Die nächsten Kleinbrauereien schließen
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Der Oettinger Chef wird aktuell zitiert mit: „die Brauereien werden wie Fliegen von der Wand fallen.“
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 59a6886bf7
Mäcki
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Hütt-Brauerei Baunatal vor dem aus:
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/h ... t-100.html
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Bier ist ein Stück Lebenskraft!
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OS-Schlingel
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
...vielleicht wäre es für Gaststätten auch mal interessant, mit einer eigenen Brauerei zu erweitern.
Hier ist der Verdienst doch am höchsten! Craftbier kann man doch gut für 5-7 € je 0,5 L verkaufen!
Gerne wird auch von "Alleinstellungsmerkmal" gesprochen.
Gruß Stephen
Hier ist der Verdienst doch am höchsten! Craftbier kann man doch gut für 5-7 € je 0,5 L verkaufen!
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Du flunkerst doch oder hast Dich im Märchenwald der Gebrüder Grimm an der Nasenspitze eines Trolls verhakt?OS-Schlingel hat geschrieben: Sonntag 31. August 2025, 10:54 ...vielleicht wäre es für Gaststätten auch mal interessant, mit einer eigenen Brauerei zu erweitern.
Hier ist der Verdienst doch am höchsten! Craftbier kann man doch gut für 5-7 € je 0,5 L verkaufen!
Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Naja, bei uns in Österreich (Tirol) liegen die Preise bei knapp 6€ / 0,5l. Und das für Stiegl & Co.olibaer hat geschrieben: Montag 1. September 2025, 14:19Du flunkerst doch oder hast Dich im Märchenwald der Gebrüder Grimm an der Nasenspitze eines Trolls verhakt?OS-Schlingel hat geschrieben: Sonntag 31. August 2025, 10:54 ...vielleicht wäre es für Gaststätten auch mal interessant, mit einer eigenen Brauerei zu erweitern.
Hier ist der Verdienst doch am höchsten! Craftbier kann man doch gut für 5-7 € je 0,5 L verkaufen!
Wenn mal jemand etwas „Craft“ anbietet sind die oben genannten Preise teilweise bei 0,3-0,5l absolut zu finden.
Einstiegsklasse: 27l Einkocher, Läuterfeinblech, Eintauchkühler, klassische Gäreimer - Hauptsache es schmeckt 
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OS-Schlingel
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
...tatsächlich wird für ein Pint € 7,- Cask Lager/ Ale in Münster aufgerufen.
Tolles Pub, leckeres Bier, Hobbybrauertreffpunkt...was willst Du mehr!
Oli, bleib gerne in Deinem Märchenwald und träume weiter
Gruß Stephen
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Zoigl Jehovas
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Nicht ganz so klein, aber wenn sie verschwinden würde, ginge auch viel Tradition verloren.
https://www.meininger.de/getraenke-zeit ... enz-antrag
Inwiefern die Altenburger Brauerei davon betroffen ist, bleibt unklar.
Daumen drücken!
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Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn.
- Braufuzi
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus. 
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!

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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Wurde in dem direkt zu deinem Beitrag vorangegangenen Beitrag thematisiert
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Der_Bierfisch
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier. Halten konnten sie sich vermutlich vor allem durch Verträge mit Gaststätten und Orten wie Stadthallen und anderen Veranstaltungsorten. Noch als kleine Anekdote zu dem Thema, die vielleicht die Einstellung vieler hier zu der Brauerei ganz gut darstellt: ein Freund von mir ist in einem Verein, welcher wohl einen Vertrag mit Mindestabnahme mit besagter Brauerei abgeschlossen hatten (wer das dann aber gemacht hat und warum, keine Ahnung). Die Mitglieder haben dann im Spaß die Aktion "Saufen für die Freiheit" ausgerufen. Ziel war, die vertraglich geregelte Abnahmemenge zu erreichen, dass man "endlich wieder vernünftiges Bier ausschenken kann"...
Ich habe deren Bier auch lange nicht mehr getrunken. Letztens mal das Steinbier. Das fand ich ganz gut, aber das ändert natürlich nichts an der Grundeinstellung vieler Leute hier.
Beste Grüße
Bierfisch
Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das Steinbier war aus meiner Sicht Referenz.
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Zoigl Jehovas
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Ich kann geschmacklich nichts Negatives sagen, kenne aber auch nicht deren komplettes Sortiment. Das Pils und das Steinbier finde ich sehr fein.
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hkpdererste
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Ist das nicht oft so, dass das regionale Bier von "vor der Haustür" als eher schlecht wahrgenommen wird und von Leuten von weiter weg mehr wertgeschätzt.Der_Bierfisch hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:16Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
hkpdererste hat geschrieben: Sonntag 25. Januar 2026, 14:36Ist das nicht oft so, dass das regionale Bier von "vor der Haustür" als eher schlecht wahrgenommen wird und von Leuten von weiter weg mehr wertgeschätzt.Der_Bierfisch hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:16Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier.

Volker R. Quante: Bier vor Ort - Reisen durch Europas Bierwelt
Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Hallohkpdererste hat geschrieben: Sonntag 25. Januar 2026, 14:36Ist das nicht oft so, dass das regionale Bier von "vor der Haustür" als eher schlecht wahrgenommen wird und von Leuten von weiter weg mehr wertgeschätzt.Der_Bierfisch hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:16Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier.
so oder komplett umgekehrt.
