekt des Nachgusses(-> zusätzlicher Extraktverlust).
Gruss
Oli
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Re: Batch Sparge

#18

Beitrag von PabloNop » Sonntag 1. September 2019, 16:56

Danke, für die ausführliche Erklärung!

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Re: Batch Sparge

#19

Beitrag von mavro » Sonntag 1. September 2019, 19:00

sehr gut erklärt!

dann habe ich aber noch eine paar Fragen zur Läutergeschwindigkeit:
  • In der ersten Phase des Läuterns (ernten des Edelextraktes) sollte man doch zügig ablaufen lassen können, sofern sich der Treberkuchen nicht zuzieht. Denn "Kanalbildung" sollte ja nicht relevant sein, da man je lediglich die Würze mit hohem Extraktgehalt auslaufen lassen möchte und da sollte es ja egal sein, auf welchem Weg sie in den Ablauf findet: korrekt?
  • In der zweiten Phase (Kleinstmenge an Nachguss als Erntehelfer) sollte man wohl eher langsam ablaufen lassen, da die vorhandene "Ernte" ja "auf der ganzen Breite" durch den Nachguss nach draußen befördert werden sollte. Da würde eine Kanalbildung wohl dazu führen, dass einfach nur Wasser ohne Extraktgehalt durchschießt und unten rauskommt: korrekt?
  • In der dritten Phase (restliche, größere Menge Nachguss zugeben, umrühren und absetzen lassen) sollte man wohl eher langsam ablaufen lassen, da der noch verbliebene Extrakt im Treber ja "auf der ganzen Breite" im Treber ausgewaschen und nach draußen befördert werden sollte. Da würde eine Kanalbildung wohl dazu führen, dass einfach nur Wasser ohne Extraktgehalt durchschießt und unten rauskommt: korrekt?
Habe ich einen Denkfehler?
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#20

Beitrag von hkpdererste » Sonntag 1. September 2019, 19:42

Die Varianten zu Phase 1 und 2 sollten so passen.
Phase 3 sehe ich anders ... Im Prinzip bist du da ja an dem gleichen Punkt wie vor Phase 1 also warum dann hier anders handhaben wie zu beginn.

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Re: Batch Sparge

#21

Beitrag von mavro » Sonntag 1. September 2019, 20:46

Meine Annahme war:
  • Vor der Phase eins liegen 60-90 min., In denen das Wasser die Zeit hatte, den Zuckergehalt aufzunehmen.
  • Bei der Phase drei kommt das Wasser nur sehr kurz in Kontakt mit dem Treber und hat somit weniger Zeit, den Zucker heraus zu lösen.
    Kann natürlich sein, dass ich daneben liege und die ca. 10-15 min. vollkommen ausreichen.
Wäre mir auch lieber :thumbsup
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#22

Beitrag von hkpdererste » Sonntag 1. September 2019, 21:56

Naja ... Vor Phase 1 müssen die Enzyme ja arbeiten können. Bei Phase 3 musst ja nur den Extrakt auswaschen.

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Re: Batch Sparge

#23

Beitrag von LupusLupulus » Sonntag 1. September 2019, 21:59

Das sehe ich auch so. Der Zucker hat während der zweiter Läuterruhe ja auch Zeit, in Lösung zu gehen.

Und Oli schreibt auch (Hervorhebung von mir):
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
...zeitliche Verluste sind auch keine zu erwarten, da die als erstes gewonnene Vorderwürze schon beinahe kocht, bis der Nachguß zu laufen beginnt - man kann richtig Gas geben mit dem Abzug des Nachguß.
Morgen wird's ausprobiert.

Cheers,
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Re: Batch Sparge

#24

Beitrag von afri » Sonntag 1. September 2019, 22:54

Hmm, vielleicht sollte ich mir wirklich mal den Spaß machen und "batch" ausprobieren. Frühere Versuche mit dem doppelten Oskar haben keine nennenswerten Änderungen gegenüber "fly" gebracht. Ich stelle mir die Frage gerade besonders, weil mein letzter Brauversuch eine unterirdische Ausbeute brachte, obwohl das Gegenteil geplant war. Zeit spielt bei mir keine Rolle, ich bin meist in sechs Stunden durch bis zum Anstellen. Wenn es zwei Stunden länger dauern sollte, who cares, aber "batch" verspricht ja sogar, weniger Zeit zu binden.
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Re: Batch Sparge

#25

Beitrag von Max_L » Montag 2. September 2019, 12:55

Oli, die Anleitung ist ziemlich gut umsetzbar.
Jedes mal wenn ich den Nachguß (möglichst kontinuierlich) aufgeschüttet habe, stand immer eine Mahlzeit an. Daher habe ich überlegt, diese Zeit des mehr oder weniger immer wachsam aktiv zu sein etwas zu entspannen.

Beim nächsten Sud probier ich das mal aus...

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Re: Batch Sparge

#26

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 4. September 2019, 20:31

LupusLupulus hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 21:59
Das sehe ich auch so. Der Zucker hat während der zweiter Läuterruhe ja auch Zeit, in Lösung zu gehen.

Und Oli schreibt auch (Hervorhebung von mir):
olibaer hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:17
...zeitliche Verluste sind auch keine zu erwarten, da die als erstes gewonnene Vorderwürze schon beinahe kocht, bis der Nachguß zu laufen beginnt - man kann richtig Gas geben mit dem Abzug des Nachguß.
Morgen wird's ausprobiert.

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"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
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Re: Batch Sparge

#27

Beitrag von LupusLupulus » Mittwoch 4. September 2019, 23:31

Kann man so sagen.
Sudhausausbeute knapp 71%. Zuvor war das höchste der Gefühle mal 65%.

War jetzt natürlich nur ein mal und kann auch an anderen Faktoren gelegen haben. Ich habe aber sonst bewusst nichts anderes gemacht.

Beim nächsten mal werde ich es auf jeden Fall wieder so machen.

Cheers,
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Re: Batch Sparge

#28

Beitrag von mavro » Freitag 6. September 2019, 20:46

Ich habe eben gerade auch das Batchsparge-Verfahren angewendet, wie oben beschrieben.

Meine Sudausbeute war vorher immer zw. 51% und 54%.

Heute waren es 63%
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#29

Beitrag von Rumborak » Freitag 6. September 2019, 21:19

mavro hat geschrieben:
Freitag 6. September 2019, 20:46
Ich habe eben gerade auch das Batchsparge-Verfahren angewendet, wie oben beschrieben.

Meine Sudausbeute war vorher immer zw. 51% und 54%.

Heute waren es 63%
Hi,

sehr interessant.

Hast du mit den oben beschriebenen 3 Phasen gearbeitet?
Wie viel Liter hast du denn gebraut und wie war deine Aufteilung der 3 Phasen in Liter/Prozent?

Ich möchte am Sonntag mein erprobtes Saphir Weizen wieder brauen und es juckt mich in den Fingern, meine Sudausbeute von 60-65% in Richtung 65-70% zu lenken.

VG
Rumborak :Greets

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Re: Batch Sparge

#30

Beitrag von mavro » Samstag 7. September 2019, 09:18

Hi,
Die Schüttung war: 50 % Weizen, 20 % Wiener, 15 % Pilsener, 15 % Münchner

Zehn Kilo insgesamt

Hauptausschuss 25 l, Nachguss 15 l

Ich bin nach den drei Phasen vorgegangen und habe in der zweiten Phase 4 l vom nachguss zugegeben. Ich habe aber in allen drei Phasen den Hahn voll aufgedreht.

Im GÄrbehälter hatte ich am Ende 32 l

Ich war dadurch in der Hälfte der Zeit fertig.
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#31

Beitrag von Ntvfrank » Samstag 7. September 2019, 09:40

Moin moin,

Wie läutern die Braumeisterbesitzer?

Viele Grüsse aus Rheinhessen

Frank

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Re: Batch Sparge

#32

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 7. September 2019, 10:29

Ntvfrank hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 09:40
Moin moin,

Wie läutern die Braumeisterbesitzer?