Ciao baeckus
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Es ist oftmals das gerieren der Brauereien gegenüber bestimmten Personenkreisen und Gruppierungen.
Ist jetzt nicht auf das aktuelle Beispiel bezogen, aber es ist meist mehr die Wahrnehmung als die Qualität.
Beispiel Weismainer Püls Bräu (vor der Übernahme durch Maisel):
Die Brauerei hatte es sich mit Vereinen und Mitbewerbern aufgrund aggressiver Vorgehensweisen im Vertrieb verkackt und deshalb vor Ort in der Bevölkerung ein schwieriges Auskommen. Das Bier fand ich immer einwandfrei, das Hopfengold Pils war sogar eine Referenz.
Ist jetzt nicht auf das aktuelle Beispiel bezogen, aber es ist meist mehr die Wahrnehmung als die Qualität.
Beispiel Weismainer Püls Bräu (vor der Übernahme durch Maisel):
Die Brauerei hatte es sich mit Vereinen und Mitbewerbern aufgrund aggressiver Vorgehensweisen im Vertrieb verkackt und deshalb vor Ort in der Bevölkerung ein schwieriges Auskommen. Das Bier fand ich immer einwandfrei, das Hopfengold Pils war sogar eine Referenz.
Gruß
Matthias
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Mehr vom Bier wissen, heißt: Mehr vom Bier haben!
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Zwar keine kleine Brauerei aber trotzdem Schade.
Brewdog in Deutschland schließt
https://m.bild.de/news/inland/brauerei- ... c0f4279e68
Stefan
Brewdog in Deutschland schließt
https://m.bild.de/news/inland/brauerei- ... c0f4279e68
Stefan
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30L-Klasse; 50l Topf, 3.5k Induktion, Thermoport mit Läuterhexe, 2x Edelstahl Gärfaß, 2x Kühlschrank mit Inkbird, NC-Kegs und GDA für Flaschen.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Da Leikeim zu den oberen 4% der Brauerein, nach Ausstoss, in Deutschland gehört, scheint es dann doch dem einen oder anderen zu schmecken.....Der_Bierfisch hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:16Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier. Halten konnten sie sich vermutlich vor allem durch Verträge mit Gaststätten und Orten wie Stadthallen und anderen Veranstaltungsorten. Noch als kleine Anekdote zu dem Thema, die vielleicht die Einstellung vieler hier zu der Brauerei ganz gut darstellt: ein Freund von mir ist in einem Verein, welcher wohl einen Vertrag mit Mindestabnahme mit besagter Brauerei abgeschlossen hatten (wer das dann aber gemacht hat und warum, keine Ahnung). Die Mitglieder haben dann im Spaß die Aktion "Saufen für die Freiheit" ausgerufen. Ziel war, die vertraglich geregelte Abnahmemenge zu erreichen, dass man "endlich wieder vernünftiges Bier ausschenken kann"...
Ich habe deren Bier auch lange nicht mehr getrunken. Letztens mal das Steinbier. Das fand ich ganz gut, aber das ändert natürlich nichts an der Grundeinstellung vieler Leute hier.
Beste Grüße
Bierfisch
Cheers
Jan
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Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.ulmer.de/usd-7118422/bier-brauen-.html
Die Seite zum Buch "Bier verstehen" https://www.ulmer.de/usd-6840552/bier-verstehen-.html
https://headlessbrewer.wordpress.com/
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Ich habe das immer wieder mal gekauft und gerne getrunken. Das Land und Kellerbier finde ich ganz gut. Das Steinbier eher nicht.
Geschmäcker sind halt verschieden und weit abseits vom Herstellubgsort kennt man die Hintergründe halt nicht.
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"Durch Durst wird Bier erst richtig schön"
Absoluter Anfänger und unerfahren im Bierbrauen.