Viele Grüsse aus Rheinhessen

Frank
Wasser schwallweise durch den Treberkuchen schütten.
Der Nachguss ist beim BM bedingt durch das Schüttungsverhältnis eh recht klein. Durch die sehr geobe Schrotung läuft der Nachguss nahezu ungebremst durch die Treber.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Batch Sparge

#33

Beitrag von olibaer » Samstag 7. September 2019, 10:56

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 10:29
Wasser schwallweise durch den Treberkuchen schütten.
Der Nachguss ist beim BM bedingt durch das Schüttungsverhältnis eh recht klein. Durch die sehr geobe Schrotung läuft der Nachguss nahezu ungebremst durch die Treber.
Für motivierte Schnäppchenjäger ist da noch der Braumeister-Wühltisch.

Eine gezielte SuFu-Anfrage spuckt alternativ eine übersichtliche Anzahl von Treffern aus(29):
sufubmngab2.PNG
Suchanfrage Braumeister im Kontext Ausbeute und Nachguss(Nachguß)
Gruss
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Re: Batch Sparge

#34

Beitrag von Rumborak » Samstag 7. September 2019, 20:22

mavro hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 09:18
Hi,
Die Schüttung war: 50 % Weizen, 20 % Wiener, 15 % Pilsener, 15 % Münchner

Zehn Kilo insgesamt

Hauptausschuss 25 l, Nachguss 15 l

Ich bin nach den drei Phasen vorgegangen und habe in der zweiten Phase 4 l vom nachguss zugegeben. Ich habe aber in allen drei Phasen den Hahn voll aufgedreht.

Im GÄrbehälter hatte ich am Ende 32 l

Ich war dadurch in der Hälfte der Zeit fertig.
Danke für die Rückmeldung...ich versuche es morgen auch mal und berichte...

VG

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Re: Batch Sparge

#35

Beitrag von Rumborak » Sonntag 8. September 2019, 11:35

Moin,

heute SHA von 65% mit noch viel Luft nach oben.

Ich habe auch die 3 Schritte gemacht...sehr entspannt und schneller.


In werde dieses Verfahren vorerst beibehalten.
Ich denke in Kombination mit meiner oft praktizierten Übernachtmaische eine sehr angenehme Art zu Brauen.

VG
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Re: Batch Sparge

#36

Beitrag von beryll » Sonntag 8. September 2019, 12:30

Ich hab einfach mal eine Frage in die Runde:

Vor einigen Wochen ging es um eine Nachgussvorrichtung, um möglichst wenig Kontakt mit Sauerstoff zu verursachen :
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 59#p343459

Das hier steht doch irgendwie in einem krassen Gegenteil dazu, oder sehe ich das falsch?

VG Peter
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Re: Batch Sparge

#37

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 8. September 2019, 12:31

Ich habe vorgestern beim ersten Sud auf der neuen Anlage gleich mit "Batch-Sparge nach Methode Olli" angefangen. Daher kenne ich die Fly-Spage Ausbeuten der Anlage leider nicht.
Die Methode behalte ich aber definitiv für die Zukunft bei.
Sud 1 66,5% SHA, Sud 2 67,25 % SHA.

Ich wusste gar nicht wohin mit dem ganzen Extrakt und musste aus Sud 1 aus Verlegenheit einen "Fast-Bock" machen (STW 2°P zu hoch, Gäreimer 5% Kopfraum). Sud 2 hat 1°P mehr Stammwürze und 10 Litern überschüssige Anstellwürze, die nun in geteiter Gärung ein anderes Bier machen. Kiste Freibier sozusagen :thumbsup

@Peter
Man muss den Treber beim Umgraben nicht unbedingt "schmatzen" lassen. Vorsichtig wenden geht auch.
Bei 70-78°C löst sich kaum noch Sauerstoff. Die Idee mit der Nachgussvorrichtung finde ich wirklich super, aber halte die "Notwendigkeit" am Ende für eine typische Hobbybrauerparanoia :-).
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
Jens

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Re: Batch Sparge

#38

Beitrag von PabloNop » Sonntag 8. September 2019, 12:48

beryll hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:30
Das hier steht doch irgendwie in einem krassen Gegenteil dazu, oder sehe ich das falsch?
Vgl. mal Post #18 im von Dir verlinkten Thread.

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Re: Batch Sparge

#39

Beitrag von London Rain » Sonntag 8. September 2019, 12:59

Ich verfolge den Thread sehr interessiert, da ich schon lange überlegt habe Batch Sparging einmal auszuprobieren, um den Brautag entspannter zu gestalten. Auf dem Sofa sitzen, statt auf den Wasserstand beim Läutern achten zu müssen, klingt sehr verlockend.

Mich hat aber immer abgehalten, dass man mit weniger SHA rechnen sollte. Meine bisherige SHA kann ich ziemlich gut abschätzen und ich hatte keine Lust, bei der Rezeptberechnung wieder neu raten zu müssen.

Daher finde ich den hier beschriebenen Ansatz mit einem Mininachguss, sozusagen als "Best of both worlds", sehr spannend!

Ich hab mal in meiner Brauliteratur recherchiert, was es da so an Hinweisen zu Batch Sparging gibt.

In älterer deutscher Literatur findet sich gar keine Erwähnung des Verfahrens (Rudolph: Heimbrauen/Heimbrauen für Fortgeschrittene, Hanghofer: Gutes Bier selbst brauen) und auch die beiden neueren Laudage-Bücher gehen da (als fortgeschrittene Technik) nicht drauf ein. Den Brücklmeier hab ich leider nicht.

Daniels: Designing great Beers geht ohnehin fast nicht auf Verfahrenstechniken ein.

In Mosher: Mastering Homebrew (S. 142) findet sich ein kurzer Hinweis, dass Batch Sparging ein bisschen einfacher ist, aber keine Zeit spare und potentiell Sauerstoff eintrage. Er empfiehlt es, daher nicht einzusetzen. Im zweiten Buch von Mosher in meinem Besitz "Radical Brewing" wird nur auf "No Sparge" eingegangen.

Vielleicht mag ja mal jemand in seinen Büchern, die ich nicht im meinem Regal habe, nachschauen, was da so steht.

Viele Grüße
Tim

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Re: Batch Sparge

#40

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 8. September 2019, 17:15

beryll hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:30
Ich hab einfach mal eine Frage in die Runde:

Vor einigen Wochen ging es um eine Nachgussvorrichtung, um möglichst wenig Kontakt mit Sauerstoff zu verursachen :
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 59#p343459

Das hier steht doch irgendwie in einem krassen Gegenteil dazu, oder sehe ich das falsch?

VG Peter
Hi Peter,
worin genau siehst du denn den Gegensatz bzw. das krase Gegenteil? Bei der Fly Sparge vs. Batch Sparge Diskussion gehts ja darum, zu welchem Zeitpunkt welche Menge an Nachguss gegeben wird. Bei der Diskussion im von dir verlinkten Thread geht's jedoch um die Art und wie Weise wie der Nachguss (sauerstoffarm) in den Läuterbottich kommt. Das ist doch sowohl für Fly Sparge als auch für Batch Sparge anwendbar und gültig. Ich sehe keinen Widerspruch.
Zuletzt geändert von Sebasstian am Sonntag 8. September 2019, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#41

Beitrag von beryll » Sonntag 8. September 2019, 17:29

Aus dem Grund ja meine Frage, ich bin aktuell ein wenig „Lost“, wie es so schön auf deutsch heißt...

VG Peter
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Re: Batch Sparge

#42

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 8. September 2019, 17:30

London Rain hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:59
Den Brücklmeier hab ich leider nicht.
...
Vielleicht mag ja mal jemand in seinen Büchern, die ich nicht im meinem Regal habe, nachschauen, was da so steht.
Hi Tim,
der Jan schreibt im "Brücklmeier":
Um eine Vermischung oder gar ein Aufschwemmen des Treberkuchens zu vermeiden, sollten die Nachgüsse vorsichtig auf die Oberfläche gegeben werden.
[...]
Ich gieße dabei immer so viel Wasser nach, dass der Treber wieder etwa 5cm unter Wasser ist.
[...]
Ich hacke eigentlich immer auf, auch wenn die Würze gut abläuft.
[...]
Sinnvoll ist es immer, vor einem neuen Nachguss aufzuhacken.
Ich mache das übrigens auch schon eine Weile genau so. Anfangs allerdings ohne das Aufhacken. Ich habe dann mit Aufhacken auch einen kleinen Sprung in der SHA festgestellt. In den kürzlich oben genannten Erfolgsberichten mit erhöhter SHA nach der Oli-auf-links-Methode vermute ich die Hauptursache der SHA-Erhöhung vor allem im Aufhacken bzw. auf-links-machen. Und nur nachrangig im Unterschied Fly vs Batch.
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#43