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Der_Bierfisch
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das stelle ich auch nicht in Frage. Ich wusste auch nicht, dass die Brauerei so groß ist. Stimmt die Zahl so? Ich wollte nur darauf hinweisen, dass hier in der Gegend, wo das Bier herkommt, der Ruf eher schlecht ist. Verträge haben sie viele mit Kneipen etc. Und bevor die Leute kein Bier trinken, trinken sie halt Leikeim. Gefühlt ändert sich das aber immer mehr die letzten Jahre und auch andere Brauerein bekommen hier immer bessere Chancen auf größeren Veranstaltungen. Vielleicht hat ja auch das Leikeim das Genick gebrochen, aber das ist reine Mutmaßung. Auch eher anekdotisch: am Lichtenfelser Korbmarkt hat es die meiste Zeit immer nur Leikeim gegeben. Da haben die Leute halt das getrunken. Seit mehreren Jahren gibt es aber auch immer einen Stand mit Bier vom Trunk (Vierzehnheiligener Bier). Die Schlange dort ist immer recht lange und die Leute stehen dort gerne mal 5-10 Minuten an. Bei den Leikeimständen dagegen gähnende Leere... aber klar ist das auch wieder nur eine Anekdote. Aber von denen gibt es halt viele.. Ich denke es ist eine Frage des Kontexts. Im Herzen der fränkischen Schweiz gibt es halt hunderte tolle Brauerein. Da wird eine Brauerei wie Leikeim ggf. anders wahrgenommen, als das entsprechend 100 km entfernt wahrgenommen werden würde. Wer weiß..§11 hat geschrieben: Dienstag 3. März 2026, 16:45Da Leikeim zu den oberen 4% der Brauerein, nach Ausstoss, in Deutschland gehört, scheint es dann doch dem einen oder anderen zu schmecken.....Der_Bierfisch hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:16Mich wundert eher, wie die sich so lange halten konnten...Braufuzi hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 10:47 Die Leikheim Brauerei steht auch vor dem Aus.![]()
Hier in der Herkunftsregion haben sie absolut keinen guten Ruf. Ich kenne auch niemanden, der sich das privat kauft hier. Halten konnten sie sich vermutlich vor allem durch Verträge mit Gaststätten und Orten wie Stadthallen und anderen Veranstaltungsorten. Noch als kleine Anekdote zu dem Thema, die vielleicht die Einstellung vieler hier zu der Brauerei ganz gut darstellt: ein Freund von mir ist in einem Verein, welcher wohl einen Vertrag mit Mindestabnahme mit besagter Brauerei abgeschlossen hatten (wer das dann aber gemacht hat und warum, keine Ahnung). Die Mitglieder haben dann im Spaß die Aktion "Saufen für die Freiheit" ausgerufen. Ziel war, die vertraglich geregelte Abnahmemenge zu erreichen, dass man "endlich wieder vernünftiges Bier ausschenken kann"...
Ich habe deren Bier auch lange nicht mehr getrunken. Letztens mal das Steinbier. Das fand ich ganz gut, aber das ändert natürlich nichts an der Grundeinstellung vieler Leute hier.
Beste Grüße
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Schöne Grüße
Edit: Satz entschachtelt.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Hier in Thüringen beobachtet man das schon. V.a. weil die Altenburger Brauerei von Leikeim übernommen wurde. Mal sehen wie es da weiter geht...
Gruß Matthias
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Illegitimis non carborundum.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Landgang Hamburg ist insolvent. Echt erschreckend, diese Geschwindigkeit. In Hamburg ist Bier mäßig fast alles weg
Mfg
Johst
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Und die haben vor kurzem gerade Lille in Kiel übernommen. Bunthaus ist auch zu, glaube ich. Überquell braut wohl nicht mehr selbst. Buddelship lässt brauen und macht selbst nur noch Wild & Sour. Wildwuchs braut noch, Kehrwieder ist auch am Start. Aber Hamburg hat sich biertechnisch gewaltig verändert.
Viele Grüße
Björn
Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
Steht am Bierbrunnen in Salzwedel
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Kehrwieder lässt auch brauen. Die haben nur noch ein kleines Büro am alten StandortRäuber Hopfenstopf hat geschrieben: Samstag 7. März 2026, 21:43 Und die haben vor kurzem gerade Lille in Kiel übernommen. Bunthaus ist auch zu, glaube ich. Überquell braut wohl nicht mehr selbst. Buddelship lässt brauen und macht selbst nur noch Wild & Sour. Wildwuchs braut noch, Kehrwieder ist auch am Start. Aber Hamburg hat sich biertechnisch gewaltig verändert.
Mfg
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das war mir gar nicht bewusst. Aber laut Presse https://www.mdr.de/nachrichten/thuering ... m-100.html scheinen sie da recht unabhängig zu sein.Commander8x hat geschrieben: Samstag 7. März 2026, 12:20 Hier in Thüringen beobachtet man das schon. V.a. weil die Altenburger Brauerei von Leikeim übernommen wurde. Mal sehen wie es da weiter geht...
Gruß Matthias
Finde ja das Altenburger Pilsner einen guten kommerziellen Vertreter des Stils, der zudem zumindest in den neuen Ländern überregional verfügbar ist.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Die alkoholfreien kommen aus Nittenau, wie bei anderen auch. Und es gibt irgendeine Kooperation mit der Inselbrauerei. Aber ich dachte, dass sie zumindest noch ein paar Sachen selber machen. Barrelaged und Senatsbock? Sind das dann Restbestände oder gibt es da noch was Neues?Kehrwieder lässt auch brauen. Die haben nur noch ein kleines Büro am alten Standort
Viele Grüße
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das Thema Brauereisterben trendet gerade. Kein Leitmedium an diesem Wochenende, das nicht einen Artikel zum Thema hat. Auszugsweise zwei Artikel, die das Thema aus Sicht kleiner Brauereien gut beleuchten:
Der Standard interviewt dazu Seppl Sigl von Turmer, der das Wirtshaussterben für ursächlich hält und vegane Haferdrinks als zweites Standbein in Betracht zieht:
https://www.derstandard.at/story/300000 ... s-aufgeben
In der Süddeutschen Zeitung findet sich dagegen eine Reportage, die auch eine Neugründung in Weißenburg in Mittelfranken portraitiert und dafür jede Menge Sponsoren findet, weil eine eigene Brauerei zum Selbstverständnis einer bayerischen Kleinstadt dazugehört. Die Neugründung (Reaktivierung) wurde vom Bürgermeister, den Behörden, den Banken aktiv unterstützt. Das sagt viel. Brauer Pöls sagt aber auch, der Kasten müsse 20 bis 25 Euro kosten, damit man keinen Verlust macht. Im reichen Weißenburg zahlen die Leute das, anderwo sicher nicht. Den Artikel, der auch ein Gegenbeispiel in Thüringen aufführt, gibt es hier (Paywall):
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... li.3391199
Im traditionsreichen Weißenburg überlegen sie sich jetzt, ob sie doch mal ein alkoholfreies Bier brauen sollen, so ganz gegen die Tradtion. Der Kollege aus Thüringen dagegen, der aufgeben musste, sagt: "Tradition zahlt keine Rechungen."
Viel Spaß beim Lesen.
Der Standard interviewt dazu Seppl Sigl von Turmer, der das Wirtshaussterben für ursächlich hält und vegane Haferdrinks als zweites Standbein in Betracht zieht:
https://www.derstandard.at/story/300000 ... s-aufgeben
In der Süddeutschen Zeitung findet sich dagegen eine Reportage, die auch eine Neugründung in Weißenburg in Mittelfranken portraitiert und dafür jede Menge Sponsoren findet, weil eine eigene Brauerei zum Selbstverständnis einer bayerischen Kleinstadt dazugehört. Die Neugründung (Reaktivierung) wurde vom Bürgermeister, den Behörden, den Banken aktiv unterstützt. Das sagt viel. Brauer Pöls sagt aber auch, der Kasten müsse 20 bis 25 Euro kosten, damit man keinen Verlust macht. Im reichen Weißenburg zahlen die Leute das, anderwo sicher nicht. Den Artikel, der auch ein Gegenbeispiel in Thüringen aufführt, gibt es hier (Paywall):
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... li.3391199
Im traditionsreichen Weißenburg überlegen sie sich jetzt, ob sie doch mal ein alkoholfreies Bier brauen sollen, so ganz gegen die Tradtion. Der Kollege aus Thüringen dagegen, der aufgeben musste, sagt: "Tradition zahlt keine Rechungen."
Viel Spaß beim Lesen.
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„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ André Malraux
Neu: Herbstzeit, Kürbiszeit - Pumpkin Ale wie beim Amerikaner
Serie Brauzucker selber machen
Website: Stubby Hobbs
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Barell aged kann sein, aber dann nur veredeln. Die Brauanlage gibt's nicht mehrRäuber Hopfenstopf hat geschrieben: Sonntag 8. März 2026, 09:45Die alkoholfreien kommen aus Nittenau, wie bei anderen auch. Und es gibt irgendeine Kooperation mit der Inselbrauerei. Aber ich dachte, dass sie zumindest noch ein paar Sachen selber machen. Barrelaged und Senatsbock? Sind das dann Restbestände oder gibt es da noch was Neues?Kehrwieder lässt auch brauen. Die haben nur noch ein kleines Büro am alten Standort
Mfg
Johst
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Moin,
Es läuft nicht mehr: Lang-Bräu schließt für immer
https://www.lang-braeu.de/servus/
VG, Markus
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Öhhm. Die haben letztes Jahr schon geschlossen. Am 31.05.2025 .ggansde hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 18:57 Moin,
Es läuft nicht mehr: Lang-Bräu schließt für immer
https://www.lang-braeu.de/servus/
VG, Markus
Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Danke für den Hinweis. Blöd, dass solche Meldungen oft unter den aktuellen News auftauchen.
VG, Markus
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Vielleicht eine Verwechslung? Langbräu Jandelsbrunn (Ndb./Bayer. Wald) schließt Ende März.ggansde hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 19:38 Danke für den Hinweis. Blöd, dass solche Meldungen oft unter den aktuellen News auftauchen.
VG, Markus
https://www.beertasting.com/de/news/jan ... -schliesst
Gruß
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Im unteren Bayerischer Wald gibt es zwei Lang Brauereien: Eine in Jandelsbrunn, die nun schließt, und Lang Bräu aus Freyung, die mW nach wie vor produzieren. Haben beide anscheinend eine gemeinsame Vergangenheit: https://www.hogn.de/2026/01/15/4-do-geh ... aft/212765
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Dazu gibt es einen NDR Beitrag: https://youtu.be/wDAXTmFJIZs?si=n0ffeb872_Opdk6WRäuber Hopfenstopf hat geschrieben: Samstag 7. März 2026, 21:43 Und die haben vor kurzem gerade Lille in Kiel übernommen.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Auch mal ein Lichtblick: Die Rosenbrauerei in Pößneck hat einen Investor gefunden und ist erst mal aus der Insolvenz gerettet.
https://www.mdr.de/nachrichten/thuering ... t-100.html
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Gruß
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Hallo,
es ist kein Wunder das die ganzen Brauereien zumachen, wenn die fleißigsten Biergenießer sich hier austauschen und dann ihr
Lieblingsgetränk selber brauen.........
Ciao baeckus
es ist kein Wunder das die ganzen Brauereien zumachen, wenn die fleißigsten Biergenießer sich hier austauschen und dann ihr
Lieblingsgetränk selber brauen.........
Ciao baeckus
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Sicherlich als Scherz gemeint.baeckus hat geschrieben: Dienstag 31. März 2026, 18:09 Hallo,
es ist kein Wunder das die ganzen Brauereien zumachen, wenn die fleißigsten Biergenießer sich hier austauschen und dann ihr
Lieblingsgetränk selber brauen.........