Beitrag von schattenbräu » Sonntag 8. September 2019, 18:28

Angenommen ich habe ein System, bei dem ich direkt aus dem Maischebottich abläutere, könnte ich dann auch das Rührwerk drinnen lassen und statt aufhacken, aufrühren?
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Re: Batch Sparge

#44

Beitrag von U-Tube » Montag 9. September 2019, 23:18

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:31
Ich wusste gar nicht wohin mit dem ganzen Extrakt und musste aus Sud 1 aus Verlegenheit einen "Fast-Bock" machen (STW 2°P zu hoch, Gäreimer 5% Kopfraum). Sud 2 hat 1°P mehr Stammwürze und 10 Litern überschüssige Anstellwürze, die nun in geteiter Gärung ein anderes Bier machen. Kiste Freibier sozusagen :thumbsup
Jens, habe über deine Formulierung laut gelacht und schlage eine Änderung deines Nicknames vor:

DerDerZuvielExtraktHat
:Greets
Jeder Laib Brot ist das tragische Ende von Getreide, das die Chance hatte Bier zu werden.

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Re: Batch Sparge

#45

Beitrag von nursbeschde » Dienstag 10. September 2019, 08:35

Wenn ich das ganze hier richtig verstehe, wird ja ziemlich schnell geläutert. Meint ihr Läutern wäre "direkt mit einer Pumpe" nach dem Batch Sparge Prinzip möglich? spielt die Treberhöhe noch eine Rolle ?

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Re: Batch Sparge

#46

Beitrag von stefan78h » Dienstag 10. September 2019, 10:02

nursbeschde hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 08:35
Wenn ich das ganze hier richtig verstehe, wird ja ziemlich schnell geläutert. Meint ihr Läutern wäre "direkt mit einer Pumpe" nach dem Batch Sparge Prinzip möglich? spielt die Treberhöhe noch eine Rolle ?
die Treberhöhe wird schon noch eine Rolle spielen!
Diese soll ja die Würze filtern.
Es wird ja nach dem Nachguss und vermischen, eine läuterruhe gehalten und die Würze vorschiessen gelassen bis es klar läuft.
Gruß
stefan

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Re: Batch Sparge

#47

Beitrag von Sebasstian » Dienstag 10. September 2019, 10:06

nursbeschde hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 08:35
Wenn ich das ganze hier richtig verstehe, wird ja ziemlich schnell geläutert. Meint ihr Läutern wäre "direkt mit einer Pumpe" nach dem Batch Sparge Prinzip möglich? spielt die Treberhöhe noch eine Rolle ?
Forumsuser Matschie macht das erfolgreich.
Grüße,
Sebastian

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Re: Batch Sparge

#48

Beitrag von nursbeschde » Dienstag 10. September 2019, 21:30

Genau das war mein Gedanke, die version von Matschie umzusetzen. Verstehe ich das richtig, beim batch sparge muss ich nicht auf die Läutergeschwindigkeit achten, also ich kanns richtig laufen lassen? Gibt es Erfahrungen wieviel Zeitvorteil das bringt im gegensatz zum normalen Läutern.

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Re: Batch Sparge

#49

Beitrag von mavro » Mittwoch 11. September 2019, 19:25

Ich habe mit den 3 Phasen oben ca. Ab Start erstes abläutern bis zum letzten Tropfen 20 min. gebraucht für 35 liter
inkl. Einer kleinen Läuterruhe von 5 min. bei Phase 3

Vorher ca. 45 min.
Viele Grüße, Andreas

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Re: Batch Sparge

#50

Beitrag von JackFrost » Donnerstag 12. September 2019, 17:29

Phase 3 ist zu Ende wenn wieder der Treber Kuchen zu sehen ist , oder ? Die Menge an NG Teil 2 ist ja wichtig das man nicht Zuviel nimmt um dann Extrakt zu verschenken, oder ?

Gruß JackFrost

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