Ciao baeckus
Aber im Ernst: Hier tummeln sich 15500 Mitglieder. Wenn nun jedes Mitglied seine Freimenge von 5 hl/a ausschöpft, was weit über dem durchschnittlichen pro Kopf Verbrauch von 88 l/a liegt und ca. 1,5 Maß Bier am Tag entspricht, dann sind das trotzdem nicht mal 100.000 hl/a. Der Bierausstoß in DE lag 2025 bei 78 Mio. hl. Somit haben die Hobbybrauer hier ca. 0,1 % des Bierausstoßes verhindert. Letztes Jahr allein sind aber 6 % flöten gegangen. Also nein. Wir sind nicht das Problem.
Das Problem ist der massive Preiskampf im Einzelhandel, der insbesondere den kleinen Brauereien schwer macht, bei gleichzeitig gestiegenen Kosten noch genug Rücklagen zu bilden. Besonders betroffen sind dabei die Brauereien zwischen 15.000 und 200.000 hl.
Gruß
Matthias
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das Problem ist aber auch, dass die kleinen Brauereien keine andere Erzählung als die großen anbieten. Der Markenauftritt ist oft vorsintflutlich oder wenig kanalübergreifend. Kleines Beispiel: Hier Brauerei Hacklberg - macht eine tolle Aktion und verteilt 1.000 Hopfenpflänzchen in der Stadt bei Häusern mit Garten. Dazu eine tolle Website und App. Guter Gesamtauftritt. Aber: Es schlägt sich nicht auf die Kisten, die Flaschen und deren Gestaltung nieder. So verpufft leider diese Aktion. Man muss sagen: sehr teure Aktion.hiasl hat geschrieben: Dienstag 31. März 2026, 18:24Sicherlich als Scherz gemeint.baeckus hat geschrieben: Dienstag 31. März 2026, 18:09 Hallo,
es ist kein Wunder das die ganzen Brauereien zumachen, wenn die fleißigsten Biergenießer sich hier austauschen und dann ihr
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Ciao baeckus
Aber im Ernst: Hier tummeln sich 15500 Mitglieder. Wenn nun jedes Mitglied seine Freimenge von 5 hl/a ausschöpft, was weit über dem durchschnittlichen pro Kopf Verbrauch von 88 l/a liegt und ca. 1,5 Maß Bier am Tag entspricht, dann sind das trotzdem nicht mal 100.000 hl/a. Der Bierausstoß in DE lag 2025 bei 78 Mio. hl. Somit haben die Hobbybrauer hier ca. 0,1 % des Bierausstoßes verhindert. Letztes Jahr allein sind aber 6 % flöten gegangen. Also nein. Wir sind nicht das Problem.
Das Problem ist der massive Preiskampf im Einzelhandel, der insbesondere den kleinen Brauereien schwer macht, bei gleichzeitig gestiegenen Kosten noch genug Rücklagen zu bilden. Besonders betroffen sind dabei die Brauereien zwischen 15.000 und 200.000 hl.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Ja, das es diese Größe an Brauereien speziell trifft ist richtig, hier spielen ein paar Faktoren eine wichtige Rolle:Besonders betroffen sind dabei die Brauereien zwischen 15.000 und 200.000 hl.
Zwischen den Stühlen
Während kleine Brauereien sich meistens auf die Gastronomie und den Direktvertrieb versteifen (Hoher Fassbieranteil) und vom "Lokalpatriotismus" und Storytelling profitieren, spielen bei den großen vor allem Skaleneffekte eine wichtige Rolle (Einkauf, Energie, Abfüllung, Logistik, CAPEX). Für die Mittleren steigen die Kosten schneller als Preise durchsetzbar sind und auf der anderen Seite sind sie zu groß für den "Regionalbonus"
Investitionsstau & Anlagenalter
Viele der Brauereien in dieser Größe sind familiengeführt. Nimmt man den 2. WK als große Zäsur, nach der die meisten Brauereien neu aufgebaut werden mussten (Metall war kriegswichtig und viele Anlagen wurden eingeschmolzen) ergibt sich in der Folge, durch die Energiekrisen und steigende Energiekosten ein weitere Einschnitt. Viele Anlagen wurden in den 1970er - 1980er erneuert. D.h. aber das die Anlagen jetzt etwa 50 Jahre alt sind und Ihre Lebensdauer erreicht haben. Das Verhältnis Investition zu hl Produktionsmenge ist in diesem Segment besonders schlecht. Durch die gestiegenen Kosten und einer chronischen Margenunterdeckung ist der finanzielle Puffer aufgebraucht und der Investitionsaufschub, der sich über Jahre aufgesstaut hat führt zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.
Preiskampf & Handelsmacht
Der LEH nutzt Überkapazitäten und sinkende Nachfrage, um Preise zu drücken. Die Erzeugerpreise für Bier stiegen seit 2022 nur ~7 %, während Inputkosten zweistellig zulegten. Kleine Brauereien federn das durch Gastro und Direktvertrieb ab. Mittelgroße Brauereien sind relevant genug, um im LEH zu sein aber zu klein, um Konditionen durchzusetzen.
Portfolio: Nische vs. Vollsortiment
Wachstum findet vor allem in den Bereichen Alkoholfrei, Biermix, Functional Drinks und Spezialitäten statt. Diese Bereiche erfordern aber auch neue Prozesse, zusätzliche Investitionen und höhere Komplexität im Prozess. Während kleine Brauereien, mit manuellen Prozessen, wesentlich flexibler Arbeiten können und Grossbrauereien entsprechend investieren können, haben auch hier die Brauereien im Segment von 15.000 und 200.000 hl das Nachsehen. Kleine Brauerein können zudem "in der Nische" bleiben.
Fazit
Hier werden oft interne Gründe gesucht (Bier ist schlecht, der Besitzer ein Idiot,...). Das ist aber zu kurz gegriffen. Diese Brauereien schliessen, nicht weil sie am schlechtesten geführt sind – sondern weil ihr historisches Erfolgsmodell nicht mehr zur Marktmechanik passt und der "Tipping-Point" schlichtweg verpasst wurde.
Nur meine 2ct
Cheers
Jan
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Danke, sehr nachvollziehbar aufgeführt.§11 hat geschrieben: Dienstag 31. März 2026, 19:47
Fazit
Hier werden oft interne Gründe gesucht (Bier ist schlecht, der Besitzer ein Idiot,...). Das ist aber zu kurz gegriffen. Diese Brauereien schliessen, nicht weil sie am schlechtesten geführt sind – sondern weil ihr historisches Erfolgsmodell nicht mehr zur Marktmechanik passt und der "Tipping-Point" schlichtweg verpasst wurde.
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Aber dass einfach der Gesamtabsatz schrumpft im In- und Ausland lässt auch keinen anderen Ausweg zu als Kapazitätsabbau.
Dass es dann die mittleren zuerst bzw härter trifft, hast Du für mich schlüssig begründet.
Mäcki
Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Auch das meine ich mit "weil ihr historisches Erfolgsmodell nicht mehr zur Marktmechanik passt und der "Tipping-Point" schlichtweg verpasst wurde"maecki-maecki hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 13:19Danke, sehr nachvollziehbar aufgeführt.§11 hat geschrieben: Dienstag 31. März 2026, 19:47
Fazit
Hier werden oft interne Gründe gesucht (Bier ist schlecht, der Besitzer ein Idiot,...). Das ist aber zu kurz gegriffen. Diese Brauereien schliessen, nicht weil sie am schlechtesten geführt sind – sondern weil ihr historisches Erfolgsmodell nicht mehr zur Marktmechanik passt und der "Tipping-Point" schlichtweg verpasst wurde.
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Aber dass einfach der Gesamtabsatz schrumpft im In- und Ausland lässt auch keinen anderen Ausweg zu als Kapazitätsabbau.
Dass es dann die mittleren zuerst bzw härter trifft, hast Du für mich schlüssig begründet.
Mäcki
Unser wirtschafltiches "Grundkonzept" ist leider zu oft auf Wachstum als ultimatives Ziel ausgelegt. Gerade für ein familiengeführtes Unternehmen ist das aber gar nicht nötig. Ich sag es mal salop, so lange das Unternehmen die Inhaberfamilie ernährt, wurde alles richtig gemacht. Das kann aber, auf einem schrumpfenden Markt, eben auch bedeuten mit zu schrumpfen. Sich auf Kernkompetenzen rückzubesinnen. Besser eine Nische gut ausfüllen als einen zu grossen Markt nicht wettbewerbsfähig bedienen zu können. Da müssen eventuell andere Konzepte, als das Bier um jeden Preis in den LEH zu positionieren, her.
Wie sehen sehr ähnliche uns doch anders gelagerte Entwicklungen, hier in den USA. Hat man vor 5 Jahren 'nur' ein mittelmässiges Bier brauen und einen Taproom eröffnen müssen, braucht man heute ein umfangreicheres Konzept mit voller Küche und anderen Angeboten.
Ein ewiges Thema, für das es keine 'one fits all' Lösung gibt. Das Problem ist ja nicht nur das weniger Bier getrunken wird und 'man' halt nur den nächsten Trend erkennen und bedienen muss. Das Problem ist das sich das Angebot immer weiter segmentiert und sich die Konsumenten auch nicht festlegen lassen wollen. Auch ich werde immer öfter meiner Hauptdroge Bier untreu und geniesse unterschiedliche Alternativen.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
…und das meine ich mit "Geschichte erzählen". Nur lokal, in der Region verankert reicht eben nicht mehr. Auch bei den kleinen Brauereien nicht mehr. Die Gasthausbrauerei in Oberfranken, bei der man sich mit dem 2l-Siphon sein Bier holt, erzählt noch eine Geschichte und hat zudem eine treue Anhängerschar. Der schließt sich auch der zugezogene Städter an, weil er etwas sehr Exotisches bekommt. Wenn dieser kleine Brauer dann noch neue Produkte wie gebraute Limonaden hinzufügt und das Getränke-Hopping abbildet, kann er in den hippen Szene-Lokalen der Kreisstadt sogar gegen Fritz Kola bestehen.§11 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 13:38 Ein ewiges Thema, für das es keine 'one fits all' Lösung gibt. Das Problem ist ja nicht nur das weniger Bier getrunken wird und 'man' halt nur den nächsten Trend erkennen und bedienen muss. Das Problem ist das sich das Angebot immer weiter segmentiert und sich die Konsumenten auch nicht festlegen lassen wollen. Auch ich werde immer öfter meiner Hauptdroge Bier untreu und geniesse unterschiedliche Alternativen.
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Anders als in Deinen Ausführungen oben halte ich die Kleinbrauereien nicht so gefestigt, wie von Dir beschrieben. Sie habe es aber leichter sich neu zu erfinden, weil sie als Solitäre schon mal für eine Region stehen. Wirklich schwer werden es die mittleren Brauereien haben. Welche Geschichten sollen die erzählen? Wofür stehen die? Sie sind weder Fisch noch Fleisch, wie man so sagt.
Cheers
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Genau da komme ich zu einem anderen Schluss. Der Braugasthof funktioniert und ernährt die "Inhaber" als Gesamtkonzept aus Gastwirtschaft, Keller und Brauerei. Das ist die Kernkompetenz, die es zu bewahren und zu verbessern gilt. Will er die "hippen Szene-Lokale" in der Kreisstadt als Absatzmarkt für seine neu entwickelten Limonaden erobern, muss er erstmal investieren. Er braucht die technische Ausstattung, Gebinde, Marketing usw.Wenn dieser kleine Brauer dann noch neue Produkte wie gebraute Limonaden hinzufügt und das Getränke-Hopping abbildet, kann er in den hippen Szene-Lokalen der Kreisstadt sogar gegen Fritz Kola bestehen.
Macht er Limonaden vom Fass, um sein eigenes Produkt aus Gastwirtschaft und Keller zu bereichern und eventuell seinen Profit zu optimieren, lässt sich das letztendlich nur in einer inviduellen "Buy or Make" Analyse entscheiden.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Wenn das Dorf so bleibt und die Kernkompetenz Hinzugezogene mitnimmt, hast Du sicher recht. Aber was ist mit Dörfern, die sich zu hippen Schlafdörfern wandeln - gerade in der Peripherie? Ich meine das lässt sich ganz gut im Speckgürtel Münchens entlang der A9 nach Ingolstadt beobachten - in der von uns allen geschätzten Hallertau und im Altmühltal.
Hier in Niederbayern sehe ich gerade eine Brauerei aus dem Bayerischen Wald, die die Szenelokale der Kreisstädte (Passau, Straubing, Deggendorf) mit Heulimonade und 20 anderen Sorten beliefert. Ziemlich geiles Zeug. Wird gut angenommen.
Buy or Make - das wird's sein; für Generalaussagen bricht eine schwere Zeit an
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Welche Brauerei ist das denn?rakader hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 18:24 Hier in Niederbayern sehe ich gerade eine Brauerei aus dem Bayerischen Wald, die die Szenelokale der Kreisstädte (Passau, Straubing, Deggendorf) mit Heulimonade und 20 anderen Sorten beliefert. Ziemlich geiles Zeug.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Gut dass Du gefragt hast - hatte erst gedacht, das kommt vom Apostelbräu in Hauzenberg oder Thomasbräu in Tiefenbach. Es ist der Stadler in Piding, dahinter steht ein gelernter Brauer und Brenner.dierabenfliegen hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 22:33Welche Brauerei ist das denn?rakader hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 18:24 Hier in Niederbayern sehe ich gerade eine Brauerei aus dem Bayerischen Wald, die die Szenelokale der Kreisstädte (Passau, Straubing, Deggendorf) mit Heulimonade und 20 anderen Sorten beliefert. Ziemlich geiles Zeug.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Danke Dir. Kenne ich gar nicht, aber Piding ist ja jetzt auch nicht wirklich Bayerischer Wald, oder?rakader hat geschrieben: Donnerstag 2. April 2026, 00:35 Es ist der Stadler in Piding, dahinter steht ein gelernter Brauer und Brenner.
Im Bayerischen Wald hat die Drachselsrieder Brauerei ein "Woidkracherl" (Waldlimonade) im Sortiment. Das scheint zumindest nicht die übliche Frucade Mischung und Abfüllung zu sein, die einige Brauereien machen.
Die Gesellschaftsbrauerei in Viechtach hat es vor einigen Jahren mit einem Bier "Wilder Wald" versucht. Die Brauerei ist mittlerweile pleite.
Mein Eindruck ist, dass die hiesigen kleinen Brauereien von der Substanz leben, die nicht im Brauereibetrieb liegt. Dort wurde bis zur Jahrtausendwende noch gut verdient, und (Immobilien)vermögen angehäuft - oder es war bereits im Besitz der Brauerei(familie). Durch den Boom seit den 2010er Jahren konnte hier - selbst im Bayerischen Wald - doch einiges quersubventioniert werden.
Wenn ich das richtig sehe, dann haben wir aktuell zwei Punkte, die sich gegenseitig verstärken: Einen Rückgang des Absatzes, also der verkauften hl Bier und einen Rückgang des Deckungsbeitrags pro hl Bier durch gestiegene Kosten, die sich nicht in den Verkaufspreisen der Brauerein widerspiegeln. Wenn dann ein niedrigerer Deckungsbeitrag auf vergleichbar hohe Fixkosten trifft, dann wird es schnell eng. Ausser man subventiert durch Zuflüsse aus Vermögen, und bestehende Immobilienerträge können das schon gut ausgleichen.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Stadler hat auch noch eine Station in Untergriesbach. 
Zu Deinen Ausführungen - ich sehe das mehr von Marketing-, weniger von BWL-Seite - kann man vielleicht noch hinzufügen, dass der Bayerische Wald ein Paradebeispiel für die Unflexibilität. auf Verbraucherseite ist. Es gibt wohl kaum Regionen in Deutschland, die sich dem Craftbierboom so widerständig gezeigt haben (Oberfranken fiele mir noch ein). Wohin das von der Substanz leben führt, sieht man in Passau, aus den ehemaligen Brauereien sind Immobilienentwickler geworden. Aus Innstadtbräu entstand ein neuer Stadtteil, ein anderer wartet auf seine Verwertung, aus Löwenbräu wird ein neues Uni-Viertel. Von Innstadtbräu ist nur noch der Name übrig.
Schuld ist wohl auch die rigide Auslegung des Reinheitsgebotes. In Österreich ist das alles viel lockerer, dort hätte ein Milk Stout auch nicht im Gulli entsorgt werden müssen wie bei Camba (hier hätte es die Genehmigung auch nicht gegeben). Es ist viel leichter dort kreativ zu brauen und dann zu importieren, als im Wald selbst. Die weitere Hürde sind dann die Vertriebswege. Einer wie Apostelbräu streicht den Wald dann so gut wie ganz aus seinem Programm, sich dort weiter zu entwickeln und setzt ganz aufs Ausland mit seinen Urgetreidebieren, hier die USA.
Wenn ich die Situation mit Rumänien vergleiche, liegt es aber vor allem am Publikum. Dort sind Craftbierbrauereien, Kleinbrauereien viel besser aufgenommen worden und haben gar nicht die Nöte, sich mit zusätzlichen Standbeinen neu erfinden zu müssen - obwohl auch dort der Bierkonsum abgenommen hat. Das wiederum hängt mit einer Ächtung von Alkohol und Nikotin zusammen, das dem Aufstiegsversprechen nicht zuträglich ist (wie in Polen). Aber: anstelle Quantität tritt zunehmend Qualität. Das heißt wieder höhere Marge. Und die ist möglich, weil eine neue Geschichte erzählt wird.
Nur ein paar Skizzen.
Cheers
Radulph
Zu Deinen Ausführungen - ich sehe das mehr von Marketing-, weniger von BWL-Seite - kann man vielleicht noch hinzufügen, dass der Bayerische Wald ein Paradebeispiel für die Unflexibilität. auf Verbraucherseite ist. Es gibt wohl kaum Regionen in Deutschland, die sich dem Craftbierboom so widerständig gezeigt haben (Oberfranken fiele mir noch ein). Wohin das von der Substanz leben führt, sieht man in Passau, aus den ehemaligen Brauereien sind Immobilienentwickler geworden. Aus Innstadtbräu entstand ein neuer Stadtteil, ein anderer wartet auf seine Verwertung, aus Löwenbräu wird ein neues Uni-Viertel. Von Innstadtbräu ist nur noch der Name übrig.
Schuld ist wohl auch die rigide Auslegung des Reinheitsgebotes. In Österreich ist das alles viel lockerer, dort hätte ein Milk Stout auch nicht im Gulli entsorgt werden müssen wie bei Camba (hier hätte es die Genehmigung auch nicht gegeben). Es ist viel leichter dort kreativ zu brauen und dann zu importieren, als im Wald selbst. Die weitere Hürde sind dann die Vertriebswege. Einer wie Apostelbräu streicht den Wald dann so gut wie ganz aus seinem Programm, sich dort weiter zu entwickeln und setzt ganz aufs Ausland mit seinen Urgetreidebieren, hier die USA.
Wenn ich die Situation mit Rumänien vergleiche, liegt es aber vor allem am Publikum. Dort sind Craftbierbrauereien, Kleinbrauereien viel besser aufgenommen worden und haben gar nicht die Nöte, sich mit zusätzlichen Standbeinen neu erfinden zu müssen - obwohl auch dort der Bierkonsum abgenommen hat. Das wiederum hängt mit einer Ächtung von Alkohol und Nikotin zusammen, das dem Aufstiegsversprechen nicht zuträglich ist (wie in Polen). Aber: anstelle Quantität tritt zunehmend Qualität. Das heißt wieder höhere Marge. Und die ist möglich, weil eine neue Geschichte erzählt wird.
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Re: Die nächsten Kleinbrauereien schließen
Das kann ich alles so unterschreiben. So hat bspw die Pfeffer Brauerei in Zwiesel seit einigen Jahren ein kaltgehopftes Helles im Angebot. Das trink so gut wie keiner der "Einheimischen", auch in Wirtshäusern findet man das Bier extrem selten. Ein bißchen was wird wohl Richtung München verkauft.
Apostelbräu hat ein Getränkemarkt hier in der Gegend. Ich hatte mir da vor Jahren mal ein Pale Ale gekauft. Das Bier war aber anscheinend zu lange unsachgemäß gelagert und war eigentlich nicht mehr trinkbar. Sehr schade...
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